Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Forschung

Mär 13 2012
10:09

Miniaturbild passt zehn mal auf den Umfang eines Haars

Goethe-Logo aus grün leuchtendem Protein

FRANKFURT. Mit bloßem Auge kann man ihn nicht sehen: Der leuchtend-grüne Goethe-Kopf ist gerade einmal 20 Mikrometer (tausendstel Millimeter) breit. „Man könnte ihn etwa zehn mal nebeneinander auf dem Umfang eines menschlichen Haars schreiben“, verdeutlicht Volker Gatterdam, Doktorand am Institut für Biochemie der Goethe-Universität die Abmessungen des Miniaturbildes. Erzeugt hat er es durch eine Licht-aktivierbare Molekül-Protein-Wechselwirkung, auf einer speziell präparierten Glasplatte. Das Verfahren, über das die Forscher in der aktuellen Ausgabe der „Angewandten Chemie“ berichten, funktioniert ähnlich wie die Lithographie in der Halbleitertechnik. Allerdings ist der zugrunde liegende biochemische Mechanismus etwas komplizierter.

Im Zentrum der Reaktion steht das Molekül Glutathion, das im Körper eine schützende und entgiftende Funktion hat. Mit Hilfe des Proteins Glutathion-S-Transferase (GST) kann Glutathion zum einen reaktive Sauerstoffradikale, zum anderen auch körperfremde Stoffe wie Medikamente und Giftstoffe binden.GST ist ein zweiteiliges (dimeres) Protein, das je zwei Moleküle Glutathion in seinem reaktiven Zentrum bindet. Für ihre Experimente machen sich die Wissenschaftler um Prof. Robert Tampé vom Institut für Biochemie und Prof. Alexander Heckel vom Institut für organische Chemie und chemische Biologie zunutze, dass die Bindung zwischen Glutathion und GST nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip funktioniert. Damit sie die Reaktion  kontrollieren können, versehen sie das Glutathion mit einer Licht-aktivierbaren Schutzgruppe. Diese verhindert die Schlüssel-Schloss-Bindung. Wird die Schutzgruppe aber durch Licht abgespalten, kann das Molekül wieder an seinen Proteinpartner binden.

Bindet  man nun das mit der Schutzgruppe versehene Glutathion auf einer speziell präparierten Glasplatte und beleuchtet diese durch eine Maske wie bei der Lithografie, entsteht das aktive Glutathion nur an den belichteten Stellen. Um das überprüfen zu können, wurde das GST mit einem grün fluoreszierenden Protein versehen. Nachdem die Molekül-Protein-Wechselwirkung entstanden ist und ungebundenes Protein weggewaschen worden ist, leuchteten tatsächlich nur die Stellen grün auf, die zuvor belichtet worden waren.

Kompliziertere und noch kleinere Strukturen wie das Goethe-Logo oder den Kopf von Marylin Monroe konnte Doktorand Volker Gatterdam in Echtzeit mit einem Laserstrahl „zeichnen“. Zukünftige Anwendungen könnten im Bereich der Protein-Chip Herstellung oder gar im Bereich der gezielten Zellmanipulation liegen.

Bilder zum Download finden Sie hier.

Bildtexte:
Bild 1: Dieser Goethe-Kopf aus dem Logo der Goethe-Universität, bestehend aus grün fluoreszierenden Molekül-Protein-Verbindungen, ist nur 25 Mikrometer breit. Er passt etwa zehn mal auf den Umfang eines menschlichen Haars.

Bild 2: Schärfere Bilder lassen sich erzielen, wenn die Abmessungen etwas größer sind, wie hier bei dem Kopf Marylin Monroes.

Bild 3: Etwa so kann man sich das Zeichnen der Bilder aus den Molekül-Protein-Verbindungen mit einem Laser vorstellen.

Informationen: Prof. Robert Tampé, Institut für Biochemie, Campus Riedberg, Tel: (069) 798- 29475, tampe@em.uni-frankfurt.de.

Sonstige

Mär 9 2012
15:55

Goethe-Universität fördert mit Hilfsfonds Forschungsprojekte und Kooperationen. Weitere Spenden sind willkommen

Ein Jahr nach Fukushima: nakama-Fonds unterstützt japanische Wissenschaft

FRANKFURT. Ein Jahr nach dem schweren Erdbeben, der Flutkatastrophe und dem verheerenden GAU im Atomkraftwerk Fukushima sind die Ereignisse wieder verstärkt in das öffentliche Bewusstsein getreten. Die Goethe-Universität hatte sich direkt nach dem Unglück entschlossen, japanischen Wissenschaftlern Hilfe zu leisten; insbesondere sollten schon etablierte Kooperationen vertieft und neue gemeinsame Forschungsprojekte initiiert werden. Noch im April 2011 wurde ein Spendenkonto unter dem Namen „nakama-Fonds“ eingerichtet. „Nakama“ bedeutet „der Gefährte“. Zahlreiche private wie auch institutionelle Spender aus dem Umfeld der Universität beteiligten sich an dieser Hilfsaktion.

„Rund 17.000 Euro wurden über den Fonds bereits eingeworben, weitere 25.000 Euro steuerte die Universität aus zentralen Mitteln bei“, freut sich Vizepräsident Prof. Matthias Lutz-Bachmann. Seit sechs Jahren führt er in Kooperation mit der Osaka University, der Waseda University und der Sophia University eine jährlich wiederkehrende Konferenz zu Fragen der „Ethik im Zeitalter der Globalisierung“ durch und betreut die Vergabe von Projektmitteln aus dem nakama-Fonds. „Über weitere Spenden würden wir uns sehr freuen, um die Kolleginnen und Kollegen in Japan weiter unterstützen zu können.“

Eines der geförderten Projekte kommt der Tohuku University in Sendai zugute. Die Labore der Universität wurden sowohl durch das Erbeben als auch durch den Tsunami und das Reaktorunglück stark in Mitleidenschaft gezogen. In Folge der Stromausfälle nach dem Abschalten der Reaktoren waren Geräte beschädigt worden, auch Proben und ein Großteil der Vorräte an Enzymen der molekularbiologischen Labore verdarben. Um die japanischen Kollegen zu unterstützen, reichte der Frankfurter Privatdozent Dr. Thomas Berberich einen Antrag beim Hilfsfonds der Universität ein. Der Biowissenschaftler am Frankfurter Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) erklärt dazu: „Im Zuge der Zusammenarbeit wird ein Doktorand aus Japan in den Frankfurter Arbeitsgruppen experimentieren und die erlernte Methodik nach seiner Rückkehr im japanischen Labor etablieren.“

Erforscht werden in diesem Projekt die Mechanismen zur Aktivierung von Genen, die die Reaktion von Organismen auf Hitze steuern. Das aktuelle Forschungsvorhaben auf dem Feld der Regulierung von Genexpressionen wird von der Arbeitsgruppe um Professor Enrico Schleiff, dem neu gewählten Vizepräsidenten der Goethe-Universität, und Dr. Dieter Scharf im Biozentrum auf dem Campus Riedberg, von japanischen Kollegen um Professor Tomonobu Kusano in Sendai und am BiK-F betrieben. Zunächst wird dem japanischen Wissenschaftler die Frankfurter Infrastruktur zur Verfügung gestellt, bevor die weiteren Arbeiten an dem Projekt parallel in Sendai und Frankfurt fortgesetzt werden. Unterstützt wurde das Projekt mit insgesamt 5.000 Euro aus dem nakama-Fonds.

Dieses internationale und interdisziplinäre Projekt ist nur eines von insgesamt sechs ganz unterschiedlichen Forschungsvorhaben. Diese reichen von Honoraren für japanische Gastwissenschaftler, über Zuschüsse zu Reisekosten für den Austausch von Wissenschaftlern und Künstlern bis hin zu breiter angelegten gemeinsamen Forschungsprojekten. Das Spektrum der geförderten Anträge erstreckt sich dabei von Honoraren für japanische Gastwissenschaftler über Zuschüsse zu Reisekosten für den Austausch von Wissenschaftlern und auch Künstlern bis hin zu breiter angelegten gemeinsamen Forschungsprojekten.

Informationen für Projektanträge sowie für Spenderinnen und Spender:
Die Goethe-Universität hat sich zum Ziel gesetzt, auf unbürokratische Weise nachhaltig Unterstützung mit dem nakama-Fonds zu leisten. Weitere Anträge sind erwünscht. Das Prozedere ist einfach: Ein formloser Antrag sollte auf zwei bis drei Seiten das Vorhaben beschreiben, mögliche Partner und Ziele benennen und die Kosten abbilden. Der Antrag ist an das Präsidium, speziell an die Vizepräsidenten Professor Matthias Lutz-Bachmann und Professor Rainer Klump zu adressieren.

Die Goethe-Universität freut sich auch über weitere Spenden. Institutionelle oder private Spenden können unter dem Verwendungszweck „Nakama“ und der Angabe des Projektkontos 30000.1000.6 an die Universität überwiesen werden (Kt.-Nr. 100.64.10, BLZ 500.500.00 Helaba). Fragen zu Spenden und Anträgen beantwortet Andreas Weidemann im Büro des Präsidenten der Goethe-Universität unter der Rufnummer 069-798-22233. Anträge können auch gerne an diese Adresse gerichtet werden: Andreas Weidemann, Büro des Präsidenten der Goethe-Universität, Senckenberganlage 31, 60325 Frankfurt am Main oder per mail an a.weidemann@vdv.uni-frankfurt.de

Sonstige

Mär 7 2012
16:45

Neue Website präsentiert bekannte Sehenswürdigkeiten ebenso wie versteckte Orte – Kooperation zwischen der Hebraica- und Judaica-Sammlung der Unibibliothek und dem jüdischen Museum

Virtueller Rundgang durch das jüdische Frankfurt

FRANKFURT. Seit Anfang März ist der virtuelle Stadtplan „Jüdische Orte in Frankfurt am Main“ unter www.juedisches-frankfurt.de online, so kann sich jeder Interessierte am PC auf einen Rundgang zu den Schauplätze jüdischen Lebens im heutigen Frankfurt begeben. „16 Orte werden gezeigt, dazu gehören sowohl die bekannten Sehenswürdigkeiten wie die Synagoge, die Friedhöfe und Museen, als auch die weniger bekannten wie das Privathaus ‚Porzellan Baer‘ und die Gedenkstele im Grüneburgpark“, erläutert Dr. Rachel Heuberger, Leiterin der Hebraica- und Judaica-Sammlung an der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg der Goethe-Universität. Und die Initiatorin dieses Projekts ergänzt: „Es geht nicht primär um Gedenkstätten für den Holocaust, die auch erwähnt sind, sondern um zentrale Orte die das jüdische Leben heute in all seiner Vielfältigkeit symbolisieren. Der Campus Westend der Goethe Universität mit dem Wollheim Memorial charakterisiert in diesem Kontext sowohl die Geschichte als auch die Gegenwart, in der diese Vergangenheit rezipiert wird und so präsent bleibt.“

Die neue Website „Jüdische Orte in Frankfurt“ wurde gemeinsam von der europaweit einzigartigen Frankfurter Hebraica- und Judaica-Sammlung und dem Jüdischen Museum Frankfurt entwickelt. Sie bietet in der gelungenen Mischung aus attraktiven Fotos, visueller Gestaltung und kompetenten Informationen in deutscher und englischer Sprache einen neuartigen Zugang zu den Spuren jüdischen Lebens in der Main-Metropole. Dies dürfte für Frankfurter ebenso interessant sein dürfte wie für virtuelle wie wirkliche Besucher aus aller Welt. „Auf virtueller Ebene ist das neue Online-Angebot ein Pendant zur Erinnerungstopographie der Stadt, die in den letzten 20 Jahren entstanden ist und für Frankfurt eine große Betonung hat“, betont Prof. Felix Semmelroth, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt. Das Jüdische Museum Frankfurt, ein Kooperationspartner der Judaica Europeana, wird die neue Website auf seiner Homepage hosten. „Zukünftig soll der virtuelle Stadtrundgang durch weitere interessante Orte ergänzt werden“, sagt Dr. Raphael Gross, Direktor des Jüdischen Museums.

Der Web-Auftritt ist im Rahmen des Projektes „Judaica Europeana“ entstanden, das in den Jahren 2010 und 2011 von der Europäischen Kommission finanziert wurde, um die Europeana mit Zeugnissen des jüdischen Kulturerbes zu beliefern. Europeana, die Europäische Digitale Bibliothek, bietet einen zentralen Zugriff auf Millionen digitaler Objekte, die sich in Europas Museen, Bibliotheken und Archiven befinden. Judaica Europeana, das Konsortium von ursprünglich zehn europäischen Partnerinstitutionen und zahlreichen weiteren assoziierten Einrichtungen, hat Millionen von Quellen jüdischen Lebens in Europa zusammengetragen, die den Beitrag der Juden zur Stadtentwicklung dokumentieren. Als digitale Bilder stehen diese Zeugnisse, die Handschriften, Bücher, Poster, Bilder, Noten und Lieder, Fotos und Videofilme, Gebäude und Plätze umfassen, in der EUROPEANA im Internet zur Ansicht frei zur Verfügung.

Informationen: Dr. Rachel Heuberger, Hebraica- und Judaica Sammlung, Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Campus Bockenheim; Tel. (069) 798-39665 oder -39120, r.heuberger@ub.uni-frankfurt.de, http://www.juedisches-frankfurt.de/, http://www.judaica-europeana.eu/

Veranstaltungen

Mär 7 2012
15:55

„Derrida-Konferenz. Frankfurt 2012“ mit öffentlichem Begleitprogramm

Philosophieren im Anschluss an Jacques Derrida

FRANKFURT. Die „Derrida-Konferenz. Frankfurt 2012“ findet vom 14. bis zum 16. März auf dem Campus Westend der Goethe-Universität statt. Sie widmet sich dem Denken und Wirken des Franzosen Jaques Derrida (1930-2004), der als einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart gilt. Nicht nur in Kunst, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften hat er prägende Wendungen hinterlassen. Dass ein Aufbrechen konventioneller Grenzziehungen tatsächlich möglich ist, führt er in seinem als Dekonstruktion bezeichneten Denken vor. Wege anbahnen, Schließungen stören: So könnte der Anspruch einer Philosophie im Anschluss an Jacques Derrida lauten.

Ziel der Konferenz ist es, fernab vom gängigen Personenkult, der Philosophie Derridas nicht zu gedenken, sondern mit ihr nach- und weiter zu denken. Die Frage nach der Gegenwärtigkeit von Dekonstruktion steht dabei im Zentrum: Wer macht  Dekonstruktion? Wer macht sie gegenwärtig? Lässt sie sich gegenwärtig machen? Wie ließe sich Dekonstruktion weiter machen? Und worin besteht die Bewegung dieses Denkens heute? Es gilt zu klären, worin wichtige Problemfelder eines dekonstruktiven Denkens liegen und auch was für neue Möglichkeiten und Perspektivwechsel dekonstruktives Denken eröffnet.

Diese doppelte Fragestellung spiegelt sich auch in den Hauptvorträgen und Podiumsdiskussionen wieder, für die international renommierte Derrida-Experten gewonnen werden konnten: Geoffrey Bennington (Emory), Bruno Clément (Paris), Alexander García Düttmann (London), Martin Hägglund (Harvard), Anselm Haverkamp (New York), Jean-Luc Nancy (Straßburg), Martine Meskel-Cresta (Cergy-Pontoise) und Martin Saar (Frankfurt). Die Konferenzsprachen sind Englisch und Deutsch.

Die Konferenz richtet sich nicht nur an ein akademisches Fachpublikum, sondern steht philosophisch Interessierten ausdrücklich offen. Sie wurde von einer Gruppe engagierter Studierender, Nachwuchswissenschaftler und Professoren des Instituts für Philosophie und des Instituts für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Goethe-Universität organisiert. An allen drei Konferenztagen finden Kolloquien (Panel Sessions) statt, die von Podiumsdiskussionen (Roundtable) umrahmt werden. Darüber hinaus wurden begleitende Abendveranstaltungen organisiert.

Im öffentlichen Begleitprogramm wird der bekannte französische Philosoph Jean-Luc Nancy am 14. März (Mittwoch) um 18.30 Uhr im Hörsaalzentrum  (HZ 6) auf dem Campus Westend einen Vortrag zum Thema „Politique et/ou politique“ halten. Kein anderer Philosoph hat in vergleichbarer Weise über die politische Dimension der philosophischen Dekonstruktion nachgedacht wie Nancy. In seinem Vortrag in französischer Sprache wird der Philosoph nachzeichnen, wie ein politisches Denken und wie eine politische Praxis im Anschluss an Jacques Derrida aussehen könnte.

Unter der Leitung von Werner Hamacher findet am 16. März (Freitag) um 20 Uhr im Chagallsaal des  Schauspiels Frankfurt eine Podiumsdiskussion mit Martine Meskel-Cresta, Bruno Clément und Martin Saar zum Thema „Theater der Universität“ statt. Auf Grundlage von Derridas Vortrag „Die unbedingte Universität“ beschäftigt sich die Veranstaltung mit dem Status von Universität und deren Rolle im Zusammenspiel mit Verwaltung und Wirtschaft. Die Teilnehmer werden Englisch und Französischer sprechen, der Eintritt ist frei.

Informationen: Sophie Kölbl, Organisationsteam „Derrida-Konferenz“, Campus Westend, Campus Westend, Tel.: (069) 798-22801 (Jutta Jedzig, Sekretariat Prof. Dr. Christoph Menke), presse@derrida-frankfurt.de, www.derrida-frankfurt.net/

Hochschulpolitische Themen

Mär 7 2012
15:52

Konstituierende Sitzung des neu gewählten Hochschulrats der Goethe-Universität mit drei neuen Mitgliedern

Impulsgeber für die universitäre Entwicklung

FRANKFURT. Der neugewählte Hochschulrat der Goethe-Universität ist am 6. März zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Das Gremium wählte Dr. Rolf-E. Breuer, ehemaliger Sprecher des Vorstands und früherer Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutschen Bank AG, einstimmig zu seinem Vorsitzenden. Breuer sitzt dem Gremium bereits seit sieben Jahren vor. Zu seinem Stellvertreter wurde Karlheinz Weimar, der ehemalige Hessische Finanzminister (CDU), gewählt.

Mit drei neuen Mitgliedern hat sich das Aufsichtsgremium der Goethe-Universität, das 2008 an die Stelle der Landesaufsicht getreten ist, spürbar verändert: Mike Josef, SPD-Stadtverordneter der Stadt Frankfurt am Main, sitzt auf Vorschlag studentischer Senatsvertreter im Hochschulrat. Mit Unterstützung der professoralen Senatsvertreter zieht Prof. Dr. Karl Ulrich Mayer, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, in das Gremium ein. Mit Karlheinz Weimar gewinnt das Gremium ein politisches Schwergewicht. Weimar war vom Präsidium vorgeschlagen worden.

Der Hochschulrat will in den kommenden vier Jahren die Goethe-Universität bei der Standortentwicklung, weiteren Strukturreformen und der Ausgestaltung ihrer institutionellen Autonomie unterstützen; zudem versteht sich der Hochschulrat als Impulsgeber für die Hundertjahr-Feier der Universität, die 2014 ansteht.

Im Einzelnen gehören dem Hochschulrat der Goethe-Universität jetzt folgende Mitglieder an:

Dr. Sönke Bästlein
Schatzmeister im Vorstand der Vereinigung von Freunden und Förderern der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main e.V. und Mitglied des Vorstands der Stiftung pro universitate

Dr. Rolf-E. Breuer
Ehemaliger Sprecher des Vorstands und früherer Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutschen Bank AG 

Gabriele Eick
Executive Communications, Beratung für synchronisierte Unternehmenskommunikation

Mike Josef
Stadtverordneter der Stadt Frankfurt am Main

Ingmar Jung
Staatssekretär, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Gerd Köhler
Ehemaliges Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Prof. Dr. Karl Ulrich Mayer
Präsident der Leibniz-Gemeinschaft

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger
Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz 

Prof. Dr. Axel A. Weber
Präsident der Deutschen Bundesbank a.D.

Karlheinz Weimar
Hessischer Finanzminister a.D.

Prof. Dr. Bernhard Zwißler
Direktor der Klinik für Anästhesiologie des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München