Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Forschung

Apr 1 2015
09:03

Erstes Studienangebot dieser Art einer Universität im Binnenland startet zum Wintersemester 2015/16

Neuer Studiengang Maritime Wissenschaften

+++ April, April: Bei dieser Meldung handelt es sich um einen Aprilscherz. Die Goethe-Universität bietet keinen neuen Studiengang "Maritime Wissenschaften" an +++

FRANKFURT/FEHMARN. Die nächste Küste liegt von Frankfurt aus mindestens 500 Kilometer entfernt. Dennoch startet die Goethe-Universität im kommenden Wintersemester als erste deutsche Universität im Binnenland einen neuen Studiengang „Maritime Wissenschaften“. Für die nötige Praxisnähe der Studierenden sorgt ein ungewöhnliches Modell: Hat doch die Goethe-Universität in den letzten Jahren auf der Ostseeinsel Fehmarn ein neues Institutsgebäude direkt in Hafennähe errichten sowie einen ehemaligen Fischkutter zu einem hochseetüchtigen Forschungsschiff umbauen lassen.

Friedhelm Prinz, Professor für subozeanische Wellenbewegungen an der Goethe-Universität, hat lange auf diesen Moment hingearbeitet. „Die einzigartige Bedeutung der Meere für das gesamte Ökosystem unseres Planeten mag vielleicht noch vielen Küstenbewohnern vertraut sein, nicht aber den Bewohnern des Binnenlandes.“ Hier besteht nach seiner Ansicht „enormer Nachholbedarf“, beeinflusse doch auch der Lebensstil im Binnenland das Ökosystem der Meere massiv. Prinz weiter: „Der Studiengang sensibilisiert für diese Zusammenhänge, insbesondere dadurch, dass die Studierenden bei längeren Praxisphasen in unserem universitätseigenen Institut auf Fehmarn, bei Wattwanderungen oder maritimen Exkursionen auf dem Forschungsschiff selbst erfahren können, welch weitreichende Konsequenzen das binnenländische Leben für das ökologische Gleichgewicht der Ozeane hat.“

Die Nachfrage nach dem neuen Studienangebot ist groß: Bereits ein halbes Jahr vor Studienstart gibt es mehr als 50 Bewerbungen – kurioserweise auch von Studienbewerben von der Nord- und Ostseeküste, ja sogar aus Hawaii. Prinz erklärt die große Nachfrage damit, dass der Studiengang „einen Nerv trifft“ und sehr gute Berufsaussichten bietet. Die besondere Ausrichtung der Maritimen Wissenschaften an der Goethe-Universität ermöglicht sowohl eine spätere Karriere in der Meeresforschung, als auch bei Umweltverbänden, in der politischen Beratung sowie im umweltpädagogischen Bereich. Folgerichtig werden die Maritimen Wissenschaften im Rahmen des Lehramtsstudiums als Wahlmodul angeboten. Auch im Rahmen der Frankfurter Politologie werden sie als Vertiefungsmöglichkeit für eine spätere Arbeit bei Umweltverbänden und der Politik angeboten. Insgesamt hat die Goethe-Universität mehr als drei Millionen Euro in den Aufbau der für den Studiengang nötigen Infrastruktur auf Fehmarn investiert. Das Geld kommt zum größten Teil aus Stiftungsmitteln.

„Diese vergleichsweise große Investition zeigt, dass auch das Präsidium der Goethe-Universität an die Zukunft dieses Studienganges und an eine auch dauerhaft hohe Nachfrage glaubt“, freut sich Prinz. Im Spätsommer 2015 steht jetzt erst einmal  die Eröffnung des Forschungszentrums an. Prinz ist sich sicher: „Rechtzeitig zum Wintersemester wird alles fertig sein.“ Über den genauen Eröffnungstermin werden die Medien rechtzeitig informiert.

Weitere Informationen: www.uni-frankfurt.de/54587315/maritim

Hochschulpolitische Themen

Mär 27 2015
14:42

Drei Bewerberinnen und Bewerber gehen am 29. April ins Rennen

Goethe-Universität stellt Kandidaten für das Amt der Vizepräsidenten vor

FRANKFURT. In  der Frage der Nachfolge für das Vizepräsidentenamt an der Goethe-Universität zeichnen sich drei Kandidatinnen und Kandidaten ab: Prof. Dr. Brigitte Haar, Prof. Dr. Enrico Schleiff und Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz. Ihre Ideen und Ziele zur Fortentwicklung der Universität werden sie am 15. April bei einer hochschulinternen Anhörung darlegen. Sie gelten als ausgewiesene Experten in Fragen der Internationalisierung, Nachwuchsförderung, Infrastruktur sowie privaten Hochschulförderung; insofern würden sie das bestehende Präsidium um die Universitätspräsidentin Prof. Dr. Birgitta Wolff, Vizepräsidentin Prof. Tanja Brühl und Kanzler Holger Gottschalk hervorragend ergänzen, das sich in den nächsten Jahren gemeinsam großen Herausforderungen stellen will. Die Wahl der Vizepräsidenten findet am 29. April statt. Sollten die drei Bewerberinnen und Bewerber erfolgreich sein, könnte die Universität auch erstmals in ihrer Geschichte eine mit Frauen und Männern gleichermaßen besetzte Hochschulleitung aufweisen.

Bei den drei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern handelt es sich teils um  bekannte Gesichter. So treten zur Wiederwahl Prof. Dr. Enrico Schleiff und Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz an. Beide waren in den vergangenen Jahren bereits Mitglieder des Präsidiums gewesen. Neu hinzu kommt die Juristin Prof. Dr. Brigitte Haar LL.M. (Univ. Chicago); sie hat seit 2004 eine Professur für Bürgerliches Recht, deutsches, europäisches und internationales Wirtschaftsrecht sowie Law and Finance und Rechtsvergleichung im House of Finance inne.

Prof. Brigitte Haars Forschungsschwerpunkte sind Gesellschafts-, Kapitalmarkt- und Vertragsrecht in rechtsvergleichender und ökonomischer Perspektive. In ihren Publikationen widmet sie sich vor allem dem Kapitalmarktrecht, der Finanzmarktregulierung sowie der Corporate Governance. Haar ist Sprecherin des von der Stiftung Geld und Währung geförderten Graduiertenkollegs Law and Economics of Money and Finance, Mitglied des Präsidiums des House of Finance und Principal Investigator am Forschungszentrum Sustainable Architecture for Finance in Europe (SAFE).

Prof. Enrico Schleiff ist seit 2007 Professor für Molekulare Zellbiologie der Pflanzen an der Goethe-Universität und war von 2009 bis 2012 als geschäftsführender Direktor des Center of Membrane Proteomics tätig. Seit April 2012 war er Vizepräsident der Goethe-Universität; dabei setzte er wichtige Impulse zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. So erarbeitete er ein Konzept für ein neues Tenure Track, um exzellenten jungen Leuten dauerhaft in Frankfurt Perspektiven zu geben. Außerdem setzte er sich für die Fortentwicklung der Graduiertenschule GRADE ein und trieb das Modell Kooperativer Promotionen mit Fachhochschulen voran. Seit 2014 ist er Direktor des Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften. Beteiligt ist er zudem am Sonderforschungsbereich Molekulare Mechanismen der RNA-basierten Regulation.

Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz ist seit 1997 Professor für Pharmazeutische Chemie an der Goethe-Universität und war seit 2009 als Vizepräsident tätig. In dieser Funktion trat er für die Verbesserung von Lehre und Studium ein; u.a. indem er die „Bologna-Werkstätten“ zur Reform von Studiengängen initiierte und die Goethe-Universität beim „Qualitätspakt Lehre“ zum Erfolg führte. Seit 2009 ist er Vorsitzender des Verwaltungsrates des Frankfurter Studentenwerkes und des Aufsichtsrates der Firma Innovectis sowie seit 2014 Vorsitzender des House of Pharma and Healthcare. Anfang 2015 wurde Schubert-Zsilavecz zum stellvertretenden Vorsitzenden der Auswahlkommission für den Qualitätspakt Lehre im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ernannt. Nicht zuletzt trug er entscheidend dazu bei, dass im Jahr des Universitätsjubiläums, 2014, ca. 70 Mio. Euro aus privaten Quellen eingeworben werden konnten.

Veranstaltungen

Mär 26 2015
15:52

Das Cornelia Goethe Centrum veranstaltet im Sommersemester eine Colloquiumsreihe zu „Masculinities“ – Neue Aspekte der Männerforschung

Zum Auftakt: Sportsoziologe spricht über „Sportsucht und Männlichkeit(en)“

FRANKFURT. „Masculinities“ steht auf dem Programm der öffentlichen Cornelia Goethe Colloquien im Sommersemester. Damit greift das Zentrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse ein Thema auf, das in den letzten Jahren eine zunehmende Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und im wissenschaftlichen Diskurs erlangt hat. Mit der Titelsetzung „Masculinities“ im Plural deutet die Vortrags- und Diskussionsreihe zugleich auf die Notwendigkeit hin, die Analyse für die komplexe Vielfalt an Männlichkeiten zu öffnen. Die Vortragenden der Colloquiumsreihe werden in Präsentationen und interaktiven Diskussionen einen Überblick über die breite Themenskala in der Männlichkeitsforschung geben und dabei aus ihrer eigenen aktuellen Forschung berichten.

Zum Auftakt am 29. April (Mittwoch) hält der Frankfurter Sportwissenschaftler Prof. Robert Gugutzer einen Vortrag zu „Sportsucht und Männlichkeit(en). Körper- und identitätssoziologische Annäherungen“. Auch wenn Sport längst keine reine Männerdomäne mehr ist, ist er nach wie vor ein soziales Feld, in dem traditionelle männliche Werte und Verhaltensmuster wie Mut, Härte, Kampf, Risikobereitschaft, Aggressivität oder Konkurrenzorientierung einen hohen Stellenwert genießen. Der Sport ist mehr denn je ein Bereich männlicher Identitätssuche und ein Feld mit hohem Suchtpotenzial, wie Gugutzer aufzeigen wird.

Am 13. Mai wird sich der Literaturwissenschaftler Prof. John Landreau vom College of New Jersey, USA mit der Frage nach der Repräsentation von Männlichkeit in einem Roman von Junot Diaz beschäftigen. Mit ihrem Blick aus dem globalen Süden beschäftigt sich die international bekannte australische Männlichkeitsforscherin Prof. Raewyn Connell kritisch mit den US- und eurozentristische Perspektiven der Männlichkeitsforschung. Am 10. Juni wird das Thema „Caring Masculinities“ diskutiert: Die Soziologinnen Dr. Ewa Palenga-Möllenbeck (Frankfurt) und Dr. Sveva Magaraggia (Rom) richten mit der Anthropologin Prof. Hande Birkalan-Gedik (Istanbul) ihren Blick auf Vaterschaft und Männlichkeiten. Am 24. Juni wird Dr. Miranda Leontowitsch (Frankfurt) das Thema Männlichkeit und Alter aus alterssoziologischer Perspektive als Feld der Kontinuität und Veränderung aufgreifen. Schließlich stellt der Marburger Soziologe Dr. Christoph Schwarz die Frage nach männlicher Adoleszenz am Beispiel der IS-Propaganda.

Die Termine auf einen Blick:

29. April (Mittwoch)
Prof. Robert Gugutzer (Goethe-Universität Frankfurt am Main): Sportsucht und Männlichkeit(en). Körper- und identitätssoziologische Annäherungen (Vortragssprache: Deutsch)

13. Mai (Mittwoch)
Prof. John Landreau (College of New Jersey): Reading and Writing across Borders. Figuring Masculinity in Junot Diaz’s: The Brief Wondrous Life of Oscar Wao (Vortragssprache: Englisch)

26. Mai (Dienstag)
Prof. Raewyn Connell (University of Sydney): Masculinities in the World: Perspectives from the Global South (Vortragssprache: Englisch. Diese Veranstaltung findet im HZ 5 (Hörsaalzentrum Campus Westend) statt.

10. Juni (Mittwoch)
Dr. Ewa Palenga-Möllenbeck (Goethe-Universität Frankfurt am Main), Prof. Hande Birkalan-Gedik (Yeditepe University, Istanbul) and Dr. Sveva Magaraggia (University of Roma Tre): Changing Fatherhood(s), Changing Masculinity(ies) (Vortragssprache: Englisch)

24. Juni (Mittwoch)
Dr. Miranda Leontowitsch (Goethe-Universität Frankfurt am Main): Altern ist nicht nur weiblich – Das hohe Alter als Feld neuer Maskulinität (Vortragssprache: Deutsch)

08. Juli (Mittwoch)
Dr. Christoph Schwarz (Philipps-Universität Marburg): Generations nursed on the Milk of Humiliation: Masculinity and Generational Narratives in the Propaganda of the Islamic State (Vortragssprache: Englisch)

Mit Ausnahme des Vortrags von Raewyn Connell finden alle Veranstaltungen auf dem Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 6, PEG-Gebäude, Raum 1. G 191 von 18-20 Uhr c.t. statt.

Informationen: Prof. Helma Lutz, Anna Krämer, Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse, Tel.: (069)798-35100, E-Mail: cgcentrum@soz.uni-frankfurt.de, http://www.cgc.uni-frankfurt.de/cgc-lehre-kolloq.shtml

Sonstige

Mär 26 2015
14:37

Dank Doppeljubiläum wachsen Heckenkirschen der Technischen Universität Darmstadt nun auch auf dem Campus Westend

Drei Winterblüher als Geburtstagsgeschenk

FRANKFURT. Der historische Garten zwischen IG Farben-Haus und Universitätscasino ist seit dieser Woche um eine botanische Attraktion reicher. Drei winterblühende Heckenkirschen haben einen Ehrenplatz im historischen Garten des Campus Westend gefunden. Zu verdanken hat dies die Goethe-Universität der Technischen Universität Darmstadt. Deren Präsident, Prof. Hans Jürgen Prömel, hatte das Geschenk zum 100. Geburtstag der Goethe-Universität am 18. Oktober 2014  in Form eines Metallschildes symbolisch mit nach Frankfurt gebracht. Hans Jürgen Prömel und Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff überzeugten sich diese Woche persönlich davon, dass die Pflanzen im Westend angewachsen sind (Foto zum Download unter: ).

Mit dem wohlriechenden, weißblühenden Geschenk zieht zugleich ein Stück Darmstädter Geschichte an die Goethe-Universität: Die Lonicera x purpusii (lat. Bezeichnung) entstand 1920 im dortigen botanischen Garten. Die Heckenkirsche wurde nach ihrem Entdecker Joseph Anton Purpus benannt, dem damaligen Inspektor des botanischen Gartens in Darmstadt. Seitdem wird sie dort ganz besonders gepflegt und vermehrt. Der botanische Garten in Darmstadt feierte 2014 ebenfalls Geburtstag: Gegründet 1814 wurde er 200 Jahre alt und ist bereits seit 1897 Teil der Technischen Universität Darmstadt.

Prömel und Wolff hoben hervor, dass sie in der Symbolik des gemeinsamen Pflanzens auch einen Ausdruck für die intensive Kooperation und Freundschaft beider Universitäten sehen: „Damit stärken wir das bereits Bestehende und setzen zugleich ein Zeichen, als Partner zusammen weiter voranzuschreiten und vielleicht auch neue Wege zu gehen“, sagte Prömel.

Birgitta Wolff danke ihrem Amtskollegen für das Geschenk: „Seit Jahren kooperieren wir auf vielen Ebenen mit der Technischen Universität Darmstadt. Zusammen mit unserer Schwesternuniversität stärken wir den Forschungsstandort Rhein-Main." ergänzte Wolff. Beide Universitäten zusammen werben mehr als 60 % aller Drittmittel in Hessen ein. Kooperation bestehen u.a. in der Forschung, der Nachwuchsförderung und in der Lehre.

Downloadlink Bild

Bildunterschrift: „Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff mit ihrem Darmstädter Amtskollegen, Prof. Hans Jürgen Prömel“.

Veranstaltungen

Mär 26 2015
11:57

Buchpräsentation und Vortrag in der Deutschen Nationalbibliothek – Erstmals nach 1945 erscheint in Deutschland ein Lyrik-Band in deutscher und hebräischer Sprache

„Zukunftsarchäologie: Eine Anthologie hebräischer Gedichte“

FRANKFURT. „Wir wollen die Tradition, hebräische Texte im Original in Deutschland zu drucken, wieder beleben“, so Dr. Rachel Heuberger, Leiterin der Hebraica- und Judaica Sammlung der Universitätsbibliothek Frankfurt. Gemeinsam mit dem israelischen Generalkonsul Dr. Dan Shaham ergriff sie vor knapp einem Jahr die Initiative zu einem Gedichtband, der am Dienstag (31.3.) um 19 Uhr in der Deutschen Nationalbibliothek vorgestellt wird.

In dem soeben im Klostermann Verlag erschienenen Hardcover-Buch „Zukunftsarchäologie: Eine Anthologie hebräischer Gedichte“ haben die israelischen Literaturwissenschaftler Giddon Ticotsky und Lina Barouch als Herausgeber Werke von israelischen Lyrikern in Hebräisch und deutscher Übersetzung zusammengestellt. Berücksichtigt wurden acht Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die direkt vom deutschsprachigen Kulturkreis beeinflusst sind, die jedoch ihre Texte fast alle nach dem Holocaust nur auf Hebräisch verfassen konnten. Zum Kreis der Autoren zählen Literaten, deren Gedichte überwiegend in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert entstanden sind: Avraham Ben Yitzhak, David Vogel, Ludwig Strauß, Lea Goldberg, Jehuda Amichai, Tuvia Rübner und Dan Pagis.

Am Dienstagabend werden einige ihrer Gedichte in Hebräisch und Deutsch vorgestellt – vorgetragen im Wechsel der beiden Sprachen von Dr. Sylvia Asmus, Leiterin des Exilarchivs 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek, und dem israelischen Generalkonsul Dr. Dan Shaham. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts und bis 1933 sind in Deutschland sehr viele Bücher in Hebräisch erschienen. Durch den Nationalsozialismus kam diese Tradition jäh zum Stillstand. Nur vereinzelte literarische Bücher sind nach 1945 hinzugekommen, das jetzt erschienene ist der erste Gedichtband.

Die Buchpräsentation wird verbunden mit einem Vortrag von Prof. Dr. Anat Feinberg; sie ist Expertin für hebräische und jüdische Literatur an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg und spricht am Dienstag zu „Schillers Tell als jüdischer Visionär: Deutsche Literatur im hebräischen Gewand“. Die gesamte Veranstaltung findet im Rahmen des fünfzigjährigen Jubiläums der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen statt und ist eine Kooperation des Generalkonsulats des Staates Israel in München, der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, des Klostermann Verlags und der Deutschen Nationalbibliothek.

„Zukunftsarchäologie: Eine Anthologie hebräischer Gedichte“ (Hrsg. Giddon Ticotsky und Lina Barouch), Verlag Klostermann, Frankfurt 2015, ISBN 978-3-465-03907-5, 88 Seiten, 16,80 Euro.

Informationen: Dr. Rachel Heuberger, Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Hebraica- und Judaica Sammlung, Campus Bockenheim, Tel.(069) 798 39665, E-Mail: r.heuberger@ub.uni-frankfurt.de

Anmeldung unter: ausstellungen-frankfurt@dnb.de; Tel. (069) 1525 1905