Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017

Veranstaltungen

Mai 24 2012
11:53

Professor der Yale University hält öffentlichen Vortrag im Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften

Gesichter und Schattenseiten des Krieges

FRANKFURT. Auf Einladung des Forschungszentrums für Historische Geisteswissenschaften an der Goethe-Universität hält Jay Winter, Professor für Geschichte an der renommierten Yale University (USA), einen öffentlichen Vortrag

am: Mittwoch (30. Mai) um 18 Uhr
Ort: IG-Farben-Haus, Raum 411, Campus Westend, Grüneburgplatz 1
Thema: “Faces, Voices and the Shadow of War“

In der heutigen Malerei, in Skulpturen und Installationen spielt das menschliche Gesicht als Darstellungs- und Anschauungsmittel des Krieges kaum eine Rolle mehr. Das hat einerseits mit Veränderungen der Künste zu tun, verweist aber auch auf die veränderte Natur des Krieges und auf unsere veränderte Sichtweise auf den Krieg. Weil das, was wir sehen, einen größeren Einfluss auf uns hat als das, was wir lesen, hat das Verbergen des menschlichen Gesichts und der menschlichen Gestalt in Repräsentationen des Krieges im 20. Jahrhundert und später eine große Bedeutung.

Informationen: Dr. Falk Müller, Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798-32411, falk.mueller@em.uni-frankfurt.de, www.fzhg.org

Forschung

Mai 23 2012
16:32

Carls Stiftung fördert Studie zur Hemmung von Krebsgenen bei Brust- und Darmkrebs

Wie vorbeugen bei erblichem Krebs?

FRANKFURT. Wie kann man Menschen helfen, bei denen ein hohes Risiko besteht, an einer erblichen Krebsform zu erkranken? Zurzeit setzen Ärzte vor allem auf spezielle Früherkennungsprogramme. Neue Hoffnung weckte vor einiger Zeit die Entdeckung eines Krebsgens, bei dessen Hemmung die Krebszellen im Tierversuch abstarben. Am Universitären Centrum für Tumorerkrankungen der Goethe-Universität soll nun überprüft werden, ob das Krebsgen die häufigsten erblichen Krebsformen, nämlich Brust- und Eierstockkrebs sowie Darmkrebs, verhindern kann. Die Studie wird von der Carls Stiftung mit 110.930 Euro gefördert.

Wenn sich der Verdacht auf eine erbliche Krebsform erhärtet, kann eine molekulargenetische Diagnostik Gewissheit verschaffen. In Beratungsgesprächen wird Personen mit nachgewiesener pathogener Mutation dann empfohlen, an speziellen Früherkennungsprogrammen teilzunehmen. Bei erblichem Brustkrebs kann gegebenenfalls auch eine medikamentöse Prävention oder eine prophylaktische Operation erfolgen.

Das Ziel der Forschergruppe um Prof. Klaus Strebhardt vom Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Goethe-Universität ist es, von vornherein zu verhindern, dass erblich bedingter Krebs ausbricht. In Vorversuchen, die bereits von der Carls Stiftung  gefördert wurden, konnte er zeigen, dass das Wachstum von  Tumorzellen in besonderem Maße von der Funktion der sogenannten Polo-like kinase 1 (Plk1) abhängt. Wird das Plk1-Gens medikamentös gehemmt, dann sterben die Tumorzellen ab. Für das Überleben gesunder menschlicher Zellen ist Plk1 dagegen nicht notwendig. Diese ideale Situation wird bereits heute ausgenutzt, indem man Krebspatienten mit Plk1-spezifischen Medikamenten behandelt.

In dem neuen Forschungsprojekt stehen zwei Tiermodelle für den erblichen Krebs, Brustkrebs (BRCA1) und kolorektalen Krebs (FAP), im Vordergrund. Hier soll nämlich erstmalig getestet werden, ob die Hemmung von Plk1 das Auftreten dieser beiden erblichen Krebsformen verzögern oder sogar verhindern kann. Ergebnisse dieser Studie könnten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung einer zielgerichteten Krebsprophylaxe bei Hochrisikopatienten leisten.

Informationen: Prof. Klaus Strebhardt, Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen, Universitätsklinik, Tel. (069) 6301-6894, Strebhardt@em.uni-frankfurt.de.

Forschung

Mai 23 2012
16:28

Sport senkt das Risiko zahlreicher Erkrankungen, betont Sportmediziner Prof. Winfried Banzer von der Goethe-Universität. Auch Menschen mit chronischen Krankheiten können durch Sport Therapiemaßnahmen sinnvoll unterstützen

Bewegung schützt vor Krankheit

FRANKFURT. Auch wenn die angenehmen Temperaturen des Frühjahrwetters zur körperlichen Ertüchtigung im Freien verlocken: Nicht alle Menschen treiben regelmäßig Sport. Dabei unterstreicht die heutige Medizin die hohe Bedeutung von Sport für die Gesundheitsvorsorge: „Regelmäßige Bewegung mit moderater Intensität senkt nachweisbar das Risiko zahlreicher Erkrankungen“, betont Prof. Winfried Banzer, Leiter der Präventiven und Rehabilitativen Sportmedizin an der Goethe-Universität. Das Risiko, an einem chronischen Leiden zu erkranken, lasse sich damit deutlich verringern. Auch stärke Bewegung die psychische Gesundheit und trage zum Erhalt der Selbstständigkeit im Alter bei.

Bedeutend sei eine ausgewogene Bewegung auch als Therapiemaßnahme bei den meisten chronischen Erkrankungen. „So hat sich Bewegung bei Diabetes, Bluthochdruck oder stabilen Herz-Kreislauf-Erkrankungen als sehr effektiv erwiesen“, so Banzer. Selbst bei bestimmten Tumorerkrankungen könne Bewegung prophylaktisch wirken. Bewegung beeinflusse nicht nur klinische Werte günstig, sondern trage auch zur Verbesserung der mentalen und psychischen Verfassung bei chronisch Kranken bei. „Welche Sportarten im Einzelnen empfehlenswert sind, hängt von vielen Faktoren, beispielsweise dem Gesundheitszustand, Alter und individuellen Präferenzen ab und sollte im Idealfall in der sportmedizinischen Beratung geklärt werden“, erläutert Banzer. 

Wer als chronisch Kranker in Maßen Sport treibe, profitiere eindeutig von dieser Aktivität und trage nur ein geringes Gesundheitsrisiko. Dass man bei der körperlichen Aktivität nicht übertreiben sollte, empfiehlt Banzer auch Neu- oder Wiedereinsteigern. Es gebe Hinweise dafür, dass frühere Sportmuffel ihre Aktivität eher aufrecht erhalten, wenn diese von moderater Intensität sei. Grundsätzlich aber gelte: „Es ist nie zu spät anzufangen“, unterstreicht Banzer. Studien zeigten, dass eine selbst im Alter erst aufgenommene körperliche Aktivität die Sterblichkeit senken könne.

Informationen: Prof. Dr. Winfried Banzer, Institut für Sportwissenschaften,
Abteilung Sportmedizin, Telefon (069)798-24543, winfried.banzer@sport.uni-frankfurt.de 

Das komplette Interview mit Prof. Banzer findet man unter http://www2.uni-frankfurt.de/41006957/018

Veranstaltungen

Mai 22 2012
15:00

Internationale Konferenz über „Global Justice“ am 31. Mai und 1. Juni 2012 an der Goethe-Universität

Grundlagen globaler Gerechtigkeit

FRANKFURT. Die Bekämpfung der Armut, der Umgang mit dem Klimawandel, die Einhaltung von Menschenrechten: In einer zunehmend globalisierten Welt stellt sich auch die Frage der politischen Gerechtigkeit nicht mehr allein auf nationalstaatlicher Ebene. Aber wer neben den Nationalstaaten trägt Verantwortung und ist entsprechend verpflichtet, sich an der Bewältigung von Problemen mit globaler Tragweite zu beteiligen? Welche Ordnungen und rechtlichen Institutionen sind dafür erforderlich? Und wie lassen sich diese organisieren und kontrollieren? Besonders um diese Fragen geht es bei der internationalen Konferenz zum

Thema: „Global Justice: Problems, Principles and Institutions“
am: Donnerstag, 31.Mai, und Freitag, 1. Juni 2012
Ort: Campus Westend der Goethe-Universität,
Casinogebäude, Raum 1.811, Grüneburgplatz 1.

Veranstalter der englischsprachigen Tagung mit zehn renommierten Referenten aus England, Kanada und den USA sind der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität und die ebenfalls hier tätige DFG-Kollegforschergruppe „Justitia Amplificata“. Die wissenschaftliche Leitung haben die Frankfurter Professoren für Politische Philosophie Rainer Forst und Stefan Gosepath. Die Vorträge und Diskussionen beginnen am Donnerstag (31. Mai) um 14.15 Uhr und am Freitag (1. Juni) um 10 Uhr. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Auf dem Programm steht auch die grundlegende Frage, warum eine genuin globale Sicht auf Gerechtigkeit überhaupt notwendig ist. Es könnte ja auch eine internationale Perspektive genügen, innerhalb derer die normative Beurteilung von Nationalstaaten und ihre Interaktionen im Fokus stehen. Von zentraler Bedeutung in diesem Zusammenhang sind Kriterien zur Begründung globaler Gerechtigkeitsprinzipien. Die Tagung umfasst insgesamt fünf Panels. Thematisiert werden die Frage globaler versus internationaler Gerechtigkeit, die Bedeutung kultureller Differenz für globale Gerechtigkeit, das Verhältnis von Demokratie und globaler Gerechtigkeit, globale Standards für distributive Gerechtigkeit sowie Fragen der Anwendung globaler Gerechtigkeitsprinzipien.

Zu den Vortragenden gehören auch zwei Gastprofessoren, die in diesem Sommersemester als Senior Fellows mit der Forschergruppe „Justitia Amplificata“ zusammenarbeiten: Allen Buchanan ist Professor für Philosophie und Rechtswissenschaft an der Duke University und seit vielen Jahren Berater in verschiedenen nationalen und internationalen Kommissionen – unter anderem für die amerikanische Regierung und die Europäische Union. Während seines Aufenthalts arbeitet er auch am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität in Bad Homburg. Thomas Pogge wiederum, der an der Yale University lehrt, gilt als einer der bedeutendsten Gerechtigkeitstheoretiker weltweit, wobei der aus Deutschland stammende Philosoph immer wieder konkrete praktische Maßnahmen vorschlägt, beispielsweise die Einführung des „Health Impact Fund“, eine Reform für eine bessere und gerechtere medizinische Versorgung von Menschen in extremer Armut. Pogge gehört auch zu den Gründern einer Organisation, die Wissenschaftler zu einem aktiven und persönlichen Engagement gegen Armut ermuntern will. Über die Aufgaben und Ziele von „Academics Stand Against Poverty“ wird er auf der Frankfurter Konferenz berichten.

Programm: http://www.normativeorders.net/de/veranstaltungen/alleveranstaltungen/1167

Informationen: Peter Siller, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Tel.: (069) 798-22015, peter.siller@normativeorders.net, http://www.normativeorders.net/, http://www.justitia-amplificata.de/

Veranstaltungen

Mai 21 2012
13:50

Lennaert Maes & die Bonski’s zeigen, wie es geht

Singend Niederländisch lernen

FRANKFURT. Wer immer schon mal einen Niederländisch-Kurs besuchen wollte, die Sprache gerne hört, seine Kenntnisse etwas auffrischen oder nur einfach in Urlaubslaune geraten will, dem bietet das Lektorat Niederländisch einen unterhaltsamen Abend mit dem Barden Lennaert Maes und seiner Gruppe Bonski’s

am: Donnerstag, dem 24. Mai, um 20 Uhr,
Ort: Nebengebäude des IG-Farben-Hauses,  Raum 1.741b, Campus Westend, Grüneburgplatz 1.

Lennaert Maes und die Bonski’s vermitteln gute Laune und, ohne dass man es merkt, Niederländisch-Kenntnisse – klammheimlich, wie der Kleider-Kleptomane. Der Kleider-Kleptomane geht herum und klaut Socken, Hosen, Jacken und Schuhe und am Ende des Liedes beherrschen die Besucher das ganze Wäschekorb- und Kleiderschrank-Vokabular.

Ihre Lorbeeren verdienen sie um Brüssel herum, wo sie ihr Bestes geben, um den frankophonen Brüsselern Niederländisch beizubringen. Der Barde Lennaert Maes ist mehr als reiner Liedermacher: 2011 erhielt er den Publikumslieblingspreis beim Kabarettfestival in Leiden (NL).

Informationen: Laurette Artois, Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik, Lektorat Niederländisch, Campus Westend, Tel.: (069) 798 32851, artois@lingua.uni-frankfurt.de

www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/IDLD/Niederlaendische_Sprache_Literatur_Kultur/index.html