Veranstaltungen
Architektenwettbewerb prämiert Preisträgerentwürfe für ein Symbolgebäude der demokratisch verfassten Studierendenschaft
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim war das erste seiner Art in Deutschland. 1953 mit dem Geld der amerikanischen Besatzungsmacht errichtet, sollte es der Redemokratisierung der Frankfurter Studierendenschaft im Nachkriegsdeutschland dienen. Es wurde damit in Deutschland zum Symbol einer demokratisch verfassten Studierendenschaft.
Nach dem Umzug der Goethe-Universität vom Campus Bockenheim auf den Campus Westend soll diese bedeutende studentische Tradition gleichsam mit umziehen. Das neue Studierendenhaus auf dem Campus Westend nimmt Gestalt an: Ein Architektenwettbewerb unter Beteiligung renommierter Büros aus ganz Deutschland wurde gerade entschieden. Der Preisträger steht fest. Bei einem Mediengespräch
am Montag, den 3. Februar, 13- 14 Uhr
Ort: Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend,
Gebäude PA (Erdgeschoss), Raum 0.P22, Grüneburgplatz
möchten Ihnen die Beteiligten aus Politik, Wissenschaft, Studierendenschaft und Planung die Ergebnisse vorstellen.
Ihre Gesprächspartner:
Hinweis an die Redaktionen: Im Anschluss an die PK ist die Preisverleihung geplant. Anwesend sind die Vertreterinnen und Vertreter aller prämierten Büros.
Mit den besten Grüßen
Dr. Olaf Kaltenborn (Goethe-Universität Frankfurt)
Mark Kohlbecher (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Sonstige
Universitätsarchiv der Goethe-Universität widmet dem AfE-Turm anlässlich der Sprengung eine kleine Essaysammlung
FRANKFURT. Seine Sprengung wird tausende Schaulustige nach Bockenheim locken: Der AfE-Turm war aber auch schon zu der Zeit, in der in ihm noch geforscht und gelehrt wurde, ein ganz besonderer Ort. Um diese universitäre Lokalität zum Abschluss zu würdigen, hat das Universitätsarchiv der Goethe-Universität die Publikation „Der Turm. Drei Studien zu seiner Sprengung“ herausgebracht. Der Frankfurter Soziologe Prof. Tilman Allert, der selber viele Jahre zu den „Turmbewohnern“ zählte, geht in drei Essays den Besonderheiten dieses Biotops nach.
In „Kleine Soziologie der Turmsprüche“ untersucht Allert die „bizarr skurrilen Dokumente der Jungklugheit“ an den Wänden und lotet ihre ästhetischen, kommunikativen und gesellschaftlichen Bezüge aus.
In „‘Miss you.‘ Hommage an die Hausmeister“ beschäftigt sich Allert mit den „heimlichen Herrschern“ des Turms, die in ihrer „Schaltzentrale“ im Foyer des Turms sitzend sich freundlich und souverän dem „technologischen Kummer“ der akademischen Turmbewohner widmen.
Im Essay „Exzellenz trägt schwarz. Zum Kantianismus der Krähen“ schließlich geht Allert dem erstaunlichen Verhalten eines tierischen Turmbewohners nach: der Rabenkrähe, deren Futterrecherche dem Soziologen viel Stoff für begriffliche Differenzierungen und philosophische Spekulationen bietet.
Ergänzt werden die drei Essays durch eine kleine Fotosammlung.
Die Publikation ist ab sofort erhältlich in den Bockenheimern Universitätsbuchhandlungen, kann aber auch beim Universitätsarchiv zu einer Schutzgebühr von 4,- Euro bestellt werden.
Informationen: Wolfgang Schopf, Universitätsarchiv der Goethe-Universität, uniarchiv@uni-frankfurt.de
Veranstaltungen
Einwöchiger Sommerkurs bundesweit ausgeschrieben – Bewerbungsschluss 1. April 2014
FRANKFURT. Eine Woche Unialltag erleben, mit Wissenschaftlern forschen und verschiedene Studienfächer kennenlernen – all das bietet der Schülercampus, den die Goethe-Universität vom 6. bis 12. Juli 2014 veranstaltet. Ziel dieses Sommerkurses ist es, begabte Schülerinnen und Schüler bei der Studienorientierung zu unterstützten. Sie werden von Wissenschaftlern der Universität exemplarisch an einzelne Fächer sowie deren Fragestellungen und Methoden herangeführt. Interessierte Jugendliche aus ganz Deutschland können sich bis zum 1. April für einen der 90 Plätze bewerben und zwischen einer geistes- und sozialwissenschaftlichen sowie einer naturwissenschaftlichen Programmlinie wählen.
Bereits zum dritten Mal veranstaltet die Goethe-Universität den Schülercampus, an dem Schülerinnen und Schüler aus fast allen Bundesländern teilnehmen. Der Bedarf an Orientierung ist angesichts der wachsenden Zahl an Studienfächern groß. Der Schülercampus bietet hierbei frühzeitige und effektive Unterstützung. Die 16-jährige Marina Bohn aus Kiel etwa, Teilnehmerin des letztjährigen Schülercampus, stellt rückblickend fest: „Für mich hat sich die Woche auf jeden Fall gelohnt. Ich hatte nicht nur eine großartige Zeit in Frankfurt, sondern weiß jetzt auch wesentlich besser, welche Studienfächer für mich in Frage kommen.“
Das große Interesse am Schülercampus zeigt, dass auch motivierte und begabte Jugendliche Angebote benötigen, die ihnen die Wahl eines passenden Studienfachs erleichtern. Der Schülercampus bietet ihnen einen umfassenden Einblick in die Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften und thematisiert zugleich deren berufliche Perspektiven – ein Aspekt, der bereits bei der Studienwahl eine wichtige Rolle spielt. „Wir möchten natürlich auch interessierte und motivierte Schülerinnen und Schüler auf die Goethe-Universität aufmerksam machen. Mit dem Schülercampus bieten wir ihnen ein innovatives und anspruchsvolles Angebot zur Studienorientierung, bei dem auch der Spaß nicht zu kurz kommt“, betont Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität.
Das geistes- und sozialwissenschaftliche Programm gibt den Teilnehmern in verschiedenen Workshops Einblick in spezifische Gegenstände und Methoden einzelner Fächer. Die Kunsthistorikerinnen Dr. Bettina Marten und Dr. Helen Barr etwa führen die Schüler ins Frankfurter Städel Museum und gehen mit ihnen anhand ausgewählter Kunstwerke der Frage nach, was eigentlich ein Bild ist und was unser Bildverständnis für das Fach Kunstgeschichte bedeutet. Im Workshop Politikwissenschaften vermitteln Prof. Thomas Zittel und Prof. Claudius Wagemann am Beispiel der jüngsten Bundestagswahl, wie man Wahlen mit wissenschaftlichen Methoden untersuchen kann. Die Juristin Fabienne Peter wiederum führt die Jugendlichen anhand der Frage „Darf Folter Leben retten?“ ins Strafrecht und damit zugleich ins Jurastudiums ein.
Im naturwissenschaftlichen Programm verbringen die Schüler den Großteil der Woche in einer fachspezifischen Arbeitsgruppe, wo sie im Seminarraum, im Labor sowie auf Exkursion einer konkreten Fragestellung auf den Grund gehen. Prof. Jürgen Wunderlich etwa leitet die AG Physische Geographie, in der sich die Schüler anhand von Bohrungen, Bodenanalysen und Geodatenauswertungen mit nachhaltiger Ressourcennutzung auseinandersetzen. Die biowissenschaftliche AG von Prof. Paul Dierkes nimmt Umweltgifte und deren Auswirkungen auf biologische Systeme anhand von Labor- und Feldversuchen unter die Lupe. In der AG des Informatikers Andreas Fürtig wiederum lernen die Jugendlichen die Funktionsweise von Robotern verstehen und programmieren diese schließlich auch selbst.
Für das einwöchige Programm inklusive Übernachtung und Verpflegung zahlen die Schüler einen Teilnahmebeitrag von 180 Euro. Die Reisekosten werden bis zu 100 Euro erstattet. Der Schülercampus wird gefördert durch die Deutsche Apotheker- und Ärztebank sowie durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die FAZIT-Stiftung und die Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität.
Informationen: Dr. Benjamin Gilde, Stabsstelle Lehre und Qualitätssicherung, Tel.: (069) 798-12457, schuelercampus@uni-frankfurt.de.
Bewerbungen unter www.schuelercampus.uni-frankfurt.de.
Hochschulpolitische Themen
Universitätspräsident Prof. Müller-Esterl ruft Studierende zur Stimmabgabe bei der Wahl des Studierendenparlaments auf
FRANKFURT. Vom 27.-30. Januar finden an der Goethe-Universität die Wahlen zum Studierendenparlament statt. Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl wendet sich in einem persönlichen Aufruf an alle Studierenden: „Gehen Sie bitte wählen. Mit Ihrer Stimme können Sie Ihre politischen Interessen artikulieren und stärken die Studierendenvertretung der Goethe-Universität.“
Hier der Aufruf im Wortlaut:
„Das Studierendenparlament der Goethe-Universität ist der Ort, an dem sich studentische Interessen artikulieren. Es ist wichtig, dass die Stimme der Studierenden innerhalb der Universität sichtbar und hörbar ist. Besonders in Frankfurt war dies mit einem selbstbewussten AStA in den letzten Jahren immer der Fall. Ich appelliere deshalb an Sie persönlich, dieser Stimme der Studierendenschaft durch ihre Stimmabgabe bei der Wahl zum Studierendenparlament das nötig demokratische Gewicht zu geben. Eine hohe Wahlbeteiligung stärkt die Arbeit der Studierendenvertretung. Gehen Sie bitte wählen und machen von ihrem demokratischen Recht Gebrauch. Mit Ihrer Stimme können Sie ihre politischen Interessen artikulieren und stärken die Studierendenvertretung der Goethe-Universität.“
Urnenwahl:
Mo., 27. Januar - Mi., 29. Januar 2014, 9.00-15.00 Uhr.
Do., 30. Januar 2014, 11.00-15.00 Uhr („Mensatag“)
Forschung
Der Heidelberger Archäologe Tonio Hölscher spricht in der Mittwochskonferenz des Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften.
FRANKFURT. „Bilder der Geschichte – Geschichte der Bilder. Vom Nutzen der Bildkunst für die Historie“ ist der Titel eines öffentlichen Vortrags, den Tonio Hölscher, emeritierter Professor für Klassische Archäologie an der Universität Heidelberg, am Mittwoch (29. Januar) hält. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im IG-Farben-Haus (Raum 411) auf dem Campus Westend; sie findet im Rahmen der Mittwochskonferenz statt, die das Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität während des Semesters regelmäßig veranstaltet.
Die Aktualität der visuellen Medien und der „iconic turn“ der Kulturwissenschaften hätten zu einer extensiven, zugleich aber oft reduktiven Nutzung von Bildern in den Geschichtswissenschaften geführt, so Hölscher. In seinem Vortrag versucht der Archäologe, die Möglichkeiten der historischen Interpretation von Bildwerken als eines eigenständigen Mediums auszuloten, das mehr leistet als die Illustration und Ergänzung von Textzeugnissen. Dabei sollen zum einen die traditionellen Kategorien der archäologischen Bildwissenschaft beleuchtet, als auch neue Ansätze der kulturwissenschaftlichen Praxis fruchtbar gemacht werden. Sowohl die Bildwerke wie die Phänomene der Lebenswelt sollen in ihrem medialen Charakter erfasst und in einem Konzept der historischen Bildpraxis zusammengeführt werden.
Informationen: Monika Beck, Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798- 32344, m.beck@em.uni-frankfurt.de, www.fzhg.org