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Vortrag des Publizisten Geert Van Istendael in der Reihe „Niederländische Sprache und Kultur
FRANKFURT. „Sichtbare und unsichtbare Sprachgrenzen. Belgien, ein Sonderfall?“ mit dieser Frage beschäftigt sich der belgische Publizist Geert Van Istendael am Donnerstag (7. November) in der Reihe „Niederländische Sprache und Kultur“. Der öffentliche Vortrag in deutscher Sprache beginnt um 19 Uhr im neuen Gebäude der Psychologie, Erziehungswissenschaften und Gesellschaftswissenschaften (PEG), Raum 1.G.135, Campus Westend.
Durch seine jahrelange Tätigkeit als politischer Berichterstatter in Brüssel kennt sich Geert Van Istendael wie kaum ein anderer in dem komplexen Geflecht und den Wirren der belgischen Politik aus, die von geografischen, sprachlichen und sozialen Grenzen geprägt ist. 1947 in Belgien geboren und zum Teil in den Niederlanden aufgewachsen, verfügt er über ein feines Gespür für alle Finessen der niederländischen Sprache. Da Van Istendael seit Jahrzehnten im Zentrum von Brüssel wohnt, gilt dies ebenso für die französische Sprache. Er ist u.a. Verfasser des vielbeachteten Werk „Het Belgisch labyrint“ („Das belgische Labyrinth“), einer Art Handbuch über Belgien für Ausländer und Belgier gleichermaßen, aber auch von Büchern wie „Mijn Nederland“ („Meine Niederlande“) und „Mijn Duitsland“ („Mein Deutschland“). Van Istendael ist ein Verehrer der deutschen Literatur: Heinrich Heine, Bertolt Brecht u.a. hat er ins Niederländische übertragen.
Der belgische Publizist gilt auch begnadeter Erzähler. Der Vortrag wird organisiert vom Lektorat Niederländisch an der Goethe-Universität.
Informationen: Laurette Artois, Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik, Lektorat Niederländisch, Campus Westend, Tel.: (069) 798 32851, artois@lingua.uni-frankfurt.de; http://www2.uni-frankfurt.de/42255016/Veranstaltungsreihe
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Mädchen lernen die Welt der Informatik im Rahmen einer nächtlichen LAN-Party spielerisch kennen
FRANKFURT. Im Rahmen der „IT-Girls-Nacht“ an der Goethe-Universität, die am 01./02. November 2013 von 17.00-11.00 Uhr im Fachbereich Informatik und Mathematik stattfindet, können Schülerinnen von 12 bis 17 wieder eine ganze Nacht lang die Welt der Informatik mit jeder Menge Spiel und Spaß entdecken.
Eine LAN-Party nur für Girls und mit Rundum-Verpflegung: Spannende Spiele für Computer und Smartphones, tanzende Roboter und noch jede Menge anderer digitaler Techniken können in lockerer Atmosphäre entdeckt werden. Verschiedene Workshops bieten die Möglichkeit zur Vertiefung: Wie sieht ein Job in der Informatik aus? Wie baut man einen Computer auseinander und wieder zusammen? Im Rahmen einer Mini-Vorlesung wird Prof. Isolde Adler anschaulich zeigen, was Informatik eigentlich ist.
Medienvertreter sind herzlich eingeladen, sich einen Eindruck von der lebendigen Veranstaltung vor Ort zu machen!
Veranstaltungsort:
Goethe-Universität Frankfurt,
Fachbereich Informatik und Mathematik,
Lernzentrum, Raum 1,
Robert-Mayer-Str. 11-15,
60325 Frankfurt am Main
Ansprechpartnerin: Jenny Quasten, Goethe-Universität Frankfurt, Institut für Informatik, Tel. (069) 798-24635, lan-party@informatik.uni-frankfurt.de; http://lan-party.informatik.uni-frankfurt.de
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Rund 160.000 Bände stehen Studierenden, Wissenschaftlern und Bürgern zur Verfügung – Wiedereröffnung am 7. November
FRANKFURT. Das Interdisziplinäre Zentrum für Ostasienstudien (IZO) der Goethe-Universität Frankfurt feiert am 7. November (Donnerstag) die Wiedereröffnung der Asienbibliothek am neuen Standort: Im Zentralgebäude der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg auf dem Campus Bockenheim hat die Asienbibliothek, die bisher im Juridicum untergebracht war, ein neues Zuhause gefunden. Die wachsenden Bestände sind nun erweitert worden um die Sonderbestände des ehemaligen Japan-Zentrums der Universität Marburg sowie die Sammlung der Stiftung Asienhaus Köln.
Die Goethe-Universität trägt damit der weiter wachsenden weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Bedeutung der Region Rechnung. Mit insgesamt fast 160.000 Bänden und Schwerpunkten im Bereich der Sammlungen asiatischer Sprachen zählt die Frankfurter Asienbibliothek zu den bedeutendsten Fachbibliotheken zum ost- und südostasiatischen Raum in Deutschland. Bibliothekar Holger Warnk erklärt: „Die Asienbibliothek enthält neben Beständen in europäischen Sprachen auch zahlreiche Werke in Chinesisch, Japanisch, Koreanisch und Indonesisch, aber auch in Malaiisch, Thai, Vietnamesisch, Khmer, Javanisch und vielen anderen Sprachen. Ein besonderes Highlight ist die Bibliothek des Missionars Emil Lüring, die aus einzigartigen seltenen Lithographie-Drucken des 19. Jahrhunderts aus Singapur und Malaysia besteht, die teilweise sonst nirgendwo auf der Welt vorhanden sind“. Von der Stiftung Asienhaus, die vor einiger Zeit von Essen nach Köln umgezogen ist, kam ein umfangreicher Buchstand zu den asiatischen Gesellschaften und zur modernen Geschichte Ost- und Südostasiens im vergangenen Jahr nach Frankfurt und wurde jetzt in die erweiterte Asienbibliothek integriert.
Damit haben Studierende, Wissenschaftler des Interdisziplinären Zentrums für Ostasienstudien (IZO), aber auch interessierte Bürger Zugriff auf einen Buchbestand, der die Themen des fächerübergreifend organisierten IZO abbildet. Das IZO wurde 2008 als interdisziplinäres Kompetenzzentrum für Ost- und Südostasien gegründet und ist im Zuge der vom Land Hessen geförderten Zentrenbildung geistes- und regionalwissenschaftlicher Fächer an hessischen Hochschulstandorten entstanden. Mit elf dem Zentrum zugeordneten Professuren und rund 70 Mitgliedern bündelt es heute in Frankfurt am Main die gesamte hessenweite Expertise zu dieser wichtigen Region mit mehr als zwei Milliarden Menschen. In der Forschung werden große Verbundprojekte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und von der VolkswagenStiftung gefördert.
Bei der Wiedereröffnung, die am 7. November um 16 Uhr im Asien-Lesesaal, 1. Obergeschoss der Universitätsbibliothek, Bockenheimer Landstraße 134-138 beginnt, hält Prof. Schmidt-Glintzer, Direktor der namhaften Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, den Festvortrag zum Thema „Zur Rolle der deutschen Asienbibliotheken im ‚asiatischen Jahrhundert’“. Begrüßt werden die Gäste von dem Direktor der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Dr. Heiner Schnelling, Grußworte sprechen neben Prof. Matthias Lutz-Bachmann, Vizepräsident der Goethe-Universität, und Prof. Arndt Graf, Geschäftsführender Direktor des Interdisziplinären Zentrums für Ostasienstudien (IZO), auch Dr. Britta Woldering, Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt am Main; sie wendet sich dem Thema „Die Asienbibliothek der Goethe-Universität im Kontext der Frankfurter Bibliothekslandschaft“ zu. Und ein weiteres Grußwort hält Dr. Klaus Fritsche, Mitglied der Geschäftsführung der Stiftung Asienhaus Köln; er spricht über „Soziale Bewegungen Asiens in der Sondersammlung Asienhaus der Frankfurter Asienbibliothek“. Für die musikalische Umrahmung sorgt das „Mindeulle Ensemble“ mit koreanischer Fusionsmusik. Im Anschluss an den offiziellen Teil können sich die Besucher individuell über die Asienbibliothek an neuem Ort informieren.
Informationen: PD Dr. Thomas Feldhoff, Wissenschaftlicher Koordinator des Interdisziplinären Zentrums für Ostasienstudien, Campus Bockenheim, Tel: (069) 798-23284, Feldhoff@em.uni-frankfurt.de, Anmeldung per Email: izo@uni-frankfurt.de
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Das Schreibzentrum der Goethe-Universität macht den November zum „Schreibmonat“ – nicht nur Studierende sind zum Mitmachen eingeladen
FRANKFURT. Ab Freitag (1. November) 16 Uhr wird geschrieben, geschrieben, geschrieben: Innerhalb von 30 Tagen können Frankfurter Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch Interessierte von außerhalb mit dem Schreibzentrum der Goethe-Universität an ihren Texten arbeiten. Ob Hausarbeit, Essay, Dissertation, Fachartikel oder Roman, ob täglich oder ab und zu, ob 1000 Wörter oder drei Stunden am Stück: Das Schreibziel, das erreicht werden soll, legen alle selbst fest.
„Vielen fällt es im Alltagsstress schwer, regelmäßig und motiviert an den eigenen Texten zu arbeiten. Auch Schreibprofis und alte Hasen plagen sich mit immer näher rückenden Abgabeterminen, Aufschieberitis und Phasen, in denen nichts aufs Papier will“, so Dr. Nadja Sennewald, eine der beiden Leiterinnen des Schreibzentrums an der Goethe-Universität. Viele Dinge werden oft vorgeschoben, um das Schreiben zu umgehen – das Schreibzentrum holt die Zögerlichen ab mit „Schreiben, obwohl man eigentlich keine Zeit hat“. Erfahrungen aus der universitären Praxis haben gezeigt, dass es sehr motivierend sein kann, sich als Teil einer Gemeinschaft von Schreibenden zu begreifen. „Aus diesem Grund gibt es, angelehnt an den amerikanischen Academic Writing Month, nun wieder die Möglichkeit, einen Monat lang intensiv und konzentriert an den eigenen Texten zu arbeiten“, ergänzt ihre Kollegin Dr. Stephanie Dreyfürst.
Teilnehmen können alle – virtuell von zu Hause aus oder auch live mit anderen zusammen in der Bibliothek Geisteswissenschaften auf dem Campus Westend. „Gemeinsam schreibt man weniger allein“ ist das Motto. Der virtuelle Schreibraum ist immer geöffnet, der analoge im 6. Stock des Bibliothekszentrums Geisteswissenschaften im IG-Farben-Haus (Gruppenraum in Q1) täglich von 16 bis bis 20 Uhr. Dort gibt es täglich um 16 Uhr eine „Einschreibübung", und die Tutorinnen und Tutoren des Schreibzentrums bieten eine individuelle Schreibberatung an. Sie beantworten Fragen zum Schreibprozess, zur Themenplanung, zur Argumentation, aber auch zum Zeitmanagement und zur Motivation bei umfangreichen Textprojekten.
Wer sich ein tägliches Schreibziel setzen will, online mitschreiben oder einfach nur sehen möchte, wer sich auf der ganzen Welt seinen selbstgesteckten Schreibzielen nähert, der kann sich auf einer gemeinsam genutzten Online-Tabelle eintragen: http://bit.ly/19lzFxg. Sich gegenseitig anspornen und Tipps austauschen können alle Schreibenden alternativ auch über Twitter unter dem Hashtag #AcWriMo.
Informationen: Dr. Stephanie Dreyfürst und Dr. Nadja Sennewald, Schreibzentrum der Goethe-Universität, Campus Westend, Telefon (069) 798-32845; dreyfuerst@lingua.uni-frankfurt.de; sennewald@em.uni-frankfurt.de; http://schreibzentrum.uni-frankfurt.de
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Ausstellung der Liebieghaus Skulpturensammlung in Kooperation mit der Goethe-Universität
FRANKFURT. In der Sonderausstellung „Nok. Ein Ursprung afrikanischer Skulptur“ präsentiert die Liebieghaus Skulpturensammlung vom 30. Oktober 2013 bis zum 23. Februar 2014 erstmals die spektakulären Funde der mehr als 2.000 Jahre alten Nok-Kultur aus dem subsaharischen Raum. Die über 100 Skulpturen und Fragmente, die Archäologen der Goethe-Universität Frankfurt geborgen haben, werden in der Ausstellung gemeinsam im Dialog mit zeitgleichen Werken der altägyptischen und griechisch-römischen Antike aus der Sammlung des Liebieghauses gezeigt. Diese zugespitzte Präsentation thematisiert den großen Konflikt um das radikal veränderte Kunstverständnis des 20. Jahrhunderts: Europas figurative Kunst auf der einen Seite, auf der anderen die freien Formen der sogenannten primitiven Kunst.
Die aus Terrakotta hergestellten Nok-Figuren gehören zu den frühesten Zeugnissen afrikanischer Plastik und wurden in den vergangenen acht Jahren an über 200 Grabungsstellen im westafrikanischen Nigeria gefunden. In der gemeinsam von der Goethe-Universität Frankfurt und dem Liebieghaus konzipierten Präsentation können die ausdrucksstarken Skulpturen nun erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt werden. Die rötlichen Figuren werden nach aufwendiger Restaurierung rund 60 zeitgleich entstandenen Kunstwerken der ägyptischen Spätzeit und der griechischen Klassik gegenübergestellt. Während der Austausch dieser Kulturen vor 2.000 Jahren durch die Sahara blockiert war, bietet die Ausstellung die Möglichkeit, die völlig eigenständig entstandenen Nok-Skulpturen mit der Kunst der Zeitgenossen des mediterranen Raums zu vergleichen. Zugleich thematisiert die Präsentation im Liebieghaus die Forschungsergebnisse dieses langjährigen und außergewöhnlich erfolgreichen Grabungsprojekts und zeigt neben den Skulpturen Funde von Alltagsgegenständen wie Tongefäßen, Steingeräten oder Schmuck, sodass ein umfassendes Bild dieser bemerkenswerten archäologischen Kultur Westafrikas vermittelt wird.
Die Forschungsergebnisse der seit 2005 stattfindenden Grabungen eines Archäologenteams der Goethe-Universität Frankfurt um Prof. Dr. Peter Breunig werden im Vortragssaal im Untergeschoss des Liebieghauses ausführlich vorgestellt. Bisher konzentrierten sich die Forschungen auf ein ca. 15 mal 20 Kilometer großes Kerngebiet in Nigeria. Dieses Untersuchungsgebiet soll bis zum Jahr 2020 erweitert werden. Während der alljährlichen mehrmonatigen Feldaufenthalte arbeiten die Frankfurter Forscher ebenso mit der für archäologische Projekte zuständigen nigerianischen Bundesbehörde wie mit zwei Universitäten des Landes zusammen. Mithilfe lokaler Informanten konnten auf diese Weise in den vergangenen Jahren zahlreiche außergewöhnliche und bemerkenswerte Funde von Terrakotta-Skulpturen verzeichnet werden. Die Plastiken der Nok-Kultur wurden erstmals Mitte des 20. Jahrhunderts von Bernhard Fagg, einem britischen Archäologen, entdeckt. Die Funde stammten damals aus Zinnminen. Bis in die 1970er-Jahre hinein sammelte Fagg gemeinsam mit Minenarbeitern insgesamt rund 150 Fragmente von Nok-Figuren. Namensgebend für die Kultur war das kleine Dorf Nok, das in der Nähe des ersten Fundortes liegt. Die im Liebieghaus erstmals zu sehenden Sensationsfunde mit ihren großartigen, freien Formen werden nach Ende der Ausstellung in Frankfurt zurück nach Nigeria transportiert, wo sie in einer Präsentation gezeigt werden.
Die Ausstellung „Nok. Ein Ursprung afrikanischer Skulptur“ in der Liebieghaus Skulpturensammlung wird in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt realisiert und durch Leihgaben der National Commission for Museums and Monuments, Nigeria unterstützt. Die Ausstellung steht unter Schirmherrschaft von Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages.
Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert und erfährt von der Julius Berger International GmbH zusätzliche Unterstützung.
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 29. Oktober 2013, 11 Uhr, Liebieghaus Skulpturensammlung.
Pressebilder stehen bereit unter http://www.liebieghaus.de/lh/index.php?StoryID=508
Weitere Presse-Informationen: Axel Braun (Leitung), Silke Janßen, Karoline Leibfried, Städel Museum, Dürerstraße 2, 60596 Frankfurt, Tel. (069) 605098-234, presse@liebieghaus.de; www.liebieghaus.de