Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Sonstige

Dez 13 2013
12:11

Neue Seminarbauten auf dem Campus Westend verbessern die Studienbedingungen in Zeiten steigender Studierendenzahlen

Mehr Raum für die Lehre

FRANKFURT. Die Goethe-Universität erreicht eine weitere Etappe bei der Realisierung von Neubauten auf dem Campus Westend: Heute (13.12.) feierte sie zusammen mit Vertretern der Hessischen Ministerien für Wissenschaft und Kunst sowie Finanzen das Richtfest für das neue Seminargebäude sowie die Bauübergabe des neuen Seminarpavillons. Beide Gebäude werden erstmals in baulicher Zuständigkeit der Goethe-Universität realisiert. Die Gesamtkosten für beide Gebäude betragen rund 28,8 Mio. Euro. Das Seminarhaus (Gesamtkosten 23,5 Mio. Euro) nach Plänen des Frankfurter Architekten Ferdinand Heide soll mit einer Fläche von insgesamt 4.000 Quadratmetern Anfang 2015 in Betrieb gehen. Im kommenden Sommersemester wird der 1.000 Quadratmeter große und 12 Räume umfassende Seminarpavillon (Gesamtkosten 5,3 Mio. Euro) für die Lehre zur Verfügung stehen.

Auch bei der Finanzierung gingen Land und Universität neue Wege. Um angesichts stark gestiegener und weiter steigender Studierendenzahlen möglichst rasch auf Engpässe reagieren zu können, werden die Gebäude sowohl durch Mittel des Hochschulpakt 2020-Investitionsprogramms, durch Landesmittel wie dem Hochschulbau-Investitionsprogramm HEUREKA als auch universitäre QSL-Mitteln mitfinanziert.

Universitätspräsident Prof Werner Müller-Esterl hob anlässlich einer Feierstunde hervor, wie wichtig die neuen Gebäude für die Verbesserung der Lehre seien: „Wir wollen unseren Studierenden auch in Zeiten hoher Studienanfängerzahlen gute Studienbedingungen bieten. Die neuen Gebäude schaffen hier schon kurzfristig eine erhebliche Entlastung. Die Goethe-Universität stellt damit unter Beweis, dass sie auch im Baubereich die Vorteile einer Autonomie für sich zu nutzen versteht.“

Ingmar Jung, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, sagte: „Mit den neuen Seminarraumgebäude wird ein echter Mehrwert für Studierende geschaffen.“ Es sei nicht einfach nur ein weiterer Baustein auf dem Campus Westend. Mit dem Neubau würden zugleich auch bis zu 1.900 Veranstaltungsplätze in kleineren Seminar- und Übungsräumen realisiert. Er lobte den raschen Baufortschritt und fügte hinzu: „Mit kurzfristig wirkenden Maßnahmen reagieren das Land und die Universität auf die steigenden Studierendenzahlen und verbessern so die Lehrbedingungen an der Hochschule.“

Horst Westerfeld, Staatssekretär des Hessischen Ministeriums für Finanzen, erklärte: „Mit Hilfe des Hochschulpakts von Bund und Ländern, den Mitteln zur Verbesserung der Qualität der Studienbedingungen und Lehre sowie des HEUREKA-Programms fördert das Land intensiv den Ausbau und die Erneuerung der universitären Infrastruktur in Hessen. Der Neubau des Seminarhauses markiert dabei einen weiteren Meilenstein bei der Um- und Neugestaltung des Campus Westend.  Mit seiner großzügigen, offenen Gestaltung wird das Gebäude ferner zum Gesamtkonzept der ,Universität im Park’ am Standort Westend beitragen und sicherlich ein Ort werden, an dem Lehrende sowie Studierende gerne lehren, lernen und leben.“

Zufrieden mit dem Baufortschritt des Seminarhauses zeigte sich Architekt Ferdinand Heide, dessen unverwechselbare Handschrift bereits verschiedene Gebäude auf dem Campus Westend tragen. Unverkennbar ist die Verwandtschaft mit dem benachbarten Hörsaalzentrum. „Ich freue mich, dass sich im Rahmen des Wettbewerbs für mich erneut die Möglichkeit ergeben hat, auf Deutschlands schönstem Campus ein weiteres Gebäude an markanter Stelle errichten zu können. Ich bin mir sicher, dass der funktionale und gestalterische Wert dieses Gebäudes die späteren Nutzer zufriedenstellen wird.“

 

Sonstige

Dez 11 2013
15:15

Universität des 3. Lebensalters: nachberufliche Bildung wird immer stärker nachgefragt.

Zahl der älteren Studierenden an der Goethe-Universität gestiegen

FRANKFURT. Auch in diesem Semester ist die Studierendenzahl der Universität des 3. Lebensalters (U3L) angestiegen. Inzwischen besuchen mehr als 3.500 Wissensdurstige die über 110 Vorlesungen und Seminare. Die E-Learning-Plattform OLAT der Goethe-Universität erfreut sich auch bei U3L-Studierenden steigender Beliebtheit. Mehr als ein Drittel der späten Studierenden arbeiten  auf dieser Plattform mit eingestellten Skripten bzw. tauschen sich in selbst eingerichteten Arbeitsgruppen aus.

Sorgen, dass die älteren Studierenden den jungen die ohnehin knappen Studienplätze streitig machen könnten, sind unbegründet. Denn bei den Veranstaltungen der U3L handelt es sich zum allergrößten Teil um eigene Veranstaltungen, die unabhängig von den Studiengängen der Goethe-Universität angeboten werden. Das gesamte Programm der U3L kann sogar von den regulären Studierenden kostenlos besucht werden. Das wird durchaus in Anspruch genommen und führt zu interessanten Begegnungen zwischen Jung und Alt.

Ein besonderes Angebot an der U3L ist der gerade gestartete Strukturierte Studiengang „Das Öffentliche und das Private“, der u.a. Bezug nimmt auf die aktuellen Debatten über Datenschutz und Privatsphäre im Kontext der Neuen Medien. Dabei haben die Studierenden Gelegenheit, sich beispielsweise über den geschichtlichen und kulturellen Vergleich mit Konzepten des Privaten und Öffentlichen auseinanderzusetzen und nach fünf Semestern ein auf die U3L zugeschnittenes Zertifikat zu erwerben.

Als „Erst-Semester“ haben sich aktuell 280 an nachberuflicher Bildung Interessierte neu eingeschrieben. Die über 3.500 U3L-Studierenden sind zu etwa 60 Prozent weiblich. Ihr Durchschnittsalter liegt bei 64 Jahren. Starre Altersgrenzen gibt es für ein U3L-Studium nicht: das Altersspektrum reicht von 50 bis über 90 Jahren. 15 Studierende sind jünger als 50, 165 Studierende sind älter als 80  und 6 sogar älter als 90 Jahre.

An der Nachfrage der U3L in Frankfurt aber auch andernorts zeigt sich ganz deutlich, dass der Anteil aktiver und bildungsinteressierter älterer Menschen wächst. Daher ist es ein Gebot der Zeit,  Studienangebote für nachberuflich Studierende weiter auszubauen. So lautet auch der Tenor der „Oldenburger Erklärung zur Förderung der wissenschaftlichen Weiterbildung Älterer der BAG WiWA“, die von der U3L mitgetragen wird. Die Bundesarbeitsgemeinschaft wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere (BAG WiWA) setzt sich aus über 50 Einrichtungen zusammen, die an den Hochschulen in der Bundesrepublik wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere organisieren. „Wir wollen mit der Oldenburger Erklärung die erfolgreiche Arbeit an den Hochschulen im Bereich der akademischen Bildung im Alter herausstellen und zugleich betonen, dass wir einen steigenden Bedarf an Forschung und Praxisentwicklung sehen.“, erklärt Silvia Dabo-Cruz, die Leiterin der Geschäftsstelle der U3L, die zur Zeit den Vorsitz der BAG WiWA innehat. Der vollständige Text der „Oldenburger Erklärung“ der BAG WiWA, die der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V. (DGWF) angehört, findet sich online unter: www.bagwiwa.de/files/20131029Oldenburger%20Erkl%C3%A4rung.pdf

Die Universität des 3. Lebensalters ist eine Bildungsinstitution an der Goethe-Universität, die besonders ältere Erwachsene anspricht, die sich innerhalb eines akademischen Rahmens mit Fragen der Wissenschaft und Bildung auseinandersetzen und an der eigenen Weiterbildung arbeiten wollen

Kontakt:
Claudia Koch-Leonhardi, Tel.(069)798 28861; koch-leonhardi@em.uni-frankfurt.de;

www.u3l.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Dez 11 2013
10:18

Prof. Margit Kern von der Universität Hamburg spricht in der Mittwochskonferenz des Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften

Wie europäische Maler Elemente mexikanischer Kultur aufgenommen haben

FRANKFURT. „Violentia und potestas – Transkulturelle Imagination des Opfers und die Inszenierung von Gewalt“ ist der Titel eines öffentlichen Vortrags, den Margit Kern, Professorin für Kunstgeschichte an der Universität Hamburg, am Mittwoch (18. Dezember) hält. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im IG-Farben-Haus (Raum 411) auf dem Campus Westend; sie findet im Rahmen der Mittwochskonferenz statt, die das Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität während des Semesters regelmäßig veranstaltet.

Die europäische Expansion hat die visuellen Kulturen Amerikas von Grund auf verändert, während Europa von dieser Entwicklung weitgehend unberührt geblieben ist, so zumindest eine häufig geäußerte Einschätzung. „Doch diese transkulturelle Imaginationen sind auch in europäischen Ländern zu verorten“, stellt die Kunsthistorikerin fest. Sie wird in ihrem Vortrag zeigen, wie Übersetzungsprozesse im Rahmen der Mission in Neuspanien, dem heutigen Mexiko, auf Europa zurückgewirkt haben. Werke von europäischen Malern wie Giovanni Lanfranco, Domenichino und anderen geben diese transkulturellen Aushandlungsprozesse in beide Richtungen zu erkennen und belegen, dass die Opferdiskurse der Mission in den zeitgenössischen Wissenskulturen reflektiert wurden. Die asymmetrischen Machtverhältnisse zwischen Europa und der „neuen Welt“ führten oft dazu, dass diese Verflechtung nur als Marginalie wahrgenommen wurde.

Informationen: Monika Beck, Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798- 32344, m.beck@em.uni-frankfurt.de, www.fzhg.org

Veranstaltungen

Dez 11 2013
10:12

Zwischen Reformpädagogik und strenger Disziplin. Die Frankfurter Bürger-Universität diskutiert alte und neue Lehransätze

Dressiert und angepasst?

FRANKFURT. In der Tradition einer von Frankfurter Bürgern geschaffenen Hochschule, beschäftigt sich die Goethe-Universität erneut mit einer der wichtigsten gesellschaftspolitischen Diskussionen unserer Zeit. „Bildung ohne Gerechtigkeit? Perspektiven einer unerschöpflichen Debatte“, so der Titel der Diskussionsreihe in diesem Wintersemester, die zusammen mit der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL) entwickelt wurde. Unterstützt von hr-iNFO, dem Informationsradio des Hessischen Rundfunks, bildet die Reihe zugleich die Brücke ins Jubiläumsjahr der Goethe-Universität 2014. In der Frankfurter „Bürger-Uni“ diskutieren Wissenschaftler, Experten und Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern einzelne Aspekte der Auseinandersetzung um gute und schlechte Bildung.

„Dressiert und angepasst? - Wege aus dem einseitigen Lernen“, so die Überschrift der Veranstaltung am kommenden Montag. Zur Debatte stehen dabei Fragen wie: Ist unser Schulsystem wirklich veraltet? Bedarf es einer Revolution im Klassenzimmer? Wie viel Freiheit und wie viel Disziplin sind angemessen? Welche Rolle erfüllt der Lehrende heute, welcher Wandel hat sich in diesem Berufsbild vollzogen? Wie individuell können Lernkonzepte sein und welche Lehrmethoden sind nicht nur kreativ, sondern auch sinnvoll? Die Reformpädagogin Enja Riegel wird von ihren Erfahrungen als Direktorin einer Reformschule in Wiesbaden berichten. Der Lehrer und Autor Michael Felten zeigt dagegen, dass auch an "normalen" Schulen gute Bildungs- und Entwicklungsarbeit möglich ist - wenn Lehrer engagiert und qualifiziert genug sind. Gerhard Büttner, der Leiter der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung, kennt das komplizierte Spannungsfeld, in dem Lehrer sich heute täglich bewegen und beweisen müssen. Welche Ansätze und Methoden vermittelt er der neuen Lehrergeneration? Doch nicht nur die Lehrenden, auch die Schüler haben sich verändert, weiß Bernhard Heinzlmaier. Der Experte für Jugendkulturforschung wagt eine aktuelle Definition der Zielgruppe „Schüler“.

 „Dressiert und angepasst? Wege aus dem einseitigen Lernen“ mit:

  • Gerhard Büttner, Leiter der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung an der Goethe-Universität
  • Michael Felten, Lehrer, Erziehungsratgeber und Autor
  • Bernhard Heinzlmaier, spezialisiert auf Jugendkulturforschung und lehrt an verschiedenen Hochschulen in Deutschland und Österreich
  • Enja Riegel, Reformpädagogin
  • und den Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern
  • Moderation: Petra Boberg von hr-iNFO

am: Montag, 16. Dezember 2013, um 19.30 Uhr
Ort: Campus Westend, Casino Festsaal, Raum 823, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main

„Bildung ohne Gerechtigkeit? Perspektiven einer unerschöpflichen Debatte Diskussionsreihe mit Experten und Bürgern“

Weitere Veranstaltungen:

13. Januar 2014
Exklusiv und effizient? Bildung als Ware
u.a. mit Claudia Bremer, Leiterin studium digitale, Andreas Koini, Direktor der Strothoff International School Dreieich, Prof. Sighard Neckel, Soziologe

27. Januar 2014
Abgehoben und überakademisiert? Wie viel Bildung verträgt der Mensch?
u.a. mit Götz Rehn, Gründer von Alnatura, Prof. Manfred Prenzel, Pisa-Studien-Experte, Dirk Roßmann, Gründer von Rossmann und Dr. Heiner Schnelling, Leiter der Universitätsbibliothek

Beginn jeweils um 19.30 Uhr, Eintritt frei.

Wichtige Hinweise: Veranstaltungsort ist ab dem 11. November immer der Campus Westend, Casino Festsaal, Raum 823, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main

Alle Veranstaltungen können per Livestream mitverfolgt werden und sind anschließend auch über unser Archiv abrufbar:  www.buerger.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Dez 11 2013
10:06

Richtfest für Seminarhaus und Einweihung Seminarpavillon auf dem Campus Westend der Goethe-Universität

Medieneinladung: Mehr Raum für die Lehre

FRANKFURT. Die Goethe-Universität reagiert auf stark steigende Studierendenzahlen und schafft zusammen mit dem Land im Rahmen des Hochschulpakt 2020-Investitionsprogramms neuen Raum für die Lehre: Am Freitag, den 13. Dezember 2013, 11 Uhr, ist Richtfest für das neue Seminarhaus, das Anfang 2015 in Betrieb gehen soll. Parallel feiert die Goethe-Universität die Einweihung des Seminarpavillons.

Das Land Hessen und die Goethe-Universität laden Sie herzlich ein, an der Feier teilzunehmen und sich über den Fortgang, bzw. Fertigstellung der Bauprojekte zu informieren.

Das Richtfest findet statt vor dem neuen Seminargebäude Campus Westend, Lübecker Straße (Zufahrt Hansaallee), 60323 Frankfurt am Main.

Ihre Gesprächspartner:

  • Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl
  • Ingmar Jung, Staatssekretär Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
  • Horst Westerfeld, Staatssekretär Hessisches Ministerium für Finanzen
  • Ferdinand Heide, Architekt

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung im Freien stattfindet. Über Ihr Kommen freuen wir uns. Bitte teilen Sie uns per E-Mail (ott@pvw.uni-frankfurt.de) mit, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen können.

Für Rückfragen stehen wir jederzeit gern zur Verfügung (Tel.: 069/798-12472).

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Olaf Kaltenborn
Pressesprecher
Goethe-Universität Frankfurt