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Dez 10 2021
11:03

Das Interesse an dem Fach Koreastudien nimmt seit Jahren rasant zu. Ein Grund: die Popularität der koreanischen Pop- und Filmkultur. Mehr über das „Kleine Fach“ an der Goethe-Universität im neuen UniReport

Korea goes Pop

FRANKFURT. Klein, aber oho: Das Fach Koreastudien zählt zwar zu den sogenannten „Kleinen Fächern“ an der Goethe-Universität, aber die Zahl der Studierenden ist in den vergangenen zehn Jahren immerhin von 20 auf 400 Studierende gewachsen. Auch wenn viele Studierende in den letzten Jahren den Weg zum Fach über Koreas aktuelle Popmusik, Mode und Film gefunden haben, so erschöpft sich die Themenvielfalt natürlich bei weitem nicht darin: Geschichte, Wirtschaft, Politik, Geographie und Religionen des Landes gilt es im Studium zu erschließen. Interdisziplinarität wird großgeschrieben: Geschichtswissenschaften, Migrationsforschung, Kulturwissenschaft und Frauenforschung liefern die Theorien- und Methodenvielfalt. Auch international ist das Fach gut aufgestellt, insgesamt sechs koreanische Partneruniversitäten kooperieren mit der Goethe-Universität. Zudem ist in Frankfurt das Umfeld sehr günstig, lebt hier doch die mit Abstand größte Anzahl von Auslandskoreaner in Europa; ebenso haben sich hier viele koreanische Firmen angesiedelt.

Ein ganz besonderer Fall von koreanischer Popkultur erregt gerade in Deutschland die Gemüter: Die Netflix-Serie „Squid Game“ sorgt für Debatten vor allem unter Pädagogen und Medienforschern. In der Serie treten hoch verschuldete Menschen in einem Wettbewerb gegeneinander an; wer verliert, zahlt mit seinem Leben. Die äußerst gewalttätige Darstellung eines zynischen Spiels übt anscheinend eine große Faszination vor allem auf junge Zuschauer aus. Prof. Katajun Lindenberg, Professorin für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie an der Goethe-Universität, erklärt im Gespräch mit dem UniReport, warum der Serienhit für Kinder und Jugendliche nicht geeignet ist.

Weitere Themen im aktuellen UniReport:

  • Universitätsleben zurück im „Analogen“: Ein erster Blick zurück auf zwei Monate Präsenzbetrieb.
  • Auch in geistiger Nachbarschaft zum Goethe-Haus: Die Literaturwissenschaftlerin Anne Bohnenkamp-Renken über das neue Frankfurter Romantik-Museum.
  • Wie Schwarze Löcher ihren Jet zünden: Frankfurter Astrophysiker klären den Ursprung der gigantischen Teilchenströme auf.
  • Cave-Syndrom und Long COVID: Psychologen untersuchen, wie sich die Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit auswirkt.
  • Goethe, Deine Forscher: Dem Rechtswissenschaftler David von Mayenburg liegt das Kirchenrecht des Mittelalters und der Frühen Neuzeit besonders am Herzen.
  • Von Haarnadeln und Leitersprossen: Der Biophysiker Jens Bredenbeck untersucht den Energietransport in Proteinen.
  • Geschichten, die weitererzählt werden sollen: Interview mit der neue Poetikdozentin Judith Hermann, deren Vorträge ins Sommersemester 2022 verschoben werden müssen.
  • Illusion des sozialen Aufstiegs: Der Soziologe Lars Meier rezensiert den Film „Contra“, der soziale Ungleichheit und Diskriminierung an der Hochschule behandelt.
  • Der weite Weg zur Traumfabrik: Drei Alumni der Goethe-Universität, die Fuß gefasst haben in der Filmbranche, über ihren Film „Eine Handvoll Wasser“ mit Weltstar Jürgen Prochnow.
  • Die Genschere im künstlerischen Einsatz: Studierende verschiedener Disziplinen arbeiten in einem Lehrforschungsprojekt zusammen.

Der UniReport 6/2021 steht zum kostenlosen Download bereit unter https://www.unireport.info/109719953.pdf  


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de