Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Veranstaltungen

Jul 1 2015
16:13

Preise für Nachwuchswissenschaftler

Medieneinladung / Akademische Feier 2015

FRANKFURT. Bereits zum 30. Mal werden am Donnerstag auf der Akademischen Feier junge Forscherinnen und Forscher ausgezeichnet. Insgesamt werden in diesem Jahr 77.500 Euro Preisgeld vergeben. Der Vorsitzende der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität, Prof. Wilhelm Bender, und Universitätsvizepräsident Prof. Dr. Enrico Schleiff werden die Auszeichnungen für Forschungsvorhaben, herausragende Abschlussarbeiten und Dissertationen überreichen.

Folgende Preise werden in diesem Jahr verliehen: Adolf Messer-Stiftungspreis; Barbara und Pierre Giuseppe Scardigli-Preis für die kleinen geisteswissenschaftlichen Fächer; Dr. Paul und Cilli Weill-Preis; Frankfurter Dissertationspreis für Philosophie; Frankfurter Forschungspreis 2015 der Rudolf Geißendörfer-Stiftung; Mediterran-Preis; Preis der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität für den naturwissenschaftlichen Nachwuchs; Procter & Gamble-Nachhaltigkeitspreis; Stifterpreis „Sozialpsychiatrie Frankfurt“; WISAG-Preis.

Akademische Feier 2015
Donnerstag, 2. Juli 2015, 16.00 Uhr.
Renate-von-Metzler-Saal (Raum 1.801), Casino, Campus Westend.

Programm:

Begrüßung
Prof. Dr. Wilhelm Bender, Vorsitzender der Freunde der Universität

Ansprache
Prof. Dr. Enrico Schleiff, Vizepräsident der Goethe-Universität

Verleihung der Preise
Dankesworte der Preisträger

Medienvertreter sind herzlich zur Akademischen Feier eingeladen. Bitte teilen Sie uns mit (ott@pvw.uni-frankfurt.de), ob wir mit Ihrem Kommen rechnen können.

Veranstaltungen

Jun 30 2015
15:00

„America meets Hessen in Frankfurt": Auf dem Sommerfest sind Texas Lightning mit Olli Dittrich zu Gast.

Medieneinladung / Goethe-Universität feiert auf dem Campus Westend

FRANKFURT.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie bereits in den vergangenen Jahren veranstaltet die Goethe-Universität auch in diesem Jahr ein Sommerfest, zu dem die Universitätsangehörigen und Frankfurter Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen sind. Das Motto lautet in diesem Jahr „America meets Hessen in Frankfurt“: Damit wird an die Proklamation des Landes Hessen durch die US-Militärregierung vor 70 Jahren erinnert. So zeigen beispielsweise Cheerleader der Uni ihre Künste, auf der Hauptbühne gibt es klassischen Rock ‘N‘ Roll und Country. Aber auch mit lateinamerikanischen Elementen wird das Programm des Sommerfestes „gewürzt“, mit Salsa-, Bachata- und Merengue-Tanz und dem brasilianischen Kampfkunst-Tanz Capoeira.

Am kommenden Freitag startet das bunte Programm ab 15 Uhr auf dem Campus Westend mit Musik, Sport, Wissenschaft und Kultur. Für kühle Getränke und schattige Plätze ist natürlich angesichts der zu erwartenden hochsommerlichen Temperaturen gesorgt.

Durch die von Studierenden und Mitarbeiter/-innen angebotenen Führungen über den Campus und durch die Sammlungen sowie interessante Informationsstände universitärer Initiativen wird die Möglichkeit geboten, die Goethe-Universität in ihrer Vielfalt kennenzulernen. Für die Kinder wird es ein spezielles Kinderprogramm geben. Der Abenteuerspielplatz Riederwald e.V. mit dem Spielmobil und der Druckwerkstatt vom Museum Giersch der Goethe-Universität sorgen für ein abwechslungsreiches Angebot.

Ab ca. 18:00 Uhr kann man zunächst auf der Bühne am Campusplatz den Rock ‘N‘ Roll-Sound der East Twon Rumblers genießen. Als Hauptact und Höhepunkt tritt dann um 21:30 Uhr die Hamburger Country-Band Texas Lightning auf, mit Olli Dittrich („Dittsche“) am Schlagzeug. 

Das Sommerfest der Goethe-Universität findet statt am Freitag, den 3. Juli 2015, ab 15:00 Uhr, auf dem Campus Westend, Theodor-W.-Adorno Platz 1.

Wir würden uns freuen, Sie dort begrüßen zu dürfen.

Weitere Informationen zum Programm: www.uni-frankfurt.de/Sommerfest 

Forschung

Jun 30 2015
14:34

Neuer LOEWE-Schwerpunkt in der Vor- und Frühgeschichte an der Goethe Universität

Konflikte vor 4000 Jahren

FRANKFURT. Erneut kann die Goethe-Universität sich über einen Erfolg in der hessischen Exzellenzinitiative LOEWE freuen: Wie heute bekannt wurde, hat sich der Schwerpunkt-Antrag „Prähistorische Konfliktforschung“ unter Federführung von Rüdiger Krause, Professor für Vor- und Frühgeschichte in Frankfurt, vor der externen Jury behaupten können. Die genehmigten Landesmittel in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro für drei Jahre ermöglichen es, eine große Lücke in der archäologischen Erforschung Mitteleuropas zu schließen und Burgen der Bronzezeit zwischen Taunus und Karpaten mit einem interdisziplinären Ansatz zu untersuchen.

„Wir freuen uns sehr über den neuen LOEWE-Schwerpunkt in der Archäologie an unserer Universität“, sagte Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität, nach Bekanntgabe der Ergebnisse. „Die Entscheidung ist eine weitere Bestätigung für die Forschungsstärke der Goethe-Universität auch in den Kultur- und Sozialwissenschaften“, so Schubert-Zsilavecz. Die Goethe-Universität hat mittlerweile bei sechs LOEWE-Zentren und neun LOEWE-Schwerpunkten die Federführung inne.

Römische Kastelle, mittelalterliche Burganlagen – sie sind allgemein bekannt und prägen zum Teil noch heute die europäischen Kulturlandschaften. Doch schon in der Bronzezeit bauten die Menschen seit der Wende vom 17. zum 16. Jahrhundert v. Chr. erstmals mit starken Mauern befestigte Siedlungen, um sich vor Angreifern zu schützen und Verkehrswege zu kontrollieren. Diese bronzezeitlichen Burgen sind bislang nur wenig erforscht. Dabei waren sie knapp zwei Jahrtausende lang ein prägendes Phänomen in Mitteleuropa.

Eine neue Sicht auf die Bronzezeit mache das Thema zudem virulent, erklärt Prof. Rüdiger Krause, der den Schwerpunkt leiten wird. Denn erst in jüngster Zeit sei der Themenkreis Kriege und Konflikte in jener vorgeschichtlichen Phase in den Blick der Forschung gerückt. Dass es durchaus kriegerische Auseinandersetzungen in größerem Umfang gab, ist nicht nur an der Existenz der Burganlagen erkennbar, sondern auch an der Entwicklung und Verbreitung neuer Waffen wie Hieb- und Stichschwertern sowie Schutzschilden. Längst spricht die Forschung nicht mehr vom „Helden der Bronzezeit“, dessen Bewaffnung und Rüstung vor allem repräsentative Zwecke hatte, sondern geht von Kriegergefolgschaften aus, die systematisch ihre Nachbarn überfielen und zuweilen auch größere Massaker verübten.

Im LOEWE-Schwerpunkt soll nun das Phänomen der bronzezeitlichen Burg auf eine neue empirische Grundlage gestellt werden: Moderne Prospektionsmethoden erlauben neue Einblicke in die Struktur der Anlagen, Grabungen können zielgenau geplant und durchgeführt werden. Im Fokus stehen dabei die sozialhistorische Perspektive auf gewaltsame Konflikte in der Bronzezeit und ein Vergleich mit den Verhältnissen im Mittelalter. Prof. Krause wird den neuen Schwerpunkt gemeinsam mit Prof. Svend Hansen, Leiter der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Institut, koordinieren. Beteiligt sind u.a. auch der Frankfurter Soziologe Sighard Neckel, der Historiker Bernhard Jussen und der Geograph Heinrich Thiemeyer. Außeruniversitärer Partner ist die Römisch Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts in Frankfurt.

Die LOEWE-Förderung startete 2008 mit dem Ziel, Impulse für die Forschung zu setzen und Hessen als Forschungsstandort zu stärken. Gefördert wird vor allem die Zusammenarbeit von Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen, was den Universitäten Gelegenheit gibt, ihr Profil weiter zu schärfen. Zudem soll der Boden für die Ansiedlung weiterer, gemeinsam von Bund und Ländern finanzierter Forschungseinrichtungen bereitet werden. In der achten Förderstaffel werden drei neue Vorhaben für insgesamt 12 Millionen Euro gefördert, die Laufzeit beträgt drei Jahre. Außer den Archäologen an der Goethe Universität werden auch zwei Schwerpunkte an der TU Darmstadt gefördert.

Sonstige

Jun 30 2015
12:47

Jahrestagung des Forschungszentrums Historische Geisteswissenschaften an der Goethe-Universität gemeinsam mit der Universität Tel Aviv

„Die Schrecken von Gewalt, Krieg und Extremismus 1813 – 2015“

FRANKFURT. Israel und Deutschland begehen in diesem Jahr den 50. Jahrestag der Wiederaufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen. Ein willkommener Anlass, um auch die „strategische Partnerschaft“ zwischen der Goethe-Universität und der Tel Aviv University weiter zu festigen. So wird die diesjährige Jahreskonferenz des Forschungszentrums Historische Geisteswissenschaften von beiden Universitäten gemeinsam organisiert. Sie findet vom 3. bis 4. Juli auf dem Campus Westend (IG Farben-Gebäude, Eisenhower-Raum IG 1.314) statt.

Unter dem Thema „Die Schrecken von Gewalt, Krieg und Extremismus 1813 - 2015“ (“The Disasters of Violence, War and Extremism 1813 - 2015“) analysieren und reflektieren israelische und deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Nachwirkungen und Verarbeitungen gewalttätiger Konflikte, die das 19. und das 20. Jahrhundert geprägt haben und bis heute fortwirken. Gewalt und Kriege sind eng verflochten. Ihre Deutungen sind für Erinnerungskulturen bedeutsam: Kulturelle Verarbeitungen der Schrecken von Krieg und Gewalt sind für die Herausbildung von Feind-, Fremd- und Selbstbildern relevant – häufig bis in die Gegenwart. Gewaltförmige Auseinandersetzungen gelten deshalb oft als Ursprung kollektiver Identitäten oder als Einschnitt in der historischen Entwicklung von Gesellschaften. Insbesondere der Erste Weltkrieg erzeugte Präzedenzfälle, die den historischen Vergleich lohnen. Und er hat ein Nachleben („postmemory“), wie sich zuletzt im vergangenen Jahr, 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs, zeigte. Erzählungen und Bilder von Gewalt und Krieg werden bis heute immer weiter geschärft und aktualisiert.

Die deutsch-israelische Konferenz ist bewusst transdisziplinärer angelegt und umfasst Beiträge aus unterschiedlichen geisteswissenschaftlichen Disziplinen, u. a. Geschichtswissenschaften, Anglistik, Romanistik, Philosophie sowie Film- und Theaterwissenschaften. Dadurch wird eine facettenreiche Betrachtung des komplexen Themas möglich. Die Konferenz soll ein Forum bieten, in dem sich internationale Experten sowie junge Wissenschaftler epochenübergreifend und disziplinär offen über den Ersten Weltkrieg sowie andere prägende Gewalterfahrungen des 19. und 20. Jahrhunderts austauschen und ihre aktuellen Forschungsergebnisse präsentieren. Insgesamt nehmen etwa 20 Referenten (Doktoranden, Postdocs sowie erfahrene Forscher) der Goethe-Universität, der Tel Aviv University sowie anderer deutscher und israelischer Universitäten teil.

Die Konferenz in englischer Sprache steht neben Studierenden und Forschenden im Sinne der „Bürgeruniversität“ auch der interessierten Stadtgesellschaft offen.

Informationen: Dr. Steffen Bruendel, Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, fzhg@em.uni-frankfurt.de, Tel.: 069/798-32344)

Programm im Internet unter: www.fzhg.org

Veranstaltungen

Jun 25 2015
15:17

Erziehungswissenschaftler diskutieren mit dem Autor Christian Füller über sein Buch „Die Revolution missbraucht ihre Kinder“

Sexuelle Gewalt in deutschen Protestbewegungen

FRANKFURT. Welche Verbindungen zeigen sich zwischen Reformimpulsen aus sozialen Bewegungen und Protagonisten pädosexueller Netzwerke? Wie anfällig sind Ideen der Befreiung für die Missachtung der Integrität von Kindern? Gibt es einen Zusammenhang zwischen politischen Kontexten und sexueller Gewalt sowie dem Verschweigen von Taten? Solche Fragen sollen in der Diskussion „Die Revolution missbraucht ihre Kinder“ kritisch diskutiert werden. In den Blick genommen werden unter anderem die Kritik an repressiven Moral- und Sexualitätsvorstellungen beispielsweise bei der Partei der Grünen, die institutionelle Rahmung in Kinderläden, die Tabuisierung kindlicher Sexualität sowie zeittypische Sexual- und Körperpolitiken.

Der Journalist Christian Füller hat sich in seinem vielbeachteten Buch „Die Revolution missbraucht ihre Kinder“ mit sexueller Gewalt in deutschen Protestbewegungen beschäftigt. Mit ihm diskutieren auf dem Podium Prof. Dr. Micha Brumlik, Goethe-Universität/Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, der Psychologe Dr. Claus Koch und die Erziehungswissenschaftlerinnen Dr. Julia König und Dipl. Päd. Miriam Mauritz von der Goethe-Universität.

Moderieren wird die Diskussion Prof. Sabine Andresen vom Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung an der Goethe-Universität.

Diskussion: „Die Revolution missbraucht ihre Kinder.“
Dienstag, 30. Juni, 18:15 Uhr. Campus Westend, Casino, Raum 1.802.