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15. Band in der Reihe „Gründer, Gönner und Gelehrte“ der Goethe-Universität erschienen
Sehr geehrte Damen und Herren,
in der Biographienreihe der Goethe-Universität „Gründer, Gönner und Gelehrte“ ist jetzt der 15. Band erschienen. Der Archäologe Prof. Dr. Wulf Raeck und die Historikerin Dr. Claudia Becker porträtieren in diesem Band Guido von Kaschnitz-Weinberg (1890-1958), Europäer mit großer Leidenschaft für die Antike: Als Professor für Klassische Archäologie erlebte er sowohl die letzten Jahre des Zweiten Weltkriegs als auch den Wiederbeginn nach 1945 an der Goethe-Universität, gleichzeitig setzte er sich für den Wiedereröffnung des renommierten Deutschen Archäologischen Instituts in Rom eine, dessen Leitung er ab 1953 übernahm. Zum ersten Mal wird das Leben dieses international anerkannten Wissenschaftlers, der mit der Schriftstellerin Marie-Luise Kaschnitz (1901-1974) verheiratet war, in einer Monographie nachgezeichnet.
Die Buchvorstellung bietet die Chance zum Gespräch mit den beiden Autoren: Sie werden über ihre umfangreichen Recherchen berichten und Einblicke in das spannungs- und abwechslungsreiche Leben des Ehepaares ermöglichen, das nach 1945 auch die intellektuelle Szene in Frankfurt mitgeprägt hat. Wir laden Sie herzlich ein zur Buchpräsentation
am Freitag (9.Dezember), um 11.00 Uhr
im IG-Farben-Haus, Eisenhower Raum (IG 1.314), Campus Westend.
Am 9. Dezember erinnern die Archäologen übrigens alljährlich mit öffentlichen Vorträgen und Veranstaltungen an den Geburtstag Johann Joachim Winkelmanns, den die Klassische Archäologie als Gründungsvater ihrer Disziplin ansieht. In diesem Jahr hält Prof. Dr. Thomas Schattner (Madrid) an der Goethe-Universität einen Vortrag über „Munigua im Kontext der römischen Stadtanlagen auf der Iberischen Halbinsel“ (19 Uhr, Hörsaal 5, Hörsaalzentrum, Campus Westend). Die Wiedereröffnung des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom fand 1953 übrigens ebenfalls am 9. Dezember statt.
In der im Frankfurter SocietätsVerlag publizierten Biographienreihe werden Persönlichkeiten der Gründerjahre der Universität vor und nach 1914 ebenso wie die Generation des Wiederaufbaus nach 1945, aber auch Vordenker und Akteure der bildungsbewegten 1960er und 1970er Jahre porträtiert. In ihren Lebensbildern spiegelt sich die wechselvolle deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert.
Bitte teilen Sie uns bis 6. Dezember (Dienstag) mit, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen. Mails bitte an: jaspers@pvw.uni-frankfurt.de
Mit besten Grüßen
Ulrike Jaspers
Dr. Kerstin Schulmeyer-Ahl
Koordinatorinnen der Biographienreihe „Gründer, Gönner und Gelehrte“
Informationen: Dr. Kerstin Schulmeyer und Ulrike Jaspers, Projektleitung „Gründer, Gönner und Gelehrte“, Campus Westend, Tel. (069) 798-13066, E-Mail: schulmeyer@pvw.uni-frankfurt.de, jaspers@pvw.uni-frankfurt.de; Rezensionsexemplare über Dr. René Heinen, Societäts-Verlag, Tel. (069)-7501-4456, Fax: 069-7501-4511; E-Mail: rene.heinen@fs-medien.de
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Am 5. Dezember diskutiert die Bürger-Universität im Rahmen ihrer „Tatort“-Reihe über die Veränderungen der polizeilichen Ermittlungstechniken
FRANKFURT.Während die Tatort-Kommissare früherer Tage vielmehr auf genialisches Gespür, genaues Beobachten und prägnante Analysen setzten, um ihre Fälle zu lösen, wird mittlerweile überwiegend die moderne Technik zum unverzichtbaren Helfer der Ermittler. Angefangen von der DNA, dem Molekül, das 1987 erstmals zur Aufklärung eines Mordes eingesetzt wurde, bis hin zur IT-Forensik, haben sich die Ermittlungstechniken im Laufe der Zeit stetig weiterentwickelt. Doch inwiefern verbessert sich die Aufklärungsquote tatsächlich durch die neuen Methoden? Hat die intuitive Herangehensweise eines Kommissars daneben noch Bedeutung?
Diese und weitere Fragen stehen am Montag, 5. Dezember, im Mittelpunkt der Diskussion, zu der die Goethe-Universität gemeinsam mit dem Hessischen Landeskriminalamt interessierte Bürgerinnen und Bürger einlädt. Auf dem Podium sitzen mitRechtswissenschaftler Prof. Matthias Jahn von der Goethe-Universität, Gerichtsreporterin Heike Borufka, DNA-Analytiker Dr. Harald Schneider und IT-Forensiker Marc Reinhold Expertinnen und Experten aus dem Gerichtswesen und der polizeilichen Ermittlungsarbeit. Die Moderation übernimmt Petra Boberg von hr-iNFO.
Kommissar Hightech. Wie die moderne Forensik die Ermittlungsarbeit verändert.
Montag, 5. Dezember 2016, 19.30 Uhr
Zentralbibliothek der Stadtbücherei, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt
Der Eintritt ist frei.
Kooperationspartner der Diskussionsreihe sind: Stadtbücherei Frankfurt und hr-iNFO.
Am 12. Dezember 2016 findet der letzte Abend der Diskussionsreihe „Tatort-Forschung“ zum Thema „Kriminalstatistiken klären auf. Wovor müssen wir wirklich Angst haben?“ statt.
Das Programmheft der Bürger-Universität im Web: www.buerger.uni-frankfurt.de
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11. eLearning-Netzwerktag zum Einsatz digitaler Medien in der Lehre
FRANKFURT.Ist die Lehre in digitaler Form besser oder ist stattdessen die Präsenzlehre wertvoller? Der jährliche eLearning-Netzwerktag zum Einsatz digitaler Medien in der Lehre an der Goethe-Universität wird sich mit dieser wichtigen Frage beschäftigen. Wie darüber in den einzelnen Disziplinen und den Zentren im Rahmen des Programms „Starker Start“ nachgedacht und geforscht wird, welche Erfahrungen aber auch aus der Praxis gewonnen werden konnten, stellen Vertreterinnen und Vertreter der Fachbereiche und studentischer Initiativen in Vorträgen und Diskussionen vor.
11. eLearning-Netzwerktag
13.12.2016, 10.00-17.30 Uhr, Casino, Campus Westend.
Begrüßung: Prof. Dr. Tanja Brühl, Vizepräsidentin der Goethe-Universität
Ralph Müller-Eiselt hat mit seinem Buch „Die digitale Bildungsrevolution“ (zus. mit Jörg Dräger) im vergangenen Jahr kontroverse Diskussionen ausgelöst. In seiner Keynote „Die digitale Bildungsrevolution – Die Zukunft des Lernens zwischen Humboldt und Orwell“ wird er erläutern, wie sich diese in Worten und Fakten weiterentwickelt hat. Den Tag beschließt Prof. Dr. Rolf Schulmeister mit seiner Keynote „Indizien für die besondere Rolle der Präsenz im eLearning“ mit Hinweisen, dass die lernförderlichen Effekte von Präsenzlehre mitnichten durch digitale Lehre obsolet werden oder bisher ganz verstanden sind. Bei einem Abendimbiss bietet sich die Gelegenheit, die Eindrücke des Tages zu diskutieren.
Die Teilnahme am eLearning-Netzwerktag ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.
Informationen und Anmeldung: www.studiumdigitale.uni-frankfurt.de
Ein neu entdeckter Ubiquitinierungs-Mechanismus erklärt pathogene Effekte von Bakterien. Er könnte auch an vielen anderen biologischen Prozessen beteiligt sein.
FRANKFURT.Die Markierung mit dem kleinen Molekül Ubiquitin galt lange als „Todeskuss“, durch den nicht mehr benötigte Proteine in der Zelle entsorgt werden. Doch inzwischen weiß man, dass Ubiquitin noch viele weitere Aufgaben in der zellulären Signalverarbeitung erfüllt. Ein Forscherteam unter Leitung von Prof. Ivan Dikic, Direktor des Instituts für Biochemie II an der Goethe-Universität Frankfurt, hat nun einen neuartigen Mechanismus zur Ubiquitinierung aufgeklärt, mit dem Legionellen die Steuerung ihrer Wirtszellen übernehmen können.
Nach der bisher gängigen Lehrmeinung erfordert die Anheftung von Ubiquitin an andere Proteine die konzertierte Aktion von drei Enzymen. Im April dieses Jahres beschrieben amerikanische Forscher erstmals eine Form der Ubiquitinierung, an der nur ein einziges Enzym aus Legionellen beteiligt ist. Das Team von Ivan Dikic hat nun gemeinsam mit der Gruppe von Ivan Matic (Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns, Köln) den zugrundeliegenden molekularen Mechanismus aufgeklärt.
Verblüffend ist die bisher unbekannte Art der chemischen Verknüpfung von Ubiquitin mit Proteinen, die das Enzym aus den Legionellen herstellt. Für die Fachwelt ist das eine bahnbrechende Entdeckung. Dr. Sagar Bhogaraju, Wissenschaftler im Labor von Dikic, kommentiert: „Spannend ist nun vor allem die Frage, ob diese neuartige Ubiquitinierung auch unabhängig von bakteriellen Infektionen in menschlichen Zellen vorkommt und ob es ähnliche, bislang unentdeckte Enzyme beim Menschen gibt, die womöglich weitreichenden Einfluss auf zelluläre Prozesse haben.“
Bei der detaillierten Untersuchung des neuen Mechanismus wurden die Forscher erneut überrascht: Das Legionellen-Enzym katalysiert nicht nur die Ubiquitinierung zellulärer Proteine, es verändert außerdem alle weiteren vorhandenen Ubiquitin-Moleküle. Bei Infektionen mit Legionellen spielt diese modifizierte Form von Ubiquitin vermutlich eine wichtige Rolle, da sie das klassische Ubiquitin-System weitgehend hemmt.
Neben der „Abfallwirtschaft“ funktionieren dann auch weitere wichtige Prozesse in der Zelle nicht mehr, was für das Bakterium von entscheidendem Vorteil sein kann. So konnte das Team von Ivan Dikic zeigen, dass das modifizierte Ubiquitin die Entsorgung von Mitochondrien (Mitophagie) ebenso lahmlegt wie die Weiterleitung von Entzündungssignalen und den Abbau von Proteinen. Auf diese Weise könnten Legionellen fundamental in zelluläre Prozesse ihres Wirts eingreifen.
„Wir gehen davon aus, dass Legionellen nicht die einzigen Bakterien sind, die sich diesen Mechanismus zunutze machen. Hier könnten sich neue Strategien für die Entwicklung antibakterieller Agenzien ergeben, die komplementär zu konventionellen Antibiotika wirken und die zellulären Schäden durch bakterielle Enzyme begrenzen“, erklärt Dikic die medizinische Bedeutung der Entdeckung.
Ivan Dikic hat mit seiner Forschung am Institut für Biochemie II und am Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften an der Goethe-Universität bereits in der Vergangenheit maßgeblich zu einem Paradigmenwechsel in der Ubiquitinforschung beigetragen. Er verfolgte schon früh die Hypothese, dass Ubiquitin-Signale von spezialisierten Bereichen in anderen Proteinen erkannt und übersetzt werden. Er konnte Ubiquitin-bindende Bereiche in über 200 Proteinen identifizieren und deren Rolle in normalen physiologischen Prozessen und bei der Entstehung von Erkrankungen wie Krebs, ALS und Parkinson belegen.
Publikation: Bhogaraju S, Kalayil S, Liu Y, Bonn F, Colby T, Matic I, Dikic I. Phosphoribosylation of ubiquitin promotes serine ubiquitination and impairs conventional ubiquitination. Cell. 2016 Dec;167(6). DOI10.1016/j.cell.2016.11.019
Bilder zum Download finden Sie unter:www.uni-frankfurt.de/64206818
Bildtext zur Grafik:Klein, aber entscheidend: Kristallstruktur von Ubiquitin (grün) und modifiziertem Ubiquitin (gelb). Modifiziertes Ubiquitin enthält eine zusätzliche Phosphoribosyl-Gruppe an der Aminosäure in Position 42. Die Überlagerung beider Bilder (Mitte) verdeutlicht den kleinen, aber entscheidenden Unterschied in der dreidimensionalen Struktur des Proteins. Grafik: Cell.
Informationen: Dr. Kerstin Koch, Institut für Biochemie II, Universitätsklinikum, Tel.: (069) 6301 84250, koch@biochem2.de
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Goethe-Universität vergibt 600 Stipendien
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Goethe-Universität ist eine der erfolgreichsten deutschen Hochschulen bei der Vergabe von Deutschlandstipendien an ihre Studierenden. Seit Beginn der Förderaktivitäten 2011 sind mehr als 2700 Studierende in den Genuss des mit 300 Euro monatlich dotierten Stipendiums gekommen.
Bei der feierlichen Stipendienvergabe
am Dienstag, 29. November 2016, 19 Uhr
im Festsaal des Casinos der Goethe-Universität, Campus Westend,
Nina-Rubinstein-Weg, 60323 Frankfurt
werden die Förderurkunden an die 600 neuen Stipendiaten überreicht.
Programm:
Begrüßung
Prof. Dr. Birgitta Wolff
Präsidentin der Goethe-Universität
Grußworte
Boris Rhein
Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst
Emmerich Müller
Förderer
Partner der B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA
„Freiräume, Motivation, Chancen – Was bewirkt das Deutschlandstipendium?“
Ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten im Gespräch mit Vizepräsident Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz
„Feinklang“
„Tequila“ von Chuck Rio
Übergabe der Stipendienurkunden
in der Mensa, EG, und im Renate von Metzler Saal, 1. OG
Persönliches Kennenlernen von Förderern und Stipendiaten
Empfang im Foyer und in der Mensa
Wir laden Sie herzlich ein, an der Feier teilzunehmen. Es besteht auch die Möglichkeit, mit Stiftern und Stipendiaten ins Gespräch zu kommen. Um Anmeldung wird gebeten bei Helga Ott, ott@pvw.uni-frankfurt.de.
Informationen: Lucia Lentes, Abteilung Private Hochschulförderung, Präsidialbereich, Campus Westend, Tel. (069) 798 - 12756, E-Mail: lentes@pvw.uni-frankfurt.de