Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

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Okt 11 2016
09:45

Neuer Band über die Architektur der 1960er Jahre wird in der Universitätsbibliothek vorgestellt

Frankfurt geht himmelwärts

FRANKFURT.Mit einem Band über die in den 1960er Jahren entstandene Architektur Frankfurts wird die Serie von Architekturführern zur jüngeren Baugeschichte der Stadt fortgesetzt. Das Buch „Architekturführer Frankfurt 1960-1969“ wird am Dienstag, 18. Oktober, um 19 Uhr in der Universitätsbibliothek an der Bockenheimer Landstraße vorgestellt. Die Bockenheimer Unibibliothek ist ein passender Ort für die Präsentation des Architekturführers, kommt sie doch als Bauwerk des berühmten Architekten Ferdinand Kramer ebenfalls in dem Buch vor.

Dem Wiederaufbau der Nachkriegsjahre folgte die Neubauzeit. Die anfänglich eher filigrane Architektur wurde kühner und mutiger, die ersten Hochhäuser durften die magische Marke des Kaiserdoms von 95 Meter überragen. Anhand von zehn ausgewählten Bauten wie der Jahrhunderthalle (Friedrich Wilhelm Kraemer) oder St. Ignatius (Gottfried Böhm) wird dieses spannende Jahrzehnt der Architekturgeschichte vorgestellt. Die Texte stammen u.a. von namhaften Architekturkritikern, Kunst- und Designhistorikern, Konservatoren und Denkmalpflegern. Den aktuellen Farbaufnahmen des jungen Frankfurter Fotografen Georg Dörr werden Schwarzweiß-Fotografien von Ursula Edelmann und Klaus Meier-Ude, den Fotochronisten der Frankfurter Nachkriegszeit, und Hans Hansen, dem Hamburger Sachfotografen, gegenübergestellt.

Nach den beiden bereits ausverkauften Büchern über modernen Frankfurter Kirchenbau und „FRANKFURT 1950–1959” setzt Wilhelm E. Opatz, Grafiker und Publizist, mit „FRANKFURT 1960–1969” die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Niggli Verlag fort; Bände über die 70er, 80er, 90er Jahre sind in Planung.

„Architekturführer FRANKFURT 1960–1969“
Freunde Frankfurts e.V., Wilhelm E. Opatz (Hrsg.)
Niggli Verlag, Zürich
192 S., 70 Abbildungen, ISBN 978-3-7212-0943-3     
44 Euro

Präsentation Di., 18. Oktober 2016, 19.00 Uhr
Universitätsbibliothek
Bockenheimer Landstr. 134–138, 60325 Frankfurt
(Lesesaal, 1. Stock)

Veranstaltungen

Okt 6 2016
14:00

Pressekonferenz zur neuen Stiftungsprofessur für Bioinformatik

Medieneinladung / Neue Professorin geht Zellbewegungen auf den Grund

FRANKFURT.Biologische Systeme mit computergestützten und mathematischen Methoden besser zu verstehen, ist das Ziel der Bioinformatik. In Frankfurt wird dieses noch junge Forschungsfeld nun von einer neuen Professorin unterstützt. Prof. Dr. Franziska Matthäus tritt im Oktober ihre Stelle am Fachbereich Biologie der Goethe-Universität und dem Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) an.

Die Professur wurde insbesondere durch die STIFTUNG GIERSCH ermöglicht, welche sie in den kommenden sechs Jahren mit 600.000 Euro fördert. Private Förderung von Spitzenforschung, wie sie die STIFTUNG GIERSCH schon seit Jahren an der Goethe-Universität und dem FIAS betreibt, werden immer wichtiger für die Forschungslandschaft.

Der Forschungsschwerpunkt von Prof. Matthäus wird die theoretische Modellierung von Zellbewegungen sein. Ein besseres Verständnis des Bewegungsverhaltens von Zellen wird in Zukunft ein wichtiger Punkt auf der Suche nach neuen Behandlungsmethoden verschiedener Krankheiten sein. Franziska Matthäus untersucht so zum Beispiel, wie Kolibakterien auf Lockstoffe reagieren, oder Lungenkrebszellen sich in Gruppen koordinieren.

Um das junge und vielversprechende Wissenschaftsfeld für die Öffentlichkeit zu öffnen und Frau Matthäus vorzustellen, laden wir am 10.10.2016 zu einem Mediengespräch in das FIAS ein. Gemeinsam mit dem Stifter Senator E.h. Prof. Carlo Giersch, Vizepräsident der Goethe-Universität Prof. Enrico Schleiff, Universitätspräsident a.D. Prof. Rudolf Steinberg und dem Vorstandsvorsitzenden Prof. Volker Lindenstruth, wird Prof. Franziska Matthäus nach einer kurzen Vorstellungsrunde für Fragen bereitstehen.

Zusammengefasst:
Pressekonferenz zur neuen Professur für Bioinformatik
Montag, den 10. Oktober 2016, um 11 Uhr
Frankfurt Institute for Advanced Studies (Ruth-Moufang-Straße 1)          

Medienvertreter werden um eine kurze Voranmeldung per E-Mail an ptill@fias.uni-frankfurt.de gebeten.

Weitere Informationen und Kontakt: Frankfurt Institute for Advanced Studies, Ruth-Moufang-Straße 1, 60438 Frankfurt am Main. Tel: (069) 798- 47688, ptill@fias.uni-frankfurt.de

Personalia/Preise

Okt 5 2016
17:31

STIFTUNG GIERSCH ermöglicht Professur am FIAS der Goethe-Universität

Neue Professorin für Bioinformatik simuliert Zellen

FRANKFURT.Franziska Matthäus ist ab Oktober 2016 Professorin für Bioinformatik am Fachbereich Biologie der Goethe Universität. Außerdem ist sie Fellow des FIAS - Frankfurt Institute for Advanced Studies, an dem theoretisch arbeitende Gruppen aus der Informatik und den Lebenswissenschaften interdisziplinär zusammenarbeiten. Schwerpunkt ihrer Arbeit wird die bioinformatische Datenanalyse sowie die Erkennung und Modellierung komplexer Muster in biologischen Systemen sein.

In ihrer Forschung wird Prof. Matthäus sich mit der Entwicklung mathematischer Modelle und der Simulation biologischer Systeme beschäftigen. Ihr Schwerpunkt ist die Bewegung von Zellen. „Damit stellt Franziska Matthäus eine ausgezeichnete Ergänzung für das FIAS dar und fügt sich bestens in die bereits bestehenden Forschungsschwerpunkte an der Goethe-Universität ein. In den Fachbereichen Informatik und Biowissenschaften existieren bereits zwei Professuren für Bioinformatik, die durch die Expertisen von Frau Matthäus hervorragend ergänzt werden“, so Vizepräsident Prof. Enrico Schleiff.

Am FIAS arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, die sich im Rahmen ihrer Spezialgebiete mit der Theorie komplexer, selbstorganisierender Strukturen beschäftigen. Gemeinsam untersuchen sie die Eigenschaften von belebten und unbelebten Systemen und analysieren diese aus den dynamischen Wechselwirkungen elementarer Bestandteile heraus.

Die Professur wurde insbesondere durch die STIFTUNG GIERSCH ermöglicht, die sie in den kommenden sechs Jahren mit 600.000 Euro fördert. „Bioinformatik ist ein zukunftsweisendes, neues Forschungsfeld. Wir bemühen uns stets im Rahmen unserer Stiftung, Innovationen gemäß den Stiftungsschwerpunkten anzustoßen und zu fördern. Fragestellungen aus der Biologie mit theoretischen computergestützten Methoden zu lösen, passt zu unserem Ansatz, Grundlagenforschung zu fördern, wie wir es ja bereits seit vielen Jahren am FIAS betreiben“, sagte Stifter Carlo Giersch. Dass sich aus dem großen Kreis der Bewerbungen auf die Professur eine Wissenschaftlerin durchgesetzt habe, freut Professor Giersch. „Das zeigt, dass Förderkonzepte für Frauen in den Naturwissenschaften, wie beispielsweise der Franziska-Braun-Preis, den wir an der TUD alle zwei Jahre vergeben, in der Forschungslandschaft tatsächlich greifen“, fügt der Stifter an.

Franziska Matthäus wurde 1975 in Friedrichroda in Thüringen geboren. Nach dem Studium der Biophysik an der Humboldt-Universität in Berlin verbrachte sie die Zeit ihrer Doktorarbeit an dem Interdisciplinary Center für Mathematical and Computational Modeling (ICM) der Universität Warschau. 2005 schloss sie bei der Polnischen Akademie der Wissenschaften ihre Dissertation ab, die mit „summa cum laude“ bewertet wurde.

Danach wechselte Franziska Matthäus als Postdoc in das Internationale Graduiertenkolleg der Universität Heidelberg. Dort übernahm sie 2011 die Leitung der Forschungsgruppe „Komplexe biologische Prozesse“ am Center for Modeling and Simulation in the Biosciences (BIOMS). Zum Sommersemester 2016 folgte Frau Dr. Matthäus dann einem Ruf auf die Juniorprofessur für supramolekulare und zelluläre Simulationen am Center for Computational and Theoretical Biology (CCTB) der Universität Würzburg. Im Juli 2016 nahm sie nun den Ruf an die Goethe Universität Frankfurt und das FIAS an.

Informationen: Frankfurt Institute of Advanced Studies, Ruth-Moufang-Straße 1, 60438 Frankfurt am Main. Tel: (069) 798- 47531; matthaeus@fias.uni-frankfurt.de

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Okt 4 2016
15:55

Das Forschungskolleg Humanwissenschaften startet mit neuen Programmen in die zweite Dekade

Einladung zum Mediengespräch / Spitzenforscher der Goethe-Universität werden ans Kolleg berufen

FRANKFURT/BAD HOMBURG. Vor genau zehn Jahren, am 10. Oktober 2006, unterzeichneten die Frankfurter Goethe-Universität und die Bad Homburger Werner Reimers Stiftung den Kooperationsvertrag zur Gründung des Forschungskollegs Humanwissenschaften. Damit riefen sie in Bad Homburg einen Ort ins Leben, an dem auf höchstem Niveau über die Prozesse der Veränderung unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit im Zeitalter von Globalisierung, Digitalisierung und zunehmender Gewalt in der Welt reflektiert und debattiert wird. Seither werden ausgewählte Wissenschaftler aus aller Welt und verschiedener fachlicher Herkunft für jeweils einige Monate hierhin eingeladen, um als „Fellows“ des Kollegs im Austausch mit ihren „Co-Fellows“ und Wissenschaftlern der Universität ihr Forschungsprojekt voranzubringen. Die Stadt Bad Homburg und der Hochtaunuskreis haben die Arbeit des Kollegs von Anfang an unterstützt.

In die zweite Dekade seines Bestehens startet das Kolleg mit einem neuen Programm, dem „Goethe Fellowship Programm“: Spitzenforscher der Goethe-Universität werden ab 2017 für die Dauer von bis zu vier Jahren ans Kolleg berufen. Sie erhalten die Möglichkeit, innovative Forschungsfragen in konkrete, internationale und interdisziplinäre Projekte zu überführen. Mit diesem Programm schafft die Goethe-Uni Freiräume für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, auch außergewöhnliche Projekte in Angriff zu nehmen und zu realisieren.

Zudem beginnt im November dieses Jahres die Reihe „Das Forschungskolleg Humanwissenschaften stellt vor“. Präsentiert werden ein Wissenschaftler der Goethe-Universität und dessen neuestes Buch. Beginnen wird die Reihe mit einem Gespräch mit der Frankfurter Ethnologin Susanne Schröter über ihr Buch „Gott näher als der Halsschlagader. Fromme Muslime in Deutschland“.

Sehr herzlich lädt Sie das Forschungskolleg Humanwissenschaften zu einem Mediengespräch ein:

am Dienstag, 11. Oktober 2016, um 15:30 Uhr
Forschungskolleg Humanwissenschaften
Am Wingertsberg 4
61348 Bad Homburg vor der Höhe

Über die neuen und fortgesetzten Programme des Kollegs sprechen:

  • Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Vorstandsvorsitzende des Forschungskollegs Humanwissenschaften

sowie die weiteren Mitglieder im Vorstand des Forschungskollegs Humanwissenschaften:

  • Dr. Albrecht Graf von Kalnein, Vorstand der Werner Reimers Stiftung, stellvertr. Vorstand des Forschungskollegs Humanwissenschaften

  • Prof. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann, Wissenschaftlicher Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften

  • Ulrich Krebs, Landrat des Hochtaunuskreises

  • Alexander Hetjes, Oberbürgermeister der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe 

Bitte eine kurze Mitteilung, ob wir mit Ihrem Kommen rechnen dürfen, per Mail an: b.sutterluety@forschungskolleg-humanwissenschaften.de

Informationen: Beate Sutterlüty, Referentin für das Fellowprogramm und die Wissenschaftskommunikation, Tel.: 06172/13977-15, b.sutterluety@forschungskolleg-humanwissenschaften.de; www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de

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Sep 28 2016
16:34

Hochschulpolitisches Gespräch des VHD an der Goethe-Universität. 5. Oktober, Campus Westend

Wie nachhaltig ist die Exzellenzinitiative für die Geisteswissenschaften?

FRANKFURT. Die Exzellenzinitiative des Bundes soll nach Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) in eine dritte Phase gehen. Umfasste das Programm bisher drei große Förderlinien - die Graduiertenschulen, die Exzellenzcluster sowie die Zukunftskonzepte der Universitäten -, wird sich in der zukünftigen Exzellenzstrategie einiges verändern. Entsprechend den Empfehlungen eines internationalen Evaluationsgremiums unter Vorsitz von Dieter Imboden soll das Format der  Graduiertenschule zur Förderung von Postgraduierten und Postdoktoranden ersatzlos gestrichen.

Neu in die Förderung aufgenommen wird hingegen die „Exzellenzuniversität“. In der Begründung für die Fortführung des Programms heißt es von Seiten der GWK: „Das neue Exzellenzprogramm wird die Spitzenforschung an deutschen Universitäten weiter voranbringen und unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit und Sichtbarkeit als Wissenschaftsstandort stärken.“

Das Ziel der Stärkung der Universitäten ist unter allen Beteiligten sicherlich unbestritten. Kritik entzündet sich an der Frage, ob und wie nachhaltig die Exzellenzinitiative die Wissenschaft und insbesondere die Geisteswissenschaften unterstützt, oder ob sie diese sogar in negativer Weise betrifft. Darüber hinaus stellt sich die Frage, welche Auswirkungen die neue Exzellenzstrategie auf den wissenschaftlichen Mittelbau und dessen berufliche Perspektiven haben wird.

Der VHD – Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands – wird am 5. Oktober 2016 an der Goethe-Universität Frankfurt im Renate-von-Metzler-Saal ab 17.15 Uhr über dieses Thema diskutieren mit:

Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität
Prof. Dr. Peter Strohschneider, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Dr. Ulrich Schüller, Abteilungsleiter „Wissenschaftssystem“, Bundesministerium für Bildung und Forschung
Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, Sprecher der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien an der LMU München
Prof. Dr. Tilmann Reitz, Professur für Wissenssoziologie und Gesellschaftstheorie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Es moderiert Jan-Martin Wiarda, Freier Journalist.

Der Eintritt ist frei. Es wird um vorherige Anmeldung gebeten unter info@historikerverband.de. Der Renate-von-Metzler-Saal befindet sich auf dem Campus Westend, Casinogebäude. Theodor-W.-Adorno-Platz 2a, 60323 Frankfurt am Main.