Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

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Mai 24 2013
10:45

Wissenschaftlerinnen des Cornelia Goethe Centrums diskutieren mit der US-amerikanischen Sozialphilosophin und Feministin Nancy Fraser

Kann eine neue feministische Bewegung das kapitalistische System verändern?

FRANKFURT. Befinden wir uns in einer neuen, radikalen und egalitären Phase feministischer Theoriebildung und Politik? Und kann eine neu belebte emanzipatorische Bewegung Einfluss nehmen auf die gegenwärtigen ökonomischen Krisen und sogar das kapitalistische System verändern? Diese Fragen stehen im Zentrum einer Round-Table-Diskussion des Cornelia Goethe Centrums, an dem neben Wissenschaftlerinnen der Universität Frankfurt auch die renommierte US-amerikanische Sozialphilosophin Nancy Fraser teilnimmt. Die öffentliche Veranstaltung in englischer Sprache findet statt am Dienstag (28. Mai) von 14 bis 16 Uhr im Casino (Raum 1.801) auf dem Campus Westend.

Nancy Fraser, Professorin für Philosophie und Politik an der New School for Social Research in New York, ist zurzeit auf Einladung des DFG-Projekts „Justitia Amplificata“ Fellow am Forschungskollegs Humanwissenschaften der Goethe-Universität in Bad Homburg. Mit ihren Arbeiten zur sozialen und politischen Theorie und zur Ideengeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts hat sie die zeitgenössische feministische Theorie entscheidend geprägt. Soeben ist ihr Buch “Fortunes of Feminism. From State-Managed Capitalism to Neoliberal Crisis” erschienen, in dem sie die Entwicklung feministischer Bewegungen seit den 1970er Jahren analysiert.

Die zentralen Thesen aus ihrer neuen Monographie werden auch bei der Diskussion in der Goethe-Universität im Mittelpunkt stehen. Darin beteiligen sich: Nikita Dhawan, Professorin am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt politische Philosophie, feministische postkoloniale Theorie und Queer Studies; Ute Gerhard, von 1987 bis 2004 erste Professorin für Frauen- und Geschlechterforschung an der Goethe-Universität und Gründungsdirektorin des Cornelia Goethe Centrums; Dr. Mara Marin, Doctoral Fellow am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität, und Uta Ruppert, Professorin am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften mit Lehr- und Forschungsschwerpunkten Feministische Theorie internationaler Beziehungen. Begrüßt werden die Gäste von Ulla Wischermann, Soziologie-Professorin und geschäftsführende Direktorin des Cornelia Goethe Centrums; die Moderation übernimmt Ursula Apitzsch, Professorin für Politikwissenschaft und Soziologie mit Lehr- und Forschungsschwerpunkten Migrations- und Biographieforschung, Gender Studies.

Die Stärke der „zweiten Welle“ des Feminismus sieht Fraser in der Radikalität und Breite der Bewegung. Vor allem habe der Feminismus der 1970er Jahre die Grundfesten der männlich dominierten, kapitalistischen Gesellschaft in Frage gestellt. Akteurinnen und Theoretikerinnen kritisierten die marktwirtschaftlich strukturierte Gesellschaft, insbesondere dort, wo es um die Unterdrückung der Frauen im politischen und speziell im privaten Bereich ging. Während der Neoliberalismus seinen scheinbar erfolgreichen Siegeszug angetreten habe, habe die politisch kraftvolle Bewegung jedoch an Schwung verloren. Jetzt, so Fraser, lasse sich ein Wiederaufleben feministischen Denkens und Handelns feststellen: Diese wieder erstarkte Frauenbewegung schließe in ihrer Radikalität und Kritikfähigkeit an die ‚zweite Welle’ der 1970er Jahre an und ziele insbesondere auf die demokratische Kontrolle der Wirtschaft.

Die kritische Theoretikerin Fraser und die Diskutantinnen des Cornelia Goethe Centrums werden fragen, wie die Verbindungslinien zwischen der zweiten und einer möglichen dritten Frauenbewegung beschaffen sind. Kann das radikale emanzipatorische Potenzial der 1970er Jahre aktualisiert werden? Bietet eine neue feministische Bewegung Antworten auf die globale Wirtschaftskrise und wie sehen diese aus?

Informationen: Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse, Campus Westend, Tel.: 069/798-35100 (Sekretariat), E-Mail: y.ehrstein@em.uni-frankfurt.de, Homepage: http://www.cgc.uni-frankfurt.de

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Mai 23 2013
16:20

Melanie Mühl spricht über Frank Elstner im Rahmen der Frankfurter Bürger-Universität

Der Chronist des Samstagabends

FRANKFURT. Frank Elstner hat Generationen geprägt. Er hat mit der Entwicklung zahlreicher Sendungskonzepte maßgeblichen Anteil am Aufbau der deutschen Fernsehlandschaft. Bis heute ist der Erfinder von „Wetten dass...?“ im Fernsehen präsent. „Zwischen all den Pilawas, Kerners und technokratischen Spaßmachern, die ihren Professionalitätshumor ausstellen und manchen Gesprächspartner gnadenlos vorführen, wirkt Frank Elstner wie ein Anachronismus. Da steht jemand vor der Kamera, der eine Haltung hat, weiße Haare und ein Glasauge. Es fallen einem Wörter wie Seriosität, Verbindlichkeit, Vertrauen und Kontinuität ein, die seltsam altmodisch klingen, obwohl sie es gar nicht sind“, so hat Melanie Mühl den „Mann mit gutem Karma“ charakterisiert. Die Journalistin und Mitarbeiterin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird den Vortrag über Frank Elstner gestalten.

Die Veranstaltung ist Teil der vom Soziologen Prof. Tilman Allert konzipierten Vortragsreihe: „Deutsche Biografien - Wie wir wurden, wer wir sind“. Die Hauptreihe der Frankfurter Bürger-Universität stellt an insgesamt sechs Abenden Lebensläufe berühmter Protagonisten deutscher Sozial- und Kulturgeschichte vor. Stellvertretend für eine ganze Nation werden so auch die individuellen Voraussetzungen Frank Elstners betrachtet, der dem zurückgewonnenen nationalen Selbstwert der Deutschen eine neue, vielfach ausgezeichnete Sprache verliehen hat.

 „Der Chronist des Samstagabends“ – Frank Elstner / Referentin: Melanie Mühl

am: Montag, 27. Mai 2013, um 19.30 Uhr,
Ort: Zentralbibliothek der Stadtbücherei, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt

Die Veranstaltung ist als Videoaufzeichnung auch über www.buerger.uni-frankfurt.de abrufbar.

Weitere Vorträge:

10. Juni 2013
Prof. Tilman Allert
Alice Schwarzer
Kampf gegen die weibliche Ohnmacht

24. Juni 2013
Prof. Regine Prange
Gerhard Richter
„Meine Bilder sind klüger als ich“

8. Juli 2013
Stefan Lukschy
Loriot
„Sagen Sie jetzt bitte nichts“

Beginn jeweils um 19.30 Uhr / Eintritt frei

Anfahrt: www.stadtbuecherei.frankfurt.de

Das komplette Programm der 9. Frankfurter Bürger-Uni:  www.buerger.uni-frankfurt.de

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Mai 23 2013
16:16

Gesprächskonzert im Landtag Rheinland-Pfalz“ am 28. Mai in Mainz

Parodie und Zitat im Musiktheater

FRANKFURT. Beim diesjährigen Konzert „Musik im Landtag Rheinland-Pfalz“ wird das langfristig mit Mitteln des Akademienprogramms geförderte und von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz betreute Projekt „OPERA – Spektrum des europäischen Musiktheaters in Einzeleditionen“ vorgestellt. Das Projekt, das sich der Entwicklung moderner elektronischer Editionsformate für musikalische Bühnenwerke widmet, ist seit 2013 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main angesiedelt, nachdem es  2009 an der Universität Bayreuth ins Leben gerufen wurde.

In dem Gesprächskonzert werden drei Musiktheaterwerke des 18. Jahrhunderts vorgestellt, die gängigen Originalitätsvorstellungen scheinbar zuwiderlaufen. Denn die italienische Oper Prima la musica e poi le parole, die französische Opéra comique Annette et Lubin und die englische Ballad opera Love in a Village weisen mittels raffiniert gewählter musikalischer Zitate weit über sich selbst hinaus auf die ästhetisch vielfältige europäische Musik- und Theaterlandschaft.

Die Moderation des Abends wird Prof. Dr. Thomas Betzwieser, Direktor des Instituts für Musikwissenschaft der Goethe-Universität und Leiter des Projekts „OPERA – Spektrum des europäischen Musiktheaters in Einzeleditionen“, übernehmen.

Die Ausführenden sind die Sopranistin Elisabeth Scholl und ein Instrumentalensemble bestehend aus Priska Comploi und Hanna Geisel (Oboen), Anne Röhrig und Nikolaus Norz (Violinen), Maria Pache (Viola), Juris Teichmanis (Violoncello), Thomas Dittmann (Kontrabass) sowie Rien Voskuilen am Cembalo.

Ort: Plenarsaal des Landtages Rheinland-Pfalz, Platz der Mainzer Republik 1, 55116 Mainz

Beginn: 20 Uhr; der Eintritt ist frei, jedoch wird eine Einlasskarte benötigt; bitte wenden Sie sich an die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, Abteilung Musikwissenschaftliche Editionen.

Informationen: opera@uni-frankfurt.de; Flyer

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Mai 21 2013
16:01

Öffentliche Einweihung eines spektakulären Kunstwerks: „Turm II“ des renommierten Künstlers Werner Pokorny. 24. Mai, 13 Uhr, Campus Riedberg

Ein Turm für den Campus Riedberg

FRANKFURT. Eine sechs Meter hohe Stahlplastik wird künftig den Campus Riedberg schmücken: Der Künstler Werner Pokorny hat mit „Turm II“ eine beeindruckende und raumfüllende Skulptur geschaffen. Am Freitag, 24. Mai, wird das Kunstwerk im Rahmen einer öffentlichen Einweihung dem Publikum präsentiert. Uni-Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz wird das Grußwort sprechen. Der Künstler Werner Pokorny ist bei der Einweihung anwesend und beantwortet gerne Fragen zu seiner Skulptur.

Pokorny hat drei Kuben, eine Scheibe und ein abstrahiertes Haus aufeinander gestapelt. Die rötlich-braune Farbe ist ganz typisch für das Material Corten. Übersehen kann der Besucher den sechs Meter hohen Turm nicht. Die Großplastik wurde bewusst auf eine Grünfläche gestellt, die den Mittelpunkt mehrerer Institute bildet: zwischen Biologicum, dem Frankfurt Institute of Advanced Studies, dem Otto-Stern-Zentrum, dem Max-Planck-Institut für Biophysik und dem  Biozentrum.

Pokorny hat die Skulptur eigens für den Campus konzipiert. Im Jahre 2014 wird die Goethe-Universität 100 Jahre alt, daher versteht Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz die Aufstellung der Plastik als Auftaktveranstaltung zur Feier „GU 100“. Vorgestellt wird am Freitag ebenfalls der Katalog zu „Turm II“, der sich auf den „KunstRaum Riedberg“ bezieht. Die moderne Architektur am Campus Riedberg hat nicht nur funktionale Räume geschaffen, die der Forschung und Lehre dienen, sondern sie hat darüber hinaus eine Fülle von attraktiven und großzügigen Plätzen eröffnet, in denen Kunstwerke in besonderer Art und Weise zur Geltung gebracht werden können. Seit 2012 laufen die Kunstausstellungen auf dem Campus unter dem Namen „KunstRaum Riedberg“.

Werner Pokorny ist ein international renommierter Künstler, dessen Werke sich an zahlreichen öffentlichen Orten und in wichtigen Sammlungen finden. Er war bis 2013 Professor für allgemeine künstlerische Ausbildung, Schwerpunkt Bildhauerei, an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Er bekommt dieses Jahr den renommierten Hans-Thoma-Preis, den Staatspreis des Landes Baden-Württemberg.

Einweihung der Skulptur „Turm II“ am Freitag, 24. Mai, ab 13 Uhr. Treffpunkt ist die Freifläche gegenüber dem Otto-Stern-Zentrum in der Max-von-Laue-Straße am Campus Riedberg der Goethe-Universität.

Medienvertreter sind herzlich willkommen. Für Interviews steht der Künstler zur Verfügung. Im Anschluss an die Einweihung besteht die Möglichkeit, an einer Führung durch den KunstRaum Riedberg teilzunehmen.

Weitere Informationen zum Kunstraum Riedberg unter www.kunstraum.uni-frankfurt.de

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Mai 21 2013
13:39

Autorenlesung mit Andreas Maier am 26. Mai

Tag für die Literatur – Veranstaltung an der UB Frankfurt

FRANKFURT. Die Frankfurter Eintracht, Lukrez, Apfelwein – was scheinbar nicht zusammengehört, wird zusammengebracht in der Lesung von Andreas Maier am „Tag für die Literatur“ am 26. Mai - wenn er davon erzählt, wer er ist und wo er herkommt. Andreas Maier wurde 1967 in Bad Nauheim geboren und wuchs in Friedberg auf. Mit seinem Debütroman „Wäldchestag“ wurde er zum Shooting-Star der jüngeren deutschen Literaturszene. Nach Aufenthalten in Italien und Berlin wohnt Andreas Maier mittlerweile wieder in Frankfurt am Main. Er ist ein bekennender „Provinzler“, dessen Leben und Schreiben eng mit der Wetterau verbunden ist. Für sein literarisches Schaffen wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erschien von Andreas Maier „Das Haus“ im Suhrkamp-Verlag.

Beim vierten von hr2-kultur initiierten „Tag für die Literatur“ wird erneut Hessens einzigartige Literaturtradition erschlossen. Aus allen Regionen sind Kulturinstitutionen mit Lesungen, Ausstellungen, literarischen Spaziergängen und anderen kreativen Ideen und Aktionen mit dabei. Das ausführliche Veranstaltungsprogramm wird unter www.literaturland.hr-online.de präsentiert. Die kostenlose Broschüre kann beim Hörerservice unter Telefon (069) 155-5100 bestellt werden.

„Tag für die Literatur“ am 26. Mai, 11-12 Uhr,
Universitätsbibliothek Frankfurt, Sitzungszimmer im 1. OG

Bockenheimer Landstr. 134-138, 60325 Frankfurt am Main. Eintritt frei!

Der „Tag für die Literatur“ ist Teil des Projekts „Literaturland Hessen“, mit dem sich hr2-kultur in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Hessischen Literaturrat e.V. und zahlreichen lokalen Partnern auf literarische Spurensuche in Hessen begibt.

Mehr Informationen unter: http://www.ub.uni-frankfurt.de/veranstaltungen/literaturtag_2013.html