Unsere Pressemitteilungen informieren Sie über aktuelle Ereignisse aus der Universität. Dazu zählen neue Forschungsergebnisse, universitäre Themen und Veranstaltungsankündigungen. Sie wollen regelmäßig über Neuigkeiten aus der Goethe-Universität informiert werden? Abonnieren Sie unsere Pressemitteilungen.
Falls Sie auf der Suche nach einer älteren Pressemitteilung sind, wenden Sie sich bitte an das Universitätsarchiv uniarchiv@uni-frankfurt.de oder schauen Sie im Online-Archiv (2012-2017) nach.
Theodor-W.-Adorno Platz 1
60323 Frankfurt
presse@uni-frankfurt.de
Podiumsgespräch mit den prominenten 68ern Rainer Langhans und Christa Ritter sowie dem Sozialphilosophen Martin Saar - Veranstaltung des Forschungszentrums Normative Ordnungen der Goethe-Universität
FRANKFURT. Die sogenannten „68er“ waren nicht nur eine politische Gegenbewegung zu autoritären Strukturen und überkommenen Normen im als verkrustet empfundenen Nachkriegsdeutschland. Sie waren auch spiritueller Aufbruch. In neu entstandenen Gemeinschaften wie beispielsweise der „Kommune I“ suchten viele nach neuen Formen der Liebe, des Zusammenlebens und der Solidarität. Die Bewegung galt als ein Versuch, sich aus dem Schatten des Faschismus zu lösen und stattdessen eine Welt aufzubauen, die auf Gleichheit, individueller Freiheit und Selbstbestimmung basiert.
Welche Elemente der 68er-Utopie haben sich im kollektiven Gedächtnis verankert – und welche sind gescheitert oder in Vergessenheit geraten? Die utopischen Vorstellungen, die von der 1968er Bewegung ausgingen, sowie deren Impulse, individuelle und gesellschaftspolitische Nachwirkungen sind Thema der
Diskussionsrunde
„Utopie und Aufbruch der 1968er – Was von politischer Rebellion und individueller Selbstbefreiung geblieben ist“
mit den 68ern
Rainer Langhans und Christa Ritter
sowie dem Sozialphilosophen Martin Saar
am 14. Juli um 19.30 Uhr,
im Historischen Museum,
Saalhof 1, 60311 Frankfurt am Main.
Es moderiert die Geschäftsführerin des Forschungszentrums Normative Ordnungen der Goethe-Universität Rebecca Caroline Schmidt. Begrüßen wird die Direktorin des Historischen Museums Dr. Doreen Mölders. Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.
Rainer Langhans, Aktivist, Schriftsteller und Filmemacher, ist das prominenteste Gesicht der bekannten Hippie-Gruppe „Kommune 1“. In der 68er-Bewegung spielte er eine bedeutende Rolle, weil er für eine alternative Lebensweise und gegen die konventionellen Werte kämpfte. Christa Ritter gehört seit 1978 zur Selbsterfahrungsgruppe um Langhans. Prof. Dr. Martin Saar ist Professor für Sozialphilosophie an der Goethe-Universität und Mitglied des Forschungszentrums Normative Ordnungen.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, die 68er nicht nur als historisches Phänomen zu betrachten, sondern als Ausgangspunkt für die Frage nach heutigen Utopien. Inwiefern sind die visionären Vorstellungen der 68-Bewegung einer gerechten, freien und demokratischen Gesellschaft, die die patriarchalen Machtverhältnisse aufzulösen suchte, heute noch anschlussfähig? Welche Rolle spielen etwa heute individuelle Freiheit und Selbstbestimmung?
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Forschungszentrums Normative Ordnungen der Goethe-Universität mit dem Historischen Museum Frankfurt am Main.
Weitere Informationen zur Veranstaltung unter: https://normativeorders.net/veranstaltungen/utopie-und-aufbruch-der-1968er-was-von-politischer-rebellion-und-individueller-selbstbefreiung-geblieben-ist/
Für Rückfragen oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte an
Anke Harms, Referentin für Wissenschaftskommunikation des Forschungszentrums Normative Ordnungen der Goethe-Universität. anke.harms@normativeorders.net; 069/798-31407
Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de