Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Veranstaltungen

Apr 28 2014
12:59

Lesung auf dem Campus Westend

Johnny‘ feiert 100 Jahre Goethe-Uni

FRANKFURT. Wer ist eigentlich „Johnny“? So oder so ähnlich hieße der Namenspatron der (Johann Wolfgang) Goethe-Universität wohl heute. Und so wie Johann damals hat Johnny heute mit 30 Prosatexten, 10 Gedichten und 24 Illustrationen von Angehörigen der Goethe-Uni  auch einiges an Literatur und Kunst zu bieten. „Johnny“‘ ist nun fertig, und das Redaktionsteam feiert den 100. Geburtstag der Goethe-Universität mit einer öffentlichen Lesung: Zehn Autorinnen und Autoren tragen am 9. Mai (Freitag) ab 20 Uhr ihre Texte auf dem Campus Westend im Casino in Raum 1.811 vor. Bei Getränken und Snacks gibt es auch druckfrische Exemplare.

Seit einem Jahr haben Germanistik-Studierende anlässlich des Jubiläums für die Literaturzeitschrift „Johnny“ Texte und Illustrationen entworfen, gesammelt, lektoriert und layoutet. In ihren Kurzgeschichten und Gedichten haben sich Studierende und Lehrende aus verschiedenen Fachbereichen auf literarische und poetische Weise mit der Uni Frankfurt auseinandergesetzt – und das „gestern, heute und morgen“, so der Untertitel der Zeitschrift. „Auf 147 Seiten kommt jeder auf seine Kosten, ganz gleich ob Krimi- oder Science-Fiction-Fan“, so das Redaktionsteam. „Auch für Kunstinteressierte hat ‚Johnny‘ einiges zu bieten. Zwischen Prosa und Lyrik haben zahlreiche Fotografien und Zeichnungen ihren Platz gefunden.“

Die Spenden aus dem Verkauf von „Johnny“ kommen dem Zirkusprojekt der Friedrich-Fröbel-Schule in Neu-Isenburg zugute. Finanziert wurde dieses Projekt aus den zentralen Mitteln für das Jubiläum, vom Schreibzentrum, vom Alumni Verein Germanistik und dem Kulturförderfonds des AStA.

Informationen: Dr. Nadja Sennewald, [schreibZENTRUM, Campus Westend, Tel.: 069/ 798-32845, sennewald@em.uni-frankfurt.de

Ansprechpartnerin für das studentische Redaktionsteam: Mareike Schneider, mareike_s90@web.de, Mobil 0174/1714466

Personalia/Preise

Apr 25 2014
12:06

Jacqueline Neumann und Ulrich Segna erhalten Baker & McKenzie-Preis 2013

Rechtswissenschaftler ausgezeichnet: Hervorragende Arbeiten zur Rule of Law und zu Bucheffekten

FRANKFURT. Der Baker & McKenzie-Preis für die beste wirtschaftsrechtliche Dissertation bzw. Habilitation wird heute Nachmittag (Freitag) an Jacqueline Neumann und Ulrich Segna verliehen. Die beiden Preisträger erhalten die mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Auszeichnung während der Promotionsfeier des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Goethe-Universität.

Jacqueline Neumann überzeugte das Auswahlgremium mit ihrer Dissertation „Die Förderung der Rule of Law in der Entwicklungszusammenarbeit. Ein Beitrag zur Herausbildung einer völkerrechtlichen Verfassungsnorm“, die Prof. Dr. Stefan Kadelbach betreute. „Frau Neumann hat ein neues und in einer Dissertation noch nicht behandeltes Thema erschlossen und ihm durch eigenständig erarbeitete Kriterien Struktur gegeben. Dazu hat sie nicht nur eine Flut von Dokumenten aller Art verwertet, sondern es auch unternommen, durch Praktiker-Interviews der Verwaltungswirklichkeit auf die Spur zu kommen“, so Betreuer Kadelbach. Hierzu untersuchte sie bei der Weltbank, der Europäischen Kommission und der deutschen Bundesregierung die Anforderungen an Planung, Durchführung und Kontrolle der Entwicklungszusammenarbeit. „Sie hat nicht nur dazu beigetragen, einen wenig juridifizierten Bereich an rechtsstaatliche Leitbilder heranzuführen, sondern hat auch einen Beitrag zum Großthema der Konstitutionalisierung des Völkerrechts geleistet. Anhand der Entwicklungszusammenarbeit hat sie gezeigt, dass die Prinzipienwirkung bestimmter Grundsätze längst in normativen Teilordnungen ihren Niederschlag gefunden hat, die sich nicht alleine in den klassischen Quellen des Völkerrechts zur Geltung bringen“, betont Kadelbach.

Bei der weiteren preisgekrönten Arbeit handelt es sich um die Habilitationsschrift von Ulrich Segna mit dem Titel „Bucheffekten. Intermediärverwahrte Wertpapiere im deutschen und schweizerischen Recht. Ein rechtsvergleichender Beitrag zur Modernisierung des deutschen Depotrechts“. Diese Arbeit betreute Prof. Dr. Dres. h. c. Theodor Baums. Ulrich Segna befasst sich in seiner Untersuchung mit der Frage, wie ein modernes deutsches Recht für kapitalmarktgängige Wertpapiere ausgestaltet werden könnte. „In diesem rechtlich wie rechtstatsächlich äußerst komplexen Feld hat er eine Grundlagenarbeit vorgelegt, die eine tiefschürfende Untersuchung der sich stellenden Fragen und eine rechtsvergleichende Umschau mit umsichtigen rechtspolitischen Folgerungen verknüpft. Mit gutem Gespür für das Gebotene und Machbare wird ein eigenständiges, abgewogenes und überzeugendes Modell entwickelt, dem rechtspolitisch erhebliche Umsetzungschancen zuzugestehen sind“, lobt Prof. Dr. Dres. h. c. Theodor Baums das Werk.

Dr. Christian Reichel, geschäftsführender Partner von Baker & McKenzie Deutschland und Österreich, wird heute die Auszeichnung an die beiden Preisträger überreichen. „Seit 1988 verleiht unsere Kanzlei diesen Preis jährlich für herausragende Dissertationen und Habilitationen aus dem Bereich des Wirtschaftsrechts. Er ist wichtiger Teil des internationalen Programms unserer Kanzlei zur Förderung des juristischen Nachwuchses und Ausdruck der engen Verbundenheit unserer Kanzlei mit der Goethe-Universität“, sagt Dr. Christian Reichel.

Zu Baker & McKenzie: Lange bevor der Begriff „Global Player“ modern wurde, hatte Baker & McKenzie die Vision einer globalen Wirtschaftskanzlei bereits verwirklicht. 1949 von Russell Baker und John McKenzie in Chicago gegründet, zählt Baker & McKenzie heute mit mehr als 4.100 Anwälten an 75 Standorten und einem weltweiten Umsatz von über 2,4 Milliarden US-Dollar im vergangenen Geschäftsjahr zu den größten und leistungsstärksten Anwaltskanzleien der Welt. In Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main und München vertreten rund 200 Anwälte, in Wien rund 35 Juristen mit ausgewiesener fachlicher Expertise und internationaler Erfahrung die Interessen ihrer Mandanten.

Informationen:  Iris Meinking, Baker & McKenzie Frankfurt, Tel.: (069) 2 99 08 322, Mobil: 0162 2 99 08 55, iris.meinking@bakermckenzie.com, http://www.bakermckenzie.com

Veranstaltungen

Apr 25 2014
10:12

Ringvorlesung an der Goethe-Universität über den französischen Mathematiker. Auftakt: 29. April, 18 Uhr, Campus Bockenheim.

Revolutionär der Mathematik: Jean Baptiste Fourier

FRANKFURT. Ohne seine Mathematik keine Google-Abfrage, kein Handy und kein Smartphone: Jean Baptiste Joseph Fourier hat mit seinen Ideen die Mathematik revolutioniert. Vier Vorträge einer Ringvorlesung, die vom Verein zur Förderung der Mathematik an der Goethe-Universität veranstaltet wird, sind diesem außergewöhnlichen Mathematiker und Physiker gewidmet.

Im Jahr der französischen Revolution 1789 war Jean Baptiste Fourier 21 Jahre alt. Er war der neuen politischen Entwicklung sehr zugetan, ein Revolutionär. Aus Sicht des 21. Jahrhundert wäre es höchst bedauerlich gewesen, wenn er sich nicht vor der Bastille und damit der Guillotine hätte retten können. Seine wahre revolutionäre Idee war indessen nicht politisch, sondern mathematisch: Beliebige Kurven müssten sich eigentlich als Summen von harmonischen Schwingungen erzeugen lassen. Jean Baptiste Fourier löst mit dieser Idee nicht nur eine spannende Kontroverse unter den Mathematikern der Zeit der Aufklärung aus, sondern schafft die Grundlage für viele radikale Entwicklungen, die unser Leben heute bestimmen. Die Digitalisierung von Bild und Ton, das heutige Verständnis von Atomen, Elementarteilchen, Sonnen und Galaxien, lebensrettende Geräte wie Computertomographen wären ohne diese Erkenntnis nicht möglich.

Als Auftakt der Veranstaltungsreihe gibt der Vortrag von Dr. Berthold Ströter einen spannenden Einblick in die Ideengeschichte einer mathematischen Entdeckung sowie in die Biografie von Fourier. Der Vortrag wird die Faszination eines mathematischen Konstruktes für den Laien lebendig werden lassen, überraschende Einsichten präsentieren und den Blick der Zuhörer auf die Welt bereichern.

Die Termine:

29. April
Dr. Berthold Ströter: Jean Baptiste Joseph Fourier

20. Mai
Prof. Dr. Götz Kersting (Goethe-Universität): Die Mathematik des Klangs

17. Juni
Prof. Dr. Michael Langenbruch (Universität Oldenburg): Wie funktioniert ein Computertomograph?

15. Juli
Dr. Laura Spitler (Max-Planck-Institut für Radioastronomie): Die Radioklänge der Sterne

Die Vorträge finden jeweils um 18 Uhr im Hörsaal IV im Hörsaalgebäude auf dem Campus Bockenheim statt. Die Vorlesung richtet sich an alle Interessierten. Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten unter foerderv@math.uni-frankfurt.de

Weitere Informationen: www.mathe-uni-ffm.de/ringvorlesung

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Apr 22 2014
16:09

Die renommierte Islamwissenschaftlerin spricht in der Mittwochskonferenz des Forschungszentrums für Historische Geisteswissenschaften

Vortrag von Gudrun Krämer: „Islam, Moderne, Säkularität“

FRANKFURT. „Islam, Moderne, Säkularität“ ist der Titel eines öffentlichen Vortrags, den Prof. Dr. Gudrun Krämer, Islamwissenschaftlerin an der Freien Universität, morgen, Mittwoch (23. April), 18 Uhr, im IG-Farben-Haus (Raum 411) auf dem Campus Westend hält. Das Verhältnis vom Islam und Moderne ist hoch kontrovers. In ihrem Vortrag nimmt die renommierte Islamwissenschaftlerin besonders historische Prozesse der Säkularisierung in den Blick. Sie wird zeigen, dass in islamisch geprägten Gesellschaften Religion und Politik keineswegs immer so miteinander verknüpft waren, wie heute häufig angenommen.

Krämer interessiert in erster Linie das Verhältnis von Recht, Verfassung und öffentlicher Ordnung und die damit einhergehende Unterscheidung zwischen „öffentlich“ und „privat“. Diese Unterscheidung – so die Referentin – müsse vor dem Hintergrund der wachsenden Verbreitung neuer Medien und der Expansion „islamischer Märkte, „islamischen Konsums“ und „islamischer“ Unterhaltung neu durchdacht werden.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Mittwochskonferenz statt, die das Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität während des Semesters regelmäßig veranstaltet.

Informationen: Prof. Dr. Bernhard Jussen, Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798- 32427, jussen@em.uni-frankfurt.de, www.fzhg.org

Veranstaltungen

Apr 22 2014
14:24

Glückwunsch zum 70.: Eine Ausstellung im Fenster zur Stadt zeigt bis zum 31. Mai Manuskripte, Fotos und Tonträger der Frankfurter Schriftstellerin.

Eva Demskis Köfferchen

FRANKFURT. Eva Demski feiert am 12. Mai ihren 70. Geburtstag. Dies nimmt das Literaturarchiv der Goethe-Universität zum Anlass, der Grande Dame des literarischen Lebens in Frankfurt eine Ausstellung zu widmen. Manuskripte, Fotos und Tonträger, Filme, Gemälde, Kleinode und ganze Biographien, die Eva Demski hütet und in ihrem Werk gestaltet, bilden Literaturgeschichte als ein sinnliches Mosaik, das von Demskis Anfängen beim Hessischen Rundfunk über ihre schriftstellerische und journalistische Laufbahn bis zu ihren gegenwärtigen Arbeiten reicht.

Eva Demski setzte vor drei Jahren ein Zeichen gegen den wachsenden Verlust von Dokumenten der Frankfurter Gegenwartskultur: Sie übergab die Manuskripte ihres Prosawerks dem Literaturarchiv der Goethe-Universität im Universitätsarchiv. Dem Beispiel folgen fortan viele Frankfurter Verlage, Autoren oder deren Erben in unterschiedlichen Kooperationen. Die Tochter des ersten Ausstattungschefs des hr-Fernsehens begann selbst am Rundfunk. Ihre titel, thesen, temperamente-Sendungen, Filme und Hörfunkbeiträge zählen genauso zum Lebenswerk wie 25 Bücher, 300 Essays und journalistische Arbeiten, zudem Kritik, Dramaturgie oder Lyrik.

Im Titel der Ausstellung wie auch in deren Gestaltung spiegelt sich Demskis Eigenart wider, ihre Sammlungen, ihr privates Archiv, die vielen Gaben von Künstlern anderer Disziplinen, in kostbaren Gepäckstücken aufzubewahren. Aus Eva Demskis Bestand gibt das Literaturarchiv im Insel Verlag einen Band mit ihren Frankfurt-Essays heraus, arrangiert als großer Spaziergang durch die Stadt. Ebenfalls zum Geburtstag erscheint eine Neuausgabe ihres Romans »Scheintod«. Zudem werden die Gratulationen der Frankfurter Autoren in der Reihe »Bögen des Universitätsarchivs Frankfurt« publiziert.

Ausstellung „Eva Demskis Köfferchen“.
Bis zum 31. Mai im Fenster zur Stadt, Restaurant Margarete, Braubachstr. 18-22, Frankfurt am Main, jeweils 11.00-24.00 Uhr.

Die Ausstellung findet im Rahmen des Jubiläumsprogramms „100 Jahre Goethe-Universität“ statt.

Weitere Informationen: Wolfgang Schopf, Literaturarchiv der Goethe-Universität im Universitätsarchiv, Tel. (069) 798 22717, w.schopf@lingua.uni-frankfurt.de