Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Veranstaltungen

Dez 10 2013
17:30

Internationaler Walter Benjamin Kongress an der Goethe-Universität.

„Über den Begriff der Geschichte / Geschichte schreiben“

FRANKFURT. „In jeder Epoche muß versucht werden, die Überlieferung von neuem dem Konformismus abzugewinnen, der im Begriff steht, sie zu überwältigen.“ Unter diesem Leitgedanken findet vom 12. bis 15. Dezember 2013 ein internationaler Kongress zu Walter Benjamins Theorie der Geschichte und seiner Art, Vergangenheit als Jetztzeit zu aktualisieren, statt. Er wird von Prof. Dr. Burkhardt Lindner (Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Justus Fetscher (Universität Mannheim) und Dr. des. Nadine Werner (Benjamin Archiv Berlin) organisiert.

Der Kongress steht im Vorfeld der Hundertjahrfeiern der Gründung der Frankfurter Universität im Jahr 2014 und stellt auch ein Stück Wiedergutmachung jener Universität dar, die es ablehnte, Benjamin mit der Arbeit über den „Ursprung des deutschen Trauerspiels“ zu habilitieren. Die Vorträge und Diskussionsveranstaltungen mit namenhaften Wissenschaftlern demonstrieren, wie Benjamins Denken, weit über Deutschland hinaus, als Gegenstand der Forschung und als Denkimpuls für aktuelle Debatten lebendig ist.

Weitere Informationen zum Programm: http://www.tfm.uni-frankfurt.de/Benjaminkongress/index.html

Kontakt:
Prof. Dr. Burkhardt Lindner, Professor für Geschichte und Ästhetik der Medien sowie Neuere deutsche Literatur i.R., Goethe-Universität Frankfurt am Main. Leitung der Arbeitsstelle Walter Benjamin. Tel. (069) 798 32063/32059; Lindner@tfm.uni-frankfurt.de 

Personalia/Preise

Dez 10 2013
17:27

Drei ERC-Grants des Europäischen Forschungsrates. Leibniz-Preis für Forscher des Clusters „Normative Ordnungen“.

Auszeichnungen für Forscher der Goethe-Universität

FRANKFURT. Große Freude über bedeutende wissenschaftliche Auszeichnungen an der Goethe-Universität: Zum einen war die Universität bei der Ausschreibungsrunde 2013 für den ERC Consolidator Grant so erfolgreich wie noch nie im ERC-Programm. Gleich drei Projekte wurden positiv evaluiert und zur Förderung vorgesehen. Zum anderen wurde ein Forscher des Exzellenz-Clusters „Herausbildung Normativer Ordnungen“ mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet. „Ich gratuliere unseren Wissenschaftlern zu diesen herausragenden Auszeichnungen, die nachdrücklich belegen, dass sich die Goethe-Universität mit Recht zu den forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands zählen darf“, betont Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl.

Ziel der Förderlinie „Consolidator Grants“ des Europäischen Forschungsrates (ERC) ist der Aufbau und die Konsolidierung eines unabhängigen exzellenten Forschungsteams. Die Kreativität junger, vielversprechender Wissenschaftler/innen soll dabei gefördert und neue Ideen in die Forschungsfelder getragen werden.

Freuen über eine positive Evaluierung und eine vorgesehene Förderung darf sich Prof. René Reifarth, Geschäftsführender Direktor des Institutes für Angewandte Physik im Fachbereich Physik. Sein Projekt im Bereich Physical Sciences/Engineering trägt das Thema “NAUTILUS: Neutron captures constraining stellar nucleosynthesis” und untersucht die Enstehungsgeschichte chemischer Elemente.

Auch Prof. Markus Gangl, Professor für Soziologie, insbes. Sozialstruktur und Sozialpolitik im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, erhielt für sein Projekt „CORRODE: Corroding the social? An empirical evaluation of the relationship between unemployment and social stratification in OECD countries” eine positive Begutachtung. Das Projekt untersucht den Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und sozialer Schichtenbildung in OECD-Ländern.

Der Dritte im Bunde ist Prof. Christian Fiebach, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Psychologie (FB5). Sein im Bereich Social Sciences/Humanities angesiedeltes Projekt “L-POP: Language-Processing by Overlapping Predictions: A Predictive Coding Approach” wurde unter zahlreichen anderen Anträgen zur Förderung vorgesehen. Das Projekt beleuchtet die neuronalen Rechenprozesse in Sprache.

Die ERC Consolidator Grants wurden 2013 erstmals ausgeschrieben.  Die Förderung richtet sich an Nachwuchswissenschaftler/innen, deren Promotion 7 bis 12 Jahre zurückliegt. Gefördert werden soll Pionierforschung, d.h. Forschung an den Grenzen des Wissens. Die Ausschreibung erfolgt themenoffen und über alle Bereiche der Wissenschaft hinweg. Alle drei Projekte der Goethe-Universität befinden sich derzeit noch in Vertragsverhandlungen.

Leibniz-Preis für Prof. Armin von Bogdandy: Der Honorarprofessor am Fachbereich Rechtswissenschaften der Goethe-Universität und Direktor des Max Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg, wurde mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Nach Prof. Rainer Forst ist damit ein zweiter Forscher des Clusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ mit dem höchsten Forschungspreis der DFG geehrt worden. Verliehen wird der Leibniz-Preis März 2014 in Berlin.

"Wir dürfen uns glücklich schätzen, mit Armin von Bogdandy einen der besten deutschen Staats-, Europa- und Völkerrechtler in unseren Reihen zu haben, dessen Forschungen zum Europa- und Völkerrecht sowie zur Herausbildung einer öffentlichen Gewalt in trans- und internationalen normativen Ordnungen auch die historischen Grundlagen und die politischen Legitimationsfragen in den Blick nehmen. Seine Arbeiten bereichern unsere interdisziplinäre Perspektive auf die Herausbildung normativer Ordnungen in idealer Weise", sagten die beiden Sprecher des Clusters, Prof. Rainer Forst und Prof. Klaus Günther.

Sonstige

Dez 10 2013
17:22

Einladung zum Mediengespräch anlässlich der Gründung des House of Pharma & Healthcare e. V.

Medieneinladung: House of Pharma nimmt Fahrt auf

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Gesundheitsindustrie mit ihren Bereichen Pharma, Diagnostik und Medizintechnik hat in Hessen eine lange Tradition. Um Antworten auf ihre zukünftigen Herausforderungen zu finden, soll Hessen ein House of Pharma & Healthcare als weitere interdisziplinäre Plattform des intensiven Austauschs zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik erhalten.

Die Goethe-Universität verfügt mit dem 2008 gegründeten House of Finance (HoF) bereits über einschlägige Erfahrungen in der Gründung und dem erfolgreichen Aufbau einer solchen Einrichtung. Fünf Jahre nach seiner Gründung hat das HoF in Deutschland und darüber hinaus eine hohe Reputation und Sichtbarkeit erlangt.

Auch für ein künftiges House of Pharma hat sich nun eine Gründungsinitiative konstituiert, die Ihnen deren Vorstandsmitglieder

Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch, Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz (Vizepräsident der Goethe-Universität) sowie Prof. Dr. Jochen Maaß (Forschungsgeschäftsführer der Sanofi Aventis Deutschland GmbH)

am Mittwoch, 11. Dezember 2013, 11:30 Uhr auf dem Campus Westend der Goethe Universität im Eisenhower-Raum des IG-Hochhauses (1. Stock, Raum 1.314) Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main

vorstellen möchten.

Dazu möchten wir Sie herzlich einladen. Bitte teilen Sie uns per E-Mail (ott@pvw.uni-frankfurt.de) mit, ob wir mit Ihrem Kommen rechnen können.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Olaf Kaltenborn, Pressesprecher
Goethe-Universität Frankfurt

Sonstige

Dez 9 2013
14:18

Studierende bieten Campus-Führungen für Alumni und Förderer an. Erste Termine noch im Dezember 2013

Die Goethe-Universität aus studentischer Perspektive erleben

FRANKFURT. Ab dem Jubiläumsjahr 2014 bietet die Goethe-Universität kostenlose, studentisch geleitete Führungen für Förderer und Alumni über den herrlichen Campus Westend sowie den einzigartigen naturwissenschaftlichen Campus Riedberg an. Die Campusführerinnen und -führer sind engagierte Stipendiatinnen und Stipendiaten aus dem Programm „Deutschlandstipendium“, die sich in der studentischen Initiative „ExperienceFundraising“ zusammengeschlossen haben. Mit ihren Führungen möchten sie der Universität und ihren Förderern etwas zurückgeben und die Goethe-Uni aus studentischer Sicht vorstellen.

In den eineinhalbstündigen Führungen über den Campus Westend und den Campus Riedberg lernen die Teilnehmer nicht nur die historischen und architektonischen Besonderheiten der Goethe-Universität kennen, sondern erfahren auch allerhand Interessantes über das aktuelle Studierendenleben und die weitere Entwicklung der Universität. Gerade die studentische Perspektive der Campusführer bietet Förderern und Ehemaligen einen völlig neuen Einblick in die Bürgeruniversität, die 2014 ihr 100-jähriges Jubiläum feiert.

Die ersten Führungen finden bereits im Dezember 2013 statt, ab 2014 dann zweimal monatlich. Gerne kann man auch Freunde und Verwandte mitbringen. Mindestteilnehmerzahl für eine Führung sind 8 Personen.

Vorab-Schnuppertermine für Führungen auf dem Campus Westend:

•     Mittwoch, der 11. Dezember 2013, von 15:00 bis 16:30 Uhr

•     Samstag, der 14. Dezember 2013, von 14:00 bis 16:00 Uhr

Anmeldungen bitte unter http://www.experiencefundraising.com/führungen.

Kontakt:

Lucia Lentes, Fundraising Deutschlandstipendium, Tel. (069) 798-12756; lentes@pvw.uni-frankfurt.de

 

Veranstaltungen

Dez 9 2013
10:49

Die Frankfurter Bürger-Universität untersucht das Verhältnis von Bildung zwischen Theorie und Praxis

Verschult und überfrachtet?

FRANKFURT. „Bildung ohne Gerechtigkeit? Perspektiven einer unerschöpflichen Debatte“, so der Titel der Diskussionsreihe im Wintersemester 2013/14, die zusammen mit der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL) entwickelt wurde. In der Tradition einer von Frankfurter Bürgern geschaffenen Hochschule, stellt sich die Goethe-Universität erneut einer aktuellen Debatte. Unterstützt von hr-iNFO, dem Informationsradio des Hessischen Rundfunks, bildet die Reihe zugleich die Brücke ins Jubiläumsjahr der Goethe-Universität 2014. In der Frankfurter „Bürger-Uni“ diskutieren Wissenschaftler, Experten und Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern einzelne Aspekte der Auseinandersetzung um gute und schlechte Bildung. Am kommenden Montag konzentriert sich der Blick auf das Thema:

„Verschult und überfrachtet? – Bildung zwischen Theorie und Praxis“ lautet das Thema am 9. Dezember. Die Bologna-Reform steht auf dem Prüfstand: Sie sollte dem deutschen Studiensystem mehr Struktur geben und effizienteres Lernen ermöglichen. Die Kritiker beklagen, stattdessen seien verschulte Studiengänge entstanden, die Studierende mit oberflächlichem Wissen versorgen. Ist es wirklich so schlimm? Prof. Tanja Brühl, Politologin und Vize-Präsidentin der Goethe-Universität, berichtet in Ihrem Impulsvortrag von den Vor- und Nachteilen der ehrgeizigen Reform und ihren Erfahrungen als Mitglied der Bologna-Reform-Arbeitsgruppe. Weitere Impulse hierzu wird auch der Bericht des Frankfurter AStA-Vorsitzenden Giorgio Nasseh liefern. Wie bewerten die Studierenden das neue System? Ganz anders hingegen das Angebot der Leuphana Universität Lüneburg. Individualität statt Unübersichtlichkeit, so das Versprechen an die Studenten dort. Ein persönlichkeitsbildendes Studium, ganz im Sinne eines Alexander von Humboldt. Wie gelingt ein solch ambitioniertes Konzept in der Praxis? Steht die Freiheit im Studium nicht im Gegensatz zu den Interessen späterer Arbeitgeber? In diesem Zusammenhang wird die Soziologin Prof. Birgit Blättel-Mink Ergebnisse nennen. Die Direktorin des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur untersucht das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis. 

„Verschult und überfrachtet? – Bildung zwischen Theorie und Praxis“ mit:

* Prof. Birgit Blättel-Mink, Soziologin und Direktorin am Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur

* Prof. Tanja Brühl, Politologin und Vize-Präsidentin der Goethe-Universität

* Prof. Sascha Spoun, Wirtschaftswissenschaftler und Präsident der Leuphana Universität Lüneburg

* Giorgio Nasseh, Student und AStA Sprecher der Goethe-Universität

* und den Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern

* Moderation: Petra Boberg von hr-iNFO

am: Montag, 9. Dezember 2013, um 19.30 Uhr

Ort: Campus Westend, Casino Festsaal, Raum 823, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main „Bildung ohne Gerechtigkeit? Perspektiven einer unerschöpflichen Debatte Diskussionsreihe mit Experten und Bürgern“.

Bisherige und weitere Veranstaltungen:

16. Dezember 2013

Dressiert und angepasst? Wege aus dem einseitigen Lernen u.a. mit Prof. Gerhard Büttner, Leiter der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung, dem Lehrer und Erziehungsratgeber Michael Felten und der Reformpädagogin Enja Riegel.

13. Januar 2014

Exklusiv und effizient? Bildung als Ware u.a. mit Claudia Bremer, Leiterin studium digitale, Andreas Koini, Direktor der Strothoff International School Dreieich, Prof. Sighard Neckel, Soziologe 27. Januar 2014 Abgehoben und überakademisiert? Wie viel Bildung verträgt der Mensch?

u.a. mit Götz Rehn, Gründer von Alnatura, Prof. Manfred Prenzel, Pisa-Studien-Experte, Dirk Roßmann, Gründer von Rossmann und Dr. Heiner Schnelling, Leiter der Universitätsbibliothek Beginn jeweils um 19.30 Uhr, Eintritt frei.

Wichtige Hinweise: Veranstaltungsort ist ab dem 11. November immer der Campus Westend, Casino Festsaal, Raum 823, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main Alle Veranstaltungen können per Livestream mitverfolgt werden und sind anschließend auch über unser Archiv abrufbar:  www.buerger.uni-frankfurt.de