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Wissenschaftler und Schriftsteller setzen sich mit Geschichte und Kultur des Landes auseinander
FRANKFURT. Zur Erinnerung an den im Mayakalender bevorstehenden Epochenwechsel (Oxlajú B´aktun, am 21.12.2012) ernannte die UNESCO Guatemala-Stadt im Jahr 2012 zur „Welthauptstadt der Philosophie“. Auch an der Goethe-Universität setzen sich Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen und Schriftsteller mit dem mittelamerikanischen Land auseinander: Das Symposium „Nunca más – Niemals wieder“ - Vom Trauma des Bürgerkrieges zur ethnischen Integration, Demokratie und sozialen Gerechtigkeit“ findet vom 1. bis 3. November an der Goethe-Universität, Campus Westend (Casino R.1.802), Grüneburgplatz 1, und dem Instituto Cervantes Frankfurt, Staufenstraße 1, statt.
Die öffentliche Veranstaltung ermöglicht den aus verschiedenen Disziplinen und Wissenskulturen kommenden Teilnehmern einen Meinungsaustausch. 30 Jahre nach dem Höhepunkt der Gewalt und 20 Jahre nach dem Friedensnobelpreis für Rigoberta Menchú wird das transkulturelle Potential der Gedächtnisforschung anhand aktueller Tendenzen in Politik, Wirtschaft, Justiz, Kirche und Kultur aufgezeigt. Am Beispiel der aktuellen Entwicklung von Menschenrechtsfragen wird Guatemala mit anderen Gedächtniskulturen verglichen. Dabei geht darum, neue zivilgesellschaftliche, kulturelle und gedächtnistheoretische Perspektiven für die Zukunft zu diskutieren.
Das Symposium findet auf Spanisch statt, die abendlichen Podiumsveranstaltungen im Instituto Cervantes werden gedolmetscht. Sämtliche Veranstaltungen sind kostenfrei und stehen allen Interessierten offen.
Leitung des Symposiums: Prof. Dr. Roland Spiller, Institut für Romanische Sprachen und Literaturen; Schirmherr: Tom Koenigs, (MdB). Mitorganisatoren: Prof. Dr. Thomas Schreijäck, Katholische Theologie, Goethe-Universität Frankfurt am Main. Mit freundlicher Unterstützung der Volkswagen-Stiftung, des DSV, Theologie Interkulturell, Goethe-Universität, Vereinigung der Freunde und Förderer der Goethe Universität sowie des Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften der Goethe Universität
Anmeldung und weitere Informationen: Gerhard Strecker, Koorganisator und derzeit Organisationssekretär des Guatemala-Symposiums, Tel. 069-764410, gerhardstrecker@yahoo.de
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FRANKFURT. Moderne Gesellschaften leben von Innovationen als Wachstumstreiber. Was Gesellschaften und Unternehmen morgen brauchen, wird nicht selten heute schon an Universitäten vorgedacht. Doch wie kommt dieses Wissen in den Markt?
Das Tochterunternehmen INNOVECTIS der Goethe-Universität wurde dafür vor 10 Jahren gegründet. Es ist zuständig für den erfolgreichen Transfer von akademischem Know-how in die wirtschaftliche Praxis.
Anlässlich ihres Zehnjährigen lädt die INNOVECTIS Experten zu einer Festveranstaltung mit Podiumsdiskussion ein – allen voran den renommierten Trendforscher Eike Wenzel. Dieser wird in einem Impulsvortrag einen Blick in die Zukunft von Gesellschaft und der Wissensproduktion werfen.
Wir würden uns freuen, Sie als Medienvertreter/in zu diesem Termin begrüßen zu können am
Dienstag, dem 30.10.2012, um 19.00 Uhr
auf dem Campus Westend der Goethe-Universität,
Renate-von-Metzler-Saal.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Beste Grüße
Dr. Olaf Kaltenborn
Pressesprecher
Goethe-Universität Frankfurt
Kontakt: Dr. Ottmar Schöller, Geschäftsführer, Tel.: 069 25616 32-18, info@innovectis.de,
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Bewerbungsstrategien optimieren und erste Firmenkontakte knüpfen
FRANKFURT. Die 14. Frankfurter Jobbörse richtet sich an Absolventen und Studierende der Naturwissenschaften und der Medizin, die sich schon vor dem Abschluss ihres Studiums über Möglichkeiten des Berufseinstiegs informieren und Kontakte mit Unternehmen knüpfen wollen. Auf dem Campus Riedberg der Goethe-Universität bietet der Workshoptag am 7. November Gelegenheit, die eigenen Bewerbungsstrategien zu optimieren. Beim Ausstellertag am 8. November können die angehenden Absolventen Unternehmen vornehmlich aus der Chemie-, Pharma- und Life-Science-Branche kennen lernen. Veranstalter sind die Goethe-Universität, das JungChemikerForum der Gesellschaft Deutscher Chemiker und das Hochschulteam der Agentur für Arbeit Frankfurt/Main.
Mit Messeständen präsentieren sich am 8. November 22 namhafte Unternehmen, darunter Abbott, ALTANA, BASF, Bayer, Boehringer Ingelheim, Celanese, Clariant, Engelhard Pharma, Eurofins Food, Evonik Industries, Fresenius-Gruppe, Heraeus, Hoffmann–La Roche, Lanxess Deutschland, Life Technologies GmbH, Merck, Merz, Pharmexx, Procter & Gamble, Roche Diagnostics, Sanofi-Aventis Deutschland, Thermo Fischer sowie VBIO. Sie informieren darüber, welche Anforderungen die Bewerber erfüllen und welche Hürden sie bis zur Einstellung nehmen müssen. Highlights des Begleitprogramms am 8. November 2012 sind die Präsentationen verschiedener Unternehmen und ein vor Publikum geführtes Bewerbungsgespräch.
Workshoptag: Mittwoch, 7. November 2012, 9:30 bis 16:30 Uhr
Ausstellertag: Donnerstag, 8. November 2012, 9:30 bis 16:30 Uhr
Adresse: Campus Riedberg, Max-von-Laue-Str. 9, 60438 Frankfurt am Main
Hinweise für Teilnahmer: Alle Angebote sind kostenlos. Der Workshoptag ist bereits ausgebucht. Ein kostenloser Shuttlebus verkehrt am 8. November zwischen Hauptbahnhof und Campus Riedberg.
Informationen: www.jobboerse-ffm.de.
Personalia/Preise
Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts Anne Bohnenkamp-Renken jetzt auch ordentliche Professorin an der Universität
FRANKFURT. Das Freie Deutsche Hochstift und die Goethe-Universität rücken in der Geburtsstadt des großen Dichters näher zusammen. Heute wurde gefeiert, was schon seit einiger Zeit erfolgreich praktiziert wird: die Kooperation der beiden Institutionen, die mit der Berufung der Direktorin des Hochstifts, Prof. Anne Bohnenkamp-Renken, an den Fachbereich Neuere Philologien, Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik, weiter intensiviert werden soll. Die 51-jährige Germanistin, die seit 2003 mit dem Hochstift eines der ältesten Kultur- und Forschungsinstitute in Deutschland leitet, ist eine international renommierte Goethe-Forscherin und schon seit 2004 Honorarprofessorin an der Goethe-Universität.
Bohnenkamp-Renken zu den neuen Chancen dieser Zusammenarbeit, der auch ein Vertrag der beiden Institutionen zugrunde liegt: „Es gibt eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten, die wir nun konsequenter verfolgen können: ob in der Forschung, wenn es um die Erschließung unserer Sammlungen, um die im Hause entstehenden Editionen oder generell um die Medialität von Literatur geht, oder in der Lehre: Studierende können zukünftig im Hochstift auch an Originalen in einer der bedeutendsten Handschriftensammlungen arbeiten, die wissenschaftliche Bibliothek mit mehr als 130.000 Büchern nutzen oder erste Erfahrungen in den Bereichen Edition, Archiv und Ausstellung sammeln.“ Seit ihrem Studium in Göttingen beschäftigt sie sich intensiv mit dem in Frankfurt geborenen Universalgelehrten, und sie ist sicher: „Goethe ist so vielseitig, dass er nie langweilig wird. Nicht nur literarische Themen lassen sich mit ihm erschließen. Bildende Kunst, Geschichte, Naturwissenschaften und mehr: Dass Goethe sich sogar mit Fragen der Ökonomie befasst hat, lässt sich zurzeit in unserer aktuellen Ausstellung ‚Goethe und das Geld‘ studieren.“ Die Wissenschaftlerin hat gleich nach ihrem Studium der Germanistik, Philosophie und Publizistik in Göttingen mit ihren intensiven Goethe-Studien begonnen: Als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Albrecht Schöne war sie an der Herausgabe von Goethes „Faust“ im Deutschen Klassiker Verlag beteiligt; eine Studienausgabe, die in der Fachwelt Maßstäbe gesetzt hat. Es folgte eine intensive Lehr- und Forschungszeit am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität München von 1989 bis 2003, wo sie an der von Hendrik Birus herausgegebenen Ausgabe von Goethes „West-östlichen Divan“ mitarbeitete und die späten ästhetischen Schriften Goethes herausgab (beides Deutscher Klassiker Verlag). Im Mittelpunkt steht hier Goethes Konzept einer „Weltliteratur“‘, die er auch als „geistigen Handelsverkehr“ bezeichnet. Gemeint ist der internationale und interkulturelle Austausch, bei dem nicht zuletzt die Übersetzer und das Übersetzen eine wichtige Rolle spielen, die auch der Komparatistin Bohnenkamp-Renken sehr am Herzen liegen.
Zurzeit erarbeitet sie mit ihrem Team eine neue historisch-kritische Hybrid-Edition von Goethes „Faust“, die es erstmals erlauben wird, die rund 60 Jahre umfassende Entstehung von Goethes Drama anhand der überlieferten Arbeitshandschriften nach zu verfolgen. Während dieses DFG-Projekt in Kooperation mit dem Goethe- und Schiller-Archiv der Klassik Stiftung Weimar und der Computerphilologie der Universität Würzburg läuft, ist Bohnenkamp-Renken auch an dem Frankfurter LOEWE-Schwerpunkt „Digital Humanities“ beteiligt, in dem ausgelotet wird, welche Möglichkeiten sich für die Textwissenschaften aus dem aktuellen Medienwandel ergeben. Zu den konkreten Projekten gehören die Erstellung einer Datenbank mit den im Hochstift gesammelten Illustrationen zu „Faust“, die in Ergänzung der digitalen historisch-kritischen Ausgabe die Möglichkeit bieten wird, Faust-Darstellungen aus unterschiedlichsten Epochen mit der jeweiligen Textstelle im Drama zu verknüpfen.
Außerdem verantwortet Bohnenkamp-Renken Ausstellungen rund um Goethe und die Romantik; dazu gehört auch die zurzeit in Kooperation mit Wirtschaftshistorikern der Goethe-Universität entwickelte Ausstellung „Goethe und das Geld“ im Frankfurter Goethe-Haus. In den Kellermagazinen des Hochstifts am Großen Hirschgraben, direkt neben dem Haus, wo Goethe aufgewachsen ist, werden nicht nur Handschriften Goethes aufbewahrt – dort liegt eine der vielseitigsten Sammlungen zur Literatur der deutschen Romantik mit Nachlässen und Teilnachlässen von Clemens und Bettine Brentano, Achim von Arnim, Friedrich von Hardenberg (Novalis), Joseph von Eichendorff u.a. Zudem befindet sich der Nachlass Hugo von Hofmannsthals zu großen Teilen in diesen Magazinen. Die Erforschung dieser Schätze zieht Wissenschaftler aus aller Welt nach Frankfurt und wird auch Nachwuchsforscher und Studierenden der Goethe-Universität noch intensiver beschäftigen.
Von diesem Wintersemester an wird Bohnenkamp-Renken ihre Kompetenz auch in Gremien ihres Fachbereichs Neuere Philologien einbringen. Dekanin Prof. Susanne Opfermann und Vizepräsident Prof. Lutz-Bachmann zeigen sich hoch erfreut von der Berufung einer „weithin anerkannten Goethe-Forscherin“, die auch in einschlägigen wissenschaftlichen Gesellschaften – wie der Goethe-Gesellschaft Weimar, der Klassik Stiftung Weimar und dem Dachverband der literarischen Gesellschaften in Deutschland – hervorragend vernetzt ist. Lutz-Bachmann betont: „Wir sind stolz, dass wir Frau Bohnenkamp-Renken nun als eine Kollegin bei uns an der Universität begrüßen dürfen und bereits erste gemeinschaftliche Forschungsprojekte von Hochstift und Goethe-Universität bewilligt wurden.“ Auch der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses des Hochstifts, Carl von Boehm-Bezing, begrüßt die Berufung als einen strategischen Schritt zur Stärkung beider Partnerinstitutionen: „Dies unterstreicht die zentrale Rolle, die im Spektrum der Aufgaben des Hochstifts den Bereichen Forschung und Lehre zukommt. Wir freuen uns über den zukunftsweisenden Schritt, der die traditionsreiche Verbindung zwischen unseren Institutionen stärkt und beste Voraussetzungen schafft für die Fortführung und den Ausbau der guten Zusammenarbeit.“ Vor Bohnenkamp-Renken waren bereits 2008 der stellvertretende Direktor des Städel, Jochen Sander, und der Direktor des Frankfurters Zoos, Manfred Niekisch, zu Kooperationsprofessoren der Goethe-Universität ernannt worden. Diese Professuren sind ein Ausdruck der erweiterten Autonomie der Stiftungsuniversität. Grundlage für die ungewöhnliche Art der Kooperation ist die seit 1. Januar 2008 gültige Berufungssatzung der Goethe-Universität. Danach ist eine „kooptative Berufung“ einer Persönlichkeit (also ohne Ausschreibungsverfahren) möglich, wenn diese/r Wissenschaftler/in bereits in leitender Position an einer anderen Hochschule, einer außeruniversitären Forschungseinrichtung oder einer vergleichbaren Institution tätig ist.
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Feierstunde an der Goethe-Universität anlässlich der Berufung von Prof. Bohnenkamp-Renken.
FRANKFURT. Von diesem Wintersemester an wird Prof. Anne Bohnenkamp Renken, Direktorin des Frankfurter Hochstifts, ihre Kompetenz in der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft als ordentliche Professorin in Lehre und Forschung des Instituts für Deutsche Literatur und ihre Didaktik an der Goethe-Universität einbringen. Anlässlich der Kooptation richtet die Goethe-Universität eine Feierstunde aus:
am 24. Oktober 2012 um 12 Uhr c.t. im Eisenhower-Saal, IG-Farben-Gebäude, Campus Westend.
Vizepräsident Prof. Lutz-Bachmann, der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses des Hochstifts, Carl von Boehm-Bezing, und die Dekanin des Fachbereichs 10, Prof. Susanne Opfermann, werden Grußworte sprechen. Die wissenschaftliche Würdigung von Frau Bohnenkamp-Renken übernimmt Prof. Heinz Drügh.
Bitte teilen Sie uns mit, ob wir mit Ihrem Kommen rechnen dürfen.
Mit besten Grüßen
Dr. Olaf Kaltenborn
Leiter Abteilung Marketing und Kommunikation
Tel: (069) 798-23935, Fax: (069) 798-28530,
kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de
Weitere Informationen: Dr. Martin Schuhmann, Tel: (069) 798-32744, Schuhmann@lingua.uni-frankfurt.de