Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Veranstaltungen

Apr 16 2013
14:38

Tagung beschäftigt sich Verhältnis der EU zu Forderungen nach globaler Gerechtigkeit und Demokratie

1. Kosmopolis-Symposium: Die Normativität der Europäischen Union

FRANKFURT. Die Europäische Union befindet sich aktuell in der größten Krise seit ihrer Gründung. „Angesichts dessen ist es wichtig, die normativen Grundlagen und Perspektiven dieser transnationalen politischen Organisation erneut zu bestimmen“, so Prof. Matthias Lutz-Bachmann, der gemeinsam mit Prof. Andreas Niederberger und Dr. Philipp Schink das 1. Kosmopolis-Symposium am Institut für Philosophie der Goethe-Universität veranstaltet. Zum Thema „Die Normativität der Europäischen Union“ diskutiert eine Reihe namhafter politischer Philosophen am 22. und 23. April (Montag und Dienstag) im IG-Farben-Haus auf dem Campus Westend.

Dabei wollen die Wissenschaftler vor allem das Verhältnis der EU zu Forderungen nach globaler Gerechtigkeit und Demokratie, aber auch zu demokratischen und wohlfahrtsstaatlichen Institutionen untersuchen. „Einige vermuten, dass diese möglicherweise so eng mit der Form des Nationalstaats verbunden sind, dass sie sich nicht auf den Raum jenseits der Staaten ausdehnen lassen“, sagt Niederberger, „weshalb zu untersuchen ist, ob eine solche Ausdehnung nicht doch möglich ist.“

Ausgehend von Erik O. Eriksens Arbeiten soll die normative Perspektive für die Europäische Union philosophisch und politiktheoretisch diskutiert werden. Erik O. Eriksen, Professor an der Osloer Universität, wird auch an der Tagung teilnehmen; er zählt zu den international renommiertesten Theoretikern des europäischen Einigungsprozesses. In einer Vielzahl von Publikationen zeigt er in durchaus kritischer Perspektive die normativen Grundlagen Europas auf und skizziert den Rahmen dringend erforderlicher institutioneller und demokratischer Reformen.

Neben Eriksen stehen Beiträge von weiteren Wissenschaftlern auf dem Programm der zweitägigen öffentlichen Veranstaltung: Dr. Oliver Eberl (Technische Universität Darmstadt), Prof. Claudia Landwehr (Universität Mainz), Prof. Andreas Niederberger (Goethe-Universität), Dr. Rosa Sierra (Goethe-Universität).

Die Kosmopolis-Symposien begleiten die gleichnamige neue Buchreihe im Alber Verlag, deren erster Band (David Held, Kosmopolitanismus. Ideal und Wirklichkeit) noch im April erscheinen wird. Herausgeber dieser Reihe sind die drei Organisatoren des Symposiums.

Informationen: Dr. Philipp Schink, Institut für Philosophie, Campus Westend, 069/798-32774, Schink@em.uni-frankfurt.de, http://www2.uni-frankfurt.de/43802715/Aktuelles

Veranstaltungen

Apr 15 2013
16:26

Konzert auf Einladung der Ehrensenatorinnen der Goethe-Universität soll Kinder-Uni und Goethe-Schüler-Laboren zugute kommen. Mittwoch, 17. April, 19.30 Uhr, Casino

Bach goes Tango auf dem Campus Westend

FRANKFURT. Karin Giersch, Renate von Metzler und Johanna Quandt, Ehrensenatorinnen der Goethe-Universität, bitten zu einem Konzert auf den Campus Westend: Unter der Leitung des französischen Cellisten und Kammermusikers Gautier Capuçon bietet das Stuttgarter Kammerorchester ein spannendes Programm zwischen „Bach und Tango“. Die Veranstalterinnen erhoffen sich von den Besucherinnen und Besuchern eine Spende zugunsten der Projekte „Kinder-Uni“ und „Goethe-Schüler-Labore“.

Mit der „Kinder-Uni“ lädt die Goethe-Universität seit 2003 Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Klasse zu einer Vorlesungswoche ein, die ihre Neugier und Forscherdrang wecken soll. Inzwischen nehmen 14.000 Schülerinnen und Schüler aus dem Rhein-Main-Gebiet an der Veranstaltung teil.

Mit den „Goethe-Schüler-Laboren“ wird ein frühförderndes Schülerprogramm in den Bereichen Physik, Biologie, Chemie und Mathematik/Informatik geboten. Hier haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Forschung hautnah mitzuerleben und selbst Experimente vorzunehmen.

Programm:
Begrüßung: Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität

„Bach goes Tango”: Johann Sebastian Bach (1685 — 1750): Concerto Nr. 3 G-Dur BWV 1048, 3. Brandenburgisches Konzert.

Joseph Haydn (1732 — 1809): Cellokonzert C-Dur.

Astor Piazzolla (1921 — 1992), Grand Tango und Libertango für Violoncello und Streichorchester.

Danksagung: Renate von Metzler, Ehrensenatorin der Goethe-Universität und Mitglied im Vorstand der Freunde und Förderer

Bitte teilen Sie uns mit, ob wir mit Ihrer Kommen rechnen dürfen (ott@pvw.uni-frankfurt.de).

Mit besten Grüßen
Dr. Dirk Frank
Stv. Leiter Abteilung Marketing und Kommunikation

Gesamtorganisation: Nike von Wersebe, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Grüneburgplatz 1, 60629 Frankfurt am Main, Tel. (069) 798-12234, wersebe@pvw.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Apr 12 2013
16:33

5. Frankfurter Goethe-Vorlesungen für Bürger, Wissenschaftler und Studierende

Jüdisch-christliche Literaturkontakte vom Mittelalter bis in die Gegenwart

FRANKFURT. Im Sommersemester starten die 5. Frankfurter Goethe-Vorlesungen zum Thema „Jüdisch-christliche Literaturkontakte vom Mittelalter bis in die Gegenwart“. Wie sich der Kontakt zwischen Juden und Christen in Frankfurt und allgemein in Deutschland in literarischen Zeugnissen produktiv niederschlägt, wird in der Goethe-Ringvorlesung thematisiert. Im Fokus stehen die Rezeption, die Adaptation und der Transfer literarischer Werke jüdischer Autoren im christlichen Kontext und umgekehrt. Ziel ist es, das kreative Potenzial der jüdisch-christlichen Literaturkontakte vom Mittelalter bis in die Gegenwart aufzuzeigen und damit verbundene Probleme zu reflektieren.

Das Zusammenleben von Juden und Christen hat in Frankfurt eine lange Tradition – auch darauf wird in der Vorlesungsreihe eingegangen. Seit dem Mittelalter war die Frankfurter jüdische Gemeinde eine der bedeutendsten im deutschen Sprach- und Kulturraum; heute ist sie nach Berlin, München und Düsseldorf wieder die viertgrößte jüdische Gemeinde in der Bundesrepublik. Wichtige kulturelle Institutionen in Frankfurt, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung oder auch die Goethe-Universität gehen auf jüdische Stiftungen zurück.

Die Veranstalterinnen dieser Reihe sind Privatdozentin Dr. Regina Toepfer vom Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik und Junior-Professorin Dr. Rebekka Voß vom Seminar für Judaistik der Goethe-Universität. Die öffentlichen Vorlesungen, die auch im Rahmen der Bürger-Uni stattfinden und zu denen alle Interessierten eingeladen sind, beginnen jeweils donnerstags um 18 Uhr im Raum IG 411, IG-Farben-Haus auf dem Campus Westend der Goethe-Universität; der Eintritt ist frei.

Das Programm im Detail:

18. April
Prof. Dr. Martin Przybilski (Universität Trier)
Fuchsfabeln – ein Kapitel literarischen Kulturtransfers zwischen Juden und Christen im europäischen Mittelalter

25. April
Dr. Astrid Lembke (Humboldt-Universität zu Berlin)
Aventiuren in Aschkenas. Jüdische Adaptation höfischer Stoffe im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit

2. Mai
Prof. Dr. Winfried Frey (Goethe-Universität Frankfurt)
Die Gottlosen. Antijüdische Tradition und innerchristlicher Wortkampf in der Zeit der Glaubensspaltung

16. Mai
Prof. Dr. Roland Gruschka (Hochschule für jüdische Studien Heidelberg)
Westjiddisch – Die frühere Sprache der Juden in Deutschland

23. Mai
Prof. Dr. Gabriele von Glasenapp (Universität zu Köln)
Sefer nahar me-Eden. Die jüdische Kinderliteratur während der Haskala

6. Juni
Prof. Dr. Anat Feinberg (Hochschule für jüdische Studien Heidelberg)
Vergessene Worte. Zum Wandel der (Literatur-) Sprache im heutigen Israel

13. Juni
Dr. Andrea Schatz (King’s College London)
Tausendundeine Nacht auf Jiddisch. Jüdische Interpretationen des „Orient“

20. Juni
Prof. Dr. Ulrich Wyss (Goethe-Universität Frankfurt)
Rudolf Borchardt und das Problem des Judentums

27. Juni
Monique Behr, Jesko Bender (Goethe-Universität Frankfurt)
Emil Behr. Briefzeugenschaft vor – aus – nach Auschwitz (1938-59)

4. Juli
Dr. Tamar Lewinsky (Universität Basel)
Nicht für den deutschen Leser. Jiddische Literatur im Nachkriegsdeutschland

11. Juli
Prof. Christian Wiese (Goethe-Universität Frankfurt)
Banalität des Bösen? Die Geschichts- und Erinnerungsdebatten anlässlich von Hannah Arendts Eichmann in Jerusalem

18. Juli
Stefanie Zweig (Frankfurt)
Nirgendwo war Heimat – Lebenserinnerungen 

Informationen: Ninja Roth, Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik, Campus Westend, (069) 798-32688, Roth@lingua.uni-frankfurt.de Tel.: (069) 798 32851, www.buerger.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Apr 12 2013
16:31

Gastvortrag von Prof. Eric Olson aus Texas an der Goethe-Universität

Die Regeneration des Herzens stimulieren

FRANKFURT. Das Herz neugeborener Mäuse kann sich nach Verletzung vollständig regenerieren. Diese Fähigkeit geht aber schon in den ersten Lebensmonaten wieder verloren. Prof. Eric N. Olson von der Universität Texas erforscht seit Jahren die Mechanismen, die diese Selbstheilungskräfte in den Zellen aktivieren. Sein Ziel ist es, Herz-Kreislaufkrankheiten beim Menschen zu heilen. Über den Stand der Forschung berichtet er in seinem Vortrag in englischer Sprache

am:     Dienstag, den 16. April 2013 um 18.15 Uhr
im:      Klinikum der Goethe-Universität, Campus Niederrad Hörsaalgebäude 22-1.

Die äußeren Schichten des Organismus – Haut, Bronchienoberfläche und Darmzellen – bleiben durch ständige Regeneration intakt. Auch die Nerven an Armen und Beinen können sich nach Quetschungen einigermaßen erholen, Herzmuskelzellen dagegen kaum. Je tiefer die geschädigte Schicht im Körper liegt, desto schwächer ist ihre Fähigkeit zur Selbstheilung ausgeprägt. Doch zu Beginn des Lebens ist dies anders, wie die Arbeitsgruppe um Eric Olson herausgefunden hat. Sie entschlüsselte kürzlich Mechanismen im Herzen neugeborener Mäuse, die den Zellen eine vollständige Regeneration erlauben.

Von besonderer Bedeutung sind dabei kurze Gen-Schnipsel, microRNAs genannt, welche die Ausprägung bestimmter Gene kontrollieren. Die von Olson identifizierten microRNAs steuern die Regeneration und das Überleben von Muskelfasern sowie die Expression des wichtigen Muskeleiweiß Myosin. Mit Hilfe gezielter Gentherapien und Medikamenten versuchen die Forscher inzwischen, die Regeneration des Herzmuskels nach einem Infarkt gezielt zu stimulieren. Sie hoffen, ihre Erkenntnisse zukünftig auch auf andere Herzkreislauferkrankungen anwenden zu können.

Der Vortrag findet statt im Rahmen der Vortragsreihe „Perspectives in Molecular Medicine, gesponsert von Sanofi-Aventis.

Informationen: Prof. Stefanie Dimmeler, Institut für Kardiovaskuläre Regeneration, Campus Niederrad, Tel.: (069) 6301-7440, Dimmeler@em.uni-frankfurt.de

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Apr 12 2013
16:29

Zehn Veranstaltungen zeigen die Vielfalt wissenschaftlicher Weiterbildung in Hessen.

Das Netzwerk WissWeit startet seine Vortragreihe „weiter denken – weiter bilden!“

FRANKFURT. WissWeit, das Weiterbildungsnetzwerk der hessischen Universitäten und (Fach-)Hochschulen, präsentiert ab Dienstag, den 16. April 2013, seine Vortragsreihe zu aktuellen Themen der wissenschaftlichen Weiterbildung. Die Reihe startet mit dem Thema „Neue Formen netzgestützten Lehrens und Lernens – Beiträge zur Didaktik der Wissenschaftlichen Weiterbildung“. Referentin ist Claudia Bremer, Geschäftsführerin von studiumdigitale. (18-20 Uhr, Jügelhaus, Mertonstr. 17-21, Raum 32b).

An insgesamt zehn Terminen stellen die Weiterbildungseinrichtungen der hessischen Hochschulen Trends aus verschiedenen Themengebieten ihres Weiterbildungsangebots vor. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Reihe richtet sich an Fach- und Führungskräfte, Unternehmen, Institutionen und alle sonstigen Interessierten, die eine Weiterqualifizierung auf Hochschulniveau suchen und von der Qualität und dem Know-how hochschulischer Weiterbildung profitieren möchten. Das vollständige Vortragsprogramm mit allen Themen und Terminen sowie eine PDF-Version des Flyers zur Reihe sind auf der Internetseite www.wissweit.de abrufbar.

Das Netzwerk WissWeit, mit Sitz an der Frankfurter Goethe-Universität, wurde im Jahre 2004 gegründet, um einen hochschulübergreifenden Verbund in der wissenschaftlichen Weiterbildung zu etablieren. Neben der Organisation von Veranstaltungen zum Thema Weiterbildung stellt das Netzwerk auch eine Datenbank bereit, die alle Angebote der staatlichen hessischen Hochschulen auf Basis einheitlicher Standards zusammenstellt und präsentiert.

Weitere Informationen: Koordinationsstelle Netzwerk WissWeit, Christine Kienzle, Michael Bastian, c/o Zentrum für Weiterbildung, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Senckenberganlage 15, 60325 Frankfurt am Main, Tel. (069) 798-22650, info@wissweit.de