​​​​​​​Pressemitteilungen ​​​​​​ ​ – 2024

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Pressestelle Goethe-Universität

Theodor-W.-Adorno Platz 1
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Dez 19 2024
16:23

Interview mit Ferdinand Gerlach im Wissenschaftsmagazin Forschung Frankfurt der Goethe-Universität – „Molekulare und Translationale Medizin“ im Fokus

Telemedizin und Arznei-Flatrate: Langjähriger Gesundheitsweiser Gerlach über die Zukunft des Gesundheitswesens

Das deutsche Gesundheitssystem gilt als teuer und ineffizient. Prof. Ferdinand Gerlach, Allgemeinmediziner an der Goethe-Universität und lange Jahre Vorsitzender der „Gesundheitsweisen“ spricht in der aktuellen Ausgabe von Forschung Frankfurt über die Knackpunkte unserer Krankenversorgung und darüber, warum Reformen schwierig sind und welche Rolle Tech-Giganten wie Amazon im Gesundheitsmarkt übernehmen könnten. Unter dem Titel „Vom Molekül zum Menschen“ berichtet das Wissenschaftsmagazin der Goethe-Universität außerdem über neue Diagnose- und Therapiemöglichkeiten von Herz- und Gehirnerkrankungen, Krebs und Infektionen.

FRANKFURT. Facharzt-Terminmangel, Ineffizienz, E-Mail statt echter Digitalisierung: Das deutsche Gesundheitssystem hat viele Baustellen. Gleichzeitig liegt Deutschland in den Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben EU-weit an der Spitze. Woran das liegt und warum Reformen wie kürzlich das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz schwer durchzusetzen sind, erklärt Prof. Ferdinand Gerlach in einem Interview in der jüngsten Ausgabe von Forschung Frankfurt, dem Wissenschaftsmagazin der Goethe-Universität.

Der Allgemeinmediziner, der 16 Jahre Mitglied und Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen und der Pflege war, beobachtet auch, wie zum Beispiel Amazon in den USA oder die Otto Group in Deutschland ihre Plattformen nutzen, um völlig neue Konzepte anzubieten: Diagnosen werden per Telemedizin gestellt, Medikamente über eine Flatrate bezahlt und per Drohne ausgeliefert – was etwa für eine alleinerziehende Mutter mit einem fieberndem Kleinkind ausgesprochen angenehm sein kann.

In weiteren Beiträgen geht es um Forschung zu neuen Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie, zum Beispiel um Werkzeugkästen für neue Arzneistoffe, um die Frage, wie Künstliche Intelligenz bei der Diagnose seltener Erkrankungen helfen kann oder wie Magnetresonanztomografie bei der Behandlung von Hirntumoren unterstützt.

Aber auch das Verhältnis von Medizin und Gesellschaft wird in Forschung Frankfurt thematisiert: Retten uns Pflegeroboter vor dem Fachkräftemangel? Wie kann kostbares Spenderblut besser gemanagt werden? Kann Museumskunst therapeutisch wirken?

Die aktuelle Ausgabe von „Forschung Frankfurt“ (1/2024) kann von Journalistinnen und Journalisten kostenlos bestellt werden über: ott@pvw.uni-frankfurt.de

Weitere Informationen:

Gesamte PDF-Ausgabe von Forschung Frankfurt: www.forschung-frankfurt.de

Beitrag „Maschinen können empathischer formulieren als wir. Aber nur Ärztin oder Arzt können empathisch sein“ mit Prof. Ferdinand Gerlach. https://www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de/160187337/forschung-frankfurt-ausgabe-1-2024-vom-molekul-zum-menschen-mensch-medizin-gesellschaft-die-zukunft-des-gesundheitswesens.pdf

Bilder zum Download:
https://www.uni-frankfurt.de/162294673

Bildtext: Forschung Frankfurt: Vom Molekül zum Menschen (Titelblatt). Bild: Goethe-Universität Frankfurt


Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de

 

Dez 18 2024
16:21

Frankfurter Mediziner*innen programmieren Immunzellen mit erhöhter Schlagkraft gegen Blutkrebszellen

Forschung an neuen Therapien: Wie Natürliche Killerzellen Leukämie bekämpfen könnten

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 13.000 Menschen an Leukämien. Trotz intensiver Chemotherapien stirbt etwa jeder Zweite davon. Hinzu kommt, dass derzeitige Therapien starke Nebenwirkungen haben und insbesondere die Neubildung gesunder Blutzellen hemmen. Eine Alternative sind Therapiekonzepte, die die natürliche Schlagkraft des Immunsystems nutzen. Allerdings verfügen Tumorzellen über Mechanismen, um den Angriff der Immunzellen auszubremsen. Dem Team um Prof. Evelyn Ullrich an der Universitätsmedizin Frankfurt ist es nun gelungen, leukämie-spezifische Immunzellen gegen den Einfluss der Tumorzellen weniger empfindlich zu machen und damit ihre Wirksamkeit deutlich zu erhöhen.

FRANKFURT. Es sind verschiedene Formen von Blutkrebs, die unter dem Begriff Leukämie zusammengefasst werden. Eine häufige Form der Leukämie ist die Akute Myeloische Leukämie (AML), bei der frühe Vorstufen der Blutzellen entarten – die Stammzellen und die daraus hervorgegangenen Vorläuferzellen. Trotz Behandlung mit intensiver Chemotherapie überleben nur zwischen 20 Prozent und der Hälfte der Erkrankten die ersten fünf Jahre nach Diagnose und Behandlung. Hinzu kommt, dass die intensiven Therapien insbesondere die blutbildenden Stammzellen schädigen und somit sehr starke Nebenwirkungen haben und. Neue Therapieansätze werden deshalb dringend gesucht.

Dazu gehören Immuntherapien, wie sie Evelyn Ullrich mit ihrem Team an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Frankfurt erforscht. „Immuntherapien nutzen die natürliche Schlagkraft des Immunsystems gegen bösartig veränderte Leukämiezellen“, erklärt die Professorin für Zelluläre Immunologie. Die Krebszellen werden dabei zum Beispiel von Killerzellen des Immunsystems erkannt. Eine T-Killerzelle besitzt dazu auf ihrer Oberfläche eine Struktur, die wie eine Art Schloss geformt ist, in die eine entsprechende Struktur auf der Krebszelloberfläche wie ein Schlüssel hineinpasst. Fachsprachlich nennt man das Schloss der T-Killerzelle „Antigenrezeptor“ und den Schlüssel „Antigen“. Steckt der „Schlüssel“ im „Schloss“, kommt es also zur Bindung von Antigen und Rezeptor, tötet die T-Killerzelle die Krebszelle ab. „Den Antigenrezeptor können wir heute so maßschneidern, dass er auf ein bestimmtes Merkmal eines Tumors aufmerksam gemacht wird“, führt die Medizinerin aus. Dazu werden T-Killerzellen aus dem Patientenblut aufgereinigt. Anschließend wird mit gentechnischen Verfahren ein sogenannter chimärer Antigenrezeptor (CAR) eingefügt, der die Eigenschaften mehrerer Proteine so vereint, dass der Angriff auf diesen speziellen Tumor optimiert wird. 

T-Killerzellen mit chimärem Antigenrezeptor (CAR-T-Zellen) werden bereits erfolgreich in der Behandlung von Leukämien eingesetzt. Alternativ kommt inzwischen auch eine andere Art von Killerzellen zum Einsatz, sogenannte Natürliche Killerzellen (NK). Sie erkennen entartete Zellen nicht an bestimmten Antigenen, sondern über andere Anomalien an deren Oberfläche. Stattet man sie zusätzlich mit einem chimären Antigenrezeptor aus, können sie Krebszellen auf zwei Wegen bekämpfen. Ein weiterer Vorteil ist, dass CAR-NK-Zellen in bisherigen klinischen Studien kaum Nebenwirkungen verursachen.

Allerdings verfügen Krebszellen über verschiedene Tricks, um sich dem Angriff der Immunzellen zu entziehen. So können sie unter anderem Immunzellen vor dem Beginn eines Angriffs einfach abzuschalten. Dazu dient eine Kontrollstelle in Form eines Eiweißes auf der Oberfläche der Immunzelle. Dieser „Immuncheckpoint“ überprüft jede einzelne Zelle, die an den Antigenrezeptor gebunden hat, noch einmal explizit darauf, ob es sich nicht doch um eine körpereigene Zelle handelt. Letztere geben dem Kontrollpunkt eine entsprechende Rückmeldung, woraufhin der Immunangriff unterbleibt. Im gesunden Körper sorgt dies dafür, dass Immunzellen nicht versehentlich normale Körperzellen angreifen und großen Schaden anrichten.

Da Krebszellen im Ursprung auch körpereigene Zellen sind, können manche von ihnen ebenfalls mit dem Checkpoint kommunizieren und den Angriff von Immunzellen stoppen. Das kann auch die CAR-Immunzellen betreffen und ist bei derzeitigen Immuntherapien ist daher ein großes Problem. Immuntherapien werden deshalb häufig mit Medikamenten kombiniert, die die Immuncheckpoints auf den Immunzellen abschirmen, so dass Krebszellen nicht mehr darauf zugreifen können.

Ullrichs Team hat aber einen weiteren Weg gefunden, um die Abschaltung der maßgeschneiderten Immunzellen zu verhindern. In Laborexperimenten gelang es den beiden Doktoranden Tobias Bexte und Nawid Albinger, in NK-Zellen, die sich spezifisch gegen AML-Zellen richteten, einen wichtigen Immuncheckpoint komplett ausschalten. Dazu zerschnitten sie das entsprechende Gen mithilfe der „Genschere“ CRISPR/Cas, sodass der Kontrollpunkt nicht mehr gebildet wurde. Auf diese Weise verhinderten die Forscher erfolgreich, dass die Krebszellen – in Versuchen mit Zellen aus Patient*innen – eine Immuntoleranz erzwingen konnten.

Die CAR-NK-Zellen ohne Immuncheckpoint konnten Krebszellen aus AML-Patient*innen deutlich besser töten als NK-Zellen, die entweder nur den CAR-Rezeptor trugen oder denen ausschließlich der Immuncheckpoint fehlte. „Besonders vielversprechend ist, dass unsere doppelt modifizierten NK-Zellen selbst gegen Krebszellen wirkten, deren molekulares Profil oft mit erhöhter Therapieresistenz einhergeht", erläutert Tobias Bexte, Clinician Scientist an der Goethe-Universität. Mäuse, denen die Forschenden menschliche AML-Zellen übertrugen, überlebten deutlich länger, wenn sie diese doppelt modifizierten NK-Zellen erhielten – selbst bei deutlich reduzierten Wirkstoffdosen. „Zukünftige Studien müssen nun klären, ob die maßgeschneiderten Immunzellen auch im Menschen wirken“, fasst Ullrich die nächsten Schritte und Ziele ihrer Forschung zusammen.

Publikation: Tobias Bexte, Nawid Albinger, Ahmad Al Ajami, Philipp Wendel, Leon Buchinger, Alec Gessner, Jamal Alzubi, Vinzenz Särchen, Meike Vogler, Hadeer Mohamed Rasheed, Beate Anahita Jung, Sebastian Wolf,  Raj Bhayadia, Thomas Oellerich, Jan-Henning Klusmann, Olaf Penack, Nina Möker, Toni Cathomen, Michael A. Rieger, Katharina Imkeller, Evelyn Ullrich: CRISPR/Cas9 editing of NKG2A improves the efficacy of primary CD33-directed chimeric antigen receptor natural killer cells. Nature Communication 15, 8439 (2024) https://doi.org/10.1038/s41467-024-52388-1

Bilder zum Download:

1. Zellanalyse
https://www.uni-frankfurt.de/164167798
Die genetischen Veränderungen in den CAR-NK-Zellen können in einem so genannten Durchflusszytometer (FACS) überprüft werden. Prof. Evelyn Ullrich, Tobias Bexte (v.l.). Foto: Peter Kiefer für Goethe-Universität

2. Evelyn Ullrich
Prof. Dr. Evelyn Ullrich, Universitätsmedizin Frankfurt. Foto: Peter Kiefer für Goethe-Universität
https://www.uni-frankfurt.de/164167808

Weitere Informationen
Prof. Dr. Evlyn Ullrich 
Arbeitsgruppe Experimentelle Immunologie und Zelltherapie
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Universitätsmedizin Frankfurt
Tel. +49 (0)69 6301 83000
evelyn@ullrichlab.de
https://www.ullrichlab.de/

Twitter/X: @goetheuni @Ullrich_Lab @UK_Frankfurt


Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de

 

Dez 16 2024
15:20

Afrika- und Asienforschung des RMU-Projekts CEDITRAA geht in die Verlängerung

Wie TikTok & Co die kulturelle Produktion prägen

Das Forschungsprojekt CEDITRAA, kurz für „Cultural Entrepreneurship and Digital Transformation in Africa and Asia“, untersucht seit 2021, wie kulturelle Produktion in Afrika und Asien entsteht und welche Rolle digitale Medien bei der weltweiten Verbreitung dieser Produkte spielen. Das Projekt von Frankfurter Goethe-Universität, Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Pan-Atlantic University im nigerianischen Lagos wurde nun vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit erweiterter Fragestellung für drei Jahre verlängert. 

FRANKFURT. Nichts weniger als eine neue Weltordnung in der Kulturproduktion beschäftigt das Forschungsprojekt CEDITRAA. Dominierte im 20. Jahrhundert weltweit noch die US-amerikanische Kulturproduktion, treten durch die Digitalisierung in den letzten Jahrzehnten neue Player auf: In Asien gewinnt Südkoreas Kultur an Bedeutung, in Afrika gehört die nigerianische Film- und Musikproduktion inzwischen zu den weltweit größten. Das Verbundprojekt CEDITRAA der Rhein-Main-Universitäten Goethe-Universität Frankfurt und Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie die Pan-Atlantic University im nigerianischen Lagos untersucht seit 2021 kulturelle Unternehmer*innen und die Chancen, die sich für sie durch den digitalen Wandel in der Kulturproduktion ergeben. Nun wird das Projekt mit knapp 1,4 Millionen Euro erneut für drei Jahre gefördert; in der Förderlinie Regionalstudien vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hatte es bereits 2,1 Millionen Euro erhalten. Start des RMU-Verbundprojekts ist der 1. Januar 2025. Die Universitäten Goethe-Universität Frankfurt und Johannes Gutenberg-Universität Mainz bilden gemeinsam mit der TU Darmstadt das Bündnis Rhein-Main-Universitäten (RMU).

In der zweiten Projektphase wechseln die 18 beteiligten Wissenschaftler*innen die Perspektive: Nach der kulturellen Produktion nehmen sie nun deren Distribution in den Fokus. Dabei gehen sie davon aus, dass die neuen Vertriebswege selbst ein Produktionsfaktor sind und dass sich an der Frage der Kontrolle der Kanäle und der Vertriebsnetzwerke die Frage nach einer Gewichtsverschiebung weg von den traditionellen Kulturindustrien entscheidet. Dies bedeutet, dass Künstler*innen und Kulturunternehmer*innen vor Ort bereits bei der Produktion die Vorteile digitaler Infrastrukturen wie Portale und Plattformen nutzen, es dabei aber zugleich darauf ankommt, wer diese kontrolliert. Wie prägen also, fragen die Wissenschaftler*innen, TikTok und Portale wie YouTube, Netflix oder irokotv, Spotify und Boomplay kulturelle Formate? Und wie entstehen im Prozess der Musikproduktion global agierende Online-Gemeinschaften, die gleichzeitig lokal geprägt und verwurzelt sind? 

Die beteiligten Wissenschaftler*innen gehören verschiedenen Fachrichtungen an: Neben Ethnologie und Afrikanistik sind Koreanistik, Sinologie, Film- und Wirtschaftswissenschaft vertreten. Das so interdisziplinäre wie international angelegte Verbundprojekt CEDITRAA nutzt zudem die bestehenden Forschungsinfrastrukturen des Zentrums für Interdisziplinäre Afrikaforschung (ZIAF) und des Interdisziplinären Zentrums für Ostasienstudien (IZO) in Frankfurt sowie des Georg Forster Forums (GFF) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 

Bei der Sicherung von Daten und Ergebnissen profitiert CEDITRAA außerdem von der Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut & Filmmuseum, der europaweit führenden Institution für digitale Plattformen für Forschung und Vermittlung im Filmbereich. An der Goethe-Universität wird CEDITRAA auch mit dem neuen Center for Critical Computational Studies C3S kooperieren (https://www.c3s-frankfurt.de), an dem digitale Methoden der Erforschung gesellschaftlicher Transformationsprozesse kritisch erprobt werden.

Bilder zum Download: https://www.puk.uni-frankfurt.de/163842543

Bildtexte: 

Bild 1
Die nigerianische Film- und Musikproduktion gehört inzwischen zu den weltweit größten: Durch Netflix und Filmaufführungen erlebt die Komödie „Confusion Na Wa“ von Kenneth Gyang auch in Deutschland eine Renaissance. Rechts die nigerianische Schauspielerin und Drehbuchautorin Tunde Aladese ((c) Cinema Kpatakpata)

Bild 2
Durch die Digitalisierung treten neue Player auf wie etwa Korea in der internationalen Kulturproduktion: Szene aus der Werbekampagne für die koreanische Netflixserie „Squid Game 2“ ((c) Netflix)

Weitere Informationen

Sprecher:
Prof. Dr. Vinzenz Hediger
Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Goethe-Universität
hediger@tfm.uni-frankfurt.de

Co-Sprecherin:
Prof'in. Dr. Cornelia Storz 
Professur für Innovation und Entrepreneurship, insbesondere Japan/Ostasien
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Goethe-Universität
storz@wiwi.uni-frankfurt.de

Co-Sprecher:
Prof. Dr. Matthias Krings
Geschäftsführender Leiter
Institut für Ethnologie und Afrikastudien
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Tel: +49 (0)6131 39-26800, -22798 (Sekretariat)


Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de

 

Dez 16 2024
14:25

Feierliche Inbetriebnahme des „Baby Diamond“ mit Wissenschaftsminister Timon Gremmels und Digitalministerin Kristina Sinemus

Erster Quantencomputer Hessens startet an der Goethe-Universität 

Die Quantenzukunft Hessens begrüßten heute Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels und Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus an der Goethe-Universität Frankfurt, wo der erste Quantencomputer in Hessen seine Arbeit offiziell aufnahm. Der Quantencomputer trägt den Namen „Baby Diamond“, verfügt über fünf Quantenbits und läuft bei Raumtemperatur. An ihm werden Forschende und Studierende der Goethe-Universität unter anderem untersuchen, wie er Spezialaufgaben in großen Superrechnern übernehmen kann.

FRANKFURT. Das Herzstück des „Baby Diamond“ ist kaum größer als ein normaler Stand-PC, und doch ist er Vertreter einer völlig neuen Computergeneration: Hessens erster Quantencomputer wurde heute an der Goethe-Universität offiziell in Betrieb genommen. Der vom Unternehmen XeedQ GmbH entwickelte „Baby Diamond“ kann bei 20 Grad Celsius betrieben werden und eignet sich daher sehr gut für die Forschung – im Gegensatz zu anderen Quantencomputern, die mit flüssigem Helium auf Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt gekühlt werden müssen. Auf den Optimierungsspezialisten „Baby Diamond“ warten an der Goethe-Universität erste Anwendungen, in denen es um Anlageportfolios im Finanzbereich, Zeitpläne von Krankenpflegekräften oder Probleme aus der Quantenchemie geht. In erster Linie dient er jedoch der Forschung selber: Forschende und Studierende werden nicht nur Algorithmen für den Quantencomputer entwickeln, sondern können auch die Erzeugung der Quantenbits verändern. Es ist vorgesehen, auch Nutzern des Nationalen Hochleistungsrechnens Zugang zu gewähren.

Prof. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität, hebt hervor: „Der Baby Diamond, den wir heute quasi aus der Taufe heben, befindet sich ganz in der Nähe jenes Orts, wo vor 100 Jahren Otto Stern und Walther Gerlach an der Goethe-Universität mit ihrem berühmten Experiment die Grundlage für den Bau dieses Quantencomputers gelegt haben. Heute stehen wir – wieder an der Goethe-Universität – am Beginn des Wegs in Frankfurts Quantenzukunft. Die Goethe-Universität finanziert damit einen Schritt in eine neue Dekade und nimmt eine zukunftsweisende Pionierrolle unter den deutschen Universitäten ein.“

Timon Gremmels, Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, sagt: „Der erste funktionierende Quantencomputer an einer hessischen Hochschule ist wahrhaftig ein Anlass zum Feiern. Die Kompetenz und Expertise der Goethe-Universität im klassischen Hochleistungsrechnen zeigt sich bereits durch beeindrucke Erfolge und gute Platzierungen bei den leistungsstärksten und energieeffizientesten Hochleistungsrechnern weltweit. Nun wird diese durch die neue Technologie des Quantencomputing ergänzt und bereichert. Auch zukünftig wird sicherlich das Zusammenspiel zwischen klassischen Hochleistungsrechnern und Quantencomputern eine entscheidende Rolle spielen.
Wir brauchen den Mut, Neues auszuprobieren, neue Technologien in der Praxis zu testen und dabei bewährte Methoden zu integrieren. All dies wird hier vor Ort geleistet. Das zeigt, dass das Land Hessen an der Spitze der Entwicklung steht.

Prof. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation, ist überzeugt: „Quantencomputing ist eine Schlüsseltechnologie der Zukunft, die enormes Potenzial für Wertschöpfung und Innovation bietet. In Hessen haben wir in den letzten Jahren eine starke Grundlage geschaffen, um diese Entwicklung aktiv zu gestalten – mit einem exzellenten Ökosystem aus Spitzenforschung, Künstlicher Intelligenz und angewandtem Quantencomputing. Daher haben wir diese Technologie auch bereits in unserer Digitalstrategie verankert. Der Start von 'Baby Diamond' an der Goethe-Universität zeigt eindrucksvoll, wie Hessen die Digitalisierung Europas mitgestaltet.“

Ulrich Schielein, Vizepräsident und Chief Information Officer der Goethe-Universität, fügt hinzu: „Das Spannende am Baby Diamond ist, dass unsere Forschenden und die Studierenden sogar kleine Details der Mikrowellen-Pulsformen kontrollieren können, die die Quantenbits und ihre Wechselwirkungen manipulieren. So können wir mit dem Baby Diamond den Studierenden der Goethe-Universität eine bislang in Deutschland einzigartige Chance des direkten Kontakts mit einem realen Quantencomputer geben.“ In wenigen Jahren, so Vizepräsident Schielein, könne neben der theoretischen Kompetenz auch die umfangreiche praktische Erfahrung die Goethe-Universität für die Bewerbung eines Quantencomputers der 100-Qubit-Klasse qualifizieren, die die Goethe-Universität auf die akademische Pole-Position bringen würde. 

Prof. Thomas Lippert, Professor für Modulares Supercomputing und Quantencomputing an der Goethe-Universität und Leiter des Zentrums für Supercomputing am Forschungszentrum Jülich, meint: „Über Frankfurt und Hessen hinaus ist der Baby Diamond ein Anker für Kooperationen mit wichtigen Partnern: Gerade erst ist die Goethe-Universität dem John von Neumann-Institut am Forschungszentrum Jülich beigetreten und wird mit Baby Diamond zum Partner der Jülicher Nutzer-Infrastruktur für Quantencomputing. Im Gegenzug erhalten die Anwender*innen von Baby Diamond Zugang zu weiteren Quantencomputersystemen.“

Bilder zum Download:
https://uni-frankfurt.de/163889974

Bildtexte:
1 Bei der Inbetriebnahme des Baby Diamond: Präsident Enrico Schleiff, Quantencomputer-Experte Thomas Lippert, Digitalministerin Kristina Sinemus, Wissenschaftsminister Timon Gremmels (v.l.). Foto: Uwe Dettmar für Goethe-Universität

2 und 3: Das Herz des Quantencomputers Baby Diamond besteht aus einem Diamanten im inneren des schwarzen Gehäuses. Das rötlich-silberne Gehäuse beherbergt den Laser. Fotos: Uwe Dettmar für Goethe-Universität.

Weitere Informationen
Prof. Dr. Dr. Thomas Lippert
Leiter der Forschungsgruppe Modulares Supercomputing und Quantencomputing, Goethe-Universität
Leiter des Zentrums für Supercomputing, Forschungszentrum Jülich
Tel. +49 (0)2461 61-6402
th.lippert@fz-juelich.de
https://msqc.cgi-host6.rz.uni-frankfurt.de

Twitter/X: @goetheuni @hmwk_hessen @DigitalesHessen


Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de

 

Dez 12 2024
11:25

Die Chaincourt Theatre Company an der Goethe-Universität zeigt im Wintersemester 2024/25 Shakespeares „Hamlet“/Vorstellungen ab Ende Januar.

Klassiker mit Aktualität

FRANKFURT. „Die Zeit ist aus den Fugen!“ Mit diesen Worten benennt Shakespeares Protagonist Hamlet in seinem gleichnamigen Stück eine Zeit des politischen Umbruchs, der Unsicherheit hinsichtlich der Zukunft und nicht zu trauenden Führungspersonen. Obwohl Shakespeares Hamlet zum ersten Mal vor mehr als 400 Jahren aufgeführt wurde, könnte das auf die heutige Zeit wohl kaum besser zutreffen: Die Zeit ist aus den Fugen.

In diesem Jahr wagt sich die Chaincourt Theatre Company mit Shakespeares „Hamlet“ an wohl eines der berühmtesten und anspruchsvollsten Stücke weltweit. Hamlet, der Kronprinz Dänemarks, kehrt nach dem Tod seines Vaters zurück an den dänischen Hof. Dort muss er feststellen, dass sein Onkel den Thron erklommen und seine Mutter geheiratet hat. Und obendrein treibt der Geist seines Vaters auf dem Hof sein Unwesen, mit einer schrecklichen Nachricht, und einem Auftrag für Hamlet: Rache. Es folgt eine Geschichte voller Intrigen, der Frage nach der eigenen Verantwortung, Liebe und Wahnsinn.

Mit einem Cast von Studierenden aus diversen Fakultäten besteht die Chaincourt Theatre Company der Goethe-Universität Frankfurt aus neuen und bekannten Gesichtern auf und hinter der Bühne. Geleitet wird die Gruppe von James Fisk, Anglistik- und Anglistikdozent im Institut für England und Amerikastudien, der auch Regie führt. „Reisen Sie mit uns in eine aus den Fugen geratene Zeit und genießen Sie das Resultat der Kombination von ambitionierten Neuankünften und jahrelanger Schauspiel- und Theatererfahrung!“, sagt James Fisk. Die Aufführungen finden auf der Bühne im IG-Farbenhaus-Nebengebäude statt; gespielt wird auf Englisch.

Vorstellungen: Premiere am 31. Januar; weitere Aufführungen folgen am 1., 6., 7. und 8. Februar. Vorstellungsbeginn ist um 19:30 Uhr. Ort: Raum NG 1.741, IG Farbenhaus-Nebengebäude, Campus Westend. 

Tickets: 10 €/5 € (Ermäßigung) – Karten sind an der Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn erhältlich (kein Vorverkauf).

Kontakt: James Fisk (künstlerische Leitung), fisk@em.uni-frankfurt.de oder auf Instagram unter @chaincourttheatre


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Dez 11 2024
12:50

Goethe-Innovationspreis 2024: Preise gingen an Forschungsprojekte zum Thema Osteoporose-Diagnose, mRNA-basierte Reaktivierung von Tumorsuppressorgenen im Ovarialkarzinom und innovative Heizlösung mit Infrarottechnologie.

Herausragende Forschungsprojekte mit Gründungspotenzial ausgezeichnet

Beim diesjährigen Goethe-Innovationspreis wurden herausragende Forschungsprojekte mit hohem Anwendungspotenzial ausgezeichnet. Sechs Finalisten-Teams präsentierten ihre innovativen Ideen, bevor eine Fachjury die Gewinner kürte. Der Preis, organisiert vom Goethe-Unibator und gesponsert von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse, unterstützt die Gründungskultur an der Goethe-Universität und fördert die Umsetzung der Projekte im Unibator-Startup-Programm.

FRANKFURT. Innovative Ansätze in den Bereichen Medizin, Technologie und Nachhaltigkeit standen im Mittelpunkt des diesjährigen Goethe-Innovationspreises. Die Preisverleihung, die am Campus Westend der Goethe-Universität stattfand, war ein Höhepunkt im Kalender der Frankfurter Gründungsszene. Organisiert vom Goethe-Unibator, dem Gründungszentrum der Goethe-Universität, und gesponsert von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse, würdigt der Goethe-Innovationspreis Forschungsprojekte mit hohem Anwendungspotenzial. Nach einem spannenden Pitchwettbewerb, bei dem sechs Finalisten-Teams ihre Projekte vorstellten, kürte eine Fachjury die Gewinnerteams. Die ausgezeichneten Projekte profitieren von Preisgeldern sowie der Teilnahme am Unibator-Startup-Programm des Goethe-Unibators.

Den 1. Preis erhielt BDMNow, eine Softwarelösung, die mithilfe von CT-Daten automatisch die Knochendichte ermittelt und so eine frühzeitige Osteoporose-Diagnose ermöglicht. Das Team um Leon Grünewald überzeugte mit einer innovativen Anwendung, die das Potenzial hat, den Zugang zu präventiver Diagnostik zu revolutionieren.

Platz 2 ging an das Projekt "mRNA-basierte Reaktivierung von Tumorsuppressorgenen im Ovarialkarzinom", das von Prof. Dr. Klaus Strebhardt und seinem Team entwickelt wurde. Mit in vitro-transkribierter mRNA stellen sie die Funktionalität von Tumorsuppressorgenen wie p53 und DAPK1 wieder her, um das Wachstum und die Metastasierung hochgradig seröser Ovarialkarzinome zu hemmen.

Auf dem 3. Platz landete iClimate Technologies, ein Projekt des Teams um Temur Ismadiyarov. Die innovative Heizlösung kombiniert Infrarottechnologie mit nachhaltigen Materialien und stilvollem Design, um energieeffiziente und umweltfreundliche Heizpaneele zu schaffen.

Zu den weiteren Finalisten zählten DataNXT, Backen für die Zukunft: Vitamin B12 in Hefe und Bundestags-Mine. Die Teams beeindruckten ebenfalls mit ihrer Kreativität und ihrem wissenschaftlichen Ansatz. Sie präsentierten Lösungen wie eine Multi-Agent-Architektur für Finanzanalysen in Echtzeit, eine gentechnisch optimierte Hefe für die Vitamin-B12-Produktion sowie eine KI-gestützte Plattform zur Analyse politischer Daten.

Dr. Kirstin Schilling, Geschäftsführerin von Innovectis, unterstreicht: „Der Goethe-Innovationspreis zeigt, welches enorme Innovationspotenzial an unserer Universität vorhanden ist. Unser Ziel ist es, diese Forschungsergebnisse in die Anwendung zu bringen und so nachhaltig Wert zu schaffen.“

Prof. Dr. Michael Huth, Vizepräsident der Goethe-Universität und Aufsichtsratsvorsitzender von Innovectis, ergänzt: „Mit diesem Preis und den Angeboten des Unibators fördern wir nicht nur herausragende Forschung, sondern stärken auch die Gründungskultur an der Goethe-Universität.“

Ein besonderer Programmhöhepunkt war die Keynote von Prof. Dr. Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Klinikum der Goethe-Universität. Unter dem Titel "Wissenschaft in der Pandemie – ein Rückblick aus Sicht einer Virologin" beleuchtete sie die Herausforderungen und Erkenntnisse aus der Pandemiezeit. Ein weiterer bemerkenswerter Moment war die feierliche Verabschiedung von Dr. Altfried M. Lütkenhaus aus dem Aufsichtsrat der Innovectis. Dr. Lütkenhaus war über viele Jahre eine wichtige Stütze der Technologietransfergesellschaft und hat maßgeblich zu deren Erfolg beigetragen.

Der Goethe-Unibator, das Gründungszentrum der Goethe-Universität, bietet eine breite Palette an Unterstützungsmaßnahmen – von Büroräumen und Coaching bis hin zur Vernetzung mit Investoren. Dank der kontinuierlichen Weiterentwicklung dieser Angebote gehört die Goethe-Universität seit Jahren zu den führenden Gründungshochschulen in Deutschland.

Weitere Informationen zum Unibator und den Innovationspreis finden Sie unter www.goetheunibator.de.

Foto der Veranstaltung zum Download: https://www.uni-frankfurt.de/163255759
Foto: Uwe Dettmar/Goethe-Unibator


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Dez 10 2024
12:48

In ihrer traditionellen Weihnachtsvorlesung sprechen die beiden Pharmazeuten Dieter Steinhilber und Theo Dingermann diesmal über die erfolgreichste Band der Rockgeschichte.

Die Rolling Stones als Rollenmodell für die jungen Alten

FRANKFURT. Seit 2006 laden die beiden Professoren Dieter Steinhilber vom Institut für Pharmazeutische Chemie und Theo Dingermann vom Institut für Pharmazeutische Biologie an der Goethe-Universität Frankfurt im Dezember ihre Studenten und auch andere interessierte Gäste zu einer Weihnachtsvorlesung ein. Thematisch geht es dabei stets um Krankheiten aus Sicht der Wissenschaft und um die Verantwortung des Einzelnen für die eigene Gesundheit. Medizinische Aspekte verknüpfen die Professoren mit der Biografie betroffener bekannter Musiker. In diesem Jahr widmen sich die beiden dem Thema Altersforschung. Als Paradebeispiel für junggebliebene ältere Menschen dienen ihnen die beiden berühmten Rockmusiker Keith Richards und Mick Jagger, die bereits über 80 sind:

Weihnachtsvorlesung 
Dieter Steinhilber/Theo Dingermann: 
„Sympathy for the devil? Die Rolling Stones 
als Rollenmodell für die modernen jungen Alten“ 
Dienstag, 17. Dezember 2024, 11.00 Uhr c.t.,
Biozentrum B1, Campus Riedberg.

Prof. Dieter Steinhilber vom Institut für Pharmazeutische Chemie erläutert die Wahl der Rolling Stones für das diesjährige Thema der Weihnachtsvorlesung: „Mick Jagger und Keith Richards sind ein gutes Beispiel dafür, wie man seine Fähigkeiten und Fertigkeiten bis ins fortgeschrittene Lebensalter konservieren kann und seine Fitness erhalten kann. Bei den Rolling Stones ist das insofern erwähnenswert, da sie ja in jungen Jahren aufgrund von Alkohol und Drogenmissbrauch nicht gerade gesund gelebt haben und dann aber mit zunehmendem Alter eine Kehrtwende vollzogen haben. Ferner vertreten sie überhaupt nicht die Fraktion von Älteren, die ihre äußerliche Jugend über Schönheitsoperationen erhalten möchte. Das Alter sieht man den Bandmitgliedern ja deutlich an.“

Prof. Theo Dingermann vom Institut für Pharmazeutische Biologie wünscht sich eine differenziertere Sicht auf das Thema Altern: „Es geht in der seriösen Alterforschung weniger darum, die Lebenszeit zu verlängern. Viel wichtiger ist es, die Möglichkeiten zu verbessern, möglichst gesund zu altern. Hier liegen die Herausforderungen, die übrigens keineswegs neu sind und die zudem ganz eng mit der Pharmazie verknüpft sind.“

Weitere Informationen unter https://tinygu.de/7Y1Rl 

Interview mit Dieter Steinhilber und Theo Dingermann im aktuellen UniReport: https://tinygu.de/pIohn


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Dez 6 2024
14:34

Ein Festakt für Wissenschaft und Innovation

20 Jahre FIAS

Ein Institut für theoretische Forschung: Was vor 20 Jahren als abstrakte Vision begann, hat sich bewährt. Am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) arbeiten Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen gemeinsam daran, komplexe Systeme zu entschlüsseln. Von der Goethe-Universität als Stiftung gefördert, bildet das FIAS eine einzigartige theoretische Schnittstelle zwischen Forschungsinstituten und Fachbereichen am Campus Riedberg.

FRANKFURT. Zum 20-jährigen Bestehen feierte das FIAS am 5. Dezember 2024 mit einem Festakt im Casino der Goethe-Universität. Höhepunkt der Feier war die Verleihung des „Ehrenpreises für Wissenschaftsdiplomatie“ durch Hessens Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur Timon Gremmels. Ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Programm mit Sprechern aus dem Kreis der Gründer, Forschenden und Gäste aus Wissenschaft und Politik spiegelte die Entwicklung des Instituts und die besondere Atmosphäre dort wider. Im Fokus stand dabei ein Dank an die Förderinstitutionen und private Stifter:innen, die im Laufe der Zeit Forschungsmittel von gut 100 Millionen Euro bereitstellten. Ohne diese Unterstützung wären viele der richtungsweisenden Projekte des FIAS nicht möglich gewesen.

Die Erfolgsgeschichte des FIAS zeigt, dass interdisziplinäre Forschung wichtige theoretische Grundlagen legt: von neuronalen, molekularen und zellübergreifenden Netzwerken über energieeffiziente Hochleistungscomputer bis hin zur Erforschung dichter Materie und den frühen Anwendungen Künstlicher Intelligenz in Disziplinen wie der Seismologie oder Energienetzinfrastruktur.

Geschichte(n) aus 20 Jahren FIAS erzählten einige Protagonisten in einem Podiumsgespräch – von der Vision der Entstehung bis zu aktuellen Forschungsfragen. Neben Persönlichkeiten aus den Gründungstagen kamen auch der jüngste Senior Fellow Roberto Covino und die Doktorandin Sigrid Traegenap zu Wort. Sie gaben Einblicke in die Rolle des FIAS als „Forschungs-Schnellboot“ und diskutieren, wie interdisziplinäre Ansätze die Wissenschaft bereichern. Der Wissenschaftliche Direktor des FIAS, Eckhard Elsen beschrieb das so: „Das FIAS umspannt seit 20 Jahren Disziplinen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben“. Aus diesem Austausch entstünden die besten Ideen und Ansätze. „Wir feiern dieses Jubiläum als Ansporn, weiter neue Wege in der theoretischen Forschung Komplexer Systeme zu gehen.“

Universitätspräsident Prof. Dr. Enrico Schleiff betonte: „Das FIAS ist eine optimale Ergänzung für die Forschung in unseren sechs interdisziplinären Forschungsprofilbereichen an der Goethe-Universität. Es ist ein Ort, an dem der interdisziplinäre Austausch und die Freiheit des Denkens im Mittelpunkt stehen. Es dürfen im wahrsten Sinne des Wortes Experimente gewagt werden.“

Teil des Programms waren ein Poetry-Slam-Beitrag von Doktorand Jonas Elpelt und eine Rede der Studierendenvertreter. Den stimmungsvollen Abschluss bildet ein faszinierender poetischer und musikalischer Vortrag rund um die Physik der Schneeflocke der FIAS-Fellows Franziska Matthäus und Volker Lindenstruth. Denn Forschung am FIAS schaut über den Tellerrand – seit 20 Jahren.

Kontakt:
Patricia Vogel
FIAS-Pressestelle
Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS)
Tel.: +49 (0)69 798 47688
press@fias.uni-frankfurt.de

Das FIAS (Frankfurt Institute for Advanced Studies) ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung in Frankfurt am Main. Hier entwickeln international ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Theorien zu komplexen naturwissenschaftlichen Zukunftsthemen in den Bereichen theoretische Naturwissenschaften, Computerwissenschaften und KI-Systeme sowie Lebens- und Neurowissenschaften. Über die Grenzen der Disziplinen hinweg erforschen sie mit Hilfe mathematischer Algorithmen und Simulationen die komplexen selbstorganisierenden Systeme der Natur. Als gemeinnützige Stiftung basiert unser Handeln auf Offenheit, Vielfalt und gegenseitiger Wertschätzung.
Aktuelle Informationen zu Forschung, Projekten und Veranstaltungen finden sie unter https://fias.institute 


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Dez 6 2024
13:36

Spendenaktion „Stärke beginnt im Kopf“ soll Hilfsangebote erweitern

Studierende in der Krise – Goethe-Uni setzt verstärkt auf psychologische Beratung

Weniger als ein Zehntel aller monatlichen Terminanfragen kann die Psychotherapeutische Beratungsstelle der Goethe-Universität versorgen. Um die Kapazitäten ihres Beratungsangebots für Studierende zu erweitern und auch über die Lehrenden ein sensibles Umfeld für psychische Belastungen zu schaffen, startet die Goethe-Universität jetzt die Spendenaktion „Stärke beginnt im Kopf“. Ziel ist es, mehr Einzelberatungen und Präventionsworkshops anbieten zu können.

FRANKFURT. Die Herausforderungen sind groß: Täglich berichten Medien über alarmierende Zahlen. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse (TK) leiden mehr als 20 Prozent der Studierenden unter psychischen Diagnosen – allein an der Goethe-Universität sind das über 8.000 junge Menschen. Prüfungsstress, finanzielle Unsicherheit, Einsamkeit und globale Krisen belasten Studierende zunehmend. Generell ist das junge Erwachsenenalter eine besonders vulnerable Zeit für die Entstehung psychischer Erkrankungen. Die Psychotherapeutischen Beratungsstelle (PBS) der Goethe-Universität bietet einen geschützten Raum und professionelle Hilfe, doch die Nachfrage übersteigt die Möglichkeiten bei weitem: Auf monatlich 300 Terminanfragen können derzeit nur 25 Erstgespräche vergeben werden.

„Je schneller wir in akuten Krisen reagieren können, desto häufiger vermeiden wir, dass Studierende in belastenden Lebensphasen in existenzielle psychische Notlagen geraten“, erklären Dr. Jana Gutermann und Dr. Laura Pomper, die beiden Leiterinnen der PBS. „Unser Ziel ist also, auf so viele Hilferufe wie möglich unmittelbar zu antworten. Mit mehr Mitteln könnten wir mehr Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten beschäftigen und unser Beratungsangebot erweitern.“

Universitätspräsident Prof. Dr. Enrico Schleiff betont: „Die PBS versteht sich nicht nur als Anlaufstelle für Studierende – sie ist auch ein Unterstützungsangebot für Lehrende und Mitarbeitende unserer Universität. Denn uns ist besonders wichtig, dass wir mit der PBS ein ganzheitliches Konzept verfolgen und auf dem Campus ein Umfeld schaffen, in dem psychische Probleme früh erkannt werden können.“

Neben Einzelgesprächen bietet die PBS Gruppenangebote an zu Themen wie Prüfungsangst, Prokrastination, Umgang mit Emotionen und Selbstwertstärkung. Studienfachberater*innen und Lehrende werden durch Schulungen und Fallbesprechungen dabei unterstützt, frühzeitig und gezielt auf psychische Belastungen einzugehen. Dies schafft die Grundlage für eine schnelle und direkte Vermittlung an die PBS, so dass Studierende in akuten Krisen unmittelbar Hilfe erhalten.

Die Goethe-Universität ruft deshalb dazu auf, einen Beitrag zum Ausbau der Beratungskapazitäten für Betroffene zu leisten:  

  • 50 Euro ermöglichen einem hilfesuchenden Studierenden ein wegweisendes Erstgespräch.
  • 500 Euro fördern eine umfassende und individuelle Beratung, die neue Perspektiven eröffnet.
  • 2.000 Euro schaffen wichtige zusätzliche personelle Kapazitäten, um die Einzel – und Gruppenberatungs- und Präventionsangebote der PBS auszubauen.

Weitere Informationen und Spendenmöglichkeiten finden Sie unter:
https://tinygu.de/Spende-GoetheUni-PBS

Weitere Informationen
Dr. Jana Gutermann und Dr. Laura Pomper
Psychotherapeutische Beratungsstelle
Goethe-Universität
E-Mail pbs-leitung@uni-frankfurt.de

Susanne Honnef
Private Hochschulförderung
Goethe-Universität
069/798-12433
E-Mail honnef@pvw.uni-frankfurt.de
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Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de

 

Dez 5 2024
14:14

Forschende verschiedener Disziplinen analysieren im neuen UniReport den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl.

Was bedeutet die Wahl Trumps für die globalen Machtverhältnisse?

FRANKFURT. Er ist der „President-elect“ und wird am 20. Januar sein Amt antreten: Auf den 47. Präsidenten der USA Donald Trump blickt die deutsche Öffentlichkeit eher verhalten-kritisch bis besorgt. Wie sieht es in der Wissenschaft aus, wie bewerten Forschende die zweite Präsidentschaft Trumps, wie wird seine Amtszeit die amerikanische Innen- und Außenpolitik verändern? Im aktuellen UniReport geben sechs Forschende aus verschiedenen Disziplinen eine kurze und prägnante Einschätzung.

Prof. Ute Sacksofsky, Professorin für Öffentliches Recht und Rechtsvergleichung an der Goethe-Universität, sieht Trump mit einer „ungeheuren Machtfülle“ ausgestattet. Den demokratiefeindlichen Tendenzen könne nur durch effektive Kontrollmechanismen begegnet werden. Doch zeigten Entscheidungen der letzten Jahre, wie sehr der Supreme Court – durch Trump mit extrem konservativen Richter*innen besetzt – Trumps Agenda stütze.

Der Amerikanist Prof. Johannes Völz sieht die Gründe für Trumps deutlichen Wahlerfolg in der Polarisierung der amerikanischen Sozialstruktur: Die Bildungsunterschiede seien zu einem „wirksamen Faktor der US-Politik“ geworden, weil sie eine „Hierarchie des gesellschaftlichen Status“ begründeten. Für Völz haben die Demokraten vor allem ein „Habitus-Problem“, eine „Partei der kleinen Leute“ seien die Demokraten längst nicht mehr.

Für Prof. Simon Wendt, ebenfalls Amerikanist, ist der Wahlerfolg Trumps historisch gesehen nicht überraschend: „Das Schüren von Ängsten vor Kriminalität und Einwanderung, gepaart mit einer Wirtschaftspolitik, die auf niedrige Steuern und Deregulierung setzt, hat Präsidentschaftskandidaten wie Richard Nixon und Ronald Reagan in der Vergangenheit große Wahlerfolge beschert. Die destabilisierenden Folgen des Endes des Kalten Krieges und die von vielen Menschen als negativ empfundenen Auswirkungen der Globalisierung geben ebenfalls einer konservativen Denkweise Vorschub […].“

Der Politikwissenschaftler Prof. Andreas Nölke prognostiziert, dass sich die Entwicklungsmöglichkeiten für exportorientierte Wachstumsmodelle durch die von Präsident Trump geplanten Zölle weiter verringern werden. „Keine große Ökonomie ist so exportorientiert wie Deutschland. Sollten wir nicht die Binnennachfrage stimulieren – beispielsweise durch eine deutliche Ausweitung der privaten und öffentlichen Investitionen – dürfte sich die wirtschaftliche Misere in Deutschland noch vertiefen.“

Prof. Werner Plumpe, Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, betont, dass Trump nicht „der antidemokratische Moloch“ sei. Plumpe sieht aus europäischer Sicht eine Notwendigkeit, zur „Realpolitik“ zurückzukehren. Die europäischen Staaten sollten „ihre eigenen Standortbedingungen […] überdenken und endlich eine Antwort auf die Frage […] geben, ob sie sich ihre teuren Sozialsysteme angesichts schwächelnder Produktivität und geringer technologischer Innovationskraft auf Dauer noch leisten können“.

Prof. Volker Wieland, Professor für Volkswirtschaft an der Goethe-Universität, findet es „seltsam“, dass deutsche Medien das Ende der amerikanischen Demokratie“ verkündeten. Es sei „Demokratie, auch wenn uns das Ergebnis als solches nicht gefallen mag“. Um Trump auf Augenhöhe zu begegnen, rät Wieland der nächsten deutschen Regierung „die Schuldenregeln einzuhalten, angebotsorientierte Strukturreformen auf den Weg zu bringen, Auswüchse des Sozialstaats zu beschneiden und die exzessive Regulierung und Bürokratie abzubauen, um wieder zu substanziellem und dauerhaften Wirtschaftswachstum zurückzukehren“. 

Weitere Themen im neuen Uni-Report:

Aktuelles

  • Hessischer Hochschullehrpreis: Auszeichnungen für „Call-a-CAB“ und „MakeLab“. 
  • Neue Aufgaben in historischen Räumen: Die Medizinische Hauptbibliothek. 
  • Preisverleihung: „Public Service Fellowship“ geht in diesem Jahr an den Humangeographen Martin Lanzendorf, „New Horizon“ an das Team des Wissenschaftsgartens.


Forschung

  • Lichtscheu und giftig: Der Salzwasserkrebs Xibalbanus tulumensis.
  • Goethe, Deine Forscher: Porträt des Sportpsychologen Chris Englert.  
  • Neues Reinhart Koselleck-Projekt des Komparatisten Achim Geisenhanslüke: Rhythmus in der Literaturtheorie. 
  • Georg Zizka über die Flora von Burkina Faso und Mali: späte Frucht eines Sonderforschungsbereiches und der Kooperation von Goethe-Uni und Senckenberg.
  • Von Elfen und Feen: Der Skandinavist Matthias Egeler über die ‚Anderwelt'. 
  • Professur für Suizidologie: Ute Lewitzka bereichert mit ihrem Engagement für die Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen die Goethe-Universität.


Studium, Lehre und Qualifikation 

  • Künstler, Schriftsteller, Dramaturg und Wissenschaftler: Aria Baghestani mit dem DAAD-Preis für internationale Studierende ausgezeichnet. 
  • #GoetheDataDive/Zahl des Monats Dezember: 85,6 Prozent der Studierenden geben an, dass sie zu Hause ungestört lernen können.


Campus
 

  • Poesie als Übersetzung: Mit der neuen Monika-Schoeller-Dozentur soll das literarische Übersetzen als Kunstform stärker ins Bewusstsein gerückt werden.
  • Accelerator-Programm: Die Goethe-Universität setzt einen Meilenstein bei der Förderung studentischer Ausgründungen. 
  • „Aura“, „goofy“, „cringe“ & Co: Die Linguistikprofessorin Petra Schulz hat die Bekanntgabe des neuen „Jugendwort des Jahres“ sprachwissenschaftlich begleitet. 
  • Chancen für die universitäre Lernkultur: Erfahrungen vom ersten Barcamp zu KI. 
  • „Diversität im Schreibzentrumskontext“: Konferenz an der Goethe-Universität beschäftigte sich mit Neurodivergenz, Mehrsprachigkeit und kreativem Schreiben. 
  • 6. Tag der RMU: Abenteuer Exzellenzstrategie – ein Rückblick. 
  • „Die Rolling Stones als Rollenmodell für die modernen jungen Alten“: Weihnachtsvorlesung von Theo Dingermann und Dieter Steinhilber am 17. Dezember. 
  • Botschafterin des interreligiösen Dialogs: Ilona Klemens ist seit Frühjahr neue Pfarrerin der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG). 
  • Gedenken an das Vermächtnis eines Universalgelehrten: Eine Publikation würdigt Spiros Simitis.


International

  • International Day: Viele Lehramtsstudierende informierten sich über Schulpraktika und Praxissemester an einer Partnerschule im Ausland.
  • Demokratie neu denken: Drei neue Fellows am Forschungskolleg Humanwissenschaften arbeiten eng mit „Democratic Vistas“ zusammen.


Kultur  

  • Neuer Architekturführer beschäftigt sich mit dem ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends: Campus Westend erfährt eine eigenwillige Würdigung. 
  • Klassiker mit Aktualität: Chaincourt Theatre Company wagt sich an Shakespeares „Hamlet“.


Bibliothek

  • „Have you seen this book?“ Die „Library of Lost Books“ sucht weltweit nach geraubten jüdischen Büchern.


Nachrufe

  • Prof. Dr. Erhard Kantzenbach
  • Prof. Dr. Rudolf Wiethölter
  • Prof. Dr. Manfred Niekisch 
  • Friedrich von Metzler

Der UniReport 6/2024 steht zum kostenlosen Download bereit unter https://www.unireport.info/aktuelle-ausgabe

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Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Dez 5 2024
09:19

Zwei Studien unter Mitwirkung der Goethe-Universität Frankfurt, des Max-Planck-Instituts für Chemie, der Universität Helsinki und des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung klären zusammen mit brasilianischen Partnerinstitutionen einen Mechanismus auf, der Auswirkungen auf das Klima hat

Der Amazonas-Regenwald als Wolkenmaschine: Wie Gewitter und Pflanzen-Ausdünstungen Kondensationskeime erzeugen

Der Regenwald im Amazonas dünstet riesige Mengen von gasförmigem Isopren aus. Bislang galt, dass dieses Molekül nicht weit in der Atmosphäre verbreitet wird, da es unter Lichteinwirkung rasch zerfällt. Die Messkampagne CAFE-Brazil lieferte Daten für zwei Studien, die jetzt als Titelgeschichte der Zeitschrift Nature erscheinen und das anders sehen: Demnach transportieren nächtliche Gewitter das Isopren in bis zu 15 Kilometer Höhe. Dort reagiert es zu chemischen Verbindungen, die in der Lage sind, große Mengen neuer Aerosolpartikel zu bilden. Diese wachsen weiter an und tragen als Kondensationskeime zur Bildung von Wolken bei. Der Mechanismus dürfte auch Auswirkungen auf das Klima haben.

FRANKFURT/MAINZ/HELSINKI/LEIPZIG. Wer hat sich bei einem sommerlichen Spaziergang durch den Wald nicht schon einmal über den würzigen Geruch in der Luft gefreut? Mitverantwortlich für diesen typischen Duft sind Terpene, eine Gruppe von Substanzen, die etwa im Baumharz oder in ätherischen Pflanzenölen vorkommen. Ihr Grundbaustein und gleichzeitig das am häufigsten vorkommende Molekül ist das sogenannte Isopren. Schätzungen zufolge geben Pflanzen pro Jahr weltweit 500 bis 600 Millionen Tonnen Isopren in ihre Umgebung ab, es macht damit etwa die Hälfte der gesamten Emissionen von gasförmigen organischen Verbindungen der Pflanzen aus. „Allein der Amazonas-Regenwald ist für mehr als ein Viertel dieser Emissionen verantwortlich“, erklärt Atmosphärenforscher Prof. Joachim Curtius von der Goethe-Universität Frankfurt.

Bislang dachte man, dass das Isopren im Amazonas-Gebiet rasch abgebaut wird und nicht in höhere Luftschichten gelangt. Denn tagsüber bilden sich unter dem Einfluss der Sonne in der bodennahen Atmosphäre sogenannte Hydroxyl-Radikale. Diese sind sehr reaktionsfreudig und zerstören die Isopren-Moleküle binnen Stunden. „Wir haben nun aber festgestellt, dass das nur ein Teil der Wahrheit ist“, sagt Curtius. „Auch nachts sind nämlich noch erhebliche Mengen Isopren im Regenwald vorhanden. Und diese Moleküle können zu einem erheblichen Teil in höhere Atmosphärenschichten befördert werden.“

Gewitter wirken wie Staubsauger

Verantwortlich dafür sind tropische Gewitter, die sich nachts über dem Regenwald zusammenbrauen. Sie saugen das Isopren wie ein Staubsauger an und verfrachten es in acht bis 15 Kilometer Höhe. Sobald die Sonne aufgeht, entstehen Hydroxyl-Radikale, die mit dem Isopren reagieren. Bei den extrem niedrigen Temperaturen, die dort herrschen, werden die Regenwald-Moleküle dadurch aber in andere Verbindungen umgewandelt als am Boden. Sie verbinden sich mit Stickoxiden, die in den Gewittern durch Blitzeinwirkung entstehen. Viele dieser Moleküle können sich dann zu winzigen Partikeln von nur wenigen Nanometern Größe zusammenlagern, den Aerosolpartikeln. Diese Partikel wiederum wachsen im Laufe der Zeit an und dienen dann als Kondensationskeime für Wasserdampf – sie spielen damit eine wichtige Rolle für die Bildung von Wolken in den Tropen.

„Wir haben diese Abläufe mit Hilfe von Forschungsflügen aufklären können, die zwei Stunden vor Sonnenaufgang begannen und dann den ganzen Tag über andauerten“, erläutert Prof. Jos Lelieveld, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz. Er leitet das Forschungsprojekt CAFE-Brazil (Chemistry of the Atmosphere: Field Experiment in Brazil), in dem ein internationales Forschungsteam Daten zu den chemischen Prozessen in der Atmosphäre über dem Amazonasregenwald sammelte. „Dabei konnten wir in der Luft, die in der Höhe wieder aus den Gewittern herausfließt, erhebliche Mengen an Isopren nachweisen, aus dem sich dann nach mehreren chemischen Reaktionen rasch die neuen Aerosolpartikel formten.“

Einfluss auf die Bildung von Wolken über dem Ozean möglich

Curtius und Lelieveld sind nicht nur Partner in CAFE-Brazil, sondern auch am sogenannten CLOUD-Konsortium beteiligt. Darin untersuchen mehr als 20 Arbeitsgruppen klimarelevante chemische Prozesse in der Atmosphäre. Sie stellen dazu die Bedingungen, die in der Atmosphäre herrschen, in der Aerosol- und Wolken-Experimentierkammer des CERN in Genf nach. Mit Hilfe dieser Kammer lässt sich im Detail analysieren, welche Reaktionen durch das Sonnenlicht ausgelöst werden. „Wir konnten so exakt bestimmen, mit welcher Rate sich die Aerosolpartikel aus den Isopren-Produkten bilden“, erklärt der Atmosphärenforscher Dr. Xu-Cheng He, der die Versuche mit Isopren leitet. „Interessanterweise zeigte sich dabei, dass die Bildung der Aerosolpartikel schon durch extrem geringe Mengen von Schwefelsäure und Jod-Oxosäuren, die in der Atmosphäre häufig vorkommen, um den Faktor 100 beschleunigt wird. Diese Moleküle können daher gemeinsam die Bildung von Wolken über den Ozeanen beeinflussen – ein Prozess, der bei Vorhersage von Klimaveränderungen und deren Folgen mit großer Unsicherheit behaftet ist.“

Schwefelsäure wird in der Atmosphäre aus verschiedenen schwefelhaltigen Substanzen gebildet. Es kann vor allem durch die Reaktion von Schwefeldioxid mit Hydroxyl-Radikalen entstehen. Die Frankfurter Arbeitsgruppe war im CLOUD-Experiment für Messung der äußerst niedrigen Schwefelsäure-Konzentrationen verantwortlich, und das Mainzer Team führte die Messungen der reaktiven Hydroxyl-Radikalen durch.

Die Partikel, die sich aus dem Isopren hoch über dem Amazonas-Regenwald bilden, können durch die Winde in dieser Höhe bis zu Tausende von Kilometern verbreitet werden. Sie haben also vermutlich noch in großen Entfernungen einen Einfluss auf die Wolkenbildung. Da Wolken je nach Beschaffenheit und Höhe die Sonnenstrahlung abschirmen oder die Abgabe von Wärme ins All verhindern, spielen sie für das Klima eine große Rolle. Die Forschenden hoffen daher, mit ihren Erkenntnissen zu einer Verbesserung der Klimamodelle beizutragen.

Daraus folgt, wie auch aus den Ergebnissen des CAFE-Brazil-Projekts, dass eine weitere Abholzung des Amazonas-Regenwaldes in doppelter Hinsicht schädlich für das Klima sein könnte. „Einerseits werden dadurch Treibhausgase frei, weil der Wald als Kohlendioxid-Speicher ausfällt“, betont Curtius. „Andererseits werden durch die Rodung sowohl der Wasserkreislauf als auch die Isopren-Emissionen beeinträchtigt, was den Klimawandel weiter antreibt.“

Publikationen:
Joachim Curtius et al.: Isoprene nitrates drive new particle formation in Amazon's upper troposphere. Nature (2024), DOI: https://doi.org/10.1038/s41586-024-08192-4

Jiali Shen et al.: New particle formation from isoprene in the upper troposphere. Nature (2024), DOI: https://doi.org/10.1038/s41586-024-08196-0

Bilder zum Download:
https://www.uni-frankfurt.de/159501921

Bildtexte:
Aircraft: Das Forschungsflugzeug des CAFE-Brazil-Projekts kurz nach dem Abheben. Foto: Dirk Dienhart, MPI für Chemie
Amazonas: Der Rio Negro im Amazonasgebiet vom Forschungsflugzeug aus. Foto: Linda Ort, MPI für Chemie
Cloud: Wolke über dem Amazonas-Gebiet, aufgenommen bei einem Forschungsflug. Foto: Philip Holzbeck, MPI für Chemie
Rain: Immer wieder kommt es über dem Regenwald zu heftigen Schauern. Foto: Philip Holzbeck, MPI für Chemie
Scientists: Die Instrumente und Messdaten werden an Bord des Forschungsflugzeugs von den Forscherinnen Gabriela Unfer (links) und Zaneta Hamryszczak kontrolliert. Foto: Philip Holzbeck, MPI für Chemie

Hintergrundinformationen:
CAFE-Brazil: Forschung in und über dem Amazonasregenwald:
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/forschung/forschung-in-und-ueber-dem-amazonasregenwald/
https://www.mpic.de/5299687/cafe-brazil-kampagne?c=3477744

Fliegender Sonnenschirm über den Ozeanen: Wie Wolken den Klimawandel beeinflussen (Forschung Frankfurt 2.2021)
https://www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de/111446110.pdf

Weitere Informationen
Prof. Dr. Joachim Curtius
Institut für Atmosphäre und Umwelt
Goethe-Universität Frankfurt
Tel: +49 (0)69 798-40258
curtius@iau.uni-frankfurt.de
Website: https://www.uni-frankfurt.de/44625400/Joachim_Curtius

Prof. Dr. Jos Lelieveld
Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz
Tel: +49 (0)6131 3054040
jos.lelieveld@mpic.de

Dr. Xu-Cheng He
Institute for Atmospheric and Earth System Research/Physics 
University of Helsinki
Tel. +358294150284
xucheng.he@helsinki.fi

Prof. Mira Pöhlker
Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS), Leipzig
Tel. +49 341 2717-7431, -7468
poehlker@tropos.deunfer@tropos.de

Prof. Dr. Luiz Augusto Toledo Machado
Instituto de Física 
Universidade de São Paulo
lmachado@if.usp.br

Twitter: @goetheuni @MaxPlanckChem @helsinkiuni @tropos_de @usponline


Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de

 

Dez 4 2024
15:32

Studiengalerie 1.357 zeigt Performancevideo von und Videointerview mit der amerikanischen Künstlerin Adrian Piper.

Tanzende Grenzüberschreitung

FRANKFURT. Vom 11. Dezember bis 23. Januar präsentiert die Studiengalerie 1.357 der Goethe-Universität das Performancevideo „Adrian Moves to Berlin“ (2007/2017) der Künstlerin Adrian Piper sowie das Videointerview „Adrian Piper Interview: Rationality and the Structure of the Self“ (2007-2010, von Robert Del Principe). Die Eröffnung ist am Mittwoch, 11. Dezember, 20.00 Uhr, im Raum 1.357, IG-Farben-Haus.

Das Werk der international renommierten Konzeptkünstlerin und analytischen Philosophin Adrian Piper hat seit den 1960er Jahren die zeitgenössische Kunst und Gesellschaft entscheidend geprägt. Im Fokus der Ausstellung steht „Adrian Moves to Berlin“ (2007/2017). In diesem Video einer Performance auf dem Berliner Alexanderplatz tanzt Adrian Piper eine Stunde lang zu House-Musik der frühen 2000er Jahre. Die Arbeit kann als Hommage an die deutsche Hauptstadt verstanden werden, in der Clubs nach der Wiedervereinigung zentrale Orte der Begegnung wurden. In „Adrian Moves to Berlin“ nutzt die Künstlerin Tanz als Ausdrucksform und politisches Medium. Im Tanz können Disziplinierungen überwunden, Raum eingenommen und soziale Grenzen durchbrochen werden. Piper lädt mit ihren Bewegungen die Zuschauer*innen ein, Kategorien wie Geschlecht, Herkunft und soziale Rollen zu hinterfragen. Mechanismen der Wahrnehmung und Zuschreibung wird mit Humor begegnet.

Adrian Piper hat im Laufe ihrer Karriere als Konzeptkünstlerin bahnbrechende Werke geschaffen. Ihre künstlerische Praxis umfasst unterschiedlichste Medien – von Fototext-Collagen über Video- und Klanginstallationen bis hin zu Performances und skulpturalen Arbeiten. Einen Einblick in ihre Forschung zu Metaethik und Kants Philosophie, mit der sie im philosophischen Diskurs bekannt wurde, gibt es ebenfalls in der Studiengalerie 1.357 gezeigte Videointerview „Adrian Piper Interview: Rationality and the Structure of the Self“ (2007-2010, von Robert Del Principe). Pipers gesamtes Schaffen ist geprägt von der Auseinandersetzung mit Identität, der Dekonstruktion sozialer Zuschreibungen und der Frage nach der Konstitution des Selbst.

Adrian Piper (*1948 in New York City, USA) ist eine Künstlerin und Philosophin, die seit 2005 in Berlin lebt. Piper schloss 1969 ihr Studium an der School of Visual Arts in New York ab. Ihr Philosophiestudium absolvierte sie am City College of New York und an der Harvard University, wo sie 1977 einen M.A. und 1981 unter der Leitung von John Rawls einen Ph.D. erwarb. Piper lehrte Philosophie an den Universitäten von Georgetown, Harvard, Michigan, Stanford und der UC San Diego. Zu ihren jüngsten Einzelausstellungen in Museen zählen: im PAC Padiglione d'Arte Contemporanea, Mailand (2024), im MoMA, New York (2018), im Hammer Museum, Los Angeles (2018), im Hamburger Bahnhof, Berlin (2017), in der CPH Kunsthal, Kopenhagen (2006), und im MACBA Barcelona (2004). Piper hat für ihr Werk zahlreiche Preise erhalten, darunter den Goldenen Löwen der Venedig Biennale (2015), den Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste Berlin (2018) und den Goslarer Kaiserring (2021).

Die seit 2010 existierende STUDIENGALERIE 1.357 ist ein Lehr- und Lernprojekt an der Goethe-Universität am Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften. Die Studiengalerie versteht sich als Lehr- und Lernort, in dem durch Kunst aktuelle gesellschaftspolitisch relevante Themen in die Universität hineingetragen werden. Studierende lernen komplexe Thematiken international anerkannter Künstler*innen aufzubereiten. Die Studiengalerie 1.357 ist öffentlich zugänglich und richtet sich sowohl an ein universitäres Publikum als auch an die Frankfurter Öffentlichkeit.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zur Studiengalerie 1.357 findet man unter https://studiengalerie-1357.de/


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Dez 3 2024
13:21

Europäischer Forschungsrat fördert Grundlagenforschung mit rund 5,5 Millionen Euro

Politikwissenschaften, Philosophie und Medizin: Drei renommierte ERC Grants gehen an die Goethe-Universität

Für ihre visionären Forschungsvorhaben erhalten drei Spitzenforscher*innen der Goethe-Universität für die kommenden fünf Jahre Fördergelder des Europäischen Forschungsrats (ERC). Je einen ERC Consolidator Grant erhalten Prof. Julian Garritzmann zur Untersuchung von Bildungsunterschieden als zentrale Achse von politischen Konflikten und Prof. Joel Thiago Klein zu Kants Rechtsphilosophie und deren aktueller Relevanz. Die Molekularbiologin Dr. Hannah Uckelmann befasst sich im Rahmen ihres ERC Starting Grants mit nicht-genetischen (epigenetischen) Veränderungen der DNA in Blutzellen, die in der Leukaemieentstehung wichtig sind.

FRANKFURT. Prof. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität, hebt die thematische Breite der neuen ERC Grants hervor: „Ich gratuliere unseren drei ERC-Preisträger*innen herzlich. Sie verfolgen zukunftsweisende Projekte, die ein Streiflicht auf die Exzellenz der Goethe-Universität in ihrer ganzen Vielfalt von den Politik- und Sozialwissenschaften bis hin zur Medizin wirft. Die ERC-Preisträger zeigen, dass auch unsere Grundlagenforschung nahe an aktuellen Herausforderungen unserer Zeit ist, wenn sie untersuchen, wie Bildung unsere Gesellschaft gleichsam einen wie spalten kann, warum Kants Philosophie unsere heutigen Diskussionen zu Gerechtigkeit zwischen den Generationen und der Verteilung von Gütern prägt und wie Leukämien entstehen, obwohl die Proteine, die direkt das ungezügelte Wachstum verursachen, nicht von Mutationen betroffen sind.“

Bildung ist ein zentrales Element unserer heutigen „Wissensgesellschaften“. Bildung hat viele positive soziale und ökonomische Konsequenzen, so z.B. für das Wirtschaftswachstum oder für sozialen Aufstieg. Daher wurde viel Hoffnung in die massive Bildungsexpansion gesetzt. Gleichzeitig hat Bildung aber das Potential, unsere Gesellschaften politisch zu spalten: Es entsteht zunehmend eine politische Konfliktlinie zwischen Bildungsgruppen, die immer mehr eine zentrale Achse von politischem Konflikt wird.

Dies argumentiert und untersucht der Politikwissenschaftler Julian Garritzmann in dem mit rund zwei Millionen Euro geförderten Projekt „POLEDUC – The Politics of the Latent Educational Cleavage“. Das Projekt untersucht die komplexen Zusammenhänge auf drei Ebenen: Auf der Individualebene ermittelt es die Bildungskluft in politischen Präferenzen und Verhalten anhand von Meinungsumfragen; auf der übergeordneten Ebene analysiert das Projekt, wie der Parteienwettbewerb zunehmend unterschiedliche Bildungsgruppen adressiert. Und schließlich untersucht es auf der Makroebene der Politikgestaltung, warum politische Entscheidungsträger zunehmend auf besser-gebildete Bürger*innen eingehen.

Julian Garritzmann ist Professor für Politikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Wohlfahrtsstaats- und Bildungspolitikforschung, in der Vergleichenden Politischen Ökonomie und politischen Soziologie. Nach einem Studium in Köln und einer Promotion in Konstanz forschte und lehrte er u.a. an der Harvard University, der Duke University, der Universität Zürich und dem Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Seine Forschung wurde u.a. mit Preisen der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft, der Schweizer Vereinigung für Politikwissenschaft und der American Political Science Association ausgezeichnet.
https://www.fb03.uni-frankfurt.de/42422317/Prof__Dr__Julian_Garritzmann

Der brasilianische Philosoph und Kantspezialist Prof. Dr. Joel Thiago Klein wird am Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften der Goethe-Universität zu Kants Rechtsphilosophie und ihrer aktuellen Relevanz forschen. In seinem Projekt „LSR – LAW, STATE, REPUBLIC: An Interpretation and Defense of a Kantian Critical Reflective Constructivism“ geht Klein davon aus, dass neue Perspektiven, die sich aus Kants Rechtsphilosophie ergeben, einen Beitrag zu zeitgenössischen normativen Herausforderungen in der politischen Philosophie leisten können wie auch zur Rechtsphilosophie und zur politischen und rechtlichen Theorie. Darunter fallen etwa Anforderungen an das Ideal der Rechtsstaatlichkeit und das Verhältnis zwischen den Rechtsprinzipien, der Geschichte und Anthropologie; ebenso formuliert Klein neue Überlegungen zur Legitimität des Eigentums, zur wirtschaftlichen Gerechtigkeit und Gerechtigkeit zwischen den Generationen, zum Kosmopolitismus, zu den Menschenrechten und zur Demokratie.

Mit seinem ERC-Projekt, das mit rund zwei Millionen Euro gefördert wird, ist Klein Teil der vielfältigen Aktivitäten zur Kant-Forschung an der Goethe-Universität; sein Projekt berührt sich insbesondere mit Arbeitsschwerpunkten der renommierten Kantforscher Prof. Dr. Marcus Willaschek und Prof. Dr. Rainer Forst.

Joel T. Klein ist ordentlicher Professor für moderne Philosophie, Ethik und politische Philosophie an der Bundesuniversität von Paraná (Brasilien). Er forscht zur theoretischen und praktischen Philosophie Kants sowie zu Themen im Zusammenhang mit Demokratie, Rechtsphilosophie, Geschichtsphilosophie und Gerechtigkeitstheorien.
Nach einem Abschluss und Master in Philosophie an der Bundesuniversität Santa Maria (2008) promovierte Klein an der Bundesuniversität Santa Catarina (2012), beide in Brasilien. Sein Postdoc absolvierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit einem Alexander-von-Humboldt-Stipendium (2018-2020); zudem war er Gastwissenschaftler an der Goethe-Universität Frankfurt (2023).
https://fil.cfh.ufsc.br/joel-thiago-klein/

Krebs entsteht nicht nur durch Veränderungen oder Mutationen des genetischen Codes, die zu fehlerhaften Proteinen führen. Auch chemische Veränderungen der DNA oder der Proteine, um die die DNA aufgewickelt ist (Histone), beeinflussen die Aktivität von Genen und können, wenn hier Fehler auftreten, die Entstehung und das Wachstum entarteter Zellen begünstigen, da sie bei einer Zellteilung auf die Tochterzellen vererbt werden. In ihrem ERC-Projekt „EpiTransformers – Targeting epigenetic regulators during leukemia evolution“ untersucht Dr. Hannah Uckelmann, wie Blut-Stammzellen durch solche epigenetischen Veränderungen zu Leukämiezellen werden können. Insbesondere will Uckelmann verstehen, wie Krebszellen etwa Transportwege in den Zellen kapern, um solche Gene anzuschalten, die das Krebswachstum begünstigen. Damit will sie das Verständnis epigenetischer Prozesse verbessern, um die Grundlage für neue therapeutische Ansätze gegen Krebs zu legen. Der ERC Starting Grant umfasst rund 1,5 Millionen Euro.

Dr. Hannah Uckelmann leitet eine Max-Eder-Forschungsgruppe an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Frankfurt. Nachdem sie ein Studium an der Universität Heidelberg mit einem Master in Molekularen Biowissenschaften abgeschlossen hatte, promovierte sie am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Mit einem Postdoktorandenstipendium ging Uckelmann an das Dana-Farber Cancer Institute in Boston und lehrte an der Harvard Medical School. Mit einer Förderung durch das Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum Frankfurt kehrte Hannah Uckelmann in 2023 nach Deutschland zurück. Seit August 2024 trägt die Deutsche Krebshilfe im Rahmen des Max-Eder-Programms zur Finanzierung ihrer Arbeitsgruppe bei. Die Förderung durch den ERC Starting Grant wird im Laufe des Jahres 2025 beginnen.
https://www.leukemia-research.de/team/hannah-uckelmann/
https://www.uckelmannlab.com/

Mit dem ERC Consolidator Grant fördert der European Research Council exzellente, vielversprechende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Arbeitsgruppe sich in der Konsolidierungsphase befindet. Der Grant soll ihnen ermöglichen, einen eigenen Forschungsbereich auszubauen und visionäre, grundlagenorientierte Forschung zu betreiben. Mit einem Fördervolumen von bis zu zwei Millionen Euro für fünf Jahre gehört der Consolidator Grant zu den höchstdotierten Einzel-Fördermaßnahmen der Europäischen Union.

ERC Starting Grants unterstützen exzellente Forscherinnen und Forscher, die sich in den ersten Jahren nach ihrer Promotion ein eigenes Forschungsteam aufbauen und sich mit einem viel versprechenden Forschungsprojekt wissenschaftlich etablieren wollen. Für die Projekte erhalten sie bis zu 1,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren.

Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) ist eine von der Europäischen Kommission eingerichtete Institution zur Finanzierung grundlagenorientierter Forschung.

Bilder zum Download:
https://www.uni-frankfurt.de/162631713

Bildtext:
Prof. Dr. Julian Garritzmann. Foto: Anna Kluge
Prof. Dr. Joel Thiago Klein, Foto: Cibele Rowena
Dr. Hannah Uckelmann, Foto: privat


Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de

 

Dez 2 2024
13:35

Preisverleihung im Rahmen des Cornelia Goethe Salons – Laudatio hält Schriftsteller Thomas Meinecke

Cornelia Goethe-Preis 2024 geht an Literaturwissenschaftlerin Franziska Haug

FRANKFURT. „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es“ – der Satz der französischen Schriftstellerin Simone de Beauvoir hat die Frauen- und Geschlechterforschung nachhaltig geprägt. Doch wie „wird man“ zu einer Frau, wenn „man“ nicht als Frau geboren wird? Genauer: Welche Art und Form von Arbeit wird in diesem Prozess geleistet – diese Frage ist Ausgangspunkt der Dissertation „Arbeit als literarisches Verfahren der Produktion von Geschlecht“ der Literaturwissenschaftlerin Franziska Haug, die ihr Thema an literarischen und popmusikalischen Texten erkundet.

Für ihre Arbeit erhält Franziska Haug nun den Cornelia Goethe Preis 2024. Der alle zwei Jahre vergebene Preis wird im Rahmen des Cornelia Goethe Salons verliehen, zu dem der Förderkreis des Cornelia Goethe Centrums einlädt

am Donnerstag, den 5. Dezember 2024, 
von 19 – 22 Uhr, 
in das Gästehaus der 
Goethe-Universität, Frauenlobstr. 1.


Die Laudatio zum diesjährigen Cornelia Goethe Preis hält der Schriftsteller, Musiker und DJ Thomas Meinecke, der 2012 Dozent der Frankfurter Poetik-Vorlesungen war.

Die Preisträgerin Franziska Haug hat von 2017 bis 2023 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik gearbeitet und wurde 2023 an der Goethe-Universität mit der prämierten Arbeit promoviert. Aktuell ist sie Post-Doc im VW Freigeist Projekt „Light On! Queer Literatures and Cultures under Socialism“ am Institut für Slavische Literatur- und Kulturwissenschaft der Universität Regensburg. Sie ist Mitbegründerin von „A Room of Our Own“ – Linker Literatursalon Frankfurt und arbeitet als selbstständige Lektorin.

Der Cornelia Goethe Preis wird seit 2002 durch den Förderkreis des Cornelia Goethe Centrums vergeben und ist mit 2000 Euro dotiert. Ausgezeichnet wird jeweils eine hervorragende wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiet der Frauen- und Geschlechterforschung.

Das Cornelia Goethe Centrum für Geschlechterforschung wurde 1997 als interdisziplinär und international ausgerichtetes Forschungs- und Studienzentrum der Goethe-Universität gegründet. 2000 wurde es nach Cornelia Goethe, der Schwester von Johann Wolfgang Goethe, benannt. Die Arbeit des Centrums wird seit mehr als 25 Jahren vom Förderkreis unterstützt.

Für die Teilnahme wird ein Beitrag von 15 Euro (Abendkasse) erhoben. Studierende zahlen 10 Euro.

Weitere Informationen zum Programm des Cornelia Goethe Salons sind auf der Webseite des Cornelia Goethe Centrums einzusehen: https://cgc.uni-frankfurt.de/


Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de

 

Nov 29 2024
12:53

Ausgezeichnet für ihre herausragenden Lehr- und Lernkonzepte wurden „Call-a-CAB“ und „MakeLab“.

Goethe-Universität beim Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre doppelt erfolgreich

FRANKFURT. Gleich mit zwei Projekten ist die Goethe-Universität beim „Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre“ in diesem Jahr erfolgreich: „Call-a-Cab“ erhielt in der Kategorie Projektpreis für eine Arbeitsgruppe/Organisationseinheit den 2. Preis in Höhe von 30.000 Euro. „MakeLab“ wurde in der Kategorie Studentische Initiative mit dem Preis in Höhe von 10.000 Euro ausgezeichnet. Der Hochschullehrpreis 2024 wurde am gestrigen Abend im Frankfurter Jügelhaus der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung von Wissenschaftsminister Timon Gremmels überreicht. Die Preisträgerinnen und Preisträger kombinierten theoretische Grundlagen mit Aufgaben der Praxis und hätten dabei immer die unterschiedlichen Voraussetzungen und den Lernerfolg der Studierenden im Blick. Genau das zeichne gute Lehre aus, so Minister Gremmels. 

Das Service-Learning-Seminar „Call-a-Cab“ von Prof. Sabine Windmann, Lucie Binder, Bettina Schultz und Henri Krake ermöglicht Studierenden der Psychologie, das gelernte Wissen im Alltag einzusetzen und berufspraktische Kompetenzen zu erlangen. „CAB“ steht dabei für Come-along-Buddy. Die Teilnehmenden des Seminars unterstützen Studierende aus beliebigen Fachrichtungen individuell bei der Bewältigung studienrelevanter Herausforderungen. Das fachlich gut umgesetzte Seminar fördert aus Sicht der Jury den Lernerfolg der Studierenden nachhaltig und ist auf andere Hochschulen übertragbar. Dem kontinuierlich weiterentwickelten Lehrkonzept gelinge es, die geforderte praktische, praxisnahe Ausbildungskompetenz in das Psychologiestudium zu integrieren und die Teilnehmenden übernähmen nicht nur Verantwortung, sondern trainierten psychologische Basis- und Beratungskompetenzen, die für die spätere Berufspraxis relevant seien.

Die interdisziplinäre, studentische Initiative „MakeLab“ betreibt eine offene Werkstatt als „Makerspace“ und 3D-Labor an der Goethe-Universität. Zur Initiative gehören Patrick Gunkel, Maite Vera von Bargen, Tarick Horky, Paula Kilp, Kyle Rinfreschi, Theresa Berg, Corinna Kraft, Jou Preuß, Silvan Kuhlke, Sandra Stelzenmüller und Johannes Göpel „MakeLab“ ist als studentischer Lehr-, Lern- und Experimentierraum gedacht, in dem neben dem offenen Zugang zu Geräten und Werkzeugen auch Hilfe zur Selbsthilfe, Wissenstransfer sowie Beratung und Unterstützung bei Projekten angeboten wird. Die Jury hebt hervor, dass die herausragende studentische Initiative sich besonders durch die gelebte Experimentierkultur und das interdisziplinäre Miteinander-Arbeiten der Teilnehmenden aus unterschiedlichen Fachbereichen und die Vielfalt der durchgeführten Projekte auszeichne. Die Jury zeigt sich ferner beeindruckt vom großen ehrenamtliche Engagement der beteiligten Studierenden und von deren integrativem Wirken in die Universität hinein.

Die Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Goethe-Universität, Prof. Viera Pirker, sagt: „Die Jury des Hessischen Hochschulpreises für Exzellenz in der Lehre hat in diesem Jahr die Projekte Call-a-CAB und MakeLab der Goethe-Universität ausgezeichnet. Diese Entscheidung ehrt sowohl ein kooperatives Lehr-Lern-Modell als auch ein aktives Lernprojekt. Beide Projekte betonen das Miteinander und den konstruktiven Austausch zwischen Lernenden und Lehrenden sowie zwischen den Studierenden selbst. Damit wird ein wichtiges Prinzip unseres Leitbilds Lehre und Studium mit Leben gefüllt: Wissenschaftliches Wissen und Wissenszuwachs werden durch sozialen Austausch gefördert. Im Namen der Universität gratuliere ich den Gewinnerprojekten herzlich.“

In Frankfurt koordiniert die Abteilung Karriere, Stipendien und Preise im Bereich Studium, Lehre, Internationales das interne Verfahren und begleitet die Ausschreibung, Organisation sowie den Auswahlprozess der Einreichungen beim HMWK. Die Schirmherrschaft liegt bei der Vizepräsidentin für Studium und Lehre, und die interne Auswahljury wird aus der QSL-Kommission gebildet. Die fünf ausgewählten Anträge werden vor der Einreichung beim HMWK gemeinsam mit den Einreichenden optimiert; zudem begleitet die Abteilung die Einreichenden während der Jurybesuche. 2024 wurden 16 Projekte zur internen Vorauswahl eingereicht. Die Ausschreibung für 2025 läuft seit dem 25. November. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren sind auf der Website der Goethe-Universität einsehbar: https://tinygu.de/bM7pe

Weitere Informationen und Filme auch zu den beiden ausgezeichneten Projekten aus Frankfurt findet man unter www.hochschullehrpreis.hessen.de


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Nov 26 2024
13:25

Die 56. Römerberggespräche diskutieren über Einwanderung als nationale Schicksalsfrage

Wie hältst Du’s mit der Migration?

FRANKFURT. Mit dem Thema Zuwanderung werden derzeit in Deutschland Wahlen gewonnen oder verloren. Die Angst vor wachsender Kriminalität, Terroranschlägen ausländischer Täter und die Alarmrufe überforderter Kommunen bilden ein Schreckensszenario, mit dem populistische Parteien Akteure anderer Parteien vor sich hertreiben.

Wer sich heute noch zur Willkommenskultur bekennt, wer das uneingeschränkte Recht auf Asyl verteidigt oder auf die Bedeutung der Migration für den Arbeitsmarkt und die Sozialsysteme verweist, wird als weltfremd und blind für die Sorgen eines Teils der Bevölkerung denunziert.

Zeit für einen Faktencheck und mehr Differenzierung: Was ist begründete Sorge, was medialer Hype, was politisch motivierte Panikmache? Was sagt die Kriminalstatistik? Was sind Möglichkeiten, Chancen und Grenzen der politisch gestalteten Zuwanderung? Und was geschieht mit einer Gesellschaft, deren Problembewusstsein sich auf die Frage der Eindämmung unerwünschter Migration verengt?

Mit diesen Fragen befassen sich die

56. Römerberggespräche
„Wie hältst Du's mit der Migration – Einwanderung als nationale Schicksalsfrage?“
am Samstag, dem 7. Dezember 2024,
von 10 bis 17 Uhr,
im Chagall Saal des Schauspiel Frankfurt.

Redner*innen und Diskussionsgäste sind der Historiker Ulrich Herbert, die Kriminologin und Soziologin Gina Wollinger (Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen), der Fernsehjournalist und Professor für Journalismus Thomas Hestermann (Hochschule Macromedia Hamburg), die Migrationsforscherin Manuela Bojadžijev (Humboldt-Universität zu Berlin), der Migrations- und Bildungssoziologe Aladin El-Mafaalani (Technische Universität Dortmund), die deutsch-iranische Journalistin Gilda Sahebi, der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher (Goethe-Universität, Normative Orders) und der Politikwissenschaftler Volker Heins (Universität Duisburg-Essen). 
Moderiert wird die Veranstaltung von der Journalistin Hadija Haruna-Oelker und dem Literaturredakteur Alf Mentzer vom Hessischen Rundfunk. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter sind die Römerberggespräche e.V. in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität und weiteren Partnern. Die Frankfurter Römerberggespräche bestehen seit 1973 in ununterbrochener Folge und sind eine feste Institution der Debattenkultur in Deutschland. Vorsitzender des Trägervereins Römerberggespräche e.V. ist Miloš Vec, Professor für Rechts- und Verfassungsgeschichte an der Universität Wien und assoziiertes Mitglied des Frankfurter Forschungszentrums Normative Ordnungen.

Das Programm im Überblick:

10.00 Uhr
Begrüßung

10.15 Uhr
Ulrich Herbert
Migrationsprozesse in Europa nach 1945 – Ein kritischer Vergleich

11.00 Uhr
Gina Wollinger und Thomas Hestermann
Von der Angst: Migration und Kriminalität

12.00 Uhr
Manuela Bojadžijev
Solidarität und Demokratie. In Verteidigung der Migrationsgesellschaft

14.00 Uhr
Aladin El-Mafaalani
Einseitiger Diskurs und komplexe Wahrheiten – Die Migrationsdebatte

15.00 Uhr
Gilda Sahebi und Thomas Biebricher
Progressiv, konservativ, rechts. Polarisierung im medialen und politischen Raum

16.00 Uhr
Volker Heins
Der Trump-Effekt. Eine Zeitenwende für die Migrationsgesellschaft?
Ende gegen 17 Uhr

Details zum Programm:
www.roemerberggespraeche-ffm.de und www.normativeorders.net

Plakat und Programm zum Download: 
https://www.normativeorders.net/events/wie-haeltst-dus-mit-der-migration-einwanderungs-als-nationale-schicksalsfrage/


Weitere Informationen
Anke Harms
Referentin für Wissenschaftskommunikation
des Forschungszentrums „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität
anke.harms@normativeorders.net
069/798-31407


Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de

 

Nov 25 2024
15:31

Unter dem Titel „Vom Molekül zum Menschen“ nimmt das Wissenschaftsmagazin der Goethe-Universität die Medizin in den Blick

Wenn das Kiefergelenk knackt und schmerzt

Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, ein Knacken im Kiefergelenk – dies alles können Folgen einer Funktionsstörung des Kaugelenks sein, einer sogenannten Craniomandibulären Dysfunktion (CMD). Am Zentrum der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZZMK, Carolinum) der Goethe-Universität geht man der Problematik auf den Grund. Ein Beitrag in der neuen Ausgabe von „Forschung Frankfurt“ berichtet über die Arbeit der CMD-Ambulanz.

FRANKFURT. Allein in Deutschland leiden schätzungsweise rund sieben Millionen Menschen unter Craniomandibulärer Dysfunktion (CMD). Und die wenigsten haben bislang von dieser Krankheit gehört, ja, sogar vielen Ärzten sind die Zusammenhänge nicht bekannt. So haben viele Patienten mit ihren Beschwerden eine wahre Odyssee hinter sich, wenn endlich die richtige Diagnose gestellt wird – zum Beispiel in der CMD-Ambulanz der Goethe-Universität. Hier ist in Diagnostik und Therapie ein interdisziplinäres Team aus Zahnärzten, Fachärzten und Therapeuten eingebunden. Wie Oberärztin Dr. Steffani Görl und ihr Team bei der Diagnose vorgehen und welche Möglichkeiten der Heilung und Schmerzlinderung es gibt, lesen Sie in der neuesten Ausgabe von „Forschung Frankfurt“, dem Wissenschaftsmagazin der Goethe-Universität.

Das Magazin gibt auch Einblicke in weitere medizinische Forschungsschwerpunkte der Goethe-Universität. So geht es zum Beispiel darum, wie Tumorzellen ihr umgebendes Gewebe instrumentalisieren, wie ein molekularer Werkzeugkasten die Entwicklung künftiger Wirkstoffe gegen verschiedenste Krankheiten beschleunigen kann oder wie der Einsatz von Präzisionsmedizin dabei hilft, Infarkte frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Darüber hinaus geht es aber auch um Fragen des Gesundheitssystems: Retten uns Pflegeroboter vor dem Fachkräftemangel? Wie kann kostbares Spenderblut besser gemanagt werden? Und wie wird sich unser Gesundheitssystem angesichts immer knapperer Ressourcen und kostspieliger Therapieangeboten entwickeln?

Die aktuelle Ausgabe von „Forschung Frankfurt“ (1/2024) kann von Journalistinnen und Journalisten kostenlos bestellt werden über: ott@pvw.uni-frankfurt.de

Weitere Informationen: 

Gesamte PDF-Ausgabe von Forschung Frankfurt: www.forschung-frankfurt.de

Beitrag „Auf der Suche nach dem richtigen Biss“: https://www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de/160186690/forschung-frankfurt-ausgabe-1-2024-vom-molekul-zum-menschen-blick-aufs-ganze-auf-der-suche-nach-dem-richtigen-biss.pdf

Titelbild von Forschung Frankfurt zum Download:
https://www.uni-frankfurt.de/162294673

Bildtext: Forschung Frankfurt: Vom Molekül zum Menschen (Titelblatt). Bild: Goethe-Universität Frankfurt am Main


Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de

 

Nov 21 2024
15:36

Wissenschaftsmagazin der Goethe-Universität erschienen: Profilbereich „Molekulare und Translationale Medizin“ im Fokus

Vom Molekül zu Menschen: Magazin „Forschung Frankfurt“ blickt in die Zukunft der Medizin

Wie künstliche Intelligenz bei der Suche nach neuen Therapien gegen Herzkrankheiten hilft, wie Frankfurter Entwicklungen zu neuartigen Herzmedikamenten führen und wie innovative Bildgebung zur individuellen Behandlung eines Herzinfarkts beiträgt, erklärt die gerade erschienene Ausgabe von „Forschung Frankfurt“ der Goethe-Universität. Unter dem Titel „Vom Molekül zum Menschen“ berichtet das Wissenschaftsmagazin darüber, wie Krankheiten von Herz und Gehirn, Krebs und Infektionen künftig noch besser diagnostiziert und behandelt werden können und gibt Einblicke in den Profilbereich „Molekulare und Translationale Medizin“ der Goethe-Universität.

FRANKFURT. Herzinfarkte und Schlaganfälle sind weltweit die Todesursache Nummer eins. Prof. Stefanie Dimmeler, Herzforscherin an der Goethe-Universität und Sprecherin des Exzellenzclusters Cardiopulmonary Institute, ist Expertin für eine Art von Molekülen, die erst in jüngster Zeit in den Fokus der Herzforschung gerückt sind: sogenannte nicht-codierende RNA, kurz ncRNA. In Forschung Frankfurt berichtet Dimmeler, wie bestimmte ncRNA zum Beispiel Blutgefäße vor der Bildung artherosklerotischer Plaques schützen und die Kommunikation von Gefäßzellen mit Nervenzellen aufrechterhalten können. ncRNA-Moleküle, so Dimmeler im Magazin, bilden daher Angriffspunkte für eine neue Klasse künftiger Herzmedikamente.

Um Herzforschung geht es auch in weiteren Beiträgen von Forschung Frankfurt, etwa um die Suche nach ncRNA-Anomalien mithilfe künstlicher Intelligenz oder darum, wie Bilder aus dem Inneren von Herzkranzgefäßen bei Früherkennung und Ursachenforschung von Herzinfarkten helfen.

Das Magazin gibt auch Einblicke in weitere medizinische Forschungsschwerpunkte der Goethe-Universität. So geht es zum Beispiel darum, wie Tumorzellen ihr umgebendes Gewebe instrumentalisieren, wie krankmachende Proteine gezielt durch die zelleigene „Müllabfuhr“ entsorgt werden können oder wie ein molekularer Werkzeugkasten die Entwicklung künftiger Wirkstoffe gegen verschiedenste Krankheiten beschleunigen kann. 

Aber auch Fragen zum Verhältnis von Medizin und Gesellschaft geht Forschung Frankfurt nach: Retten uns Pflegeroboter vor dem Fachkräftemangel? Wie kann kostbares Spenderblut besser gemanagt werden? Wie wird sich unser Gesundheitssystem angesichts immer knapperer Ressourcen und kostspieliger Therapieangeboten entwickeln?

Die aktuelle Ausgabe von „Forschung Frankfurt“ (1/2024) kann von Journalistinnen und Journalisten kostenlos bestellt werden über: ott@pvw.uni-frankfurt.de

Weitere Informationen:
Gesamte PDF-Ausgabe von Forschung Frankfurt: www.forschung-frankfurt.de

Beitrag „Neue Wirkstoffklasse fürs Herz“ mit Prof. Stefanie Dimmeler https://www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de/160172093/forschung-frankfurt-ausgabe-1-2024-vom-molekul-zum-menschen-herz-und-hirn-neue-wirkstoffklasse-furs-herz.pdf

Bilder zum Download:
https://www.uni-frankfurt.de/162294673

Bildtext: Forschung Frankfurt: Vom Molekül zum Menschen (Titelblatt). Bild: Goethe-Universität Frankfurt


Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de

 

Nov 21 2024
13:54

Das soziologische „Glossar der Gegenwart 2.0“ wird am 5. Dezember im Rahmen einer moderierten Diskussion vorgestellt. Gebäude PEG, Campus Westend

Welches Selbstverständnis hat die Gegenwart?

FRANKFURT. 2004 erschien das „Glossar der Gegenwart“. Insgesamt 44 Einträge untersuchten, „Konzepte von ‚mittlerer Reichweite', aber hoher strategischer Funktion, die in den aktuellen Debatten eine Schlüsselstellung einnehmen“. Zwanzig Jahre später, nach der Weltfinanzkrise und im Zeichen des Aufstiegs rechtspopulistischer Parteien sowie der inzwischen deutlich spürbaren Auswirkungen des Klimawandels, ist es Zeit für ein Update, denn die Zeitgenoss*innen von heute erkennen sich in neuen Leitbegriffen wieder: „Disruption“ an die Stelle von „Normalität“, „das Planetare“ löst „Globalisierung“ ab, „Resilienz“ ersetzt „Prävention“. Andere Begriffe wie „Dekolonisierung“ oder „postfaktisch“ haben keine Entsprechung im Vorläuferband. Die für die 2.0-Version des Glossars verfassten Beiträge sollen „Sonden zur Ermittlung des Selbstverständnisses unserer Gegenwart“ sein.  

Welche Konzepte und Leitbegriffe hat unsere Gegenwart? Die drei Soziolog*innen und Herausgeber*innen Prof. Ulrich Bröckling (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg), Prof. Susanne Krasmann (Universität Hamburg) und Prof. Thomas Lemke (Goethe-Universität Frankfurt) präsentieren das Buch an der Goethe-Universität und stehen im Anschluss daran auch für eine Diskussion zur Verfügung.

Buchvorstellung: Glossar der Gegenwart 2.0
Mit Ulrich Bröckling, Susanne Krasmann und Thomas Lemke
Moderation: Vicky Kluzik
Donnerstag, 5.12.2024, 18.00 Uhr c.t.
Gebäude Psychologie und Erziehungswissenschaften 
(PEG), Raum 1.G191, Campus Westend


Medienvertreter*innen sind herzlich zur Buchpräsentation eingeladen.
Wir bitten um eine Anmeldung: presse@uni-frankfurt.de


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Nov 19 2024
15:31

Weltweite Auswertung – Ranking umfasst das eine Prozent der Wissenschaftler*innen, die am häufigsten in Zeitschriften zitiert werden

Am meisten zitiert: Sechs Forscherinnen und Forscher der Goethe-Universität an der Weltspitze

Von den 6600 am meisten zitierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Welt forschen sechs an der Goethe-Universität Frankfurt. Dies geht aus dem aktuellen Zitationsranking des „Web of Science“ des Unternehmens Clarivate Analytics hervor. Es wertet dafür jährlich Zeitschriftenbeiträge hauptsächlich aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie der Medizin aus.

FRANKFURT. Meist sind es besonders grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse, die dazu führen, dass ein Beitrag von anderen Wissenschaftler*innen häufig zitiert wird. Diese Zitationshäufigkeit ist daher ein Indikator für die wissenschaftliche Bedeutsamkeit der publizierten Artikel wie auch die Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Autor*innen in der „Scientific Community“.

Einmal jährlich wertet das Informations- und Technologieunternehmen Clarivate Analytics seine „Web of Science“-Zitationsdatenbank aus und veröffentlicht das Ranking „Highly Cited Researchers“. Das aktuelle Ranking umfasst rund 6600 Wissenschaftler*innen ohne Reihenfolge, die zu dem einen Prozent gehörten, deren wissenschaftliche Aufsätze in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, der Medizin sowie in den Kategorien „Economics and Business“ und „Social Sciences“ von 2013 bis 2023 am häufigsten zitiert wurden, und zwar in innerhalb ihrer eigenen Kategorie oder in verschiedenen Fächern („Cross-Field“). Das Ranking berücksichtigt nur Zeitschriften- und keine Buchbeiträge. Auch zum Beispiel Aufsätze mit mehr als 30 Autor*innen oder sogenannte Gruppenautorenschaften bei großen internationalen Forschungskonsortien fließen nicht in die Untersuchung ein.

Die „Highly Cited“ Goethe-Forscherinnen und -Forscher von 2024:

Prof. Dr. Ivan Đikić
Direktor des Instituts für Biochemie II (Molekulare Zellbiochemie) der Goethe-Universität
https://biochem2.com/management
in den Kategorien „Biology and Biochemistry“ und „Molecular Biology and Genetics“

Prof. Dr. Stefanie Dimmeler
Direktorin des Instituts für Kardiovaskuläre Regeneration der Goethe-Universität / Zentrum für Molekulare Medizin / Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) / Sprecherin des Exzellenzclusters Cardio-Pulmonary Institute (CPI) von Goethe-Universität, Universität Gießen und Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung
https://www.cardiovascular-regeneration.com/dimmeler-group/
in der Kategorie „Cross Field“

Prof. Dr. Florian Greten
Direktor des Georg-Speyer Hauses – Institut für Tumorbiologie und experimentelle Therapie / Professor für Tumorbiologie an der Goethe-Universität / Sprecher des LOEWE-Zentrums Frankfurt Cancer Institute.
https://georg-speyer-haus.de/
https://fci.health/
in der Kategorie „Cross Field“

Prof. Dr. Gerhard Hummer
Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysik / Professor am Institut für Biophysik der Goethe-Universität Frankfurt
https://www.biophys.mpg.de/theoretical-biophysics
in der Kategorie „Cross Field“

apl. Prof. Dr. Sibylle Loibl
Fachbereich Medizin der Goethe-Universität / German Breast Group Forschungs GmbH, Neu-Isenburg
http://www.onkologie-bethanien.de/unser-centrum/aerzteteam/prof-dr-med-sibylle-loibl.php 
in der Kategorie „Clinical Medicine“

Prof. Dr. Stefan Offermanns
Direktor am Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Bad Nauheim / Professur für Pharmakologie am Zentrum für Molekulare Medizin der Goethe-Universität Frankfurt
https://www.mpg.de/457037/herz-lungenforschung-offermanns
in der Kategorie „Cross Field“

Bilder zum Download:
https://www.uni-frankfurt.de/162149677

Bildtext:
Prof. Dr. Ivan Đikić, Foto: Uwe Dettmar für Goethe-Universität
Prof. Dr. Stefanie Dimmeler, Foto: Uwe Dettmar für Goethe-Universität
Prof. Dr. Florian Greten, Foto: Uwe Dettmar für Goethe-Universität
Prof. Dr. Sibylle Loibl, Foto: Joppen für GBG Forschungs GmbH
Prof. Dr. Gerhard Hummer, Foto Shau Chun Shin für Max-Planck-Institut für Biophysik
Prof. Dr. Stefan Offermanns, Foto: privat

Weitere Informationen
https://clarivate.com/highly-cited-researchers/

Twitter/X: @goetheuni @IBC2_GU, @mpi_hlr @FCI_health @GBG_Forschung @CPI_ExStra @DimmelerLab @StefanieDimmel1 @MPIbp @HummerLab


Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de