Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Veranstaltungen

Jan 30 2015
17:47

Regisseur gewährt Einblicke in seine Arbeit für Kino und Fernsehen. 3. Februar, Campus Westend

Frankfurter Poetikvorlesungen: Dominik Graf spricht über den Erzähler im Kino

FRANKFURT. Den zweiten Vortrag der aktuellen Frankfurter Poetikvorlesungen übernimmt der renommierte Film- und Fernsehregisseur Dominik Graf. Er spricht über den „Erzähler im Kino. Antagonismus von Kommentar und Kamera?“ Den ersten Vortrag der kleinen Reihe „Poetiken zwischen den Künsten – Dialoge mit der Literatur“ hatte der Komponist Wolfgang Rihm am vergangenen Dienstag gehalten.

Der in München geborene und aufgewachsene Graf studierte dort erst Germanistik und Musikwissenschaften, bevor er ab 1974 die Hochschule für Fernsehen und Film besuchte. Seit 2004 ist Graf Professor für Spielfilmregie an der Internationalen Filmschule Köln. 2012 gewann er bereits zum zehnten Mal den Grimme-Preis, damit ist er der in Marl am häufigsten ausgezeichnete Preisträger.

Graf hat zahlreiche Kinofilme vorgelegt, beherrscht aber ebenso die unterschiedlichen Formate der Fernseh-Fiktion. Zu seinen bekanntesten Werken zählen der Kinofilm „Die Katze“ (mit Götz George und Gudrun Landgrebe, 1988) und „Die geliebten Schwestern“ (2014), der die Liebe Schillers zu den Schwestern Charlotte und Caroline von Lengefeld erzählt. Der Film lief bei der Berlinale im Wettbewerb.

Grafs Krimis für das Fernsehen zählen sicherlich zu den ambitioniertesten und wertvollsten des Genres. So gilt „Frau Bu lacht“ aus dem Jahre 1995 vielen Kennern als der beste Tatort aller Zeiten. Erst kürzlich lieferte Graf mit dem Polizeiruf 110 „Smoke on the water“ (2014) wiederholt den Beweis, dass sich deutsche Fernsehproduktionen keineswegs hinter den international hochgeschätzten amerikanischen Serien verstecken müssen.

Prof. Vinzenz Hediger, Filmwissenschaftler an der Goethe-Universität, sagt, dass Graf mit dem Zehnteiler „Im Angesicht des Verbrechens“ (2010) bereits das „Modell“ für die „allseits geforderten deutschen ‚Qualitätsserien‘“ geliefert habe. Hediger fährt fort: „Dass Graf in den USA (noch) nicht so gefeiert wird wie die Macher des ‚quality TV‘ liegt vor allem daran, dass amerikanische Fernsehkritiker nur ‚Wetten dass‘ kennen.“

„Poetiken zwischen den Künsten – Dialoge mit der Literatur“.
Frankfurter Poetikvorlesungen im Wintersemester 2014/15.
3. Februar: Dominik Graf. 18 Uhr c.t. im Hörsaalzentrum (HZ 1&2), Campus Westend der Goethe-Universität.

Beitrag von Vinzenz Hediger
im aktuellen UniReport unter http://www.uni-frankfurt.de/53303289  (S. 19).

Mehr Informationen unter http://www.uni-frankfurt.de/45662348/aktuelle_dozentur

Forschung

Jan 30 2015
11:15

Bäckerhefe trägt als Modellorganismus zur Aufklärung bei

Veränderte Ribosomen verzögern das Altern

FRANKFURT. Mit der Bäckerhefe als Modellorganismus konnten Karl-Dieter Entian und seine Mitarbeiter Sunny Sharma, Jun Yang und Peter Kötter vom Institut für Molekulare Biowissenschaften die molekulare Funktion des Hefegens RCM1 als Methyltransferase der ribosomalen RNA aufklären. Gemeinsam mit  Markus Schosserer und Johannes Grillari vom Department für Biotechnologie der Universität für Bodenkultur Wien konnten sie nun zeigen, dass das funktionell homologe Gen des Menschen, NSUN5, den Alterungsprozess verschiedener Organismen beeinflussen kann. Durch das Ausschalten von NSUN5 (RCM1) wird die Proteinsynthese in Zellen „umprogrammiert“. Mit der Bäckerhefe als Modellorganismus und genetisch veränderten Rcm1 Methyltransferasen konnten diese Befunde erhärtet werden. Diese Studie unter Beteiligung mehrerer Partner im In- und Ausland wurde soeben im renommierten Wissenschaftsjournal „Nature Communications“ veröffentlicht.

Ribosomen sind molekulare Maschinen und in Zellen für die Synthese von Proteinen zuständig. In den letzten Jahren wurde klar, dass dies kein starrer Prozess ist, sondern Ribosomen spezielle Proteine je nach vorherrschenden Umgebungsbedingungen erzeugen. Diese „spezialisierten“ Ribosomen helfen der Zelle rasch auf Einflüsse von außen, wie beispielsweise Hitze oder oxidativen Stress, zu reagieren.

Nachdem die Funktion von Rcm1 als Methyltransferase der ribosomalen RNA im Institut für Molekulare Biowissenschaften  aufgeklärt war, konnte das Forscherteam mit Mutanten nachweisen, dass das Fehlen einer einzelnen Methylgruppe in der ribosomalen RNA, die ein wichtiger Baustein der Ribosomen ist, Fruchtfliegen, Fadenwürmer und Bäckerhefe resistenter gegen Stress macht und diese Organismen länger leben lässt.

Wie die Frankfurter Arbeitsgruppe in den letzten Jahren gezeigt hat, haben viele der bei Hefe gefundenen Methyltransferasen homologe Proteine  im Menschen, von denen einige bei Krankheitsprozessen eine wichtige Rolle spielen. Auch wenn der Weg von einfachen Modellorganismen zu einer Anwendung im Menschen noch weit ist, sehen die beteiligten Wissenschaftler dennoch in ihren Forschungsergebnissen hohes Potenzial, um in Zukunft Krankheiten, die durch Methylierungsstörungen der ribosomalen RNA hervorgerufen werden, frühzeitig zu entdecken, zu vermindern und möglicherweise Therapieverfahren zu entwickeln.

Links: http://www.nature.com/ncomms/index.html

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3799443/

Kontakt / Rückfragen: Prof. Dr. Karl-Dieter Entain Institut für Molekulare Biowissenschaften der Goethe Universität Frankfurt, Max-von-Laue Strasse 9, 60438 Frankfurt/M., Tel.: +69 798 29525, entian@bio.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jan 30 2015
10:51

Einladung zum Medientermin / Feierstunde auf dem neuen „Norbert-Wollheim-Platz

Campus Westend: Straßen und Plätze tragen neue Namen

FRANKFURT. Nobert Wollheim, Theodor W. Adorno, Max Horkheimer sind prominente Namen, nach denen ab sofort Straßen und Plätze auf dem Campus Westend der Goethe-Universität benannt sind. Weitere Benennungen  werden in absehbarer Zeit im Westend und auf dem Riedberg folgen.

Zusammen mit der Stadt Frankfurt und dem Ortsbeirat 2 möchten wir Sie anlässlich einer medienöffentlichen Feierstunde

am Mittwoch, den 4. Februar, 11 Uhr, Ort: Campus Westend,
Vorplatz IG Farben Haus, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt

einladen, an der der Enthüllung der Straßenschilder teilzunehmen. Bitte teilen Sie uns mit, ob wir mit Ihrem Kommen rechnen können.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Olaf Kaltenborn
Pressesprecher
Goethe-Universität Frankfurt

Personalia/Preise

Jan 30 2015
10:04

Feierliche Vergabe der Stipendien mit Universitätspräsidentin Birgitta Wolff

511 Deutschland-Stipendien: Goethe-Universität wieder mit Spitzenergebnis

FRANKFURT. Bei einer Feierstunde im Festsaal auf dem Campus Westend überreichte Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff den Deutschland-Stipendiatinnen und -Stipendiaten des akademischen Jahres 2014/15 ihre Urkunden. Mit 511 Stipendien und einer Gesamtsumme von 919.800 Euro an eingeworbenen Spenden hat die Goethe-Universität zum wiederholten Male ein Spitzenergebnis unter den deutschen Hochschulen erzielt. Ein Großteil der Stipendien, nämlich 65 Prozent, sind dabei zweckungebunden und können unabhängig von Fach und Studiengang vergeben werden. Damit entscheidet die Eignung und nicht das gewählte Studienfach über die Vergabe eines Stipendiums.

Birgitta Wolff gratulierte den glücklichen Studierenden zu dieser Auszeichnung. „Sie stehen auch beispielhaft für die Vielfalt und gesellschaftliche Durchlässigkeit der Goethe-Universität.“ 62 Prozent der Stipendiaten seien Frauen, 30 Prozent der Stipendiaten hätten einen Migrationshintergrund und 40 Prozent stammten aus bildungsfernen Schichten. Bei der Auswahl der Stipendiaten seien nicht nur schulische oder akademische Leistungen, sondern ebenso soziales Engagement und die eigene Biografie entscheidend gewesen.Hier sitzen 511 Menschen, die sich für ihre Ziele einsetzen und Verantwortung nicht nur für sich, sondern auch für die Gesellschaft übernehmen.

Wolff hob ferner das bereits vom Stifterverband für Wissenschaft ausgezeichnete ideelle Förderprogramm hervor: So engagieren sich die Stipendiaten im Rahmen eines ehrenamtlichen Engagement für wichtige gesellschaftliche Fragen. In Projektgruppen, die von Mentoren aus Unternehmen und Stiftungen begleitet werden, widmen sich die Studierenden so unterschiedlichen Themen wie der Betreuung von Flüchtlingen oder dem Papierrecycling. „Sie als Stipendiaten geben den Stiftern und Bürgern damit ideell etwas für ihre materielle Unterstützung zurück“, betonte Wolff.

Die Universitätspräsidentin dankte in ihrer Rede allen 287 Förderern und hob dabei die Mäzenin Johanna Quandt hervor, die sich seit vielen Jahren für die Goethe-Universität engagiert und die Ehrensenatorenwürde trägt. Quandt finanziert in diesem Jahr knapp die Hälfte der Stipendien.

In einer von Universitätsvizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz moderierten Gesprächsrunde betonten Förderer den gesamtgesellschaftlichen Nutzen des Deutschland-Stipendiums. Bettina Langenberg gewährte Einblicke in ihre Motivation als private Förderin; Alexander Heck von der Freiherr Carl von Rothschild‘sche Stiftung und Udo Schweers vom Unternehmen ‚Santander Universitäten‘ stellten dar, warum Stiftungen und Unternehmen das Deutschland-Stipendium unterstützen.

Zum Deutschland-Stipendium: Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten ein monatliches Stipendium in Höhe von 300 Euro für mindestens ein Jahr. Die eine Hälfte der Förderung spenden private Förderer, die andere Hälfte gibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) dazu. Gefördert werden sowohl Studienanfänger als auch Studierende höherer Semester, deren bisheriger Werdegang besonders gute Leistungen im Studium erwarten lässt oder bereits aufweist. Berücksichtigt werden außerdem das gesellschaftliche Engagement der Studierenden sowie besondere persönliche Umstände, die sich beispielsweise aus der familiären Herkunft, der Betreuung für Familienangehörige oder einem Migrationshintergrund ergeben.

Foto zum Download unter: www.uni-frankfurt.de/53893324

Weitere Informationen: Lucia Lentes, Stabsstelle Fundraising, Goethe-Universität. Tel. (069) 798-12756; lentes@pvw.uni-frankfurt.de; www2.uni-frankfurt.de/44947252/chancen_schenken 

Veranstaltungen

Jan 29 2015
16:41

Ein Abend im Café Sturm & Drang mit Film, Lesung und Ausstellung erinnert an den AfE-Turm

TURM reloaded

FRANKFURT. Seit einem Jahr ist der AfE-Turm Geschichte. Aus diesem Anlass erinnert ein multimedialer Abend im Café Sturm & Drang, der am 2. Februar, also genau ein Jahr nach der Sprengung stattfindet, an das schon legendäre Gebäude. Filmische, fotografische, textliche und bildnerische Annäherungen lassen den Turm, der für viele, die dort studiert und gearbeitet haben, der Inbegriff der kritischen Wissenschaft war, für einen Abend nochmal lebendig werden.

Zuerst präsentiert Vladimir Alexeev seinen Film über das Uni-Hochhaus. Danach werden Maria Marchel und Manfred Simon persönlich gefärbte Anekdoten und Stories aus der Arbeitswelt im Turm zum Besten geben. Die Sprüche und Graffiti an den Wänden des Turms wird Albert Schmude mit einer Lesung aus seinen bekannten Werken „Turm forever“ und „Freiheit für Grönland, weg mit dem Packeis“ in Erinnerung rufen. Die Ausstellung „Turm-Diversität“ zeigt Kohlezeichnungen von Petra Boßhammer und Siebdrucke von Michael Bloeck. Um fotografische Ansichten des einst höchsten Gebäudes in Frankfurt geht es schließlich im Bildband „Der AfE-Turm“, den Christian Engels mit seinem Kollegen Per Schorn herausgebracht hat.

TURM reloaded 2.2
Montag, 2. Februar, 18.00 Uhr im Restaurant/Café-Bistro Sturm und Drang
Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Grüneburgplatz 1/Theodor-W.-Adorno-Platz 5, 60323 Frankfurt

Mehr Informationen unter http://cafe-sturm-und-drang.de/specials/