Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Sonstige

Jun 23 2014
11:11

Der in Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität entwickelte Online-Service vaamo ermöglicht die einfache Geldanlage für jedermann.

Kapitalmarktanlage so einfach wie Tagesgeld

FRANKFURT. Das Frankfurter FinTech-Startup vaamo (www.vaamo.de) startet am 23. Juni die einfache Geldanlage für jedermann. Der neuartige Online-Service ermöglicht es Sparern, ihre finanziellen Ziele zu definieren und durch konsequentes Sparen zu erreichen. Das zugrundeliegende Anlagekonzept beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und wurde in Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität entwickelt. Die Fondsplattform FFB ist Partner für Depotführung und Transaktionsabwicklung. Investiert wird in Indexfonds des Anbieters Dimensional Fund Advisors.

Das Startup vaamo wurde im April 2013 von Thomas Bloch, Yassin Hankir und Oliver Vins im Gründerzentrum Goethe-Unibator gegründet. „Wir haben das gemeinsame Ziel, Geldanlage und Vermögensaufbau endlich intuitiv und leicht verständlich zu machen. Zudem lösen wir für unsere Kunden das Problem der Nullzinsen. Mit vaamo wollen wir in Deutschland bis Ende 2018 insgesamt 100.000 Kunden mit einem Gesamtanlagevermögen von 1,5 Milliarden Euro gewinnen“, so die drei Gründer.

Dazu stellt vaamo die persönlichen finanziellen Ziele seiner Kunden wie z.B. ein Eigenheim, die Ausbildung der Kinder, die Altersvorsorge oder den Vermögensaufbau in den Vordergrund. Der Online-Service informiert seine Kunden ständig über den aktuellen Status ihrer Ziele und schlägt ihnen automatisch Lösungsmöglichkeiten vor, falls Anpassungsbedarf besteht. So kann jeder mit nur drei Mausklicks ein neues Sparziel anlegen, Geld ein- oder auszahlen und Sparplanraten flexibel anpassen oder pausieren. Die Kunden investieren ihr Geld in ein weltweit gestreutes Portfolio aus Aktien und Anleihen, das auf anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht und das vaamo zusammen mit Prof. Dr. Andreas Hackethal von der Goethe-Universität entwickelt hat.

Unterstützt wurde vaamo vom Goethe-Unibator: Mit dem Gründerzentrum fördert die Goethe-Universität Studierende, Mitarbeiter und Alumni bei der Gründung eigener Unternehmen und unterstützt die Startups in der frühen Phase bei der Entwicklung marktreifer Produkte und Dienstleistungen sowie beim Unternehmenswachstum. So bildet der Goethe-Unibator eine tragfähige Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und hilft eine gelebte Gründungskultur an der Universität Frankfurt zu etablieren und zu stärken. (www.goetheunibator.de)

Kontakt: Yassin Hankir, vaamo-Gründer und Vorstand, Mobil: 0152-0101 4878, yassin.hankir@vaamo.de; www.vaamo.de

Sebastian Schäfer, Geschäftsführer Goethe-Unibator, Tel. (069) 798 23472, info@goetheunibator.de; www.goetheunibator.de

Sonstige

Jun 23 2014
11:08

Einstimmiges Votum der Gremien für die Wahl am 15. Juli 2014

Richtigstellung - Goethe-Universität geht mit zwei Kandidaten in die Präsidentenwahl

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in der gerade versandten Pressemitteilung zur Kandidatenauswahl für das Amt des Präsidenten der Goethe-Universität hat sich ein Fehler eingeschlichen. Im ersten Absatz, zweiter Satz, muss es statt „in seiner gestrigen Sitzung“ „in seiner HEUTIGEN Sitzung“ heißen, da die entsprechende Gremiensitzung erst heute (18.06.) nach der Anhörung stattgefunden hat.

Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen und die korrekte Zeitangabe in Ihrer Berichterstattung zu übernehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Olaf Kaltenborn

Veranstaltungen

Jun 18 2014
15:56

Night of Science auf dem Campus Riedberg mit Harald Lesch

Es wird wieder spät…

FRANKFURT. „Stefan Zweig, Thomas Mann, das Higgsteilchen und die Gravitationswellen“ ist der Titel des Gastvortrags von Prof. Dr. Harald Lesch, mit dem die Night of Science im Jubiläumsjahr am 27. Juni um 17 Uhr auf dem Campus Riedberg beginnt. Eine ganze Nacht lang laden die Fachschaften der naturwissenschaftlichen Fachbereiche dazu ein, die Faszination ihrer Studienfächer auf dem Campus Riedberg zu erleben. In über 70 Vorträgen stellen Professorinnen und Professoren für ein breites Publikum neue naturwissenschaftliche Erkenntnisse vor, erklären alltägliche Phänomene und zeigen spektakuläre Experimente bis in die frühen Morgenstunden. Die Veranstaltung steht im „Jahr der Kristallographie“ ganz im Zeichen von Kristallen, Mineralien und Diamanten. 

Wann? Freitag, 27.6.2014, ab 17.00 Uhr bis in die frühen Morgenstunden.
Wo? Campus Riedberg, Ruth-Moufang-Str. 2 und Max-von-Laue-Str. 1 – 9

Parallel zu den Vorträgen stellen sich die naturwissenschaftlichen Studiengänge der Goethe-Universität für Schüler und Studieninteressierte vor. Das Rahmenprogramm bietet Showexperimente, Mitmachstationen, Laborführungen, einen Kinderspielplatz und geselliges Beisammensein in entspannter Atmosphäre mit Live-Musik.

Die Fachschaften des Riedbergs organisieren die „Night of Science“ zum nunmehr neunten Mal. Für ihr Engagement wurden sie 2012 mit dem Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre des Landes Hessen ausgezeichnet.

Anfahrt mit dem RMV: U8 / U9 Haltestelle „Uni-Campus-Riedberg“ Eintritt ist frei

Informationen: Felix Lillich, Tel.: 015773155584, fragen@nightofscience.de www.nightofscience.de

 

Forschung

Jun 18 2014
15:53

Landwirtschaftlicher Schädling ist bei uns heimisch

Spanische Schnecke: Das Ende eines Invasions-Mythos

FRANKFURT. Über die Spanische Wegschnecke (Arion lusitanicus) stolpert praktisch jeder. Es gibt kaum Felder oder Gärten, die von dem gefräßigen Weichtier verschont bleiben. Ursprünglich stammt sie aus Südwest-Europa – dachte man jedenfalls bis vor kurzem. Studien am LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) und der Goethe-Universität zeigten nun, dass das angebliche Paradebeispiel einer einwandernden Art eigentlich aus Zentraleuropa kommt. Damit wären Bekämpfungsmaßnahmen, wie sie im Rahmen einer zur Zeit diskutierten EU-Verordnung zur besseren Kontrolle, Eindämmung und Bekämpfung invasiver Arten beschlossen werden sollen, gar nicht auf diese Tierart anzuwenden.

Naturschützer warnen seit geraumer Zeit davor, dass die sich explosionsartig vermehrende braune Nacktschnecke die einheimische Schwarze Wegschnecke verdränge und erhebliche Fressschäden an der heimischen Vegetation und in der Landwirtschaft anrichtet. Immerhin ist Arion lusitanicus mittlerweile die häufigste Schneckenart in Deutschland. Sie wird auf der Liste der europäischen „100 of the worst“ Tier- und Pflanzenarten geführt, , die erheblichen Einfluss auf biologische Vielfalt, Ökonomie und Gesundheit haben. Eingeschleppt wurde die Spanische Wegschnecke angeblich nach dem Zweiten Weltkrieg durch Obst- und Gemüseimporte.

Bei einer Bestandsaufnahme konnten Frankfurter Forscher aber nicht ein einziges Exemplar der Schnecke in ihrem angeblichen Herkunftsgebiet finden. Das Team des BiK-F und der Goethe-Universität hatte im Frühjahr 2010 in Frankreich, Spanien, Großbritannien und den Beneluxländern Schnecken gesammelt und bestimmt. „Statt der sogenannten Spanischen Wegschnecke haben wir zahlreiche mit herkömmlichen Methoden nicht bestimmbare, sogenannte kryptische Arten gefunden. Deshalb haben wir die Tiere anschließend mittels DNA-Taxonomie klassifiziert. Dabei werden die Erbinformationen zur Bestimmung herangezogen“, so der Erstautor der Studie, Prof. Markus Pfenninger, der am BiK-F und der Goethe-Universität forscht und lehrt.

Viele der untersuchten Exemplare waren keiner beschriebenen, genetisch charakterisierten Art zuzuordnen. Dazu Pfenninger. „Wir haben zum Teil stark voneinander abweichende Genvarianten gefunden, die auf eine hohe Zahl bisher nicht als eigene Spezies dokumentierter  Arten hinweisen. Das wiederum heißt: Arion ist taxonomisch eine sehr unklare Gattung.“ Die genetischen Informationen verrieten aber noch mehr: Sich ähnelnde Mutationen in den Erbinformationen unterschiedlicher Individuen weisen auf Verwandtschaftsverhältnisse hin. „Wir haben einen genetischen Stammbaum erstellt. Die Ergebnisse zeigten uns, warum wir Arion lusitanicus in ihrer angeblichen Heimat nicht finden konnten. Diese Art ist definitiv nicht dort heimisch, sondern bei uns“, folgert Pfenninger. EU-Maßnahmen gegen die Art als invasive Art wären damit obsolet.

In Europa gibt es Schätzungen zufolge über 12.000 eingewanderte Pflanzen-, Tier- und Pilzarten, und es werden immer mehr. Die Folgen sind ein Verlust biologischer Vielfalt und die Verdrängung heimischer Arten sowie immense wirtschaftliche Schäden, beispielsweise durch Ernteverluste. Im April 2014 befürwortete das EU-Parlament daher Maßnahmen, die künftig verhindern sollen, dass noch mehr invasive Arten in die EU gelangen, und die bereits eingewanderte Arten wirksamer bekämpft sollen. „Bei schlecht dokumentierten Einwanderungen wie bei der Spanischen Wegschnecke müssen wir mit dem Begriff ,invasiv‘ künftig vorsichtiger sein, denn diese Einstufung hat konkrete Auswirkungen auf die Umweltpolitik“, resümiert Pfenninger und fährt fort: „Vielleicht hat sich die Schneckenart in den vergangenen Jahrzehnten auch einfach aufgrund veränderter landwirtschaftlicher Anbaumethoden so stark vermehrt, dass es uns wie eine Invasion erscheint“.

Publikation: Pfenninger, M., Weigand, A.,  Bálint, M., Klussmann-Kolb, A.: Busting an invasion myth: the Lusitanian slug (Arion lusitanicus auct. non Mabille or Arion vulgaris Moquin-Tandon 1855) is native in Central Europe . - Evolutionary Applications, DOI: 10.1111/eva.12177.

Bilder der spanischen Wegschnecke finden Sie hier: http://tinyurl.com/pkv84fb; http://tinyurl.com/nhafj7n

Informationen: Prof. Dr. Markus Pfenninger, Goethe Universität und LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F), Tel. (069) 7542 1841; Pfenninger@bio.uni-frankfurt.de

Hochschulpolitische Themen

Jun 18 2014
15:18

Einstimmiges Votum der Gremien für die Wahl am 15. Juli 2014

Goethe-Universität geht mit zwei Kandidaten in die Präsidentenwahl

FRANKFURT. Die Goethe-Universität geht nach der öffentlichen Anhörung am 18. Juni mit zwei Kandidaten in die Wahl um das Amt des Präsidenten/der Präsidentin am 15. Juli 2014. Das hat der Hochschulrat in seiner gestrigen Sitzung nach Rücksprache mit dem erweiterten Senat einstimmig entschieden. Zuvor hatten sich die Wirtschaftswissenschaftlerin und ehemalige Wirtschafts- und Wissenschaftsministerin Sachsen-Anhalts, Prof. Birgitta Wolff, sowie der Neurowissenschaftler und Philosoph, Prof. Robert Nitsch, in einer fast dreistündigen Anhörung der Universitätsöffentlichkeit ihre Pläne und Konzepte für die Entwicklung der Goethe-Universität im Fall ihrer Amtsübernahme ab dem 1. Januar 2015 präsentiert. Der Einladung des Präsidiums im Festsaal des Casinos auf dem Campus Westend waren mehr als 500 Hochschulangehörige gefolgt. Der Anhörung vorausgegangen war ein Bewerbungsverfahren, bei dem eine paritätisch besetzte Findungskommission aus Senats- und Hochschulratsmitgliedern einstimmig die beiden externen Kandidaten aus einem größeren Bewerberkreis ausgewählt und zur Anhörung eingeladen hatte.

Prof. Dr. Birgitta Wolff hat an der Universität Witten/Herdecke, an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und der Harvard University Wirtschaftswissenschaften studiert. Anschließend lehrte sie an der Georgetown University in Washington. Seit 2000 hat sie den Lehrstuhl für Internationales Management an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg inne; zudem war sie seit 2002 Prodekanin und Dekanin der Fakultät. Wolff wurde 2010 zur Kultusministerin und anschließend zur Landesministerin für Wissenschaft und Wirtschaft in Sachsen-Anhalt bestellt. In diesem Zusammenhang ist sie wiederholt zur beliebtesten Wissenschaftsministerin des Jahres gekürt worden; doch uneins mit Ministerpräsident Reiner Haselhoff über dessen geplanten Sparkurs an den Hochschulen schied sie im April 2013 aus dem Kabinett aus und kehrte auf ihre Professur an der Universität zurück.

Prof. Dr. med. Dr. phil. Robert Nitsch hat Medizin und Philosophie in Kiel und Frankfurt studiert. Über lange Zeit war er als Neuroanatom und Prodekan an der Charité in Berlin tätig und leitete dort auch den Exzellenzclusters NeuroCure.  Seit 2009 ist Nitsch als Professor an der Universität Mainz tätig und dort Sprecher des Forschungszentrums Neurowissenschaften. Nitsch erforscht zelluläre Mechanismen, die bei der Störung der Netzwerkfunktion des Gehirns eine Rolle spielen. Er ist Sprecher eines 2013 neu eingerichteten Sonderforschungsbereiches der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der über das rhine-main neuroscience network (rmn2) eng mit der Goethe-Universität verbunden ist. Für seine Arbeiten erhielt er 2013 den renommierten und mit 2,5 Millionen Euro dotierten Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC). Nitsch ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften Leopoldina.