Forschung
Neues Sequenzierungsverfahren kartiert DNA-Strangbrüche während der Zellteilung/ Möglicher Einsatz zur Überwachung von Risikogruppen
FRANKFURT. Die DNA ist ein robuster Datenspeicher, doch sie hat auch Schwachpunkte. Dass wir in der Regel trotz der immer wieder auftretenden Strangbrüche nicht krank werden, dafür sorgen natürliche Reparaturmechanismen. Doch bisher weiß man wenig darüber, welche Regionen besonders störanfällig sind. Zusammen mit Kollegen an der Universität Texas haben Wissenschaftler an der Goethe-Universität nun ein diagnostisches Verfahren entwickelt, mit dem man Brüche der DNA gezielt aufspüren kann. Das in der aktuellen Ausgabe von Nature Methods publizierte Verfahren könnte künftig dazu eingesetzt werden, stärker gefährdete Berufsgruppen und Patienten unter Chemotherapie zu überwachen.
Zu Strangbrüchen kann es bei jeder Verdopplung der DNA kommen, und damit bei jeder der lebensnotwendigen Zellteilungen der 10 bis 100 Billionen Zellen in unserem Körper. Äußere Faktoren wie UV-Strahlung, Röntgenstrahlung und kosmische Höhenstrahlung sind weitere auslösende Faktoren. Deshalb gehören Mitarbeiter in radiologischen Einrichtungen und Atomkraftwerken sowie Flugpersonal zu den Risikogruppen. Besonders gefährdet sind Krebspatienten, die eine Chemotherapie erhalten. Könnte man frühzeitig feststellen, wann bei diesen Menschen die natürlichen Reparaturmechanismen versagen, würde das die Chancen für eine wirkungsvolle Therapie erhöhen. Mithilfe der neuen Methode lässt sich nun erstmals die Landschaft der genomischen Schwachstellen in einer Zelle kartieren, während sie sich in der Petrischale teilt.
„Die Methode kombiniert solide und fundamentale molekularbiologische Techniken, wie die DNA-Ligation, also die Verbindung zweier DNA-Fragmente mithilfe spezialisierter Enzyme, mit einer neuen Generation von Sequenzierungstechniken, die es erlauben, innerhalb weniger Stunden Millionen von DNA-Sequenzen zu entschlüsseln“, erklärt der Krebsforscher Dr. Nicola Crosetto. Er entwickelte das als BLESS bezeichnete Verfahren während seiner Zeit als Post-Doktorand am Institut für Biochemie II der Goethe Universität bei Prof. Ivan Dikic. Inzwischen arbeitet er am Massachusetts Institute of Technology in den USA. „Wir können das Verfahren genauso gut auf die nicht teilungsfähigen Blutzellen eines Patienten anwenden, oder auf Tumorgewebe“, ergänzt Crosetto.
Zu den ersten Nutznießern könnten Patienten mit Hodgkin Lymphom gehören, die eine lebensrettende, aber riskante Therapie mit DNA-Strang brechenden Wirkstoffen wie Bleomycin erhalten. Da die Gefahr besteht, dass sich sekundäre Tumoren bilden, müssen diese Patienten engmaschig überwacht werden. „Über die klinische Anwendung hinaus wollen wir mithilfe von BLESS herausfinden, wie innerhalb des Zellkerns robuste Genome entstehen und Sequenzen aufspüren, die anfälliger sind für Brüche. Möglicherweise können wir dann künftig für biotechnologische Anwendungen besonders starke Genome herstellen“, so Crosetto.
„BLESS ist ein wunderbares Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit von internationalen Forschergruppen mit ganz unterschiedlicher Expertise“, erklärt Ivan Dikic. „Sich in neue Gebiete vorzuwagen, ist immer ein Abenteuer. Aber in der Wissenschaft muss man mutig sein. Das kann sich, wie im aktuellen Fall, auszahlen und immense Auswirkungen auf eine große wissenschaftliche Gemeinschaft haben.“
BLESS steht für “Breaks Labeling, Enrichment on Streptavidin, and next-generation Sequencing”. Die Daten wurden von der Gruppe von Prof. Malgorzata Rowicka am Klinikum der Universität Texas analysiert. Weitere Kooperationspartner kommen aus Polen, Italien, Frankreich und den Vereinigten Staaten.
Publikation: Nicola Crosetto et al.: Nucleotide-resolution DNA double-strand break mapping by next-generation sequencing, Nature Methods, DOI: 10.1038/nmeth.2408
Informationen: Prof. Ivan Dikic, Institut für Biochemie II, Campus Niederrad, Tel: (069) 6301-6964; ivan.dikic@biochem2.de
Dr. Nicola Crosetto, The van Oudenaarden Systems Biology Lab, Massachusetts Institute of Technology, ist via Skype erreichbar: nicola.crosetto (Cuneo, Italy); tel. 001-617-803-5432
Hochschulpolitische Themen
Bei der Sonderauswertung aus dem CHE Ranking punkteten die Pharmazie, Chemie, Geowissenschaften und Physik
FRANKFURT. Vier Fächer an der Goethe-Universität erreichten bei der Sonderauswertung des CHE-Rankings für die mathematisch-naturwissenschaftliche Gruppe eine Spitzenposition. Die Pharmazie punktete gleich in vier Bereichen: Forschung, Anwendungsbezug, Internationalität und Studierendenorientierung. Die Chemie wurde ebenfalls als stark in den drei ersten Bereichen bewertet. Weitere Erfolge erzielten die Fächer Geographie (Anwendungsbezug und Studierendenorientierung) sowie die Physik (Anwendungsbezug).
Die Pharmazie belegt bei der Forschung einen Spitzenplatz und ist damit im nationalen Vergleich die Nummer 1. Auch was das Urteil der Studierenden und die Stärke bei der Einwerbung von Drittmitteln angeht, liegt die Pharmazie der Goethe-Universität jeweils in der Spitzengruppe. Die Chemie ist insbesondere durch ihre Drittmittelstärke in der Lage, in den Bereichen Forschung, Anwendungsbezug und Internationalität zu punkten. Aber auch durch die Anzahl der Promotionen und der Publikationen erreicht die Chemie in Frankfurt einen Spitzenplatz in der Forschung. Darüber hinaus führt die Goethe-Universität die Liste der EU-Drittmittelförderung mit 60.000 Euro pro Wissenschaftler mit deutlichem Abstand an.
Auch die Geographie schafft es, sich durch ihre gute Position bei den Drittmittel aus der Privatwirtschaft einen Spitzenplatz beim Anwendungsbezug zu sichern. Durch die positive Beurteilung der Studierenden gelangt die Geographie bei allen vier Indikatoren der Studienorientierung (Studiensituation, Betreuung, Lehrangebot und Studierbarkeit) in der Spitzengruppe. Für die Physik ist insbesondere das gute Abschneiden bei Drittmitteln und Erfindungen der Grund, weswegen sie im Anwendungsbezug so gut abschneidet.
Die Sonderauswertung „Vielfältige Exzellenz 2012“ beruht auf einer zusätzlichen Auswertung der Daten des im Mai 2012 veröffentlichten CHE Hochschulrankings 2012/13 und ergänzt es um weitere Bereiche. Das CHE arbeitet damit auf das weltweit angelegte U-MULTIRANK-Projekt zur Entwicklung eines mehrdimensionalen globalen Rankings (www.u-multirank.eu) hin. Hierbei sollen – ähnlich wie in der aktuellen Sonderauswertung - verschiedene Dimensionen gleichwertig nebeneinander gestellt werden. Ziel sei es, Forschung neben Lehre ebenso wie Transfer, Internationalität und Regionalität in einem Ranking getrennt voneinander auszuwerten und darzustellen, so das CHE.
Das Ergebnis resultiert aus einer Zusammenfassung passender Indikatoren aus dem Ranking zu den Bereichen Forschung, Anwendungsbezug von Lehre und Forschung, Internationalität der Lehre und Forschung und der Studierendenorientierung. So wird der Anwendungsbezug durch Indikatoren wie Studierendenurteile, Drittmittel aus der Privatwirtschaft und Erfindungen gemessen. Für die Studierendenorientierung werden die Indikatoren Studiensituation, Betreuung, Lehrangebot und Studierbarkeit zusammengefasst.
Informationen: Dr. Martin Lommel, Stabsstelle für Lehre und Qualitätssicherung, Campus Bockenheim, Tel: (069) 798-22786, lommel@pvw.uni-frankfurt.de.
Forschung
Google Research Award für gemeinsames Forschungsprojekt der Goethe-Universität und der TU Darmstadt zu einem Kernthema netzmedialer Veränderungen
FRANKFURT. Das Forschungsprojekt „Studying Interactional Privacy in OSNs With an In-Situ-Approach", das in Kooperation von Mitarbeitern der Technischen Universität Darmstadt und der Goethe-Universität durchgeführt wird, erhält einen Google Research Award von 102.000 US-Dollar. Die Darmstädter Informatiker und Frankfurter Medienforscher arbeiten an einem neuen Verfahren, mit dessen Hilfe sich nutzerfreundliche Privatsphären-Werkzeuge in Sozialen Online-Netzwerken entwickeln lassen. Die Projektanteile werden von dem Informatiker Prof. Dr. Michael Waidner, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie und Direktor des Kompetenzzentrums für IT-Sicherheit EC SPRIDE, und dem Medienforscher Prof. Dr. Manfred Faßler, Direktor des Instituts für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie an der Goethe-Universität und Koordinator des Internationalen Forschungsnetzwerks Anthropologie des Medialen / FAMe-Frankfurt, vertreten.
Mit diesem Award, der zu 2/3 an die GU-Frankfurt und 1/3 an die TU-Darmstadt geht, wird es am Institut KAEE möglich, sich einem Kernthema der gegenwärtigen netzmedialen Veränderungen mit einer Forschungsstelle intensiver zu widmen. Es geht dabei um Aufbau und Schutz von Privatheit unter den Bedingungen von Online-Kommunikation. Mit jedem Click, über den Menschen anderen Menschen in Online-Social-Networks etwas mitteilen, geben sie Details von sich preis. Selten ist dabei alles für alle gedacht. Wie kann die Realisierung dieses sensiblen Kommunikationsstatus privater Information gelingen? Wie lässt sich diese hoch entwickelte soziale, kulturelle und rechtliche Form in dynamischen, interaktiven Systemen schützen? Die Arbeitshypothese ist, dass dies nur gelingen wird in einer komplexen Anpassung, also Umgestaltung der Elemente, die bislang Privatheit stützten und schützten.
Privatheit erhalten, indem sie verändert wird? Erforscht werden müssen die sozialen Regeln, die in die Rahmenbedingungen von Social Software eingeschrieben sind. Dies aber wird nicht genügen. Im Zentrum der Forschung stehen zunehmend intelligente Interaktionsformate, von Menschen geschickt genutzte ‚versteckte Interaktionschancen‘, sowie Verabredungen über zu entwickelnde Schutzmöglichkeiten für Privatheit in den Programmen sozialer Plattformen. Die Nachricht der IT-Netzwerke lautet: Privatheit muss genutzt werden, um sie schützen zu können.
Zum Hintergrund: Google vergibt zweimal im Jahr etwa 100 Google Faculty Awards, um vielversprechende Forschungsprojekte im Bereich der Informatik zu fördern. Für die aktuelle Vergaberunde gab es 600 Einreichungen aus 46 Ländern, 102 davon waren erfolgreich. Die Goethe-Universität und die Technische Universität Darmstadt waren in dieser Runde die einzigen deutschen Universitäten, die einen Award für Forschungsprojekte im Bereich IT-Sicherheit und Privatsphäre erhielten.
Weitere Informationen: Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie, Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt. Prof. Dr. Manfred Faßler: Tel. (069) 798 32910, fasslermanfred@aol.com
Dr. Petra Ilyes: (069) 798-32914; Ilyes@em.uni-frankfurt.de
Hochschulpolitische Themen
Universitätsgremien verabschieden universitäres Bekenntnis für friedliche und zivile Forschung und Lehre/ Aufnahme in die Grundordnung
FRANKFURT. Nach Senat und Hochschulrat hat nun auch das Präsidium der Goethe-Universität einer universitären Zivilklausel zugestimmt. Damit ist der Weg frei für die Aufnahme der Zivilklausel in die universitäre Grundordnung. Bereits 2011 war ein entsprechendes Bekenntnis in den Hochschulentwicklungsplan aufgenommen worden. Davon ausgehend kam nach dem eindeutigen Votum von 76,3 % für eine Zivilklausel in der studentischen Urabstimmung im Januar 2012 ein universitätsinterner Beratungsprozess zwischen Präsidium, Arbeitskreis Zivilklausel, AStA und Senat in Gang. Auf Basis dieser Beratungen entstand der jetzt in den Hochschulgremien verabschiedete Text (Wortlaut s.u.).
In der Präambel verpflichtet sich die Goethe-Universität, dass Lehre, Forschung und Studium zivilen und friedlichen Zwecken dienen. Damit ist sie deutschlandweit die zwölfte Hochschule, die über eine Zivilklausel verfügt. Vizepräsidentin Prof. Tanja Brühl begrüßte die Verabschiedung der Zivilklausel: „Ich freue mich, dass das universitäre Bekenntnis zur Friedfertigkeit in der Goethe-Universität einen so großen Widerhall findet. Damit werden wir unserer besonderen Verantwortung als eine der führenden deutschen Forschungsuniversitäten gerecht.“
Christoph Wiesner vom Arbeitskreis Zivilklausel ergänzte: „Wichtig ist nun, dass die Zivilklausel konsequent Anwendung findet. Dies erfordert eine breite Diskussion in den Fachbereichen.“
Für den AStA erklärte der zuständige Referent Max Rudel: „Militärforschung hat an öffentlichen Hochschulen keinen Platz. Gerade in Zeiten steigender Drittmittelabhängigkeit stärkt die Verabschiedung einer Zivilklausel die Wissenschaftsfreiheit.“
Die neue Präambel der Goethe-Universität im Wortlaut: „Die Goethe-Universität fördert die Entwicklung der Wissenschaft und Künste. Lehre, Forschung und Studium an der Goethe-Universität dienen zivilen und friedlichen Zwecken. Diese Leitbilder verfolgt die Universität im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung; sie fühlt sich dabei der Bürgerschaft verpflichtet, Rechenschaft über ihr Handeln abzugeben und ihr gleichzeitig etwas zurückzugeben.“
Veranstaltungen
Kolloquium an der Goethe-Universität beleuchtet am 15. und 16. März 2013 die Rolle der aktuellen Krise für eine legitime politische Ordnung
FRANKFURT. Viel ist die Rede von einer bedrohlichen Krise der Europäischen Union und des kontinentalen Integrationsprozesses. Doch handelt es sich dabei um eine andauernd schwierige und vielleicht verfahrene Situation, oder kann man bereits von einem Höhe- und Wendepunkt der Geschehnisse sprechen? Der Begriff der Krise, der ja auch Veränderung impliziert, steht im Mittelpunkt des Kolloquiums „Europa: Krise, Umbruch und neue Ordnung“ an der Goethe-Universität. Veranstalter sind das Wilhelm Merton-Zentrum für Europäische Integration und Internationale Wirtschaftsordnung und der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Die wissenschaftliche Veranstaltung – zugleich XII. Walter-Hallstein-Kolloquium – findet am 15. und 16. März im Gebäude des Exzellenzclusters auf dem Frankfurter Campus Westend statt.
Die europäische Integrationsgeschichte ist Ergebnis des fundamentalen Umsturzes in der politischen Ordnung Europas durch den Zweiten Weltkrieg. Seit jeher steht sie in der Spannung zwischen der Utopie gemeinsamer Freiheit und der Furcht vor dem Verlust vertrauter Ordnungsmuster. Diese Spannung hat sich wiederholt krisenhaft geäußert: im Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft 1954, in der französischen „Politik des leeren Stuhls“ 1964, im Zerwürfnis über den Irakkrieg 2003 und in der Ablehnung des Verfassungsvertrages in zwei Referenden 2004.
Was an der aktuellen Banken- und Staatschuldenkrise anders zu sein scheint als bisher, ist das Wiedererstarken nationalstaatlicher Stereotype und der Untergangsduktus der politischen Rhetorik. Ob ihr Höhepunkt bereits überwunden ist, wie manche Beobachter meinen, wird sich wohl erst im zeitlichen Abstand sagen lassen. Schon jetzt hat sie jedoch in der politischen Kultur Europas tiefe Spuren hinterlassen und mit ihrer offenbar abnehmenden Akzeptanz auch die Legitimität der Europäischen Union als Herrschaftsverband in Zweifel gezogen. Dafür ist nicht nur eine Krise der politischen Eliten in vielen Mitgliedstaaten verantwortlich, sondern auch der sich in Notstandspragmatismus äußernde Entscheidungsstil der maßgebenden Akteure.
Die Betonung des Ausnahmecharakters dieser Entwicklungen legt die Frage nahe, welche Rolle der Modus der Krisenbewältigung und ihr (Miss-)Erfolg für die Legitimität einer politischen Ordnung spielt. Ein Ansatz könnte darin bestehen, die Krise als Konstante oder sogar als Voraussetzung einer Ordnung und ihrer Legitimation zu sehen. Um einer Antwort auf diese Frage näher zu kommen, soll aus der Sicht von Vertretern der Geschichts-, Politik-, Rechts-, Wirtschaftswissenschaften und der Philosophie der Versuch unternommen werden, das Thema in einen weiteren Zusammenhang zu stellen. Die Begrüßung und Einführung am Freitag, 15. März, um 14 Uhr liegt in den Händen der Cluster-Professoren und Rechtswissenschaftler Klaus Günther, der auch einer der Sprecher des Exzellenzclusters ist, und Stefan Kadelbach, der zu den maßgeblichen Organisatoren des Kolloquiums gehört.
Auch die interessierte Öffentlichkeit ist willkommen. Um eine Anmeldung per Fax oder Mail wird gebeten.
Programm: http://www.normativeorders.net/de/veranstaltungen/alleveranstaltungen
Information und Anmeldung: Professur Dr. Stefan Kadelbach, Luise Mehrling, Goethe-Universität Frankfurt, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt, Tel. (069) 798-34295, Fax. (069) 798-34516, E-Mail: mehrling@jur.uni-frankfurt.de