Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Veranstaltungen

Jan 23 2015
11:54

Am 27. Januar spielt das Trio Chagall Werke von Dmitri Schostakowitsch und Mieczyslaw Weinberg

Konzert zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

FRANKFURT. Der Verein Musica Judaica lädt gemeinsam mit der Goethe-Universität am Dienstag, 27. Januar 2015, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, zu einem Gedenkkonzert ein. Das Trio Chagall mit Marat Dickermann (Violine), Stephan Breit (Violoncello), Monica Gutman (Klavier) wird an dem Abend das Klaviertrio e-Moll op. 67 (1944) von Dmitri Schostakowitsch sowie das Klaviertrio a-Moll op. 24 (1945) von Mieczyslaw Weinberg spielen. Ebenso wie der Verein Musica Judaica engagiert sich das Frankfurter Ensemble durch Konzerte und Einspielungen dafür, Werke jüdischer Komponisten einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Dmitri Schostakowitsch (1906–1975), einer der bedeutendsten Komponisten Russlands im  20. Jahrhundert, integrierte Themen und Elemente jüdischer Musik in seine Werke. So auch in seinem Klaviertrio op. 67 aus dem Jahr 1944. Mit diesem kompositorischen Schaffen, zeigte Schostakowitsch sich solidarisch gegenüber zahlreichen Kollegen und Freunden, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft verfolgt wurden. Im Spätsommer 1942 wurden mehrere jüdische Dozenten des Moskauer Konservatoriums entlassen. Das zweite an diesem Abend gespielte Klaviertrio op. 24, wurde 1945 von Mieczys?aw Weinberg (1919–1996) komponiert. Der aus einer jüdisch-polnischen Familie stammende Komponist war auf der Flucht vor den Nationalsozialisten 1943 in die Sowjetunion gelangt. Auf Einladung Schostakowitschs kam Weinberg nach Moskau – eine Künstlerfreundschaft entstand. Die beiden in dem Konzert gespielten Klaviertrios von Schostakowitsch und Weinberg zeigen trotz ihrer starken Individualität sowohl in der kompositorischen Anlage als auch durch außermusikalische Bezüge deutliche Parallelen. 

Zur Erläuterung des Programms gibt Prof. Dr. Daniela Philippi, Vorstand des Vereins Musica Judaica e.V., einen kurzen Einführungsvortrag.

Konzert zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, Beginn: 19.30 Uhr, Lobby der Zentralverwaltung PA Gebäude, Campus Westend.

Eintritt 15 Euro, für Mitglieder 10 Euro, für Studierende und Schüler frei.

Kontakt: Prof. Daniela Philippi, Institut für Musikwissenschaft, Tel. (069) 798-22161, philippi@em.uni-frankfurt.de

Personalia/Preise

Jan 23 2015
11:33

Medien-Einladung: Universitätspräsidentin Birgitta Wolff überreicht am 27. Januar den DAAD-Preis 2014 an besten ausländischen Studierenden der Goethe-Universität.

Neujahrsempfang für internationale Wissenschaftler

FRANKFURT. Im Rahmen des Neujahrsempfangs des International Office und des Goethe Welcome Centre wird Prof. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität, den DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender verleihen. Im Anschluss daran wird Wolff die internationalen Wissenschaftler an der Goethe-Universität begrüßen.

Ablauf der Feier am 27. Januar

16.30-18.00 Uhr: Begrüßung der DAAD-Stipendiatinnen und –Stipendiaten seitens der Goethe-Universität und des DAAD 18.00 Uhr: Verleihung des DAAD-Preises 2014 19.00 Uhr: Neujahrsempfang 2015 für die internationalen Wissenschaftler an der Goethe-Universität; Rede von Universitätspräsidentin Birgitta Wolff Ab 19.30 Uhr: Eröffnung des Büffets, geselliges Beisammensein.
Ort: Gästehaus der Goethe-Universität, Frauenlobstr. 1.

Die Verleihung des DAAD-Preises 2014 und der Neujahrsempfang bieten Medienvertretern Gelegenheit, mit den internationalen Studierenden und Wissenschaftlern an der Goethe-Universität ins Gespräch zu kommen.

Weitere Informationen: Florian von Bothmer, International Office, Director Goethe Welcome Centre, Goethe-Universität Frankfurt. Tel.:(069)-798-17192; vonBothmer@em.uni-frankfurt.de

 

Veranstaltungen

Jan 22 2015
09:06

Premiere von „Natural Affection“ ist am 30. Januar auf dem Campus Westend

Chaincourt Theatre Company präsentiert Mutter-Sohn-Drama

FRANKFURT. Eine Mutter, hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu ihrem Sohn und einer neuen Beziehung: Wie wird sie sich entscheiden, kann sie sich überhaupt entscheiden? Die Chaincourt Theatre Company, angesiedelt am Institut für England- und Amerikastudien der Goethe-Universität, präsentiert ihr neuestes Stück Natural Affection“ von William Inge. Am 30. Januar ist Premiere des englischsprachigen Stücks.

In Sues Leben läuft nur wenig falsch: Sie hat einen guten Job in Chicago und lebt zusammen mit ihrem jüngeren Liebhaber Bernie in einem eigenen Apartment. Diese Ruhe droht jedoch zu kippen, als ihr Sohn Donnie über Weihnachten zu Besuch kommt. Er hat den größten Teil seines Lebens im Waisenhaus verbracht und lebt seit mehreren Jahren in einer Besserungsanstalt, die er nun wegen guter Führung verlassen dürfte – wenn Sue ihn bei sich aufnimmt. Doch es kommt zu Spannungen zwischen Donnie und Bernie, und auch die Besuche von Claire und Vince, dem Ehepaar gegenüber, stellen die Beziehungen von Sue zu den beiden Männern auf die Probe. Am Ende muss sie sich entscheiden – will sie ihrer Liebe und Verpflichtung ihrem Sohn gegenüber nachkommen, oder will sie ihr Leben mit Bernie, trotz aufgekommener Unstimmigkeiten, wie bisher weiterführen?

Die Premiere von „Natural Affection“ 1962 fiel in die Zeit des Kritikerstreiks in New York – obwohl William Inge ein machtvolles, tragendes Drama geschaffen hatte, entging es der Aufmerksamkeit des Publikums. Jetzt präsentiert die Chaincourt Theatre Company „Natural Affection“ neu – aber immer noch so aktuell, wie vor über fünfzig Jahren.

Chaincourt Theatre Company: “Natural Affection“

Premiere: 30. Januar 2015; weitere Aufführungen: 31. Januar, 6. Februar u. 7. Februar 2015.
Vorstellungsbeginn: jeweils um 19.30 Uhr.

Ort:  IG-Farben-Nebengebäude, Raum 1.741, Campus Westend
Karten: 10 €/5 € (ermäßigt), erhältlich an der Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn oder in „Zimmer 17“ (Raum 3.257, IG-Farben-Haus, Tel. 793 32550); Montag 12-16; Dienstag 10-14; Mittwoch 14-16; Donnerstag 10-14.

Kontakt:  James Fisk, Künstlerische Leitung (fisk@em.uni-frankfurt.de)

Weitere Informationen unter www.chaincourt.org

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Jan 21 2015
16:55

Komponist spricht am 27. Januar auf dem Campus Westend.

Wolfgang Rihm eröffnet Frankfurter Poetikvorlesungen

FRANKFURT. Den Auftakt der Frankfurter Poetikvorlesungen im Wintersemester 2014/15 bestreitet der renommierte Komponist und Professor für Komposition Wolfgang Rihm. Sein Vortrag am 27. Januar trägt den Titel „Über das Erfinden von Musik“. Die Poetikvorlesungen stehen in diesem Semester unter dem Motto „Poetiken zwischen den Künsten – Dialoge mit der Literatur“. Ausgelotet werden Bezüge zwischen musikalischen, filmischen und literarischen Kompositionen. Den zweiten Vortrag am 3. Februar wird der Film- und Fernsehregisseur Dominik Graf halten.

Wolfgang Rihm hat in Karlsruhe, Köln und Freiburg bei Eugen Werner Velte, Karlheinz Stockhausen, Klaus Huber, Wolfgang Fortner und Humphrey Searle Komposition studiert. Seit 1985 hat er an der Musikhochschule Karlsruhe eine Professur für Komposition inne. Rihm erhielt unter anderem den Rolf Liebermann-Preis, das Bundesverdienstkreuz, den Jacob Burckhardt-Preis der Johann Wolfgang von Goethe-Stiftung, den Bach-Preis der Stadt Hamburg sowie den Ernst von Siemens Musikpreis. Er ist ferner Mitglied der Akademien der Künste München, Berlin und Mannheim.

„Wolfgang Rihms Musik ist im aktuellen Konzertleben in einem Maße präsent wie wohl keine andere der Komponistenkollegen seiner Generation. Dies mag sich zum einen seinem enormen Œuvre verdanken, das mittlerweile um die 500 Werke unterschiedlichster Gattungen und Besetzungen umfasst, von Solowerken für verschiedene Instrumente über Lieder-Zyklen, Kammer- und Ensemblemusik bis hin zu zahlreichen Orchester- und einer ganzen Reihe von Bühnenwerken, die Interpreten und Veranstaltern viele Möglichkeiten für die Programmgestaltung bieten und zudem auch noch sehr gut spielbar sind“, sagt Prof. Marion Saxer, Musikwissenschaftlerin an der Goethe-Universität, im aktuellen UniReport über Rihm.

„Poetiken zwischen den Künsten – Dialoge mit der Literatur“.
Frankfurter Poetikvorlesungen im Wintersemester 2014/15.
27. Januar: Wolfgang Rihm. 18 Uhr c.t. im Hörsaalzentrum (HZ 1&2), Campus Westend der Goethe-Universität.

Am 3. Februar wird der Regisseur und Drehbuchautor Dominik Graf den zweiten Vortrag im Rahmen der Frankfurter Poetikvorlesungen halten. Er spricht dann über den „Erzähler im Kino: Antagonismus von Kommentar und Kamera?“.

Porträts von Wolfgang Rihm und Dominik Graf im aktuellen UniReport unter http://www.uni-frankfurt.de/53303289 (S. 19).

Weitere Informationen unter: www.poetikvorlesung.uni-frankfurt.de

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Jan 21 2015
14:46

Am 26. Januar diskutiert die Frankfurter Bürger-Universität über Flüchtlingselend und Fachkräftemangel

Welche Einwanderungspolitik braucht Deutschland?

FRANKFURT. Die Flüchtlingsströme über das Mittelmeer nach Europa reißen nicht ab. Viele der Menschen fliehen vor Krieg, Verfolgung und Armut. Doch nicht alle schaffen den Weg nach Europa. „Dass es nicht gelingt, die Seenotrettung so zu organisieren, dass die Menschen nicht zu hunderten im Meer ersaufen, ist ein Verstoß gegen die Menschlichkeit, den sich Europa nicht leisten sollte“, äußert sich Tom Koenigs. Koenigs ist neben anderen prominenten Experten Teilnehmer des Podiums der nächsten Bürger-Universität zum Thema Flüchtlingspolitik. Der menschenrechtspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen fordert darüber hinaus die Aufnahme von mehr Flüchtlingen in Deutschland. Aus seiner Sicht bereichern sie unser Land. Auch im aktuellen UniReport 6.14 (S. 24, http://www.uni-frankfurt.de/53303289) äußert sich Koenigs in einem Gastbeitrag dazu.

Diejenigen, die es nach Europa geschafft haben, dürften laut Dubliner Abkommen jedoch nur in jenem Land Asyl beantragen, wo sie als erstes europäischen Boden betreten haben. Pater Peter Balleis, ebenfalls mit auf dem Podium der Bürger-Universität,  plädiert daher dafür, dass sich Asylbewerber frei für ein Land entscheiden können: „Die Flüchtlinge wissen sehr wohl, wo sie eine bessere Chance haben, sich zu integrieren, wo sie vielleicht schon Bekannte und Verwandte haben“, sagt der Direktor des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes.

In den letzten Jahren ist die Zahl der Asylbewerber immer weiter angestiegen. Knapp über 200.000 Asylanträge wurden 2014 in Deutschland gestellt. Im Jahr zuvor waren es noch rund 73.000 weniger. Die meisten der Bewerber kamen aus Syrien.

Das Flüchtlingselend beschäftigt am Montag, den 26. Januar 2015, 19.30 Uhr, auch die Experten und die interessierte Öffentlichkeit anlässlich der Bürger-Universität: „Welche Einwanderungspolitik braucht Deutschland? Flüchtlingselend und Fachkräftemangel“, lautet der Titel. Auf dem Podium diskutieren neben Grünen-Politiker Tom Koenigs und Pater Peter Balleis auch der Migrationsforscher Prof. em. Dietrich Thränhardt sowie der Integrationsbeauftrage der Bayerischen Staatsregierung Martin Neumeyer über zentrale Fragen der Einwanderungspolitik in Deutschland: Ist es aus humanitären Gründen nicht geboten, so viel zu helfen, wie wir können? Und was kann in den Herkunftsländern getan werden, um die Fluchtgründe zu beseitigen? Wie könnte eine Einwanderungspolitik aussehen, die sowohl dem Gebot der Menschlichkeit nachkommt als auch den Bedürfnissen der Wirtschaft nach dringend benötigten Fachkräften?

Die Hauptreihe der Frankfurter Bürger-Universität nimmt sich im Wintersemester 2014/15 unter dem Titel „Alles nur Schwarzmalerei?“ der kaum noch überschaubaren Krisenanhäufungen der Gegenwart an. An insgesamt sechs Abenden werden exemplarisch sechs Krisen und Konflikte analysiert, die uns in den kommenden Jahren sicherlich weiter beschäftigen werden.

Wie immer wird die Frankfurter Bürger-Universität von einer umfangreichen Broschüre begleitet. Diese beinhaltet neben den eigens konzipierten Diskussionsabenden auch zahlreiche Veranstaltungen aus den Fachbereichen der Goethe-Universität. Alle stehen den Bürgerinnen und Bürger Frankfurts und des Rhein-Main-Gebiets größtenteils kostenfrei offen.

Die Broschüre können Sie über die Homepage www.buerger.uni-frankfurt.de anfordern.

Frankfurter Bürger-Universität: „Welche Einwanderungspolitik braucht Deutschland? Flüchtlingselend und Fachkräftemangel“, Dominikanerkloster, Kurt-Schumacher-Str. 23, 60311 Frankfurt am Main, Beginn: 19:30 Uhr, Eintritt frei