Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Veranstaltungen

Sep 8 2016
11:44

Bürgermeister Leonhard Helm und Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz laden ein

Goethe-Universität zu Gast in Königstein im Taunus

FRANKFURT.Die Goethe-Universität Frankfurt war bereits aus Anlass des Jubiläums „100 Jahre Goethe-Universität“ im Jahr 2014 zu Gast in Königstein. Die daraus entstandene Freundschaft und Zusammenarbeit wird nun in einem feierlichen Abend im Haus der Begegnung in Königstein allen Königsteiner Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt.

Bürgermeister Leonhard Helm und Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz laden zu diesem gemeinsamen Abend mit anschließendem Umtrunk ein:

Mittwoch, 14. September 2016, 19:00 Uhr,

Haus der Begegnung (Königstein, Bischof-Kraller-Straße 3)

Bürgermeister Leonhard Helm wird als Gastgeber die Gäste begrüßen und Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz stellt die Stiftungs-und Bürgeruniversität vor. Die Grußworte des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung überbringt Dr. Stephan Bredt, Abteilungsleiter Wirtschaftsordnung, Finanzdienstleistungen, Börsen. Der Gastredner des Abends ist Prof. Jan Pieter Krahnen, (Center for Financial Studies der Goethe-Universität). Er geht in seinem Gastvortrag der Frage nach: „9 Jahre Finanzkrise – bleibt noch etwas zu tun?“. Begleitet wird das Programm durch Solisten der Frankfurter Universitätsmusik.

Über eine Ankündigung der Veranstaltung, Ihr Kommen und eine anschließende Berichterstattung würden wir uns sehr freuen.

Veranstaltungen

Sep 7 2016
15:12

Startups des Goethe-Unibators mit dem Goethe-Innovationspreis ausgezeichnet/Preisgelder von insgesamt 17.000 Euro/Erlöse der Veranstaltung kommen Goethe-Unibator zugute

Innovationen made in Frankfurt

FRANKFURT.Bühne frei beim 5. Innovationsforum von Goethe-Universität und Handelsblatt für junge Gründer und Startups mit Bezug zur Goethe-Universität: Sie sind erst 18 und 20 Jahre alt und halten als Unternehmensgründer auf der Bühne vor insgesamt 600 Gästen bereits den mit 2.000 Euro dotierten Goethe-Innovationspreis in den Händen: Das Schüler-Team bestehend aus Pascal Lindemann (18), Christian Schorr (18) und Dominic Libanio (20) – alle frühere „Jugend forscht“-Gewinner – hat einen Roboter zur Handrehabilitation entwickelt. Der smarte Roboter der drei Jungunternehmer und ihres Unternehmens LIME medical überzeugte nicht nur die Jury, sondern weckte auch das Interesse von KUKA-CEO Dr. Till Reuter, der beim Innovationsforum die Keynote sprach und die drei Gründer ausdrücklich zu einer Kooperation ermunterte. Mit-Gründer Pascal Lindemann bekannte bei der Preisverleihung, er habe sich im Wintersemester für ein Studium an der Goethe-Universität eingeschrieben.

Der Handroboter war nur eine von mehreren guten Startup-Ideen, die gestern Abend (6. September) beim Innovationsforum von Goethe-Universität und Handelsblatt im Casinogebäude auf dem Campus Westend ausgezeichnet wurden. Den 1. Platz und 10.000 Euro Preisgeld erreichte das aus der Goethe-Uni hervorgegangene Life-Science-Unternehmen RhabdoTec (Kenan Bozhüyük, Florian Fleischhacker, Dr. Darko Kresovic und Felix Wersich), den mit 5.000 Euro dotierten 2. Platz das Startup Legalhead (Dr. Clemens Reichel, Samuel Ju und Fabian Schebanek), ebenfalls Absolventen der Goethe-Uni.

Für den von den Freunden der Goethe-Universität gestifteten Preis hatten sich insgesamt 10 Startups beworben:Dr. Friederike Lohse, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Vereinigung von Freunden und Förderernund Initiatorin des Innovationsforums sowie Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff gratulierten den Gründern der drei Gewinner-Startups, deren Unternehmen aus dem Goethe-Unibator – der Startup-Brutstätte der Goethe-Uni – hervorgegangen sind. Die Erlöse des Innovationsforums kommen der Weiterentwicklung des Goethe-Unibators zugute.

Nach der Preisverleihung übernahm Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart die Regie auf der Bühne. In einer unterhaltsamen Gesprächsrunde diskutierte Steingart mit Frank Strauß (Vorstandsvorsitzender Deutsche Postbank AG), Olaf Koch (Vorstandsvorsitzender Metro AG), Petra Justenhoven (Vorstand Pricewaterhouse-Coopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) und Klaus Rosenfeld (Vorstandsvorsitzender Schaeffler AG) über Innovationen und Ideen von morgen.

Kurzporträts der prämierten Unternehmen:

Platz 1 (10.000 Euro): Das Life-Science-Startup RhabdoTec ist seit Januar 2016 im Unibator-Programm und hat ein neues biotechnologisches Verfahren entwickelt mit welchem neue pharmazeutische Wirkstoffe und Wirkstoffderivate schnell und kostengünstig entwickelt und hergestellt werden können. Das Verfahren erlaubt das gezielte Programmieren von Mikroorganismen zur Produktion von Peptiden, wie z.B. Wirkstoffen von Antibiotika, Antikarzinogene und Immunsuppressiva. Das Unternehmen ist von Doktoranden und Mitarbeitern des Instituts für Molekulare Biowissenschaften (Prof. Helge Bode) gegründet worden.

Kontakt: kenan.bozhueyuek@bio.uni-frankfurt.de

Platz 2 (5.000 Euro): Legalhead ist die erste mobile juristische Jobsuche- und Jobwechsel-App für Berufseinsteiger und berufserfahrene Anwälte. Seit dem Start im Oktober 2015 konnten die drei Gründer bereits mehr als 30 renommierte Partnerkanzleien und Wirtschaftsunternehmen und eine vierstellige Zahl an Anwälten von der Plattform überzeugen. Durch den klaren Fokus auf den juristischen Bereich und die innovative Technologie ermöglicht Legalhead ein effektives Matching von Bewerberinnen und Bewerbern mit Unternehmen und ist eine mobile, interaktive und kostengünstige Alternative zum klassischen Stellenmarkt und zu Personalberatern/Headhuntern. Als einziger Anbieter im juristischen Personalmarkt beteiligt Legalhead die Berufseinsteiger oder Jobwechsel mit 1/3 der erhaltenen Vermittlungsprovision. Unter dem Dach der Muttergesellschaft, der Mobilehead Holding GmbH, ist im 4. Quartal dieses Jahres der Launch von weiteren Plattform für Ärzte (Medihead), Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (Taxhead) und Consultants (Consulthead) geplant. www.legalhead.de

Kontakt: samuel.ju@legalhead.de

Platz 3 (2.000 Euro): LIME medical entwickelt, produziert und vertreibt innovative Rehabilitationsrobotik zur Nachbehandlung der Finger. Aktuell ist die Nachbehandlung der Hand nach einem Arbeitsunfall oder einem Schlaganfall durch einen Mangel der Fachkräfte und Mittel sehr unzureichend. Mit dem Therapiegerät HERAX erweitert das Startup das bereits für Knie und Schulter etablierte Konzept der Roboter-Physiotherapie auf die Therapie der Finger. Der Patient erhält nicht nur eine intensivere Bewegungstherapie, sondern kann diese auch bequem zu Hause auf dem Sofa durchführen. Angesteuert wird HERAX mit einer übersichtlichen Smartphone-App, die die Behandlungen automatisch an den Patienten anpasst. www.lime-medical.de

Kontakt: lindemann@fingertherapie.de

Foto zum Download unter: www.uni-frankfurt.de/63129694

Bildunterschrift: Geballte Innovationskraft: Alle Gründer zusammen mit Uni-Präsidentin Prof. Birgitta Wolff und Freunde-Vorstand Dr. Friederike Lohse sowie Prof. Andreas Hackethal und Dr. Sebastian Schäfer vom Goethe-Unibator (3. und 1. v.r.).

Die Veröffentlichung ist honorarfrei bei Urheberangabe: Foto: M. Joppen

Personalia/Preise

Sep 7 2016
13:34

GDCh zeichnet Dr. Björn Corzilius und Dr. Johannes Wittmann aus

Preis für Methode zur Verstärkung von Kernspin-Signalen

FRANKFURT.Für seine Methode zur Verstärkung von Kernspin-Signalen erhält Emmy-Noether-Nachwuchsgruppenleiter Dr. Björn Corzilius einen angesehenen Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Sein Postdoktorand Dr. Johannes Wittmann wird ebenfalls ausgezeichnet.

Die NMR-Spektroskopie ermöglicht es, Informationen über die chemische Umgebung von Atomen sowie die Struktur und Bewegung von Molekülen im Sekunden- bis Nanosekunden-Bereich zu erhalten. Als Kernspinresonanz wird die Methode auch zur Bildgebung beispielsweise in der medizinischen Diagnostik eingesetzt. Dr. Björn Corzilius stellt in seinem Vortrag eine weltweit einzigartige Methode vor, die eine Signalverstärkung in biologischen Molekülen durch natürlich vorkommende Metallionen erlaubt. Er untersucht damit RNA-Moleküle im Rahmen des Sonderforschungsbereichs „Molekulare Mechanismen der RNA-basierten Regulation“ an der Goethe-Universität.

Dr. Björn Corzilius hält die Felix-Bloch-Lecture zum Auftakt des Treffens der Fachgruppe Magnetische Resonanzspektroskopie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), das vom 12. bis 15. September an der Universität Düsseldorfer stattfindet. Die Auszeichnung wird in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. Sie ist nach einem der beiden Begründer der Magnetischen Resonanzspektroskopie – auch als Kernresonanzspektroskopie oder NMR-Spektroskopie bezeichnet – benannt. Bloch erhielt 1952 für die Entdeckung der magnetischen Kernresonanz den Nobelpreis für Physik.

Am zweiten Konferenztag werden zum 20. Mal die Ernst Awards an drei Nachwuchswissenschaftler verliehen, unter ihnen Dr. Johannes Wittmann, Post-Doktorand in  der Arbeitsgruppe von Björn Corzilius. Ausgezeichnet werden einzelne Publikationen, die im Lauf der Doktorarbeit des jeweils vorherigen Jahres erzielt werden konnten. Weitere Preisträger sind Christian Hintze (Universität Konstanz) und Katharina Märker (Universität Grenoble). Richard Ernst setzte einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung der NMR-Spektroskopie. Dafür erhielt er 1991 den Nobelpreis für Chemie.

Ernst-Preisträger Johannes Wittmann befasste sich in seiner Doktorarbeit an der ETH Zürich mit der Verbesserung von Radiofrequenzpulssequenzen zur Aufnahme mehrdimensionaler NMR-Spektren. Basierend auf einem Verständnis der theoretischen Zusammenhänge konnte er die Effizienz und Reproduzierbarkeit von NMR-Experimenten deutlich erhöhen.

„Wie wir unseren wissenschaftlichen Nachwuchs unterstützen, ist ein wichtiges Gütezeichen für unsere Universität. Deshalb freut es mich sehr, dass Björn Corzilius als Leiter einer Emmy-Noether-Gruppe und sein Post-Doktorand jetzt zeitgleich mit diesen wichtigen Auszeichnungen geehrt werden. Wer den Ernst-Preis und die Felix-Bloch-Vorlesung der Fachgruppe Magnetische Resonanz der GDCh erhalten hat, der hat bisher immer eine große Karriere vor sich!.“ so Prof. Harald Schwalbe, stellverstretender geschäftsführender Direktor am Zentrum für Biomolekulare Magnetischer Resonanz (BMRZ) der Goethe-Universität.

Dr. Björn Corzilius ist seit 2013 Emmy Noether Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Goethe-Universität. Er promovierte 2008 an der TU Darmstadt in der Physikalischen Chemie. Von 2009 bis 2013 war er Post-Doktorand am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, USA.

Dr. Johannes Wittmann studierte Chemie an der Universität Bayreuth und schloß seine Promotion über Methodenentwicklung in der Festkörper-NMR-Spektroskopie 2016 an der ETH Zürich ab. Seit Juni 2016 ist er Post-Doktorand in der Gruppe von Dr. Björn Corzilius.

Bilder zum Download finden Sie unter: www.uni-frankfurt.de/63125181

Bildtext: Sekundärstruktur eines RNA-Moleküls (Hammerkopf-Ribozym), sowie die Strukturformel der rot markierten Mn2+-Bindungsstelle. Dieses gebundene Mn2+ ersetzt den nativen Co-Faktor Mg2+, wobei die Funktionalität der RNA erhalten bleibt. Mn2+ ist paramagnetisch und erlaubt in diesem Fall die 8-fache Signalverstärkung des NMR-Spektrums der RNA mittels dynamischer Kernpolarisation (Spektrum rechts).

Informationen: Dr. Björn Corzilius, Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, Campus Riedberg, Tel. (069)- 798-29467, Corzilius@em.uni-frankfurt.de; Dr. Johannes Wittmann, Tel. (069)- 798-29587, jowi@solidstatednp.de.

Veranstaltungen

Sep 6 2016
14:15

5. Jahrestagung des House of Pharma & Healthcare zu Wettbewerbsfähigkeit des Pharmastandorts Deutschland

Weiter an der Spitze oder bald abgehängt?

FRANKFURT. Präzisionsmedizin auf der Basis von Big Data und Genomforschung sowie die Wettbewerbsfähigkeit des Pharmastandorts Deutschland sind die beiden Schwerpunktthemen auf der 5. Jahrestagung des House of Pharma. Sie findet am 12. und 13. September auf dem Campus Westend der Goethe-Universität statt. Mit mehr als 500 Anmeldungen hat die Teilnehmerzahl in diesem Jahr einen Rekordwert erreicht.

In den USA ist der medizinische Fortschritt Chefsache. Im Januar 2015 kündigte Präsident Obama dort eine groß angelegte Präzisionsmedizin-Initiative an. Langfristig sollen unter der Ägide der Nationalen Gesundheitsbehörden in einer Gruppe von mindestens einer Million freiwilliger Probanden große Mengen digital erhobener Verhaltens-, Gesundheits- und Krankheitsdaten analysiert werden, um „uns einer Heilung von Krankheiten wie Krebs und Diabetes näher zu bringen – und uns allen Zugang zu der personalisierten Information zu geben, die wir brauchen, um uns selbst und unsere Familien gesünder zu erhalten“, so der amerikanische Präsident.

Was bedeutet die Konvergenz von Big Data und Genomforschung, auf der diese Initiative basiert? Wie wird sie die Medizin verändern? Inwieweit ist die deutsche Forschung an diesem Wandel beteiligt? Solchen Fragen widmet sich die Podiumsdiskussion „Game Changer Precision Medicine und Big Data – Wird Deutschland abgehängt?“, die von einem Impulsvortrag von Dr. Edward Abrahams, dem Präsidenten der amerikanischen Personalized Medicine Coalition, eingeleitet wird.

Auch das zweite Schwerpunktthema der 5. Jahrestagung des House of Pharma & Healthcare hat mit der Wettbewerbsfähigkeit des Pharmastandorts Deutschland zu tun. Es handelt von den Ergebnissen des im April dieses Jahres abgeschlossenen Pharmadialogs, in dem Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft anderthalb Jahre lang darum gerungen hatten, welche Rahmenbedingungen notwendig seien, damit „der Pharmastandort Deutschland im internationalen Wettbewerb auch weiterhin stark bleibt“.

Erfüllen die Ergebnisse des Pharmadialogs und deren geplante Umsetzung durch die Politik diesen Anspruch? Oder gibt der jüngst veröffentlichte Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) „falsche Signale“, wie die Pharmaverbände meinen? Darum geht es in einer Podiumsdiskussion, an der auch BMG-Staatssekretär Lutz Stroppe teilnimmt.

Neben den beiden Schwerpunktthemen bietet die Jahrestagung ihren Teilnehmern wieder die Möglichkeit, in zweimal vier parallelen Workshops weitere aktuelle Themen zu diskutieren. Die Jahrestagung des House of Pharma & Healthcare hat sich seit 2012 zu einer bundesweit wichtigen Plattform der Begegnung und des Meinungsaustausches innerhalb der Pharma- und Gesundheitsbranche entwickelt.

Die Tagung beginnt am 12. September mit einem Vorabendempfang auf Einladung der Hessischen Landesregierung. Dabei hält der Medizinjurist Prof. Jochen Taupitz von der Universität Mannheim, der seit 2001 dem Deutschen Ethikrat angehört, den Eröffnungsvortrag zum Thema „Genomchirurgie beim Menschen – neue Hoffnungen, neue Befürchtungen“.

Was? 5. Jahrestagung House of Pharma & Healthcare
Wann? 12. September, 19 Uhr, und 13. September, 9 bis 16 Uhr
Wo? Casino, Campus Westend, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Das House of Pharma & Healthcare (www.houseofpharma.de) verfolgt das Ziel, den Pharma-Kompetenzcluster Hessen weiterzuentwickeln und die Innovationslücke in der Arzneimittelentwicklung zu schließen. Zu diesem Zweck fördert es die Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren der Gesundheits- und Pharmabranche in Deutschland und bietet ihnen eine neutrale Diskussionsplattform. Es wird geleitet von Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz (Goethe-Universität) und Prof. Dr. Jochen Maas (Sanofi).

Dem Vorstand des House of Pharma & Healthcare gehören für die beteiligten hessischen Hochschulen Prof. Prof. Dr. Michael Bölker, Vizepräsident der Philipps-Universität Marburg, Prof. Dr. Frank Runkel, Vizepräsident der Technischen

Hochschule Mittelhessen, Prof. Dr. Dr. Peter Kämpfer, Vizepräsident der Justus-Liebig-Universität Gießen und Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main an.

Informationen: Joachim Pietzsch, Pressestelle des House of Pharma & Healthcare e.V., Tel.: (069) 36007188, presse@houseofpharma.de

Das detaillierte Programm der Jahrestagung finden Sie hier (PDF).

Personalia/Preise

Sep 6 2016
14:13

Auszeichnung des Vereins für Socialpolitik geht an Frankfurter Ökonomin

Nicola Fuchs-Schündeln erhält Gossen-Preis

FRANKFURT.Nicola Fuchs-Schündeln, Professorin für Makroökonomie und Entwicklung am House of Finance der Goethe-Universität Frankfurt, ist mit dem Gossen-Preis 2016 des Vereins für Socialpolitik ausgezeichnet worden. Die 44-Jährige erhielt den wichtigsten deutschen Ökonomen-Preis im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung des Vereins am Montagabend in Augsburg. Der Gossen-Preis wird jedes Jahr an einen Wirtschaftswissenschaftler oder eine Wirtschaftswissenschaftlerin aus dem deutschen Sprachraum verliehen, die durch ihre Forschung internationales Ansehen gewonnen haben. Der wichtigste Maßstab für die Vergabe sind Veröffentlichungen in international anerkannten Fachzeitschriften.

Monika Schnitzer, die Vorsitzende des Vereins für Socialpolitik, würdigte in ihrer Laudatio die bedeutenden empirischen Forschungsbeiträge von Nicola Fuchs-Schündeln im Bereich der politischen Ökonomik, der Ökonomik von Haushaltsentscheidungen und der Entwicklungsökonomik.

Nicola Fuchs-Schündeln untersucht schwerpunktmäßig das Konsum-, Spar- und Arbeitsangebotsverhalten privater Haushalte sowie die Endogenität von Präferenzen. Ihre Arbeiten sind unter anderem in der American Economic Review, im Quarterly Journal of Economics und in der Zeitschrift Science erschienen. Fuchs-Schündeln hat seit 2009 eine Professur an der Goethe-Universität, wo sie unter anderem als Principal Investigator am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und als Programmdirektorin am LOEWE-Zentrum „Sustainable Architecture for Finance in Europe“ (SAFE) mitwirkt. Die vergangenen zwölf Monate verbrachte sie als Gastprofessorin an der Stanford University in Kalifornien. Im Jahr 2010 erhielt sie einen Starting Grant des European Research Council, eine der höchstdotierten wissenschaftlichen Auszeichnungen in der Europäischen Union. Vor ihrem Wechsel nach Frankfurt war Fuchs-Schündeln an den US-amerikanischen Universitäten Harvard und Yale tätig.

Der seit 1997 verliehene und mit 10.000 Euro dotierte Gossen-Preis ist nach dem preußischen Juristen Hermann Heinrich Gossen (1810–1858) benannt, der mit seinem Buch „Die Entwicklung der Gesetze des menschlichen Verkehrs, und der daraus fließenden Regeln für menschliches Handeln“ als einer der wichtigsten Vorläufer der modernen Grenznutzenschule gilt.