Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

 

Jan 25 2012

Vortrag zu Klimawandel und Kontroversen um Forschungsergebnisse

Führerender Klimaforscher Stefan Rahmstorf kommt

FRANKFURT. In der wissenschaftlichen Welt längst anerkannte Tatsachen zur globalen, durch den Menschen verursachten Erwärmung werden von einem Teil der Öffentlichkeit immer noch angezweifelt. Wie ist damit gesellschaftlich umzugehen? Diese Frage beantwortet Prof. Dr. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in seinem Vortrag im Rahmen der Deutsche Bank Stiftungsgastprofessur „Zukunft des Lebens“

am Donnerstag, dem 26. Januar um 19 Uhr,
im Festsaal des Senckenberg Naturmuseums, Senckenberganlage 25.

Moderiert wird die Veranstaltung von Andreas Mulch, Professor an der Goethe-Universität und stellvertretender Direktor des LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrums.

In seinem Vortrag wird Stefan Rahmstorf neueste Ergebnisse international anerkannter Klimaforscher zu verschiedenen Aspekten des Klimawandels präsentieren. Dabei geht es implizit auch darum, was uns in Zukunft noch erwartet, denn die aktuellen Nachrichten zum Klimawandel machen vor allem eines klar: das Klima heizt sich immer weiter auf. So wurden 2005 und 2010 als die wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen, und auch das Jahr 2011 gehört nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes zu den fünf wärmsten Jahren seit Beginn deutschlandweiter Temperaturmessungen im Jahr 1881. Wenn Spaziergänger am Strand heute auf demselben Fleck laufen möchten wie früher, müssten sie sich die Hosenbeine hochkrempeln, denn allein in den letzten beiden Jahrzehnten ist der Meeresspiegel um mehr als drei Zentimeter pro Jahrzehnt gestiegen. Gleichzeitig gab es in den letzten zehn Jahren eine Häufung von Wetterextremen wie Hitzewellen und Starkregen.

Darüber hinaus beschäftigt sich Rahmstorf mit der Frage, wie die Gesellschaft mit den in der Wissenschaft enthaltenen Mess-Unsicherheiten umgeht. Gerade letztere lassen einige Menschen an den Ergebnissen der Forschung zweifeln, und Affären um E-Mails von Kli-ma¬for¬schern haben das Vertrauen in die Forschung erschüttert. Die Mehrheit der Bevölkerung hat jedoch den Klimawandel als bewiesen akzeptiert. Welche Lehren sollten daher aus den Erkenntnissen gezogen werden? Rahmstorf zeigt konstruktive Lösungsansätze auf, mit denen wir der „Klimakrise“ nachhaltig begegnen können. Zum Beispiel mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien, für den das technische Potenzial auf jeden Fall vorhanden ist.

Prof. Stefan Rahmstorf hat Physik und physikalische Ozeanographie in Deutschland und Großbritannien studiert und in Neuseeland in Ozeanographie promoviert. Seit 1996 arbeitet er am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und lehrt seit 2000 als Professor im Fach Physik der Ozeane an der Universität Potsdam. Rahmstorf ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen der Bundesregierung und war einer der Leitautoren des 4. Sachstandsberichtes des Weltklimarates (IPCC).

Der Vortrag ist Teil der Reihe „Zukunft des Lebens – vom gesellschaftlichen Umgang mit biologischer Vielfalt und Klimawandel“, die im Rahmen der seit 1986 an der Goethe-Universität angesiedelten Deutsche Bank-Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ neben der Deutsche Bank AG von der BHF-Bank-Stiftung, der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung sowie hr2 kultur unterstützt wird. Mehr unter: www.bik-f.de/zukunftdeslebens

Zusätzlich zum Vortrag findet am Freitag, dem 27.1.2012, von 10.30 bis 12 Uhr ein vertiefendes Seminar mit dem Titel „Land unter? Klima und Meeresspiegel“ im Raum GW 2 101, Geozentrum, Altenhöferallee 1, Campus Riedberg der Goethe-Universität Frankfurt, statt.

Informationen: Dr. Julia Krohmer, Pressereferentin LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F), Tel.: (069) 7542 1837,jkrohmer@senckenberg.de oder Sabine Wendler, Pressereferentin BiK-F, Tel.: (069) 7542 1838, sabine.wendler@senckenberg.de.

 

Jan 21 2012

Diskussionsrunde zum Film „80064“ von Artur Zmijewski

Kunstspektakel oder ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus?

FRANKFURT. In seiner Videoarbeit von 2004 drängt Artur Żmijewski einen Auschwitzüberlebenden zum Nachstechen seiner verblassten Lagernummer. Der Film wirft die Frage nach den Grenzen der Kunst auf. Wie weit darf ein Künstler gehen? Was in den Augen einiger Kritiker eine neue Art des Erinnerns darstellt, erleben andere als obszöne Grausamkeit und Provokation.

Veranstaltungsreihe: 360 ° - Film und Diskussionsrunde
Thema: Art & Memory: What's at stake?
Film: Artur Żmijewski "80064" am 26. Januar 2012, Beginn 20 Uhr
Ort: Campus Westend der Goethe Universität, Eisenhower Rotunde im I.G.-Farben-Haus/ Grüneburgplatz 1

Für den alten Mann, der sich am Ende zur Wiederholung der Tätowierung bereit erklärt, zählt vor allem eins: Die wieder gut sichtbar gemachte Nummer auf seinem Unterarm bedroht seine Glaubwürdigkeit als Zeitzeuge. Die historische Spur verblasst, wird überlagert von einer Nachahmung, die vielleicht nicht mehr geeignet ist, seine Geschichte zu bezeugen.

Für Artur Żmijewski, der im April 2012 als künstlerischer Leiter die 7. Berlin Biennale eröffnen wird, sind seine Filme Sozialforschung, mit der er am öffentlichen Diskurs teilnimmt.

360 ° ist eine Veranstaltung von Studierenden und des Forschungszentrums für Historische Geisteswissenschaften. Über den Film „80064“ von Artur Zmijewski und seine Aussage diskutieren Raphael Gross, Leiter des Fritz Bauer Instituts und Direktor des Jüdischen Museums in Frankfurt am Main, Liliane Weissberg, Professorin an der University of Pennsylvania, sowie Anda Rottenberg, freie Kuratorin in Warschau. Geleitet wird die Diskussion von Swantje Karich, Kunstredakteurin der FAZ.

Informationen: Dr. Stefanie Heraeus, Kunstgeschichtliches Institut, Senckenberganlage 31, Telefon 069 / 798-22489, Vivien Trommer, Telefon 0170-7538912, kuratierenundkritik@kunst.uni-frankfurt.de,

 

Jan 21 2012

Studierende der Goethe-Universität simulieren Vereinte Nationen

Aus Uni wird UNO

FRANKFURT. Am Campus Westend steht vom 26.-29. Januar 2012 alles im Zeichen der Politik: über 200 politisch interessierte Studierende treffen sich anlässlich der UN-Simulation Main Model United Nations (MainMUN), um in der UN-Generalversammlung, dem Sicherheitsrat und dem Entwicklungsprogramm der UN (UNDP) ihre gewählten Länder zu vertreten.

In der Generalversammlung sind hitzige Debatten bereits vorprogrammiert, denn die Themen auf der Agenda sind hochaktuell und international umstritten: der „Arabische Frühling“ und die „Schutzverantwortung“ (Responsibility to Protect), „ein Konzept der internationalen Politik und des Völkerrechts zum Schutze des Menschen vor schweren Menschenrechtsverletzungen und Brüchen des humanitären Völkerrechts“ (Quelle: Wikipedia). Da die Delegierten die Positionen ihrer jeweiligen Länder vertreten, werden die Vorsitzenden streng über die Einhaltung der Verfahrensordnung der Vereinten Nationen wachen müssen.

Auch der Sicherheitsrat hat ein kontroverses und aktuelles Thema auf der Agenda: „Klimawandel und internationale Sicherheit“, während sich das UNDP mit „Binnenflüchtlingen“ beschäftigt. In allen drei Komitees werden die Delegierten diskutieren und Kompromisse aushandeln, auf deren Basis sie Resolutionen schreiben, die dem Komitee zur Abstimmung vorgelegt werden.

Zusätzlich zu den Debatten in den Komitees wird es am Freitag sechs Expertenvorträge zu den Themen auf der Agenda geben, wodurch den Delegierten ein über ihre eigenen Vorbereitungen hinausgehender Einblick in die Problematiken geboten wird.

Für die Delegierten geht es bei MainMUN natürlich nicht nur um politische Debatten, sondern auch um interkulturellen Austausch und neue Freundschaften.

Organisiert wird MainMUN von Studierenden der Goethe-Universität, die von Prof. Dr. Tanja Brühl unterstützt werden. Die Leitung des Organisationsteams haben unsere Generalsekretäre Diana Schmidt und Milan Dandukovic übernommen. Die Schirmherrschaft übernimmt wie bereits schon in den vergangenen Jahren die Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung. Finanziell und ideell unterstützt wird die Veranstaltung von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. und der Goethe-Universität.

Pressekontakt und weitere Informationen:
Faculty Advisor: Verena Zenker (M.A.), vzenker@hotmail.de, Tel. 0151/19474210, Secretaries-General: Diana Schmidt, sg@mainmun.de, Tel. 0170/3806155, Milan Dandukovic, sg@mainmun.de, Tel. 0151/22941408

 

Jan 20 2012

Internationales Symposium sucht Antworten und gibt Startschuss für interdisziplinäres Forschungsprogramm

Was bleibt nach Fukushima und Tschernobyl?

FRANKFURT. Nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima bleiben viele Fragen offen. Welche Lehren können aus der Reaktorkatastrophe im ukrainischen Tschernobyl gezogen werden? Wie verarbeiten die postsowjetische und die japanische Gesellschaft die Jahrhundertkatastrophen? Welche Veränderungen verursachten sie im sozialen und kulturellen Gefüge? Welche Konsequenzen ziehen die Gesellschaften für ihre Zukunft? Welche Akteure tragen den Wandel? Wie steht es um die Zukunft der Kernenergie? Welche Rolle können die Kultur- und Sozialwissenschaften für die Interpretation der Krisen leisten?

Solchen Fragen geht auf Einladung des Interdisziplinären Zentrums für Ostasienstudien (IZO) der Goethe-Universität und des Gießener Zentrums östliches Europa (GiZo) ein mit internationalen Wissenschaftlern besetztes Symposium mit dem Titel „Comparing Fukushima and Chernobyl: Social and Cultural Dimensions of the Two Nuclear Catastrophes“ nach, das am

8. und 9. März 2012 an der Goethe-Universität in Frankfurt stattfindet (Campus Westend, IG-Farben-Gebäude, Raum IG 311, jeweils ab 9:00 Uhr).

Ziel der Veranstaltung ist es, aus interkulturell und international vergleichender Perspektive die sozialen und kulturellen Folgen der beiden Reaktorkatastrophen für (Ost-)Asien bzw. (Ost-)Europa zu analysieren und auf dieser Grundlage ein langfristig angelegtes, interdisziplinäres Forschungsprogramm aufzubauen.

Ermöglicht wird der Kongress durch eine großzügige Förderung der Japan Foundation im Rahmen des Grant Program for Intellectual Exchange, der Fritz Thyssen Stiftung sowie mit Mitteln aus dem mit inzwischen über 40.000 Euro dotierten Nakama-Fonds der Goethe-Universität, den das Präsidium im Frühjahr 2011 unmittelbar nach der Katastrophe eingerichtet hatte. Die Erlöse des Nakama-Fonds sollen den Austausch mit japanischen Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Studierenden fördern.

Weitere Details zum Ablauf und Inhalt sind unter „Veranstaltungen“ auf der Internetseite des Frankfurter Ostasienzentrums www.izo.uni-frankfurt.de abrufbar.

Informationen und Anmeldung: PD Dr. Thomas Feldhoff, Koordinator des Interdisziplinären Zentrums für Ostasienstudien, Campus Bockenheim, Tel: (069) 798-23284, izo@uni-frankfurt.de

Weitere Informationen:
Das Interdisziplinäre Zentrum für Ostasienstudien (IZO) ist eine fächerübergreifende wissenschaftliche Einrichtung der Goethe-Universität. Gegründet 2008 als interdisziplinäres Kompetenzzentrum für Ost- und Südostasien, ist es im Zuge der vom Land Hessen geförderten Zentrenbildung kleinerer geistes- und regionalwissenschaftlicher Fächer an hessischen Hochschulstandorten entstanden. Ziel von Forschung und Lehre am IZO ist die Auseinandersetzung mit den modernen Kulturen und Gesellschaften Chinas, Japans, Koreas und Südostasiens sowie ihren historischen Grundlagen im Zusammenwirken der Perspektiven unterschiedlicher Disziplinen: Sprach- und Kulturwissenschaften, Gesellschafts-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften bündeln so ihre ostasienbezogenen Aktivitäten in Forschung und Lehre und fördern das öffentliche Bewusstsein für die große Bedeutung der Region in einer zunehmend komplexen, globalisierten und vernetzten Welt.

Das Gießener Zentrum östliches Europa (GiZo) ist seit 2006 an der Justus-Liebig-Universität Gießen aktiv. Das GiZo baut auf einer starken Tradition der Osteuropaforschung in den Kultur-, Sozial-, Politik-, Wirtschafts-, Rechts- und Agrarwissenschaften. Ausgehend von der regionalen Konzeption „östliches Europa“, die neben Ostmittel-, Südost- und Osteuropa auch die Türkei sowie die türksprachigen Regionen der ehemaligen Sowjetunion umfasst, setzt sich das GiZo zum Ziel, das östliche Europa im Kontext von Gesamteuropa zu beschreiben, zu analysieren und zu bewerten.

 

Jan 20 2012

Projekt des Frankfurter Kunstvereins und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität startet am 20. Januar 2012

Auftakt der Ausstellung „Demonstrationen“

FRANKFURT. Das Ausstellungsprojekt „Demonstrationen. Vom Werden normativer Ordnungen“ spürt den lebendigen Momenten des Aushandelns normativer Ordnungen im öffentlichen Raum nach. Ausgangspunkt ist die interdisziplinäre Betrachtung und Analyse ästhetischer Ausdruckformen zum Thema „Demonstrationen“ – von historischen und zeitgenössischen Gemälden, Grafiken und Fotografien über Installationen, Video- und Soundarbeiten bis zu Performances. Zu sehen sind die Werke von rund 40 internationalen Künstlern. Die Ausstellung wird durch ein umfangreiches wissenschaftliches Rahmenprogramm begleitet.

Das groß angelegte Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Frankfurter Kunstverein und dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Es beginnt am 20. Januar und geht bis zum 25. März. Hauptveranstaltungsort ist der Frankfurter Kunstverein.

Zentrales Anliegen beider Kooperationspartner ist es, gesellschaftliche Prozesse und Zustände zu reflektieren und dabei den institutseigenen Kontext zu erweitern. „Auch Kunstvereine sind Orte, an denen Auseinandersetzungen um normative Ordnungen stattfinden, etwa wenn es darum geht, was Kunst ist, was Kunst sein darf oder was sie sein soll“, so Holger Kube Ventura, Direktor des Frankfurter Kunstvereins. „Die Ausstellung möchte den Wandel der kommunikativen Auseinandersetzung um normative Ordnungen im öffentlichen Raum sowohl aus zeitgenössischer als auch aus historisch-ideengeschichtlicher Perspektive in den Blick nehmen. Sie bezieht dabei künstlerische Projekte ein, die selbst in Form von öffentlicher Kommunikation bestehen oder ihr Publikum zum Akteur und Mitgestalter werden lassen“, erläutert Kube Ventura weiter die Stoßrichtung des Projekts.

Klaus Günther, Co-Sprecher des Exzellenzclusters, freut sich über die fruchtbare Zusammenarbeit des 2007 gegründeten interdisziplinären Forschungsverbunds mit dem Frankfurter Kunstverein: „Für das Werden normativer Ordnungen spielen Umbruchsprozesse und zugehörige Bilder, Erzählungen oder Fakten, die Begründungen liefern oder in Frage stellen, eine wichtige Rolle“, erklärt er. „Ausstellung und Performances werden das sichtbar machen, während wir das ambitionierte Projekt um unseren wissenschaftlichen Blick auf die Erforschung sozialer Regeln, Normen und Institutionen erweitern werden und dabei selbst von der Ausstellung lernen wollen.“

Ausgehend von der facettenreichen Bedeutung des lateinischen Begriffs „demonstrare“ – vom bloßen Akt des Aufzeigens über die wissenschaftliche Beweisführung bis hin zum Massenprotest auf der Straße – setzt die Ausstellung historische Werke mit zeitgenössischen Arbeiten in einen Dialog. Zentral sind dabei die Vielfalt künstlerischer Auseinandersetzungen mit gesellschaftlichen Umbrüchen und der Widerhall, den politische Ereignisse in ästhetischen Werken erzeugen. Im Ausstellungsparcours werden Aspekte von Bewegung und Blockade, Zeigen und Repräsentieren, Zweifeln und Legitimieren genauer untersucht.

Als wichtiger Bestandteil der Ausstellung finden die zahlreichen Performances im Frankfurter Kunstverein, im Stadtraum und an anderen Veranstaltungsorten in Frankfurt statt. Sie sollen Rituale, Verhaltenskodizes und Demonstrationsformen erkunden. So ruft beispielsweise der griechische Künstler Yorgos Sapountzis gleich zu Beginn der Ausstellungslaufzeit in „Die Herausberufenen“ zu einer Erkundung des öffentlichen Raumes zwischen Kunstverein, Römer und Paulskirche auf. Die Hamburger Aktivisten Schwabinggrad Ballet erproben mit einer Versammlung auf dem Vorplatz der EZB Formen der griechischen Basisdemokratie, während der italienische Künstler Marcello Maloberti seine Teilnehmer zu einer absurden Parade durch die Frankfurter Innenstadt einlädt. Anna Mendelssohn versammelt in ihrer eindringlichen Performance „Cry Me A River“ verschiedene Stimmen zum Klimawandel.

An dem umfangreichen Rahmenprogramm der Ausstellung sind zahlreiche Geistes- und Sozialwissenschaftler des Exzellenzclusters beteiligt. Ein Highlight ist das „Amt für Umbruchsbewältigung“: Rund 40 namhafte Wissenschaftler werden vom 27. bis 29. Januar das Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt beziehen und interessierte Bürger in persönlichen Gesprächen über die Umbrüche unserer Zeit beraten. Dieses besondere Veranstaltungsformat wird zusätzlich von zwei hochkarätig besetzten Podien zu aktuellen Umbruchsfragen und einer „Langen Nacht den Protestsongs“ flankiert.

Die Kuratorinnen des Projekts sind Fanti Baum (Performance-Teil), Britta Peters (Positionen zeitgenössischer Kunst) und Dr. Sabine Witt (Positionen Kunst- und Ideengeschichte). Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog mit zahlreichen wissenschaftlichen Beiträgen sowie einer Vielzahl an Abbildungen erschienen, herausgegeben vom Frankfurter Kunstverein und dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ im Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg. Preis: 25 Euro (während der Ausstellungsdauer), 20 Euro (für Mitglieder), 38 Euro im Buchhandel.

„Demonstrationen. Vom Werden normativer Ordnungen“ wird ermöglicht durch die Goethe-Universität Frankfurt am Main, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Kulturstiftung des Bundes.

Ort: Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg, Markt 44, 60311 Frankfurt am Main

Informationen: Tel. +49 (0) 69.219314-0, post@fkv.de, www.fkv.de, www.normativeorders.net

Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag und Freitag: 11 – 19 Uhr, Mittwoch: 11 – 21 Uhr, Samstag und Sonntag: 10 – 19 Uhr, Montag geschlossen

Eintritt: 6 € (ermäßigt: 4 €)

Pressekontakte:
Frankfurter Kunstverein: Julia Wittwer, Anna Goetz
Tel.: +49.69.219314-30 /-40; E-Mail: presse@fkv.de
Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“: Peter Siller
Tel: +49.69.798.25272; E-Mail: peter.siller@normativeorders.net