Veranstaltungen
Wissenschaftliche Fachtagung an der Goethe-Universität widmet sich den Herausforderungen an eine zeitgemäße Kindheitspädagogik.
FRANKFURT. Die Handlungsfelder der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern unter zehn Jahren haben sich in den letzten Jahren nachhaltig verändert. Sie stehen zunehmend im Fokus integrations-, bildungs- und sozialpolitischer Aufmerksamkeit und sind Gegenstand vielfältiger Professionalisierungsbestrebungen. Die Kindheitspädagogik ist Ausdruck dieser Entwicklungen; zugleich hat sie die damit verknüpften Forderungen aufgegriffen und Konzepte, Initiativen und Programme zur Weiterentwicklung des Berufsfeldes entworfen, unterstützt oder evaluativ begleitet.
Allerdings sind die Konturen einer kindheitspädagogischen, konzeptionell begründeten Professionsforschung bislang nicht hinreichend abgesteckt. Auch bleibt die empirische Datenbasis zu professionellem Handeln in den Handlungsfeldern der Bildung, Betreuung und Erziehung in der Kindheit dünn, obgleich hier zunehmend
Forschungsanstrengungen zu verzeichnen sind. Kindheitspädagogische Professionsforschung stellt dementsprechend eine nur wenig empirisch abgesicherte Grundlage für aktuelle Reformbemühungen dar.
Die Fachtagung an der Goethe-Universität, die von Prof. Tanja Betz (IDeA-Forschungsverbund/Goethe-Universität Frankfurt, Fachbereich Erziehungswissenschaften) und Prof. Peter Cloos (Stiftung Universität Hildesheim/Kompetenzzentrum Frühe Kindheit Niedersachsen) veranstaltet wird, möchte eine Plattform bieten, um die Konturen und Grundfragen einer kindheitspädagogischen Professionsforschung zu diskutieren und abzustecken.
Thema:
„Kindheit und Profession. Konzepte, Befunde und Konturen eines Forschungsprogramms“
am: Donnerstag, 29. März 2012, 13.00-18.45 Uhr; Freitag, 30. März, 9.15-16.15 Uhr
Ort: Campus Westend, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main, Nebengebäude (NG), 1.741a
Programm: http://www.profession2012.uni-frankfurt.de/Tagungsprogramm_Profession2012.pdf
Die Ergebnisse der Tagung werden im Rahmen der neu entstandenen Buchreihe „Kindheitspädagogische Beiträge“ veröffentlicht.
Informationen
Medienvertreter sind herzlich willkommen. Bitte melden Sie sich vorher an: Prof. Dr. Tanja Betz, Fachbereich Erziehungswissenschaften, Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe, Tel: (069) 798-23754, betz@em.uni-frankfurt.de; www.tanja-betz.de
Forschung
300.000 Bienenvölker gefährdet: Wissenschaftler suchen Strategien zur Bekämpfung der tödlichen Milbe Varroa destructor
FRANKFURT. Für die Imker und Bienenforscher beginnt der Frühling in diesem Jahr mit einer traurigen Bilanz. Bis zu 30 Prozent aller Bienenvölker in Deutschland sind im vergangenen Winter der Milbe Varroa destructor zum Opfer gefallen. Einzelne Imker haben sogar alle ihre Völker verloren. Am Institut für Bienenkunde der Goethe-Universität trafen sich bereits in der vergangenen Woche 20 Wissenschaftler aus ganz Deutschland zu einer Krisensitzung. Die Ergebnisse ihrer Diskussion zur Situation der Bienenhaltung und Lösungskonzepte zum Varroaproblem stellen sie auf der heute beginnenden 59. Jahrestagung der AG der Bieneninstitute an der Universität Bonn vor.
Die ursprünglich in Asien beheimatete und nur auf Bienen vorkommende, parasitische Milbe Varroa destructor bildet die größte Gefahr für die heimischen Bienenvölker. Ohne effektive Behandlung kann die Varroamilbe ein befallenes Volk zugrunde richten. Die Wissenschaftler erwarten für das Jahr 2012 bedrohliche Verluste im Umfang von 20 bis 30 Prozent aller Völker. Das sind fast 300.000 Bienenvölker. Die Bekämpfung der Milbe ist daher eines der vordringlichen Ziele der Forschung. Allerdings gibt es noch kein Patentrezept, mit dem die betroffenen Imker ihre Völker retten können. Neue Behandlungskonzepte sind gefragt.
Sicher ist: der Milbenbefall ist für die Imkereien überaus bedrohlich; die Verluste werden 2012 erheblich sein. Einige Forscher beobachten sogar eine deutliche Zunahme der Varroamilben. So gingen in einer Langzeitstudie des Instituts für Bienenkunde der Goethe-Universität in einem hessischen Landkreis die Varroabefallszahlen steil nach oben. „Dieses Jahr haben wir so viele Milben gezählt, wie in keinem der Jahre seit 2008 zuvor. Wir müssen dringend etwas tun“, fasst Prof. Bernd Grünewald, Leiter des Instituts für Bienenkunde in Oberursel die Ergebnisse zusammen. „Wir brauchen eine gemeinsame Linie, ein Konzept für zeitgemäße Betriebsweisen und nachhaltige Behandlungsmethoden, die alle der Arbeitsgemeinschaft der Bieneninstitute angeschlossenen Einrichtungen in ihre Beratung aufnehmen können“, fasst Dr. Ralph Büchler, Leiter des Bieneninstituts in Kirchhain, Hessen, die Situation zusammen. Allerdings erschweren starke regionale Unterschiede eine Einschätzung der Lage.
Doch die Behandlung mit den in Deutschland zugelassenen Medikamenten ist schwierig, zeitraubend und der Erfolg nicht immer garantiert. Die deutschlandweite Zulassung von Medikamenten, die in anderen Ländern eingesetzt werden, könnte neue Probleme wie Rückstände im Wachs oder medikamentenresistente Milben mit sich bringen. Dazu Dr. Werner von der Ohe, Leiter des niedersächsischen Bieneninstituts in Celle und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Bieneninstitute: „Wir brauchen modulare Behandlungskonzepte und dürfen nicht vor Tabus haltmachen. Neben den ‚weichen‘ Milbenbekämpfungsmitteln wie der Ameisensäure und den ätherischen Ölen müssen wir ernsthaft über den Einsatz ‚harter‘ Medikamente nachdenken. Daneben sind die praktische Imkerberatung und die Erforschung nachhaltiger, biologischer Methoden wichtige Stützpfeiler einer zeitgemäßen Bekämpfung der Varroose.“
Ein Bild zum download finden Sie hier.
Bildtext: Erwachsenes Varraoweibchen auf einer Bienenlarve, entnommen aus einer kurz zuvor verdeckelten Brutzelle. Hier legt die Milbe ihre Eier ab. Die sich daraus entwickelnden weiblichen Milben verlassen die Brutzelle mit der schlüpfenden Biene und können auf diesem Weg andere Völker infizieren.
Informationen: Prof. Bernd Grünewald, Institut für Bienenkunde, Karl-von-Frisch-Weg 2, 61440 Oberursel, Tel.: (06171)21278; b.gruenewald@bio.uni-frankfurt.de; www.institut-fuer-bienenkunde.de.
Forschung
Befragung von 900 Supervisoren belegt: Gesundheitsfürsorge tut Not
FRANKFURT. Wenn Arbeitnehmer sich leistungsgerecht belohnt fühlen, ist das Risiko einer arbeitsbedingten Erschöpfung deutlich geringer. „Das bedeutet allerdings mehr als nur angemessene Bezahlung, wichtig ist vor allem die soziale Anerkennung, die Menschen für ihren Arbeitseinsatz erhalten“, konstatiert der Frankfurter Sozialpsychologe Prof. Dr. Dr. Rolf Haubl. Dies ist ein wichtiges Ergebnis einer jetzt veröffentlichten Studie, an der Wissenschaftler der Goethe-Universität, des Sigmund-Freud-Instituts und der Technischen Universität Chemnitz beteiligt waren.
Im Rahmen der gerade abgeschlossenen Untersuchung wurden 2011 fast 900 Supervisoren der Deutschen Gesellschaft für Supervision e. V. (DGSv), die seit Jahren überwiegend Profit- und Non-Profit-Organisationen im sozialen Bereich wie Krankenhäuser, Schulen, Kinder- und Jugendhilfe beraten, nach ihrer Einschätzung zur Arbeitsbelastung befragt. Diese Expertinnen und Experten, von denen knapp die Hälfte bereits 2008 an einer ähnlichen umfangreichen Befragung teilgenommen hatten, bestätigten: Über alle Branchen hinweg sind die Arbeitsbedingungen so, dass viele Beschäftigte ihre psychische Gesundheit riskieren. Von Entwarnung kann keine Rede sein. Dazu das signifikante Zitat einer Supervisorin aus einem von 30 Intensivinterviews: „… als ich da hinkam, hatte die Leitungskraft 600 Überstunden. Und alles, was unter 100 war, bedeutet irgendwie, die arbeiten nicht richtig.“
Wie lassen sich Arbeitsbedingungen so gestalten, dass das Risiko eines Burnouts sinkt? Arbeitgeber sollten in die Organisationskultur investieren, ist das Fazit der Studie. Dazu Haubl, der an der Goethe-Universität lehrt und forscht und gleichzeitig auch das Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt leitet: „Neben der leistungsgerechten Belohnung als einflussreichster Faktor kommt es besonders auf das Verhalten und die Einstellung der Vorgesetzten und der Kollegen an: Chefs, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur als Kostenfaktoren betrachten, sondern als eine Belegschaft mit produktiven Fähigkeiten, die sie nachhaltig zu entwickeln suchen, schützen ebenso vor überfordernden Arbeitsbedingungen, wie Kollegen, die sich halbwegs solidarisch verhalten.“
Die Untersuchung bestätigt übrigens nicht die immer wieder geäußerte Meinung, das Mitarbeiter mit wachsender Indifferenz gegenüber ihrer Arbeit reagieren, wenn sie sich überfordert fühlen. Im Gegenteil: „Die Befragten trafen in den Organisationen in der überwiegenden Mehrzahl auf Beschäftigte, für die Arbeit – noch – eine Sinn stiftende Funktion hat und die deshalb darunter leiden, wenn sie aufgrund eines herrschenden ökonomischen Effizienzdrucks gezwungen sind, Qualitätsstandards zu verletzen“, erläutert Prof. Dr. Günter G. Voss aus Chemnitz, der eine Professur für Industrie- und Techniksoziologie an der Technischen Universität Chemnitz innehat und gemeinsam mit Haubl das Forschungsteam leitet. In den meisten Organisationen hat in den vergangenen Jahren die Arbeitsintensität eindeutig zugenommen: Arbeitsprozesse werden verdichtet und beschleunigt, Nischen beseitigt; die Zahl der prekären und befristeten Arbeitsverhältnisse nimmt zu.
Die Supervisoren, die für diese Studie befragt wurden, sind mit den turbulenten Veränderungen in der Arbeitswelt bestens vertraut. Ihre Einschätzungen sind besonders aussagekräftig, weil sie einerseits als kritische Zeitzeugen derartige Prozesse beobachten und ungeschönte Einblicke in das Innenleben von Organisationen haben, andererseits aber auch gemeinsam mit Einzelpersonen und Teams nach konstruktiven Handlungsalternativen suchen. Immer häufiger, so stellen die Befragten fest, wird Arbeitnehmern zugemutet, einander widersprechende Anforderungen – wie die zwischen Professionalität und Kosteneinsparung – ohne betriebliche Unterstützung auszuhalten und abzufedern. „Und das führt entweder dazu, sehenden Auges die eigene Gesundheit zu riskieren, um Karrierevorteile zu erlangen, oder es demoralisiert“, so Haubl. „Sollen Arbeitsplätze keine Gesundheitsrisiken sein, wie es die Weltgesundheitsorganisation in der Charta von Ottawa verlangt, bedarf es eines Einstellungswandels, der heute vielerorts noch in weiter Ferne liegt.“
Informationen: Prof. Dr. Dr. Rolf Haubl, Professur für psychoanalytische Sozialpsychologie, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Campus Bockenheim, Tel. (069) 798 23644, haubl@soz.uni-frankfurt.de; Prof. Dr. Günter G. Voss, Professur für Industrie- und Techniksoziologie, Fachbereich Soziologie, Tel (0371) 531 32480, guenter.voss@phil.tu-chemnitz.de
Download eines ersten Ergebnisberichtes: www.sfi-frankfurt.de/aktuelles.html; PDF unter: www.sfi-frankfurt.de/fileadmin/redakteure/pdf/03_Mitarbeiter_PDFs/03_Haubl_Manuskripte/Vorabdarstellung_Grenzen_professioneller_arbeit_2012.pdf
Sonstige
FRANKFURT. Als eine der ersten Universitäten Deutschlands hat die Goethe-Universität Frankfurt am Main heute ihr „Diversity-Konzept“ verabschiedet. „Diversity“ ist ein neuer Begriff in der Hochschulpolitik, der sich mit Vielfalt, Verschiedenheit, Unterschiedlichkeit oder Diversität übersetzen lässt. Ziel des Konzeptes ist es, Studierenden und Beschäftigten unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrer Lebenssituation die bestmöglichen Arbeitsbedingungen zu bieten. Die neue Leitlinie der Universität wurde unter Führung der zuständigen Vizepräsidentin Roser Valenti vom Gleichstellungsbüro erarbeitet. Mehr als 200 Studierende und Mitarbeitende beteiligten sich an der Entstehung. In mehrere Workshops mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten brachten Interessierte ihre Probleme und Ideen ein.
„Wir sind sehr stolz auf diese gemeinsame Leistung. Schon die vielen Diskussionen haben viele Mitglieder der Universität für Probleme und Potentiale der Vielfalt sensibilisiert“, freut sich Anja Wolde, Leiterin des Gleichstellungsbüros: Vizepräsidentin Roser Valenti erklärt den Fokus: „Weil bei Studierenden die Bedarfe am stärksten zu erkennen waren, richtet sich das Diversity-Konzept zunächst insbesondere an diese Gruppe. Die Fortschreibung 2014 wird dann stärker als bisher die verschiedenen Beschäftigtengruppen in den Blick nehmen. Auch hier gibt es noch viel zu tun!“
Die Anliegen der Studierenden sind sehr unterschiedlich: Da ist zum Beispiel Hülya I., die sich ihr Studium durch Erwerbsarbeit finanzieren muss. Marco S. hat für sein Kind noch keine Kita gefunden hat und pendelt zwischen Betreutem Kinderzimmer, einer Einrichtung der Goethe-Universität, und Vorlesung hin und her. Felix G. ist chronisch krank und kann nicht zu jeder Seminarsitzung erscheinen. Yoko N. ist für ihr Studium nach Deutschland gekommen und kennt bisher niemanden an der Uni. Derya U. wird von einem Dozenten in ihrem geisteswissenschaftlichen Studium mit der Frage konfrontiert, wozu sie dieses Fach studiere. Die mangelnde Sprachkompetenz wird der in Deutschland Geborenen aufgrund ihres „türkischen“ Aussehens einfach unterstellt. Alle eint, dass sie möglichst flexible Studienbedingungen benötigen und Lehrende brauchen, die auf ihre konkrete Situation eingehen und geeignete Hilfestellungen für den Studienerfolg geben können. Dazu gehört auch, dass Lehrende über eigene Vorurteile nachdenken.
Eine Bestandsanalyse hat gezeigt, dass in den vergangen Jahren bereits viele Initiativen in den Fachbereichen entstanden sind, den Studierenden zu helfen und ihre Potenziale zu entfalten. Diese Projekte sollen nun verstärkt und zugleich gebündelt werden. Zuständig dafür ist unter anderem Saskia-Fee Bender, die als Koordinatorin für „Diversity Policies“ die Fachbereiche berät. Neu ist auch, dass Lehrende und Studienberater zukünftig durch Qualifizierungsangebote in ihrer Auseinandersetzung mit ungleichen Studienbedingungen unterstützt werden.
Informationen zum Diversity-Konzept der Goethe-Universität: Dr. Anja Wolde, Leiterin des Gleichstellungsbüros und zentrale Frauenbeauftragte, Goethe-Universität , Gleichstellungsbüro, Campus Bockenheim, Tel: (069) 798-28100, wolde@em.uni-frankfurt.de oder Saskia-Fee Bender, Koordinatorin „Diversity Policies“, (069)798-28126, saskia.bender@em.uni-frankfurt.de
Sonstige
Der ehemalige Präsident der Goethe-Universität und „Architekt“ der Stiftungsuniversität wird ausgezeichnet für seine bedeutende Reformarbeit
FRANKFURT. Der frühere Präsident der Goethe-Universität, Prof. Dr. Rudolf Steinberg, erhielt heute aus den Händen von Oberbürgermeisterin Petra Roth im Frankfurter Römer die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt. Mit ihrer höchsten Auszeichnung würdigt die Stadt die großen Verdienste Steinbergs um die Reform der Goethe-Universität. Er habe für die Reputation der Goethe-Universität und damit auch der Reputation Frankfurts Herausragendes geleistet und zähle zu den bedeutenden Universitätsreformern Deutschlands.
Steinberg gilt als „Architekt“ der Stiftungsuniversität, die 2008 ins Leben gerufen wurde und die anknüpfe an die historische Gründung als Stiftungshochschule 1914. Ausgangspunkt dafür war der von Steinberg initiierte Hochschulentwicklungsplan, dessen Umsetzung er sich ab 2001 intensiv widmete. Unter seiner fast neunjährigen Präsidentschaft – kein Präsident vor ihm hatte dieses Amt länger inne – entwickelte sich die Goethe Universität zu einer der führenden deutschen Universitäten. In allen relevanten deutschen und internationalen Hochschulvergleichen zählt die Goethe-Universität inzwischen zu den zehn besten deutschen Universitäten. Während seiner Amtszeit konnten die Drittmitteleinwerbungen fast verdreifacht werden und Dutzende von Stiftungslehrstühlen eingerichtet werden. In Stadt und Region war er als unermüdlicher Botschafter „seiner“ Universität präsent.
Mit der öffentlichen Bekanntgabe der mit 33 Mio. Euro dotierten Kassel-Stiftung und der Matching-Funds-Zusage der hessischen Landesregierung in Höhe von 50 Mio. Euro legte Steinberg im Sommer 2007 das finanzielle Fundament für die erfolgreiche Umwandlung der Goethe-Universität in eine Stiftung des öffentlichen Rechts. Diese erfolgte nach internen Abstimmungsprozessen und dem entsprechenden Gesetzgebungsverfahren am 1. Januar 2008.
Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl bezeichnete Steinberg als Universitätsreformer, der der Goethe-Universität während seiner Amtszeit neues Selbstbewusstsein verliehen habe. Steinbergs Energie sei es zu verdanken, dass die Goethe-Universität heute wieder zu den führenden deutschen Universitäten zähle und als universitäres Reformmodell im In-und Ausland wahrgenommen werde.
In der Verleihungsurkunde heißt es, Steinberg gehöre „zu den wichtigsten und renommiertesten Repräsentanten der Deutschen Universitätslandschaft. (…) Mit produktiver Energie und ansteckendem Enthusiasmus betrieb er nicht nur die Umwandlung einer Hochschule zu einer Stiftungsuniversität, sondern auch den Umzug vom Campus Bockenheim auf den Campus Westend, der mit umfangreicher Bautätigkeit und planerischer Verantwortung verbunden war. (…) Er hat die Goethe-Universität als forschungsstärkste Universität Hessens etabliert.“
Informationen: Dr. Olaf Kaltenborn, Pressesprecher, Tel. (069) 798-22472, E-Mail: kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de