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Theodor-W.-Adorno Platz 1
60323 Frankfurt
presse@uni-frankfurt.de
Der Schriftsteller Arne Rautenberg spricht an der Goethe-Universität über Lyrik für Kinder
FRANKFURT. Mit seiner Lyrik, mit Gedichten für Kinder und seiner visuellen Poesie ist Arne Rautenberg einer der vielseitigsten zeitgenössischen Dichter im deutschen Sprachraum. Seine Haikus und Einzwei-Wort-Gedichte, seine Limericks, Laut- und Kreisgedichte spielen mit Sprache, Schrift und Typographie, mit Denk- und Versnormen.
Für seine Gedichte für Kinder (dieser tag ist mein freund, mut ist was gutes, 2023) und Erwachsene (sekundenfrühling, 2023) wurde Arne Rautenberg mehrfach ausgezeichnet. 2017 wurde er in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen.
Im Rahmen der Frankfurter Autor*innenvorträge zur Kinder- und Jugendliteratur des Instituts für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität spricht Arne Rautenberg nun unter dem Titel
„Sei eine Ameise der Kinderlyrik!“
am 3. Juni, um 16 – 17.45 Uhr
auf dem Campus Westend,
Casino, 1. OG, Raum 1.801
Theodor-W.-Adorno-Platz 2.
Rautenberg widmet seinen Vortrag der „Idee Kindergedicht“: Wann ist ein Kindergedicht ein Kindergedicht? Welche Ambivalenzen birgt Humor? Und welche Erkenntnisse lassen sich aus der Kanonisierung von Kindergedichten gewinnen? Außerdem geht es um die Bedingungen des Schreibens von Kindergedichten sowie Einschätzungen über die aktuelle (Kinder)Lyrikszene.
Die Lesung organisiert das Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität; die Veranstaltung wird gefördert durch den Freundeskreis des Instituts für Jugendbuchforschung e.V.
https://www.uni-frankfurt.de/50701264
Bild zum Download: https://uni-frankfurt.de/172298995
Bildtext: Spezialist für Haikus und Einzwei-Wort-Gedichte: Der Schriftsteller Arne Rautenberg (Foto © Birgit Rautenberg)
Weitere Informationen
Dipl.-Phil. Regina Jaekel
Institut für Jugendbuchforschung, Fachbereich Neuere Philologien
Goethe-Universität Frankfurt
Telefon: +49 (0)69/798-32995
E-Mail: r.jaekel@em.uni-frankfurt.de
https://www.uni-frankfurt.de/50701264
Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de
Berufsperspektiven für Studierende der Informatik & Mathematik sowie der Wirtschaftswissenschaften.
FRANKFURT. Die berufliche Zukunft aktiv zu gestalten ist eine zentrale Herausforderung für Studierende, besonders angesichts eines vielfältigen Arbeitsmarkts mit zahlreichen Einstiegsmöglichkeiten. Wer fundierte Entscheidungen treffen möchte, braucht nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praxisnahe Einblicke und den direkten Kontakt zu potenziellen Arbeitgebenden. Die Jobmessen der Goethe-Universität bieten hierfür den idealen Rahmen: eine Plattform für Orientierung, persönliches Networking und den Einstieg in die Praxis.
Gemeinsam mit den Fachbereichen Informatik und Mathematik sowie Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Universität richtet der Career Service im Sommersemester 2025 zwei Jobmessen aus. Den Auftakt macht die Jobmesse
ENTER_ZUKUNFT_INFORMATIK & MATHEMATIK
Dienstag, 27. Mai, 10-16 Uhr, Campus Bockenheim, Neue Mensa.
Kurz darauf folgt die Jobmesse
ENTER_ZUKUNFT_WIRTSCHAFTS-WISSENSCHAFTEN
Donnerstag, 05. Juni, 10-16 Uhr, Campus Westend, Hörsaalzentrum.
Beide Messen bieten Studierenden und Absolvent*innen die Möglichkeit, mit bis zu 30 Aussteller*innen ins Gespräch zu kommen und sich über aktuelle Entwicklungen in den jeweiligen Branchen, Einstiegswege und Praktikums- und Werkstudierendentätigkeiten zu informieren. Spontane Gespräche, individuelle Fragen und einen direkten Austausch mit potenziellen Arbeitgeber*innen wird hier Studierenden, Absolvent*innen und Ehemaligen geboten.
Weitere Informationen unter www.jobmessen.uni-frankfurt.de
Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de
Berufspraktische Fortbildung für Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler stellt sich am 22. Mai auf dem Campus Westend vor.
FRANKFURT. Am 22. Mai 2025 um 18.30 Uhr lädt das Fortbildungsprogramm Buch- und Medienpraxis zum Infoabend an die Goethe-Universität Frankfurt ein. Das Programm dient der Berufsorientierung im Kultur- und Medienbereich. Am Infoabend stellt die Koordinatorin das Konzept vor und informiert über die Teilnahmebedingungen. Dr. Sascha Michel (S. Fischer Verlage) und Uta Schneider (Buchgestalterin) geben Einblick in ihre Kurse und Teilnehmende erzählen von ihren Erfahrungen. Danach gibt es Gelegenheit zum persönlichen Gespräch. Ein neuer Jahrgang startet im Wintersemester 2025.
Infoabend Buch- und Medienpraxis:
Donnerstag, 22. Mai 2025, 18.30 Uhr
Nina-Rubinstein-Weg, Casino 823
Campus Westend, Goethe-Universität Frankfurt
Das Fortbildungsprogramm Buch- und Medienpraxis vermittelt zwischen Studium und kultur- und medienbezogenen Berufspraxis. Es wendet sich an Hochschulabsolvent*innen und Berufseinsteiger*innen zur Weiterqualifizierung. Das Programm kooperiert seit 1997 mit Verlagen, Zeitungen, Museen, Rundfunk- und Fernsehsendern sowie anderen kulturellen Einrichtungen im Rhein-Main-Gebiet. Die Dozierenden des Programms sind profilierte Vertreter*innen dieser Berufsbereiche und machen die Studierenden durch praktische Übungen mit dem Erwartungshorizont ihres Berufsfeldes vertraut. Am Ende der Kurse steht die Durchführung eigener Veranstaltungen und Projekte durch die Teilnehmer*innen.
Das Programm kann berufs- oder studienbegleitend absolviert werden. Über zwei Semester finden an drei Abenden der Woche Kurse statt zu Themen wie Lektorat, Audiomedien, Fernsehpraxis, Journalismus, Literaturkritik, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kulturmanagement, Ausstellungskonzeption, Buchgestaltung und Buchherstellung in Print und Digital sowie Digital Marketing und Social Media.
Der Bewerbungsschluss für den nächsten Jahrgang (10.2025 - 07.2026) endet am 01. Juli 2025. Die Teilnahmekosten betragen 1.000 Euro. Es gibt die Möglichkeit, sich für eine Gebührenreduktion zu bewerben.
Kontakt:
Nicola Menzel, Buch- und Medienpraxis, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Tel.: 069/798-23626
bmp@lingua.uni-frankfurt.de; Homepage: www.buchundmedienpraxis.de; Instagram/Facebook @buchundmedienpraxis
Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de
Zum 19. Mal Forschung erleben auf dem Campus Riedberg der Goethe-Universität Frankfurt
Es zischt, es knallt, es leuchtet... wenn nachts der Campus zum Leben erwacht, ist nicht etwa ein wissenschaftliches Experiment schiefgelaufen – im Gegenteil! Bei der studentisch organisierten Night of Science am 13. Juni 2025 wird erklärt, gezeigt und experimentiert, was das Zeug hält.
Seit ihrer ersten Ausgabe im Jahr 2006 hat sich die Night of Science zu einer festen Größe in Frankfurt entwickelt. Über 100 Vorträge, Führungen und interaktive Stationen laden wortwörtlich die ganze Nacht zum Staunen und Entdecken ein. Von A wie Atomphysik bis Z wie Zootierbiologie – die Naturwissenschaften am Riedberg zeigen vom Nachmittag bis in die frühen Morgenstunden ihre ganze Bandbreite. Einige Vorträge werden auf Englisch gehalten.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, egal ob Wissenschaftsbegeisterte oder einfach nur Neugierige. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt und selbst hier geht es teils experimentell zu, wenn das beliebte Stickstoffeis wieder effektvoll zubereitet wird.
Für Studieninteressierte gibt es ausführliche Informationen zu Studienmöglichkeiten an der Goethe-Universität und explizite Studiengangvorstellungen der naturwissenschaftlichen Fächer. Die Night of Science wird wie in jedem Jahr ehrenamtlich von einem Team tatkräftiger Studierender auf die Beine gestellt.
Leitfigur in diesem Jahr ist Rosalind Franklin, eine britische Biochemikerin und Kristallographin. Ihre bahnbrechende Arbeit zur Struktur von DNA und RNA war entscheidend für das Verständnis der genetischen Informationsträger. Sie verstarb 1958 im Alter von nur 37 Jahren an Eierstockkrebs, ohne je die volle Anerkennung für ihre Entdeckungen erhalten zu haben.
Der Eintritt zur Night of Science ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.
Freitag, 13. Juni 2025
17 bis 5 Uhr
Campus Riedberg
Goethe-Universität Frankfurt
Otto-Stern-Zentrum, Ruth-Moufang-Str. 2
Geozentrum, Altenhöferallee 1
Physik/Biozentrum/Biologicum, Max-von-Laue-Str. 1 bis 13
60438 Frankfurt am Main
Weitere Informationen: https://nightofscience.de/
Redaktion: Dr. Phyllis Mania, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-13001, Fax 069 798-763-12531, mania@physik.uni-frankfurt.de
Internationales Zentrum für kulturanthropologische Forschung feiert Jubiläum
Das Frobenius-Institut für kulturanthropologische Forschung an der Goethe-Universität ist mit seinen Archiven und Sammlungen eine feste Größe in der Forschungslandschaft, ein Zentrum von internationalem Rang. Im Mai erinnert das Institut mit Ausstellungen und Führungen an Leo Frobenius' Wechsel von München nach Frankfurt vor 100 Jahren.
FRANKFURT. Mit einem Vertrag vom 16. Mai 1925 beginnt die Geschichte des Frobenius-Instituts für kulturanthropologische Forschung in Frankfurt am Main: Darin hielten die Stadtgemeinde Frankfurt am Main und der Autodidakt, Forschungsreisende, Afrikaspezialist und Abenteurer Leo Frobenius (1873–1938) fest, dass Frobenius und seine Sammlungen am Main eine neue Heimat finden sollten. Am 16. Mai 2025 feiert das Frobenius-Institut nun mit Blick auf die Vertragsunterzeichnung sein 100-jähriges Bestehen in Frankfurt.
Wie erst im Juli 2024 vom Deutschen Wissenschaftsrat bestätigt, nimmt das Frobenius-Institut noch heute in der deutschen Kulturantrhopologie eine Sonderrolle ein. Mit seinen weltweit einzigartigen Archiven und Sammlungen und seinen aktuellen Forschungsprojekten agiert es an der Schnittstelle von Forschungseinrichtung und Museum und bildet ein international anerkanntes Zentrum kulturanthropologischer Expertise, das Forscherinnen und Forscher aus aller Welt nach Frankfurt lockt.
Frobenius hatte 1898 in Berlin das „Afrika-Archiv“ gegründet. Nach dem Ersten Weltkrieg verlegte er das Archiv nach München und gründete dort 1920 das „Forschungsinstitut für Kulturmorphologie“. Oberbürgermeister Ludwig Landmann lud Frobenius zur Übersiedelung ein, mit Stiftungsmitteln erwarb die Stadt Frankfurt die umfangreichen Sammlungen des Afrika-Archivs und stellte Räume im Palais Thurn und Taxis zur Verfügung. Ohne einen akademischen Abschluss zu haben, erhielt Frobenius zudem einen Lehrauftrag für Kultur- und Völkerkunde an der Universität Frankfurt und wurde 1932 zum Honorarprofessor ernannt. Im Jahre 1934 wurde Frobenius außerdem Direktor des Städtischen Museums für Völkerkunde. Erst nach seinem Tod 1938 wurde das Institut nach Leo Frobenius benannt.
Der anfängliche Arbeitsschwerpunkt des Frobenius-Instituts lag auf der Erforschung afrikanischer Kulturen und Geschichte. Zwischen 1904 und 1935 unternahm Frobenius insgesamt zwölf Expeditionen in das Innere des Kontinents und sammelte dabei ethnographische und historische Daten, mündliche Überlieferungen, materielle Kulturobjekte und Felsbildkopien. Sein theoretischer Ansatz der Kulturmorphologie betrachtete Kulturen als organische Wesen, die durch Paideuma, eine Art „selbständige Wesenheit“, geprägt seien – ein Ansatz, der heute als umstritten gilt. Institutsmitglieder forschten auch in Europa (Spanien, Italien, Frankreich und Skandinavien), auf der Arabischen Halbinsel, in Indien, Südostasien, Melanesien und Australien.
Zur Kaiserzeit waren Frobenius' Forschungen zwar eingebettet in die Kolonialpolitik des Deutschen Reiches – er versuchte sich sogar (eher erfolglos) als Geheimagent des Kaisers in Italienisch-Eritrea. Dass er die Kulturen Afrikas für ebenbürtig hielt, passte allerdings nicht immer ins Weltbild seiner Zeit. Und auch zur NS-Zeit blieb Frobenius in einer ambivalenten Rolle: Er ließ sich seine Reisen von Industriellen aus dem Keppler-Kreis finanzieren, die auch den Aufstieg der NSDAP beförderten. Für die Unterstützung zweier Reisen 1933 bis 1935 dankte er Hindenburg, Goebbels und Hitler; in Frankfurt zählten NSDAP-Oberbürgermeister Friedrich Krebs und der vom NS-Regime eingesetzte Universitätskurator August Wisser zu seinen wichtigsten Unterstützern. Doch Frobenius beharrte auf seiner Lehre der Kulturmorphologie, die dem nationalsozialistischen Rassegedanken widersprach, und zog sich so den Zorn des Reichsleiters der NSDAP Alfred Rosenberg und von Walter Groß vom Rassenpolitischen Amt zu.
1946 folgte dann Adolf Ellegard Jensen Frobenius an der Spitze des Instituts. Er leitete das Frobenius-Institut bis 1965. Während seiner Amtszeit wurden Expeditionen nach Afrika, nach Süd- und Mittelamerika, Indien und in den ozeanischen Raum unternommen; und auch unter den folgenden Institutsdirektoren Carl August Schmitz (1965–1966), Eike Haberland (1968–1992) und Karl-Heinz Kohl (1996–2016) wurden zahlreiche Feldforschungen durchgeführt. Alle Nachfolger von Leo Frobenius hatten eine Professur an der Goethe-Universität inne.
Mit Roland Hardenberg, der seit 2017 Direktor des Frobenius-Instituts ist und als Professor an der Goethe-Universität Sozial- und Kulturanthropologie lehrt, wurden die regionalen Schwerpunkte um Südasien (vor allem Indien) und Zentralasien erweitert. Heute untersuchen Forscherinnen und Forscher des Instituts mit ethnologischen, historischen und archäologischen Methoden unterschiedliche Entwürfe des Menschseins sowie die Beziehungen von Menschen zu ihrer Umwelt. Das Frobenius-Institut sieht seine Aufgabe darin, kulturanthropologisches Wissen zu erweitern und über den wissenschaftlichen Dialog einen reflektierten Umgang mit kultureller Differenz zu fördern. Dabei ist die Arbeit mit den bestehenden Archiven, deren kontinuierliche Erweiterung sowie die Reflektion der eigenen Fachgeschichte und Methoden fester Bestandteil des wissenschaftlichen Ansatzes. Weltweite Kooperationen, insbesondere mit Menschen und Institutionen aus den Herkunftsländern, wurden intensiviert und sind zu einem wichtigen Merkmal der Forschung am Institut geworden.
Anlässlich des Jubiläums öffnet das Institut seine Archive und lädt zu Sonderführungen und zur Mitgliedschaft in der Frobenius-Gesellschaft ein. Die fruchtbare Zusammenarbeit von Forschung und Stadtgesellschaft, wie sie seit Frobenius' Tagen besteht, soll fortgesetzt und intensiviert werden.
Das Jubiläumsprogramm:
Samstag, 17. Mai
15 Uhr Führung durch die Ausstellung „Country bin pull'em“
Weltkulturen Museum Frankfurt
Donnerstag, 22. Mai
14 Uhr Führung durch die Sammlungen und Archive des Frobenius-Instituts
Frobenius-Institut, IG-Farben-Haus Campus Westend
16 Uhr Escape Room in der Bibliothek
Frobenius-Institut, Campus Westend
Freitag, 6. Juni
12 Uhr Eröffnung der Poster-Ausstellung „Our research projects in pictures“ im Rahmen des Sommersymposiums
Frobenius-Institut, Campus Westend
Für alle Veranstaltungen wird um verbindliche Anmeldung gebeten auf
https://www.frobenius-institut.de/aktuelles/100-jahre
Bilder und das Jubiläumsprogramm zum Download finden Sie unter:
https://www.uni-frankfurt.de/172046924
Bildtext:
1) „Liegender mit Hörnermaske“: Diese Kopie eines Felsbildes aus Simbabwe, Rusape (Fundstelle: Diana Vow), hat die Künstlerin Agnes Schulz 1929 angefertigt. (Aquarell auf Papier, 105,5 × 147 cm, Frobenius-Institut FBA-D3 01622-b)
2) Roland Hardenberg, der heutige Leiter des Frobenius-Instituts für kulturanthropologische Forschung, mit einer Büste des Namensgebers des Instituts, Leo Frobenius. (Foto: Jennifer Markwirth)
Weitere Informationen:
Apl. Prof. Dr. Susanne Fehlings
Frobenius-Institut für kulturanthropologische Forschung
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Telefon 069 798-32012
E-Mail fehlings@em.uni-frankfurt.de
Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-13066, Fax 069 798-763-12531, sauter@pvw.uni-frankfurt.de
Baker McKenzie-Preis 2024 prämiert zwei herausragende Dissertationen im Wirtschaftsrecht
Am Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität werden herausragende Arbeiten mit Preisen ausgezeichnet. Der Baker McKenzie-Preis, der von der gleichnamigen Kanzlei verliehen wird, geht in diesem Jahr an Dr. Tobias Bürk und Dr. Kevin Hinzen für deren herausragende wirtschaftsrechtliche Doktorarbeiten.
FRANKFURT. Für ihre herausragenden Dissertationen erhalten Dr. Tobias Bürk und Dr. Kevin Hinzen den diesjährigen Baker McKenzie-Preis. Seit 1988 vergibt die international tätige Anwaltskanzlei den mit insgesamt 6.000 Euro dotierten Preis, der wirtschaftsrechtliche Dissertationen oder Habilitationen am Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität auszeichnet. Die Arbeiten müssen mit „summa cum laude“ bewertet worden sein. Die Preise werden am 9. Mai 2025 während der Promotionsfeier des Fachbereichs im Casino-Gebäude des Campus Westend durch Dr. Florian Thamm, Partner bei Baker McKenzie, überreicht.
Dr. Tobias Bürk erhält den Preis für seine Dissertation „Drittkapitalgeber im Recht der Gesellschafterdarlehen“. Das Recht der Gesellschafterdarlehen gehöre seit Jahrzehnten zu den am intensivsten bearbeiteten gesellschaftsrechtlichen Themen, sagt der Betreuer der Arbeit, Prof. Andreas Cahn. „Umso bemerkenswerter ist es, dass Tobias Bürk neue und eigenständige Lösungsansätze entwickelt und mathematische Modelle sowie verhaltensökonomische Erkenntnisse nutzt, um neue und weiterführende Erkenntnisse zu entwickeln“, so der Wirtschaftsrechtler weiter. Die Arbeit enthalte eigenständige methodische Grundlagenarbeit auf sehr hohem Niveau, gleichzeitig wende der Verfasser konsequent die gewonnenen Erkenntnisse auf konkrete Rechtsprobleme an.
Dr. Kevin Hinzen wird ausgezeichnet für seine Dissertation „Fiskalresilienz im Budgetparlamentarismus – Krisenreaktionsphänomene im deutschen und europäischen Recht der öffentlichen Finanzen“. „Die Umwälzungen in den öffentlichen Finanzen der letzten eineinhalb Jahrzehnte werfen regelmäßig Schlaglichter auf den Nutzen von Fiskalregeln und gleichzeitig auf die damit verbundenen Schwierigkeiten. Die große Stärke von Kevin Hinzens Arbeit und deren Beitrag zur rechtswissenschaftlichen Forschung sehe ich darin, dass sie umfassend das Phänomen der Flexibilisierung im öffentlichen Finanzrecht untersucht“, so Prof. Matthias Goldmann, der die Arbeit betreut hat. Für die Weiterentwicklung gerade des europäischen Finanzrechts liefere das Werk wichtige Impulse.
„Es ist uns ein großes Anliegen, exzellente Nachwuchsjuristinnen und -juristen gezielt zu fördern. Der Baker McKenzie-Preis leistet hierzu einen Beitrag. Unsere Kanzlei entwickelt kontinuierlich neue Fördermöglichkeiten, wie das Stipendium für Chancengleichheit, mit dem wir Jurastudentinnen und -studenten unterstützen, denen aus kulturellen, finanziellen oder familiären Gründen der Zugang zum Jurastudium erschwert ist. Seit Februar 2025 läuft der dritte Jahrgang dieses Stipendiums“, erläutert Dr. Florian Thamm, der Baker McKenzie in der Auswahlkommission des Forschungsausschusses der Goethe-Universität vertritt.
Über Baker McKenzie
Als eine der führenden deutschen Anwaltskanzleien berät Baker McKenzie nationale und internationale Unternehmen und Institutionen auf allen Gebieten des Wirtschaftsrechts. In Deutschland vertreten mehr als 200 Rechtsanwälte und Steuerberater an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main und München mit ausgewiesener fachlicher Expertise und internationaler Erfahrung die Interessen ihrer Mandanten. Weltweit arbeitet Baker McKenzie in mehr als 70 Büros zusammen mit den Mandanten an praxisnahen Lösungen.
Porträts der Geehrten zum Download unter: https://www.uni-frankfurt.de/171919645
Publikationen:
Tobias Bürk, Drittkapitalgeber im Recht der Gesellschafterdarlehen. Schriften zum Unternehmens- und Kapitalmarktrecht (SchrUKmR). Tübingen: Mohr-Siebeck (erscheint im August 2025), ca. 85,00 Euro
Kevin Hinzen, Fiskalresilienz im Budgetparlamentarismus. Krisenreaktionsphänomene im deutschen und europäischen Recht der öffentlichen Finanzen, Tübingen: Mohr-Siebeck 2025. 104 Euro
Weitere Informationen
Prof. Dr. Andreas Cahn
Commerzbank-Stiftungsprofessur für Wirtschaftsrecht
Geschäftsführender Direktor des Institute for Law and Finance
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Telefon 069 798-33754
E-Mail cahn@ilf.uni-frankfurt.de
Kontakt Baker McKenzie:
Nassim Ghobrial
Head of BDMC Österreich und Lead Communications Germany
Telefon 0043 124250525
E-Mail nassim.ghobrial@bakermckenzie.com
Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-13066, Fax 069 798-763-12531, sauter@pvw.uni-frankfurt.de
Die Harvard Kunsthistorikerin Cécile Fromont spricht über einen barocken Wandteppich und seine kolonialen Verflechtungen bis in die Gegenwart.
FRANKFURT. Eine tropische Menagerie in einer üppigen Landschaft umgibt fast unmerkliche menschliche Figuren und architektonische Strukturen in den acht Tableaus der Anciennes Indes, einer barocken Tapisserie aus der französischen Königlichen Manufaktur der Gobelins. Der Vortrag von Cécile Fromont geht den Quellen, der Herkunft und der Rezeption des visuellen Programms nach, das den Erfolg dieser Tapesserie vom 17. Jahrhundert bis heute begründet. Beleuchtet werden soll die langen vergessenen afrikanischen Quellen ihrer Ikonographie und die bisher unsichtbare koloniale Dimension, die in ihren verführerischen exotischen Tableaus steckt. Der Vortrag stellt die Entstehung dieser Tapisserie in den Kontext der atlantischen Welt der frühen Neuzeit und setzt sie in einen dynamischen Dialog mit jüngeren Diskussionen über ihre Darstellung als historisch und sozial aufgeladene Objekte des europäischen Kunstbesitzes.
The Discreet Charm of the Old Indies. Kongo, Brazil, and Colonial Fantasy
in a French Baroque Tapestry
21. Mai 2025, 18.15 Uhr, Cas. 1.812,
Campus Westend, Goethe-Universität
Cécile Fromont ist Professorin für Kunst- und Architekturgeschichte an der Harvard University und Fakultätsleiterin der Cooper Gallery am Hutchins Center in Harvard.
Sie ist die Autorin mehrerer preisgekrönter Bücher, darunter The Art of Conversion: Christian Visual Culture in the Kingdom of Kongo (2014) und Images on a Mission in Early Modern Kongo and Angola (2022). Sie arbeitet international mit Museen und anderen öffentlichkeitswirksamen Institutionen auf der ganzen Welt zusammen, zuletzt bei der Architekturbiennale 2023 in Venedig, und stellt ihr Fachwissen für Nachrichten und Medienproduktionen bei Sendern wie Netflix, NPR, PBS, Arte, der New York Times und Le Monde zur Verfügung.
In Kooperation mit dem Forschungszentrum Normative Orders und dem Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales (IFRA-SHS). Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.
Die einmal pro Jahr stattfindenden Kantorowicz Lectures in Political Language erinnern an Ernst Kantorowicz, der zu den herausragenden Forscherpersönlichkeiten der Frankfurter Universitätsgeschichte gehört. Kantorowicz musste die Universität 1934 zwangsweise verlassen und wurde später am Institute for Advanced Study in Princeton zu einem der international einflussreichsten Geisteswissenschaftler, dessen Arbeiten bis heute zu den meistzitierten gehören. Die 2011 ins Leben gerufene Vortragsreihe konzentriert sich auf das Thema der „politischen Sprache“. Stets sprechen sehr renommierte Gäste aus dem In- und Ausland, wie beispielsweise der Philosoph und Historiker Quentin Skinner, der Literaturwissenschaftler Stephen Greenblatt, der Komponist, Regisseur und Kunsttheoretiker Heiner Goebbels oder zuletzt 2024 die Historikerin Monika Dommann.
Kontakt: Dr. Nathan Taylor, Geschäftsstelle des FZHG, n.taylor@em.uni-frankfurt.de
Website: https://fzhg.org/
Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de
Konzert mit vertonten Gedichten Margarete Susmans: Goethe-Universität nimmt teil an „Ein Tag für die Literatur“ vom Hessischen Rundfunk am 25. Mai
Die ganze Vielfalt von Literatur in und über Hessen erlebbar machen möchte der Hessische Rundfunk (hr) mit „Ein Tag für die Literatur“ am Sonntag, dem 25. Mai. Auf dem umfangreichen Programm steht auch das Konzert mit Vertonungen von Gedichten der Lyrikerin und Philosophin Margarete Susman im Kunstverein Familie Montez. Es wird organisiert vom Buber-Rosenzweig-Institut der Goethe-Universität und dem Frankfurter Verein Musica Judaica mit Unterstützung des Forschungsverbunds „Dynamiken des Religiösen“.
FRANKFURT. Die deutsch-jüdische Dichterin, Philosophin, Essayistin und Kritikerin Margarete Susman hinterließ bei ihrem Tod 1966 ein vielfältiges Werk. Die 1872 geborene Susman war – eine Generation vor Edith Stein und Hannah Arendt – zunächst als Lyrikerin in Erscheinung getreten. Kaum bekannt ist, dass ihre Gedichte zahlreiche zeitgenössische Komponist:innen zu Vertonungen inspirierten. Das vermutlich bekannteste „Im Feld ein Mädchen singt“ wurde von Jean Sibelius und zahlreichen anderen vertont. Dieses musikalische Echo auf Susmans dichterisches Werk zeugt von der Vielfalt eines deutsch-jüdischen und europäisch-jüdischen Gesprächs zu Beginn des 20. Jahrhunderts und auch im Angesicht des aufkommenden Nationalsozialismus. Im Laufe ihres Lebens hielt Susman sich wiederholt in Frankfurt auf und erlebte dort eine ihrer produktivsten Phasen, bis sie 1933 vor den Nationalsozialisten in die Schweiz floh. Sie kehrte nicht mehr nach Deutschland zurück.
Recherchen des Doktoranden am Buber-Rosenzweig-Institut Martin J. Kudla haben bislang rund 60 Vertonungen von Margarete Susmans Lyrik ausfindig gemacht. Einige der Partituren, die Kudla in Archiven und Bibliotheken entdeckte, liegen bisher nur in Manuskriptform vor, andere wurden in kleinen Auflagen gedruckt.
Im Rahmen von „Ein Tag für die Literatur“ – vom Hessischen Rundfunk gemeinsam mit zahlreichen Veranstaltern, Vereinen und Kulturinitiativen veranstaltet – wird Margarete Susmans Lyrik in der Musik erlebbar im
moderierten Konzert „Im Feld ein Mädchen singt“
am Sonntag, den 25. Mai 2025, um 15 Uhr,
im Kunstverein Familie Montez
Honsellstraße 7
60314 Frankfurt am Main.
Dargeboten werden die Lieder von der Mezzosopranistin Alice Lackner und dem Pianisten und Musikwissenschaftler Jascha Nemtsov. Die Veranstaltung moderiert der Lyriker, Essayist und Übersetzer Rafaël Newman.
Die entdeckten Vertonungen von Margarete Susmans Gedichten sollen als kommentierter Notenband veröffentlicht werden. Ebenso wird am Buber-Rosenzweig-Institut an einer Edition von Susmans Briefen gearbeitet.
Das Konzert wird organisiert vom Buber-Rosenzweig-Institut und dem Frankfurter Verein Musica Judaica mit Unterstützung des Forschungsverbunds „Dynamiken des Religiösen“.
Weitere Informationen zum Konzert: https://susman-gedichtvertonungen.net/
106 Veranstaltungen bei „Ein Tag für die Literatur“
Ziel des gemeinsamen Aktionstages „Ein Tag für die Literatur“ des Hessischen Rundfunks mit zahlreichen Partnern ist es, die ganze Vielfalt von Literatur in und über Hessen zu präsentieren: Lyrik, zeitgenössische Literatur und Klassiker, Poetry Slam, Kinderbuch und Krimi. Auch die Formate der insgesamt 106 Veranstaltungen sind vielfältig. Lesungen mit und ohne musikalische Begleitung, szenische Lesungen, literarische Spaziergänge, eine literarische Radtour, Vorträge, Führungen, Workshops, Online-Angebote, Projekte für Kinder und Jugendliche und einiges mehr.
Alle Veranstaltungen des Tages werden auf hr2.de und in einem gedruckten Programmheft präsentiert. Außerdem begleitet das Kulturradio des Hessischen Rundfunks, hr2-kultur, den Tag im Vorfeld unter anderem mit Interviews und Veranstaltungshinweisen.
„Ein Tag für die Literatur“ wird im Rahmen des Netzwerkprojekts „Literaturland Hessen“ alle zwei Jahre organisiert. Veranstalter sind der Hessische Rundfunk in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Literaturrat e.V. und dem Verein der Freunde und Förderer des Literaturlands Hessen. Gefördert wird „Ein Tag für die Literatur“ vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur.
Weitere Informationen und eine Downloadoption für das Programmheft gibt es auf der Website hr2.de.
Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de
Frühlingsfest der Goethe-Universität lädt mit buntem Wissenschafts-, Kultur- und Unterhaltungsprogramm auf den Campus Riedberg ein
FRANKFURT. Wissenschaft im Grünen sowie ein vielfältiges Angebot an Infoständen, Kultur, Musik, Sport und kulinarischen Spezialitäten bietet das 11. Frühlingsfest der Goethe-Universität für Jung und Alt
am 18. Mai 2025 von 10–17 Uhr
im Wissenschaftsgarten
auf dem Campus Riedberg der Goethe-Universität,
Max-von-Laue-Straße 13, Frankfurt am Main.
Wie Pflanzen ihre Bestäuber in die Falle locken, ist etwa eines der Themen von mehr als zwanzig Führungen, in denen Forschende ihr Wissen vermitteln und in denen es auch um Pilze und Tomaten, um Bodenkunde und um Arzneimittelpflanzen gehen wird. Besucher*innen, die Pflanzen aus dem Wissenschaftsgarten auch nach Hause tragen wollen, können darüber hinaus bei der Pflanzenbörse fündig werden.
Nachhaltigkeit ist nicht nur für die Forschung, sondern auch für die gesamte Universität ein großes Thema: Der Pop-up-Bikerepair-Stand der AStA-Fahrradwerkstatt e.V. bietet etwa allen mit dem Rad Gekommenen einen Frühlingscheck ihrer Räder an. An den Ständen informieren Mitarbeitende des Nachhaltigkeitsbüros über Projekte und Initiativen an der Goethe-Universität. Andere laden ein zum Gespräch über Pflanzen im Globalen Wandel, Experimente aus der Pflanzenphysiologie, Atmosphären- & Klimaforschung und zahlreiche Themen mehr.
Neben dem wissenschaftlichen Programm – darunter auch der Blick durch ein Sonnenteleskop –, hat das Frühlingsfest auch Kultur im Angebot: Das reicht von Improvisationstheater über Comedy bis zu einer Führung zu Kunst am Bau auf dem Campus Riedberg. Eine Fotoausstellung im Großen Gewächshaus ist Treffpunkt für alle, die bei einem Spaziergang im Wissenschaftsgarten selbst Natur fotografieren wollen. Und wer lieber Musik hört und dem Tanzen zugeneigt ist, trifft an verschiedenen Plätzen des Wissenschaftsgartens auf Livemusik: Von K-Pop, Jazz und Rock bis Latin-Klängen, Reggae und Hip Hop reicht das musikalische Spektrum der eingeladenen Bands.
Künstlerisch aktiv werden können schließlich jüngere Besucher*innen beim offenen Atelier des MGGU Museum Giersch der Universität: Ausgehend von der Ausstellung „Fixing Futures“ zu Folgen des Klimawandels können sie ihre eigenen Insekten oder Fantasiewesen mit bunten Farben, Mustern und glitzernden Objekten gestalten.
Das vollständige Programm mit Zeitplan und Treffpunkten ist einsehbar unter www.uni-frankfurt.de/fruehlingsfest
Der Eintritt zum Frühlingsfest ist frei. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U8/U9, Haltestelle Uni Campus Riedberg) wird empfohlen.
Link zum Plakat „Frühlingsfest“: https://www.uni-frankfurt.de/171714104
(Foto: Uwe Dettmar/Goethe-Universität)
Weitere Informationen
Jessica Gehre
Zentrales Veranstaltungsmanagement
Büro für PR & Kommunikation
Goethe-Universität
Mobil: +(49)173-2328944
E-Mail: gehre@em.uni-frankfurt.de
Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de
Kooperationsprojekt erforscht Wohnalltag in der Frankfurter Nordweststadt zwischen Gesellschaft, Individuum und Raum.
FRANKFURT. Eine Stadt in der Stadt vom Reißbrett, die die täglichen Bedürfnisse berücksichtigt. So genannte „Großwohnsiedlungen“ entstanden in den 1950er- bis 1970er-Jahren überall in Deutschland. Auch heute noch stellen sie einen nennenswerten Anteil am Gesamtwohnungsbestand. Ihre Bewohner*innen und die Gesellschaft haben sich aber geändert. Ursprünglich für die Mittelschicht gebaut, sind die Quartiere heute oft von Armut und Ausgrenzung geprägt. Gleichzeitig sind die Familienstrukturen vielfältiger geworden. Wie passt der heutige Alltag mit der Wohnidee von gestern zusammen? Ein Forschungsteam des Instituts für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt am Main, des Gender- und Frauenforschungszentrums der Hessischen Hochschulen (gFFZ) sowie des Forschungslabors Nachkriegsmoderne der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) geht dieser Frage am Beispiel der Frankfurter Nordweststadt nach.
Nordweststadt als perfektes Untersuchungsgebiet
Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt „Großwohnsiedlungen im Wandel. Intersektionale Perspektiven auf Nutzungsverhalten und Bedarfe von Bewohner*innen“ ist im April offiziell gestartet. Durch die Zusammenarbeit von Geograf*innen, Genderforscher*innen und Stadtplaner*innen soll ein umfassendes Bild des Alltags in Quartieren der „Nachkriegsmoderne“ und der darin stattfindenden Transformationsprozesse entstehen. Die Frankfurter Nordweststadt sei dafür ein perfektes Untersuchungsgebiet, so Prof. Dr. Maren Harnack, Professorin für Städtebau und Entwerfen an der Frankfurt UAS. „In der Quartiersplanung sowie Wohnungen spiegeln sich konkrete Vorstellungen etwa vom Alltag und Familienleben der damaligen Zeit wider. Das Verständnis davon, wie diese Architektur in Wechselwirkung zu den heutigen Wohnenden steht, ist auch für Quartiere der Zukunft interessant“, so die Forscherin des Forschungslabors Nachkriegsmoderne.
In drei eng verzahnten Teilprojekten untersuchen die Forscher*innen die Alltagswelt vor Ort unter anderem mit Interviews, teilnehmenden Beobachtungen und Mappings. Teilprojekt 1, das unter Leitung von Dr. Hanna Haag am gFFZ angesiedelt ist, widmet sich der Frage, wie Haushalte und einzelne Bewohner*innen ihre Wohnungen und öffentliche Freiräume in der Großwohnsiedlung nutzen und gestalten. Teilprojekt 2 nimmt Orte der Vergemeinschaftungen wie Kirchen und Jugendzentren in den Blick. Wie werden sie genutzt, was fehlt den Bewohner*innen?
Verantwortlich für das Teilprojekt, das am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt am Main angesiedelt ist, ist Prof. Dr. Sebastian Schipper, Heisenberg-Professor für Geographische Stadtforschung. Teilprojekt 3 untersucht, wie Architektur und Raumgestaltung das soziale Miteinander beeinflussen und welche räumlichen Strukturen nachhaltige Nutzungen ermöglichen. Besondere Aufmerksamkeit gilt im Projekt so genannten intersektionalen Perspektiven, also inwiefern Faktoren wie Geschlecht, Alter und soziale Herkunft die Nutzungsmuster und Bedarfe der Bewohner*innen beeinflussen. Dr. Hanna Haag, wissenschaftliche Koordinatorin des gFFZ: „Die Bewohner*innen der Nordweststadt kennzeichnen sich durch vielfältige Lebensrealitäten, die wiederum Einfluss auf das Wohnen selbst nehmen. Dieser Diversität möchten wir in unserem Teilprojekt sowie im Gesamtverbund nachspüren und sie sichtbar machen.“
Erkenntnisse für die Planung
Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Die Erkenntnisse sind nicht nur für die Grundlagenforschung wichtig. Vielmehr sollen die Ergebnisse, so Professor Sebastian Schipper von der Goethe-Universität, „für die zukünftige Planungspraxis produktiv gemacht werden und dazu beitragen, Strategien zu entwickeln, den gegenwärtigen Herausforderungen und gesellschaftlichen Konflikten in Großsiedlungen zu begegnen“.
Kontakt:
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Humangeographie, Prof. Dr. Sebastian Schipper, Telefon: + 49 69 798-35165, E-Mail: S.Schipper@geo.uni-frankfurt.de
Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich 1: Architektur • Bauingenieurwesen • Geomatik, Prof. Dr. Maren Harnack, Telefon: +49 69 1533-2746, E-Mail: maren.harnack@fb1.fra-uas.de
Frankfurt University of Applied Sciences, gFFZ, wissenschaftliche Koordinatorin Dr. Hanna Haag, Telefon: +49 69 1533-3158, E-Mail: haag.h@gffz.de
Weitere Informationen:
www.frankfurt-university.de/nachkriegsmoderne
https://www.uni-frankfurt.de/129754253/Prof__Dr__Sebastian_Schipper
Zum gFFZ: Das gFFZ – das Gender- und Frauenforschungszentrum der hessischen Hochschulen – ist eine gemeinsame Einrichtung der Frankfurt University of Applied Sciences, der Technischen Hochschule Mittelhessen, der Hochschulen Darmstadt, Fulda und RheinMain sowie der Evangelischen Hochschule Darmstadt. Das gFFZ hat es sich als Ziel gesetzt, Forschungsvorhaben zur Frauen- und Genderforschung an hessischen Fachhochschulen zu unterstützen, ein Netzwerk der in der Frauen- und Genderforschung tätigen Lehrenden, Studierenden und Mitarbeitenden aufzubauen und zu pflegen sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich Frauen- und Genderforschung zu fördern. Zudem unterstützt das gFFZ die Hochschulen bei der Umsetzung von Gender Mainstreaming Prozessen und sorgt für eine enge Vernetzung der Frauen- und Genderforschung an den Hochschulen mit Institutionen der Frauen- und Genderforschung im deutschsprachigen Raum, mit anderen Institutionen und mit der beruflichen Praxis. Weitere Informationen unter: www.gffz.de
Die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS): Mit über 15.000 Studierenden und 1.000 Lehrenden, Forschenden und Mitarbeitenden im Herzen von Frankfurt am Main ist die Frankfurt University of Applied Sciences eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland. Durch Partnerschaften mit weltweit rund 200 Hochschulen ist die Frankfurt UAS in einer globalen Bildungswelt gut vernetzt. Vier Fachbereiche bieten 72 Studiengänge mit technischer, wirtschaftlich-rechtlicher und sozialer Ausrichtung an. Das Selbstverständnis der Hochschule ist es, Studierende auf ihrem Weg zu verantwortungsvollen Zukunftsgestalter*innen zu fördern. Sie richtet ihr Tun konsequent an ihren strategischen Leitplanken Praxisnähe, Interdisziplinarität, Internationalität, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und gesellschaftliche Verantwortung aus. Durch exzellente Lehre und Forschung bringt sie Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in der Region und darüber hinaus entscheidend voran. www.frankfurt-university.de
Die Goethe-Universität Frankfurt: Die Goethe-Universität ist eine weltoffene Werkstatt der Zukunft mitten in Europa. Sie entstand 1914 als Gründung Frankfurter Bürger und knüpft seit 2008 als Stiftungsuniversität wieder an diese Tradition an: als autonome Bürger*innen-Universität eingebettet in die Stadtgesellschaft und mit einem hohen Maß an gesellschaftlicher Teilhabe und Förderung. Die Goethe-Universität gehört mit mehr als 40.000 Studierenden zu den größten und forschungsstärksten Universitäten Deutschlands und zu den größten Arbeitgebern in Frankfurt.
Die Goethe-Universität ist eine international aufgestellte Volluniversität, die sich durch exzellente Forschungsschwerpunkte in sechs interdisziplinären, fachbereichsübergreifenden Profilbereichen ebenso auszeichnet wie durch die Vielfalt ihrer Fächer in Geistes-, Sozial-, Gesellschafts-, Natur- und Lebenswissenschaften und Medizin. Mit der TU Darmstadt und der Universität Mainz bildet sie das Bündnis Rhein-Main-Universitäten (RMU). Sie gehört den „German U15“ an, dem Zusammenschluss der 15 forschungsstärksten medizinführenden Universitäten Deutschlands, und bildet zusammen mit 15 außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Rhein-Main-Gebiet das Wissenschaftsnetzwerk „Frankfurt Alliance“.
www.goethe-universitaet.de
Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de
Interaktive Webanwendung von Frankfurter Wissenschaftler*innen zeigt, wie sich Wasserressourcen durch den Klimawandel verändern könnten.
Wie verändert der Klimawandel unsere Wasserressourcen – global und direkt vor Ort? Eine neue interaktive Webanwendung, entwickelt von der Goethe-Universität Frankfurt und dem französischen Unternehmen AGEOCE, ermöglicht den Blick in mögliche Zukunftsszenarien für erneuerbare Wasserressourcen, Grundwasser und Verdunstung. Nutzer*innen können Regionen weltweit auswählen und erhalten wissenschaftlich fundierte Daten zu erwartbaren Veränderungen. Das visuelle Tool unterstützt Fachleute, Entscheidungsträger*innen und Bürger*innen bei der Entwicklung nachhaltiger Anpassungsstrategien.
FRANKFURT. Der Klimawandel verändert die Verfügbarkeit von Wasser – weltweit, aber auch direkt vor unserer Haustür. Mit einer neuen interaktiven Karte können Anwender*innen aus Wissenschaft und Praxis nun online sehen, wie sich erneuerbare Wasserressourcen, Grundwasser und Verdunstung in einer bestimmten Region unter verschiedenen Klimazukünften entwickeln könnten. Entwickelt wurde der „Explorer für Klimawandelauswirkungen auf Wasserressourcen“ von der Arbeitsgruppe Hydrologie an der Goethe-Universität Frankfurt in Kooperation mit dem französischen Unternehmen AGEOCE.
Datenbasierte Entscheidungsgrundlage für nachhaltiges Wassermanagement
„Wasser ist eine der zentralen Ressourcen unserer Zukunft – mit dem Explorer geben wir der Gesellschaft ein Instrument an die Hand, sich frühzeitig und wissensbasiert auf Veränderungen einzustellen“, sagt Prof. Petra Döll, Leiterin der Arbeitsgruppe. Das Tool visualisiert wissenschaftlich fundierte Simulationen zukünftiger Wasserverfügbarkeit unter dem Einfluss des Klimawandels. Es zeigt die Ergebnisse eines Multi-Modell-Ensembles, also den Ergebnissen mehrerer globaler hydrologischer Modelle, die wiederum von den Ergebnissen mehreren Klimamodellen angetrieben wurden.
Für alle Landflächen der Erde zeigt die Anwendung mit einer räumlichen Auflösung von etwa 50 km, wie sich die Grundwasserneubildung in verschiedenen Regionen verändern könnte, ob künftig mit mehr oder weniger Gesamtwasserressourcen zu rechnen ist und in welchem Maß die Verdunstung infolge des veränderten Klimas zunimmt. Die Nutzer*innen können gezielt eine Region auf der Weltkarte auswählen und erhalten ein anschauliches Diagramm mit projizierten Veränderungen zwischen der Referenzperiode 1985–2014 und drei Zeiträumen der Zukunft. Besonders hilfreich: Der Explorer zeigt nicht nur Mittelwerte, sondern auch Spannweiten möglicher Entwicklungen – je nach Emissionsszenario und Unsicherheiten der Modelle. So lassen sich bei der lokalen Planung auch ungünstigere Entwicklungen mitdenken und besser berücksichtigen.
Zusätzlich kann der Explorer darstellen, wie viele der verwendeten Modelle bestimmte Schwellenwerte überschreiten – etwa einen Rückgang der Grundwasserneubildung um mehr als 20 Prozent. Das hilft dabei, einzuschätzen, wie robust bestimmte Entwicklungen sind und ob es eine breite Übereinstimmung zwischen den Modellen gibt.
„Unsere Anwendung basiert auf den Simulationsergebnissen eines internationalen Multi-Modell-Ensembles, das Klimafolgen auf verschiedenen Ebenen vergleichbar macht“, erläutert Dr. Fabian Kneier, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Hydrologie, zu transdisziplinärer Forschung, „Dabei berücksichtigen wir nicht nur Unsicherheiten in den Klimaprojektionen, sondern auch in den hydrologischen Modellen. Möglich wurde das nur durch die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis – über Fachgrenzen hinweg.“
Ein praxisnahes Tool für Wissenschaft, Politik und Gesellschaft
Die Webanwendung richtet sich an eine breite Zielgruppe und bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Fachleute aus der Wasserwirtschaft und Umweltplanung können mit dem Explorer fundierte Einschätzungen treffen, etwa zur künftigen Wasserversorgung oder zur Anpassung bestehender Infrastrukturen. Politische Entscheidungsträger*innen finden eine verlässliche Datengrundlage, um regionale und überregionale Strategien zur Klimaanpassung zu entwickeln. Forschende und Studierende erhalten Zugang zu komplexen Modellierungsergebnissen, die sie für wissenschaftliche Analysen und Lehrzwecke nutzen können. „Unsere Plattform ermöglicht es, komplexe Multi-Modell-Ergebnisse verständlich aufzubereiten – für Forschung, Politik und Praxis weltweit“, sagt Dr. Guillaume Attard, CEO des Projektpartners AGEOCE.
Auch Menschen aus der Zivilgesellschaft, Initiativen oder Bildungseinrichtungen profitieren von der verständlichen Darstellung der Daten. Sie können das Tool nutzen, um sich über mögliche Folgen des Klimawandels in ihrer Region zu informieren, das öffentliche Bewusstsein für Wasserfragen zu schärfen oder Diskussionen anzustoßen. So lässt sich etwa für das Rhein-Main-Gebiet erkunden, ob die Grundwasserneubildung in den kommenden Jahrzehnten eher abnimmt – eine wichtige Information für Städte wie Frankfurt, die einen großen Teil ihres Trinkwassers aus dem Umland beziehen. Die Anwendung hilft dabei, regionale Entwicklungen besser einzuordnen und frühzeitig geeignete Anpassungsmaßnahmen zu diskutieren.
Der Explorer ist in englischer Sprache verfügbar unter: https://www.ageoce.com/en/solutions/climate-change-water-explorer
Über AGEOCE
AGEOCE entwickelt geodaten-basierte Lösungen für Umweltanalysen und bietet innovative Werkzeuge zur Visualisierung und Interpretation komplexer Geodaten. Mit Fokus auf Innovation und Zusammenarbeit entwickelt AGEOCE Anwendungen, die Entscheidungsprozesse im Umwelt- und Klimabereich unterstützen.
Bild zum Download: https://www.uni-frankfurt.de/171712917
Bildtext: Der webbasierte „Explorer“ zeigt weltweit Prognosen für die mögliche Veränderung von Wasserressourcen durch den Klimawandel an (Bild: John/stock.adobe.com).
Weitere Informationen
Dr. Fabian Kneier
Arbeitsgruppe Hydrologie
Institut für Physische Geographie
Fachbereich Geowissenschaften
Goethe-Universität Frankfurt
+49 (0)69 798 40220
f.kneier@em.uni-frankfurt.de
https://www.uni-frankfurt.de/45217668/dl
Redaktion: Dr. Phyllis Mania, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-13001, Fax 069 798-763-12531, mania@physik.uni-frankfurt.de
Die frühere hessische Gesundheits- und Umweltministerin folgt Udo Corts, der von 2021 bis 2025 den Vorsitz innehatte.
FRANKFURT. Silke Lautenschläger ist zur neuen Vorsitzenden des Hochschulrates der Goethe-Universität und damit zur Nachfolgerin des langjährigen Vorsitzenden Dr. h.c. Udo Corts gewählt worden. Die 56-jährige studierte Juristin war rund zehn Jahre hessische Gesundheits- und Umwelt- und zeitweise auch Wissenschaftsministerin in Wiesbaden. Nach ihrem Ausscheiden aus der aktiven Politik war sie ein Jahrzehnt als Vorstandsmitglied eines Versicherungsunternehmens tätig, zuletzt führte sie fünf Jahre lang dessen Tochtergesellschaft in Belgien. Sie wurde am 5. Mai vom Hochschulrat einstimmig gewählt, Silke Lautenschläger selbst hat sich enthalten.
„Der Hochschulrat hat mich mit einem klaren Votum für dieses wichtige Amt ausgestattet; vielen Dank für das Vertrauen“, sagt die neu gewählte Vorsitzende des Hochschulrats, Silke Lautenschläger. „Ich trete diese neue Aufgabe mit großer Vorfreude, aber auch mit großem Respekt an. Die Goethe-Universität ist nicht nur eine der größten und forschungsstärksten Hochschulen in Deutschland, sondern als Gründung aus der Gesellschaft für die Gesellschaft und als Stiftungsuniversität mit einem hohen Maß an Eigenständigkeit ausgestattet und mit der Gesellschaft vernetzt. Dem Hochschulrat kommt in diesem Kontext im Zusammenspiel mit Senat, Stiftungskuratorium und Präsidium eine ganz besondere Rolle zu. Mein Vorgänger Udo Corts, der sich wie lange angekündigt mit Erreichen des 70. Lebensjahres aus dem Amt zurückgezogen hat, hat in seinen Jahren an der Spitze des Hochschulrats dazu beigetragen, dieses Zusammenspiel zu prägen. Ich möchte gern helfen, die eingeschlagenen Wege etwa in der Allianz der Rhein-Main-Universitäten konstruktiv weiterzugehen – auch, weil mir nicht nur die Goethe-Universität und die in meiner Geburtsstadt gelegene TU Darmstadt, sondern als Absolventin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz alle drei Hochschulen sehr am Herzen liegen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Gremium und mit dem Stellvertretenden Vorsitzenden, Philip Jacks, und natürlich auf die Kooperation mit Präsident Enrico Schleiff und dem Präsidium der Goethe-Universität.“
Der Hessische Wissenschaftsminister Timon Gremmels: „Ich gratuliere Silke Lautenschläger herzlich zur Wahl als Vorsitzende des Hochschulrats der Goethe-Universität Frankfurt. Sie bringt wertvolle Erfahrungen und Perspektiven in das Gremium ein – sowohl als ehemalige Landesministerin und Vorsitzende des Aufsichtsrats des Uniklinikums Frankfurt als auch als Verantwortungsträgerin in der Wirtschaft. Ich freue mich auf eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit, zum Beispiel beim Thema Entbürokratisierung, und wünsche ihr viel Erfolg. Mein besonderer Dank gilt ihrem Vorgänger Udo Corts für seine engagierte Arbeit, mit der er sich für noch bessere Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre eingesetzt hat.“
Universitätspräsident Prof. Dr. Enrico Schleiff: „Ich beglückwünsche Frau Lautenschläger zur Wahl – ein Gewinn für unsere Universität! Es freut mich sehr, dass mit ihr eine ebenso kompetente wie engagierte Persönlichkeit den Vorsitz des Hochschulrats der Goethe-Universität übernimmt. Silke Lautenschläger verfügt über umfassende Erfahrungen in Politik und Wirtschaft und kennt auch die hessische Wissenschaftslandschaft ausgesprochen gut. Ich wünsche ihr alles Gute für ihr neues Amt und freue mich sehr auf die künftige enge Zusammenarbeit.“
Zum Hochschulrat: Der Hochschulrat sowie der in wirtschaftlichen Angelegenheiten abschließend zuständige Wirtschafts- und Finanzausschuss sind laut Hochschulgesetz Aufsichtsgremien der Universität. Dem Hochschulrat gehören elf Mitglieder an, darunter ein*e Vertreter*in des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst und zehn Persönlichkeiten aus dem Bereich Wissenschaft, Wirtschaft, beruflicher Praxis oder Kultur. Fünf werden vom Senat, vier vom Präsidium, eine vom Stiftungskuratorium der Universität vorgeschlagen. Der Hochschulrat hat ein Initiativrecht zu grundsätzlichen Angelegenheiten der Hochschulentwicklung, er berät und nimmt Kontrollfunktionen in akademischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten wahr. Aus seinen Reihen bildet er einen Wirtschafts- und Finanzausschuss, der die Kontrollfunktion in wirtschaftlichen Angelegenheiten wahrnimmt. Hinzu kommt ein Vertreter des Ministeriums der Finanzen. In die Kompetenz des Ausschusses fallen u.a. die Feststellung des Jahresabschlusses und die Zustimmung zu Investitionsplanungen, zum Wirtschaftsplan und zu Tarifverträgen der Stiftungsuniversität.
https://www.uni-frankfurt.de/hochschulrat
Bild zum Download: https://www.uni-frankfurt.de/171704216
Bildtext: Silke Lautenschläger, die neue Vorsitzende des Hochschulrats der Goethe-Universität, mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Philip Jacks (l.) und Universitätspräsident Prof. Enrico Schleiff. Foto: Jürgen Lecher.
Weitere Informationen
Christian Gast, Leiter Gremienreferat Leitungsbereich, Goethe-Universität Frankfurt.
Telefon +496979813013; gast@em.uni-frankfurt.de
Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de
Frankfurter Wissenschaftler vertritt deutsche Forschungslandschaft bei UN-Umweltkonferenzen, bei denen der Fokus auf internationalem Abfallhandel und Chemikaliensicherheit liegt
Die Goethe-Universität Frankfurt nimmt aktuell als offizielle Beobachterin an den UN-Umweltkonferenzen BRS-COPs in Genf teil. Die Universität wird von Wissenschaftler Alisson Felipe Moraes Neves vom Fachbereich Biowissenschaften vertreten. Bei den Konferenzen der Baseler, Rotterdamer und Stockholmer Konventionen geht es um globale Umweltprobleme wie gefährliche Abfälle, Chemikalien und Schadstoffe.
FRANKFURT/GENF. Die Goethe-Universität hat offiziellen Beobachterstatus bei den UN-Umweltkonferenzen erhalten, die vom 28. April bis 9. Mai 2025 in Genf stattfinden. Die sogenannten Konferenzen der Vertragsparteien (Conferences of the Parties; COPs) sind im Völkerrecht die höchsten Gremien zur Einhaltung internationaler Verträge. In diesem Fall geht es um die Baseler Konvention zur Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung, die Rotterdamer Konvention zu Verfahren der vorherigen Zustimmung bei bestimmten gefährlichen Chemikalien und Pestiziden im internationalen Handel sowie die Stockholmer Konvention zu persistenten organischen Schadstoffen (POPs).
Brücke zwischen Wissenschaft und globaler Umweltpolitik
„Die Teilnahme der Goethe-Universität unterstreicht unseren Anspruch, wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in den politischen Prozess einzubringen“, sagt Fabienne Beck, Leiterin des Nachhaltigkeitsbüros an der Goethe-Universität. „Vor Ort dabei zu sein, erlaubt es uns, wertvolle Einblicke für unsere Forschung und Lehre im Bereich internationaler Umweltpolitik zu gewinnen.“
Vertreten wird die Universität durch Alisson Felipe Moraes Neves, Stipendiat des renommierten Bundeskanzler-Stipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung. Moraes forscht aktuell an der Goethe-Universität zu Unterschieden in der Umsetzung internationaler Umweltverträge zwischen Deutschland und seinem Heimatland Brasilien. Seine Arbeit ist an der Abteilung Evolutionsökologie und Umwelttoxikologie unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Henner Hollert angesiedelt.
„Diese Foren sind reale Labore der Umweltdiplomatie“, sagt Moraes. „Die Teilnahme bietet einen Blick hinter die Kulissen der Entscheidungen, die die globale Governance prägen und beeinflussen, wie internationale Verpflichtungen zu nationaler Politik werden. Die Präsenz der Wissenschaft in diesen Prozessen unterstreicht die Rolle der Forschung als strategischer Verbündeter bei der Suche nach nachhaltigen Lösungen.“
Konkrete Themen mit globaler und lokaler Bedeutung
Bei den drei Konferenzen in Genf geht es um Themen, die auch für Deutschland und das Rhein-Main-Gebiet relevante Auswirkungen haben:
Die Konferenzen stehen unter dem Motto „Das Unsichtbare sichtbar machen“ und zielen darauf ab, die oft übersehenen Gefahren durch Chemikalien und Abfälle stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. „Die Teilnahme der Goethe-Universität als Beobachterin bei diesen wichtigen Verhandlungen unterstreicht angesichts der dreifachen planetaren Krise – Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung – die wachsende Bedeutung wissenschaftlicher Institutionen in multilateralen Umweltforen und stärkt die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Forschung und internationaler Umweltpolitik“, fasst Moraes zusammen.
Bilder zum Download: https://www.uni-frankfurt.de/171654260
Bildtext: Alisson Felipe Moraes Neves von der Goethe-Universität (zweiter von rechts) in Genf zusammen mit Vertreter*innen des brasilianischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz, darunter der Exekutivsekretär der BRS-COPs, Dr. Rolph Payet (Mitte); (Foto: privat).
Weitere Informationen
Alisson Felipe Moraes Neves
Institut für Ökologie, Evolution und Diversität
Goethe-Universität Frankfurt
+49 (0)69 798 42167
MoraesNeves@em.uni-frankfurt.de
https://www.bio.uni-frankfurt.de/43970666/Abt__Hollert
Redaktion: Dr. Phyllis Mania, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-13001, Fax 069 798-763-12531, mania@physik.uni-frankfurt.de
Klimaforscher Nico Wunderling an Center for Critical Computational Studies (C3S) der Goethe-Universität berufen.
Prof. Nico Wunderling, zuletzt als Joint Researcher am C3S und am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung tätig, wird in Frankfurt zu Kippelementen im Erdsystem forschen. Seine Professur ist die erste von insgesamt zwölf neuen Professuren, die perspektivisch am C3S eingerichtet werden.
FRANKFURT. Nico Wunderlings Forschung konzentriert sich auf die Dynamik von interagierenden Kippelemente im Erdsystem, insbesondere im Kontext globaler Erwärmung. Mithilfe von Methoden der Theorie komplexer Systeme, der Netzwerkwissenschaft und mit Hilfe von Erdsystemmodellen modelliert er, wie menschliche Einflüsse die Stabilität von Kippelemente beeinträchtigen und sogar Kippkaskaden ausgelöst werden könnten. Ein besonderer Fokus seiner Forschung liegt auf dem Amazonas-Regenwald als einem zentralen Kippelement im Erdsystem, das unter dem kombinierten Druck von Erderwärmung, Abholzung und Landnutzungsänderungen zunehmend an Stabilität verliert. Im Rahmen seiner Forschung bestehen enge Kooperationen unter anderem mit den Senckenberg-Instituten wie auch mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), hier insbesondere im Rahmen der Science Unit zur Resilienz des Erdsystems (ERSU). Wunderling war unter anderem Gastwissenschaftler im Rahmen der ERSI-Initiative am High Meadows Environmental Institute der Princeton University (Levin Lab).
Prof.in Juliane Engel, Gründungsdirektorin des C3S, betont: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Nico Wunderling einen ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet der Klimaforschung für das C3S haben gewinnen können. Seine Forschung zwischen Erdsystemwissenschaften und Netzwerkwissenschaft zeigt die enormen Potenziale, die ein interdisziplinärer Ansatz bereithält. Insbesondere im Hinblick auf die am C3S geplante Modellierung, die das Zusammenspiel von Earth-Nature-Society-Human erforscht, ist dieser Zugang von entscheidender Bedeutung.“
Ihr Kollege, Gründungssprecher des C3S, Prof. Christoph Burchard ergänzt: „Im Fokus seiner Forschung stehen die Kippelemente, die eine zentrale Bedeutung für die Stabilität des Klimas haben. Wunderling hat in seinen weit beachteten Forschungsarbeiten aufzeigen können, wie fragil die Kippelemente unter den zunehmenden Belastungen des Anthropozäns werden können. Damit leistet er einen essenziellen Beitrag für die Klimaforschung – wir sind froh, ihn jetzt am C3S zu haben.“
Das Center for Critical Computational Studies (C³S) an der Goethe-Universität Frankfurt verbindet in seinem Forschungsprofil zwei zentrale Schwerpunkte: Zum einen werden computergestützte Methoden kritisch reflektiert, methodisch weiterentwickelt und ethisch hinterfragt. Forschungsteams beschäftigen sich dabei beispielsweise mit kritischer Datenwissenschaft, Ethik der Datenverarbeitung, Wissenschafts- und Technologiestudien sowie mit philosophischen und historischen Perspektiven auf Computertechnologien. Ein besonderer Fokus liegt außerdem auf fortgeschrittenen Simulationsmethoden und der Erforschung komplexer Vorhersagen in den Lebens- und Sozialwissenschaften, einschließlich innovativer Ansätze zwischen klassischer Netzwerkanalyse und Deep Learning. Zum anderen nutzt das C³S computergestützte Modelle, um planetare Transformationen besser zu verstehen, insbesondere im Kontext der Klimaerwärmung und Biodiversitätskrise. Dabei werden komplexe Zusammenhänge zwischen Geophysik, Ökosystemen und Gesellschaft analysiert, kritische Lösungsansätze entwickelt und sogenannte Kippelemente im Erdsystem untersucht, um das Zusammenspiel gesellschaftlicher und ökologischer Veränderungen modellhaft zu erfassen. Durch diesen integrativen Ansatz möchte das C³S sowohl methodische Innovationen als auch gesellschaftlich relevante Erkenntnisse zu den Wechselwirkungen von Digitalität, Demokratie und planetarer Transformation liefern.
https://www.c3s-frankfurt.de/
Kurzvideo mit Prof. Nico Wunderling: https://youtu.be/duoa_ykheD4
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Nico Wunderling, Professor für computergestützte Erdsystemwissenschaften, Center for Critical Computational Studies (C3S), Goethe-Universität Frankfurt. wunderling@c3s.uni-frankfurt.de; https://www.c3s-frankfurt.de/
Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de
David von Mayenburg und Kevin Kulp informieren am Tag der Zusammenkunft der Kardinäle
FRANKFURT. In einer Woche, am 7. Mai 2025, treten die Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan zusammen, um einen Nachfolger für den verstorbenen Papst Franziskus zu wählen. Am gleichen Tag haben Studierende, Hochschullehrer und die interessierte Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich aus wissenschaftlicher Perspektive über den Ablauf des Konklaves zu informieren: Die beiden Kirchenrechtshistoriker Prof. David von Mayenburg und Dr. Kevin Kulp gehen
am Mittwoch, 7. Mai, um 18 Uhr
in HZ11 im Hörsaalgebäude am Campus Westend
der Frage nach, nach welchen rechtlichen Regelungen ein Konklave heute abläuft und wo diese Regelungen ihren Ursprung haben. Im Zentrum des Vortrages steht das dem Konklave inhärente Spannungsverhältnis zwischen der medialen Öffentlichkeit des Ereignisses und der Nichtöffentlichkeit und dem Geheimen des Wahlprozesses. Maximale Geheimhaltung und maximale Öffentlichkeit miteinander zu verbinden – diese Kunst hat sich die Kirche durch jahrhundertelange Einübung erarbeitet. Die Papstkür ist eine Inszenierung, die seit dem Mittelalter nichts von ihrer Faszination verloren hat. Warum das so ist, welche Traditionslinien hinter dem Konklave stehen und wie das Recht diese beeinflusst, wird Thema des Vortrages sein. Und anders als das Konklave ist die Veranstaltung öffentlich.
Information:
Prof. Dr. David von Mayenburg
Lehrstuhl für Neuere Rechtsgeschichte, Geschichte des Kirchenrechts und Zivilrecht
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fachbereich Rechtswissenschaft
Institut für Rechtsgeschichte
Telefon +49(0)69 798 34329
E-Mail: mayenburg@jur.uni-frankfurt.de
Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-13066, E-Mail sauter@pvw.uni-frankfurt.de
Das Programm des MGGU ist dem aktuellen Thema gewidmet: Zukünfte neu denken und gestalten. Samstag, 10. Mai 2025, ab 19.00 Uhr.
FRANKFURT. Am 10. Mai 2025 verwandelt sich das Museum Giersch der Goethe-Universität (MGGU) zur Nacht der Museen in einen lebendigen Raum für Zukunftsvisionen. Unter dem Titel „Fixing Futures. Planetare Zukünfte zwischen Spekulation und Kontrolle“ lädt die Ausstellung dazu ein, über die großen Fragen der Zeit nachzudenken: Wie können Zukünfte neu gedacht und kreativ gestaltet werden? Im Fokus stehen Themen wie Klimawandel, Geoengineering, Quantencomputing und dekoloniale Perspektiven. Historische Objekte treffen auf zeitgenössische Kunstwerke und aktuelle Forschung – ein vielschichtiger Dialog zwischen Vergangenheit, Gegenwart und möglichen Zukünften entsteht.
Das Programm
Ausstellung „Fixing Futures“ (19:00–23:00 Uhr, stündlich Führungen):
Stündliche Kurzführungen bieten Einblicke in Konzepte und Highlights von „Fixing Futures“. Die Ausstellung thematisiert die Herausforderungen unserer Zeit und eröffnet internationale Perspektiven auf kreative und kritische Zukunftsentwürfe. Im Fokus stehen dabei künstlerische, wissenschaftliche und aktivistische Modelle zur Gestaltung planetarer Zukünfte – stets plural, stets dynamisch.
Lesungen mit Steven Gonzalez Monserrate (20:30–23:30 Uhr, stündlich):
Wie könnte die Welt von morgen aussehen? Der Anthropologe und Speculative-Fiction-Autor Steven Gonzalez Monserrate liest aus seinen Kurzgeschichten, die alternative Wirklichkeiten eröffnen und die Vorstellungskraft herausfordern. Die Lesungen finden auf Deutsch und Englisch statt.
MGGU_lab: Weltenbau-Workshop (19:00–00:00 Uhr):
Schreiben, zeichnen, malen: Im offenen MGGU_lab entwickelt Steven Gonzalez Monserrate gemeinsam mit Besucher*innen neue Zukunftsentwürfe. Der Workshop richtet sich an alle Altersgruppen und lädt zum kreativen Experimentieren ein – für eigene Utopien und Welten jenseits etablierter Narrative.
Elektronische Musik: DJs Cilence b2b Julique (21:00–02:00 Uhr)
Die DJs Cilence b2b Julique bringen tanzbare elektronische Sounds ins Museum und verwandeln das MGGU für eine Nacht in eine pulsierende Club-Location.
Kulinarischer Genuss:
Das Team von Genussfee Catering sorgt die ganze Nacht für Snacks und Drinks.
Mobil bleiben:
Das Eintrittsticket berechtigt 2025 erstmals auch zur Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel im RMV-Gebiet – entspannt und nachhaltig durch die Nacht.
Weitere Informationen unter nacht.museumsufer.de
Das Museum Giersch der Goethe-Universität schließt um 2:00 Uhr.
MGGU – Museum Giersch der Goethe-Universität, Schaumainkai 83, 60596 Frankfurt am Main
Ansprechpartnerin für die Presse: Christine Karmann
Tel. (069) 138210121; E-Mail: presse@mggu.de
Texte und Bilder zum Download für die Presse: www.mggu.de/presse
Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de
Ein Tag für Hans Christian Andersen: Die Goethe-Universität erinnert an den 220. Geburts- und 150. Todestag des dänischen Märchendichters
„Der unbekannte Bekannte – Hans Christian Andersen zum Jubiläum“ – unter diesem Motto widmet das Institut für Skandinavistik der Goethe-Universität den 12. Mai dem bekanntesten Dichter und Schriftsteller Dänemarks. Auf eine Tagung mit Vorträgen folgt am Abend eine Lesung mit Gespräch.
FRANKFURT. Die kleine Meerfrau, Der standhafte Zinnsoldat und Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern sind nur ein kleiner Teil von Hans Christian Andersens umfangreichen Schaffen, dessen kinderliterarischer und populärkultureller Einfluss ungebrochen ist. In seinen Märchen und Geschichten treten Menschen, Dinge, Tiere und Pflanzen gleichberechtigt in Aktion. Die Schauplätze der Erzählungen reichen von der Tiefsee bis in die Wolken und vom Nordpol bis in die Wüste. Und ihr Tonfall und Umfang variiert zwischen spritzig und witzig, pathetisch und sentimental.
Anlässlich des 220. Geburts- und 150. Todestages von Hans Christian Andersen organisiert das Institut für Skandinavistik der Goethe-Universität einen Andersentag, um die Vielfalt seines Werks sowie die produktive Forschung sichtbar zu machen. Dabei geht es um weniger bekannte Seiten von Andersens Werk und warum Andersen bis heute ungebrochen aktuell ist.
Der Andersentag Der unbekannte Bekannte – Hans Christian Andersen zum Jubiläum
am 12. Mai 2025
startet mit drei Vorträgen internationaler Andersenforscher*innen,
von 13 –17 Uhr,
auf dem Campus Westend, I.G.–Farben-Haus, 1.314 (Eisenhower-Saal).
Lesung und Gespräch finden statt
um 19.30 Uhr
im Hessischen Literaturforum im Mousonturm,
Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main.
Teilnehmer der Abendveranstaltung sind Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Detering, Autor, Literaturwissenschaftler, Andersenforscher, -herausgeber und –übersetzer, und Prof. Dr. Frederike Felcht, Institut für Skandinavistik der Goethe-Universität sowie für die Lesung Yannick Sturm, Schauspiel Frankfurt.
Der Andersentag wird unterstützt vom dänischen Forschungsministerium, dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm und der Georg und Franziska Speyer'sche Hochschulstiftung.
Am 25. Juli wird im Struwwelpeter Museum die Ausstellung „Der unbekannte Bekannte – zur Aktualität Hans Christina Andersen“ eröffnet. Die Ausstellung richtet sich an Kinder und Erwachsene und wird von Studierenden des Instituts für Kinder- und Jugendbuchforschung und des Instituts für Skandinavistik der Goethe-Universität kuratiert.
Weitere Informationen zum Andersentag:
https://www.uni-frankfurt.de/171124404.pdf
https://hlfm.de/de/blick-zurueck-hans-christian-andersen-der-unbekannte-bekannte
Bild zum Download: https://www.uni-frankfurt.de/171495754
Bildtext:
Noch immer mit kinderliterarischem und popkulturellem Einfluss: Der bekannteste Dichter und Schriftsteller Dänemarks Hans Christian Andersen (Fotonachweis: https://kb-images.kb.dk/DAMJP2/online_master_arkiv_4/non-archival/samlingsbilleder/754/006944/full/full/0/native.jpg Quelle: Det Kgl. Bibliotek)
Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de
Neues Projekt „Visual Analytics für Bilder aus Kolonialen Kontexten“ (VABiKo) ist gestartet: eine DFG-finanzierte Kooperation der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main und der Philipps-Universität Marburg.
FRANKFURT. Das zentrale historische Bildarchiv der deutschen kolonialen und kolonialrevisionistischen Bewegungen ist einer der größten fotografischen Bestände dieser Art und spielt eine wichtige Rolle in der Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte. Dieses Bildarchiv wird jetzt durch automatisierte Bildanalyseverfahren und Deep-Learning-Methoden in einem öffentlichen Internetportal zugänglich gemacht. Die Verortung in sowohl kolonialen als auch in NS-Kontexten erfordert eine historisch bewusste und ethisch verantwortungsvolle Annäherung.
Der heute noch existierende Bildbestand der „Deutschen Kolonialgesellschaft“ (1887 - 1936) und nachfolgender Propagandaorganisationen wie des „Reichskolonialbundes“ (1933 - 1943) umfasst ca. 45.000 Bildträger. Diese wurden Ende der 1940er-Jahre an die Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt übergeben. Aus Sicht der ursprünglich sammelnden Institutionen bezogen sich viele Bildthemen auf die angeblich kulturelle und wirtschaftliche „Erschließung“ der deutschen Kolonien auf dem afrikanischen Kontinent, in Ozeanien und China. Ebenso in der Bildsammlung vertreten sind allerdings auch andere europäische und außereuropäische Gebiete. Ende der 1990er-Jahre war dies der erste fotografische Bestand aus kolonialen Kontexten in Deutschland, der digitalisiert und online präsentiert wurde. Anfang der 2000er-Jahre wurde er durch weitere Bildbestände wie die der Sam Cohen Library in Swakopmund, Namibia erweitert. Aufgrund der unzureichenden Metadaten war der Zugang für Forschende bisher stark eingeschränkt.
Um die Zugangsmöglichkeiten grundlegend neu zu denken, wurde das Projekt „Visual Analytics für Bilder aus Kolonialen Kontexten“ (VABiKo) ins Leben gerufen. Das Projekt ist eine Kooperation der Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg in Frankfurt am Main und der Arbeitsgruppe „Multimodale Modellierung und Maschinelles Lernen“ (Prof. Ralph Ewerth) der Philipps-Universität Marburg. Es wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für vorläufig drei Jahre finanziert. Das Projekt zielt darauf ab, die Nutzungsmöglichkeiten durch semi-automatische Erschließung und zusätzliche Metadaten zu verbessern. Dies umfasst sowohl erweiterte Such- als auch Präsentationsmöglichkeiten, wie beispielsweise vereinfachte Durchsuchbarkeit mithilfe von Deep-Learning gestützter Bildanalyse und interaktiven Zeit-Raum-Visualisierungen. Zudem ermöglicht die Automatisierungen es, den Bildbestand mit Illustrationen in Publikationen aus kolonialen Kontexten zu vergleichen. Ursprüngliche Verwendungszusammenhänge und Instrumentalisierungen werden somit deutlich. Durch die automatische Erkennung wiederkehrender Bildmuster mit Bezug auf Personen, Objekte und Orte sollen unter anderem die Entstehungsorte der Fotografien auf Landkarten mit einer zusätzlichen Zeitschiene angezeigt werden können. Eine allgemein verbesserte Datenhaltung wird die Nachhaltigkeit des Projekts auch für zukünftige Generationen von Nutzern sicherstellen.
Das so entstehende mehrsprachige Internetportal soll Ende 2027 öffentlich zugänglich sein und die Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte unterstützen. Der Bestand enthält Darstellungen verschiedener Formen von Gewalt innerhalb eines Machtgefälles zwischen Kolonisierenden und Kolonisierten. Darum werden ethische Fragen der Präsentation und Nutzung im Austausch mit Kolleg*innen, Forschenden und Interessenvertreter*innen aus den Herkunftsländern der Fotografien abgestimmt. Trotz der ursprünglich propagandistischen Verwendungszusammenhänge besitzen die Fotografien großes Potenzial für Neuinterpretationen durch die genannten Interessengruppen. Angestrebt wird eine Balance zwischen transparenter Erschließung und der respektvollen Annäherung an die fotografierten Personen.
Über die Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg (UB JCS)
Die Universitätsbibliothek JCS zählt mit ihren umfangreichen Beständen und Sammlungen zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands. Sie vereinigt in sich die Funktionen einer Universitätsbibliothek mit zahlreichen Landesaufgaben, einer wissenschaftlichen Bibliothek für die Stadt Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet sowie einer Schwerpunktbibliothek innerhalb der überregionalen Literatur- und Informationsversorgung.
https://www.ub.uni-frankfurt.de/
Über die Arbeitsgruppe Multimodale Modellierung und Maschinelles Lernen (Prof. Ralph Ewerth) an der Philipps-Universität Marburg
Die Arbeitsgruppe von Prof. Ewerth am Fachbereich Mathematik und Informatik der Philipps-Universität wurde im April 2025 gegründet. Es handelt sich um eine von drei neu geschaffenen KI-Professuren, die gemeinsam mit den Hessischen Zentrum für Künstliche Intelligenz (hessian.AI) geschaffen wurden. Die Arbeitsgruppe konzentriert sich auf die Entwicklung und Verbesserung maschineller Lernverfahren zur Analyse von Bildern, Videos und multimodalen Informationen. Ein weiterer Fokus liegt auf Verfahren zur Verbesserung von (multimodalen) Suchmaschinen unter Nutzung von generativen KI-Modellen sowie auf interdisziplinären Anwendungen.
Weitere Informationen und Kontakt für Pressefragen allgemein: Melanie Baunemann, Stabsstelle Kommunikation & Ausstellungen der Bibliothek, Tel. +49 (69) 798 39212; E-Mail: kom@ub.uni-frankfurt.de
Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de
Vortragsreihe des Forschungszentrums „Normative Ordnungen“ im Rahmenprogramm der Ausstellung „FIXING FUTURES“ des Museum Giersch der Goethe-Universität
FRANKFURT. Die globale Erderwärmung ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Die Sorge vor katastrophalen klimatischen Kipppunkten weckt einerseits Befürchtungen, dem Klimawandel machtlos gegenüber zu stehen; andererseits ist sie mit der Hoffnung verbunden auf einen grundlegenden Paradigmenwechsel in Wirtschaft, Technologie, Gesellschaft und Politik.
In den letzten Jahren ist daraus das Bedürfnis entstanden, zukünftige Entwicklungen greifbarer und planbarer zu gestalten. So werden nicht nur unterschiedliche Klimaszenarien und alternative Zukunftsentwürfe intensiv erforscht, sondern verstärkt nach Wegen gesucht, sie zu beeinflussen und in eine bestimmte Richtung zu lenken. Dabei geht es im Wesentlichen um die Fragen „Wie setzen wir Technologien in einer Weise ein, die die Erde und die sozialen Gefüge schützt, ohne Schwächere weiter zu benachteiligen?“ oder „Welche Verantwortung tragen wir gegenüber zukünftigen Generationen?“.
In der Reihe „Zukunft gestalten – Zwischen Klimawandel, Technologie und gesellschaftlicher Verantwortung“ diskutieren Expert*innen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen über zentrale Herausforderungen des Umgangs mit unserer planetaren Zukunft. Im Fokus stehen Themen wie die gerechte Verteilung von Ressourcen, die Rolle der Künstlichen Intelligenz und von Algorithmen sowie alternative Zukunftsentwürfe.
Die Reihe wird eröffnet von
Prof. Dr. Rainer Forst, politischer Philosoph und Direktor des Forschungszentrums „Normative Ordnungen“, mit dem Vortrag „Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit“ am Donnerstag, dem 8. Mai 2025, um 18.00 Uhr, im Museum Giersch der Goethe-Universität.
In seinem Vortrag schlägt Rainer Forst vor, Nachhaltigkeit als eine Art des Lebens zu verstehen, die die unabdingbaren Grundlagen desselben nicht zerstört. Aber welches Leben und wessen Interessen sind dabei wie zu gewichten? Darauf soll eine Diskurstheorie der Gerechtigkeit antworten können.
Die Vortragsreihe wird die komplexen Wechselwirkungen zwischen sozialen Prozessen und gesellschaftlichen Normen hinterfragen, die der Klimawandel und die fortschreitende Technologisierung mit sich bringen. Dabei werden die ethischen, politischen, rechtlichen und sozialen Implikationen des Klimawandels und des technologischen Fortschritts und seiner Rolle in der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft diskutiert.
Die interdisziplinäre Vortragsreihe findet statt im Rahmen der Ausstellung „FIXING FUTURES: Planetare Zukünfte zwischen Spekulation und Kontrolle“ und ist eine Kooperation zwischen dem MGGU – Museum Giersch der Goethe-Universität und dem Forschungszentrum „Normative Ordnungen“.
Die Vortragsreihe im Überblick
8. Mai
„Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit“
Prof. Dr. Rainer Forst – Professor für Politische Theorie und Philosophie der Goethe-Universität, Direktor des Forschungszentrums „Normative Ordnungen“
22. Mai
„Planetary Crime – zum Ende des Politischen in der Polykrise“
Prof. Dr. Christoph Burchard – Professor für Straf- und Strafprozessrecht, Internationales und Europäisches Strafrecht, Rechtsvergleichung und Rechtstheorie der Goethe-Universität, Gründungssprecher des Center for Critical Computational Studies (C3S), Mitglied des Forschungszentrums „Normative Ordnungen“
12. Juni
„Gleichheit in der Zeit? Intergenerationelle Perspektiven des Rechts“
Prof. Dr. Gabriele Britz – Professorin für Öffentliches Recht der Goethe-Universität, Richterin des Bundesverfassungsgerichts a.D.
10. Juli
„Ökologische Gesellschaftskritik, aber wie?“
Dr. des. Felix Kämper – Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Goethe-Universität
Die Vorträge finden jeweils um 18.00 Uhr im MGGU – Museum Giersch der Goethe-Universität, Schaumainkai 83, 60596 Frankfurt am Main, statt.
Die Veranstaltungen sind öffentlich und der Eintritt frei.
Weitere Informationen: www.normativeorders.net/zukunft-gestalten/
Über die Ausstellung „FIXING FUTURES: Planetare Zukünfte zwischen Spekulation und Kontrolle“
Zwischen wissenschaftlicher Analyse und kreativer Vorstellungskraft zeigt die Ausstellung „Fixing Futures: Planetare Zukünfte zwischen Spekulation und Kontrolle“ vom 5. April bis 31. August 2025, wie unterschiedlich Gesellschaften weltweit mit Unsicherheiten und Zukunftsentwürfen umgehen. Dabei werden Zukünfte nicht als festgeschrieben verstanden, sondern als offene, dynamische Felder, die ständig neu verhandelt werden – stets im Plural.
Die Ausstellung und der begleitende Katalog regen dazu an, nicht nur die Chancen und Risiken moderner Technologien zu hinterfragen, sondern auch konkrete, gerechtere und nachhaltigere Visionen für gemeinsame Zukünfte zu entwickeln. Hier treffen wissenschaftliche Forschung und künstlerische Praxis aufeinander, um neue Denkansätze zu ermöglichen.
Weitere Informationen: www.mggu.de/ausstellungen/fixing-futures/
Ansprechpartnerin
Anke Harms
Referentin für Wissenschaftskommunikation des
Forschungszentrums „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität
anke.harms@normativeorders.net
069/798-31407
Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de
Science Talk „Wissen angezapft“ der Goethe-Universität lädt in PASTEL und Kunstverein Familie Montez ein
FRANKFURT. Was erfahren wir über Gesteinsproben aus dem All? Wie hat sich die Friedensidee hinter den Vereinten Nationen geändert? Wie lernt unser Gehirn verstehen, sprechen und musizieren? Und muss uns der Staat vor der Entstehung von Krankheiten schützen? Dies sind Fragen, über die die Gäste der beiden neuen Science Talks „Wissen angezapft“ ins Gespräch kommen.
Zwei Forschende, eine Moderatorin, ein Tresen an wechselnden Orten und Live-Musik – dies gehört zum Inventar des Science Talks der Goethe-Universität. Bei „Wissen angezapft“ geht es um Durchbrüche und Flops und erzählen Wissenschaftler*innen, warum sie bestimmten Fragen auf den Grund gehen wollen.
Zu Gast beim ersten Science Talks im Sommersemester 2025 am
Dienstag 6. Mai um 19.30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr)
im PASTEL, Lindleystraße15,
sind der Geowissenschaftler Frank Brenker mit dem Thema Welchen Einfluss Asteroiden auf das Leben haben und die Politikwissenschaftlerin Lisbeth Zimmermann zu Die UN als Friedensinstitution – wo stehen wir heute?
Frank Brenker geht unter anderem der Frage nach, ob Asteroiden für das Leben auf der Erde gefährlich sind und warum wir Asteroiden das Leben auf der Erde verdanken. Als Experte für planetare und extraterrestrische Prozesse auf der Nanoskala und Direktor des Schwiete Cosmochemistry Laboratory hat Brenker immer wieder die Ehre, Gesteinsproben aus dem All zu untersuchen.
Was ist die Erfolgsbilanz der UN und welche Herausforderungen gibt es heute? Dazu gibt die Politikwissenschaftlerin Lisbeth Zimmermann Auskunft. Sie beschäftigt sich mit dem Gebiet Internationale Beziehungen und erforscht den Wandel internationaler Institutionen.
Den musikalischen Rahmen des Science Talks gestaltet das Männerquartett 4xDelay.
Zu Gast bei zweiten Science Talk am
Mittwoch, den 4. Juni, um 19.30 Uhr
im Kunstverein Familie Montez, Honsellstraße 7
sind der Neurologe Christian Kell mit dem Thema Das kulturelle Gehirn – Sprache und Musik auf der Spur
und die Rechtswissenschaftlerin Andrea Kießling zu Muss uns der Staat vor Krankheiten schützen?
Der Neurologe Christian Kell erforscht, wie unser Gehirn verstehen, sprechen und musizieren lernt und welche Folgen das für neuropsychiatrische Krankheiten hat. Kell ist Direktor des neuen Frankfurter Cooperative Brain Imaging Center.
Die Rechtswissenschaftlerin Andrea Kießling geht der Frage nach, ob der Staat uns vor der Entstehung von Krankheiten schützen muss und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen. Und, so fragt die Professorin für Öffentliches Recht, Sozial- und Gesundheitsrecht und Migrationsrecht, falls er es nicht muss, darf er es dann tun und wie weit darf er dabei gehen?
Den musikalischen Rahmen gestaltet der Pianist Lorenzo Huthmacher.
Den Science Talk moderiert die Kabarettistin Britta Hoffmann. Der Eintritt ist frei.
Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de