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Pressestelle Goethe-Universität

Theodor-W.-Adorno Platz 1
60323 Frankfurt 
presse@uni-frankfurt.de

 

Aug 1 2022
16:07

Goethe-Universität Frankfurt unterstützt mit ihren digitalen Infrastrukturen und mit Unterstützung studentischer Helferinnen und Helfer die Durchführung von elektronischen Prüfungen.  

Hochschulzugangstests für ukrainische Geflüchtete gestartet 

FRANKFURT. Um 9.00 Uhr ging es heute los: Die ersten ukrainischen Geflüchteten haben an der Goethe-Universität einen Hochschulzugangstest absolviert, der erforderlich ist, um ein Studium in der Ukraine aufzunehmen oder fortzuführen. Die Goethe-Universität gehört zu den insgesamt sechs Standorten in Deutschland, an denen solche Online-Examina durchgeführt werden. Ermöglicht wird dies unter anderem durch die finanzielle Unterstützung des Wissenschafts- und Technologieunternehmens Merck. Insgesamt werden in dieser Woche und an zwei weiteren Folgetagen bis zu 800 ukrainische Schülerinnen und Schüler an den Tests teilnehmen – am ersten Tag waren es bereits knapp 180.

„Dass sich angesichts des brutalen Angriffes auf ihr Land dennoch so viele junge Ukrainerinnen und Ukrainer auf ein Studium in ihrer Heimat vorbereiten, ist sehr beeindruckend und spricht für den Mut und die Zuversicht der jungen Generation der Ukrainerinnen und Ukrainer. Indem wir vor Ort die Hochschulzugangstests unterstützen, können die ukrainischen Schülerinnen und Schüler ihre Bildungsbiografie nahtlos fortführen – dies ist ein wichtiger Beitrag für die Zukunft der Schülerinnen und Schüler sowie für das ganze Land“, betont Prof. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität.

Das ukrainische Ministerium für Bildung und Wissenschaft hatte sich mit der Bitte um Unterstützung an das Bundesministerium für Bildung und Forschung gewandt. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) konnte in Abstimmung mit dem BMBF und der Kultusministerkonferenz (KMK) fünf Hochschulen gewinnen, die über die entsprechenden Voraussetzungen verfügen, um die rechtssichere Durchführung der Online-Examina sicherzustellen. Um übermäßig lange Anreisen zu verhindern, wurde bei der Auswahl auf eine geografische Verteilung geachtet. 


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Jul 28 2022
16:47

Goethe-Universität, Institut für Ethnologie und Frobenius-Institut gratulieren ihrem Sozial- und Kulturanthropologen

Prof. Mamadou Diawara ist Fellow der British Academy

Als Anerkennung seiner Leistungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften ist Mamadou Diawara zum Fellow der British Academy gewählt worden. Diawara ist Professor für Sozial- und Kulturanthropologie am Institut für Ethnologie und stellvertretender Direktor des Frobenius Instituts an der Goethe-Universität sowie Direktor von Point Sud, dem Forschungszentrum für lokales Wissen in Bamako (Mali).

FRANKFURT. Professor Mamadou Diawara ist von der Jahreshauptversammlung der British Academy zum „Corresponding Fellow“ und damit zum Mitglied der British Academy gewählt worden. Er wird zukünftig der Fachsektion „Afrika, Asien und Naher Osten“ innerhalb der Akademie angehören. Die Wahl zum „Corresponding Fellowship“ ist die höchste wissenschaftliche Auszeichnung in den Geistes- und Sozialwissenschaften der Akademie. „Zum Corresponding Fellow kann“, so heißt es in der Satzung der British Academy „nur gewählt werden, wer in einem der von der Akademie zu fördernden Forschungsbereichen hohes internationales Ansehen erlangt hat“. Eine weitere Voraussetzung für die Ernennung ist ein permanenter Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Königreiche, der Isle of Man oder der Kanalinseln.

„Die Nachricht hat mich komplett überrascht, und ich habe mich natürlich sehr darüber gefreut“, sagt Prof. Mamadou Diawara. Es sei eine große Ehre, in den Kreis so vieler Koryphäen aufgenommen zu werden. Die Britische Akademie sei eine bedeutende Instanz, die sich auch in öffentlichen Debatten immer wieder zu Wort melde und deren Stimme großes Gewicht habe. Er selbst freue sich auf interessante Vorträge und regelmäßigen Austausch mit Geistes- und Sozialwissenschaftlern aus der ganzen Welt. Diawara kann nun lebenslänglich den Titel „FBA“ als Namenszusatz tragen.

Mamadou Diawara, Jahrgang 1954, hat an der École Normale Supérieure, Bamako, und an der École des hautes études en sciences sociales, Paris, studiert. In Paris wurde Diawara 1985 im Fach Anthropologie und Geschichte promoviert. 1998 folgte die Habilitation an der Universität Bayreuth, 2004 der Ruf an die Goethe-Universität. Diawara war an Universitäten in Europa und Amerika tätig. Er war Henry Hart Rice Visiting Professor in Anthropology and History an der Yale University (USA) und Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. 1998 gründete Diawara mit Moussa Sissoko und Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland, Österreich und Mali Point Sud, das Forschungszentrum für lokales Wissen in Bamako (Mali). Er hat mehrere Forschungsförderungsprojekte mitinitiiert, die sich insbesondere an Nachwuchskräfte aus Afrika richten, und engagiert sich in Programmen zur Kooperations-Förderung zwischen afrikanischen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus anderen Erdteilen. In seiner Forschung beschäftigt sich Mamadou Diawara mit Geschichte, oralen Kulturen, Medien, Normenwandel, Mobilität und Migration in Afrika. Sein regionaler Schwerpunkt liegt auf Subsahara-Afrika, insbesondere den Sahelländern, und auf Beziehungen zwischen Afrika und Südostasien, insbesondere Thailand, wo er sich mit dem Handel u.a. mit Edel- und Halbedelsteinen befasst. Dafür erhielt er eine starke Unterstützung vom Exzellenzcluster Die Herausbilddung normativer Ordnungen.

Die British Academy wurde 1902 gegründet und ist die nationale Akademie des Vereinigten Königreichs für Geistes- und Sozialwissenschaften. Sie ist eine Gemeinschaft von mehr als 1400 führenden Köpfen in diesen Fächern. Die Akademie versteht sich als Einrichtung zur Förderung der Forschung auf nationaler und internationaler Ebene und als ein Forum für Diskussionen und Engagement. 

In diesem Jahr wurden insgesamt 85 Fellows gewählt, darunter 52 aus dem Vereinigten Königreich, 29 Corresponding Fellows und vier Honorary Fellows. 

Die Präsidentin der British Academy, Professor Julia Black, sagte in ihrer Begrüßungsrede: „Ich freue mich, diese angesehenen und bahnbrechenden Wissenschaftler in unserem Fellowship willkommen zu heißen. (…) Mit dem Fachwissen und den Erkenntnissen unserer neuen Fellows ist die Akademie besser denn je in der Lage, neue Wege des Wissens und des Verständnisses zu beschreiten und das Wohlergehen und den Wohlstand von Gesellschaften auf der ganzen Welt zu fördern. Ich gratuliere jedem unserer neuen Fellows zu ihrer Leistung und freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihnen." 

Ein Porträt von Prof. Diawara zum Download: https://www.uni-frankfurt.de/122595166

Bildtext: Der Ethnologe Prof. Mamadou Diawara ist zum Corresponding Fellow der British Academy gewählt worden. (Foto: Normative Orders, Frankfurt)

Weitere Informationen
Institut für Ethnologie
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ethnologie@em.uni-frankfurt.de
PD Dr. Susanne Fehlings, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Frobenius-Institut
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Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798-13066, Fax 069 798-763-12531, sauter@pvw.uni-frankfurt.de

 

Jul 27 2022
14:38

DFG-Forschungsgruppe will Abstraktion im Gehirn verstehen und KI-Systeme verbessern

Austausch zwischen Hirnforschung und Künstlicher Intelligenz

Wie abstraktes Wissen im Gehirn gespeichert wird, untersuchen Psycholog:innen und Informatiker:innen in der neuen DFG-Forschungsgruppe ARENA. Die Erkenntnisse sollen umgekehrt dazu beitragen, künstlich intelligente (KI)-Systeme effizienter und flexibler zu machen.

FRANKFURT. Seitdem künstlich intelligente Systeme Objekte und Sprache zuverlässig erkennen können, hat die KI-Forschung einen Boom erlebt. Doch nach wie vor müssen die Systeme mit hohem Arbeits- und Energieaufwand trainiert werden – und speichern ihr Wissen über Objekte und Wörter trotzdem anders als das menschliche Gehirn: Moderne KI-Systeme sind in der Regel neuronale Netzwerkmodelle. Sie bestehen aus mehreren Schichten von künstlichen Nervenzellen, die miteinander verknüpft sind. Deshalb werden sie auch als tiefe neuronale Netze („deep neural networks“) bezeichnet. Ein KI-System, das für die Bilderkennung und die Spracherkennung entwickelt wurde, kann ein Bild von einer Orange (Input) mit dem Wort „Orange“ (Output) verknüpfen. Auf andere Sinneseindrücke verallgemeinern kann ein solches KI-System jedoch nicht – was unser Gehirn dagegen mühelos schafft.

Denn eine der wichtigsten Eigenschaften des menschlichen Gehirns ist die Fähigkeit zur Abstraktion: So kann unser Wissen über eine Orange aktiviert werden, wenn wir sie sehen, sie fühlen, schmecken oder riechen. Unser semantisches Wissen über Orangen wird also im Gehirn abstrakt abgebildet oder repräsentiert – unabhängig davon, wie wir Orangen über die Sinne wahrnehmen.

Diese Art der abstrakten Wissensrepräsentation könnte die KI vom menschlichen Gehirn lernen. Allerdings ist das ‚Format‘, in dem unser semantisches Wissen im menschlichen Gehirn gespeichert ist, noch nicht gut verstanden. Hier wiederum kann die Hirnforschung von den mächtigen KI-Modellen profitieren. Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte interdisziplinäre Forschungsgruppe ARENA (Abstrakte Repräsentationen in neuronalen Architekturen) an der Goethe-Universität, dem Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) und dem Max-Planck-Institut für Softwaresysteme in Saarbrücken schlägt eine Brücke zwischen Informatik, Psychologie und Neurowissenschaften, um diese Fragestellungen zu erforschen. Sie erhält in den kommenden vier Jahren insgesamt rund 3,7 Millionen Euro.

Ein wichtiges Ziel der ARENA-Forschungsgruppe ist es zu untersuchen, ob KI-Systeme, die mit Daten unterschiedlicher Formate – mit Bildern, Sprache oder Videos, also mit multimodalen Daten –trainiert werden, abstraktere oder zumindest dem menschlichen Gehirn ähnlichere Wissensformen entwickeln. Bei diesen Arbeiten nimmt Prof. Gemma Roig, die in der Forschungsgruppe als Brückenprofessorin zwischen Informatik und Psychologie fungiert, eine tragende Rolle ein.

Umgekehrt interessiert die Psycholog:innen und Neurowissenschaftler:innen, wie gut KI-Systeme die Arbeitsweise des Gehirns bei der Verarbeitung abstrakter Bedeutungen erklären können. Dazu wollen sie vergleichen, wie ein KI-System und das menschliche Gehirn arbeiten, wenn sie dieselben Aufgaben lösen. Zur Beantwortung dieser Fragestellung werden KI-Modelle als ein statistisches Werkzeug zur Analyse von Hirnaktivität verwendet, die mit den Methoden der funktionellen Magnetresonanztomographie und der Magnetenzephalographie am Brain Imaging Center der Goethe-Universität während der Bearbeitung von Sprach- und Objekterkennungsaufgaben gemessen werden. Die Forscher:innen erwarten, dass dabei auf dem höchsten Abstraktionsgrad die gleichen Repräsentationen im Gehirn angesprochen werden.

Ein Kernstück dieser Arbeit wird die Erhebung eines sehr großen Datensatzes an Versuchspersonen sein, die in mehreren Untersuchungssitzungen eine ganze Reihe von entsprechenden Aufgaben bearbeiten, während ihre Hirnaktivität gemessen wird. „Der geplante Datensatz ist einzigartig und soll in der Zukunft auch im Sinne des Open Science-Gedankens mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geteilt werden“, erläutert Prof. Christian Fiebach, der Sprecher der ARENA-Forschungsgruppe.

Doch zunächst dienen die erhobenen Daten den Modellierer:innen in der ARENA-Forschungsgruppe dazu, zu erforschen, ob sie KI-Systeme nach dem biologischen Vorbild des menschlichen Gehirns flexibler und effizienter machen können. Hierzu werden auch Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie einbezogen. Umgekehrt möchten die Experimentator:innen von den Modellierer:innen neue Analysetechniken lernen, um ihre Modelle des Gehirns zu präzisieren. Oder anders gesagt: Wie lässt sich das neuronale Abbild der Orange im Gehirn besser entschlüsseln, und wie kann diese Erkenntnis dazu beitragen, KI-Modellen in der Zukunft ein menschenähnlicheres Wissen über die Orange zu vermitteln?

Weitere Informationen (nur in englischer Sprache)
Prof. Dr. Gemma Roig (PhD)
Computer Science Department (FB12)
Telefon 069/798-28692
E-Mail roig@cs.uni-frankfurt.de
Homepage: https://www.izn-frankfurt.de/mitglied/fiebach/


Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro PR & Kommunikation, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de

 

Jul 25 2022
11:17

Forschungsservices an der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg werden ausgebaut. 

Fördermittel für Jüdische Studien und Israel-Studien 

FRANKFURT. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Fachinformationsdienst (FID) Jüdische Studien für weitere drei Jahre mit 1,6 Mio Euro und sichert damit den Ausbau einer zentralen fachlichen Informationsinfrastruktur für Forschungen zu Judentum und Israel in Geschichte und Gegenwart. Der FID Jüdische Studien wird seit 2016 an der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Kooperation mit Professor Dr. Kai Eckert, Hochschule der Medien Stuttgart, aufgebaut und stärkt den Forschungsschwerpunkt Jüdische Studien an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Der FID Jüdische Studien richtet sich an Forschende der Judaistik, Jüdischen Theologie, Jüdischen Studien und Israel, an Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen mit einschlägigem Forschungsinteresse, sowie Vertreter*innen fachlich bedeutsamer Sammlungen in Museen, Archiven und Bibliotheken. Er sichert die überregionale Bereitstellung aktueller Fachliteratur und elektronischer Medien und baut hierbei auf der national und international herausragenden Hebraica- und Judaica-Sammlung der Universitätsbibliothek auf. Zu den einschlägigen Ressourcen gehört auch eine der größeren Digitalen Sammlungen in den Jüdischen Studien, die zentrale Texte und Quellen zur jüdischen Geschichte und Kultur der Forschung und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich macht.

Die FID Jüdische Studien bietet darüber hinaus fachlich zugeschnittene Informations- und Serviceangebote und wird diese im Rahmen der nun bewilligten dritten Förderphase in enger Abstimmung mit Fachwissenschaftler*innen weiterentwickeln. Hierzu zählt der Ausbau des FID-Portals – www.jewishstudies.de – einschließlich des Fachkatalogs Jüdische Studien.

Ein Schwerpunkt des FID bildet die Aufbereitung und Kontextualisierung fachlich relevanter qualitativer Daten und damit verbunden die Bereitstellung von Datenservices für Forschung und Bibliotheken. Hierzu zählt im Besonderen das von Professor Eckert verantwortete Teilprojekt JudaicaLink, das fachlich relevante Datenbestände als Linked Open Data aufbereitet und über einen Wissensgraphen (Knowledge Graph) bereitstellt. JudaicaLink Labs entwickelt darüber hinaus automatisierte Verfahren zur Aufbereitung digitaler Datenbestände. In der dritten Förderphase werden diese forschungsnahe Dienstleistungen für die digitalen Jüdischen Studien weiterentwickelt. Zur Verbesserung der Auffindbarkeit hebräischer Werke in Bibliothekskatalogen hat der FID Jüdische Studien zudem ein Verfahren zur automatischen Anreicherung von transliterierten Titeldaten in Originalschrift entwickelt, für das in Kooperation mit anderen Fachinformationsdiensten ein Nachnutzungskonzept für weitere Sprachen erarbeitet wird.

Kontakt: Dr. Kerstin von der Krone, Fachinformationsdienst Jüdische Studien, Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg, Bockenheimer Landstraße 134-138, 60325 Frankfurt am Main, Tel.: +49 (69) 798 39665, k.vonderkrone@ub.uni-frankfurt.de

Kontakt für Presseanfragen allgemein: Bernhard Wirth, Stabsabteilungen Öffentlichkeitsarbeit und Personalentwicklung, Tel. +49 (69) 798 39223; Mail: b.wirth@ub.uni-frankfurt.de


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Jul 22 2022
20:08

Laborstudie: Schon 3 Monate nach zweiter Impfung oder Booster geringer Infektionsschutz – Antikörperpräparate teilweise wirkungslos. Ergebnisse geben jedoch keine Auskunft darüber, wie schwer Menschen erkranken

Wirkung von Antikörpern gegen Omikron-Varianten BA.1 und BA.2 lässt schnell nach

Die von etwa Dezember bis April dominanten Omikron-Varianten BA.1 und BA.2 des SARS-CoV-2-Virus können bereits nach drei Monaten den Schutz vor einer Infektion unterlaufen, den Impfungen oder überstandene Infektionen bieten. Dies zeigt eine Studie aus Frankfurt unter Federführung des Universitätsklinikum Frankfurt und der Goethe-Universität. Außerdem wirken laut Studie verschiedene pharmazeutische Antikörperpräparate (monoklonale Antikörper) höchst unterschiedlich auf die beiden Virusvarianten. Die Studienautor:innen betonen daher, wie wichtig die Abstimmung von Schutzmaßnahmen auf die genetischen Veränderungen des Virus sind.

FRANKFURT. Die Omikron-Variante des SARS-CoV-2-Virus wurde erstmals im November 2021 in Südafrika beschrieben. Die hohe Infektiosität des Virus und seine Fähigkeit, rasch weitere Varianten hervorzubringen, wurden auch in Deutschland sichtbar: Seit Januar 2022 herrschte hierzulande zunächst die Omikron-Variante BA.1 vor, zu der in den folgenden Monaten die Variante BA.2 hinzukam. Inzwischen ist das Virus weiter mutiert, und seit Juni haben die Varianten BA.4 und BA.5 ihre Vorgänger abgelöst. 

Das Abwehrsystem des menschlichen Körpers stellt dies vor große Herausforderungen: Bei einer SARS-CoV-2-Infektion werden Antikörper gebildet, die an Oberflächenstrukturen des Virus binden und es auf diese Weise daran hindern, in menschliche Zellen einzudringen. Zentral ist hier das virale Spike-Protein. Genau dieses ist in den Omikron-Varianten an mehr als 50 Stellen gegenüber des ersten, in Wuhan identifizierten SARS-CoV-2-Virus verändert. Die Folge: Die nach einer Infektion oder einer Impfung gebildeten Antikörper erkennen die Varianten schlechter. Daher können sich Menschen trotz überstandener Infektion erneut mit einer neuen SARS-CoV-2-Variante anstecken, oder es kommt zu Impfdurchbrüchen. Wie gut die Immunitätsantwort auf eine Infektion ist, hängt allerdings nicht nur von den Antikörpern ab. 

Frankfurter Forscher:innen um Dr. Marek Widera und Prof. Sandra Ciesek von Institut für Medizinische Virologie des Universitätsklinikum Frankfurt und der Goethe-Universität haben jetzt untersucht, wie lange die im Blut enthaltenen Antikörper nach einer Impfung oder überstandenen Erkrankung die Virusvarianten Omikron BA.1 und BA.2 noch neutralisieren konnten. Dazu sammelten sie Blutproben von zweifach und dreifach geimpften (geboosterten) Menschen, gaben den flüssigen Blutbestandteil (Blutserum), der Antikörper enthält, zusammen mit SARS-CoV-2-Viren auf kultivierte Zellen und beobachteten, wie viele der Zellen infiziert wurden. Außerdem bestimmten sie jeweils die Menge der Antikörper in den Proben, die das Spike-Protein erkannten. 

Das Ergebnis: Ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung hatten die getesteten Seren praktisch keine neutralisierende Wirkung mehr auf die Omikron-Varianten BA.1 und BA.2. Auch der Effekt der Booster-Impfung lies rasch nach: Zwar konnten die Seren kurz nach der Booster-Impfung noch sehr gut schützen, drei Monate später war die Schutzwirkung nur noch sehr schwach, sodass die Mehrheit der getesteten Seren nicht mehr in der Lage war, die beiden Virusvarianten zu neutralisieren. „Dies liegt daran, dass der Antikörpertiter im Serum – sozusagen die Menge der Antikörper – nach einer Impfung oder Infektion im Laufe der Zeit abnimmt“, erklärt Widera. „Weil die Antikörper neuere Virusvarianten deutlich schlechter erkennen, reicht ein niedrigerer Antikörperspiegel dann nicht mehr aus, um die Virusvarianten zu neutralisieren und eine Infektion der Zellen in Zellkultur zu verhindern. Die Daten aus dieser Studie lassen allerdings nur Rückschlusse auf die Ansteckungsgefahr zu und keine Aussage zum Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf.“ Denn ausschlaggebend für die Immunabwehr sei nicht nur der Antikörpertiter, sondern auch die zelluläre Immunantwort, die in dieser Studie jedoch nicht untersucht wurde.

Besonders problematisch seien die Ergebnisse für den Einsatz monoklonaler Antikörper, die zum Beispiel Patienten mit geschwächtem Immunsystem vorbeugend verabreicht werden, sagt Prof. Sandra Ciesek. Ciesek ist Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie des Universitätsklinikums Frankfurt und Letztautorin der Studie. Sie erklärt: „Wir haben beispielhaft drei solcher monoklonalen Antikörper im Labor untersucht und gesehen, dass sie ihre Wirksamkeit sehr stark von der Virusvariante abhängt. Damit wir vulnerable Patientinnen und Patienten mit solchen Präparaten schützen können, ist es daher dringend erforderlich auch am Patienten zu testen, inwieweit solche Antikörper aktuell verbreitete Virusvarianten neutralisieren können.“ In Deutschland seien zwar die in der Studie untersuchten Virusvarianten BA.1 und BA.2 mittlerweile nicht mehr dominant verbreitet, so die Virologin. „Unsere Studie zeigt jedoch, dass wir nicht darin nachlassen dürfen, unsere Schutzmaßnahmen an die genetischen Veränderungen des SARS-CoV-2-Virus anzupassen, derzeit also an die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5.“

Publikation: Alexander Wilhelm, Marek Widera, Katharina Grikscheit, Tuna Toptan, Barbara Schenk, Christiane Pallas, Melinda Metzler, Niko Kohmer, Sebastian Hoehl, Rolf Marschalek, Eva Herrmann, Fabian A. Helfritz, Timo Wolf, Udo Goetsch, Sandra Ciesek: Limited Neutralisation of the SARS-CoV-2 Omicron Subvariants BA.1 and BA.2 by Convalescent and Vaccine Serum and monoclonal antibodies. eBioMedicine (2022) https://doi.org/10.1016/j.ebiom.2022.104158 

Weitere Informationen
Prof. Dr. Sandra Ciesek
Dr. rer. nat. Marek Widera
Institut für Medizinische Virologie
Universitätsklinikum Frankfurt über Pressestelle Universitätsklinikum Frankfurt
Christoph.Lunkenheimer@kgu.de
Tel. +49 (0)69 6301 – 86442


Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro PR & Kommunikation, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de

 

Jul 22 2022
19:14

Seit 2013 besteht das Goethe-Schülerlabor Physik am Institut für Didaktik der Physik – jährlich bis zu 2600 Schülerinnen und Schüler

10.000ster Schüler im Physik-Schülerlabor der Goethe-Universität begrüßt

Nach einer durch die Pandemie bedingten Pause konnten 2022 erstmals wieder viele Schülerinnen und Schüler aus dem Großraum Frankfurt im Goethe-Schülerlabor Physik begrüßt werden, darunter der 10.000sten Schüler seit dem Start des Schülerlabors 2013: Fynn Wiesner von der Georg-Büchner-Schule in Rodgau. Fynn Wiesner erhielt vom Begründer des Goethe-Schülerlabor Physik, dem Physikdidaktiker Prof. Thomas Wilhelm, eine Ehrenurkunde und als Geschenk einen Bausatz für einen Elektromotor. Finanziert wird das Schülerlabor Physik durch die Stiftung Giersch. 

FRANKFURT/RODGAU. Es geht um Spiegel, Magnetismus, Kriminalistik oder Elektromobilität: Ein breites Themenspektrum erwartet die Schülerinnen und Schüler im Goethe-Schülerlabor Physik. Von Angeboten für Grundschulen bis zur gymnasialen Oberstufe reicht die Themenvielfalt, die Schulen im Rhein-Main-Gebiet bei einem Besuch der Goethe-Universität buchen können. Ein Bezug zum Alltag ist dabei wichtig, weiß der Physikdidaktiker Prof. Thomas Wilhelm, der das Schülerlabor 2013 begründete und seither leitet: „Der Praxisbezug hilft sehr dabei, eventuelle Hemmungen gegenüber dem Fach zu überwinden“, betont Wilhelm, der vor seiner Zeit an der Universität Physiklehrer an einer Schule in der Nähe von Würzburg war. 

Das Physik-Schülerlabor steht nicht nur Schülerinnen und Schülern offen, sondern ist auch Teil des Lehrangebots für Studierende des Lehramts Physik. Seit 2018 hat die Stiftung Giersch die Finanzierung übernommen. 

Neben diesem Goethe-Schülerlabor Physik gibt es an der Goethe-Universität für das Fach Physik noch das Schülerlabor „Radioaktivität und Strahlung“ für die Jahrgangsstufen 9 und 10 sowie für die gymnasiale Oberstufe, in dem unter anderem Nachweistechniken der modernen Teilchenphysik erlernt werden können. Dieses Schülerlabor wird ebenfalls von der Stiftung Giersch sowie vom Hessischen Kultusministerium gefördert. Darüber hinaus veranstaltet die Goethe-Universität zu zahlreichen weiteren Themen naturwissenschaftliche Schülerlabore, unter anderem zu Chemie, Künstlicher Intelligenz, Mathematik, Biologie und Geologie. 

Nicht nur Schülerinnen, Schüler und Studierende lernen in den Schülerlaboren. Thomas Wilhelm: „Natürlich lernen auch wir Didaktiker eine Menge, mein wissenschaftlicher Mitarbeiter Jannis Weber hat gerade seine Doktorarbeit im Kontext des Schülerlabors abgeschlossen. Wir entwickeln unsere Lehrkonzepte ständig weiter und können direkt feststellen, auf welche Weise wir die Themen unseren Zielgruppen gut vermitteln können.“ Das gelte natürlich nicht nur für das Goethe-Schülerlabor Physik, sondern auch für den Physikunterricht an Schulen, zu dem Thomas Wilhelm forscht. 

Internet:

Das Goethe-Schülerlabor Physik: 

Angebote der Goethe-Universität für Schülerinnen und Schüler im Bereich Naturwissenschaften

Hintergrundinformation: 

Wissenschaftspreis für Physikdidaktiker Thomas Wilhelm 

Bilder zum Download: https://www.uni-frankfurt.de/122352667 

Bildtext:
(1) Fynn Wieser aus Rodgau war der 10.000ste Schüler im Goethe-Schülerlabor Physik. Foto: privat
(2) Prof. Dr. Thomas Wilhelm, Goethe-Universität. Foto: Jürgen Lecher für Goethe-Universität 

Weitere Informationen
Prof. Dr. Thomas Wilhelm
Institut für Didaktik der Physik
Goethe-Universität Frankfurt
Tel.: 069 798-47845 T
el. Sekretariat: 069 798-46451
wilhelm@physik.uni-frankfurt.de
Homepages: www.thomas-wilhelm.net , www.physikdidaktik.uni-frankfurt.de


Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro PR & Kommunikation, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de

 

Jul 21 2022
13:32

Forscher der Goethe-Universität klären zusammen mit Teams der Universitäten Marburg und Basel die atomare Struktur eines wasserstoff- und kohlendioxidspeichernden Bakterienproteins auf

Bakterienforschung: Elektronen-Highway für Wasserstoff- und Kohlendioxid-Speicherung entdeckt

Mikrobiologen der Goethe-Universität haben zusammen mit Forschern aus Marburg und Basel die Struktur eines Enzyms aufgeklärt, das aus molekularem Wasserstoff (H2) und Kohlendioxid (CO2) Ameisensäure bildet. Das Enzym des Bakteriums Thermoanaerobacter kivui war vor einigen Jahren von Mikrobiologen der Goethe-Universität entdeckt worden. Kürzlich hatten die Wissenschaftler sein Potenzial zur Herstellung eines flüssigen Wasserstoffspeichers vorgestellt. Die jetzt erstmals atomgenau beschriebene fadenförmige Struktur des Enzyms wirkt wie ein Nanodraht und ist offenbar für die extrem effiziente Umwandlung der beiden Gase verantwortlich (Nature, DOI 10.1038/s41586-022-04971-z).

FRANKFURT/MARBURG/BASEL. 2013 entdeckten Mikrobiologen um Prof. Volker Müller von der Goethe-Universität ein außergewöhnliches Enzym in einem wärmeliebenden (thermophilen) Bakterium: die wasserstoffabhängige CO2-Reduktase HDCR. Sie stellt aus gasförmigem Wasserstoff (H2) und Kohlendioxid (CO2) Ameisensäure (Formiat) her, wobei der Wasserstoff Elektronen an das Kohlendioxid überträgt. Damit ist die HDCR das erste bekannte Enzym, das direkt Wasserstoff nutzen kann. Alle bis dahin bekannten Enzyme, die Ameisensäure produzieren, nutzen dagegen einen Umweg: Sie erhalten die Elektronen von löslichen zellulären Elektronenüberträgern, die die Elektronen ihrerseits mit Hilfe weiterer Enzyme vom Wasserstoff empfangen. 

Das Bakterium Thermoanaerobacter kivui lebt fern vom Sauerstoff zum Beispiel in der Tiefsee und nutzt CO2 und Wasserstoff zur Energiegewinnung. Die HDCR von Thermoanaerobacter kivui besteht aus 4 Protein-Modulen, einem wasserstoffspaltenden und einem ameisensäurebildenden Modul und zwei kleinen Eisen-Schwefel-haltigen Modulen. „Schon nach der Entdeckung war uns klar, dass es die beiden kleinen Untereinheiten sein müssen, die Elektronen vom einen zum anderen Modul leiten“, sagt Müller. 2016 beobachteten die Forscher, dass das Enzym lange Fäden (Filamente) bildet. Müller: „Wie wichtig diese Struktur war, konnten wir daran erkennen, dass die Fadenbildung die Enzymaktivität stark stimuliert.“

Jetzt haben die Forscher der Goethe-Universität zusammen mit der Gruppe von Dr. Jan Schuller, Philipps-Universität Marburg und LOEWE Zentrum für Synthetische Mikrobiologie, eine molekulare Nahaufnahme des Enzyms gemacht. Durch kryo-elektronenmikroskopische Analysen gelang Schullers Gruppe die Bestimmung der HDCR-Raumstruktur in atomgenauer Auflösung. Damit wurden die Details der langen Filamente sichtbar, die das Enzym unter den experimentellen Bedingungen im Labor (in vitro) bildet: Das Rückgrat der Filamente besteht aus den beiden kleinen Untereinheiten der HDCR, die so zu einer Art Nanodraht mit Tausenden von elektronen-leitenden Eisenatomen zusammengelagert sind. „Dies ist der bisher einzige enzymatisch dekorierte Nanodraht. Auf diesem Draht sitzen das Hydrogenase-Modul und das Formiat-Dehydrogenasemodul wie Pilzköpfe auf einer Leitung“, erklärt Schuller. 

Helge Dietrich, Doktorand an der Goethe-Universität in der Gruppe von Volker Müller, testete eine genetische Modifikation der kleinen Module, die die Bildung der HDCR-Fäden verhinderte. Das Ergebnis: Die einzelnen Bausteine oder Monomere waren weit weniger aktiv als das Filament. 

Auch in Bakterienzellen lagern sich Enzym-Monomere zu Fadenstrukturen zusammen. Diese Erkenntnis steuerten der Baseler Zellstrukturbiologe Prof. Ben Engel und sein Team durch kryo-elektronentomografische Untersuchungen bei. Mithilfe dieser Spitzentechnologie gelang den Forschern eine besondere Entdeckung: „Hunderte dieser Filamente sind umeinandergewunden und bilden übergeordnete ringförmige Strukturen“, erklärt Engel. Die Bündel sind offensichtlich in der inneren Membran der Bakterienzelle verankert und durchspannen fast die gesamte Breite der Zelle. Dr. Ricardo Righetto, Wissenschaftler in Ben Engels Team, analysierte, wie diese Strukturen aus HDCR-Filamenten in Bakterien aussehen: „Mithilfe der Kryo-Elektronentomografie konnten wir mit hoher Auflösung direkt in die Zellen hineinsehen. Wir waren überrascht, dass wir nicht nur die Bildung HDCR-Filamente bestätigen konnten, sondern auch, dass sie große Bündel bilden, die in der Membran verankert sind.“ 

Mit der Struktur wird deutlich, woran es liegt, dass HDCR um Größenordnungen effizienter als alle chemischen Katalysatoren und deutlich besser als alle bekannten Enzyme Ameisensäure als „flüssigen Wasserstoffspeicher“ aus Wasserstoff und CO2 herstellen kann (vgl. Hintergrundinformation). Volker Müller: „Die Wasserstoffkonzentrationen im Ökosystem dieser Bakterien sind gering, und darüber hinaus können die CO2- und H2 -Konzentrationen wechseln. Die Bildung und darüber hinaus die Bündelung der Filamente schaffen nicht nur eine deutliche Erhöhung der Konzentration dieser Enzyme in der Zelle. Die Tausenden von elektronen-leitenden Eisenatomen in diesem ‚Nanodraht' können auch die Elektronen aus der Wasserstoffoxidation zwischenspeichern, wenn gerade mal eine Wasserstoffblase an den Bakterien vorbeizieht.“ 

Durch die atomare Auflösung der Struktur sind die Rätsel der HDCR noch nicht alle gelöst, ist das Team überzeugt. Jan Schuller meint: „Wir wissen noch nicht, wie der Draht die Elektronen speichert, warum die enzymatische Aktivität durch die Filamentbildung so stark stimuliert wird und wie die Bündel in der Membran verankert sind. An diesen Forschungsfragen arbeiten wir.“ Doch die Zukunft der HDCR könnte sehr spannend werden, glaubt Volker Müller: „Vielleicht können wir einmal synthetische Nanodrähte herstellen, mit denen wir CO2 aus der Atmosphäre einfangen können. Auch die biologische Wasserstoffspeicherung ist jetzt einen Schritt näher gerückt.“ 

Hintergrund: Forscher der Goethe-Universität entwickeln neue Biobatterie zur Speicherung von Wasserstoff (23. Mai 2022) https://tinygu.de/BakterienBatterie 

Publikation: Helge M. Dietrich, Ricardo D. Righetto, Anuj Kumar, Wojciech Wietrzynski, Raphael Trischler, Sandra K. Schuller, Jonathan Wagner, Fabian M. Schwarz, Benjamin D. Engel, Volker Müller & Jan M. Schuller. Membrane-anchored HDCR nanowires drive hydrogen-powered CO2 fixation. Nature (2022) https://www.nature.com/articles/s41586-022-04971-z 

Bilder zum Download: https://www.uni-frankfurt.de/122162542 

Bildtext: Wie ein Zopf umeinander gewunden sind die Filamente des bakteriellen Enzyms HDCR, das aus gasförmigem H2 und CO2 Ameisensäure herstellt. Bild: Verena Resch -- https://luminous-lab.com/ 

Weitere Informationen
Prof. Dr. Volker Müller
Abteilung Molekulare Mikrobiologie & Bioenergetik
Institut für Molekulare Biowissenschaften
Goethe-Universität Frankfurt
Tel.: +49 (0)69 798-29507
vmueller@bio.uni-frankfurt.de 

Dr. Jan Michael Schuller
KryoEM von Molekularen Maschinen
SYNMIRKO Research Center
Philipps-Universität Marburg
Tel.: +49-6421 28 22584
jan.schuller@synmikro.uni-marburg.de 

Prof. Dr. Ben Engel
Biozentrum
Universität Basel
Tel.: +41 61 207 65 55
ben.engel@unibas.ch


Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro PR & Kommunikation, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de

 

Jul 19 2022
13:11

Noch freie Plätze für Veranstaltung, die am 16./17. September 2022 erstmals an der Goethe-Universität stattfindet.  

Fitnesswissenschaft: Kongress an der Goethe-Universität 

FRANKFURT. Der Fitnesswissenschaftskongress ist erstmals zu Gast an der Goethe-Universität. Ziel ist es, Wissenschaftler*innen aus den unterschiedlichen Fachbereichen zusammenzubringen und unter der Überschrift „Fitnesswissenschaft“ an einen Tisch zu holen. Interessierte haben noch die Möglichkeit, sich unter www.fitnesswissenschaftskongress.de ein Ticket für die Veranstaltung zu sichern, die am 16. und 17. September in Frankfurt stattfindet.

Die Kongresspräsidenten Prof. Dr. Dr. Michael Behringer von der Goethe-Universität in Frankfurt und Prof. Dr. Stephan Geisler von der IST-Hochschule in Düsseldorf versprechen sich dadurch, dass sich Referent*innen und Besucher*innen weiterbilden und das Wissen aus dem Kongress raus in die Fitnessstudios tragen. Die Wissenschaftler und motivierten Nachwuchsforscher referieren zu den acht Themenschwerpunkten Krafttraining, Ausdauertraining, Muskelphysiologie, Gesundheitssport, Regenerationsmanagement, Ernährung, Athletiktraining und Sportmedizin.

Neben zahlreichen prominenten Speakern aus Deutschland und der Schweiz, sind auch in diesem Jahr wieder ausgewiesene Experten aus Nordamerika mit dabei. Darunter der weltbekannte Hypertrophie-Forscher Brad Schoenfeld von der City University of New York City, Prof. Stuart Phillips von der McMaster University im kanadischen Hamilton sowie Keith Baar von der University of California. Angesprochen sind alle, die sich wissenschaftlich mit Fitness auseinandersetzen oder das in Zukunft machen möchten – also Sportwissenschaftler*innen, Physiotherapeut*innen, Fachleute aus der Fitness- und Gesundheitsbranche sowie Interessierte aus dem universitären und dem Bildungsumfeld.

Kontakt: Prof. Dr. Dr. Michael Behringer, Leiter Sportmedizin und Leistungsphysiologie, Goethe-Universität Frankfurt. Tel. (069) 798-24505; behringer@sport.uni-frankfurt.de


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Jul 19 2022
10:37

Auszeichnung für NMR-Forscher der Goethe-Universität

Harald Schwalbe erhält Richard-R.-Ernst-Preis für Magnetische Resonanz

Mit dem Richard-R.-Ernst-Preis für Magnetische Resonanz der internationalen EUROMAR-Konferenz in Utrecht wurde jetzt Prof. Harald Schwalbe von der Goethe-Universität, Chemiker und Spezialist für Kernspinresonanz-(NMR)-Spektroskopie, ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für seine wegweisenden Beiträge zur Entwicklung und Anwendung neuartiger Methoden in der biomolekularen NMR-Spektroskopie. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird vom Laborgerätehersteller Bruker gesponsert. Ein internationales Komitee aus renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern kürte den Preisträger.

FRANKFURT/ UTRECHT. Prof. Lucio Frydman, Vorsitzender des Richard-R.-Ernst-Preis-Komitees und Chemiker am Weizmann-Institut, Israel, sagte: „Wir freuen uns sehr, dass wir Prof. Harald Schwalbe mit dem diesjährigen Richard-R.-Ernst-Preis auszeichnen konnten. Nicht nur seine Forschung mit der NMR-Spektroskopie ist in ihrer Tiefe und Breite außergewöhnlich; seine Arbeit mit der Gründung des COVID-19 NMR-Konsortiums hat zu wesentlichen Fortschritten im Kampf gegen diese abscheuliche Krankheit geführt.“

Der Preis würdigt insbesondere die neuen Erkenntnisse, die Schwalbe und sein Team über die Faltung und Regulierung von RNA und DNA gewonnen haben sowie über die Faltungsprozesse, die Proteine außerhalb von Zellen (in vitro) durchlaufen. Ferner hob das Komitee die innovativen Ideen der Frankfurter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hervor, wie die NMR für das Wirkstoff-Screening und beim Design von Medikamenten angewandt werden kann. Ebenso wird Schwalbes Initiative bei der Gründung des internationalen wissenschaftlichen COVID-19-NMR-Konsortiums ausgezeichnet, innerhalb dessen mehr als 200 Forscherinnen und Forscher mithilfe von NMR-Spektroskopie und anderen Methoden zur Aufklärung molekularer Vorgänge im Zusammenhang mit SARS-CoV-2-Infektionen beitragen.

Prof. Harald Schwalbe, der im Zentrum für Biomolekulare Magnetische Resonanz der Goethe-Universität tätig ist, freute sich über die Ehrung: „Dieser Preis geht in erster Linie an mein großartiges Team. Es macht unglaublich viel Spaß, solch ein gleichermaßen wissenschaftlich brillantes wie hoch engagiertes Team zu leiten. Dass wir diesen Preis bei der EUROMAR-Konferenz in Utrecht erhalten, freut mich besonders, weil er dadurch auch die langjährigen engen Beziehungen insbesondere zwischen Utrecht, Florenz und Frankfurt, aber auch anderen europäischen NMR-Exzellenzzentren widerspiegelt.“

Der Richard-R.-Ernst-Preis wurde 2017 von der EUROMAR-Konferenz (A European Magnetic Resonance Meeting) mit dem Sponsor Bruker ins Leben gerufen, um innovative Methoden und Anwendungen in der Magnetresonanzforschung zu würdigen. Er wird jährlich auf der EUROMAR-Konferenz verliehen. Der Preis trägt seinen Namen nach Prof. Richard R. Ernst, der 1991 den Nobelpreisträger für Chemie für seine Beiträge zur Entwicklung der hochauflösenden Kernspinresonanz (NMR) erhielt.

Hintergrundinformationen (Auswahl):

7.3.2022: „Tele-Forschung“: Fernsteuerungsprojekt soll Kernspin-Strukturanalysen erleichtern und Vernetzung der europäischen Forschung weiter vorantreiben https://www.puk.uni-frankfurt.de/113824790/Tele_Forschung___Fernsteuerungsprojekt_soll_Kernspin_Strukturanalysen_erleichtern_und_Vernetzung_der_europ%C3%A4ischen_Forschung_weiter_vorantreiben

9.11.2021: Innovationswettbewerb: Team um Goethe-Uni-Forscher entwickelt neuartige Anti-SARS-CoV2-Wirkstoffe https://www.puk.uni-frankfurt.de/108466418/Innovationswettbewerb__Team_um_Goethe_Uni_Forscher_entwickelt_neuartige_Anti_SARS_CoV2_Wirkstoffe

5.8.2021: Biochemiker der Goethe-Universität erkennen interaktiven Mechanismus bakterieller Genschalter
https://www.puk.uni-frankfurt.de/104158226/Vom_Schalten_und_Walten_in_Bakterien

20.7.2021 SARS-CoV-2: Achillesfersen im Viren-Erbgut
https://www.puk.uni-frankfurt.de/103357579/SARS_CoV_2__Achillesfersen_im_Viren_Erbgut

Bilder zum Download: https://www.uni-frankfurt.de/111177368

Bildtext: Prof. Dr. Harald Schwalbe, Goethe-Universität Frankfurt. Foto: Jürgen Lecher für Goethe-Universität

Weitere Informationen
Prof. Dr. Harald Schwalbe
Institut für organische Chemie und chemische Biologie
Biomolekulares Magnet-Resonanz-Zentrum (BMRZ)
Goethe-Universität Frankfurt
Tel +49 69 798-29137
schwalbe@nmr.uni-frankfurt.de


Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro PR & Kommunikation, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de

 

Jul 15 2022
10:24

Sommerfest der Goethe-Uni für Studierende und Mitarbeitende

Ein Fest für alle Sinne

FRANKFURT. Fast drei Jahre musste die Uni-Community darauf verzichten. Nun ist es wieder soweit: unter dem Motto „Sommer-Campus-Feiern“ findet am 18. Juli 2022 ab 15.00 Uhr das erste Sommerfest der Goethe-Universität seit Ausbruch der Corona-Pandemie auf dem Campus Westend statt. Universitätspräsident Prof. Dr. Enrico Schleiff begrüßt die Anwesenden um 16 Uhr; gefeiert wird bis in die Nacht. Eingeladen sind Studierende und Mitarbeitende mit ihren Familien und Freunden sowie Mitglieder der Stadtgesellschaft. Geboten werden nicht nur kulinarische Leckerbissen an verschiedenen Foodtrucks, Getränkeständen und Bars, sondern auch ein Musikprogramm der Extraklasse: Stars wie Shantel alias Stefan Hantel –früherer Student der Goethe-Universität –, der zuletzt zum 100. Uni-Geburtstag 2014 mit einem Konzert auf dem Campus gastierte und ATA-DJ sorgen zu späterer Stunde für das richtige Sommer- und Feierfeeling. Weitere Music-Acts:  Quartett Bohèmes, Revolte Tanzbein und The Urban Socks, nicht zu vergessen Jazztanz des Hochschulsports der Goethe-Universität.

Spielbegeisterte kommen zwischen 15 und 19 Uhr beim Goethe Play Bike auf ihre Kosten, für Kinder organisiert das Museum Giersch der Goethe-Universität Malkurse. Mathematik an der frischen Luft erfahren die Besucher*innen  mit der MathCityApp des Instituts für Didaktik der Mathematik und Informatik. Die MathCityMap- App führt via GPS zu Mathematikaufgaben der besonderen Art. Auf einem Umsonstflohmarkt können Besucher*innen nach Belieben stöbern und alles kostenlos mitnehmen, das ihnen gefällt. Die Evangelische Studierenden Gemeinde (ESG) organisiert ein Spielzeugboot-Rennen bei dem bis zu drei Personen parallel an den Start gehen können. Angetrieben von einer Kerze fahren die kleinen Blechbötchen in umfunktionierten Regenrinnen um die Wette.

Universitätspräsident Prof. Dr. Enrico Schleiff: „Es ist ein schönes Gefühl, dass wir als Universitätscommunity endlich wieder gemeinsam feiern können. Darauf haben wir lange warten müssen. Das Programm unseres Goethe-Uni-Sommerfestes bietet für jeden etwas. Ich lade Sie alle ein, mit dabei zu sein und einen großartigen Nachmittag und Abend auf unserem Campus zu verleben.“ 

Das Sommerfest wird unterstützt von langjährigen Förderern wie der Sparda-Bank und Lotto Hessen.

Mehr Informationen:
www.uni-frankfurt.de/sommerfest


Redaktion: Dr. Olaf Kaltenborn, Leiter PR & Kommunikation, Tel: 069 798-13035, Fax: 069 798-763 12531, kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de

 

Jul 14 2022
13:35

Großer internationaler Kongress an der Goethe-Universität im Rahmen des Festjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Franz Rosenzweig und die Geschichte

FRANKFURT. Der Historiker und Philosoph Franz Rosenzweig (1886-1929) steht im Mittelpunkt einer großen Tagung im Rahmen des Festjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Der Kongress „Der Stern der Erlösung – ein Jahrhundert später: Franz Rosenzweig und die Geschichte“ findet von

17. bis 20. Juli
im Casino-Gebäude
am Campus Westend der Goethe-Universität

statt. Veranstalter sind die Internationale Rosenzweig-Gesellschaft e.V, das Buber-Rosenzweig-Institut für jüdische Geistes- und Kulturgeschichte der Moderne und Gegenwart, die Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie und das Franz Rosenzweig Minverva Research Center an der Hebräischen Universität von Jerusalem.

Franz Rosenzweig wurde 1886 in Kassel geboren. Er studierte zunächst Medizin, dann Geschichte und Philosophie. Seine Dissertation leistete die erste umfassende kritische Analyse der politischen Philosophie Hegels. 1920 nahm er die Berufung an, das Freie Jüdische Lehrhaus in Frankfurt am Main aufzubauen, dessen Aufgabe es war, neue, lebensnahe Bildungsstrategien für eine jüdische Renaissance nach dem Ersten Weltkrieg zu entwickeln. Neben Rosenzweig lehrten dort u.a. der Religionsphilosoph Martin Buber, der Chemiker und Philosoph Eduard Strauss, Ernst Simon, Siegfried Kracauer und Erich Fromm.

Der Frankfurter Kongress, der vor allem das 1921 veröffentlichte Hauptwerk „Der Stern der Erlösung“ in den Blick nimmt, wird am Sonntag, 17. Juli, um 18 Uhr feierlich eröffnet mit Grußworten des Präsidenten der Internationalen Rosenzweig-Gesellschaft, Prof. Ephraim Meir von der Bar-Ilan-University, des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung, und von Prof. Dr. Doron Kiesel vom Zentralrat der Juden in Deutschland. Den Eröffnungsvortrag hält Ephraim Meir über „Autobiographische Spuren in Rosenzweigs Stern der Erlösung“ (in englischer Sprache). Musikalisch wird der Abend von dem renommierten Jerusalem Duo (Hila Ofek und Andre Tsirlin) gestaltet.

Am Montag, 18. Juli, hält Dr. Inka Sauter (Goethe-Universität) den Abendvortrag zum Thema „Vielerlei Geschichte. Franz Rosenzweig und der Grundbegriff der Moderne“. Prof. Dr. Christian Wiese, Inhaber der Martin-Buber-Professur und Direktor des Buber-Rosenzweig-Instituts an der Goethe-Universität, spricht am Dienstag, 19. Juli, um 18 Uhr über „‚Die weltgeschichtliche Bedeutung der Bibel': Franz Rosenzweigs und Martin Bubers biblische Reflexionen in dunkler Zeit“. Die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn, eröffnet den Abend mit einem Grußwort. Sämtliche Abendvorträge finden im Casino-Festsaal statt.

Der Kongress wird vom Bundesministerium des Inneren und für Heimat im Rahmen des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ finanziert. Christian Wiese, der die Veranstaltung initiiert hat, betont mit Blick auf das Thema: „Mit Franz Rosenzweigs Denken über Geschichte, Religion und Politik, die Beziehungen von Judentum und Christentum und die jüdische Gemeinschaft als integralen Teil der deutschen Gesellschaft erinnert der Kongress an eine Konstellation vor der Zeit des Nationalsozialismus, deren Verständnis auch für gesellschaftliche und kulturelle Diskurse in der heutigen pluralen Gesellschaft von großer Aktualität ist“. 

Die Teilnahme am Kongress ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das gesamte Programm finden Sie unter:
https://www.uni-frankfurt.de/121734615/buber_Programmheft_Rosenzweig_Kongress_Juli_2022.pdf

Informationen:
Eva Kramberger
Telefon 069 798-33312
E-Mail kramberger@em.uni-frankfurt.de

Prof. Dr. Christian Wiese
Martin-Buber-Professur für jüdische Religionsphilosophie
Fachbereich Evangelische Theologie
Goethe-Universität
Telefon 069 798-33313
E-Mail c.wiese@em.uni-frankfurt.de


Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Abteilung PR & und Kommunikation, Telefon 069 798-13066, E-Mail sauter@pvw.uni-frankfurt.de


 

Jul 14 2022
11:02

Prof. Dr. Luciano Rezzolla und Prof. Dr. Roser Valenti erhalten Laureatus-Professuren der Walter Greiner Gesellschaft

Frankfurter Physik feiert Laureatus-Professuren an der Goethe-Universität

FRANKFURT. Gleich zwei Professor*innen vom Institut für Theoretische Physik an der Goethe-Universität dürfen sich über eine sogenannte Laureatus-Professur für herausragende Leistungen in Forschung und Lehre freuen. Prof. Dr. Luciano Rezzolla erhielt die Carl Wilhelm Fueck-Laureatus-Professur für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Theoretischen Astrophysik während Prof. Dr. Roser Valenti mit der Stefan Lyson-Laureatus-Professur für ihre Leistungen in der Forschung auf dem Gebiet der Theoretischen Festkörperphysik geehrt wurde.

Bereits seit 1999 werden die Laureatus-Professuren von der Walter Greiner Gesellschaft zur Förderung der physikalischen Grundlagenforschung, die sich der ideellen und finanziellen Förderung der Forschung im Bereich Physik an der Goethe-Universität und am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) widmet, verliehen. Im Rahmen einer gemeinsamen akademischen Feier der drei Institutionen fand am 8. Juli 2022 die Ehrung der beiden Physiker*innen statt, auf der auch mehrere Preise verliehen wurden.

„Ich habe mich wirklich sehr über die Auszeichnung gefreut und fühle mich geehrt.“ sagt Valenti. Für Rezzolla ist die Laureatus-Professur nicht nur aus wissenschaftlichen Gründen eine Ehre: „Durch die Anerkennung einer Gesellschaft, die explizit die Forschung in Frankfurt fördert, fühle ich mich in der Stadt mehr denn je willkommen.“ Die Physiker*innen schätzen an ihrer Arbeit auch die Herausforderungen, die eine akademische Karriere mit sich bringt. „Die wissenschaftliche Arbeit ist meine größte Energiequelle“ so Rezzolla. Valenti ergänzt: „Die Lösung für ein kniffliges Problem zu finden treibt mich an.“

Beiden gemein ist auch ihre Rolle als Gründungssprecher*innen von "Space, Time & Matter“, einer der sechs neu gegründeten Profilbereiche an der Goethe-Universität Frankfurt. Hier forschen hunderte Wissenschaftler*innen an den physikalischen und mathematischen Grundlagen der Naturwissenschaften, von den kleinsten Teilchen bis zum Universum.

Bilder zum Download: https://www.uni-frankfurt.de/121778606

Bildtext: Roser Valenti und Luciano Rezzolla vom Institut für Theoretische Physik bei der Verleihung der Laureatus-Professuren an der Goethe-Universität (Foto: Fabian Feldmann)

Weitere Informationen
Dr. Uta Hamers
Dekanat Fachbereich Physik
Tel: +49 (0)69 798 47271
E-Mail: hamers@physik.uni-frankfurt.de
http://www.physik.uni-frankfurt.de/


Redaktion: Dr. Phyllis Mania, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798-13001, Fax 069 798-763-12531, mania@physik.uni-frankfurt.de

 

Jul 11 2022
15:21

Prof. Luciano Rezzolla wird Fellow der International Society on General Relativity and Gravitation

Internationale Fachgesellschaft ehrt Physiker Luciano Rezzolla von der Goethe-Universität

FRANKFURT. Alle drei Jahre ernennt die “International Society on General Relativity and Gravitation” eine Handvoll herausragender Wissenschaftler*innen zu Fellows, unter ihnen so berühmte Persönlichkeiten wie Stephen Hawking oder Nobelpreisträger Roger Penrose. Nun kann sich Luciano Rezzolla, Professor für Theoretische Astrophysik an der Goethe-Universität Frankfurt, bei ihnen einreihen. Er wird für seine „führenden Beiträge zur Entwicklung robuster numerischer relativitätstheoretischer Simulationen von astrophysischen Objekten“ geehrt – also beispielsweise die Berechnungen, die das Bild des Schwarzen Lochs Sagittarius A* im Zentrum unserer Milchstraße überhaupt erst möglich gemacht haben.

Rezzolla ist der erste Wissenschaftler einer deutschen Universität, dem diese Ehre zuteilwird. „Ich bin überglücklich, dass mein Beitrag zur Gravitationsphysik bedeutend genug war, um in diese ausgewählte Gruppe von Fellows aufgenommen zu werden.“ so Rezzolla „Ich betreibe Wissenschaft mit großer Leidenschaft und freue mich, wenn diese auch bei meinen wissenschaftlichen Kolleginnen und Kollegen Anerkennung findet.“ Zwar konnte er zur Verleihung am 08. Juli nicht nach Peking reisen. „Die Auszeichnung motiviert mich jedoch ungemein, meine Wissenschaft weiterhin mit Enthusiasmus zu betreiben – insbesondere auch als Sprecher des Clusterprojekts ELEMENTS.“

Für die nächsten Jahre legt Rezzolla damit einen Schwerpunkt auf die Entstehung schwerer Elemente bei der Verschmelzung von Neutronensternen. Im Clusterprojekts ELEMENTS forschen Wissenschaftler*innen der Goethe-Universität, TU Darmstadt, GSI und JLU Gießen aus unterschiedlichsten Bereichen der Physik an der Frage, wie unser Gold im Universum entsteht.

Bilder zum Download: https://www.uni-frankfurt.de/121674596

Bildtext: Prof. Dr. Luciano Rezzolla, Professor für Theoretische Astrophysik an der Goethe-Universität Frankfurt (Foto: Uwe Dettmar)

Weitere Informationen
Dr. Phyllis Mania
Referentin für Wissenschaftskommunikation
Clusterprojekt ELEMENTS
Fachbereich Physik
Tel 069 798-13001
mania@physik.uni-frankfurt.de
www.elements.science


Redaktion: Dr. Phyllis Mania, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798-13001, Fax 069 798-763-12531, mania@physik.uni-frankfurt.de

 

Jul 7 2022
15:39

Jahreskonferenz des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt

„Quellen, Gefährdungen und Ambivalenzen“

FRANKFURT. „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ ist noch immer in aller Munde. Bundeskanzler Scholz beschwört ihn angesichts der Herausforderungen der Inflation, Bundespräsident Steinmeier will ihn stärken, wenn er für die Einführung einer sozialen Pflichtzeit plädiert und NGOs wie More in Common sehen ihn gefährdet, weil sich immer mehr Menschen aus der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen. „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ ist ein hochpolitisches, volatiles Phänomen, dessen sich das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) in insgesamt über 80 Forschungsprojekten angenommen hat. Nach zwei Jahren Forschungsarbeit tritt das Institut in die Phase der Präsentation der ersten Erträge ein.

Der Sitz der Geschäftsführung, als einer der drei koordinierenden Standorte des Forschungsinstituts, ist an der Goethe-Universität ansässig. Zum Verbund gehören insgesamt 11 bundesweit verteilte Teilinstitute, die diesjährige Jahreskonferenz des Instituts findet an der Universität Bremen statt:

Donnerstag, 14. bis Samstag, 16. Juli 2022
Radisson Blu Bremen
Böttcherstraße 2, 28195 Bremen

Die Diskussion mit anderen Wissenschaftler:innen ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg der Qualitätssicherung von Forschungsergebnissen und bereitet ihre Publikation vor. Nachdem Frankfurt der Gastgeber der letztjährigen Jahreskonferenz war, haben die hiesigen Wissenschaftler:innen nun die Möglichkeit, sich auf die Vorstellung der eigenen Schwerpunkte zu konzentrieren und in einen direkten Austausch mit den anderen Teilinstituten zu kommen.

Die Jahreskonferenz gibt in zahlreichen Panelsessions einen Überblick des im FGZ vorhandenen multidisziplinären Spektrums an Forschungsperspektiven und Zugriffen auf gesellschaftlichen Zusammenhalt. In weiteren Formaten werden die unterschiedlichen paradigmatischen Ausgangspunkte auf die Erforschung gesellschaftlichen Zusammenhalts ins Gespräch gebracht. Gerahmt wird die Konferenz durch den Eröffnungsvortrag der FGZ Sprecher:innen: (Prof. Dr. Nicole Deitelhoff/Goethe-Universität Frankfurt, Prof. Dr. Olaf Groh-Samberg/Universität Bremen, Prof. Dr. Matthias Middell/Universität Leipzig) sowie die Keynote von Prof. Dr. Rainer Forst (Goethe-Universität Frankfurt a.M.) zum Verhältnis von Zusammenhalt und Demokratie. Jenseits der Vorstellung von Forschungsergebnissen wird die Konferenz auch ganz aktuelle Entwicklungen in Zusammenhaltsfragen thematisieren, so diskutiert beispielsweise ein Podium zum Thema „Zusammenhalt und Krieg“ mit Blick auf die Ukraine (trans-) nationale Aspekte von Zusammenhalt im und durch Krieg.

Den letzten Tag der Jahreskonferenz wird das FGZ als internen Workshop nutzen, um auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse über neue wissenschaftliche Fragestellungen in der Zusammenhaltsforschung nachzudenken und dafür neue standortübergreifende Kooperationen in der Forschung anzubahnen und notwendige Schwerpunkte in der inhaltlichen Weiterentwicklung des Forschungsinstituts zu identifizieren.

Über das FGZ

Am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) arbeiten über 200 Wissenschaftler:innen zu Fragen des Zusammenhalts: Identitäten und regionale Erfahrungswelten, Ungleichheiten und Solidarität, Medien und Konfliktkultur, Polarisierung und Populismus, aber auch Antisemitismus und Hasskriminalität. Zum FGZ gehören die Technische Universität Berlin sowie die Universitäten Bielefeld, Bremen, Frankfurt am Main, Halle-Wittenberg, Hannover, Konstanz und Leipzig, das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen, das Leibniz-Institut für Medienforschung Hamburg und das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena.

Informationen:
https://www.fgz-risc.de/veranstaltungen/jahreskonferenzen

Anmeldung:
Sie können sich noch bis zum 12.07. für den digitalen Zugang anmelden unter: fgz-jahreskonferenz@uni-bremen.de

Rebecca Caroline Schmidt
Administrative Geschäftsführerin
Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt
Telefon 069 798-31401
E-Mail rebecca.schmidt@em.uni-frankfurt.de
www.fgz-risc.de   


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Jul 7 2022
13:33

Ausstellung findet zum letzten Mal in der Sophienstraße statt - Fach bezieht zum Wintersemester ein neues Quartier auf dem Campus Westend.

RUNDGANG: Studierende der Kunstpädagogik stellen Arbeiten aus

FRANKFURT. Nach zwei Jahren Online-Lehre ist das Institut für Kunstpädagogik (IfK) der Goethe-Universität dieses Sommersemester wieder in die Präsenzlehre übergegangen. Zum Abschluss des Semesters wird es wieder einen öffentlichen RUNDGANG in der Sophienstraße 1-3 geben. Hierbei präsentieren die Studierenden aus den Schwerpunkten Malerei/Grafik, Plastik und künstlerische Raumkonzepte sowie das Fach Neue Medien ihre künstlerischen Arbeiten. Zudem werden Projekte und spezifische Lernangebote aus dem Bereich der fachwissenschaftlichen Fächer wie z.B. der Visuellen Kultur, in verschiedenen Formaten vorgestellt. In der Ausstellung finden sich ebenfalls die Ergebnisse des letzten Jahres aus den Seminaren der Druckwerkstatt und den Ateliers. Individuell gewählte Bereiche, wie Philosophie, Geschichte, Natur, Umwelt und gesellschaftliche Themen, werden behandelt. Studierende des Lehramts sowie der Bachelor- und Master-Studiengänge stellen am IfK aus.

RUNDGANG, Institut für Kunstpädagogik
15.07.22/ 18-21 Uhr; 16.07.22, 15-21 Uhr; Party am 16.07.22, 21 Uhr
Sophienstr. 1-3, Campus Bockenheim.
Um das Tragen einer Maske in Innenräumen wird gebeten, 
der Eintritt ist frei.

Einige angehende Kunstpädagog*innen haben ihr Studium während der Pandemie begonnen und kommen dieses Semester das erste Mal in Kontakt mit dem charmanten, alten Gebäude. Gerade erst wurde das Präsenzstudium wiederaufgenommen und schon werden die Arbeiten ausgestellt – eine Herausforderung, der sich alle Beteiligten mit großem Enthusiasmus stellen. Andere beenden ihr Studium und verabschieden sich von der ehemaligen Druckerei bzw. Keksfabrik, die seit 60 Jahren als Ort der künstlerischen Theorie und Praxis genutzt wird.

„Es ist eine Jubiläums- und gleichzeitig eine Abschiedsausstellung: Das Institut für Kunstpädagogik ist in diesem Jahr genau 60 Jahre in dem ehemaligen Fabrikgebäude und verlässt den Standort, um nach dem Sommer ins neue Gebäude der Sprach- und Kulturwissenschaften auf dem Campus Westend zu ziehen“, sagt Prof. Kerstin Gottschalk, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Kunstpädagogik. „Ich freue mich auf den Umzug in den Neubau und bin neugierig, welche Wirkung das Arbeiten in dem Gebäude und auf dem Campus Westend mit sich bringen wird. Sicher braucht es auch eine Phase der Gewöhnung. Vor wenigen Wochen habe ich an einer Begehung der Institutsräume teilgenommen und bin wirklich mehr als beeindruckt“. Dieses tolle Ergebnis sei allen Akteuren und Akteurinnen zu verdanken, die über viele Jahre den Prozess von allen Seiten geplant, entwickelt, begleitet und umgesetzt hätten. Diese Mühe zeige sich jetzt in den für die Bedürfnisse des Faches bestens ausgestatteten Räumen. „Ich freue mich natürlich auch auf den Arbeitsalltag am Campus Westend und damit auf die Nachbarschaft zu vielen Kolleg*innen, mit der Möglichkeit sich leichter und sogar zufällig mal zu treffen.“ Bevor aber die Kisten gepackt werden müssen, freut sich Kerstin Gottschalk auf den letzten RUNDGANG in Bockenheim: „Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, wir freuen uns auf Ihren Besuch!“

Kontakt: Prof. Kerstin Gottschalk, Geschäftsführende Direktorin, Institut für Kunstpädagogik, Goethe-Universität Frankfurt. Ke.Gottschalk@em.uni-frankfurt.de; Website der Kunstpädagogik: https://tinygu.de/E6K1N


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Jul 7 2022
13:19

Wer sich für das Fach „Archäologische Wissenschaften“ entscheidet, sollte Neugierde und Offenheit für fremde Kulturen mitbringen/Porträt des Bachelorstudiengangs im neuen UniReport. 

Von den prähistorischen Anfängen der Menschheitsentwicklung in der Steinzeit bis zum Mittelalter

Wer sich für das Fach „Archäologische Wissenschaften“ entscheidet, sollte Neugierde und Offenheit für fremde Kulturen mitbringen/Porträt des Bachelorstudiengangs im neuen UniReport.

FRANKFURT. Wer sich einen typischen Archäologen vorstellt, denkt vielleicht unwillkürlich an die Filmfigur Indiana Jones. Dabei handele es sich aber um ein verzerrtes Bild des Faches, betont Prof. Anja Klöckner, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Archäologische Wissenschaften. Zum einen spiele sich das Leben von Archäologinnen und Archäologen nicht nur in Wüstenstädten und antiken Tempelanlagen, sondern zumeist am Schreibtisch und in der Bibliothek ab. Zum anderen seien sie als Kulturwissenschaftler nicht die Alleskönner und Universal-Gelehrten, als die sie auf der Kinoleinwand dargestellt würden. „Unsere Studierenden der archäologischen Wissenschaften und anschließend natürlich auch die Graduierten verbringen ihre Zeit bei Weitem nicht nur mit Ausgraben“, stellt Klöckner klar. In der Archäologie gehe es darum, die Ergebnisse von Ausgrabungen zu analysieren, zu interpretieren und das weitere Vorgehen festzulegen. „Er oder sie muss bereit sein, sich mit anderen Gesellschaften auseinanderzusetzen, ohne dem, was ihm begegnet, das eigene Weltbild und die eigenen Denkmuster überzustülpen“, betont Klöckner.

Das Archäologische Institut vermittelt aber auch grundlegende technische und naturwissenschaftliche Fähigkeiten, die für Forschungsgrabungen notwendig sind. Das Fach, so betonen die Verantwortlichen im UniReport, setzt sich aus verschiedenen archäologischen Schwerpunktfächern zusammen. Studierende, die sich für „Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen“ entschieden haben, können quasi mit der U-Bahn zur Grabungsstelle in Frankfurt-Heddernheim fahren. Wer hingegen den Schwerpunkt „Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie“ gewählt hat, hat es wesentlich weiter: Hier liegen die Grabungsstellen im Trans-Ural und in Nigeria.

Weitere Themen im aktuellen UniReport:

Aktuelles

  • Im September wird das neue Gebäude der Sprach- und Kulturwissenschaften (SKW) auf dem CampusWestend eingeweiht. Der UniReport hat vorab mit dem Architekten Lutz-Matthias Keßling von BLK2 Böge Lindner K2 Architekten gesprochen.
  • „Eigenverantwortung wird immer wichtiger«: Christin Siegfried, frisch gebackene „New Horizon“-Preisträgerin, über den schwierigen Weg, wirtschaftliche Kompetenz ins Klassenzimmer zu bringen.

Forschung

  • Ein grundlegendes Verständnis der Naturwissenschaft aufbauen: Arnim Lühken, geschäftsführender Direktor des Instituts für Didaktik der Chemie, im Porträt.
  • Menschenrecht auf Wasser kontra Investitionsschutz? Die Baker McKenzie-Preisträgerin Lara Panosch über den Konflikt von Wasserversorgung und privatwirtschaftlichen Interessen.
  • „Hidden Champions“: Ein Blick auf einige Frankfurter Nobelpreiskandidaten, die zwar von der Jury in Stockholm nicht berücksichtigt wurden, gleichwohl herausragende Forscherpersönlichkeiten waren.
  • Wenn die Hilfe die Falschen erreicht: Der Wirtschaftswissenschaftler Leo Kaas hat in einer Forschergruppe untersucht, wie im Rahmen eines US-Corona-Hilfsprogramms Unternehmen künstlich am Leben erhalten wurden.
  • Wie zweieinhalbtausend Jahre alte Texte bis in die Gegenwart strahlen: Zwei groß angelegte Forschungsprojekte des Klassischen Philologen Hans Bernsdorff widmen sich der Neuausgabe, Übersetzung und Kommentierung von Texten zweier wichtiger altgriechischer Dichter.

Studium und Lehre

  • Begrünung macht das Klima erträglicher: Eine studentische Arbeitsgruppe der Physischen Geographie untersuchte das Mikroklima an zwei Plätzen im Stadtteil Riedberg.
  • Grünkohl, Winterheckenzwiebel und Pak Choi vom Campus Westend: Ein Besuch im Permakultur-Garten der Goethe-Universität

Campus

  • „Ein Dach über dem Kopf“ als bestechend einfache Idee: Rainer Klump übernimmt das Amt des Geschäftsführenden Direktors des House of Finance von Wolfgang König.
  • Promovieren an der Goethe-Uni: wie überall oder doch ganz anders? Ergebnisse der Panel-Studie NACAPS.
  • Neues Netzwerk für Wissenschaftlerinnen* an der Goethe-Universität: Einblicke in Beteiligte, Kompetenzen und Themen.
  • „Die Radikalisierung der Klimabewegung ist durchaus sachlich begründet“: Der Soziologe Thomas Scheffer über die Klimaaktivisten der „Letzten Generation“.

International

  • Wenn der Rationalist die Vorstellungskraft bemüht: Michael A. Rosenthal, Professor für Jüdische Philosophie an der University of Toronto, ist gegenwärtig Fellow am Forschungskolleg Humanwissenschaften.
  • Drei Fragen an: Prof. Seungun Lee, Linguist an der International Christian University Tokio und für einen Monat Gastdozent an der Goethe-Universität.

Veranstaltungen

  • Sommerfest der Goethe-Universität: Buntes Programm auf dem Campus Westend, mit zwei Größen der Frankfurter Musikszene - Shantel und Ata - an den Turntables.  
  • Lernen, über Gewalt an Kindern sprechen zu können: Die 6. Bad Homburg Conference widmet sich dem Thema „Kindheit und Gewalt: Wie können wir eine Kultur des Wegsehens überwinden?“
  • Gerechtigkeit global gedacht: Nach zwölf Jahren des wissenschaftlichen Austausches fand die hochkarätig besuchte Abschlusskonferenz von „Justitia Amplificata“ statt.
  • „Mehr Wissenschaft für die Fitness“: Sportwissenschaftler Michael Behringer über den Fitnesswissenschaftskongress, der am 16. und 17. September 2022 erstmals an der Goethe-Universität stattfindet.
  • Kooperationsprojekts „Theoria cum Praxi: Schule trifft Uni“: Studierende und Schüler*innen rekonstruieren den Prozess gegen Sokrates. Ein Nachbericht.
  • Zentraler Wegbereiter der Kritischen Theorie: Rückblick der Programmgruppe auf die Internationale Siegfried Kracauer Konferenz.

Der UniReport 4/2022 steht zum kostenlosen Download bereit unter https://www.unireport.info/aktuelle-ausgabe


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Jul 4 2022
13:19

Podiumsdiskussion zu Autorenschaft von künstlerischen Werken im Rahmen der Ausstellung des Künstlers Antonio de Campos

Zwischen Geniekult und geistigem Eigentum

FRANKFURT. Wer ist der Urheber eines Werkes? Der genannte Künstler - die Antwort fällt nur scheinbar leicht. Denn hinter den Namen von Künstlerpersönlichkeiten können konzeptuelle Arbeiten und Zuarbeiten anderer stehen. Die Ausstellung „Antonio de Campos – Konzepte für Zaha Hadid“ im Deutschen Architekturmuseum zeigt dies anhand der Arbeiten von de Campos. Er schuf als „Artist Consultant“ Konzepte für zahlreiche Architekturbilder, welche unter dem Namen der Architektin, Architekturprofessorin und Designerin Zaha Hadid vermarktet wurden.

Begleitet wird die Ausstellung von einem Podiumsgespräch, das der Forschungsverbund „Normative Ordnungen“ an der Goethe-Universität und das Deutschen Architekturmuseum veranstaltet und in dem das Verhältnis von Idee und konkreter Umsetzung eines Kunstwerkes reflektiert werden soll. Wer erarbeitet was, und welchen Einfluss hat am Ende die bestehende Reputation und Bekanntheit einer kunstschaffenden Person auf die Autorenschaft? Was bedeutet das für die kollektive Arbeit, wie sie beispielsweise in Architekturbüros stattfindet?

Die Podiumsdiskussion mit dem Titel

„Antonio de Campos – Konzepte für Zaha Hadid. Zwischen Geniekult und geistigem Eigentum“
findet statt
am 7. Juli 2022 um 19.00 Uhr

im Rahmen der Ausstellung
„Antonio de Campos – Konzepte für Zaha Hadid“

im Deutschen Architekturmuseum / DAM Ostend

Henschelstraße 18

60314 Frankfurt am Main.

Neben dem Künstler, Architekten und Filmemacher Antonio de Campos selbst diskutieren Friederike von Brühl, Anwältin für Immaterialgüterrecht, Urheber- und Medienrecht und juristische Vertretung des Kippenberger-Nachlasses, Vinzenz Hediger, Professor für Filmwissenschaft an der Goethe-Universität mit den Forschungsschwerpunkten Filmtheorie, Filmgeschichte und Ästhetik, sowie der Journalist und Architekturkritiker Niklas Maak. Die Begrüßung spricht der Direktor des Deutschen Architekturmuseums, Peter Cachola Schmal; moderiert wird die Veranstaltung von Rebecca Caroline Schmidt, Geschäftsführerin des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität. Vor der Diskussion führt der Kurator Yorck Förster durch die Ausstellung.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Information:
Deutsches Architekturmuseum, Brita Köhler, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, +49 (0)69.212 363 18, brita.koehler@stadt-frankfurt.de, https://dam-online.de

Anke Harms, Referentin für Wissenschaftskommunikation des Forschungsverbunds „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität, 069/798-31407, anke.harms@normativeorders.net; www.normativeorders.net


Redaktion: Pia Barth, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Büro PR & und Kommunikation, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de

 

Jul 4 2022
09:22

Team von Prof. Ivan Đikić will in RNA-Prozessierung von Tumorzellen eingreifen – beLAB2122 BRIDGE-Kooperation zwischen Evotec und Bristol Myers Squibb fördert Projekt zur Entwicklung einer neuen Wirkstoffklasse gegen Krebs

Krebsforschung zu neuer Wirkstoffklasse an der Goethe-Universität wird durch Industriekooperation gefördert

Forschende der Goethe-Universität starten gemeinsam mit Partnern aus der Life-Science- und Pharmaindustrie ein Projekt zur Entwicklung einer neuen Wirkstoffklasse gegen Krebs. Das Projekt wird im Rahmen der beLAB2122 BRIDGE-Kooperation zwischen dem Life-Science-Unternehmen Evotec und dem Pharmakonzern Bristol Myers Squibb gefördert. Es befasst sich mit bifunktionalen Molekülen, die den Abbau krankheitsfördernder Proteine in Krebszellen vermitteln. Die Projektidee stammt aus dem Team um den Molekularbiologen Prof. Ivan Đikić, Direktor des Instituts für Biochemie II der Goethe-Universität.

FRANKFURT. Eine Zelle erhält die Informationen zur Herstellung von Proteinen durch so genannte Botschafter-RNA-Moleküle (messenger RNA oder kurz mRNA). Die mRNA wird als Matrize der DNA im Zellkern hergestellt. Bevor die mRNA in ein Protein umgeschrieben werden kann, müssen unter anderem bestimmte Abschnitte der mRNA entfernt werden, ein Prozess, der als Spleißen bezeichnet wird.

In einem neuen Forschungsansatz nutzen Prof. Ivan Đikić und sein Team von der Goethe-Universität ein bifunktionales Molekül dazu, um spezifisch ein am Spleißen beteiligtes Protein auszuschalten, und so die Krebszellen zum Absterben zu bringen. Im Rahmen der beLAB2122-Kooperation zwischen Evotec und Bristol Myers Squibb wird jetzt getestet, ob sich das bifunktionale Molekül als Wirkstoffkandidat gegen Krebs eignet. beLAB2122 hat zum Ziel, akademische Institutionen aus der Rhein-Main-Neckar Region zusammenzubringen, um first-in-class-Therapieoptionen für alle Indikationsgebiete und Formate effizient zu investitionsfähigen Wirkstoffforschungs- und frühen Entwicklungsprojekten voranzutreiben.

Prof. Ivan Đikić, Direktor des Instituts für Biochemie II der Goethe-Universität, sagt: „Das beLAB-Programm bietet exzellente Möglichkeiten für Akademiker:innen, bereits in frühen Entwicklungsstadien mit Pharmapartnern zu kooperieren. Eine solche Zusammenarbeit hat den großen Vorteil, dass wir vielversprechende Therapieansätze schneller und besser validieren können, und somit eine schnelle Translation ermöglich können, z.B. auch durch Gründung gemeinsamer spin-offs. Nicht zuletzt wird damit auch die interdisziplinäre wissenschaftliche Ausbildung an der Universität um einen wichtigen Aspekt bereichert.“

Dr. Thomas Hanke, Executive Vice President und Head of Academic Partnerships bei Evotec, kommentiert: „Wir sind sehr gespannt auf dieses Projekt mit der Goethe-Universität Frankfurt im Rahmen der beLAB2122 Kooperation. Das Projekt adressiert einen vielversprechenden therapeutischen Mechanismus und birgt das Potenzial für eine neue Behandlungsmethode in der Onkologie. Mit den BRIDGE-Kooperationen wie beLAB2122 verfolgt Evotec das Ziel, akademische Innovationen in Richtung Wirkstoffentwicklung zu beschleunigen und Unternehmensgründungen zu ermöglichen. Wir sind gespannt auf die ersten Ergebnisse und freuen uns darauf, dieses und viele weitere interessante akademische Projekte voranzubringen."

Hintergrund: Goethe-Universität ist Teil der Life-Science-Kooperation „beLAB2122“ zwischen akademischer Forschung und Pharmaunternehmen (Meldung vom 13. April 2021)
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/forschung/goethe-universitaet-ist-teil-der-life-science-kooperation-belab2122-zwischen-akademischer-forschung-und-pharmaunternehmen/

Weitere Informationen
Prof. Dr. Ivan Dikić
Institut für Biochemie II, Universitätsklinikum Frankfurt und Goethe-Universität Frankfurt
sowie Buchmann-Institut für molekulare Lebenswissenschaften
Tel: +49 (0) 69 6301-5964
dikic@biochem2.uni-frankfurt.de
Twitter: @iDikic2

Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro PR & Kommunikation, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de

 

Jul 1 2022
15:30

Interdisziplinäre Tagung „Das vermessene Leben“ am 1. und 2. Juli an der Goethe-Universität / Interview mit Prof. Vera King

Digitalisierung und Gesellschaft: Es braucht Verständigung

Die Digitalisierung ist allgegenwärtig, sie beeinflusst nahezu alle Bereiche menschlichen Lebens. In der Pandemie zeigten sich wie durch ein Brennglas die Vorteile, aber auch die Herausforderungen und Ambivalenzen der Digitalisierung. Die Tagung „Das vermessene Leben“ heute und morgen an der Goethe-Universität widmet sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Goethe-Uni online sprach mit Veranstalterin Prof. Vera King.

FRANKFURT. „Die Menschen und die Gesellschaften müssen sich darüber verständigen, wie Digitalisierung genutzt, organisiert und reguliert wird und welche Folgen sie hat“, sagt Prof. Vera King im Vorfeld der Tagung „Das vermessene Leben“ auf dem Campus Westend der Goethe-Universität und im Internet. Der Wissenschaft komme dabei eine wichtige Rolle zu, indem sie auf Basis ihrer Ergebnisse auf Probleme und Lösungsmöglichkeiten hinweist. Im Interview mit Goethe-Uni online umriss die Soziologin und Sozialpsychologin die Ergebnisse des Verbundprojekts „Das vermessene Leben“ zu Selftracking und Optimierungszwängen im Internet, die auch bei der Tagung thematisiert werden.

Es gebe kaum Unterschiede beim Umgang mit sozialen Medien zwischen Menschen mit psychischen Vorerkrankungen und solchen mit „Normalbiographie“: Die Gefahr in „nichtproduktiven Zirkeln“ zu landen, sei ungefähr gleich groß. Auf der Suche nach Anerkennung in sozialen Medien suchten viele Menschen nach Bestätigung, würden aber enttäuscht. „Häufig wird das Bemühen dann aber noch mehr gesteigert, noch mehr Intensität hineingelegt. So wird die Frustration noch größer.“ Viele Menschen – ob Jugendliche oder Erwachsene – kämen trotz eines gewissen Unbehagens aus diesem Zirkel nicht heraus. „Immerhin ist dieses Unbehagen ein Ansatzpunkt für eine wachsende gesellschaftliche Selbstverständigung, für potenzielle Veränderung“, sagt King. Hier sei auch politisches Handeln erforderlich.

Vera King, Professorin für Soziologie und psychoanalytische Sozialpsychologie an der Goethe-Universität und Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt, zudem Principal Investigator der Forschungsinitiative ConTrust, veranstaltet die Tagung gemeinsam mit Benigna Gerisch, Psychoanalytikerin und Professorin für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychoanalyse an der International Psychoanalytic University Berlin, sowie Hartmut Rosa, Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Universität Jena und zugleich Direktor des Max-Weber-Kollegs in Erfurt. Die Veranstaltung wird im Rahmen des Verbundprojekts „Das vermessene Leben. Produktive und kontraproduktive Folgen der Quantifizierung in der digital optimierenden Gesellschaft“ durchgeführt und von der VolkswagenStiftung gefördert. Außer der gastgebenden Goethe-Universität sind das Sigmund-Freud-Institut Frankfurt/M., die International Psychoanalytic University Berlin und die Universität Jena beteiligt an der wissenschaftlichen Organisation.

Ein besonderer Akzent dieser Konferenz liegt auf dem interdisziplinären Blick: Die namhaften Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland loten die ambivalenten Folgen von Digitalisierung für die soziale und individuelle Praxis, für Kultur und Psyche aus kultur-, politik- und rechtswissenschaftlicher, medien- und erziehungswissenschaftlicher, soziologischer, sozialpsychologischer sowie medizinischer und psychoanalytischer Perspektive aus. Die Panels am Samstag befassen sich mit dem Messen in Organisationen, dem Messen in sozialen Beziehungen, mit pathologischer Social Media-Verwendung und mit dem neuen „Autoritarismus“ im digitalen Raum.

Das vollständige Interview lesen Sie bitte unter: https://aktuelles.uni-frankfurt.de/gesellschaft/das-unbehagen-ist-ein-erster-ansatzpunkt/


Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Abteilung PR & und Kommunikation, Telefon 069 798-13066, E-Mail sauter@pvw.uni-frankfurt.de

 

Jun 30 2022
14:43

Mentoringprogramm „Balu und Du“ feiert Geburtstag an der Goethe-Universität. 9. Juli, Campus Westend

Engagement für „kleine Persönlichkeiten“

FRANKFURT. „Balu und Du“ ist ein bundesweites Mentoringprogramm für Grundschulkinder im außerschulischen Bereich. Bei „Balu und Du“ engagieren sich junge Menschen, indem sie ehrenamtlich mindestens ein Jahr lang ein individuelles Mentoring für ein Kind übernehmen. Studierende, Kinder und Familien feiern in diesem Jahr einen ganz besonderen Geburtstag an der Goethe-Universität: „Balu und Du“ wird 15 Jahre alt. Gefeiert wird am 9. Juli ab 12 Uhr auf dem Campus Westend im Renate von Metzler-Saal (Nina-Rubinstein-Weg 1, 60323 Frankfurt am Main). Neben einer bunten Auswahl von Spielen wird auch das Spielmobil des Abenteuerspielplatzes Riederwald e.V. vor Ort sein.

Nicht nur in Frankfurt am Main engagieren sich Studierende im Rahmen von „Balu und Du“. Bundesweit gibt es mittlerweile über 150 „Balu und Du“-Standorte, an der Goethe-Universität konnten seit Gründung des Standorts im Jahr 2007 über 200 Grundschulkindern Mentor*innen vermittelt werden. Angesiedelt ist das Mentoringprogramm am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität. Nach vielen erfolgreichen Projektjahren als Praxisprojekt für Studierende der Erziehungswissenschaften und des Lehramts konnte Balu und Du im Jahr 2019 mit einer zweiten Gruppe als Service Learning-Angebot für Studierende aller Fachbereiche erweitert werden. So können Studierende über den Tellerrand des eigenen Studiengangs hinausblicken und sich für kleine Persönlichkeiten engagieren. In naher Zukunft können auch Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences als Mentor*innen aktiv werden.

Ermöglicht wird „Balu und Du“ an der Goethe-Universität aktuell durch die finanzielle Unterstützung der Crespo Foundation, der aqtivator gGmbH und der Stiftung Frankfurt Löwenkinder. Die Gespanne erhalten zudem bei unseren Projektpartnern dem Palmengarten, Zoo, Jungen Museum, Struwwelpeter-Museum und Naturmuseum Senckenberg kostenlosen Eintritt und von vielen weiteren Bildungs- und Freizeiteinrichtungen Gutscheine und Freikarten. „Balu und Du“ macht jede Menge Spaß und hat noch dazu eine wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung. Sowohl Kinder als auch Studierende profitieren von der Mentoringbeziehung, entwickeln sich weiter und erinnern sich gerne an das gemeinsame Jahr zurück – und das schon seit 15 Jahren.

Weitere Informationen unter: www.uni-frankfurt.de/balu-und-du

Kontakt: Chiara Schomburg, MA. Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Arbeitsstelle für Diversität und Unterrichtsentwicklung - Didaktische Werkstatt Projekt „Balu und Du“. Goethe-Universität Frankfurt. Tel. 069/798-36355; schomburg@em.uni-frankfurt.de; www.balu-und-du.de   


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de