Veranstaltungen
Studiengalerie 1.357 zeigt „Project for a Masquerade (Hiroshima)“ von Simon Starlings
FRANKFURT. Vom 13. Juni bis 18. Juli wird in der Studiengalerie 1.357 auf dem Campus Westend der Goethe-Universität ein neues Werk zeitgenössischer Videokunst präsentiert: Simon Starlings Film Project for a Masquerade (Hiroshima) aus dem Jahr 2010 verknüpft die ins 14. Jahrhundert zurückreichende Tradition des japanischen Noh-Theaters mit der modernen Geschichte des Kalten Kriegs. Der Film wurde 2012 auf der dOCUMENTA 13 ausgestellt. Zur Eröffnung der Studiengalerie gibt es am Mittwoch (12. Juni) um 20 Uhr eine Einführung in Starlings Arbeit, zu der alle Interessierten in das IG-Farben-Haus, Raum 1.357 eingeladen sind. Geöffnet ist die Studiengalerie montags bis donnerstags von 12 bis 17 Uhr.
Filmsequenzen aus dem Atelier des Maskenbildners Yasuo Miichi in Hiroshima dokumentieren die rituelle Herstellung von Masken für das Noh-Theater. Die getragenen Rhythmen der Filmbilder imitieren die Erzählformen dieses Theaters. Die Masken aber bilden berühmte westliche Figuren ab, fiktive und reale. Starling nutzt die strenge Form des Noh-Theaters, um eine verwirrende Vielfalt historischer Beziehungen zu strukturieren. Er zeigt, dass sich zwischen dem Gedenken an den Atombombenabwurf auf Hiroshima, Henry Moores künstlerischer Produktion, Strategien atomarer Abschreckung, der Spionagetätigkeit des Kunsthistorikers Anthony Blunt, der Atomindustrie und der Filmfigur James Bond ungeahnte Verbindungen auftun. Die Kombination historisch genau recherchierter Sachverhalte enthüllt eine paranoide Unterströmung offizieller Geschichte, die in der rituellen Form des Noh eine überzeitliche mythische Dimension erhält.
Die Arbeiten Simon Starlings sind geprägt vom Interesse am Spiel mit Kontexten, am Überschreiten kultureller Grenzen. Der heute international tätige Künstler besuchte nach einem Studium der Fotografie in Maidstone von 1990 bis 1992 die Kunsthochschule in Glasgow. Derzeit lebt er in Glasgow und Berlin, zeitweise unterrichtet er an der Städelschule in Frankfurt. Project for a Masquerade (Hiroshima) wurde erstmals 2010 im Museum of Contemporary Art in Hiroshima gezeigt (HD video, 25 Minuten).
In der Studiengalerie 1.357 werden Ausstellungsprojekte der Studiengruppe „Geschichtspolitik Gedächtnispolitik, Gedächtniskultur und Bildgebrauch“ präsentiert. Studierende und Lehrende verschiedener Disziplinen arbeiten in enger Kooperation mit dem Städel Museum projektorientiert an der Erforschung des bildlichen Umgangs moderner Gesellschaften mit Geschichte. Die Studiengruppe stellt vier Mal im Jahr zeitgenössische Videokunst in den Räumen des IG-Farben-Gebäudes aus.
Informationen: Nicole Kreckel, Studiengruppe „„Geschichtspolitik Gedächtnispolitik, Gedächtniskultur und Bildgebrauch“, Campus Westend, Tel. (069) 798-32424, n.kreckel@yahoo.de, Blog der Studiengalerie: http://studiengalerie1357.wordpress.com
Veranstaltungen
Der erste Beitrag des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ ist am 19. Juni ein Vortrag des Rechtshistorikers Michael Stolleis
FRANKFURT. Kein Rechtschreib- oder Druckfehler: „Polizey“ – so heißt eine Reihe im Frankfurter Kunstverein unter Mitwirkung des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität. Die Reihe gehört zum groß angelegten Ausstellungsprojekt mit dem Obertitel „Ohnmacht als Situation“, das vom 13. Juni bis 4. August 2013 im Kunstverein am Römerberg auf dem Programm steht. Der Cluster ist an drei Veranstaltungen des „Polizey“-Teils direkt beteiligt. Den Anfang macht ein Vortrag des renommierten Frankfurter Rechtshistorikers Michael Stolleis zum
Thema: „Von der guten Ordnung zur Gefahrenabwehr. Policey und Polizei“
am: Mittwoch, dem 19. Juni 2013, um 19.30 Uhr
Ort: Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg, Markt 44
Polizei hieß früher „Polizey“ oder „Policey“ und unterschied sich auch sonst von den heutigen Sicherheitsbehörden. Vom Spätmittelalter bis zur Französischen Revolution verstand man unter „Policey“ Aufsicht, Kontrolle und Wohlfahrtsförderung der Obrigkeiten im Namen der „guten Ordnung“ des Gemeinwesens. Sittlichkeit, Gesundheit, Ordnung des Marktes, Handel und Wandel, Schutz vor Feuers- und Wassersgefahr waren die Gegenstände. Erst mit dem modernen „Rechtsstaat“ begrenzte man die Aufgaben auf Gefahrenabwehr. Alle anderen Aufgaben wanderten in das Verwaltungsrecht. Aus der umfassenden „Policey“ wurde die rechtlich gebundene „Polizei“. Der Referent Prof. Michael Stolleis war bis zu seiner Emeritierung Mitglied des Exzellenzclusters und zudem lange Jahre Direktor am Frankfurter Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, an dem er bis heute arbeitet. Die Einführung in seinen rechtshistorischen Vortrag übernimmt Prof. Rainer Forst, Co-Sprecher des Clusters.
Das mittlerweile elfte „Frankfurter Stadtgespräch“ des Exzellenzclusters in Kooperation mit dem Kunstverein wird dann am 3. Juli um 20.30 Uhr einen weiteren markanten Programmpunkt der „Polizey“-Reihe bilden. Die Diskutanten sind Prof. Klaus Günther, Rechtswissenschaftler und Co-Sprecher des Clusters, und der hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP). Unter dem Titel „Strafe muss sein!? – Was wir vom Strafrecht haben“ geht es um die gerade in letzter Zeit zu beobachtende Expansion des Strafrechts als Mittel der Kriminalitätsbekämpfung. Härtere Strafen werden, so scheint es, geradezu als „Allheilmittel angesehen“ – sei es zur Bekämpfung sozialer Konflikte, um gesellschaftliche Umbrüche in die richtigen Bahnen zu lenken oder auch um die Finanzkrise zu bewältigen. Jörg-Uwe Hahn, auch stellvertretender Ministerpräsident, bezeichnet den jüngst eingeführten, so genannten Warnschussarrest für Jugendliche als „Chance zur Besinnung, zur Einsicht“. Auch darum soll es in der Diskussion gehen, moderiert von der Juristin Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Clusters.
Prof. Klaus Günther wird am 10. Juli die Rollen wechseln und seinerseits die des Moderators einnehmen. Zu den Podiumsdiskutanten gehört dann Prof. Günter Frankenberg, ebenfalls Rechtswissenschaftler an der Goethe-Universität. Das Thema lautet: „Wer gerät als erstes ins Visier? – An den Grenzen der Gleichbehandlung“. Die Arbeit von Polizei und Justiz beruhen rechtlich gesehen auf dem Gleichbehandlungsgrundsatz. Vor dem Gesetz und in den Augen der Polizei darf niemand vorverurteilt oder rein subjektivem Verdacht ausgesetzt werden. In letzter Zeit kam es jedoch immer wieder dazu, dass bestimmte Menschen etwa aufgrund ethnischer oder schichtbezogener Kriterien besonders häufig oder ohne erkennbaren Anlass polizeilich kontrolliert wurden. In der Diskussion, die um 19.30 Uhr beginnt, soll unter anderem die Frage erörtert werden, inwieweit diese Vorgehensweise mittlerweile auch rechtlich nicht mehr unantastbar ist.
Kurator der Reihe zur „Polizey“ ist Felix Trautmann, Doktorand am Institut für Philosophie der Goethe-Universität. Das Gesamtprojekt „Ohnmacht als Situation“ besteht aus drei Sektionen, neben der „Polizey“-Reihe sind dies die Ausstellungen „Democracia“ und „Revolutie“. Das Projekt wird von der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Die Eröffnung findet bereits am Abend des 12. Juni statt. Dann ist ab 19 Uhr die interessierte Öffentlichkeit im Frankfurter Kunstverein bei freiem Eintritt willkommen.
Die Cluster-Termine bei der „Polizey“-Reihe im Frankfurter Kunstverein im Überblick:
19. Juni, 19.30 Uhr
„Von der guten Ordnung zur Gefahrenabwehr. Policey und Polizei“
Vortrag von Prof. Michael Stolleis, Einführung: Prof. Rainer Forst
3. Juli, 20.30 Uhr
„Strafe muss sein!? – Was wir vom Strafrecht haben“
Frankfurter Stadtgespräch mit Jörg-Uwe Hahn und Prof. Klaus Günther
Moderation: Rebecca Caroline Schmidt
10. Juli, 19.30 Uhr
„Wer gerät als erstes ins Visier? – An den Grenzen der Gleichbehandlung“
Podiumsdiskussion mit u.a. Prof. Günter Frankenberg, Moderation: Prof. Klaus Günther
Alle drei Veranstaltungen (Eintritt frei): Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg, Markt 44, 60311 Frankfurt
Informationen: Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Campus Westend, Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin), Tel.: 069/798-31401, rebecca.schmidt@normativeorders.net; www.normativeorders.net, www.fkv.de
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In der Mittwochskonferenz des Forschungszentrums Historische Geisteswissenschaften setzt sich Prof. Alain Schnapp mit Ruinen und der Weltgeschichte auseinander
FRANKFURT. „Ist eine Weltgeschichte der Ruinen möglich?“ lautet der Titel eines Vortrags, den Alain Schnapp, Professor für Klassische Archäologie an der Université Paris I – Panthéon-Sorbonne und Leiter des Instituts für „Kunstgeschichte und Archäologie“, am 12. Juni (Mittwoch) hält. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im IG-Farben-Haus (Raum 411) auf dem Campus Westend; sie findet im Rahmen der Mittwochskonferenz statt, die das Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität während des Semesters regelmäßig veranstaltet.
War den Griechen und Römern ein mit den Ruinen verbundenes Verständnis des Vergehens und der Zeitlichkeit fremd? Kann erst in Gesellschaften von einer Ästhetik der Ruinen gesprochen werden, in denen zerfallene Gebäude in einem anderen, als ihrem ursprünglichen Kontext gesehen werden? Diesen Fragen will der Vortrag durch eine vergleichende Betrachtung von klassisch-antiken, ägyptischen, mesopotamischen und chinesischen Quellen nachgehen, um aufzuzeigen, dass Ruinen eine Schlüsselfigur des historischen Denkens sind, die wie ein roter Faden die verschiedenen Darstellungen der Ruinen von der Antike bis zur Gegenwart verbindet. Der berühmte Satz Stendahls, dass das Kolosseum „heute, wo es in Trümmer fällt, vielleicht schöner ist, als in Tagen seines höchsten Glanzes“, klingt wie ein Paradigma unserer modernen Ästhetik. Die Ruine als Zeichen dessen, was sie einmal als intakter Bau war, gilt als eine Erfindung der Renaissance. Georg Simmel zufolge betrachteten die antiken Griechen und Römer Ruinen lediglich als „Stätte des Lebens, aus der das Leben geschieden ist“.
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem auch auf dem Campus Westend befindlichen Institut français d’histoire en Allemagne statt. Im Anschluss: Eröffnung der Ausstellung „Simon Starling“ in der Studiengalerie.
Informationen: Dr. Falk Müller, Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798-32411, falk.mueller@em.uni-frankfurt.de, www.fzhg.org
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Die Schriftstellerin und Juristin Juli Zeh spricht im Rahmen der Frankfurter Poetikvorlesungen über Grundlagen und Bedingungen ihrer literarischen Arbeit. Erste Vorlesung: 11. Juni, 18 Uhr, Campus Westend
FRANKFURT. Mit „Treideln“ ist ihre Vorlesungsreihe im Rahmen der Frankfurter Stiftungsgastdozentur überschrieben – ein seltenes Wort, das eine Laufbewegung gegen die Fließrichtung eines Flusses benennt. Juli Zeh ist in der Tat eine Autorin, die im hohen Maße einen kritischen Blick auf vorgefundene Konventionen pflegt und dabei auch nicht Halt vor der Poetik macht: Schreiben lebe von der „Poetikfeindlichkeit“, hat sie einmal zugespitzt formuliert. In ihrer Poetikvorlesung, die am 11. Juni startet, möchte sie dennoch, wie sie dem UniReport der Goethe-Universität kürzlich verriet, „hoffentlich eine Menge über das Schreiben“ mitteilen. Das Frankfurter Publikum darf bei den fünf Vorlesungen Zehs aber auch gespannt sein auf eine Autorin, die ihre Darstellungsoptionen auslotet, um neue Antworten zu elementaren gesellschaftspolitischen Fragen zu erhalten. Denn die promovierte Juristin beschäftigt sich in ihren Texten mit Aspekten der Freiheit und Sicherheit, gerade unter den Bedingungen digitaler Technologien. Dabei geht sie der Frage nach, warum eine aufgeklärte Gesellschaft ihren Individuen in einem weit geringeren Maße Zufriedenheit und Lebensfreude garantieren kann, als zu vermuten wäre. Zwar ist Literatur für Juli Zeh nicht per se eine politische Gattung, diese sei aber „in der Lage, abstrakte Fragen und menschliches Schicksal zusammenzubringen und auf diese Weise als Erkenntnismittel zu fungieren“, sagte sie im Interview mit dem UniReport. Wenn sich aber Literatur, Politik und Recht in ihren Texten begegnen, hat die Literatur Priorität: „Politik und Recht dürfen hin und wieder auf den billigen Plätzen sitzen. Wenn ich wirklich politisch sein will, schreibe ich normalerweise einen Essay und keinen Roman …“ Juli Zeh wurde für ihr Werk, das in 35 Sprachen übersetzt wurde, vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Deutschen Bücherpreis, dem Rauriser Literaturpreis, dem Hölderlin-Förderpreis, dem Ernst-Toller-Preis und dem Solothurner Literaturpreis. Zu ihren bekanntesten Werken zählt ihr erster Roman „Adler und Engel“ (2001). Ihr letzter Roman „Nullzeit“, ein Psychothriller, erschien 2012.
Termine:
11./18./25. Juni; 2./9. Juli, jeweils 18 Uhr, Hörsaalzentrum, Campus Westend.
10. Juli: Abschlusslesung im Literaturhaus (19.30 Uhr);
Begleitausstellung im „Fenster zur Stadt“/Restaurant MARGARETE, Braubachstr. 18-22.
Interview mit Juli Zeh im aktuellen UniReport: http://www2.uni-frankfurt.de/46769046/UniReport_3-13-3_Juli_Zeh.pdf
Mehr Informationen zur Stiftungsgastdozentur Poetik unter www.poetikvorlesung.uni-frankfurt.de
Forschung
Hinweise auf die Funktion bereits bekannter Gehirnzellen
FRANKFURT. Wie komplex das Sehen ist, erleben Forscher, wenn sie versuchen, die Interpretation von Bildern mit einem Computerprogramm nachzuahmen. Denn unser Gehirn wendet zahlreiche Tricks an, um optische Informationen schnell und mit wenig Aufwand zu verarbeiten. So reagieren bestimmte Nervenzellen des Großhirns speziell auf Kanten, so dass die Umrisse von Objekten schnell identifiziert werden können. Doch was passiert, wenn Objekte einander teilweise verdecken? Wie Frankfurter Forscher nun herausgefunden haben, ist dafür eine größere Vielfalt von Zellen erforderlich, unter anderem solche, die auf rundliche Merkmale reagieren. Die dafür infrage kommenden Zellen hatten Neurologen bisher nicht mit dieser visuellen Aufgabe in Verbindung gebracht.
„Die Funktion dieser erst seit wenigen Jahren bekannten Nervenzellen lässt sich nur schwer mit den gängigen vereinfachten Modellen des Sehvorgangs erklären“, erläutert Dr. Jörg Lücke. Der Forscher leitet ein interdisziplinäres Team aus Forschern des Bernstein Fokus Neurotechnologie Frankfurt, des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) und der Goethe-Universität. „Wir haben herausgefunden, dass sich das Verhalten dieser Gehirnzellen besser in neuronalen Modellen beschreiben lässt, wenn wir die Verdeckungen zwischen Objekten berücksichtigen“, so Lücke. Das von ihm und seiner Gruppe entwickelte Modell sagt tatsächlich einige Verhaltensweisen der speziellen Nervenzellart vorher und gibt Hinweise auf deren Funktion beim Sehvorgang. Zwar gibt es noch andere mögliche Erklärungen für die Aufgaben dieser Zellen im Gehirn, aber die Ergebnisse legen die Kodierung von Verdeckungen als plausibelste Erklärung nahe.
Die Forscher glauben, dass die neu gewonnen Erkenntnisse auch die Entwicklung von computergestützten Bild-Analysetechniken entscheidend voranbringen können. "Wir wissen noch sehr wenig darüber, wie das Gehirn Bilder versteht und interpretiert. Gleichzeitig ist es, wie auch das Gehirn von Tieren, heutigen Computerprogrammen im Verstehen von Bildern weit überlegen", sagt Lücke. Eine Verbesserung des „Computer-Sehens“ hätte vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Beispielsweise beschäftigen sich Lücke und seine Kollegen derzeit mit der Analyse von Mikroskopie-Bildern zur automatischen Krebserkennung.
Die Arbeiten wurden im Rahmen eines Projekts der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Bernstein Fokus Neurotechnologie Frankfurt gefördert. Des Weiteren wurde das Projekt unterstützt vom Honda Research Institute Europe. Der Bernstein Fokus Neurotechnologie Frankfurt ist Teil des Nationalen Bernstein Netzwerks Computational Neuroscience. Seit 2004 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit dieser Initiative die neue Forschungsdisziplin Computational Neuroscience mit über 170 Millionen Euro. Das Netzwerk ist benannt nach dem deutschen Physiologen Julius Bernstein (1835-1917).
Publikation: J. Bornschein, M. Henniges and J. Lücke (2013): Are V1 simple cells optimized for visual occlusions? A comparative study. PLoS Computational Biology 9(6): e1003062. doi:10.1371/journal.pcbi.1003062
Ein Bild zum Download finden Sie hier. Copyright: Jörg Lücke
Bildunterschrift: Um ein Bild mit einander verdecken Objekten zu verstehen - hier die Zweige eines Strauches - muss das Gehirn es in seine ursprünglichen Komponenten zerlegen. Ein neues mathematisches Modell dieser Zerlegung sagt, dass es dazu Nervenzellen geben muss, die auf rundliche Merkmale reagieren (unteres Bild am rechten Rand). Diese Art Zellen sind in der Sehrinde bereits gefunden, aber bisher nie mit visuellen Verdeckungen in Verbindung gebracht worden.
Informationen: Dr. Jörg Lücke, Bernstein Fokus Neurotechnologie Frankfurt und Frankfurt Institute for Advanced Studies, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-47509; luecke@fias.uni-frankfurt.de; http://fias.uni-frankfurt.de/de/cnml; www.bfnt-frankfurt.de; wwww.nncn.de