Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Personalia/Preise

Sep 4 2013
11:04

An der Goethe-Universität forscht mit Prof. Roman Inderst (43) der forschungsstärkste deutschsprachige Volkswirt

Handelsblatt: Inderst wieder die Nummer eins im Forschungsranking

FRANKFURT. Das Handelsblatt lobte bereits 2010: „Kein anderer deutschsprachiger Ökonom hat in den vergangenen Jahren so viel Forschungsergebnisse in angesehenen internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht wie Inderst, und seine Arbeiten werden auch überproportional oft von anderen Forschern zitiert."

Im gerade erschienenen VWL-Rankings 2013 des Handelsblatts setzt sich diese Erfolgsserie fort. Der Leibnizpreisträger Inderst belegt im Forschungsranking erneut Platz eins unter allen deutschsprachigen Volkswirten. Bemerkenswert ist, dass sich dies nicht nur auf die in Deutschland ansässigen Ökonomen bezieht, sondern auch deutschsprachige Forscher im Ausland und damit auch an den amerikanischen Spitzenuniversitäten mit einbezieht. Das Handelsblatt schreibt: „Der alte Sieger ist auch der neue: Der Frankfurter Roman Inderst liegt im Handelsblatt-Volkswirteranking auch 2013 wieder vorne. Der Allrounder beschäftigt sich mit Bankenregulierung, Verbraucherschutz und Wettbewerbstheorie - und schaffte 2012 sieben prominente Publikationen, darunter erneut eine, die im renommierten "American Economic Review" erschien.“

Insgesamt erreichten die Volkswirtschaft der Goethe-Universität unter den besten 25 Universitäten im deutschsprachigen Raum Platz 6.

Inderst forscht und lehrt nach Stationen an der Pariser Business-School Insead und der London School of Economics seit 2006 an der Goethe-Universität. Für seine herausragenden Leistungen hat er neben dem Leibniz Preis in 2010 bereits in 2009 den höchsten europäischen Forschungspreis erhalten (ERC Advanced Grant), den zusammen mit Roman Inderst bislang in Deutschland nur zwei Wirtschaftswissenschaftler erhielten.

Personalia/Preise

Sep 2 2013
11:46

Prof. Fürst erhält Auszeichnung für seine Forschungen zu pflanzlichen Arzneimitteln im Einsatz bei entzündlichen Prozessen

„Bionorica Phytoneering Award“ für Frankfurter Pharmazeuten

FRANKFURT/MÜNSTER. Heute wurde der Frankfurter Pharmazeut Prof. Robert Fürst mit dem „Bionorica Phytoneering Award“ der Gesellschaft für Arzneipflanzen- und Naturstoff-Forschung (Society for Medicinal Plant and Natural Product Research) ausgezeichnet. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis erhielt der Forscher während der Jahrestagung der internationalen Gesellschaft, die mit über 700 Teilnehmern zurzeit an der Münsteraner Universität stattfindet. Damit werden Fürsts herausragende wissenschaftliche Untersuchungen zu molekularen Mechanismen der Wirkung von pflanzlichen Inhaltsstoffen und Extrakten auf dem Gebiet entzündlicher Prozesse an endothelialen Zellen gewürdigt, wie der Präsident der Gesellschaft und Professor für Pharmazeutische Biologe, Wolfgang Blaschek, bei der Verleihung betonte.

Ein Gremium internationaler unabhängiger Wissenschaftler hatte Fürsts Forschungsarbeiten unter einer Vielzahl von eingereichten Bewerbungen ausgewählt. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro, das in die weitere Forschung investiert werden soll, wurde gestiftet von der Firma „Bionorcia SE“, einem der weltweit führenden Hersteller von pflanzlichen Arzneimitteln aus Neumarkt. In seinem Festvortrag informierte der 38-jährige Fürst, der erst 2012 auf die Professur für Pharmazeutische Biologie an der Goethe-Universität berufen worden war, über seine aktuellen Forschungsergebnisse.

Was sind die wirksamen Prinzipien in einem Naturstoff-Gemisch mit tausenden von Substanzen? Und an welchen Zielstrukturen des Körpers greifen sie an? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Fürst in seiner Forschung. Einer seiner Schwerpunkte ist die rationale Phytotherapie, also die Verwendung pflanzlicher Arzneimittel, die nach Maßstäben der Schulmedizin eingesetzt werden. Fürst untersucht diese Vielstoffgemische auf ihre molekularen Mechanismen und wirksamen Komponenten hin.

Der Wissenschaftler, der bereits mit 37 Jahren auf eine volle Professur in Frankfurt berufen wurde, hatte ursprünglich keine wissenschaftliche Karriere geplant. Nach einem Vordiplom in Physik wechselte er in die Pharmazie, weil er ein Studium mit möglichst breiter naturwissenschaftlicher Bildung bevorzugte. Nach dem zweiten Staatsexamen absolvierte er seine Zeit als Pharmazie-Praktikant zunächst in der Apotheke, wechselte dann aber zu Prof. Angelika Vollmar an den Lehrstuhl für Pharmazeutische Biologie der Ludwig-Maximilians-Universität München – und blieb, weil ihm die Forschung so gut gefiel, dort bis zur Habilitation. An der Goethe-Universität hat Fürst die Nachfolge von Prof. Theo Dingermann angetreten. Die Frankfurter Pharmazie strahle etwas sehr Dynamisches aus, das habe ihn in seinen Verhandlungen mit der Goethe-Universität gleich angezogen, so Fürst. Und inzwischen ist der überzeugende Team-Player in Frankfurt schon heimisch geworden.

Bild zum Download hier.

Informationen: Prof. Robert Fürst, Institut für Pharmazeutische Biologie, Campus Riedberg, Tel: (069) 798-29655; fuerst@em.uni-frankfurt.de 

Veranstaltungen

Sep 2 2013
11:42

Goethe-Universität: Bei der 2. Jahrestagung des House of Pharma diskutieren Experten, wie Deutschland den Weg zur Weltspitze findet

Renaissance als „Apotheke der Welt“?

FRANKFURT. Welche Perspektiven hat die Pharmaindustrie in Deutschland, die rund 45 Mrd. Euro im Jahr umsetzt, im Zeitalter der Globalisierung? Wie muss die Branche auf die sich ändernden politischen Rahmenbedingungen im Gesundheitsmarkt einerseits und auf die zunehmende Innovationslücke andererseits reagieren und wie stellt sie sich mit Blick auf die verstärkten Konzentrationsprozesse weltweit auf?

Die 2. Jahrestagung House of Pharma bietet am 2. und 3. September 2013 Entscheidungsträgern der Pharmaindustrie sowie Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Verbänden eine Plattform zum Meinungsaustausch zu diesen für den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland wichtigen Fragestellungen.

Neben Hessens Ministerpräsidenten Volker Bouffier und Wirtschaftsminister Florian Rentsch nehmen u.a. teil: Prof. Dr. Wolfgang Huber, ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland und einer der profiliertesten Theologen Deutschlands, Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes der forschenden Pharma-Unternehmen, Dr. Rudolf Strohmeier, Generaldirektor der Generaldirektion Forschung & Innovation der Europäischen Kommission sowie Universitätspräsident Prof. Dr. Werner Müller-Esterl. Mit dabei sind auch zahlreiche Spitzenvertreter der Wirtschaft.

Inhaltlich verantwortlich für die Tagung sind der Pharmakologe Prof. Dr. Gerd Geisslinger sowie Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität. Beiden treiben das Vorhaben eines House of Pharma maßgeblich voran.

Die Tagung findet statt an der

Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Casino-Gebäude, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main; Beginn: 2. September, 18.30 Uhr (Abendempfang); 3.September 2013, 8.30 Uhr (Registrierung), 9 Uhr Beginn.

Zum House of Pharma
Für die Lösung der heutigen Probleme im Gesundheitssystem bedarf es einer übergreifenden und interdisziplinären Strategie, die die zahlreichen Initiativen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einbindet. Gerade durch die Vielzahl von Unternehmen, Universitäten, Hochschulen, außeruniversitären Einrichtungen und Verbänden in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main bieten sich hier ideale Rahmenbedingungen zur Erarbeitung von integrierten Lösungen.

Das House of Pharma an der Goethe-Universität verfolgt deshalb das Ziel der Weiterentwicklung des Pharma-Kompetenzclusters in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main sowie der Positionierung als Inkubator für die Arzneimittelforschung in Deutschland.

In Anlehnung  an das bereits erfolgreich laufende House of Finance an der Goethe- Universität soll es Vertreter aus Politik, Forschung und Pharmaindustrie unter einem Dach zusammenführen. Ein Ziel des House of Pharma ist, die Wertschöpfungskette von der Forschung und Entwicklung eines Arzneimittels bis zu seiner Vermarktung weiter zu verbessern. Hier besteht aus Sicht von Experten in Deutscher großer Handlungsbedarf.

http://www.convent.de/new/uploads/tx_cagevents/130903_JtgPharma_02.pdf

Veranstaltungen

Aug 30 2013
10:57

Vortrag des renommierten US-amerikanischen Biochemiker Randy Schekman im Klinikum

Fehler bei Protein-Transport-Prozessen ermöglichen Rückschlüsse auf Erbkrankheiten

FRANKFURT. Randy Schekman, US-amerikanischer Biochemiker der renommierten University of California, Berkeley, untersucht die Abwicklung von Protein-Transport-Prozessen innerhalb von Zellen. Diese Vorgänge müssen genauestens reguliert werden, da Fehler im Ablauf als Ursache verschiedener Erbkrankheiten und anderer genetischer Störungen identifiziert wurden. In seinem Vortrag

am: Montag (2. September 2013) um 18.15 Uhr
im: Klinikum der Goethe-Universität, Campus Niederrad Hörsaalgebäude 23-4

erklärt er, wie mit Hilfe von genetischen Analysen der Membran-Zusammensetzung in Hefemutanten, Rückschlüsse auf menschliche Erbkrankheiten gezogen werden können.

Biomembranen dienen als Trennschicht zwischen verschiedenen Bereichen innerhalb einer lebenden Zelle. Verschiedene Zellkompartimente müssen voneinander abgetrennt werden, um diverse Prozesse innerhalb einer Zelle zu koordinieren. Dabei folgen unterschiedliche zelluläre Proteine verschiedenen „Wegweisern”, um zu ihren Bestimmungsorten zu kommen. In den letzten 30 Jahren gelang es Schekman und seinem Team, die treibende Kräfte, die zelluläre Proteine zwischen den Kompartimenten hin- und herbewegen, genauer zu beschreiben. Dank seiner intensiven Forschungen ist es heute möglich, Krankheiten im Zusammenhang mit Störungen des Membrantransports zu verstehen und möglicherweise wirksame Therapien zu entwickeln. Für seine Arbeiten erhielt er u.a. den Albert Lasker Award, eine der höchsten Auszeichnungen im Bereich der medizinischen Grundlagenforschung.

Der Vortrag in englischer Sprache findet im Rahmen der Vortragsreihe „Molecular Medicine“, gesponsert von Sanofi-Aventis, statt.

Informationen: Prof. Ivan Dikic, Institut für Biochemie II, Campus Niederrad, Tel.: (069) 6301-5652, ivan.dikic@biochem2.de

Veranstaltungen

Aug 30 2013
09:54

Mehr Partizipation durch MOOCs? Tagung an der Goethe-Universität zeigt neue Trends und Möglichkeiten für Lehre und Forschung der Zukunft

eLearning zwischen Vision und Alltag

FRANKFURT. Vom 2. bis 5. September 2013 findet unter dem Titel „eLearning zwischen Vision und Alltag - Zum Stand der Dinge“ eine der wichtigsten deutschsprachigen wissenschaftlichen eLearning-Konferenzen, die Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW 2013), an der Goethe-Universität in Frankfurt statt. Die Konferenz bietet mit 29 Vorträgen zu Full- und Shortpapers, 14 Workshops und 17 Posterbeiträgen eine Bestandserhebung der Integration neuer Medien in den heutigen Hochschulalltag und zeigt technologische Trends auf, die einen Einfluss auf die Gestaltung von Lehre haben werden.

Ein Thema der Tagung, das sich in mehreren Workshops, Vorträgen und Postern niederschlägt, sind Massive Open Online Courses (MOOCs) – eine Welle, die die uns aus den USA mit überraschendem Tempo einholt und auch in Europa sichtbare Spuren hinterlassen wird. Dazu Prof. Dr. Detlef Krömker vom Fachbereich Informatik und Mathematik der Goethe-Universität und wissenschaftlicher Leiter der Tagung: „Wenn auch die Motivation in Deutschland, Österreich und der Schweiz andere sind als in den USA (hier wirkt der monetäre Aspekt einer zum Teil sehr teuren Hochschulausbildung stark), so bringen MOOCs für die Öffentlichkeit viele neue Möglichkeiten zur Partizipation direkt in und mit den Hochschulen.“ Co-Leiterin Claudia Bremer von „studiumdigitale“ ergänzt: „Zur Zeit werden MOOCs in der deutschen Hochschullandschaft intensiv diskutiert. Jetzt gilt es, entsprechende didaktische Szenarien und geeignete Geschäftsmodelle zu entwickeln und auch Qualitätsaspekte in den Blick zu nehmen.“

Weitere aktuelle Trends rund um den Einsatz neuer Medien in der Bildung und Forschung, die in Vorträgen und Workshops vorgestellt und diskutiert werden, sind ePortfolios, Szenarien des mobilen Lernens und auch die Zukunft digitaler Forschungsinfrastrukturen: 

  • Am Dienstag den 3. September gibt Dr. Larry Johnson, CEO des New Media Consortium und Mitherausgeber des jährlichen Horizon Reports, in dem Eröffnungsvortrag einen Ausblick auf technologische Trends und deren Bedeutung für die Bildungslandschaft in den nächsten Jahren.
  • Prof. Rolf Schulmeister wird sich in seinem Vortrag „Online wie Offline: Was ist ausschlaggebend für den Lernerfolg“ am Mittwoch den 4. September auf die Spuren des Lernerfolgs begeben und wertvolle Hinweise auf die Gestaltung von Lernarrangements geben.

Zwei weitere Keynote-Vorträge widmen sich dem unter dem Stichwort „eScience“ der Nutzung neuer Medien für Forschungszwecke – ein Feld das zunehmend an Bedeutung gewinnt.

  • Professor Rittberger, stellvertretender geschäftsführender Direktor des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), beleuchtet in seinem Beitrag am Donnerstag die Perspektiven der Forschungs­infrastruktur und die Bedeutung offener Bildungsressourcen  und stellt hier die neusten Entwicklungen vor.
  • Während sich dieser Beitrag mehr den Forschungs­infrastrukturen zuwendet, befasst sich Professor Lorna Hughes, Chair in Digital Collections an der University of Wales mit der Bedeutung digitaler Sammlungen, deren Nutzung in Forschungskontexten und auch der Kooperation zwischen Forschenden.

In der Mitte der Tagung, am 4. September, findet am Nachmittag unter dem Motto „EduCamp meets GMW“ ein kostenfreies öffentlich zugängliches so genanntes Barcamp statt, in dem die Teilnehmenden auch eigene Themen als Sessions einbringen und diskutieren können.

Alle Vorträge der Tagung werden aufgezeichnet und auf dem eLearning-Portal der Goethe-Universität bereitgestellt, siehe eLecture.uni-frankfurt.de . Hier lohnt es sich in jedem Fall einmal zu stöbern, denn mehr als 100 Vorlesungen aus den letzten Jahren und verschiedensten Disziplinen sind frei zugänglich.

Die Tagung wird von studiumdigitale, der zentralen eLearning-Einrichtung der Goethe-Universität Frankfurt, in Kooperation mit der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft organisiert und findet statt auf dem 

Campus Riedberg, Otto-Stern-Zentrum (Hörsaal- und Infrastrukturzentrum),
Ruth-Moufang-Straße 2, 60438 Frankfurt am Main
Beginn: 10 Uhr, Registrierung ab 8.30 Uhr

Weitere Informationen und Programm unter: www.gmw2013.de

Medienvertreter sind herzlich eingeladen an der Konferenz teilzunehmen. Für diesen Fall melden Sie sich bitte kurz bei uns mit Namen, email und voraussichtlicher Ankunft per email an: info@studiumdigitale.uni-frankfurt.de. Hier erhalten Sie gern auch ergänzende Informationen.