​​​​​​​Pressemitteilungen ​​​​​​ ​

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Pressestelle Goethe-Universität

Theodor-W.-Adorno Platz 1
60323 Frankfurt
presse@uni-frankfurt.de

www.uni-frankfurt.de/de/presse


 

Apr 25 2025
14:02

Ringvorlesung an der Goethe-Universität widmet sich den Umbrüchen im Nahen Osten seit den 1990er Jahren

Was die Entwicklungen im Nahen Osten mit uns zu tun haben

FRANKFURT. Politisch, gesellschaftlich und religiös hat der Nahe Osten seit den 1990er Jahren eine gravierende Veränderung erfahren. Die Vortragsreihe „Der Nahe Osten im Wandel“ der Goethe-Universität will diese Entwicklungen in einem Überblick vorstellen und auch in Einzelaspekten beleuchten. Mit regionalen und Länderschwerpunkten geben Expertinnen und Experten etwa Einblicke in die Situation von Ländern wie Syrien, Ägypten, Jemen und Irak. Dabei wird nicht nur analysiert, welche historischen Wegmarken zu den heutigen Konstellationen führten, sondern auch, wie sich regionale Dynamiken entfalten konnten.

Ein besonderes Augenmerk der Vortragsreihe gilt der Rolle externer Akteure wie den USA, Russland und Europa und welche Konsequenzen ihr Handeln für die Region hatte. Auch interne Akteure werden kritisch in den Blick genommen: Welche unterschiedlichen islamistischen Gruppierungen gibt es beispielsweise, und worin unterscheiden sich ihre politischen Zielsetzungen?

Den Abschluss der Reihe bildet eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Die Entwicklungen im Nahen Osten – was haben sie mit uns zu tun?“

Eröffnet wird die Vortragsreihe „Der Nahe Osten im Wandel“ am

29. April 2025
mit dem Vortrag
Der Nahe Osten seit 1990 – Versuch einer Gesamtschau
von Prof. Dr. Eckart Woertz, GIGA Institut für Nahost-Studien, Hamburg

Die Ringvorlesung findet jeweils dienstags, 18.00-20.00 Uhr im Gebäude der Sprach- und Kulturwissenschaften (SKW) im Hörsaal B auf dem Campus Westend statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Die Reihe organisiert das Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam in Kooperation mit dem Forschungsverbund „Dynamiken des Religiösen“.


Weitere Vorträge im Überblick

6. Mai 2025
Prof. Dr. Katajun Amirpur, Universität zu Köln
„Frau, Leben, Freiheit“ – was war das, was ist es?

13. Mai
Prof. Dr. Albrecht Fuess, Universität Marburg
Ist Ägypten noch „Mutter der Welt“? Zur aktuellen innen- und außenpolitischen Situation des bevölkerungsreichsten arabischen Landes

20. Mai
Dr. Tareq Sydiq, Universität Marburg
Lokale Macht, zentrale Verwaltung: Staatskonflikte in Afghanistan

27. Mai
Dr. David Jordan, Ruhr-Universität Bochum
Nationalismus und Religion im Irak nach 2003. Vom baathistischen säkularen Nationalismus zu konkurrierenden sektenzentrierten Visionen der nationalen Einheit

3. Juni
Dr. Sebastian Sons, CARPO – Center for Applied Research in Partnership with the Orient, Berlin
Saudi-Arabiens Streben nach globalem Einfluss: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Wandel

10. Juni
Kristin Helberg, freie Journalistin, Berlin
Zeitenwende in Syrien - ein Land zwischen Aufarbeitung und Neubeginn

17. Juni
Dr. Marie-Christine Heinze, CARPO – Center for Applied Research in Partnership with the Orient, Berlin
Der Jemen-Konflikt: Historische Wurzeln, aktuelle Komplexitäten

24. Juni
Dr. Hanna Pfeifer, Universität Hamburg
Islamistische und salafistisch-jihadistische Akteure im Nahen Osten und Nordafrika

1.Juli
Prof. Dr. Thomas Demmelhuber, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Der Nahe Osten in der Weltgesellschaft: Brüche und Kontinuitäten

8. Juli
Dr. Muriel Asseburg, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
Der 7. Oktober und der Krieg im Gazastreifen. Konfliktursachen, aktuelle Dynamiken und Aussichten auf eine Konfliktregelung

15. Juli
Prof. Dr. Simon Wolfgang Fuch, Hebrew University of Jerusalem
Hier wird nichts geteilt. Israelische und palästinensische Erzählungen vom Konflikt

22. Juli 
PODIUMSDISKUSSION
Die Entwicklungen im Nahen Osten: Was haben sie mit uns zu tun?
Mit PD Dr. Omar Kamil, Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg; Prof. Dr. Frederek Musall, Julius-Maximilians-Universität Würzburg; Nadia Zaboura, Kommunikationswissenschaftlerin und Medienkritikerin, Köln
Moderation: Prof. Dr. Armina Omerika , Goethe-Universität

Weitere Informationen
Prof. Dr. Armina Omerika 
omerika@em.uni-frankfurt.de

Prof. Dr. Bekim Agai
agai@em.uni-frankfurt.de

Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam
Goethe-Universität


Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de

 

Apr 24 2025
15:38

Goethe-Universität erhält Förderzusage für innovatives Lehrprojekt

Stark machen für cross- und interdisziplinäres Lernen

Die Lehre in der Wissenschaft mit innovativen Projekten stärken – dies ist das Ziel des 480 Millionen umfassenden Förderprojekts „Lehrarchitektur“, das die Stiftung Innovation in der Hochschullehre im vergangenen Jahr ausgeschrieben hat. Am Mittwoch, den 23. April, gab die Stiftung ihre Auswahl bekannt: Mit dem Lehrprojekt „Academic Cross-Disciplinary Culture“ gehört die Goethe-Universität zu den geförderten Universitäten. 

FRANKFURT. Die Goethe-Universität freut sich über die Zusage der Stiftung Innovation in der Hochschullehre, ihr Projekt „Academic Cross-Disciplinary Culture“ in den kommenden vier Jahren zu fördern. Als einer von 80 aus 227 Anträgen wurde der Antrag der Goethe-Universität im Rahmen der Ausschreibung „Lehrarchitektur“, die sich an staatliche Hochschulen in Deutschland richtete, ausgewählt. Das gesamte Fördervolumen von „Lehrarchitektur“ beträgt rund 480 Millionen Euro; über die exakte Fördersumme werden die Hochschulen zeitnah informiert werden. Beantragt hatte die Goethe-Universität einen einstelligen Millionenbetrag. Die Projektlaufzeit beträgt bis zu sechs Jahre. Projektstart ist der 1. Oktober 2025.

Die Ausschreibung „Lehrarchitektur“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre zielt darauf ab, die Strukturen und Rahmenbedingungen von Lehren und Lernen an Hochschulen zu stärken. Diese sollen ihr Profil schärfen und Strukturen für Studium und Lehre weiterentwickeln können – und zwar indem sie innovative, modellhafte Projekte erproben und in Studium und Lehre verankern können.

Mit dem Projekt „Academic Cross-Disciplinary Culture“ (ACDC) verfolgt die Goethe-Universität einen langfristig angelegten Wandel in Studium und Lehre. Ziel ist es, cross- und interdisziplinäre Studienangebote systematisch in das grundständige Studium zu integrieren. So sollen Kenntnisse der Grundlagen von Methoden, Inhalten und Sprachverwendungen verschiedener Fächer vermittelt („crossdisziplinär“) und disziplinenübergreifendes Denken gefördert werden. Dabei gilt es, Crossdisziplinarität als neuen Standard und Interdisziplinarität als Entwicklungsziel in den Strukturen der Universität zu verankern.

Im Zentrum des Projekts stehen sogenannte CRIS-Module (Cross- and Interdisciplinary Studies): Diese neu entwickelten Lehrangebote können Studierende flexibel in ihr Bachelorprogramm integrieren. Auf diese Weise können sie ein individuelles Profil entlang gesellschaftlich relevanter Themen entwickeln – wie etwa Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Diversität oder Gründungskompetenz.

Mit der Förderung plant die Goethe-Universität außerdem, eine Akademie für Lehrkultur und sogenannte Labore für Lehrkultur einzurichten. Sie werden gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden neue Curricula entwickeln, erproben und weiterentwickeln.

„Mit Academic Cross-Disciplinary Culture möchten wir ein Studium anbieten, das disziplinäre Grenzen überwindet, Schnittstellen bewusstmacht und neue Denk- und Handlungsspielräume eröffnet“, erklärt Prof. Dr. Viera Pirker, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Goethe-Universität. „Die Goethe-Universität steht damit für eine zukunftsfähige, offene und forschungsnahe Lehre, die unsere Studierenden stärkt – fachlich und persönlich.“

In einer ersten Phase ist geplant, Pilotmodule zu entwickeln, etwa für kritisch-computationale Kompetenz („Critical Computational Literacy“), also Fähigkeiten im Umgang mit Daten und digitalen Technologien. Weitere Module gehören den Bereichen „Nachhaltigkeit“, „Diversity & Democracy“ sowie „Entrepreneurship“ an und sollen langfristig in die Studienprogramme integriert werden. Die Goethe-Universität plant, alle gewonnenen Impulse und Strukturen über die Projektlaufzeit hinaus nachhaltig in ihrer Lehrarchitektur zu verankern.

Der Antrag der Goethe-Universität war das Ergebnis eines statusgruppenübergreifenden, partizipativen Prozesses, dem Mitglieder von Fachbereichen und zentrale Gremien der Universität zugearbeitet haben. Das Projekt baut auf bestehende hochschuldidaktische und digitale Infrastrukturen auf und verbindet sie mit den strategischen Zielen des „Leitbilds Lehre und Studium“, das die Universität Ende 2023 verabschiedet hat.


Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de

 

Apr 23 2025
14:41

Hessens Forschungsminister Timon Gremmels und BMBF-Referatsleiter Mitja Müller geben Startschuss für zweite Förderphase des Zukunftsclusters PROXIDRUGS

Neue Wirkstoffe mit „Sekundenkleber“: Auftakt zur Fortsetzung des Zukunftsclusters PROXIDRUGS

Neue Therapieansätze für Krebs, neurodegenerative Leiden, Entzündungskrankheiten oder Infektionen entwickelt der Zukunftscluster PROXIDRUGS, der vom Bundesforschungsministerium (BMBF) seit 2021 gefördert wird. Aus Anlass der 2025 beginnenden zweiten Phase veranstaltete der Cluster jetzt an der Goethe-Universität einen Vortrags- und Diskussionsabend für Bürgerinnen und Bürger, um über die Forschung zu informieren. Zu Gast waren unter anderem Hessens Forschungsminister Timon Gremmels und BMBF-Referatsleiter Mitja Müller. 

FRANKFURT. Viele Krankheiten werden durch außer Kontrolle geratene oder fehlerhaft funktionierende Proteine verursacht. Etablierte Strategien der Wirkstoff-Forschung zielen daher darauf ab, Proteine zu blockieren, um beispielsweise das unkontrollierte Wachstum von Krebszellen zu stoppen. 

Allerdings lassen sich nur 20 Prozent aller krankheitsrelevanten Proteine, die etwa bei Krebs oder neurodegenerativen Leiden, bei Entzündungskrankheiten oder bei Infektionen eine Rolle spielen, durch klassische, kleine Moleküle blockieren. Die verbleibenden 80 Prozent der krankheitsrelevanten Proteine sind bislang therapeutisch nicht zugänglich.

Im BMBF-geförderten Zukunftscluster PROXIDRUGS treiben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Entwicklung einer neuen Wirkstoffklasse voran, die das zelleigene Verwertungssystem für Proteine einbezieht. Prof. Ivan Đikić, Direktor des Instituts für Biochemie II der Goethe-Universität und Sprecher des Zukunftsclusters PROXIDRUGS, erläutert: „Unser Körper besitzt ein ausgeklügeltes System, um defekte, überflüssige oder schädliche Proteine zu entsorgen. Wir programmieren dieses System um, um gezielt krankheitsrelevante Proteine abzubauen, indem wir in der Zelle eine räumliche Nähe zu Abbausystemen herstellen. Wir sprechen von Proximitätsinduktion, die man sich auch als molekularen Sekundenkleber vorstellen kann."

Timon Gremmels, Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, ist überzeugt: „Die erneute umfangreiche Förderung des BMBF ist eine Auszeichnung für die hervorragende Arbeit, die Wissenschaft und Wirtschaft bei PROXIDRUGS leisten. Die hier entwickelte neue Generation von Wirkstoffen haben das Potenzial, medizinische Grenzen zu verschieben: Sie erreichen mehr krankheitsverursachende Proteine und können zu einem Paradigmenwechsel in der Wirkstoffentwicklung beitragen. Wissenschaft ist ein entscheidender Faktor für mehr Innovationen und damit für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Dafür müssen wissenschaftliche Erkenntnisse schnell in die Anwendung und Umsetzung gebracht werden. Regionale Innovationsnetzwerke wie PROXIDRUGS sind hierfür ein wichtiger Schlüssel.“ 

Dr. Ulrich Breuer, Kanzler der Goethe-Universität Frankfurt, sagte: „Die Erfolgsgeschichte von PROXIDRUGS ist ein exzellentes Beispiel für die regionale Kraft, die wir durch Kooperationen der Rhein-Main-Universitäten Frankfurt, Darmstadt und Mainz entfalten, indem wir auch unsere starken Partner in Wissenschaft und forschender Industrie einbinden. Die vielversprechenden Ergebnisse und das starke Wachstum des Netzwerkes in den vergangenen Jahren lassen uns mit großer Spannung auf diese zweite Förderphase blicken.“

Der „Clusters4Future“-Wettbewerb des BMBF wurde im Sommer 2019 ins Leben gerufen, um den Wissens- und Technologietransfer in aufstrebenden Innovationsfeldern an regionalen Spitzenstandorten gezielt zu fördern. Insgesamt werden 14 Zukunftscluster in bis zu drei aufeinanderfolgenden Umsetzungsphasen unterstützt. PROXIDRUGS hat nach einer erfolgreichen Zwischenbegutachtung nun die zweite Umsetzungsphase angetreten.

Hintergrundinformation: 
Zukunftscluster PROXIDRUGS erhält Förderung für weitere drei Jahre (22.8.2024)
https://www.puk.uni-frankfurt.de/157032007/Wirkstoffforschung_an_der_Goethe_Universit%C3%A4t__Zukunftscluster_PROXIDRUGS_erh%C3%A4lt_F%C3%B6rderung_f%C3%BCr_weitere_drei_Jahre

Bilder zum Download: 
https://www.uni-frankfurt.de/171032927

Bildtext: 
1) Gruppenbild: Startschuss für die zweite Förderrunde von PROXIDRUGS: Dr. Ulrich Breuer, Goethe-Universität (GU); Mitja Müller, Bundesforschungsministerium; Prof. Maike Windbergs, GU; Timon Gremmels, hessisches Forschungsministerium; Prof. Ivan Ðikić, GU; Prof. Daniela Krause, Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Prof. Manfred Schubert-Zszilavecz, House of Pharma und GU, Prof. Aimo Kannt, Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie und GU; Dr. Otto Russe, House of Pharma (v.l.). Foto: Jürgen Lecher

2) Dialog: Publikumsdialog bei der Veranstaltung des Zukunftsclusters PROXIDRUGS: Moderator Andreas Horchler; Prof. Maike Windbergs, Goethe-Universität (GU), Prof. Aimo Kannt, Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie sowie GU; Prof. Daniela Krause, Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Dr. Ingo Hartung, Merck Healthcare (v.l.). Foto: Jürgen Lecher

Weitere Informationen
Prof. Dr. Ivan Ðikić
Institut für Biochemie II
und Buchmann Institut für molekulare Lebenswissenschaften
Goethe-Universität Frankfurt
Tel: +49 (0) 69 6301-5964
dikic@biochem2.uni-frankfurt.de

Bluesky: @goetheuni.bsky.social @proxidrugs.bsky.social @ibc2-gu.bsky.social @idikic.bsky.social @dikiclab.bsky.social @rheinmainunis.bsky.social

Linkedin: @Goethe-Universität Frankfurt @PROXIDRUGS Zukunftscluster


Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de

 

Apr 23 2025
12:41

Studiengalerie 1.357 an der Goethe-Universität zeigt Videoarbeit der Künstlerin Charmaine Poh.

Queeres Leben in Singapur

FRANKFURT. Vom 7. Mai bis zum 4. Juni 2025 zeigt die Studiengalerie 1.357 an der Goethe-Universität eine Videoarbeit der aus Singapur stammenden Künstlerin Charmaine Poh. Die mit „What's softest in the world rushes and runs over what's hardest in the world“ betitelte Arbeit befasst sich mit dem Leben queerer Elternpaare in Singapur. Die Ausstellung ist eingebettet in die Diversity-Woche des Fachbereichs 08, die vom 5. bis 9. Mai 2025 stattfindet. Die Woche bietet fünf Tage lang die Möglichkeit für interdisziplinären Austausch, eine Sensibilisierung für unterschiedliche Perspektiven und für den Einbezug von Diversität in Lehre und Forschung.

Ausstellung: Charmaine Poh, „What's softest in the world
rushes and runs over what's hardest in the world“.
7. Mai - 4. Juni 2025. Öffnungszeiten: 
Montag bis Donnerstag 12–17 Uhr (i. Semester), freier Eintritt.
I.G.-Farben-Haus, Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
Eröffnung: 7. Mai 2025, 20.00 Uhr


Zur Videoarbeit: In ruhigem Rhythmus fließen Szenen weicher Lichtstimmungen, raschelnder Baumkronen und neugieriger Kinderhände über die Projektionsfläche. Mit ihrer Videoarbeit lässt Charmaine Poh drei queere Elternpaare aus Singapur zu Wort kommen. Die Interviewten erzählen von der strukturellen Diskriminierung queerer Familien, aber auch von ihren Lebenswegen und ihrem gemeinsamen Kinderwunsch. Durch die komplexe und liebevolle Begegnung von Ängsten und entschlossener Selbstverwirklichung werden unterschiedliche Formen des Zusammenlebens mit dem universellen Wunsch nach Familie und Geborgenheit verwoben. Die Videoarbeit, deren Titel dem Gedicht „Water and Stone“ des chinesischen Naturphilosophen Lao Tzu entnommen ist, gleicht einem Prisma, das den Begriff Familie in unterschiedliche Bedeutungsebenen zerlegt. Gesellschaftlich und rechtlich werden queere Familien in Singapur nicht als Familie anerkannt. Bis 2022 galt ein aus der britischen Kolonialzeit stammendes Gesetz, das gleichgeschlechtlichen Sex kriminalisierte. Aktuell ist die gleichgeschlechtliche Ehe noch verboten.

Statt bei heteronormativen Narrativen anzuhalten, was "natürlich“ oder „normal“ sei, zeigt Charmaine Poh vertraute Alltagsrituale in zwischenmenschlicher und naturgebundener Harmonie. Poh wechselt immer wieder zwischen Bildern aus der häuslichen Sphäre und aus der Natur und formt eine stille, zärtliche Vertrautheit von Körper und den Elementen. Durch das Zusammenfließen verschiedener queerer Familiengeschichten zeigt die Videoarbeit, dass im Zentrum von Familie eine gemeinsame, gelebte Praxis aus geteilten Träumen und Ängsten steht; eine intime Verbundenheit.

Zwischen Dokumentation, emotionaler Selbsterzählung und poetischen Bildern changierend, schafft Poh eine sichere softe Hülle inmitten der Natur. Dadurch eröffnet sich ein Raum für das Harte, um verletzlich über elterliche Ängste, den Wunsch nach Zugehörigkeit und den Traum von der eigenen Familie zu sprechen.

Charmaine Poh (*1990, Singapur) lebt und arbeitet in Berlin und Singapur. Nach ihrem Studium in Visual and Media Anthropology an der Freien Universität Berlin begann sie ihre künstlerische Laufbahn mit experimenteller Dokumentarkunst. In der Hoffnung, in ihrer Kunst einen Raum für Verletzlichkeit und hoffnungsvolle Zukunftsvisionen zu schaffen, widmet sich Poh mit einer poetischer Bildsprache Themen wie Identität und sozialen Normen. Ihre Fotografien, Filme und Performance-Arbeiten wurden unter anderem in der Hauptausstellung der Biennale Venedig (2024), in der Tate Modern (2020) oder dem Singapur Art Museum (2023) gezeigt. Für ihre bedeutende künstlerische Position wurde sie 2025 zur Artist of the Year der Deutschen Bank. Im Herbst 2025 werden Charmaine Pohs Werke im Berliner PalaisPopulaire ausgestellt.

Die seit 2010 existierende Studiengalerie 1.357 ist ein Lehr- und Lernprojekt an der Goethe-Universität Frankfurt am Main am Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften. Die Studiengalerie versteht sich als Lehr- und Lernort, in dem durch Kunst aktuelle gesellschaftspolitisch relevante Themen in die Universität hineingetragen werden. Studierende lernen komplexe Thematiken international anerkannter Künstler*innen aufzubereiten. Die Studiengalerie 1.357 ist öffentlich zugänglich und richtet sich sowohl an ein universitäres Publikum als auch an die Frankfurter Öffentlichkeit. https://studiengalerie-1357.de/

Kontakt:
Emma Tomberger, Studiengalerie 1.357, e.tomberger@web.de


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Apr 17 2025
13:47

Forschende der Goethe-Universität, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel entdecken möglichen Weg zur Vermeidung von Proteinaggregaten – Forschungsprojekt des Zukunftsclusters PROXIDRUGS

Nervenkrankheit ALS: Zellulärer Pannendienst könnte Proteinverklumpung vermeiden

Wenn das Protein TDP-43 innerhalb der Zelle defekt ist, kann dies zu gefährlichen Verklumpungen führen, die ursächlich sind für die neurodegenerative Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose – abgekürzt ALS. Auch bei Alzheimer-Demenz werden Nervenzellen durch TDP 43 geschädigt. Einem Forschungsteam unter Leitung der Goethe-Universität ist es nun gelungen, Verklumpungen von TDP 43 zu verhindern, indem sie das Protein so manipulieren, dass es zur Reparatur in eine zelleigene Werkstatt transportiert wird. Die Studie ist im Rahmen des Zukunftsclusters PROXIDRUGS entstanden. Der Cluster forscht an einer neuen Wirkstoffklasse, die zelluläre Systeme umprogrammiert, um krankheitsrelevante Proteine unschädlich zu machen.

FRANKFURT. Amyotrophe Lateralsklerose ist mit 2500 Neuerkrankungen pro Jahr eine verhältnismäßig seltene, aber sehr schwere Erkrankung des Nervensystems. Eine Heilung ist bisher nicht möglich. Durch ALS werden langsam die motorischen Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark zerstört, die die Muskeln steuern. Die Folge ist eine fortschreitende Muskellähmung, sodass viele Patient*innen auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Im späteren Verlauf fällt es ihnen schwer, zu sprechen und zu schlucken, schließlich ist auch die Atemmuskulatur betroffen.

In den motorischen Nervenzellen treten bei ALS schwer lösliche Proteinverklumpungen auf. Solche Aggregate bestehen unter anderem aus dem Protein TDP 43, das im RNA-Stoffwechsel der Zelle verschiedene wichtige Funktionen erfüllt. Während TDP 43 in gesunden Zellen hauptsächlich in gelöster Form im Zellkern zu finden ist, bildet es bei ALS-Patient*innen schwer lösliche Aggregate, die sich vorwiegend außerhalb des Zellkerns ansammeln. Diese führen dazu, dass TDP 43 seine Funktionen nicht mehr erfüllen kann und es letztlich zum Absterben der motorischen Nervenzellen kommt.

Im Rahmen des vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderten Zukunftsclusters PROXIDRUGS haben Forschende der Universitäten Frankfurt, Mainz und Kiel jetzt einen Weg gefunden, wie – in kultivierten Zellen – die Bildung der schädlichen TDP 43-Aggregate verhindert werden kann. Dazu setzten die Wissenschaftler*innen um Kristina Wagner, Dr. Jan Keiten-Schmitz und Prof. Stefan Müller vom Institut für Biochemie II der Goethe-Universität die Zellen unter Stress, etwa durch eine erhöhte Temperatur oder eine chemische Substanz. Dadurch gelangte eine gewisse Menge an TDP 43 aus dem Zellkern in den Zellinnenraum und sammelte sich dort in sogenannten Stressgranula.

„Die Bildung solcher Stressgranula ist ein normaler Vorgang und dient der Zelle als eine Art temporärer Schutzraum für wichtige Proteine, damit diese der Zelle nach Abklingen des Stresses direkt wieder zur Verfügung stehen“, erklärt Keiten-Schmitz. „Wenn TDP 43 mutiert ist wie in den Zellen vieler ALS-Patient*innen, lösen sich die Stressgranula jedoch nicht auf, verfestigen sich immer weiter und schädigen schließlich die Nervenzellen.“

Den Wissenschaftler*innen gelang es zu verhindern, dass TDP 43 bei Stress aus dem Zellkern austritt, indem sie es vom Pannendienst der Zelle abschleppen ließen. Sie koppelten TDP 43 an ein Protein namens SUMO, das TDP 43 zur zellulären “Werkstatt“ – sogenannten Kernkörperchen – dirigierte. „So bleibt TDP 43 löslich, und die Kernkörperchen sorgen – wie eine Werkstatt – dafür, dass schädliche Formen von TDP 43 korrigiert oder in einem zelleigenen Recycling-System abgebaut werden“, sagt Kristina Wagner, eine Erstautorin der Studie. Unlösliche Verklumpungen, die die Zelle krank machen, würden damit erst gar nicht entstehen können. 

Derzeit sind die Forschenden auf der Suche nach medizinischen Wirkstoffen, die SUMO und TDP 43 zusammenbringen – einige mögliche Kandidaten haben sie bereits gefunden. Arbeitsgruppenleiter Müller erläutert: „Unsere Zellkulturexperimente haben gezeigt: Das Prinzip funktioniert, Zellen dabei zu helfen, krankheitsfördernde TDP-43-Proteine selber unschädlich zu machen. Auch wenn der Weg zu einem möglichen Medikament gegen ALS noch sehr weit ist, lohnt es sich auf jeden Fall, diesen Ansatz weiterzuverfolgen. Denn TDP 43 Verklumpungen finden sich auch bei anderen neurodegenerativen Krankheiten, etwa bei der Frontotemporalen Demenz oder bei etwa der Hälfte aller Alzheimer-Patient*innen.“

Publikation:
Kristina Wagner, Jan Keiten-Schmitz, Bikash Adhikari, Upayan Patra, Koraljka Husnjak, François McNicoll, Dorothee Dormann, Michaela Müller-McNicoll, Georg Tascher, Elmar Wolf and Stefan Müller: Induced proximity to PML protects TDP-43 from aggregation via SUMO–ubiquitin networks. Nature Chemical Biology (2025), 10.1038/s41589-025-01886-4.
https://www.nature.com/articles/s41589-025-01886-4

Hintergrundinformation: 
Deutsche Hirnstiftung zu ALS: https://hirnstiftung.org/alle-erkrankungen/amyotrophe-lateralsklerose-als/

Bilder zum Download: 
https://www.uni-frankfurt.de/170901495

Bildtext:
Die fluoreszenzmikroskopischen Aufnahmen zeigen Kerne kultivierter menschlicher Zellen: Links ist das Protein TDP 43 (grün) sichtbar verteilt im Zellkern gemeinsam mit Kernkörperchen (rot), die als Reparaturwerkstätten fungieren. Ist durch Stress oder Mutationen geschädigtes TDP-43 mit SUMO-Proteinen gekoppelt (rechtes Bild), wird es zu den Kernkörperchen transportiert (Pfeile) und so vor Verklumpung geschützt (Aufnahme: Dr. Jan Keiten-Schmitz).

Weitere Informationen
Goethe-Universität Frankfurt
Institut für Biochemie II

Prof. Dr. Stefan Müller
Gruppenleiter SUMO Signaling
+49 (0)69 6301-83647
ste.mueller@em.uni-frankfurt.de
https://biochem2.com/people/mueller-stefan

Dr. Jan Keiten-Schmitz
Tel. +49 (0)69 6301-6698
keiten-schmitz@em.uni-frankfurt.de
https://biochem2.com/people/keiten-schmitz-jan

Bluesky: @goetheuni.bsky.social @ibc2-gu.bsky.social
Linkedin: @Goethe-Universität Frankfurt


Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de

 

Apr 17 2025
09:20

Die gleichnamige interdisziplinäre Ringvorlesung der Hessischen Theaterakademie in Kooperation mit der Goethe-Universität diskutiert Autoritarismus, Rassismus und Antisemitismus in Wissenschaft, Künsten und Gesellschaft.

„Konflikte aushalten! Check your privileges!“

FRANKFURT. Konflikte aushalten! - Die Unfähigkeit, Widersprüche auszuhalten, so Else Frenkel-Brunswik und Theodor Adorno in ihrer Studie über den autoritären Charakter, sei als Schlüssel zur autoritären Persönlichkeit wie zu antisemitischen Ressentiments zu sehen. Check your privileges! Diese Forderung zielt auf die Problematik der Repräsentation und der Positionalität in den gegenwärtigen gesellschaftlichen Konfliktzonen. In diesem Zusammenhang erwarten diejenigen, die in Theorie, in den Künsten oder im Aktivismus einen Safe Space einfordern, Schutz, der nicht lediglich den einzelnen Fall betrifft, sondern sich auf die gesamten institutionellen Gegebenheiten und Praktiken richtet.

Gemeinsam formulieren diese zwei Parolen das Spannungsfeld, dem sich die interdisziplinäre Ringvorlesung widmet. In einer Mischung aus Präsenz- und Online-Veranstaltungen wird sie die in vielen Debatten der vergangenen Jahre aufgebrachten, aber im Tagesstreit nicht hinreichend reflektierten Fragen intensiver untersuchen und die ihnen zugrundeliegenden Aporien in den Blick nehmen: Wie lassen sich das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Wissenschaftsfreiheit mit dem Anspruch auf Schutz vor Diskriminierung unter Aspekten von Class, Race, Gender, Ability und Age vereinbaren? Wie verhält sich Wissenschaftsfreiheit zu Meinungsfreiheit? Wo müssen Institutionen ihre Geschichte und Gegenwart, ihre Routinen und Praktiken unter dem Vorzeichen der Sensibilisierung für strukturelle Diskriminierungen kritisch reflektieren und verändern?

Die Ringvorlesung beschreibt in den zwei Teilen ihres Titels einen Konflikt, der mit besonderer Vehemenz in den klassischen Stätten der Öffentlichkeit ausgetragen wird: In Universitäten, Bildungsstätten, Theatern, alten und neuen Medien, Parlamenten und Gerichten. Sie zielt darauf ab, kultur-, medien-, sozial- und theaterwissenschaftliche sowie historische und politikwissenschaftliche Positionen zu den angeschnittenen Themen zu präsentieren. Dabei soll ein besonderer Focus auf die in vielen Streitfällen zu entdeckenden intersektionalen Aspekte der Diskriminierung gelegt werden. Gefragt werden soll nach produktiven Formen des Empowerments und der Gewinnung von Agency, doch zugleich auch nach Möglichkeiten des De-linkings und Unlearnings auf der Seite der durch strukturelle Ausgrenzung geprägten Institutionen.

Ringvorlesung Konflikte aushalten! Check your privileges!
Sommersemester 2025, jeweils donnerstags, 18-20 Uhr, Goethe-Universität, HZ 10 Hörsaalzentrum, Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 5.


Termine: 

24. April
Susanne Komfort-Hein, Nikolaus Müller-Schöll: Einführung: Konflikte aushalten! Check your privileges! – Herausforderungen – Fragen – Perspektiven

8. Mai
Nadav Shofet (Tel Aviv): Standing Together – shared struggle, shared future: building power through Jewish-Palestinian solidarity (Online*)

15. Mai
Conversation with Franco-Morroccan Dancer and Choreographer Fouad Boussouf (Le Havre)
“...the best from these two cultures that dwell within me."

22. Mai
Conversation with Markus Wessendorf (Honolulu) and Azadeh Ganjeh (Ottersberg)
The humanities in the face of authoritarian threat. (Online*)

5. Juni
Jayrôme Robinet (Berlin): Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund (Lesung und Gespräch)

12. Juni
Leon Gabriel (Bochum): Solidarität im Widerspruch: Partikulare Erfahrung und Reparativer Humanismus

26. Juni
Rebecca Ajnwojner (Berlin/Wiesbaden): Das Erbe und die Macht der Repräsentation

3. Juli
Paula-Irene Villa Braslavsky (München): Identität oder Standpunkt? Soziologische Überlegungen zum Problem des positionalen Fundamentalismus

8. Juli
Frieda Ekotto (Ann Arbor): Shakespeare in African Dress (Hölderlin-Vortrag, IG Farben-Gebäude, Norbert Wollheim Platz 1, Raum 1.411)

10. Juli
Natan Sznaider (Tel Aviv): Gelebte Ambiguitätstoleranz: Else Frenkel-Brunswik und Hannah Arendt.

17. Juli
Eva Geulen (Berlin): Aktivismus und Wissenschaft

24. Juli
Erhard Schüttpelz (Siegen): Ist Wissenschaft demokratisch verfasst? Wenn ja, unter welchen Bedingungen von Freiheit und Egalität?

* Anmeldung über das Sekretariat der Theaterwissenschaft: a.mueller@tfm.uni-frankfurt.de

Koordination: Susanne Komfort-Hein (Goethe-Universität), Nikolaus Müller-Schöll (Goethe-Universität) in Kooperation mit der Senats-AG Rassismus- und Antisemitismus-kritische Universität (RAU) und der Hessischen Theaterakademie.


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Apr 16 2025
14:07

Der Politikwissenschaftler Gunther Hellmann analysiert im neuen UniReport die weltpolitische Lage aus europäischer Sicht.

Das Ende des Westens? Trumps Absage an den Multilateralismus

FRANKFURT. Vor laufenden Kameras kommt es zum Eklat: Ende Februar eskaliert ein Streit zwischen Selenskyj, Trump und Vance im Weißen Haus. Das Ende des Westens? Prof. Gunther Hellmann, Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Deutsche und Europäische Außenpolitik an der Goethe-Universität, erläutert im Interview mit dem UniReport, dass die Intensität und Radikalität, mit der die Agenda einer Abkehr vom Westen von Trump professionell verfolgt werde, schon überraschend sei. Es werde praktisch alles auf den Kopf gestellt, was die transatlantische Gemeinschaft in den vergangenen Jahrzehnten gemeinsam gelebt habe.

Trump bevorzuge mit seinen „Deals“ eine bilateralistische Außenpolitik, bei der es zwischen zwei Parteien eindeutig um den Vorteil einer Seite gehe. „In einem bilateralen Austauschgeschäft kann Trump das Maximale für sich rausholen. Deswegen ist er auch in einer ganz spezifischen Art und Weise fixiert auf die Europäische Union, die historisch erfolgreichste Institutionalisierung multilateraler Zusammenarbeit.“ Angesichts der daraus resultierenden machtpolitischen Verschiebungen sei klar, dass die Europäer mehr für die eigene Verteidigung tun müssten. Hellmann sieht auf der Basis aktueller Umfragen in Deutschland eine deutliche mentale Verschiebung hin zu der Einsicht in die Notwendigkeit, dass die Deutschen in der Europäischen Union auch sicherheitspolitisch gewisse Führungsaufgaben übernehmen müssen.

Auch für seine eigene Disziplin sieht Hellmann große Veränderungen: So beobachtet er, dass die Politikwissenschaft heute im öffentlichen Diskurs seit der russischen Eskalation des Krieges auf die Ukraine viel stärker wahrgenommen werde, Themen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik hätten im medialen Diskurs früher klassischerweise eher am Rande gestanden. Er fordert daher: „Wir müssen als Wissenschaft darauf achten, dass unsere Themen auch in einem medialen Umfeld differenziert erörtert und nach unseren fachinternen Bedingungen auch strukturiert werden können.“

Weitere Themen im neuen UniReport:

Aktuelles 

  • Fünf Jahre nach Corona: René Hummerich und Heike Körber aus den Referaten für Arbeitsschutz und Biologische Sicherheit blicken gemeinsam zurück. 
  • Nachhaltig unterwegs? Ergebnisse der hochschulweiten Mobilitätsumfrage 2024

Forschung 

  • Goethe, Deine Forscher: Porträt des Finanzwissenschaftlers Rüdiger Weber. 
  • Ein Preis, der Sichtbarkeit verleiht: Der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis feierte sein 20. Jubiläum.
  • Forschen und Dichten: Auf einer zweimonatigen Schiffsexpedition im Indischen Ozean entdeckt der Mikropaläontologe Jens Herrle mehr als nur Sedimente. 
  • Zwischen Subjekt und Objekt: Workshop zur Debatte über „human remains“. 

Studium, Lehre und Qualifikation 

  • #GoetheDataDive/Zahl des Monats April: 78 - auf so viele Tonnen Pommes frites beläuft sich der Jahresverbrauch des Studierendenwerks Frankfurt am Main.
  • Helfen, weil einem selber geholfen wurde: Ein ehemaliger Studierender, der Hilfe bei der Psychotherapeutische Beratungsstellen (PBS) fand, hat aus Dankbarkeit Geld gespendet.

Campus 

  • Halb volles und halb leeres Glas: Ein von Astrid Franzke und Katrin Springsgut herausgegebener Sammelband beleuchtet die Gleichstellungsarbeit in der Wissenschaft.
  • Eigensinn und Menschlichkeit: Der Soziologe Ferdinand Sutterlüty hat für sein Buch „Widerstehen. Versuche eines richtigen Lebens im falschen“ mit Menschen gesprochen, die existenziell für das einstehen, was sie für richtig halten.
  • Riesiges Interesse an interdisziplinärem Schülerpraktikum: GoetheLab-Projekt „Interface“ führt an wissenschaftliche Arbeitsweisen und Bildung für nachhaltige Entwicklung heran. 
  • Innovative Learning Designs im Fokus: Ein Bericht von der Konferenz „Digital Teaching and Learning Lab“ (DigiTeLL).

International

  • Wie begeistern Biologielehrer*innen Schüler*innen für ihr Fach? Im ersten „Workshop on Biological Sciences“ trafen acht Studierende des Kibbutzim College of Education, Technology and the Arts in Tel Aviv mit acht Studierenden der Biowissenschaften zusammen.

Kultur  

  • Wenn Frankfurt zu Literatur wird: Der kleine Sammelband „ACHT ORTE – ACHT AUTOR:INNEN“ erkundet die Mainmetropole, die Goethe-Universität ist gleich zweimal vertreten. 

Bibliothek

  • Neue Leitung des Bibliothekszentrums Geisteswissenschaften (BzG): Agnes Brauer wird auch das Team Digital Humanities führen.

Nachrufe

  • Prof. Dr. Egon Becker 


Der UniReport 2/2025 steht zum kostenlosen Download bereit unter https://www.unireport.info/aktuelle-ausgabe

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Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Apr 15 2025
12:04

Am 16. April findet die zentrale Begrüßungsveranstaltung auf dem Campus Westend statt.

Goethe-Universität heißt neue Studierende willkommen

FRANKFURT. Zum Auftakt des Sommersemesters an der Goethe-Universität sind alle neuen Studierenden zur UNISTART eingeladen. Zentrale Einrichtungen der Goethe-Universität sowie studentische Initiativen und Hochschulgruppen stellen sich im Rahmen der Begrüßungsveranstaltung vor. Alle „Erstis“ können sich dort informieren, austauschen und Kontakte knüpfen. Über 2.700 Studierende haben sich für das 1. Fachsemester eingeschrieben.

Ab 14.00 Uhr werden die Studierenden im Hörsaal HZ 2 des Hörsaalzentrums begrüßt: von der Vizepräsidentin für Chancen, Karriereentwicklung, Diversität und Gleichstellung, Prof. Dr. Sabine Andresen, von der Stadträtin Eileen O'Sullivan und dem AStA-Vorstand Alessio Dale. Neben den offiziellen Begrüßungsansprachen finden zahlreiche Vorträge und Q&A Sessions über den Tag verteilt statt. Unter anderem erklärt das Hochschulrechenzentrum IT-Services für Studierende; das Museum Giersch der Goethe-Universität stellt die aktuelle Ausstellung „Fixing Futures“ vor; die Macher von „Johnny“ wiederum erläutern, wie eine studentische Literaturzeitschrift arbeitet.

Auf der begleitenden Messe im Hörsaalzentrum haben die Studierenden die Möglichkeit, direkt mit zentralen Ansprechpartnern der Goethe-Universität sowie höheren Fachsemestern ins Gespräch zu kommen. Als kleines Willkommensgeschenk erhalten die neuen Studierenden den UNISTART-Begrüßungsbeutel, der an den Ständen mit Materialien gefüllt werden kann.

UNISTART Sommersemester 2025
Mittwoch, 16. April, von 11.30 bis 16.00 Uhr
Campus Westend, Hörsaalzentrum, 
Theodor-W.-Adorno-Platz 5,
60323 Frankfurt


Der reguläre Vorlesungs- und Seminarbetrieb für alle Studierenden beginnt ab dem kommenden Dienstag nach Ostern. Insgesamt werden ca. 39.000 Studierende im Sommersemester an der Goethe-Universität erwartet.

Weitere Informationen: https://www.uni-frankfurt.de/48370161/unistart

Kontakt: 
UNISTART-Team Kerstin Rozsa & Patrick Schmitz, CAMPUSERVICE der Goethe-Universität, Tel: 069 71 58 57 19; unistart@uni-frankfurt.campuservice.de


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Apr 14 2025
15:31

Erforschung der Teilchenphysik am CERN erhält renommierten US-amerikanischen Breakthrough Prize – Rund 50 Wissenschaftler*innen der Goethe-Universität unter den Ausgezeichneten

Entscheidende Rolle bei der Urknallforschung

Der angesehene US-amerikanische Breakthrough Prize in Fundamental Physics geht in diesem Jahr an die vier großen Kollaborationen der europäischen Großforschungseinrichtung CERN. An dem Projekt ALICE sind Wissenschaftler der Goethe-Universität maßgeblich beteiligt.

FRANKFURT. Vier große Experimente gibt es derzeit am leistungsstärksten Beschleuniger der Welt am Genfer Forschungszentrum CERN: Im Rahmen von ALICE, ATLAS, CMS und LHCb arbeiten Tausende von Wissenschaftler*innen aus rund 70 Ländern am unterirdischen Ringbeschleuniger, um im derzeit größten Forschungsprojekt der Teilchenphysik die kleinsten Bestandteile der Materie, die Elementarteilchen, zu erforschen. 

Die Forschenden, darunter auch 53 Wissenschaftler*innen der Goethe-Universität, wurden nun mit dem oft auch „Oscar der Wissenschaft“ genannten Breakthrough Prize ausgezeichnet. Für ihre Experimente bis Juli 2024 erhielten sie das Preisgeld in Höhe von 3 Millionen US-Dollar, das jährlich jeweils in den Biowissenschaften, der Grundlagenphysik und Mathematik vergeben wird.

Die Physiker der Goethe-Universität Prof. Harald Appelshäuser, Prof. Volker Lindenstruth und Prof. Ivan Kisel spielen mit ihren Teams eine entscheidende Rolle bei der ALICE-Kollaboration (A Large Ion Collider Experiment). ALICE untersucht das Quark-Gluon-Plasma, einen extrem heißen, dichten Zustand der Materie, der das Universum kurz nach dem Urknall erfüllte. Dazu konzentriert sich ALICE speziell auf die Untersuchung von Kollisionen schwerer Ionen. Dabei werden Bedingungen geschaffen, die denen unmittelbar nach dem Urknall ähneln, um das Verhalten der Materie unter extremen Temperaturen und Dichten zu erforschen.

Die detaillierte Untersuchung des Quark-Gluon-Plasmas wurde unter anderem dadurch möglich, dass die Kollisionen nahezu vollständig und kontinuierlich aufgezeichnet werden – das 38-köpfige Team um den Physiker Prof. Harald Appelshäuser vom Institut für Kernphysik hat dazu die zentrale Spurendriftkammer (Time Projection Chamber, TPC) des ALICE-Detektors erneuert. Sein Kollege Prof. Volker Lindenstruth vom Institut für Informatik der Goethe-Universität sowie Fellow am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) verantwortet mit seinen 15 Mitarbeitern die Entwicklung des Event Processing Node (EPN)-Clusters, eines Hochleistungsrechnersystems, das die enormen Datenmengen des ALICE-Experiments in Echtzeit verarbeitet. Und Prof. Ivan Kisel, der wie Lindenstruth in der Architektur von Hochleistungsrechnern im Institut für Informatik forscht, trug wesentlich zur Entwicklung von Algorithmen für die Echtzeit-Spurrekonstruktion bei, die für die Analyse der Teilchenspuren im ALICE-Detektor unerlässlich sind.

Die vier Experiment-Kollaborationen am Hochleistungsrechner Large Hadron Collider, kurz LHC genannt, wurden insgesamt für ihre detaillierten Studien des Higgs-Bosons ausgezeichnet sowie die Entdeckung neuer Teilchen, Untersuchungen zur Materie-Antimaterie-Asymmetrie und die Erforschung der fundamentalen Kräfte unter extremen Bedingungen.

Nach Rücksprache mit den vier Leitungsteams der Experimente wird der Preis in Höhe von 3 Millionen Dollar an die CERN & Society Foundation gespendet, um Doktoranden aus den Mitgliedsinstitutionen zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zu geben, praktische Forschungserfahrung am CERN zu sammeln. Dabei gehen 500.000 Dollar an ALICE.

In einer Zeremonie in Los Angeles am 5. April wurde der Breakthrough Prize von den Sprechern der vier Experimente entgegengenommen, die in dieser Zeit die Kooperationen geleitet haben. (Link zur Preisverleihung: https://youtu.be/on5LxZjRkA8)

Gegründet wurde der Preis von den Sponsoren Sergey Brin, Priscilla Chan und Mark Zuckerberg, Julia und Yuri Milner sowie Anne Wojcicki, um herausragende Leistungen in der Grundlagenforschung sichtbar zu machen.

Bild zum Download: https://www.uni-frankfurt.de/170757670

Bildtext:
ALICE Solenoid Magnet vor dem Einbau der Detektoren (Volker Lindenstruth/Goethe-Universität)


Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de

 

Apr 14 2025
14:00

Vier Jahre führte der frühere hessische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst den Vorsitz im Aufsichtsorgan der Goethe-Universität

Udo Corts beendet seine Amtszeit im Hochschulrat der Goethe-Universität

Am 13. April 2025 endete das Mandat von Dr. h.c. Udo Corts als Hochschulratsmitglied und Vorsitzender des Hochschulrats der Goethe-Universität. Am 17. Mai 2021 einstimmig aus der Mitte des Hochschulrats gewählt, prägte Udo Corts vier Jahre lang die Entwicklung der Goethe-Universität mit viel Energie, Erfahrung und hochschulpolitischem Sachverstand.

FRANKFURT. Das Votum war eindeutig. Am 17. Mai 2021 wählten die Hochschulratsmitglieder der Goethe-Universität aus ihrer Mitte Udo Corts einstimmig mit einer Enthaltung zu ihrem Vorsitzenden. Die Aufgaben und Themen, bei denen Udo Corts der Goethe-Universität zusammen mit dem Hochschulrat als critical friend zuverlässig zur Seite stand, betrafen grundlegende Zukunftsfragen: Ausbau der Kooperationen in der Stadt und in der Region, erneuter Antrag im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes, notwendige Schritte in Richtung Digitalisierung und Nachhaltigkeit, Lehren aus dem Hochschulbetrieb während der Pandemie, strukturelle Weiterentwicklung der Universität und zukunftssichere Ausgestaltung der Medizin.

Udo Corts hat die Goethe-Universität als eine der größten und forschungsstärksten Hochschulen in Deutschland vier Jahre lang auf ihrem Weg in die Zukunft mit seiner integrativen Art klug beraten und auch kritisch herausgefordert. Als Vorsitzender des Aufsichts- und Beratungsgremiums Hochschulrat begleitete er die Universität mit scharfem Verstand und war in zentralen Finanz-, Strategie- und Strukturfragen ein wichtiger Impulsgeber. Wichtig war ihm insbesondere auch die Zusammenarbeit innerhalb des Gremiums Hochschulrat – die Vermittlung von Selbstverständnis, Verantwortung und Zielen war ihm zu jeder Zeit ein zentrales Anliegen. Auch eine kritisch-konstruktive Zusammenarbeit mit dem Präsidium und ein stets offenes Ohr für die Belange von Senatorinnen und Senatoren waren ihm wichtig.

Der Präsident der Goethe-Universität, Enrico Schleiff, betont: „Das Engagement von Herrn Dr. Corts als Hochschulratsvorsitzender und die Weitsicht und fundierte Kenntnis bei der Bewertung von Sachverhalten waren keinesfalls die gewöhnliche Tätigkeit eines Hochschulratsvorsitzenden. Ich danke Herrn Dr. Corts, der die Goethe-Universität über vier Jahre als Hochschulratsvorsitzender engagiert und fachkundig begleitet hat, sehr herzlich für sein Wirken. Er hat die Entwicklung der Universität in der politisch wechselvollen Zeit, geprägt von multiplen Herausforderungen, entscheidend mitgeprägt – als früherer hessischer Wissenschaftsminister war er wie kaum jemand mit den Herausforderungen und Potenzialen der Hochschullandschaft vertraut. Von seiner Expertise auf diesem Gebiet hat die Goethe-Universität ganz erheblich profitiert. Persönlich bedanke ich mich bei der stets kritischen und unterstützenden Begleitung meiner Präsidentschaft und dem Rückhalt in herausfordernden Situationen. “ 

Wissenschaftsminister Timon Gremmels: „Udo Corts' Amtszeit war von wertschätzendem Austausch geprägt – das gilt besonders für die Zusammenarbeit mit meinem Ministerium, aber auch für seine Kommunikation in die Hochschule und die Frankfurter Stadtgesellschaft hinein. Mit großem hochschulpolitischem Sachverstand und seiner sachorientierten Art hat er sich erfolgreich für noch bessere Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre eingesetzt. Ich danke ihm herzlich für seine hervorragende Arbeit.“

Besonders am Herzen lag Udo Corts stets die Aufgabe, die Goethe-Universität wie auch die anderen Hochschulen im Dialog mit der Stadtpolitik als wichtigen Standortfaktor für die Stadt Frankfurt am Main ins Bewusstsein zu bringen. Udo Corts, der dieses Jahr 70 Jahre alt geworden ist, möchte die Aufgabe im Hochschulrat in jüngere Verantwortung übergeben. Er ist und bleibt der Goethe-Universität eng verbunden; schließlich prägte er die Geschicke der Goethe-Universität schon vor seiner Amtszeit als Hochschulratsvorsitzender in anderen Funktionen: Als Wissenschaftsminister in Hessen von 2003 bis 2008 begleitete er die Umwandlung der Goethe-Universität in eine Stiftung des öffentlichen Rechts und initiierte das Hochschulentwicklungs- und Umbauprogramm HEUREKA sowie die Landesoffensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) – von beiden Förderlinien konnte die Goethe-Universität für ihre Weiterentwicklung profitieren. Außerdem saß Udo Corts im Aufsichtsrat des Uniklinikums sowie im Vorstand der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität. Aktiv bleibt er weiterhin im Kuratorium des House of Finance.

Ab 14.04.2025 übernimmt der aktuelle stellvertretende Vorsitzende des Hochschulrats der Goethe-Universität, Philipp Jacks, hauptamtlicher DGB-Geschäftsführer für Frankfurt-Rhein-Main, kommissarisch den Vorsitz im Organ. Der Hochschulrat wird zeitnah einen neuen Vorsitzenden wählen. 

https://www.uni-frankfurt.de/hochschulrat

Weitere Informationen
Christian Gast, Leiter Gremienreferat Leitungsbereich, Goethe-Universität Frankfurt.
Telefon +496979813013; gast@em.uni-frankfurt.de


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Apr 3 2025
09:45

Interaktive Ausstellung auf dem Campus lädt zum Entdecken des Universums ein

Urknall in Frankfurt

FRANKFURT. Der Urknall markiert den Beginn unseres Universums vor etwa 13,8 Milliarden Jahren. Seither dehnt sich der Kosmos aus, und aus kleinsten Teilchen entstanden Galaxien, Sterne und Planeten – die Bausteine unserer Welt. Doch wie erforscht die Wissenschaft diese frühen Phasen des Universums? Und welche Teilchen spielen dabei eine Rolle? Am

10. und 11. April 2025
von 10 bis 16 Uhr
Hörsaalzentrum Campus Westend
Theodor-W.-Adorno Platz 5, 60323 Frankfurt am Main


lädt die mobile Ausstellung „Urknall unterwegs“ Kinder und Erwachsene ein, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. An interaktiven Stationen erkunden sie spielerisch die Grundlagen der Teilchenphysik und erhalten Einblicke in aktuelle Forschungsmethoden. Junge Wissenschaftler*innen begleiten die Teilnehmenden und vermitteln anschaulich, wie Physiker*innen am CERN oder am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt das Unsichtbare sichtbar machen.

Die Ausstellung „Urknall Unterwegs“ wurde vom Netzwerk Teilchenwelt entwickelt und findet im Rahmen der internationalen Fachkonferenz „Quark Matter“ statt, bei der mehr als 1000 Forschende in Frankfurt zusammenkommen und neueste Erkenntnisse der Kernphysik diskutieren.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Information: Dr. Phyllis Mania, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, 069 798-13001, mania@physik.uni-frankfurt.de

Redaktion: Dr. Phyllis Mania, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-13001, Fax 069 798-763-12531, mania@physik.uni-frankfurt.de

 

Apr 1 2025
16:11

Forschungsgruppe zu Macht und Missbrauch in der Kirche neu eingerichtet / Kollegforschungsgruppe Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer wird fortgesetzt

Goethe-Universität doppelt bei DFG erfolgreich

Die Goethe-Universität hat eine weitere geisteswissenschaftliche DFG-Forschungsgruppe in ihren Reihen: Unter dem Titel „Macht und Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche“ geht es um die Frage, welche Konstellationen Missbrauch begünstigen und wie sie zu vermeiden sind. In eine weitere Förderphase geht die Kolleg-Forschungsgruppe „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“, die sich mit der Zeit vom 1. bis 18. Jahrhundert befasst.

FRANKFURT. Wie entstehen Macht und Missbrauch, speziell in der katholischen Kirche? Wie ist diese Macht beschaffen, und wie wirkt sie? Hierzu wird am Fachbereich Katholische Theologie der Goethe-Universität schon seit Jahren im Rahmen eines Forschungsschwerpunkts intensiv geforscht. Nun kann eine interdisziplinäre Gruppe von Forscherinnen und Forschern ihre Arbeit an dem Thema mit zusätzlicher Kraft vorantreiben: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Forschungsgruppe „Macht und Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche – Interdisziplinäre Kritik und Analyse“ bewilligt. Beteiligt sind Expertinnen und Experten aus Theologie, Religionswissenschaft, Religionsphilosophie, Rechtswissenschaft und Erziehungswissenschaften. Sprecherin der neuen Forschungsgruppe ist die Religionswissenschaftlerin und katholische Theologin Prof. Anja Middelbeck-Varwick. „Die Frage nach Macht und Ohnmacht in der Kirche hat durch die zahllosen Missbrauchsfälle, die in Deutschland seit 2010 ans Licht kamen, eine besondere Dringlichkeit erhalten. Deshalb ist das Thema schon seit längerem im Fokus unseres Fachbereichs. Als interdisziplinäre Forschungsgruppe können wir uns der Thematik nun mit noch mehr Kraft und Konzentration widmen. Darüber freuen wir uns sehr“, sagt Middelbeck-Varwick.

Der Verbund betrachtet das Thema von sehr unterschiedlichen fachlichen Seiten und ist in drei Cluster unterteilt, die (1) die Bedingungen der Verletzlichkeit von Personen und Systemen untersuchen, (2) die Ordnungen und Strukturen von Macht in Institutionen, aber auch (3) die theologische Konstitution von Machtungleichgewichten und Machmissbräuchen. Dabei sollen auch die zugrundeliegenden rechtlichen Ordnungen und Machtkonstitutionen berücksichtigt werden – das heißt jene Denkmuster, die womöglich Machtmissbrauch in zwischenmenschlichen Beziehungen begünstigen, ermöglichen und stabilisieren. Wie sehen die typischen Täter-Opfer-Strukturen aus? Was trägt zu ihrer Tabuisierung und Vertuschung bei? Ziel des Projekts ist es, die erreichten Erkenntnisse auch für Bereiche außerhalb der Kirche nutzbar zu machen und auf diese Weise dazu beizutragen, Missbrauch zu bekämpfen und vorzubeugen. Am Projekt beteiligt sind u.a. die Erziehungswissenschaftlerin und frühere Vorsitzende der Unabhängigen Kommission zur systematischen Aufarbeitung von Kindesmissbrauch Prof. Sabine Andresen, die Verfassungsrechtlerin Prof. Ute Sacksofsky und der Ethikprofessor Christoph Mandry. Die Förderung läuft zunächst für vier Jahre und kann dann für weitere vier Jahre verlängert werden.

Kollegforschungsgruppe wird fortgesetzt

Ihre Arbeit fortsetzen kann die Kollegforschungsgruppe (KFG) „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“, die im Coronajahr 2020 angefangen hat. Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Strömungen und Erscheinungsformen des Christentums bis ins 18. Jahrhundert. Bislang hat die Forschung meist die Situation des 19. Jahrhunderts mit zentralisierten Großkirchen und der Dominanz des europäischen Christentums in die Vergangenheit projiziert, was den historischen Gegebenheiten nicht gerecht wurde. Auch Begrifflichkeiten wie „Konfession“ oder „Kirche“ passen nicht wirklich ins Bild, weshalb der Begriff der „Christentümer“ eingeführt wurde. In Abgrenzung zu den institutionalisierten Kirchen werden Christentümer als Interaktionsgemeinschaften verstanden, die sich auf Jesus Christus beziehen und sich als Gruppe nach außen abgrenzen. Diese Gemeinschaften haben sich dynamisch entwickelt, zum Teil neben oder auch quer zu den Kirchen, die auch aus solchen Gemeinschaften hervorgegangen sind. Und es haben sich auch jenseits der kirchlichen Hotspots Zentren entwickelt.

Die Ergebnisse der ersten Förderphase liegen in mehreren Publikationen vor. Zum Kreis der Forschenden hinzugestoßen sind im Jahr 2022 geflüchtete Historiker und Historikerinnen aus der Ukraine, die zunächst aus Projektmitteln, dann mit Unterstützung der Gerda-Henkel-Stiftung und schließlich als DFG-Fellows am Projekt beteiligt werden konnten. „Diese Kolleginnen und Kollegen sind fachlich eine große Bereicherung; das Gebiet der Ukraine weist in der Geschichte eine bemerkenswerte religiöse Vielfalt auf. Vor der russischen Totalinvasion in die Ukraine hatten wir eine Forschungsreise in die Region geplant. Wir hoffen, über die Zusammenarbeit im Projekt dauerhafte Forschungskooperationen mit der Ukraine aufzubauen“, sagt Prof. Birgit Emich, Frühneuzeit-Historikerin und Sprecherin der Kolleg-Forschungsgruppe. Als zweiter Antragsteller kommt jetzt Prof. Hartmut Leppin hinzu, der das ganz frühe Christentum erforscht. In der zweiten Förderperiode soll nun gemeinsam mit externen Expertinnen und Experten ein dreibändiges Kompendium erarbeitet werden, das Einblicke in Glaubens- und Lebenspraktiken der untersuchten Zeit geben wird. Näheres zum Projekt: https://www.poly-unifrankfurt.de/.

„Ich freue mich sehr über beide Förderzusagen, die Bewilligung der Forschungsgruppe und die Verlängerung der Kollegforschungsgruppe. Die geistes- und gesellschaftswissenschaftliche Forschung an der Goethe-Universität hat viel Potenzial, das auf diese Weise noch mehr Zugkraft und Sichtbarkeit erhält. Die beiden Programme versprechen ganz neue Perspektiven sowohl mit Blick auf die Vergangenheit als auch auf die Zukunft unserer Gesellschaft“, sagt Prof. Bernhard Brüne, der für Forschung zuständige Vizepräsident der Goethe-Universität.

Forschungsgruppen und Kolleg-Forschungsgruppen
Als Forschungsgruppe gefördert werden durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft kleine Gruppen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die auf einem eng umgrenzten Gebiet an einer Frage zusammenarbeiten, die alleine nicht lösbar wäre. Das Förderprogramm existiert seit 1962 und hieß bis 2018 Forschergruppe. Gefördert werden soll insbesondere die internationale und interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaftlern sowie der wissenschaftliche Nachwuchs.

Kolleg-Forschungsgruppen sind ein speziell auf geistes- und sozialwissenschaftliche Arbeitsformen zugeschnittenes Förderangebot der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Eine Kolleg-Forschungsgruppe ermöglicht ein Zusammenwirken besonders ausgewiesener Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zur Weiterentwicklung eines geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsthemas an einem Ort. Das Thema soll vorhandene Interessen und Stärken vor Ort aufgreifen und zugleich einen Rahmen für die Integration individueller Forschungsideen bieten. „Polyzentrik und Pluralität“ ist derzeit die einzige Kollegforschungsgruppe an der Goethe-Universität.


Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-13066, Fax 069 798-763-12531, sauter@pvw.uni-frankfurt.de

 

Apr 1 2025
12:18

Das neue Programm der Bürgeruniversität bietet knapp 200 Veranstaltungen für die Stadtgesellschaft an

Herzforschung, Klimawissen und die Night of Science

Mit der Bürger-Universität lässt die Goethe-Universität die Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Region an ihrer Forschung teilhaben. Das aktuelle Programm versammelt Vorträge, Podiumsgespräche, Ausstellungen, Filmreihen sowie Dialogspaziergänge, Führungen, Feste und andere Formate.

FRANKFURT. Warum Nachhaltigkeit gerade zum Nicht-Thema zu werden droht, wie Klima und soziale Gerechtigkeit zusammenpassen und was Kopf, Bauch, Hände mit der Klimakommunikation zu tun haben – dies sind Themen interdisziplinärer Vortragsreihen der Bürger-Universität, die sich mit Nachhaltiger Entwicklung und Planetaren Grenzen befassen.

Die Vortragsreihen zu aktuellen Fragen in unserer Gesellschaft gehören den knapp 200 Veranstaltungen an, zu denen die Goethe-Uni ihre Türen für Interessierte aus Stadt und Region öffnet bzw. mit denen sie selbst an Orte in der Stadt geht. Das Themenspektrum ist breit gespannt: Es reicht von einem Themennachmittag zur modernen digitalen Herzmedizin, ausgerichtet von Mitgliedern des Exzellenzclusters für Herz- und Lungenforschung, über einen Vortrag über Antisemitismus des Literatur- und Sozialwissenschaftlers Jan Philipp Reemtsma auf Einladung des Fritz Bauer Instituts bis zur renommierten Poetikvorlesung, diesmal mit der Schriftstellerin und Buchgestalterin Judith Schalansky. Die Skandinavisten der Goethe-Universität feiern den dänischen Dichter Hans Christian Andersen mit einem Thementag und einer Ausstellung. Und beim Science Talk „Wissen angezapft“ geht es unter anderem darum, was wir von Gesteinsproben aus dem Weltall erfahren können und wie die Vereinten Nationen als Friedensinstitution dastehen. Weitere Veranstaltungen – nicht nur für Erwachsene – sind die Night of Science auf dem Campus Riedberg, das Frühlings- und Sommerfest der Universität, zahlreiche Konzerte und die Kinder-Uni.

Das Programm der Bürger-Universität liegt an öffentlichen Einrichtungen der Stadt aus und ist im Online-Kalender der Goethe-Universität einsehbar unter: www.buerger.uni-frankfurt.de/

Die Teilnahme an den Veranstaltungen der Bürger-Universität ist in der Regel ohne Anmeldung möglich, der Eintritt ist frei.

Die erste Bürger-Universität startete im Jahr 2008 – in dem Jahr, in dem die Goethe-Universität Stiftungshochschule wurde und damit zu ihren Wurzeln zurückkehrte. 1914 war die Universität Frankfurt als erste deutsche Stiftungsuniversität von Frankfurter Bürgern gegründet worden.


Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de

 

Mär 31 2025
12:06

Zukunftscluster PROXIDRUGS startet zweite Phase – Bürger:innen fragen, Wissenschaftler:innen antworten

Sekundenkleber für Proteine: Neuartige Wirkstoffe bauen krankheitsfördernde Proteine ab

FRANKFURT. Im Zukunftscluster PROXIDRUGS entwickeln 22 Partner aus der akademischen und industriellen Forschung unter Sprecherschaft der Goethe-Universität neue Therapieansätze für ein breites Spektrum an Krankheiten. Die Forschenden setzen dabei auf ein innovatives Verfahren, mit dem sich gezielt krankheitsrelevante Proteine abbauen lassen. Mit dem Verfahren werden Proteine ins Visier genommen, die bislang therapeutisch nicht zugänglich waren. So lassen sich neue Wege zur Behandlung von Krebsleiden, verschiedenen neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Entzündungskrankheiten und Infektionen finden.

2025 beginnt die zweite Umsetzungsphase von PROXIDRUGS, das durch das Bundesforschungsministerium seit 2021 als Zukunftscluster gefördert wird. Aus diesem Anlass lädt PROXIDRUGS gemeinsam mit dem House of Pharma & Healthcare interessierte Bürgerinnen und Bürger ein zur Auftaktveranstaltung:

„Drug Discovery am Main"
am
Dienstag, 22. April 2025
16:00 bis 17:30 Uhr

Goethe-Universität Frankfurt
Campus Niederrad


Anmeldung
Die Gesamtzahl der Plätze ist begrenzt, daher ist eine Anmeldung bis 08. April erforderlich unter: www.proxidrugs.de/auftakt


Programm:

Begrüßung und Grußworte

Dr. Ulrich Breuer, Kanzler der Goethe-Universität Frankfurt
Timon Gremmels, Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur
Mitja Müller, Referatsleiter Innovationsförderung, Strukturstärkung im Bundesministerium für Bildung und Forschung

Vortrag

„PROXIDRUGS – Sekundenkleber für Proteine“
Prof. Dr. Nicolas Thomä, École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), Schweiz

Publikumsdialog mit Forschenden

Dr. Ingo Hartung, Merck Healthcare KGaA
Prof. Dr. Aimo Kannt, Fraunhofer Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP
Prof. Dr. Daniela Krause, Universitätsmedizin und Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Prof. Dr. Maike Windbergs, Goethe-Universität Frankfurt

Ausblick

Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Goethe-Universität und Präsident des House of Pharma & Healthcare e.V.
Prof. Dr. Ivan Đikić, Goethe-Universität und Sprecher des Zukunftsclusters PROXIDRUGS


Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de

 

Mär 31 2025
11:52

Die Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg bei der Nacht der Bibliotheken.

Es wird spät in der UB

FRANKFURT. Am 4.4.2025 findet zum ersten Mal eine bundesweite Nacht der Bibliotheken statt und die Universitätsbibliothek Frankfurt am Main ist dabei. Ab 19 Uhr können Interessierte in der Zentralbibliothek in Bockenheim aus der Human Library Bibliotheksmitarbeiter und -mitarbeiterinnen ‚ausleihen' und ihre persönlichen Geschichten und Erlebnisse hören, sich beim Geocaching auf die Suche nach Senckenbergs geheimem Tagebuch machen, an einer Kuratorenführung durch die aktuelle Ausstellung "Beyers Bücherschatz" teilnehmen oder sich der Halle bei der Silent Disco schon mal für den Club aufwärmen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Veranstaltungsdetails

Geocaching in der Universitätsbibliothek: Wer findet das geheime Tagebuch von Johann Christian Senckenberg? Eine Geocaching-Rallye durch die Zentralbibliothek der UB. Wer findet heraus, wo das geheime Tagebuch des Namensgebers Johann Christian Senckenberg versteckt wurde?! Erfolgreiche Entdecker erhalten eine kleine Überraschung!

Human Library – Entdecke die Menschen hinter der Unibibliothek: Hier gibt es die Gelegenheit, von persönlichen Geschichten und Erlebnissen unserer Bibliotheksmitarbeiter*innen zu erfahren - von ungewöhnlichen Hobbys bis zu überraschenden Talenten abseits des Berufs. Wie? Menschliches Buch auswählen und ins Gespräch kommen. 4. April 2025, 19:00 – 22:00 Uhr, Lesesaal der Zentralbibliothek im Erdgeschoss

Silent Disco – Tanzen, wo sonst Ruhe herrscht: Das Foyer der Zentralbibliothek verwandelt sich in eine Tanzfläche! Bei der Silent Disco kannst du zu verschiedenen Musikkanälen abtanzen – ganz ohne Lärm, aber mit jeder Menge Spaß! Wie? Kopfhörer auf, Lieblingskanal wählen und lostanzen. 4. April 2025, 19:00 – 22.30 Uhr, Foyer der Zentralbibliothek

Sonderführungen durch „Beyers Bücherschatz. Vom Sammeln und Stiften vor Senckenberg“: Zwei abendliche Sonderführungen geben Einblicke in das Leben des Mediziners, Politikers und Büchersammlers Johann Hartmann Beyer, dessen Sammlung ein Grundstein der Universitätsbibliothek bildet. 4. April 2025, 17:00 - 18:00 Uhr und 20:00 - 21:00 Uhr im Schopenhauer-Studio

Kontakt für Pressefragen allgemein: Bernhard Wirth, Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Freimannplatz 1, 60325 Frankfurt am Main, Tel. +49 (69) 798 39223; E-Mail: kom@ub.uni-frankfurt.de

Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Mär 31 2025
11:15

studiumdigitale eröffnet AI-ToolLab an der Goethe-Universität

„Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Hochschule der Zukunft“

FRANKFURT. Künstliche Intelligenz (KI) bringt in fast allen gesellschaftlichen Bereichen weitreichende und rasante Veränderungen mit sich und stellt auch Hochschulen vor große Herausforderungen: Längst ist der Einsatz von KI-Tools für viele Studierende und Lehrende fester Bestandteil ihres Alltags – sei es zur Literaturrecherche, zum Erstellen von Texten oder zur Entwicklung von Lernmaterialien. Auf der anderen Seite sind viele Fragen zu Datenschutz, Urheberrecht, Nachhaltigkeit sowie zu ethischen Aspekten weiterhin ungeklärt: Darf z.B. ChatGPT im Seminar eingesetzt werden? Ist die Nutzung einer bestimmten Anwendung mit den an der Universität geltenden Datenschutzrichtlinien vereinbar? Muss ein eigener Account angelegt werden und wenn ja, welche Kosten entstehen dadurch? Noch immer gibt es viele Unsicherheiten, wenn es um den Einsatz von KI in Forschung, Lehre und Studium geht.

Darauf reagiert die Goethe-Universität mit der Einrichtung des AI-ToolLabs, einem Experimentierraum, der allen Lehrenden und Studierenden kostenfreien und datenschutzkonformen Zugang zu KI-Anwendungen ermöglicht. Ab sofort wird ein KI-Chat-Tool für den Einsatz von Large Language Modellen wie ChatGPT, LLama oder Deep Seek in Forschung und Lehre bereitgestellt. Dabei laufen die Daten über die Infrastruktur der Universität, so dass auch die Nutzung der kommerziellen Modelle datenschutzkonform, anonym und sicher erfolgt.

Chief Information Officer Ulrich Schielein, der für die Digitalisierung an der Goethe-Universität verantwortlich zeichnet, erklärt die Vorteile: „Uniangehörige benötigen kein persönliches Konto und es kommen keine Kosten auf sie zu. Das gewährleistet die Teilhabe aller und wir schaffen so als Universität Wissen für Entwicklung, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit im digitalen Zeitalter“. Durch die sichere Bereitstellung von KI-Tools böten sich auch ganz neue Chancen für die Verwaltung, die es demnächst auszuloten gelte, betont Vizepräsident Schielein weiter.

Prof. Dr. Viera Pirker, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Goethe-Universität Frankfurt unterstreicht: „Die Einrichtung des AI-ToolLabs ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Hochschule der Zukunft. So können wir auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen und Entwicklungen reagieren, eine zeitgemäße Lehre anbieten und mitgestalten.“

Das AI-ToolLab wurde entwickelt von studiumdigitale, der Innovationseinheit für digitales Lehren und Lernen an der Goethe-Universität. Bereits im Frühjahr 2023 hatte sich eine universitätsweite, statusgruppen- und fächerübergreifende Arbeitsgruppe zum Einsatz Generativer KI (AG:GKI) in der Hochschule gegründet, die auch bei der Nutzung des AI-ToolLabs eine wichtige Rolle spielt. Dr. David Weiß von studiumdigitale, der die AG:GKI gemeinsam mit seiner Kollegin Julia Schmitt leitet, erklärt: „Wir bieten unseren Lehrenden, Forschenden und Studierenden damit einen sicheren Experimentierraum und werden darin nach und nach weitere KI-Tools, z. B. zu Bildgenerierung, Transkription oder Wissensmanagement, bereitstellen“. Belebt und begleitet wird das Lab durch die interdisziplinäre und statusgruppenübergreifende Community of Practice. „Die Aufgabe der Community besteht in der Erprobung und Evaluierung dieser Tools sowie in deren gemeinsamer Weiterentwicklung mit der AG:GKI, damit sie dann als universitätsweiter Service zur Verfügung gestellt werden können“, betont Weiß.

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) und dem KI-Servicezentrum für sensible und kritische Infrastrukturen (KISSKI) können neben den kommerziellen Modellen auch freie, datenschutzkonforme und in Deutschland gehostete Anwendungen bereitgestellt werden. „Dies ist ein weiterer wichtiger Aspekt für die Unabhängigkeit von privatwirtschaftlichen Anbietern“, unterstreicht Patrick Sacher, der für die technische Entwicklung des AI-ToolLabs verantwortlich ist.

Weitere Informationen zum AI-ToolLab sowie zur AG:Generative KI:
https://gki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/ai-toollab/

Kontakt:
Dr. Ulrike Mascher, studiumdigitale. Tel. +49 (0)174 269 2384; mascher@sd.uni-frankfurt.de

Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Mär 25 2025
13:26

Die Anfänge des Kunstgeschichtlichen Instituts zwischen Museum, Universität und Akademie: Tagung vom 27.-28. März 2025 am Campus Westend.

„Aber die Grenzen sind flüssig…“

FRANKFURT. Die Geschichte des 1915 kurz nach der Frankfurter Universität gegründeten Kunstgeschichtlichen Instituts ist trotz seiner Größe und Bedeutung vergleichsweise wenig erschlossen. Dabei bestehen grundlegende Gemeinsamkeiten zu besser erforschten, zeitgleich gegründeten Instituten wie dem Hamburger Kunstgeschichtlichen Seminar. Beide Institute verbindet nicht nur jüdische Exilgeschichte, sondern auch eine enge Verknüpfung mit einer Kunstsammlung, in Frankfurt ist es das Städelsche Kunstinstitut.

Die Tagung auf dem Campus Westend will diese frühe Phase des Kunstgeschichtlichen Instituts in erweiterter Form und vergleichender Perspektive beleuchten: Im Mittelpunkt stehen das konzeptionelle, pragmatische und personelle Zusammenspiel von Museum und kunstgeschichtlicher Ausbildung. Gleichzeitig sollen einzelne intellektuelle Biographien in den Fokus gerückt werden. Anlass für die Tagung ist die Emeritierung von Hans Aurenhammer, Regine Prange und Jochen Sander, die mit ihren jeweils eigenen Forschungsprofilen wie mit einem gemeinsamen Interesse an der Geschichte des Fachs das Institut in Frankfurt in den letzten Jahrzehnten maßgeblich geprägt haben.

Die Tagung steht allen Interessierten offen. Um Anmeldung wird gebeten unter I.Muellers@kunst.uni-frankfurt.de

Zum Programm: https://www.kunst.uni-frankfurt.de/169611972.pdf
Blog zur Geschichte des Instituts: https://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/kgi-geschichte/

Tagungsort
Kunstgeschichtliches Institut der Goethe Universität, Frankfurt am Main, SKW Gebäude, Hörsaal B (Erdgeschoss), Rostocker Straße 2, 60323 Frankfurt. Das SKW-Gebäude befindet sich am nordöstlichen Ende des Campus Westend. Bitte beachten Sie, dass die Parkmöglichkeiten in der Umgebung sehr begrenzt sind! Anfahrt mit der U-Bahn und mit Bus 64 bis Haltestelle Miquel-/Adickesallee oder mit Bus M32 bis Miquel-/Hansaallee.

Kontakt: Prof. Dr. Mechthild Fend, Kunstgeschichtliches Institut, Goethe-Universität Frankfurt am Main,
Tel. (069) 798–28336; Fend@kunst.uni-frankfurt.de


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

  • Die Future Factory verfolgt das ambitionierte Ziel, 1.000 neue Startups bis 2030 hervorzubringen.
  • Gründerinnen und Gründer profitieren von strukturierten Gründungsprogrammen: direkter Zugang zu Finanzierung, Industrie und Coaching durch Branchenexperten.
  • Bewerbung beim Leuchtturmwettbewerb „Startup Factories“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) eröffnet der Future Factory zusätzliche Fördermöglichkeiten und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Projekts auf nationaler Ebene.

FRANKFURT. – Vier Hochschulen – die Goethe-Universität Frankfurt, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die Technische Universität Darmstadt und die Frankfurt School of Finance & Management – sowie das Startup-Ökosystem Futury, leiten mit der Gründung der Future Factory eine neue Ära der akademischen Gründungsförderung für das Rhein-Main-Gebiet ein. Mit der Future Factory bündeln sie ihre Stärken und optimieren die Schnittstelle von akademischer Lehre und Forschung und unternehmerischer Praxis.

Das Ziel von Futury - The Future Factory ist es, den Gründergeist an den Hochschulen zu stärken, Studierende und Forschende auf dem Weg zu Unternehmer:innen zu begleiten und ihre innovativen Geschäftsmodelle in marktfähige Unternehmen zu überführen. Dank der langjährigen Erfahrung und Expertise von Futury erhalten Gründer:innen von Anfang an Unterstützung und Coaching bei der Gründung, der Produktentwicklung, dem Marktzugang, durch relevante Industriekontakte sowie der notwenigen Finanzierung.

Hochschulen als Motor für die Startup-Förderung
Im Rahmen der Partnerschaft überträgt die Frankfurt School, die bisher alleinige Eigentümerin der Futury GmbH war, 45 % der Anteile an die drei Rhein-Main-Universitäten (RMU). Die Goethe-Universität Frankfurt, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Technische Universität Darmstadt halten nun jeweils 15 % an Futury. Damit intensivieren die Hochschulen ihr Engagement, akademische Lehre und Forschung mit unternehmerischer Umsetzung zu verbinden und Gründungen weiter in den Fokus zu rücken.

Mit der Anteilsübernahme stärken die Universitäten und die Frankfurt School Futury als zentrale Startup Factory der Region. Durch die Futury – The Future Factory soll sich die Region als führender Startup- und Innovationshub Deutschlands etablieren.  Gemeinsam wollen die Hochschulen mit Futury das Ziel von 1.000 Neugründungen bis 2030 erreichen.

Von der Idee zum Erfolg: Dank Futury - The Future Factory schneller durchstarten
Futury unterstützt junge Talente und Startups dabei, ihre Ideen zu marktfähigen Lösungen zu entwickeln. Dabei legt Futury einen besonderen Fokus auf hochschulnahe bzw. wissenschaftsbasierte Ideen und deren Transfer in neue Ausgründungen. Über strukturierte Programme – von der Ausbildung, über den Transfer bis hin zur Pilotierung – werden Industrieexpertise und Fachcoachings von Tag 1 an in die Gründungsideen mit eingebracht.

„Wir wollen Startups schneller, effizienter und nachhaltiger entwickeln. Mit unserer Factory schaffen wir eine engere Verzahnung mit der Industrie und ein strukturiertes und durchgängiges Gründungsprogramm. Unser Ziel ist es, eine neue Generation von Gründer:innen hervorzubringen“, fasst Charlie Müller, Managing Director und Co-Founder von Futury, die Vision der Future Factory zusammen.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Future Factory sind die starken Industriepartnerschaften mit Unternehmen aus verschiedensten Branchen. Bereits mehr als 100 führende Industriepartner haben mit Futury seit der Gründung 2015 zusammengearbeitet und Gründer:innen bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Geschäftsideen begleitet. Zu den Unternehmenspartnern zählen unter anderem Bain & Company, die Deutsche Bank oder Procter & Gamble. Diese Partner bringen nicht nur ihre fachliche Expertise ein, sondern ermöglichen Startups auch einen direkten Marktzugang und praxisnahe Einblicke in relevante Wirtschaftsfelder. Durch diese enge Zusammenarbeit entstehen tragfähige Geschäftsmodelle, die von Beginn an auf eine nachhaltige Umsetzung ausgerichtet sind. Die breite Branchenvielfalt der Partnerunternehmen stellt sicher, dass die Future Factory innovative Ideen aus unterschiedlichsten Bereichen fördern kann.

Die Weiterentwicklung von Futury - The Future Factory ist Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte
Seit 2015 hat Futury rund 120 Startups erfolgreich durch ihre Programme begleitet, aus visionären Ideen nachhaltige Unternehmen geformt und diese direkt im Markt pilotiert. Dieser Erfolg zeigt, welches Potenzial in einer gezielten Unterstützung von Gründer:innen liegt.

Zu einigen der erfolgreichen Startups gehört unter anderem Formo, ein FoodTech-Startup, das mit Hilfe von Präzisionsfermentation tierfreie Milchprodukte entwickelt und die Lebensmittelbranche nachhaltig verändert. Ebenso gehört Recyda, das digitale Tools zur Bewertung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen entwickelt und Unternehmen bei der Umstellung auf nachhaltigere Materialien unterstützt, zu den erfolgreichen Startups. Und auch Circolution – ein digitales Mehrwegsystem für den Lebensmitteleinzelhandel – hat gemeinsam mit Futury seine Idee in den Handel gebracht.

Mit Futury Capital wurden seit 2018 ca. 80 Millionen Euro an Kapital für Startups bereitgestellt. Investitionen erfolgten unter anderem in Startups wie Energy Robotics – Anbieter für autonome Inspektionslösungen mittels Robotik – und Wingcopter, ein Pionier im Bereich Lieferdrohnen für die medizinische Versorgung. Beide Startups, ebenso wie das Wärmespeicher-Startup Magnotherm, gegründert an der TU Darmstadt, stehen exemplarisch für die Innovationskraft, die durch gezielte Förderung und verlässliche Partnerschaften entfaltet werden kann.

Melissa Ott, Managing Director von Futury, betont: „Diese Erfolgsgeschichten sind der beste Beweis dafür, dass eine enge Vernetzung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gründerszene nachhaltige Unternehmen hervorbringt. Mit der gemeinsamen Expertise zwischen den Hochschulen und Futury wollen wir dieses Innovationsökosystem nun skalieren und die Anzahl an technologiebasierten Ausgründungen massiv erhöhen.“

Teilnahme am Bundeswettbewerb „Startup Factories“ des BMWK 
Um die nationale Sichtbarkeit und Unterstützung für die Future Factory weiter auszubauen, nehmen die vier Hochschulen und Futury am Leuchtturmwettbewerb „Startup Factories“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) teil.

Der Wettbewerb bietet eine bedeutende Plattform zur Förderung von Innovationshubs in Deutschland und ermöglicht den Zugang zu zusätzlichen finanziellen Mitteln. Die gebündelten Kompetenzen und Ressourcen der Partner machen die Future Factory zu einem starken Bewerber mit überzeugendem Konzept und langfristiger Wirkung für die gesamte Region. Mit der Bewerbung soll die langfristige Entwicklung der Future Factory als führendes Gründungszentrum der Rhein-Main-Region weiter vorangetrieben werden. Die finale Antragstellung erfolgt am 30. April 2025.

Statements der Universitätspräsident:innen

Prof. Dr. Tanja Brühl, Präsidentin der TU Darmstadt:
„Die kraftvolle Unterstützung von Ausgründungen ist Teil unseres Selbstverständnisses als Technische Universität. Mit unserem Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST sind wir beim Gründungsmanagement ausgezeichnet aufgestellt. Mit „IP for Shares“ beispielsweise haben wir gründungsfreundliche IP-Transfermodelle bereits erfolgreich entwickelt und eingeführt. Durch unsere Beteiligung an der Futury GmbH werden wir Teil eines noch größeren, leistungsfähigen Innovations-Ökosystems – darauf freuen wir uns sehr. Unsere Vernetzung und Angebote in der Future Factory werden die Brücke zwischen Spitzenforschung und Innovationskraft weiter ausbauen. Unser gemeinsames Ziel: 1.000 Neugründungen bis 2030 in der Rhein-Main-Region als führendem Startup- und Innovationshub Deutschlands.“

Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Gutenberg-Universität Mainz:
„Innovative Gründungen entstehen nicht isoliert – sie benötigen ein starkes Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Genau hier setzt die Future Factory an: Sie vereint Hochschulen, Unternehmen und Gründer auf einer Plattform, um Zukunftstechnologien schneller in den Markt zu bringen.“

Prof. Dr. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt:
„Für die Goethe-Universität - als Gründung aus der Gesellschaft für die Gesellschaft -gehört es zur DNA, dass aus Forschung reale Lösungen entstehen. Auch in der RMU übernehmen wir und unsere Partneruniversitäten Verantwortung für die Umsetzung wissenschaftlicher Exzellenz in die Gesellschaft und damit auch in die Wirtschaft, in den Markt. Die Region zwischen Darmstadt, Frankfurt und Mainz hat mit ihrer außerordentlichen Dichte an Wissenschaftseinrichtungen und forschungsstarken Firmen das Potenzial, ein führender Innovationshub in Europa zu werden. Die neue Factory wird mit schnellen Prozessen, klaren Finanzierungsmöglichkeiten und guten Kontakten zu Industriepartnern den direkten Zugang zu Märkten öffnen.“

Prof. Dr. Nils Stieglitz, Präsident der Frankfurt School of Finance & Management
„Die Region muss einen neuen Gründergeist entfachen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Erfolgreiche Gründung braucht Wissenschaft, Forschung, Technologie. Aber wir benötigen insbesondere viele junge Menschen, die etwas bewegen wollen, die risikobereit sind und die wissen, wie Startups funktionieren. Futury wird genau das leisten – begeistern, fördern, machen.“

Über Futury – The Future Factory 
Futury ist eine Innovationsplattform, die Unternehmen und Startups zusammenbringt, um transformative Herausforderungen zu bewältigen und nachhaltige Innovationen zu fördern. Futury unterstützt Talente und Startups dabei über den ganzen Lebenszyklus hinweg: Von der Ideenentwicklung bis zur Skalierung. Dabei bietet Futury ein einzigartiges Ökosystem, das Gründungsideen und Forschungsergebnisse schnell in die Praxis überführt. Hinter Futury stehen die Rhein-Main-Universitäten (Goethe-Universität Frankfurt, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, TU Darmstadt) und die Frankfurt School of Finance & Management. Transferzentren wie HIGHEST, Unibator, das Startup Center Mainz und das Entrepreneurship Centre der Frankfurt School sind fest eingebunden, um Gründungen effizient zu unterstützen. Durch ein starkes Netzwerk aus Industriepartnern, wissenschaftlichen Institutionen und Investoren beschleunigt Futury Innovationsprozesse und ermöglicht schnellen Zugang zu Wissen, Kapital und Pilotprojekten. Als Gravitationszentrum für Innovation verbindet Futury Wissenschaft, Wirtschaft und Gründer:innen und schafft Lösungen für eine wettbewerbsfähige Zukunft.

Pressekontakt
Fink & Fuchs AG
Friederike Kalweit 
Tel.: 0611 74131 35
Mail: futury@finkfuchs.de

Bilder zum Download: https://www.uni-frankfurt.de/169735314

Bildtext:
Foto 1: Die Präsident:innen der vier Hochschulen der Rhein-Main-Region mit den beiden Geschäftsführer:innen von Futury – The Future Factory. v.l.n.r.: Prof. Dr. Georg Krausch (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Prof. Dr. Nils Stieglitz (Frankfurt School of Finance & Management), Melissa Ott (Managing Director Futury), Prof. Dr. Enrico Schleiff (Goethe Universität Frankfurt), Prof. Dr. Tanja Brühl (TU Darmstadt) und Charlie N. Müller (Managing Director Futury). ©Micha Ruppert, Frankfurt School of Finance & Management

Foto 2: Bei der heutigen Pressekonferenz erklären die Geschäftsführer:innen von Futury gemeinsam mit den vier Präsident:innen der Hochschulen, was sich hinter dem gemeinsamen Projekt der Future Factory verbirgt. v.l.n.r.: Charlie N. Müller (Managing Director Futury), Melissa Ott (Managing Director Futury), Prof. Dr. Tanja Brühl (TU Darmstadt), Prof. Dr. Georg Krausch (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Prof. Dr. Enrico Schleiff (Goethe Universität Frankfurt), und Prof. Dr. Nils Stieglitz (Frankfurt School of Finance & Management). ©Micha Ruppert, Frankfurt School of Finance & Management


Redaktion: Volker Schmidt, Leiter Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Tel: 069 798-13035, v.schmidt@em.uni-frankfurt.de

 

Mär 24 2025
12:24

30 Meter langer Sedimentkern aus dem „Great Blue Hole“ in Belize liefert bisher längste Zeitreihe für Sturmhäufigkeiten im Atlantik

5700-Jahre-Sturmarchiv: Immer mehr tropische Stürme und Hurrikane in der Karibik

Auch wenn ein Sturm vorüber ist, kann er Spuren im Meer hinterlassen, die Tausende Jahre überdauern: Sedimentschichten, die aus groben Partikeln bestehen und sich so von feinen Schönwetter-Sedimenten deutlich unterscheiden. In der Karibik hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Goethe-Universität jetzt solche Sedimente anhand eines 30 Meter langen Bohrkerns aus einem Atoll untersucht. Das Ergebnis: In den vergangenen 5700 Jahren hat die Häufigkeit tropischer Stürme und Hurrikane in der Region kontinuierlich zugenommen. Für das 21. Jahrhundert sagt das Forschungsteam einen sprunghaften Anstieg der regionalen Sturmhäufigkeit voraus – ein Effekt des Klimawandels.

FRANKFURT. Mitten im seichten Wasser des Lighthouse Reef Atolls 80 Kilometer vor der Küste des kleinen mittelamerikanischen Staates Belize geht es plötzlich tief hinab: Wie ein dunkelblaues Auge erscheint dort das „Great Blue Hole“ umrahmt von Korallenbänken. Die 125 Meter tiefe Unterwasser-Höhle hat einen Durchmesser von 300 Metern und war vor vielen Tausend Jahren eine Tropfsteinhöhle auf einer Kalkstein-Insel. Die Decke der Höhle stürzte während der letzten Eiszeit ein. Nach Abschmelzen der eiszeitlichen Eismassen wurde diese durch den damit einhergehenden Anstieg des globalen Meeresspiegels überflutet.

Im Sommer 2022 ließen ein Forschungsteam auf Initiative von Prof. Eberhard Gischler, Leiter der Arbeitsgruppe Biosedimentologie der Goethe-Universität, finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft eine Bohrplattform über das offene Meer zum „Great Blue Hole“ schleppen und bohrten 30 Meter tief in die Sedimente der Unterwasserhöhle, die sich seit etwa 20.000 Jahren dort ablagern. Der Sedimentbohrkern wurde anschließend von Forschenden der Universitäten Frankfurt, Köln, Göttingen, Hamburg und Bern analysiert.

Grobe Lagen zeigen tropische Stürme an

Vor 7200 Jahren wurde die ehemalige Kalkstein-Insel des heutigen Lighthouse Reef vom Meer überflutet. Seit 5700 Jahren lassen die geschichteten Sedimente am Boden des "Great Blue Hole" unter anderem außergewöhnliche Ereignisse wie Sturmlagen, sogenannte Tempestite, erkennen. Dr. Dominik Schmitt, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Biosedimentologie und Erstautor der aktuellen Studie, erläutert: „Unter den besonderen Umweltbedingungen mit sauerstofffreiem Bodenwasser und geschichteter Wassersäule konnten sich feine marine Sedimente weitgehend ungestört im „Great Blue Hole“ ablagern. Im Bohrkern sind sie wie Baumringe sichtbar, da die Jahreslagen aufgrund unterschiedlicher Gehalte organischen Materials farblich regelmäßig zwischen grau-grün und hell-grün wechseln.“ Sturmwellen und Sturmfluten transportierten grobe Partikel aus dem östlichen Randriff des Atolls in das „Great Blue Hole“, so Schmitt, die dann an dessen Grund auffällige Lagen bildeten und sich in ihrer Korngröße, Zusammensetzung und Farbe - beige bis weiß – deutlich von den geschichtete, grau-grünlichen Sedimenten abgrenzen.

Insgesamt 574 Sturm-Ereignisse konnten das Forschungsteam für die vergangenen 5700 Jahre identifizieren und auf das Jahr genau datieren und so einen bisher unerreichten Einblick in die klimatischen Schwankungen und Hurrikan-Zyklen der südwestlichen Karibik ermöglichen – Messdaten und menschliche Aufzeichnungen reichten bislang nur 175 Jahre zurück.

Stürme in der Südwest-Karibik nehmen zu

Die Verteilung der Sturmlagen im Bohrkern zeigt, dass in den vergangenen sechs Jahrtausenden die Häufigkeit tropischer Stürme und Hurrikane in der südwestlichen Karibik immer weiter zunahm. Schmitt erklärt: „Entscheidend hierfür ist insbesondere die Verlagerung der äquatorialen Tiefdruckrinne – der innertropischen Konvergenzzone – nach Süden. Diese Zone beeinflusst die Position der wichtigsten Sturm-Entstehungsgebiete im Atlantik und steuert dadurch, wohin tropische Stürme und Hurrikane in der Karibik ziehen und wo sie auf Land treffen.“

Auch dass höhere Meerestemperaturen zu mehr Stürmen führten, konnten das Wissenschaftsteam anhand von Schwankungen in der Sturmhäufigkeit nachvollziehen. Schmitt: „Diese eher kurzfristigen Schwankungen gehen einher mit jeweils fünf wärmeren und kälteren Klimaperioden, die sich natürlich auch auf die Wassertemperaturen im tropischen Atlantik ausgewirkt haben.“

Klimawandel führt zu steigende Sturmaktivität

Während in den vergangenen sechs Jahrtausenden zwischen vier und 16 tropische Stürme und Hurrikane pro Jahrhundert über das „Great Blue Hole“ fegten, zeigen die neun Sturmlagen der vergangenen 20 Jahre, dass im 21. Jahrhundert erheblich häufiger mit heftigen Unwettern zu rechnen ist, befürchtet Gischler: "Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass in unserem Jahrhundert rund 45 tropische Stürme und Hurrikane allein über diese Region ziehen könnten. Das würde weit über das natürliche Maß der vergangenen Jahrtausende hinausgehen.“ Als Grund hierfür kämen keine natürlichen Schwankungen des Klimas in Betracht, sondern vielmehr die fortschreitende Erwärmung während des industriellen Zeitalters, die mit immer höheren Meerestemperaturen und stärkeren globalen La-Niña-Ereignissen einhergehe und so optimale Bedingungen für die Entstehung und schnelle Intensivierung von Stürmen schaffe.


Publikation: Dominik Schmitt, Eberhard Gischler, Martin Melles, Volker Wennrich, Hermann Behling, Lyudmila Shumilovskikh, Flavio S. Anselmetti, Hendrik Vogel, Jörn Peckmann, Daniel Birgel. An annually resolved 5700-year storm archive reveals drivers of Caribbean cyclone frequency. Science Advances (2025) https://doi.org/10.1126/sciadv.ads5624


Bilder zum Download:
https://www.uni-frankfurt.de/169686884

Bildtexte:
1) Drohnenaufnahme aus 200 Metern Höhe auf das „Great Blue Hole“ mit der in der Mitte verankerten Bohrplattform. Im Hintergrund ist der Rand des Lighthouse Reef-Atolls zu sehen. Foto: Eberhard Gischler

2) Der untersuchte Bohrkern (BH8-18/2) aus einer Tiefe von 100-140 Zentimetern zeigt die grünlich-grauen, feinkörnigen marinen Sedimente mit Jahresschichtung. Insgesamt 13 grobkörnige Sturmlagen (Tempestite, EL36 bis 47) grenzen sich deutlich durch ihre weiße-beige Farbe und hinsichtlich ihrer Zusammensetzung von den normalen Sedimenten ab. Foto aus: Schmitt et al. 2025; Supplementary Materials

3) Die Häufigkeit extremer Wetterereignisse im „Great Blue Hole“ in 100-Jahr-Zählfenstern. Die schwarze Linie zeigt den 5700 Jahre andauernden Trend zu einer höheren Sturmhäufigkeit in der südwestlichen Karibik. Das Balkendiagramm verdeutlicht die überlagernden kurzfristigen Schwankungen (erhöhte Aktivität = rot; verminderte Aktivität = blau), die mit wärmeren und kälteren Klimaperioden korrelieren. Grüne und braune Balken: Ereignis-Lagen, die nicht mit einem Sturm in Zusammenhang stehen, aus der Zeit vor der vollständigen Überflutung des „Great Blue Hole“, die in der Häufigkeitsrekonstruktion nicht berücksichtigt wurden. Grafik aus: Schmitt et al. 2025; Supplementary Materials


Weitere Informationen
Prof. Dr. Eberhard Gischler
Leiter AG Biosedimentologie
Institut für Geowissenschaften
Goethe-Universität Frankfurt
Tel. +49 (0)69 798-40183
gischler@em.uni-frankfurt.de

Dr. Dominik Schmitt
Tel. +49 (0)69 798-40174
gischler@em.uni-frankfurt.de

Bluesky: @goetheuni.bsky.social @unigoettingen.bsky.social @unibern.bsky.social
Linkedin: @Goethe-Universität Frankfurt



Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de

 

Mär 24 2025
11:22

Tagung von Goethe-Universität, Institut für Sozialforschung und Sigmund-Freud-Institut befasst sich mit Realitätsverweigerung in der Klimakrise

Nach uns die Sintflut?

FRANKFURT. Er ist vielfach wissenschaftlich belegt, seine Folgen sind von Jahr zu Jahr weltweit spürbarer – und dennoch wird der Klimawandel nach wie vor von politisch Verantwortlichen verdrängt. Dabei haben viele andere Probleme ihre Ursachen auch in der Zerstörung von Umwelt und Lebensgrundlagen: Flucht und Armut, Gewalt und der Aufstieg politischer Extremismen. Warum und auf welche Weise wird die Realität einer klimabedingten Umwälzung unserer Lebensgrundlagen immer noch negiert, wird den Leidtragenden und nicht zuletzt den noch kommenden Generationen die Solidarität verweigert? Mit diesen Fragen befasst sich die Tagung von Goethe-Universität, Institut für Sozialforschung und Sigmund-Freud-Institut „Nach uns die Sintflut“ – Krisenbewältigung zwischen Externalisierung und Generativität, die am

22. und 23. Mai 2025
am Sigmund-Freud-Institut
in der Myliusstraße 20, 60323 Frankfurt

stattfindet. Beteiligt ist auch die Oper Frankfurt, Teilnehmerinnen und Teilnehmer können zu thematisch passenden Vorstellungen vergünstigt Tickets erwerben.

Im Mittelpunkt der Tagung stehen die psychischen und sozialen Mechanismen, die zum Tragen kommen, wenn die Realität einer klimabedingten Umwälzung der Lebensbedingungen auf Distanz gehalten werden. Wie gelingt es, die Illusion fortzuschreiben? Aber es geht es auch darum, Perspektiven zu entwickeln, wie Solidarität und Verantwortung für nachfolgende Generationen und Menschen in anderen Gegenden der Welt oder anderen sozialen Milieus neu gefasst und verknüpft werden können.

Soziologische, sozialpsychologisch-psychoanalytische und philosophische Beiträge werden ergänzt durch eine Podiumsdiskussion über „Endzeitszenarien und Generativität auf der Opernbühne“. Anhand der Opern „Melusine“ (Aribert Reimann) und „Der Rosenkavalier“ (Richard Strauß) können Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem Termin vor oder nach der Tagung erleben, wie Krisen in der Kunst aufgegriffen werden können und welche erweiterten Erfahrungsmöglichkeiten sich dabei erschließen. Hierfür werden vergünstigte Tickets angeboten.

Anmeldung
Die Teilnahme ist kostenlos. Wegen der begrenzten Plätze ist eine Anmeldung notwendig unter https://sigmund-freud-institut.de/index.php/anmeldeformular/

Die Anmeldung wird erst gültig nach dem Erhalt einer Bestätigung.

Information: https://sigmund-freud-institut.de/wp-content/uploads/Flyer_IfSSFI_GU_Oper_Tagung_Sintflut_22_23_05_2025.pdf


Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-13066, E-Mail sauter@pvw.uni-frankfurt.de