Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Forschung

Jun 20 2016
15:41

Informationen aus dem Geruch der Latrinen

Stadt-Kaninchen grenzen sich stärker vom Nachbarn ab

FRANKFURT.Was macht der Nachbar? Europäische Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus) erkennen das am Geruch der Latrinen, die wie ein Zaun die Grenze des Territoriums markieren. Latrinen in der Nähe des eigenen Baus dienen dagegen dem Informationsaustausch in der eigenen Gruppe. Wie eine Forschergruppe der Goethe-Universität jetzt herausgefunden hat, benutzen Stadt-Kaninchen häufiger die Latrinen an der Territoriumsgrenze und zeigen damit ein stärkeres Bedürfnis, sich von ihren Nachbarn abzugrenzen.

Kaninchen kommunizieren über Duftstoffe miteinander, die sich im Urin beziehungsweise im Kot befinden. Beim Schnuppern an der Latrine erfahren sie alles über das Alter, Geschlecht oder den sozialen Status der anderen Benutzer. Doch Stadt-Kaninchen zeigen bei der Benutzung der Latrinen ein ganz anderes Verhalten als ihre Artgenossen auf dem Land, wie Madlen Ziege, Doktorandin der Arbeitsgruppe Ökologie und Evolution der Goethe-Universität, in der aktuellen Ausgabe des online Journals „BMC Ecology“ berichtet.

Während Wildkaninchen auf dem Land mehr Latrinen in direkter Nähe zum Bau anlegen und diese auch häufiger nutzen, verhält es sich bei ihren städtischen Artgenossen ganz anders. Mit zunehmender Urbanisierung fanden die Forscher nicht nur besonders viele Latrinen an den Territoriumsgrenzen, d.h. weiter vom Bau entfernt, sondern auch Anzeichen dafür, dass sie regelmäßiger genutzt wurden als solche direkt am Bau. „Die Anlage von Latrinen zur Kommunikation zwischen benachbarten sozialen Gruppen, zum Beispiel um das Territorium eindeutig abzugrenzen, ist somit bei Wildkaninchen in der Frankfurter Innenstadt von besonderer Bedeutung“ so Madlen Ziege.

Erkenntnisse aus früheren Studien liefern eine gute Erklärung für diese Beobachtungen: In der Frankfurter Innenstadt leben nur wenige Tiere – oft sogar nur Pärchen oder einzelne Wildkaninchen - in einem Bau. Die Bauten- und Kaninchendichten sind hier jedoch sehr hoch und somit auch die Konkurrenz um Ressourcen. Eine klare Abgrenzung zum Nachbarn scheint hier von besonders großer Bedeutung zu sein, während die „interne“ Kommunikation in einer ohnehin kleinen sozialen Gruppe weniger wichtig ist. Im ländlichen Umland Frankfurts hingegen bewohnengroße soziale Kaninchengruppen weitläufige Bautensysteme; die Dichte an Bauten und Kaninchen ist hier vergleichsweise gering. Folglich ist die Kommunikation innerhalb derselben sozialen Gruppe von größerer Wichtigkeit.

Publikation: Ziege M, Bierbach D, Bischoff S, Brandt A–L, Brix M, Greshake B, Merker S, Wenninger S, Wronski T, Plath M (2016) Importance of latrine communication in European rabbits shifts along a rural–to–urban gradient. BMC Ecology, http://bmcecol.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12898-016-0083-y

Informationen: Madlen Ziege, Arbeitsgruppe Ökologie und Evolution, Campus Riedberg, Tel.: 0157 73883101, madlen.ziege@mailbox.org

Forschung

Jun 20 2016
11:01

Goethe-Universität und Zoo Frankfurt richten gemeinsame Stiftungsprofessur ein

Forschen für Wild- und Zootiere

FRANKFURT. Seit vielen Jahren arbeiten die Goethe-Universität und der Zoo Frankfurt eng zusammen. Die Kooperation wird nun durch die Einrichtung einer durch den Zoo finanzierten Professur für Wild- und Zootiere ausgebaut. Angesiedelt ist die neue Qualifikationsprofessur – das Nachfolgemodell der Juniorprofessur - im Institut für Ökologie, Evolution und Diversität des Fachbereichs Biowissenschaften.

„Mit der gemeinsamen Professur kann der Zoo Frankfurt die Erfüllung seines Forschungsauftrags deutlich ausbauen und intensivieren“, freut sich Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch, denn neben Erholung, Bildung und Naturschutz ist die Generierung und Bereitstellung zoologischer Forschungsergebnisse eine der zentralen Aufgaben moderner Zoos. Wir leben in der Epoche des sogenannten Anthropozäns, also dem Zeitabschnitt, in dem der Mensch einer der wichtigsten Einflussfaktoren in Hinblick auf u.a. Klimawandel, Artensterben und -verschleppung, Vermüllung, Übernutzung zur Verfügung stehender Ressourcen etc. geworden ist. In diesem Kontext sollen daher die drei essenziellen Fragestellungen im Fokus der Forschungen der neuen Professur stehen: 

-      Anpassungen von Wild- und Zootieren an eine sich wandelnde Umwelt

-      Naturschutz im Zeitalter der Globalisierung und

-      die Erforschung von Infektionskrankheiten von Wild- und Zootieren

Zur Aufklärung dieser komplexen Zusammenhänge und Fragestellungen soll der zukünftige Stelleninhaber oder die Stelleninhaberin verschiedene Forschungsansätze und Fachdisziplinen kombinieren und somit essenzielle Erkenntnisse im Themenkomplex erzielen.

„Alle drei Forschungsschwerpunkte betreffen aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen“, betont Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität, „Die Qualifikationsprofessur ist ein neues Modell, das wir hiermit auf hohem Niveau erproben können.“

Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth verweist anlässlich der Einrichtung der neuen Professur auf die lange Tradition Frankfurts als Standort für Wissenschaft und Forschung: „Der Zoo Frankfurt ist als Natur- und Artenschutzzentrum vor allem auch eine Forschungs- und Bildungseinrichtung. Mit der Stiftungsprofessur baut der Zoo seine Vorreiterrolle als wissenschaftliches Kompetenzzentrum aus, ein weiteres Kapitel in der vielfältigen Zusammen-arbeit mit der Goethe-Universität.“

„Anthropogen verursachte Veränderungen des natürlichen Lebensraumes und Krankheiten bedrohen derzeit zahlreiche Wildtiere in ihrem Bestand. Ein wichtiger Schritt in der Naturschutzbiologie ist es daher, vorhandene Restbestände, z.B. kleinste Wildtierpopulationen sowie Erhaltungszuchtgruppen in Zoologischen Gärten, wissenschaftlich zu untersuchen“, erklärt Prof. Dr. Sven Klimpel, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Ökologie, Evolution und Diversität der Goethe-Universität Frankfurt, der das Projekt als Ideengeber und Initiator maßgeblich mitgestaltet hat. Der Zoo und der Fachbereich Biowissenschaften der Goethe-Universität betreiben seit vielen Jahren anwendungsorientierte sowie interdisziplinäre Grundlagenforschung an Zoo- und Wildtieren. Diese Kooperation wird durch die gemeinsame Einrichtung der Qualifikationsprofessur gestärkt und in ihrer Effizienz gesteigert, um in Zukunft, in Gemeinschaft mit anderen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen, wichtige Erkenntnisse für den Arten- und Naturschutz zur Verfügung zu stellen.

Die zunächst durch den Zoo Frankfurt mit jährlich 50.000 Euro über fünf Jahre finanzierte Qualifikationsprofessur wird nach dieser Zeit von der Goethe-Universität übernommen und verstetigt. Die Professur erhält modernste Labor- und Büroräume im Biologicum auf dem Campus Riedberg und eine personelle Ausstattung. Diese hängt von den Bedürfnissen der jeweiligen Professorin bzw. des jeweiligen Professors ab und wird bei der Besetzung der Stelle gemeinsam besprochen.

Informationen: Prof. Sven Klimpel, Institut für Ökologie, Evolution und Diversität, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-42237, Klimpel@bio.uni-frankfurt.de.

Personalia/Preise

Jun 20 2016
10:58

Unternehmer Claus Wisser zu Gast an der Goethe-Universität.

Erfolgreicher Alumnus im Dialog

FRANKFURT. Wahrscheinlich ist er einer der erfolgreichsten Alumni der Goethe-Universität: Die inspirierende Lebens-, Unternehmer- und Alumnus-Geschichte von Claus Wisser steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung an der Goethe-Universität, zu der die Frankfurter Wirtschaftswissenschaftliche Gesellschaft e.V. (fwwg) alle Interessierten herzlich einlädt.

Begonnen hat Wissers Geschichte in seinen Tagen als Student des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften mit 50 Mark, einer geschenkten Schreibmaschine für die Rechnungserstellung und einer sehr anstrengenden Nacht Putzen; dass er sein Studium nicht beenden konnte, muss er keineswegs bereuen: Heute arbeiten knapp 50.000 Mitarbeiter für sein Unternehmen WISAG, das mit einem Jahresumsatz von mehr als 1,7 Milliarden EUR einer der größten Multidienstleister Deutschlands ist.

Claus Wisser wird mit dem Publikum über sein Lebenswerk sprechen: Welche Qualitäten es dafür benötigt, aber auch, was einem dieser lange Weg abverlangt. Wie denkt er heute über seinen Erfolg? Neben einer offenen Fragerunde wird ein innovatives Public Voting System der Menge eine Stimme geben.

Programm:
Einlass und Sektempfang ab 19.00 Uhr, Beginn 19.30 Uhr.
Begrüßung durch Wolfgang A. Eck, Vorsitzender des Vorstands fwwg.
Grußwort durch Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität.
Impulsvortrag von Claus Wisser und Podiumsgespräch.
Anschließendes Get-Together bei einem sommerlichen Imbiss.
Moderiert wird die Veranstaltung durch Antje Erhard von Aktionär TV und Rene Bayer, Studierender und fwwg-Förderpreisträger.

Donnerstag, 23. Juni 2016, 19.30 Uhr
. Casino Anbau, Campus Westend.
Theodor-W.-Adorno-Platz 2, 60323 Frankfurt am Main

Die Veranstaltung ist kostenlos und öffentlich. Pressevertreter werden um eine kurze Mail an info@fwwg.de gebeten.

Weitere Informationen:
Frederik Gruissem, Leitung Managing Team fwwg - Die Alumni am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Frankfurter Wirtschaftswissenschaftliche Gesellschaft e.V., Tel. (069) 798-34376; info@fwwg.de; http://www.fwwg.de

 

Veranstaltungen

Jun 16 2016
16:17

DAAD lädt zum Stipendiatentreffen nach Frankfurt ein. 17.-19. Juni, Goethe-Universität

Wohlstand gerecht verteilen

FRANKFURT. Wie kann Wachstum in Zeiten von Krisen und Konflikten gerecht verteilt werden? Diese Frage diskutieren mehr als 550 Studierende aus mehr als 96 Ländern beim Stipendiatentreffen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) vom 17. bis 19. Juni 2016 an der Goethe-Universität in Frankfurt. Eröffnet wird das Treffen von DAAD-Generalsekretärin, Dr. Dorothea Rüland, und der Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt, Prof. Birgitta Wolff. Der DAAD lädt fünfmal im Jahr zu Stipendiatentreffen in unterschiedliche Städte ein, um Neuankömmlinge zu begrüßen und miteinander in Kontakt zu bringen. Zu dem Treffen in Frankfurt kommen 554 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus insgesamt 96 Ländern.

„Mit unseren Stipendiatentreffen möchten wir die jungen Menschen in der DAAD-Familie willkommen heißen und ihnen die Gelegenheit zum interdisziplinären und länderübergreifenden Austausch geben. Gerade globalen Problemen wie der ungleichen Verteilung von Wachstum und Wohlstand als einem Auslöser für Krisen und Konflikte, können wir nur im internationalen Dialog begegnen“, so DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel.

Die Vorträge behandeln Themen wie ethische Aspekte von Finanzmärkten, die staatliche Kontrolle von gefährlichen Gegenständen, Materialien und Besitzdelikten sowie die Zusammenhänge von Bevölkerungsexplosion auf Finanzkrisen oder Innovationskraft in Entwicklungsländern. Neben den vortragenden  Hochschullehrern kommen auch die Stipendiaten selbst zu Wort und präsentieren Aspekte ihrer wissenschaftlichen Arbeit.

Während der Treffen lernen die Stipendiaten ihre Betreuer aus den zuständigen DAAD-Referaten kennen und können wichtige Fragen direkt vor Ort besprechen. Sie studieren oder promovieren mindestens ein Jahr an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung in Deutschland. Die Mitarbeiter des DAAD stehen den Stipendiatinnen und Stipendiaten während ihres gesamten Aufenthalts in Deutschland als Ansprechpartner zur Verfügung und helfen bei den alltäglichen Herausforderungen.

Das Treffen an der Goethe-Universität Frankfurt beginnt am Freitag, 17. Juni, um 15.15 Uhr und endet am Sonntag, dem 19. Juni, 10.00 Uhr.

Journalisten sind ab Freitag, 18 Uhr, eingeladen. Gerne werden auf Anfrage Gesprächsgelegenheiten mit den Referenten und Teilnehmern der Veranstaltung vermittelt (presse@daad.de).

Kontakt: Kirsten Habbich, Leiterin des DAAD-Referats Veranstaltungen, Tel.: 0228 / 882-206, k.habbich@daad.de

Veranstaltungen

Jun 16 2016
12:49

Der renommierte Politikwissenschaftler spricht im Rahmen der Reihe „EuropaDialoge“ des Forschungskollegs Humanwissenschaften und des „Institut Franco-Allemand de Sciences Historiques et Sociales“

„Europa trotzdem“ – Ein öffentlicher Vortrag von Alfred Grosser

FRANKFURT.Im Dezember vergangenen Jahres diskutierte Alfred Grosser vor einem vollen Hörsaal mit Rupert Neudeck über die Flüchtlingskrise; jetzt kehrt der unermüdliche Förderer der deutsch-französischen Beziehungen an die Goethe Universität zurück, um über die neuen europäischen Herausforderungen zu reden. „Europa trotzdem“ ist der Titel seines Vortrags

am Montag (20. Juni) um 19 Uhr
auf dem Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 10.

Die deutschsprachige öffentliche Vorlesung „Europa trotzdem“ ist Teil der Vortragsreihe „EuropaDialoge/Dialogues d'Europe“ und wird vom Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität und dem Institut Franco-Allemand de Sciences Historiques et Sociales“ (IFRA) gemeinsam organisiert, unterstützt wird sie von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main. In der Reihe „EuropaDialoge/Dialogues d'Europe“ werden Wissenschaftler, Kulturschaffende und Politiker dazu eingeladen, aus ihrer Sicht die Herausforderungen der europäischen Konstruktion zu analysieren.

Trotz der Schwierigkeiten mit der Türkei, trotz des möglichen Austritts Großbritanniens, trotz Flüchtlingskrise, trotz solcher Entwicklungen wie Pegida und AfD, trotz vernachlässigter Infrastrukturen, trotz französischer Unfähigkeit zu Reformen, trotz der Herrschaft rechtswidriger Gewalt, trotz verordneter Vernachlässigung der deutschen Sprache…“, skizziert Grosser knapp einige Probleme – aber „trotz allem“ bleibt er ein überzeugter Europäer.

Grosser wird bei diesem Besuch in seiner Heimatstadt Frankfurt, wo er am 1. Februar 1925 geboren wurde und von wo er 1933 mit seiner Familie jüdischer Herkunft nach Frankreich emigrieren musste, auch mit Schülerinnen und Schülern diskutieren: Am Dienstag (21. Juni) debattiert er mit 200 Schülern von drei Frankfurter Gymnasien (Carl-Schurz-Schule, Liebigschule und Ziehenschule) in der Aula der Liebigschule über das Thema „Welche Werte für Europa ?“ Auch diese Veranstaltung wird vom „Institut Franco-Allemand“ zusammen mit dem Forschungskolleg Humanwissenschaften organisiert und von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft unterstützt.

Seiner Geburtsstadt und ihrer Universität fühlt sich Alfred Grosser besonders verbunden: An der Goethe-Universität trägt seit 2009 eine „Internationale Gastprofessur für Bürgergesellschaftsforschung“, ebenfalls gestiftet von Stiftung Polytechnische Gesellschaft, seinen Namen. Im Rahmen der Gastprofessur wird in jedem Jahr ein Wissenschaftler für einige Wochen eingeladen, sich an der Goethe-Universität in öffentlichen Vorlesungen und Seminaren mit dem Thema Bürgergesellschaft auseinanderzusetzen. Der Vorschlag zur Einrichtung dieser Professur kam damals von der Deutsch-Französischen Gesellschaft Frankfurt.

Bereits 1975 erhielt der Politikwissenschaftler Grosser den renommierten Friedenspreis des deutschen Buchhandels für sein Engagement zur deutsch-französischen Versöhnung. Sein Einfluss war enorm: Er gilt als einer der intellektuellen Wegbereiter des deutsch-französischen Elysée-Vertrages, der die Freundschaft zwischen den lange verfeindeten Nationen besiegelte. Noch heute bemüht Grosser sich unentwegt, die deutsch-französischen Beziehungen zu stärken. Inzwischen ist Grosser emeritiert, er lehrte und forschte an der Universität Sciences Po in Paris, und er war Forschungsleiter an der „Fondation Nationale des Sciences Politiques“. Darüber hinaus lehrte er u.a. an der Johns-Hopkins Universität in Baltimore, der „École des Hautes Études Commerciales“, der Stanford University und der École Polytechnique. Alfred Grosser war politischer Chronist bei der Zeitung „Le Monde“ und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. die Theodor-Heuss-Medaille, den Grand Prix de l’Académie des Sciences Morales et Politiques und  die Ehrenlegion. Er ist Autor vieler wissenschaftlicher Publikationen, u.a. „Verbrechen und Erinnerung“ oder „Die Freude und der Tod. Eine Lebensbilanz“.

Information: Dominique Petre, Institut Franco-Allemand de Sciences Historiques et Sociales (IFRA), Campus Westend, Tel. 069/798 31900, E-Mail: dominique.petre@institutfrancais.de