Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

 

Sep 29 2017
13:52

Enttäuschung nach schlechtem Abschneiden in der Vorrunde der Exzellenzstrategie

Goethe-Universität verfehlt ihre Ziele

FRANKFURT. Die Goethe-Universität ist in der nächsten Runde der Exzellenzstrategie mit einem gemeinsamen Antrag mit der Justus Liebig-Universität Gießen vertreten (Cardio-Pulmonary Institute - CPI). Die übrigen Anträge der Goethe-Universität hatten leider keinen Erfolg.

„Wir sind sehr enttäuscht über dieses Ergebnis“, sagte die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Birgitta Wolff. „Derzeit kennen wir die Gründe dafür noch nicht. Sobald diese vorliegen, müssen wir genau und in aller Ruhe analysieren, was die Ursachen dafür waren. Obwohl das Ergebnis nicht den gewünschten Zielen entspricht, möchte ich den Initiativen und unseren Partnern danken für ihr enormes Engagement bei der Erarbeitung der Clusterprojekte.

Besonderer Dank geht an die erfolgreichen Kolleginnen und Kollegen vom CPI! Wir haben gemeinsam viel Energie in diesen Prozess investiert. Umso bitterer ist es, dass wir dafür nicht belohnt wurden. Warum wir die hervorragende wissenschaftliche Substanz der Goethe-Universität in diesem Wettbewerb nicht ausreichend zur Geltung bringen konnten, müssen wir jetzt untersuchen.“

 

Sep 27 2017
10:27

EU-Projekt Ultrawave entwickelt Technologie im Millimeter-Wellenlängen-Bereich

Schnellere Datenübertragung für mobile Endgeräte

FRANKFURT. Die Nachfrage nach drahtloser Datenübertragung für mobile Endgeräte nimmt beständig zu. „Ultrawave“, ein groß angelegtes europäisches Forschungsprojekt unter Beteiligung der Goethe-Universität, reagiert darauf mit der Entwicklung einer Technologie, die mit beispielloser Geschwindigkeit Daten im Millimeter-Wellenlängen-Bereich übertragen soll.

„Zum ersten Mal in der Geschichte des Internets übersteigt die über Tablets und Smartphones genutzte Datenmenge diejenige der PCs. Und die Tendenz ist steigend“, so Prof. Viktor Krozer von Physikalischen Institut der Goethe-Universität. Neue Technologien wie die Telemedizin, das Internet der Dinge, das Streamen von Filmen in ultra HD, Computerspiele über Clouds, soziale Netzwerke, führerlose Fahrzeuge, Augmented Reality und viele noch nicht vorhersehbare Anwendungen werden künftig Datenmengen im Bereich von Zetabyte (1 Billion Terabyte, eine Zahl mit 21 Nullen) benötigen.

Die Hersteller und Betreiber haben noch keine Lösung für die Übertragung dieser ungeheuren Datenmenge auf zahllose Handys gefunden. Glasfasern zu verlegen wäre zu kostspielig und in vielen städtischen Gebieten auch schwierig, wenn nicht unmöglich. Eine wünschenswerte Lösung ist daher ein drahtloser Übertragungskanal, der Daten mit einer Rate von 10 Gigabits pro Sekunde und Quadratkilometer (hundert Mal mehr als heute) übermittelt und außerdem flexibel und kostengünstig ist. Dafür kommen nur Frequenzen im Bereich von Millimeter-Wellen zwischen 30 und 300 Gigahertz in Frage mit mehreren Gigahertz Übertragungsbandbreite.

Das Konzept der Ultrawave Forschungskooperation besteht darin, einen ultrahohen Kapazitätskanal (ultra-capacity layer) zu entwickeln, der einen Schwellenwert von 100 Gigabits pro Sekunde erreicht, flexibel ist und leicht zu installieren ist. Dieser Kanal soll hunderte miniaturisierte Pico-Zellen mit Datenvolumen versorgen, und zwar unabhängig von der Dichte der mobilen Geräte. Damit würden sich neue Szenarien für Netzwerk-Paradigmen und –Architekturen eröffnen, die eine vollständige Implementierung der fünften Generation mobiler Netzwerke (5G) ermöglichen.

Der Ultrawave-Kanal (“ultra-capacity layer”) wird beträchtliche Übertragungsleistungen benötigen, um große Bereiche abzudecken, denn Millimeter-Wellen werden über die Distanz stärker abgeschwächt als langwellige Signale. Das soll durch die Kombination von drei Haupttechnologien geschehen: Vakuum-Elektronik, Festkörper-Elektronik und Photonik sollen zu einem einzigartigen drahtlosen System entwickelt werden, durch die Bereitstellung von Hochfrequenz-Leistung im Multi-Watt-Bereich bei Frequenzen oberhalb von 100 GHz. Diese hohe Leistung wird heute nur durch neue Millimeter-Wellen-Vakuumkomponenten erreicht, die Schlüsselkomponenten für Ultrawave sind. Die Goethe-Universität wird diese Vakuumkomponenten mitentwickeln und an der Millimeterwellen-Mikroelektronik mitarbeiten.

Das Ultrawave Konsortium ist ein Zusammenschluss von fünf führenden Universitäten und drei mittelständischen Unternehmen im Bereich der Millimeter-Wellen und drahtlosen Kommunikationstechnologien: Der Universität Lancaster, Großbritannien, Fibernova Systems in Valencia, Spanien, des Ferdinand Braun Instituts, des Leibniz Instituts für Höchstfrequenztechnik, der Goethe-Universität Frankfurt und des HFSE in Deutschland, OMMIC in Frankreich und der Universität Roma Tor Vergata in Italien.

Information: Prof. Dr. Viktor Krozer, Physikalisches Institut und Goethe-Leibniz Terahertz Center, Fachbereich 13, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-47212, krozer@physik.uni-frankfurt.de.

www.ultrawave2020.eu

 

Sep 26 2017
10:29

7. MedienBildungsMesse am Donnerstag an der Goethe-Universität

Medien in der Schule

FRANKFURT. Die Hessische Lehrkräfteakademie sowie die Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung der Goethe-Universität Frankfurt laden zur 7. MedienBildungsMesse ein. Anhand von Infoständen und Workshops können sich die Teilnehmer über Einsatzmöglichkeiten für digitale Medien informieren.

Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 28. September, 8.30 bis 16 Uhr, im Seminarhaus auf dem Campus Westend.

Die MedienBildungsMesse versteht sich als offenes Forum und Ort des Erfahrungsaustausches sowie der Netzwerkbildung für alle, die sich zum Thema Medieneinsatz in Schule und Unterricht informieren wollen, unabhängig davon, ob sie bereits Verantwortung bei der Weiterentwicklung des Medieneinsatzes in Schulen und Unterricht übernehmen oder zukünftig übernehmen möchten.

In unterschiedlichen Workshops werden Vorträge und Präsentationen zur medienpädagogischen Praxis in Schule und Unterricht angeboten. Angesprochen sind Lehrerinnen und Lehrer von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II, Studierende, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst sowie medienpädagogisch interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulträger und aus der Lehreraus und -fortbildung. Die Workshops werden von der Lehrkräfteakademie und der Goethe-Universität Frankfurt sowie von unterschiedlichen Partnern gestaltet, wie beispielsweise den Medienzentren, dem Hessischen Rundfunk und der Landesanstalt für privaten Rundfunk. Schulen zeigen gelungene Beispiele aus dem Unterricht verschiedener Schulformen, Jahrgangsstufen und Fächer.

Information und Anmeldung: http://mbm2017.abl-uni-frankfurt.de/

 

Sep 26 2017
09:47

Goethe-Universität lädt Wissenschaftlerinnen aus allen Bundesländern

Karrierekonferenz „Kurswechsel“

FRANKFURT. Welche Karrierewege außerhalb der Universität gibt es für Wissenschaftlerinnen? Um diese Frage geht es bei der Konferenz „Kurswechsel“, die die Goethe Universität erstmals gemeinsam mit „Mentoring Hessen – Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft“ anbietet.

Ziel der Veranstaltung, die am Donnerstag, 28. September, von 9 bis 18 Uhr, im Casinogebäude am Campus Westend stattfindet, ist es, den aus allen Bundesländern anreisenden Doktorandinnen und Postdoktorandinnen Informationen über Chancen außerhalb der Universität zu präsentieren und berufliche Perspektiven aufzuzeigen. Ein umfangreiches Workshop-Angebot soll den Teilnehmerinnen vermitteln, wie wertvoll die eigenen Fähigkeiten für eine Vielzahl von Tätigkeitsfeldern sein können.

Rund 30 Unternehmen stellen sich bei der Karrierekonferenz vor. Zudem erfahren die Teilnehmerinnen etwas darüber, wie sie sich als Akademikerin selbständig machen oder ein eigenes Start-Up gründen können. Neben Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff wird auch Beatrice Guillaume-Grabisch, Vorstandsvorsitzende von Nestlé, sprechen.

Die Veranstaltung wurde vom Koordinationsbüro FrauenmitFormat, der Graduiertenakademie GRADE und dem Gleichstellungsbüro der Goethe Universität sowie dem Exzellenzclusters „Normative Orders“ initiiert. 

Anmeldung und Information unter www.kurswechsel-konferenz.de

 

Sep 22 2017
15:10

Auftaktvorlesung am 18. Oktober gibt historischen Überblick über die Ursachen und Folgen von Blasen an den Finanzmärkten

Hans-Joachim Voth übernimmt Gastprofessur für Finanzgeschichte 2017

Hans Joachim Voth, UBS-Professor für Makroökonomie und Finanzmärkte an der Universität Zürich, übernimmt in diesem Jahr die Gastprofessur für Finanzgeschichte am House of Finance der Goethe-Universität Frankfurt. Die Gastprofessur wurde der Goethe-Universität im Jahr 2014 vom Bankhaus Metzler und der Edmond de Rothschild Gruppe aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Universität gestiftet.

Hans-Joachim Voth forscht im Bereich Wirtschafts- und Finanzgeschichte. Schwerpunkte sind das langfristige Wirtschaftswachstum, die Historie von Staatsschulden, Ursachen und Konsequenzen der Machtergreifung der NSDAP sowie die Wirtschaftsgeschichte der industriellen Revolution. Seine Forschungsergebnisse wurden in den führenden wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften sowie in Büchern veröffentlicht. Stationen seiner wissenschaftlichen Karriere waren Bonn, Freiburg, das Europäische Hochschulinstitut in Florenz sowie Oxford, wo er 1996 am Nuffield College promovierte. Von 1998 bis 2013 war er Professor an der Universitat Pompeu Fabra in Barcelona. Gastaufenthalte führten Voth unter anderem an die University of Berkeley Haas Business School, an das Massachusetts Institute of Technology (MIT), die Princeton University, die Stern School of Business an der New York University und die Stanford University.

Zum Auftakt seines Aufenthalts in Frankfurt wird Voth am 18. Oktober um 17.30 Uhr einen öffentlichen Vortrag zum Thema “The Bubble Dilemma: Asset Prices in Historical Perspective” halten (zur Anmeldung). Darüber hinaus wird er im Ph.D.-Programm der Graduiertenschule GSEFM im House of Finance ein Seminar anbieten zum Thema “Financial Crises – Past, Present, Future” sowie am 26. Januar 2018 eine internationale Forschungskonferenz organisieren, die sich dem Thema “Reale Effekte von Finanzkrisen” widmet.

Die Gastprofessur für Finanzgeschichte wird in diesem Jahr zum dritten Mal besetzt. Im Rahmen der Gastprofessur werden ausgewiesene internationale Experten der bank- oder finanzhistorischen Forschung eingeladen, Wissenschaftlern, Studierenden und der interessierten Öffentlichkeit in Frankfurt Einblicke in ihre Forschungsinhalte und -methoden zu geben. Kooperationspartner sind das LOEWE-Zentrum SAFE im House of Finance und das Institut für Bank- und Finanzgeschichte. Bisherige Gastprofessoren waren Benjamin Friedman, Harvard University (2015) und Caroline Fohlin, Emory University Atlanta (2016).