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Nov 27 2020
12:03

​Universitätsklinikum Frankfurt bietet umfassendes Pandemie-Trainings- und Fortbildungsprogramm für Menschen in medizinischen und pflegerischen Berufen an, gefördert durch Gemeinschaftsinitiative von Rotary Clubs der RheinMain Region.

Geschult für Covid-19-Erkrankungen

FRANKFURT. Das Universitätsklinikum Frankfurt hat ein umfassendes Pandemie-Trainings- und Fortbildungsprogramm für Menschen in medizinischen und pflegerischen Berufen gestartet. Das Programm richtet sich an das medizinische Personal am Universitätsklinikum Frankfurt sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer medizinischer Einrichtungen der Region – wie Krankenhäuser, Alten- und Behindertenpflege, Arztpraxen, Dialysezentren und Rettungsdienste. Ziel ist es, das medizinische Personal nicht nur besser auf die aktuellen Anforderungen der Behandlung und Betreuung von COVID-19-Patienten vorzubereiten; sie sollen auch mit zukünftigen lokalen oder globalen Infektionsgeschehen professionell umgehen können. Das vierstufige Programm verbindet Theorie und Praxis und vermittelt die notwendigen Kompetenzen aktiv und interprofessionell im gesamten medizinischen Team. Dabei kombiniert das Programm vor- und nachbereitende Web-Seminare und E-Learning-Einheiten mit einem realitätsnahen Training im Simulationskrankenhaus des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität.
 
„Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass medizinisches Personal über infektiöse Erreger kompetent informiert und in hygienischen Schutzmaßnahmen umfassend geschult ist“, unterstreicht Prof. Dr. med. Miriam Rüsseler, Leiterin des Simulationskrankenhauses des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität. Im medizinischen Normalfall treffe dies jedoch nur auf eine kleine, hochspezialisierte Gruppe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu. Doch dies reiche unter Pandemiebedingungen nicht aus. „Man muss davon ausgehen, dass die COVID-19-Pandemie länger anhalten wird. Und man muss auch damit rechnen, dass durch die zunehmende Globalisierung das Risiko steigt, häufiger mit hochkontagiösen Krankheiten und epidemischen Verläufen in Kontakt zu kommen. Deshalb sollte medizinisches Personal grundsätzlich im Umgang mit Pandemieerfahrungen ausgebildet werden“, sagt Miriam Rüsseler.
 
"Wir sind froh, dass mit unserer Unterstützung das Pandemie-Training der Goethe-Universität ermöglicht werden kann. Die Bekämpfung der COVID-19 Pandemie und ähnlicher Infektionen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe größter Tragweite. Die Ausbildung wird vor allem auch den Schutz derjenigen verbessern, die sich mit ihrem persönlichen Einsatz in den Kampf gegen das Virus einbringen. Damit kommt das Training nicht nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitswesen, sondern gleichzeitig Patientinnen und Patienten zugute", sagt Erhard Krause, Koordinator der Rotary-Initiative. Die finanzielle Unterstützung von gut 240.000 Euro kam zusammen durch die Initiative von 14 Rotary Clubs der RheinMain Region, unterstützt durch 11 taiwanesische Clubs, den jeweiligen Distrikten, der in den USA ansässigen Rotary Foundation und des Goethe-Corona-Fonds. „Die Initiative ‚Rotary contra Corona - Heilen und Pflegen in der Pandemie'“, so Erhard Krause, „ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie sich Rotary den Herausforderungen der Bekämpfung der COVID-19 Pandemie unter Einsatz seiner internationalen Ressourcen stellt. Das auf diese Weise ermöglichte professionelle Spezialtraining steht über die Grenzen des Universitätsklinikums Frankfurt hinaus auch anderen Gesundheitseinrichtungen offen.“
 
Das Pandemie-Training findet im Simulationskrankenhaus des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität statt. Das Krankenhaus bietet den Teilnehmenden eine nahezu realistische Umgebung, in der sie den Klinikalltag trainieren können. Die Trainings werden anschließend wissenschaftlich ausgewertet und international kommuniziert, Erfahrungen und Erkenntnisse sollen in die Entwicklung langfristiger Trainingsprogramme und Curricula einfließen. Die Teilnahme am Pandemie-Training ist kostenlos, sollte vom Arbeitgeber jedoch als Fortbildungsveranstaltung anerkannt werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ein Zertifikat über die Fortbildung. Veranstaltungsort ist das Simulationskrankenhaus auf dem Campus des Universitätsklinikum Frankfurt. Zur Fortbildung größerer Teams können Trainings auch in der jeweiligen Einrichtung vor Ort durchgeführt werden.
 
Kontakt:
Interessenten wenden sich bitte per Mail an finest@kgu.de. Weitere Informationen auf www.kgu.de/pandemie-training
 
Weitere Informationen:
Prof. Dr. med. Miriam Rüsseler, MME, Universitätsklinikum Frankfurt. Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie: Miriam.ruesseler@kgu.de
Erhard Krause, Rotary-Club Bad Homburg v.d.H.: erhard.krause1@gmx.de