Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Veranstaltungen

Mai 18 2017
16:57

Öffentlicher Vortrag von Prof. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, am 22. Mai an der Goethe-Universität

Das Humboldt Forum als Ort für den Dialog der Kulturen

FRANKFURT. Es gilt als das derzeit größte Kulturprojekt Deutschlands: Mit dem Humboldt Forum entsteht in Berlin ein neues kulturelles Quartier in der Mitte der Stadt. Ab 2019 sollen hier vor allem die Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin präsentiert werden. Das ambitionierte Projekt setzt auf einen Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst, wobei auch das koloniale Erbe und die Auseinandersetzung mit der Erwerbsgeschichte der Exponate eine wichtige Rolle spielen sollen. Einen Einblick zu Anspruch und Selbstverständnis des neuen Museums gibt Prof. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und einer der Gründungsintendanten des Humboldt Forums, in seinem Vortrag

„Das Humboldt Forum im neuen Berliner Schloss:Chancen, Potentiale und Herausforderungen eines neuartigen Ortes für den Dialog der Kulturen“ am Montag, dem 22. Mai 2017, um 18.30 Uhr im Festsaal des Casinos auf dem Campus Westend der Goethe-Universität.

Der Eintritt ist frei, die interessierte Öffentlichkeit herzlich willkommen. Hermann Parzinger ist habilitierter Prähistoriker. Zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der er seit 2008 vorsteht, zählen unter anderem die Staatlichen Museen und die Staatsbibliothek zu Berlin. Veranstalter des Vortragsabends ist der Frankfurter Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Kooperation mit dem Förderverein Berliner Schloss e.V., dem Institut für Ethnologie der Goethe-Universität und dem Frobenius-Institut an der Goethe-Universität. Zu den gemeinsamen Themen der Frankfurter Ethnologen und Historiker gehört auch die Zukunft ethnologischer Ausstellungen und Museen in Auseinandersetzung mit einer postkolonialen Kritik, die in bisherigen Konzepten einen nicht überwundenen Eurozentrismus sieht.

Im wieder aufgebauten Berliner Schloss soll mit dem Humboldt Forum ein neuartiges Kunst- und Kulturerfahrungszentrum entstehen, das sich mit der Kultur und Geschichte Afrikas, Asiens, Australiens, Ozeaniens und Amerikas und den vielfältigen Wechselwirkungen ihrer kulturellen Entwicklungen befasst. Zusammen mit den herausragenden Sammlungen zur Kunst und Kultur Europas und des Nahen Ostens auf der Museumsinsel entsteht hier – Museumsinsel und Humboldt Forum als Einheit denkend – ein besonderer Ort, der auf der Grundlage aller Sammlungen in Berlin, auch der naturkundlichen, ein tieferes Verständnis für die Verflechtungen in der Welt befördern soll: Die „Freistätte für Kunst und Wissenschaft“ des 19. Jahrhunderts erfährt so im frühen 21. Jahrhundert gleichsam ihre globale Erweiterung. Statt eurozentrischer Perspektive, so der Anspruch, muss das Humboldt Forum den gleichberechtigten Dialog der Kulturen in den Mittelpunkt stellen.

Vor seiner Tätigkeit als Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz leitete Hermann Parzinger das Deutsche Archäologische Institut. Schwerpunkt seiner Forschung ist der Kulturwandel in verschiedenen Kulturräumen. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit Migrationsbewegungen in der Ur‐Geschichte der Menschheit. Er untersuchte die Sesshaftwerdung des Menschen im 7. Jahrtausend v. Chr. bis zu den frühgeschichtlichen Kulturen. Zudem ist er Spezialist für die Kultur der Skythen. Von besonderer Bedeutung sind seine Grabungen in Zentralasien. Für seine wissenschaftlichen Verdienste wurde er mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet, darunter dem Leibniz-Preis und die Aufnahme in den Orden Pour le Mérite. Parzinger ist unter anderem Mitglied in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und in der American Philosophical Society.

Die Einleitung und Moderation der öffentlichen Veranstaltung mit Hermann Parzinger liegt in den Händen von Prof. Susanne Schröter. Die Ethnologin ist Mitglied des Exzellenzclusters und leitet hier dasFrankfurter Forschungszentrum Globaler Islam. Darüber hinaus ist sie geschäftsführende Direktorin desInstituts für Ethnologie und Vorstandsmitglied des Deutschen Orient-Instituts.

Informationen: Katja Rieck, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Tel.: 069/798-33214, Katja.Rieck@normativeorders.net; www.normativeorders.net/de/

Veranstaltungen

Mai 18 2017
16:53

Vortrag von Prof. Christopher Daase am 23. Mai im Museum Giersch

Die Politik der Abstraktion: Kunst und Gesellschaft im Kalten Krieg

FRANKFURT. Der Siegeszug der abstrakten Kunst in Deutschland nach 1945 ist nicht ohne die politische und soziale Lage der Nachkriegszeit verständlich. In seinem Vortrag „Die Politik der Abstraktion: Kunst und Gesellschaft im Kalten Krieg“ zeichnet Prof. Christopher Daase, Politikwissenschaftler an der Goethe-Universität,

am Dienstag, 23. Mai,
um 19 Uhr
im Museum Giersch der Goethe-Universität,
Schaumainkai 83, 60596 Frankfurt am Main

wichtige Debatten des beginnenden Kalten Krieges nach. Er wird dabei zeigen, wie eng das Verhältnis von Politik und Kunst und wie „politisch“ die abstrakte Malerei war. Dabei beleuchtet er insbesondere die Rolle des amerikanischen Geheimdienstes CIA, der wesentlich zur Verbreitung der abstrakten Kunst in Europa beigetragen hat.

Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Ersehnte Freiheit. Abstraktion in den 1950er Jahren“ (noch bis 9. Juli 2017) im Museum Giersch der Goethe-Universität. Mit 74 Arbeiten von 20 Künstlern und Künstlerinnen möchte die Ausstellung einen neuen Blick auf die Abstraktion jener Zeit werfen, die für Freiheit stand und dem Selbstverständnis der jungen Bundesrepublik entsprach. Nach der Diktatur des Nationalsozialismus, dem Zweiten Weltkrieg und der Isolation gelang mit ihr der Anschluss an die westliche Avantgarde.

Christopher Daase hat Germanistik, Philosophie, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Hamburg, Freiburg, Berlin und Harvard studiert. Er wurde 1996 an der Freien Universität Berlin promoviert. Nach Stationen als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FU Berlin, Senior Lecturer an der University of Kent at Canterbury und Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik an der Ludwig-Maximilians-Universität München lehrt Daase seit 2009 als Professor für Politikwissenschaft im Rahmen des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Uni. Er ist außerdem Co-Direktor des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. Arbeitsschwerpunkte sind die Theorien und Methoden der Internationalen Beziehungen, die Sicherheitspolitik und die Internationalen Organisationen.

Der Vortrag findet statt in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Karten für 4 Euro gibt es an der Abendkasse.

Ein Bild zum Download finden Sie unter: www.uni-frankfurt.de/66637091 (© Normative Orders)

Informationen: Christine Karmann, Presse und Marketing Museum Giersch der Goethe-Universität, Tel: 069/13821010, E-Mail: presse@museum-giersch.de

Sonstige

Mai 18 2017
16:48

Neun Schulen unterzeichnen Kooperationsvereinbarungen mit der Goethe-Universität

Partnerschulprogramm

FRANKFURT. Neun neue Schulpartnerschaften mit Schulen aus dem Einzugsgebiet Frankfurt: Vertreterinnen und Vertreter der Anna-Schmidt-Schule Frankfurt am Main, Freiherr-vom-Stein-Schule Frankfurt, Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach, Helmholtzschule Frankfurt, Kaiserin-Friedrich-Gymnasium Bad Homburg, Karl-Rehbein-Schule Hanau, Max-Beckmann-Schule Frankfurt, Otto-Hahn-Schule Frankfurt, Schule am Ried Frankfurt unterzeichneten gestern ihre Kooperationsvereinbarungen mit der Goethe-Universität. Universitätsvizepräsidentin Prof. Tanja Brühl begrüßte die Vertreterinnen und Vertreter der Schulen.

Das Partnerschulprogramm der Goethe-Universität hat das Ziel, die universitären Angebote im Bereich der Schülerarbeit besser zu strukturieren. Angestrebt wird einekontinuierlichere Zusammenarbeit mit den Partnerschulen. Besonders im Fokus stehen dabei dieStudien- und Berufsorientierung, Kooperationen in der Lehrerbildung sowie in der Forschung. Die Goethe-Universität bietet ihren Partnerschulen beispielsweise Schüler-Workshops, Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte und die Unterstützung beim Auf- und Ausbau des schuleigenen Berufs- und Studienorientierungscurriculums. Die Kooperationsvereinbarungen legen jeweils die Leistungen der Partner fest, sind aber auch auf die individuellen Erfordernisse der Schule abgestimmt.

Mehr zum Partnerschulprogramm unter www.uni-frankfurt.de/60067856/Partnerschulen

Weitere Informationen: Susanne Mombers, Zentrale Studienberatung, Bereich Studien-Service-Center, Goethe-Universität Frankfurt am Main. Tel. (069) 798-17268, ssc-schulpartnerschaften@uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Mai 18 2017
16:46

Podiumsdiskussion mit bekannten Autoren auf dem Campus Westend

Vom Nutzen und Nachteil der Biografie für die Wirtschaftsgeschichte

FRANKFURT. Der Unternehmer August Thyssen stritt viel mit Frau und Kindern, der Chemiker und Industrielle Carl Duisberg kämpfte gegen Übergewicht, Erschöpfungs- und Krankheitsgefühle. Sind das Trivialitäten, Plaudereien aus dem unternehmerhistorischen Nähkästchen? Oder sind solche Einsichten ein wichtiger Bestandteil der Beschäftigung mit wirtschaftshistorisch herausragenden Persönlichkeiten? Welche Bedeutung haben Privatleben und Persönlichkeitsstruktur für das Verständnis unternehmerischen Handelns? Diesen und weiteren spannenden Fragen widmen sich einige bekannte Biografen bei einer Podiumsdiskussion, die vom Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Goethe-Universität am 30. Mai (Dienstag) von 18 bis 20 Uhr im Casino, Raum 1.811, Campus Westend, Goethe-Universität, veranstaltet wird.

Die Podiumsteilnehmer
Auf dem Podium nehmen Platz: Jürgen Kaube, Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der 2012 eine vielbeachtete Biografie des Soziologen Max Weber veröffentlicht hat, und der Frankfurter Soziologe Prof. Tilman Allert, er kuratiert seit einigen Jahren für die Frankfurter Bürgeruniversität die Vortragsreihe „Wie wir wurden, wer wir sind – Deutsche Biografien“ und stellte dabei selbst u.a. die Politikerin Ursula von der Leyen, die Schauspielerin Romy Schneider sowie den Designer Karl Lagerfeld vor. Vom Frankfurter Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte sind dabei: der Lehrstuhlinhaber Prof. Werner Plumpe, dessen umfassende Biografie des Industriellen Carl Duisberg vergangenes Jahr erschienen ist, Prof. Johannes Bähr, der nach einer Studie zum Bankier Jürgen Ponto im vergangenen Jahr eine umfassende Biografie zu Werner von Siemens vorgelegt hat, Dr. Jörg Lesczenski, der sich in seiner Dissertation mit dem Ruhrindustriellen August Thyssen und in der Biografienreihe der Goethe-Universität „Gründer, Gönner und Gelehrte“ mit dem Unternehmer Heinrich Roessler beschäftigt hat, sowie Dr. Friederike Sattler, die bereits eine Biografie des Bankiers Ernst Matthiensen abgeschlossen hat und zur Zeit zum Bankier Alfred Herrhausen forscht.

Diese erfahrenen Biografen werden Einblicke in ihre Arbeit geben und auch die Relevanz der Biografie für die Wirtschaftsgeschichte diskutieren. Biografien fordern zur Erzählung geradezu heraus – haben sie damit vor allem illustrativen Charakter, weil sich mit ihnen wirtschaftliche Entwicklung und individuelles Handeln anschaulich verbinden lassen oder können sie damit das statische Bild sogenannter Strukturanalysen ergänzen oder vielleicht sogar ersetzen? Hinterfragt werden soll in dieser Runde auch, welche Rolle es spielt, ob es sich bei der Biografie um die Auftragsarbeit eines Unternehmens handelt oder ob sie alleine auf wissenschaftliches Interesse zurückgeht. Die Diskussion über diese unterschiedlichen Fragen ist aktueller denn je, zumal Biografien auch außerhalb des wissenschaftlichen Publikums auf großes Interesse stoßen: So sind Barbara Stollberg-Rilingers preisgekrönte Arbeit über Maria Theresia oder Andrea Wulfs Darstellung über Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur große Erfolge auf dem Buchmarkt.

Informationen: Vernessa Oberhansl, M.A., Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Historisches Seminar, Campus Westend, Tel. (069) 798 32620, E-Mail: oberhansl@em.uni-frankfurt.de; mehr Details zu den Autoren und ihren Biografien unter:  http://tinygu.de/Biografien

 

Veranstaltungen

Mai 18 2017
11:47

Die Frankfurter Bürger-Universität stellt die Biografie Walter Benjamins vor

Genie und Grenzgänger

FRANKFURT. Walter Benjamins Werk blieb unvollendet, sein Leben endete früh und tragisch, dennoch zählt er zu den einflussreichsten Denkern des 20. Jahrhunderts. Der deutsche Philosoph und Kulturkritiker ist über seine Verbindung zu Theodor W. Adorno und der Frankfurter Schule auch mit der Geschichte der Goethe-Universität eng verwoben. Die Biografie Benjamins, in deren Stationen sich die intellektuellen Milieus der Weimarer Republik ebenso wie die politischen Zäsuren von der russischen Revolution bis zum nationalsozialistischen Krieg widerspiegeln, ist Gegenstand eines Vortrags von Dr. Lorenz Jäger im Rahmen der Frankfurter Bürger-Universität „Wie wir wurden, wer wir sind“:

„Walter Benjamin – Genie und Grenzgänger“, am Montag, 22. Mai 2017, um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei Frankfurt, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt am Main.

Jäger ist Autor des aktuellen Buches „Walter Benjamin: Das Leben eines Unvollendeten“. Darin hat er sowohl das Schaffen des Denkers als auch sein Privatleben neu interpretiert. In seinem Vortrag wird der ehemalige Ressortleiter „Geisteswissenschaften“ bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die faszinierende Verschränkung von Werk und Person zum Thema machen.

Die Veranstaltungsreihe „Wie wir wurden, wer wir sind“ wird seit 2008 von Prof. Tilman Allert, Soziologe an der Goethe-Universität, kuratiert. Die Hauptreihe der Frankfurter Bürger-Universität im Sommersemester stellt an insgesamt sechs Abenden Lebensläufe berühmter Protagonisten deutscher Sozial- und Kulturgeschichte vor.

Folgende Biografien erwarten Sie außerdem im Sommersemester:

19. Juni 2017
Prof. Birgit Recki
Helmuth Plessner
Vom Lachen und Weinen 

26. Juni 2017
Dr. Edo Reents
Manfred Krug
Liebling Kreuzberg 

03. Juli 2017
Prof. Tilman Allert
Beate Uhse
Freiheit für die Liebe

Beginn jeweils um 19.30 Uhr, Eintritt frei.

Alle Veranstaltungen finden im Foyer der Zentralbibliothek der Stadtbücherei (Hasengasse 4, 60311 Frankfurt am Main) statt.

Die Frankfurter Bürger-Universität ist ein Veranstaltungsformat, in dem Bürgerinnen und Bürger im Sommersemester „deutschen Biografien“ begegnen können und das im Wintersemester wechselnde Themen mit städtischem, gesellschaftsrelevantem Bezug aufgreift. Oft verlässt die Goethe-Uni mit ihren Hauptreihen den Campus und zieht an wechselnde Orte in der Stadt, um dort mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.buerger.uni-frankfurt.de