Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Veranstaltungen

Jan 21 2013
11:39

Der 7. Mentorentag der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL) thematisiert Beratung zwischen Intuition und Standardisierung

Neue Wege der Begleitung während der Schulpraktischen Studien

FRANKFURT. Am 13. Februar 2013 findet an der Goethe-Universität Frankfurt im Casino (R 1.801) von 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr der 7. Mentorentag statt. Veranstalter ist die Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL) der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Das Thema des Mentorentages 2013 ist „Beratung zwischen Intuition und Standardisierung - Schulpraktische Studien als biografischen Prozess begleiten.“

In diesem Zusammenhang wird Prof. Dr. Uwe Schaarschmidt einen Vortrag über das Entwicklungsinstrument FIT-L (Praktikum) halten. Dieses internetbasierte Verfahren der Selbst- und Fremdeinschätzung wird anschließend als Instrument zur Förderung der Kommunikation zwischen Mentor und Praktikant diskutiert.

Der 7. Mentorentag bietet erstmalig die Möglichkeit, dass 45 Praktikumsbeauftragte und Mentoren, die während des Schulpraktikums ihre Studierenden betreuen, in Kontakt treten. Ergänzt wird der Tag mit Studierenden, die ihre Erwartungen an das Schulpraktikum vorstellen. Außerdem bietet die ABL während der Veranstaltung ihr umfassendes Beratungsangebot an.

Weitere Informationen/Ansprechpartner: Andreas Hänssig, Leiter der Schulpraktischen Studien (ABL), Senckenberganlage 15, 60054 Frankfurt am Main, Tel. (069) 798 23677, haenssig@em.uni-frankfurt.de, www.abl.uni-frankfurt.de/40103813/Schulpraktische-Studien

Veranstaltungen

Jan 21 2013
11:36

SKYLINE SYMPHONY - Frankfurter Kammerorchester spielt Rossini, Bottesini und Beethoven. 27. Januar, Campus Westend

9. Goethe-Campus-Konzert

FRANKFURT. Das SKYLINE SYMPHONY – Frankfurter Kammerorchester unter der Leitung von Michael Sanderling spielt wieder auf dem Campus Westend: Auf dem Programm des 9. Goethe-Campus-Konzert stehen Gioacchino Rossinis Ouvertüre zu Tancredi, Giovanni Bottesinis Konzert Nr. 2 h-moll für Kontrabass und Streichorchester sowie Ludwig van Beethovens 4. Sinfonie. Diesmal sind es 35 Musiker - Konzertmeister, Stimmführer, und Instrumentalisten aus großen Orchestern, zusammen mit einigen ausgewählten Studierenden -,  die im Festsaal des Campus Westend der Goethe-Universität konzertieren. Solist des Abends wird Kontrabassist Frithjof-Martin Grabner sein.

Das 9. Goethe-Campus-Konzert findet statt am

Sonntag, 27. Jan. 2013, 17 Uhr,
im Festsaal im Casino-Gebäude der Goethe-Universität,
Campus Westend, Grüneburgplatz 1.

Frithjof-Martin Grabner ist regelmäßigen Besuchern der Goethe-Campus-Konzerte längst bestens bekannt. Hier spielt er nämlich seit der Gründung von SKYLINE SYMPHONY Ende 2010 den 1. Kontrabass. Weil ihn das unkonventionelle Konzept dieses Kammerorchesters von Anfang an begeistert hat, lässt er es sich trotz vieler Verpflichtungen, u.a. auch als Professor für Kontrabass an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig, nicht nehmen, bei jedem Konzert mit von der Partie zu sein. 

Frithjof-Martin Grabner gastierte u.a. beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Bamberger Symphonikern, den Berliner Opernhäusern, dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, der Sächsischen Staatskapelle Dresden und dem Münchener Kammerorchester. Er ist Mitglied renommierter Ensembles wie dem Bach-Collegium Stuttgart, dem Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach, dem Leipziger Consort, dem Neuen Berliner Kammerorchester  und der Berliner Bachakademie. Konzertreisen und Meisterkurse führten ihn durch ganz Europa, Asien, Nord- und Südamerika, sowie nach Israel und zu zahlreichen, internationalen Festivals.

Zum neuen Jahr hat sich der Präsident der Goethe-Universität, Prof. Werner Müller-Esterl, dazu bereit erklärt, Schirmherr der Goethe-Campus-Konzerte zu werden.

Das Konzert wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Commerzbank Stiftung und der Marschner Stiftung sowie der Ernst Max von Grunelius-Stiftung.

Tickets gibt es an allen Vorverkaufsstellen, Tel.: 069/ 4 07 66 20 und im Campus Shop.

Weitere Informationen:  Birgid Groscurth, SKYLINE SYMPHONY - Frankfurter Kammerorchester, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. (069) 7430 8444, http://www.skyline-symphony.com/

Personalia/Preise

Jan 18 2013
15:43

Erste Tranche der mit insgesamt 50 Millionen Euro dotierten Matching Funds

Land überweist 12,68 Millionen Euro an Goethe-Universität Frankfurt

WIESBADEN / FRANKFURT. „Wir stehen weiterhin zu dem Wort, das der ehemalige Wissenschaftsminister Udo Corts und der frühere Finanzminister Karlheinz Weimar 2007 der Goethe-Universität gegeben hatten“, sagt Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. Und die Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, hebt hervor: „Das Land Hessen setzt mit der Überweisung der ersten Rate der so genannten Matching Funds ein Zeichen für die Stärkung der Frankfurter Stiftungsuniversität und ihrer Autonomie.“

Es geht um 12,68 Millionen Euro, welche die Goethe-Universität jetzt vom Land erhielt. Der Betrag ist die erste Tranche von insgesamt 50 Millionen Euro, die der Goethe-Universität 2007 durch Corts unter bestimmten Bedingungen zugesagt wurden: In einer damals geschlossenen Finanzierungsvereinbarung zwischen Land und Universität war festgehalten worden, dass für jeden von der Goethe-Universität für ihr Stiftungskapital eingeworbenen Euro das Land Hessen jeweils einen Euro zahlt („Matching Funds“), und zwar bis zu einer Gesamthöhe von 50 Millionen Euro aus den Erlösen beim Verkauf der Hochschul-Liegenschaften des Campus Bockenheim.

Universitätspräsident Prof. Dr. Werner Müller-Esterl dankte der Landesregierung und den beiden Ministern dafür, dass das Land Wort gehalten habe: „Ich freue mich, dass die Goethe-Universität jetzt nach und nach mit der Auszahlung der Matching Funds rechnen kann. Das gibt uns in schwierigen Zeiten mehr Spielräume für die Verbesserung von Forschung und Lehre.“ Mit der Räumung immer größerer Teile des Campus Bockenheim würden in den nächsten Jahren weitere Millionenbeträge fällig. Dieses Geld diene dem weiteren Aufbau des Grundstockvermögens der Stiftungsuniversität, deren Gesamtvolumen inklusive Zusagen und unselbständigen Stiftungen inzwischen rund 160 Millionen Euro betrage. Besondere Anerkennung und Dank sprach Müller-Esterl in diesem Zusammenhang auch seinem Vorgänger Prof. Dr. Rudolf Steinberg aus: „Es ist seinem Geschick und seinem Beharrungsvermögen zu verdanken, dass es zu dieser für die Universität so günstigen Regelung gekommen ist.“

Während Steinbergs Amtszeit sind nach den Worten Müller-Esterls zudem durch hohe Einwerbungen von dritter Seite die Voraussetzungen geschaffen worden, dass es heute überhaupt zur Auszahlung der Matching Funds kommen kann: Neben den 33 Millionen Euro aus der 2007 eingerichteten Kassel-Stiftung, der mit 21 Millionen Euro ausgestatteten House of Finance-Stiftung und der 15 Millionen Euro schweren Adickes-Stiftung habe die Universität weit mehr als 50 Millionen Euro für ihren Stiftungsstock eingeworben.

Hintergrund
Im Zuge der Errichtung des Kulturcampus hat das Land das 16 Hektar große Gelände des Campus Bockenheim inzwischen an die städtische ABG veräußert. Diese Liegenschaften werden im Zuge der Standortneuordnung der Universität bis 2017 vollständig geräumt. Mit ihren Umzügen an die Standorte Westend und Riedberg wird die Goethe-Universität das Gelände schrittweise an die ABG übergeben. Die einzelnen Tranchen der Matching Funds werden abhängig vom Fortschritt bei der Übergabe ausgezahlt. Die jetzt überwiesenen 12,68 Millionen Euro stammen von der Erlösen für die Nordkante des Universitätsareals. Die Grundstücke waren der Universität seinerzeit von der Stadt Frankfurt für die universitäre Nutzung geschenkt worden. 1999 wurde zwischen dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt der so genannte Kulturvertrag geschlossen. In diesem verzichtete die Stadt auf das ihr für den Fall der Aufgabe der universitären Nutzung zustehende Heimfallrecht und bestimmte, dass der Reinerlös aus einer eventuellen Veräußerung „für die Entwicklung der Universität“ genutzt werden müsse. Diese Bestimmung des Kulturvertrags war eine wesentliche Voraussetzung für die Verlagerung der Universität auf die neuen Campi Westend und Riedberg.

Forschung

Jan 17 2013
16:10

Forschungsstelle „NS-Pädagogik“ stellt Buch vor zur Nazi-Schülerzeitschrift „Hilf mit“. 24. Januar, 16.00 Uhr, Casino Westend

Nazi-Schülerzeitschrift indoktrinierte Generation

FRANKFURT. Jeweils über 5 Millionen Exemplare der illustrierten Zeitschrift „Hilf mit“ wurden Monat für Monat vom NS-Lehrerbund als Herausgeber an die Schülerschaft verteilt. So wurde eine ganze Generation sozialisiert und geprägt: Die HJ-Generation von Martin Walser, Günter Grass, Helmut Schmidt und Papst Benedikt XVI (Joseph Ratzinger), so die Ausgangsthese dieser Studie. In einem Forschungsprojekt der Goethe-Universität mit Unterstützung der DFG wurden nun für Bibliotheken sämtliche Ausgaben von Oktober 1933 bis September 1944 (ca. 3000 Seiten) für die wissenschaftliche Aufarbeitung reproduziert und analysiert.

Erste Ergebnisse dieser Analyse: Nicht plumpe Propaganda, sondern professionell gemachte Indoktrination lässt sich feststellen: 2/3 des Materials beschwören eine herrliche Idylle von gesunden deutschen Mädchen und Jungen, Mutter und Kind, Weihnachtsbaum und kleinen Igeln. Idylle und Spießer-Ideologie. Wohl dosiert und im geringen Umfang gab es zudem auch primitive Propaganda für NS-Führer und NS-Organisationen mit ihren Symbolen.
Mit pervertiertem reformpädagogischen Geschick werden die Jugendlichen zum „forschenden Lernen“ mit antisemitischen Inhalten aufgefordert.

Die Forschungsstelle „NS-Pädagogik“ im Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität lädt ein zur Buchvorstellung und Diskussion am

Donnerstag, den 24. Januar 2013, 16.00 Uhr, Casino-Westend / Raum 1.802.

  • Begrüßung: Prof. Dr. Tanja Brühl (Vizepräsidentin der Goethe-Universität)
  • Zur Einführung: NS-Moral?: Prof. Dr. Werner Konitzer, (Fritz Bauer Institut)
  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Rassismus und Antisemitismus: Prof. Dr. Micha Brumlik (Forschungsstelle „NS-Pädagogik“)
  • Zur Nazi-Schülerzeitschrift „Hilf mit!“: Deutsche Idylle, Rassismus und Antisemitismus: apl. Prof. Dr. Benjamin Ortmeyer (Forschungsstelle „NS-Pädagogik“)

Weitere Informationen: apl. Prof. Dr. Benjamin Ortmeyer, Forschungsstelle „NS-Pädagogik“, Fachbereich Erziehungswissenschaften - Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft, Tel. (069) 798-22091, BOrtmeyer@t-online.de

Veranstaltungen

Jan 15 2013
11:13

Projekt „New Migrant Socialities“ veranstaltet internationale Tagung mit Clubevent. 24.-26. Januar, Campus Westend

Clubs als Forschungsgegenstand

FRANKFURT. Vom 24. bis 26. Januar 2013 veranstaltet das durch den Europäischen Forschungsrat geförderte Projekt „New Migrant Socialities“ die internationale Tagung „New Post-Migrant Socialities: Rethinking Urban Leisure Publics in the Context of Diversity and Dominance“ auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt.

Die Abschlusskonferenz stellt die Projektergebnisse einem breiten internationalen Publikum vor und soll auch eine intensive Diskussion darüber anregen, wie ethnische und marginalisierte Minderheiten ihre öffentliche urbane Umgebung gestalten und daran teilhaben. In der Keynote am Donnerstagabend um 18 Uhr wird Les Back, Professor der Soziologie am Goldsmiths College der University of London, zum Thema „Moving Sounds, Controlled Borders: Asylum and the Cultural Politics of Music“ im Eisenhower Raum auf dem Campus Westend sprechen.

Zum Hintergrund: Das Projektteam um Prof. Kira Kosnick erforschte in den vergangenen vier Jahren das Freizeit- und Ausgehverhalten junger Erwachsener mit Migrationshintergrund in den ethnischen Clubszenen von Paris, London und Berlin und dabei insbesondere die Formen sozialer Beteiligung und kulturellen Experimentierens junger Menschen, die für das Leben in Metropolen charakteristisch sind. Das Projekt untersuchte, wie gerade junge Post-Migranten ihre sozialen Bindungen gestalten, wenn sie sich im Nachtleben ausgewählter europäischer Großstädte bewegen. Das Clubbing ist dabei von zentraler Bedeutung, ist es doch nicht nur eine der populärsten Freizeitaktivitäten junger Menschen unabhängig von ethnischem Hintergrund und Migrationsgeschichte quer durch Europa, sondern auch ein wichtiger Rahmen für das Erleben von urbaner Öffentlichkeit. An zweieinhalb Tagen werden 23 internationale Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen zusammen mit wissenschaftlich interessierten Praktikern aus der Kultur- und Clubszene in sieben Panels über Migration, Rassismus und ethnische Vielfalt, Jugendkulturen und moderne Stadtentwicklung diskutieren.

Zum Abschluss der Konferenz findet ein vom Thema der Veranstaltung inspirierter Event im Frankfurter Club Orange Peel statt. Als Musiker und Künstler konnten DJ Ritu (London), DJ Ipek (Berlin), Janeck Altshuler (Wiesbaden), das Performance Duo Clara Jo & James Gregory Atkinson aka "Banjee Boi" (Frankfurt/Berlin) sowie die Frankfurter Lichtkünstler von „Lichtan Lichtaus“ gewonnen werden.

Die Tagung wird in englischer Sprache stattfinden, die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Anmeldung bis zum 16. Januar 2013 wird gebeten.

Informationen zum Programm und zur Anmeldung: www.migrant-socialities.eu/conferences/conference