Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Personalia/Preise

Apr 24 2015
13:53

Jakob Kadelbach wird bei Promotionsfeier des Fachbereichs Rechtswissenschaft ausgezeichnet

Baker & McKenzie-Preis 2014 für hervorragende Dissertation zum internationalen Investitionsrecht

FRANKFURT. Die internationale Sozietät Baker & McKenzie verleiht heute Nachmittag den Preis für die beste wirtschaftsrechtliche Dissertation. Der Preisträger Jakob Kadelbach nimmt den mit 6.000 Euro dotierten Baker & McKenzie-Preis während der Promotionsfeier des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Goethe-Universität entgegen. Er erhält die Auszeichnung für seine Dissertation „Regimeübergreifende Konkretisierung im internationalen Investitionsrecht“. Die Arbeit betreute Prof. Dr. Dr. Rainer Hofmann, der an der Frankfurter Goethe-Universität den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht innehat.

Das internationale Investitionsrecht gehöre zu den Teilbereichen des Völkerrechts, die in jüngerer Zeit eine besonders dynamische Entwicklung durchlaufen haben, so der Betreuer der Dissertation. In seinem Erstgutachten lobt Hofmann die „schlicht hervorragende Arbeit“: Er betont die Fähigkeit des Autors, „auf der Grundlage ausgezeichneter völkerrechtlicher Kenntnisse eine eigenständige Lösung eines zentralen Problems zu erarbeiten, die theoretisch schlüssig und praktisch anwendbar ist.“ Die Erfassung von einschlägiger Literatur und Rechtsprechung sei in beeindruckender Weise umfassend. Es handele sich um eine grundlegende Arbeit nicht nur zum Internationalen Investitionsrecht, sondern auch zum allgemeinen Völkervertragsrecht.

Baker & McKenzie verleiht den Preis seit 1988 jährlich für herausragende Dissertationen oder Habilitationen aus dem Bereich des Wirtschaftsrechts, die am Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität entstanden sind. Die Werke müssen mit „summa cum laude“ benotet sein und wirtschaftsrechtliche Themen – idealerweise mit internationalem Bezug – beleuchten, um in die enge Wahl zu kommen. „Der Preis ist ein wichtiger Baustein der juristischen Nachwuchsförderung unserer Kanzlei“, sagt Dr. Christian Reichel, geschäftsführender Partner von Baker & McKenzie Deutschland und Österreich, der die Auszeichnung an Jakob Kadelbach überreichen wird. Reichel weist darüber hinaus auf die enge Verbundenheit der Sozietät mit der Goethe-Universität hin: „Mehrere unserer Anwälte sind als Lehrende an der Goethe-Universität tätig und unsere Kanzlei engagiert sich als Förderer der ersten Stunde im Rahmen des Stipendienprogramms der Universität.“

Über Baker & McKenzie:
Seit ihrer Gründung 1949 berät die internationale Anwaltskanzlei Baker & McKenzie viele der erfolgreichsten Unternehmen auf der ganzen Welt. Mit fast 4.250 Anwälten an 77 Standorten und einem globalen Umsatz von über 2,5 Milliarden US-Dollar ist Baker & McKenzie die größte und leistungsstärkste Kanzlei der Welt. In Deutschland vertreten rund 200 Anwälte mit ausgewiesener fachlicher Expertise und internationaler Erfahrung die Interessen ihrer Mandanten an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main und München. Als eine der führenden deutschen Anwaltskanzleien berät Baker & McKenzie nationale und internationale Unternehmen und Institutionen auf allen Gebieten des Wirtschaftsrechts.

Informationen: Iris Meinking, HR Communications Baker & McKenzie Partnerschaftsgesellschaft mbB Tel. (069) 299 08 322 iris.meinking@bakermckenzie.com

Foto zum Download anzufordern unter: presse@uni-frankfurt.de

 

Hochschulpolitische Themen

Apr 23 2015
13:56

Goethe-Universität verbessert Situation von Hilfskräften

„Wir reden nicht nur, wir handeln!“

FRANKFURT. Die Goethe-Universität will sich für eine Verbesserung der Situation ihrer wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Hilfskräfte einsetzen. So plant das Präsidium der Goethe-Universität in Abstimmung mit den Fachbereichen die Vergütung in zwei Schritten zum 1. Oktober 2015 und 1. Januar 2016 um bis zu 12 Prozent zu erhöhen. Konkret wird die Besoldung  bei allen Hilfskräften zum 1.10. um zunächst 50 ct. pro Stunde angehoben; im Januar 2016 erfolgt dann eine weitere Erhöhung. „Insgesamt wird die Goethe-Universität dafür fast eine Mio. Euro zusätzlich pro Jahr aufwenden“, sagte Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff. „Damit zeigen wir, dass wir nicht nur reden, sondern auch handeln und das unter finanziell weiterhin schwierigen Bedingungen.“

Darüber hinaus wird  eine Einigung angestrebt, die zu einer nachhaltigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen führen soll: „Wir sind zuversichtlich, dass wir die bereits seit längerer Zeit laufenden Gesprächen mit den Studierenden und den Fachbereichen über eine verbesserte Arbeitssituation bis spätestens Frühsommer zu einem positiven Ergebnis führen können“, sagte Universitätskanzler Holger Gottschalk. Hierbei geht es um Punkte wie Arbeitsplatzsituation, Urlaubregelung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Planungssicherheit. „Wir regeln das im Sinne einer universitären Selbstverpflichtung mit bindendem Charakter“, so Gottschalk.

Dazu könnte auch erstmals eine eigene Interessenvertretung für Hilfskräfte gehören. Eine Arbeitsgruppe, die vom Senat auf seiner gestrigen Sitzung beschlossen wurde, soll dies prüfen; ebenso soll ein Länderabgleich erfolgen, um zu erfahren, ob und wenn welche tariflichen Vereinbarungen für Hilfskräfte getroffen werden könnten.

Veranstaltungen

Apr 22 2015
14:05

Vom 4. bis 10. Mai: Kostenlose Workshops, Diskussionen und Führungen, ermäßigte Ticket für alle Vorstellungen

Blick hinter die Kulissen: Schauspiel Frankfurt veranstaltet „Studententage“

FRANKFURT. Das Schauspiel Frankfurt lädt vom 4. Bis 10. Mai wieder zu den „Studententagen“ ein. Studierende können an Gesprächen, Führungen und Workshops teilnehmen und Vorstellungen zu ermäßigten Preisen besuchen. Die „Studententage“ finden in Kooperation mit der Goethe-Universität, der Frankfurt University of Applied Sciences (Fachhochschule) und der Hochschule für Gestaltung in Offenbach statt.

Nach welchen Kriterien werden die Stücke für den Spielplan ausgewählt? Wie lange dauert der Probenprozess? Was macht eigentlich ein Dramaturg? Wer macht die Besetzungen? Und wie viele Menschen wirken an der Entstehung eines Bühnenbildes mit? In 14 Workshops bieten Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen des Theaters wie Regie, Dramaturgie, Kostümabteilung und Werkstätten individuelle Führungen und Einblicke in ihre Arbeit. Das komplette Workshop-Programm gibt es als Download auf www.schauspielfrankfurt.de. Alle Workshops sind kostenlos, die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich unter uni@schauspielfrankfurt.de.

Für alle Vorstellungen im Schauspielhaus und in den Kammerspielen erhalten Studierende bei Vorlage eines gültigen Studentenausweises ermäßigte Tickets zum Studententage-Preis von 6 Euro (ausgenommen Premieren). Der Vorverkauf läuft bereits.

Karten und Infos unter (069) 212 49494 oder www.schauspielfrankfurt.de, Anmeldung unter uni@schauspielfrankfurt.de

Veranstaltungen

Apr 22 2015
12:12

Reihe des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ wirft frischen Blick auf das Verständnis internationaler Beziehungen

Ringvorlesung „Theorizing Global Order“

FRANKFURT. „Globale Ordnung“ – was ist das? In welchem theoretischen Rahmen sollte man heutzutage darüber nachdenken, und welche Bedeutung könnten dabei Standpunkte einnehmen, die bisher in einer westlich geprägten Politikwissenschaft kaum Beachtung gefunden haben? Vor allem diesen Fragen widmet sich die Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität in diesem Sommersemester. Unter dem Titel „Theorizing Global Order“ sind ab dem 29. April an sechs Terminen Vortragende aus Nordamerika, Europa, Asien und Australien zu Gast auf dem Frankfurter Campus Westend.

Beschreibt der Begriff „Ordnung“ nun mehr oder weniger wertfrei ein gewisses Geflecht, eine Struktur oder ein System, oder sind mit ihm notwendigerweise schon Beiworte wie „besser“ oder „schlechter“ verbunden, sodass sein Gegensatz „Unordnung“ wäre oder auch „Anarchie“? Das Konzept der „Ordnung“ lässt einen großen Interpretationsspiel Raum zu. Und auch in der politikwissenschaftlichen Teildisziplin der „Internationalen Beziehungen“, in dem „Ordnung“ vor allem als „Globale Ordnung“ eine zentrale Rolle spielt, ist der Terminus erstaunlicherweise theoretisch nur unzureichend reflektiert. „In unserer Ringvorlesung werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher fachlicher Schwerpunkte und theoretischer Präferenzen neue Sichtweisen und frische Blicke auf unser theoretisches Verständnis von ‚Globaler Ordnung’ zur Diskussion stellen“, sagt der Politikwissenschaftler Gunther Hellmann, der für den Exzellenzcluster die wissenschaftliche Leitung innehat.

Menschliche Wert- und Weltvorstellungen beeinflussen das Verständnis dessen, was Ordnung ist und die Ordnung selbst. Diese Vorstellungen sind allerding nicht immer und überall gültig, sondern an Raum und Zeit gebunden, wobei moderne Konzeptionen Werte wie Freiheit, Gleichheit und Sicherheit in einem abgestuften System miteinander in Einklang bringen wollen, wie Rob Walker betont (29.4.). Den Einfluss der Sicherheitspolitik auf die internationalen Beziehungen beleuchtet Pinar Bilgin aus der Perspektive weniger einflussreicher Staaten und deren Verständnis von Sicherheit (13.5.). Und für Verhandlungen und allgemein die Beziehungen zwischen den Staaten spielt, entgegen anders lautenden Ansichten, die Diplomatie auch in der globalisierten „Weltordnung“ eine entscheidende Rolle, sagt Iver B. Neumann (27.5.)

Vielleicht gehört zu einer „guten“ globalen Ordnung auch „Stabilität“. Chris Reus-Smit sieht eine zunehmende Besorgnis auf Seiten des Westens, dass aufstrebende Mächte anderer Erdteile und eine wachsende kulturelle Vielfalt den Status Quo gefährden könnten (10.6). Einen Blick in eine mögliche Zeit ohne Territorialstaaten wirft Erik Ringmar, wenn er die These vertritt, dass die Geschichte nicht sesshafter Völker Hinweise darauf gibt, wie internationale Politik in Zukunft organisiert werden könnte (24.6.). Schließlich: Unterschiede in den Konzeptionen dessen, was unter einer politischen Weltordnung zu verstehen ist, gibt es nicht nur zwischen einzelnen Ländern und Einflusssphären, sondern ebenso innerhalb einzelner Staaten, wie Siddharth Mallavarapu auch in historischer Perspektive aufschlussreich am Beispiel Indiens zeigt (8.7.).

Die interessiert Öffentlichkeit ist herzlich willkommen. Die Vorträge werden in englischer Sprache gehalten. Alle finden im Hörsaalzentrum (Raum HZ 6) auf dem Campus Westend der Goethe-Universität statt.

Die Termine im Überblick:

29. April 2015, 18.15 Uhr
Prof. R. B. J. (Rob) Walker, University of Victoria, Canada
The Modern International: A Scalar Politics of Divided Subjectivities

13. Mai 2015, 18.15 Uhr
Prof. Pinar Bilgin, Bilkent University, Turkey
The International in Security

27. Mai 2015, 18.15 Uhr
Prof. Iver Neumann, London School of Economics and Political Science, UK
Diplomacy as Global Governance

10. Juni 2015, 18.15 Uhr
Prof. Chris Reus-Smit, University of Queensland, Australia
Cultural Diversity and International Order

24. Juni 2015, 18.15 Uhr
Prof. Erik Ringmar, Lund University, Sweden
Nomadic Political Theory

8. Juli 2015, 18.15 Uhr
Prof. Siddhharth Mallavarapu, South Asian University, India
The Sociology of International Relations in India: Contested Readings of Global Political Order

Information: Prof. Gunther Hellmann, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Institut für Politikwissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Tel. (069) 798-36607, G.Hellmann@soz.uni-frankfurt.de, www.normativeorders.net

Programm: www.normativeorders.net/de/veranstaltungen/ringvorlesungen

Veranstaltungen

Apr 22 2015
12:09

Goethe-Universität beteiligt sich an der Frankfurter NACHT DER MUSEEN mit Veranstaltungen im Museum Giersch und im Universitätsarchiv

Romantik, Jazz und Lektüren

FRANKFURT. Am 25. April hält die NACHT DER MUSEEN alle Bürger Frankfurts, aber auch Besucher von auswärts mit einem abwechslungsreichen Programm und kunstvollen Höhepunkten wach: 45 Museen und Kulturinstitutionen beteiligen sich an der Nacht, auch die Goethe-Universität wartet mit Veranstaltungen an zwei verschiedenen Orten auf: Im Museum Giersch der Goethe-Universität werden zur Ausstellung „Romantik im Rhein-Main-Gebiet“ stündlich Führungen angeboten; das Contrast-Trio um den Pianisten Yuriy Sych bietet filigrane bis kraftvolle Melodien und subtile elektronische Effekte und Grooves. Dazu werden kulinarische Spezialitäten gereicht.

Im Universitätsarchiv der Goethe-Universität stehen die „Lektüren der Familie Frank“ im Mittelpunkt: Die Ausstellung im Rahmen von „Frankfurt liest ein Buch“ stellt den literarischen „Kanon“ der Familie vor. Die von Kurator Wolfgang Schopf zusammengestellte Collage aus Prosa, Lyrik und Drama, in die auch Elemente von Mirjam Presslers Familiengeschichte der Franks einfließen, wird von Lehrenden der Goethe-Uni gelesen. 

Nacht der Museen: 25. April 2015

Ab 19 Uhr: Ausstellung, Jazz und Kulinarische Spezialitäten im Museum Giersch der Goethe-Universität, Schaumainkai 83.
19 und 21 Uhr: Lektüren der Familie Frank. Hauslesung der Goethe-Universität im  Universitätsarchiv, Dantestr. 9.

Weitere Informationen zum gesamten Programm der NACHT DER MUSEEN in Frankfurt:  http://www.nacht-der-museen.de/frankfurt/