Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Sonstige

Jul 31 2013
12:29

Das „Lesebuch Fukushima“ macht vertraut mit Akteuren, Ansichten und Debatten

Japan nach der Erdbebenkatastrophe

FRANKFURT.  Ein Land debattiert über die Folgen der Erdbebenkatastrophe: Das „Lesebuch Fukushima“ umfasst über zwanzig Beiträge, die zum größten Teil von den Absolventen der Bachelor- und Master-Studiengänge der Universitäten Frankfurt und Leipzig im Rahmen des Internetprojekts „Textinitiative Fukushima“ in Auseinandersetzung mit japanischen Quellen entstanden sind. Eine Reihe von Übersetzungen wichtiger japanischer Zeitzeugendokumente werden im Buch vorgestellt. Außerdem beinhaltet das „Lesebuch“ Interviews mit Aktivisten und Künstlern sowie Reportagen und Analysen zur Debatte um die Folgen der Erdbebenkatastrophe und um das „System Japan“, das, so fordern etliche Stimmen, „nach Fukushima“ einer Überprüfung unterzogen werden muss.

Das erste Kapitel widmet sich der Einführung der Atomenergie in Japan und beleuchtet dabei zeitgeschichtliche Prämissen ebenso wie die Arbeitsverhältnisse in den Kraftwerken. Kapitel zwei betrachtet Repräsentationen des Themas „Fukushima“ in Literatur, Film, im Theater und im Medium der Photographie. Mit einer vielfach registrierten Medienmanipulation und mit den Möglichkeiten medialer Aufklärung befasst sich das dritte Kapitel, während der letzte Teil einem offenbar gestiegenen Wunsch nach politischer Partizipation nachgeht und Demonstrationen und andere Protestaktionen vorstellt.

Detaillierte Einblicke bietet der Band unter anderem in die Argumentationen von Vertretern eines kritischen Journalismus sowie in die Medienstrategien der japanischen Atom-Lobby und die Haltung japanischer Bürger gegenüber der Atomenergie. Politikwissenschaftliche Erkundungen geben Momentaufnahmen eines „Post-Fukushima-Nationalismus“ wieder, während auf philosophisch-ideengeschichtlicher Basis die Rolle von Intellektuellen als Stichwortgeber für Fragen nach der ideologischen Orientierung Japans und seiner demokratischen Entwicklung beleuchtet wird. Zudem erfährt man in kultur- und literaturwissenschaftlichen Analysen von künstlerischen Exkursionen ins Krisengebiet, von erzählerischen Erschließungen des Lebens in den Notunterkünften im Nordosten und den Beweggründen freiwilliger Katastrophenhelfer sowie von fiktionalen Überlegungen im Hinblick auf Japans Zukunft.

Das „Lesebuch“ richtet sich an Leser, die sich näher mit innerjapanischen Akteuren, Ansichten und Debatten vertraut machen wollen. Die Herausgeberinnen lehren Japanologie - Prof. Dr. Lisette Gebhardt an der Goethe-Universität Frankfurt, Prof. Dr. Steffi Richter an der Universität Leipzig.

Gebhardt, Lisette/Richter, Steffi (Hg.): Lesebuch "Fukushima". Übersetzungen, Kommentare, Essays. Berlin: EB-Verlag 2013, 448 Seiten.

Sonstige

Jul 26 2013
12:14

Durch neuen Anbau steigt die Zahl der Kindergartenplätze auf 78

Kita auf dem Campus Westend vergrößert

FRANKFURT.  Die Kita auf dem Campus Westend der Goethe-Universität ist um 530 Quadratmeter gewachsen. Durch den Anbau können demnächst 78 Kinder betreut werden, im Augenblick sind es noch 48. Entworfen wurde der Kita-Anbau von Ferdinand Heide, der mit seinen Entwürfen maßgeblich die Architektur des Campus Westend geprägt hat.

„Wir freuen uns, dass mit dem Anbau der Campus Kita noch mehr Universitätsangehörige ihre Kinder nahe dem Arbeitsplatz unterbringen können. Damit sind wir einen Schritt weiter gekommen bei der Vereinbarkeit von Familie und Arbeit“, betont Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl.

Als betriebsnahe Einrichtung werden in der Campus Kita vorrangig Kinder von Beschäftigten der Goethe-Universität und des Studentenwerkes aufgenommen. Die restlichen Betreuungsplätze sind für Kinder von Studierenden sowie für Stadtteilkinder. Die Campus-Kita-Kinder leben in einer altersgemischten Gemeinschaft von 1 bis 7 Jahren. 

Beheizt wird das Gebäude mittels einer Fernwärme-gespeisten Fußbodenheizung. Durch eine extrem hohe Dämmung der Außenwände kann eine Energieeinsparung um 50 % erzielt werden.

Sonstige

Jul 23 2013
16:49

Dr. Martin Düvel, Betriebsarzt der Goethe-Uni, gibt Tipps, wie man trotz hoher Temperaturen einen langen Arbeitstag übersteht

Was hilft bei Hitze?

FRANKFURT. Ein stabiles Hochdruckgebiet beschert Mitteleuropa hochsommerliche Temperaturen. Das freut natürlich alle, die Urlaub haben und ihren Tag am Badesee verbringen können. In vielen Büros macht die Hitze aber den Arbeitnehmern zu schaffen, zudem auch keine Abkühlung in Sicht ist, denn auch für die kommenden Wochen sind Temperaturen um die 30°C angesagt.

Steigen die Temperaturen dann auch in den Büros bis über 30°C an, nimmt bei den meisten die Leistungsfähigkeit ab und sie können sich schlechter konzentrieren, sagt Dr. Martin Düvel, Betriebsarzt der Goethe-Universität und Facharzt für Arbeits- und Sozialmedizin. Er rät deshalb: „Wer die Möglichkeit hat, sollte besser früher zur Arbeit kommen und dafür auch früher Feierabend machen, da es zwischen 13 und 16 Uhr gewöhnlich am wärmsten ist.“ Außerdem sieht er die Arbeitgeber in der Pflicht, die Büros nachts oder morgens zu durchlüften, wenn es draußen kühler ist, und zusätzlich einen außenliegenden Sonnenschutz anzubringen, der die Hitze abhält.

Doch auch der Arbeitnehmer kann etwas tun: „Es ist wichtig, viel zu trinken und man sollte lockere Kleidung tragen, die nicht zu eng am Körper liegt“, so Düvel. Er selbst versucht sich während der Arbeit Abkühlung zu verschaffen, indem er sich, zum Beispiel in der Mittagspause, 30 Minuten lang an einem kühleren Ort im Gebäude aufhält. Wer sich am Wochenende die verdiente Abkühlung im Schwimmbad oder Badesee gönnen möchte, sollte eine wichtige Regeln immer beachten: „Nie ins Wasser springen, ohne sich vorher abzukühlen! Denn dadurch steigt der Blutdruck an, dies führt bei manchen zu Herzrhythmusstörungen und kann so eine Bewusstlosigkeit verursachen“, sagt Düvel. Im Wasser sei dies natürlich fatal, da der Schwimmer im schlimmsten Fall ertrinke.

Hält man sich sonst draußen auf, sei es ratsam immer eine Kopfbedeckung zu tragen, um einem Sonnenstich vorzubeugen, erklärt Düvel. Je nach Hauttyp sollte man außerdem eine Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor auftragen. Ein Lichtschutzfaktor zwischen 15 und 30 sei normalerweise ausreichend. Und was kann man tun, wenn man abends keinen Schlaf findet, weil die Temperaturen im Schlafzimmer unerträglich werden? „Ich empfehle, die Füße und Arme vor dem Schlafen kalt zu baden und dann nur eine leichte Decke zu nehmen, der Bettbezug ohne Füllung reicht vollkommen aus“, so Düvel. Nach einer erholsamen Nacht ist man dann auch wieder fit für den nächsten Arbeitstag.

Veranstaltungen

Jul 19 2013
14:27

Goethe-Unibator und Frankfurt Academy eröffnen Ideenwettbewerb für E-Publishing

Wandel im Verlagswesen gestalten

FRANKFURT. FRANKFURT.  Die Geschäftsmodelle im Verlagswesen ändern sich genauso rapide wie neue Technologien Einzug erhalten. Die Notwendigkeit, aus den Inhalten Mehrwert zu schaffen und sich am Markt zu bewähren, treibt die Veränderungen an. Für Innovatoren aus Wissenschaft und Industrie ergibt sich somit eine große Chance, den Wandel mitzugestalten. Der Goethe-Unibator und Frankfurt Academy haben sich mit dem „Digital Publishing Creative Ideas Contest“ das Ziel gesetzt, diesen Wandel abzubilden und vorantreiben.

Gesucht werden Beiträge, die

1. Bedarf identifizieren: Was sind zentrale Ziele, Herausforderungen oder Probleme?
2. Ideen entwickeln: Was soll verändert oder verbessert werden?

Eine Expertenjury des Goethe-Unibators,  bestehend aus Vertretern aus Wissenschaft, Industrie und Politik, wird die Ideen nach Kriterien wie der innovativen Nutzung von bestehenden Technologien, nachhaltiges Geschäftsmodell und Einfluss auf Industrie und Gesellschaft bewerten. Teilnehmen können alle, die eine kreative Idee haben und bereit sind, im Oktober 2013 zur Frankfurter Buchmesse anzureisen. Einsendeschluss ist der 15. August 2013. Die drei kreativsten Ideen werden am Donnerstag, den 10. Oktober 2013, auf der Buchmesse Frankfurt im HotSpot eReading Bereich (Halle 3.0) vorgestellt.

Der Digital Publishing Creative Ideas Contest wurde 2013 erstmals in Kooperation zwischen dem Goethe-Unibator (Existenzgründerzentrum der Goethe-Universität) und der Frankfurt Academy (als Teil der Frankfurter Buchmesse) ins Leben gerufen. Im Bemühen, Innovationen im Bereich des digital Publishing zu fördern, suchen der Goethe-Unibator und die Frankfurt Academy nach neuen und wegweisenden Geschäftsideen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: info@goetheunibator.de   Weitere Informationen zum Einreichungsprozess finden Sie unter: http://www.goetheunibator.de/index.php/de/digital-publishing.html   

Goethe-Unibator - Existenzgründung an der Goethe-Universität Frankfurt
Die Goethe-Universität bietet mit dem Goethe-Unibator tatkräftige Unterstützung für Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiter und Alumni, die den Weg zum eigenen Unternehmen gehen möchten. Ziel ist es, durch eine gelebte Gründungskultur unternehmerisches Denken und Handeln an der Hochschule zu fördern. Der Goethe-Unibator bildet dabei eine Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und ermöglicht innovativen Ideen aus der Wissenschaft einen erfolgreichen Markteintritt. http://www.goetheunibator.de  

Frankfurt Academy (Frankfurt Book Fair)
Die Frankfurt Academy bietet mit ihren Konferenzen, Workshops, Fach- und Fortbildungsangeboten Orientierung und Lösungsansätze für die Medien- und Verlagsbranche. Wir unterstützen Sie ganzjährig und weltweit dabei, Wandlungsprozesse nachzuvollziehen und für Ihr Geschäft zu nutzen. http://www.buchmesse.de/en/academy/

Sonstige

Jul 19 2013
11:33

Hessisches Sozialministerium unterstützt das Projekt AGILer zur Gesundheitsförderung bei Arbeitslosigkeit

In Bewegung bleiben

FRANKFURT.  Das Hessische Sozialministerium und die AOK Hessen fördern das Projekt AGILer mit 100 Schrittzählern. Das Gesundheitsförderprojekt AGILer (Aktivierende GesundheitsInitiative für Langzeiterwerbslose) der Abteilung Sportmedizin der Goethe-Universität Frankfurt bietet Gesundheitsberatung für ältere Erwerbslose.

GesundLeben – GesundBleiben! Das ist auch Ziel des Hessischen Sozialministeriums im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie und in Kooperation mit der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung (HAGE). „Vorbeugende, schützende und stützende Maßnahmen, die dem Erhalt oder der Verbesserung der Gesundheit in allen Lebensphasen und Lebenslagen dienen, werden immer wichtiger“, so Sozialminister Grüttner. Unter anderem wird mit solchen Maßnahmen die Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit für sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen angestrebt. Bewegung und körperlicher Aktivität kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu, langfristig die individuelle Gesundheit und körperliche Leistungsfähigkeit zu fördern und zu erhalten.

Eine Vergleichsstudie der Abteilung Sportmedizin zum Bewegungsverhalten älterer Langzeitarbeitsloser, an der insgesamt 391 Personen teilnahmen, hat gezeigt, dass 41,3 Prozent der Langzeiterwerbslosen körperlich nicht ausreichend aktiv sind. Im Gegensatz dazu waren dies nur 27,3 Prozent der Erwerbstätigen. Andererseits konnte gezeigt werden, dass eine im Rahmen von AGILer angebotene Gesundheits- und Bewegungsberatung geeignet ist, zuvor inaktive Erwerbslose zu mehr körperlicher Aktivität zu motivieren. Mehr als die Hälfte der Personen mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko aufgrund von Bewegungsmangel und Übergewicht konnte durch eine qualifizierte sportmedizinische Beratung in Aktivität gebracht werden.

Doch wie viel Bewegung ist überhaupt nötig, um Gesundheit und Fitness zu verbessern? Bereits 3.000 Schritte zusätzlich am Tag oder 30 Minuten Bewegung in Form von Spazierengehen können einen wichtigen Beitrag dazu leisten und das Risiko für Herzkrankheiten, Schlaganfall, Diabetes mellitus und bestimmte Krebserkrankungen reduzieren. Die 100 gestifteten Schrittzähler, welche einfach am Hosenbund befestigt werden können, sollen den Teilnehmern helfen, das eigene Bewegungsverhalten besser kennen zu lernen und langfristig einen aktiveren Lebensstil zu entwickeln.

Gerade zu Beginn einer angestrebten Verhaltensänderung ist es wichtig, Rückmeldung über das bereits Erreichte zu erhalten und so durch kleine Ziele einen großen Schritt in die richtige Richtung zu machen. Hierzu haben sich Schrittzähler bereits im Rahmen des Projektes „GesundLeben GesundBleiben – 3000 Schritte extra“ in zahlreichen Präventionsaktionen als einfaches und kostengünstiges Mittel erwiesen. „AGILer wird auch weiterhin mit seinen Partnern im regionalen Beschäftigungspakt ‚Chance 50plus – Leistung zählt!‘ und mit der Unterstützung des Hessischen Sozialministeriums daran arbeiten, Langzeitarbeitslosen eine Möglichkeit und Perspektive zu bieten, ihren Gesundheitszustand zu erhalten oder zu verbessern,“ sagt Prof. Dr. Dr. Banzer, Leiter der Abteilung Sportmedizin der Goethe-Universität Frankfurt.

Jüngst wurde das Projekt AGILer für sein langjähriges Engagement im Bereich der Gesundheitsförderung bei Erwerbslosigkeit mit dem 1. Hessischen Gesundheitspreis ausgezeichnet. „Der Hessische Gesundheitspreis soll Menschen anregen, sich für die eigene Gesundheit und die ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger einzusetzen“ sagte Sozialminister Grüttner anlässlich der Preisverleihung. Denn Arbeitslosigkeit und im speziellen Langzeitarbeitslosigkeit geht neben finanziellen und sozialen Veränderungen häufig auch mit einem schlechteren Gesundheitszustand und verändertem, ungünstigerem Bewegungsverhalten der Betroffenen einher.

Weitere Informationen: Dr. Lars Gabrys, Abteilung Sportmedizin, Goethe-Universität Frankfurt, Tel. (069) 798 24582, gabrys@sport.uni-frankfurt.de