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Theodor-W.-Adorno Platz 1
60323 Frankfurt
presse@uni-frankfurt.de
Ausstellung im Museum Giersch der Goethe-Universität vom 25. Oktober 2024 bis 16. Februar 2025. Offene Vernissage am 24. Oktober ab 17.00 Uhr
FRANKFURT. Herzlich willkommen in OUR HOUSE! Das Museum Giersch der Goethe-Universität befindet sich in einem Haus mit Geschichte: 1910 als Wohnvilla gebaut, später Sitz der Spanischen Handelskammer, ist es seit dem Jahr 2000 ein Museum. Die ursprüngliche Funktion des Hauses kann man bis heute in der Atmosphäre der Räume spüren, sie ist Ausgangspunkt der Ausstellung „OUR HOUSE. Künstlerische Positionen zum Wohnen“. Ausstellungseröffnung ist am 24. Oktober, alle Interessierten sind zur offenen Vernissage ab 17.00 Uhr eingeladen. Um 19.00 Uhr findet die offizielle Begrüßung statt, es sprechen: Ina Neddermeyer, Direktorin MGGU; Prof. Dr. Viera Pirker, Vizepräsidentin der Goethe-Universität; Karin Wolff, Geschäftsführerin Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH; Dr. Katrin Kolk, Kuratorin der Ausstellung.
Zur Ausstellung
Nichts ist so privat und öffentlich, so persönlich und politisch zugleich wie das Wohnen. Wie wohnen wir? Wieviel Wohnraum können wir uns leisten, und wie gestalten wir ihn? Diesen Fragen gehen die beteiligten Künstler*innen in ihren Arbeiten nach. Die Ausstellung ist dabei als Wohngemeinschaft zu verstehen: Die Künstler*innen ‚beziehen' mit ihren Werken jeweils einzelne Ausstellungsräume.
Im Erdgeschoss und Treppenhaus beschäftigt sich Zilla Leutenegger in ihren ortsbezogenen Arbeiten mit der Wohnvergangenheit der Museumsvilla. Im ersten und zweiten Stock befinden sich neun ‚WG-Zimmer' mit jeweils unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema Wohnen. Matthias Weischer behandelt den Wohnraum als ästhetische Bühne, Susanne Kutter wiederum dekonstruiert ihn auf brachiale Weise. Die Frankfurter Fotografin Inge Werth dokumentiert die Schlafzimmer von Menschen unterschiedlichster Gesellschaftsschichten. Robert Haas, ebenfalls Fotograf, zeichnet 1938 in Wien mit seiner Kamera die verlassenen Wohnungen geflohener jüdischer Bürger*innen in deren Auftrag auf. Auch aktuelle gesellschaftspolitische Fragen werden reflektiert: Francisca Gómez setzt sich mit der prekären Wohnsituation geflüchteter Menschen auseinander, Karolina Horner und Elizabeth Ravn beschäftigen sich mit den Herausforderungen des Corona-Lockdowns. Jana Sophia Nolle und Jakob Sturm widmen sich ortsspezifisch der Wohnsituation in Frankfurt am Main.
Marcus Morgenstern und sein Team haben für die temporäre Museums-WG ein eigenes Ausstellungsdesign entwickelt, das neben der Küche im Erdgeschoss auch ein Wohnzimmer im ersten Stock umfasst, das die Besuchenden zum Verweilen und Austausch einlädt.
Museumsdirektorin Ina Neddermeyer: „Herzlich willkommen in OUR HOUSE! Mit dieser Ausstellung zeigen wir nicht nur verschiedene künstlerische Perspektiven auf das Thema Wohnen, sondern öffnen die ehemalige Wohnvilla als öffentlichen Diskursraum. Dafür haben wir zahlreiche Wände entfernt und Fenster geöffnet, um den Charakter des Wohnhauses wiederherzustellen. Der Ausstellungstitel ist dabei programatisch zu verstehen: Die erstmals öffentlich zugängliche Küche und das WG-Wohnzimmer laden zum Austausch ein und ermöglichen den Besucher*innen das Museum auf neue Weise zu erleben und mitzugestalten!“
Kuratorin Dr. Katrin Kolk: „Wohnen ist ein ebenso politisches wie persönliches Thema. Es geht um Identität, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität – das reflektieren die Künstler*innen in ihren Arbeiten. Zusammengenommen entsteht die Idee der Wohngemeinschaft, vielleicht der politischste Moment der Ausstellung, denn hier stellt sich die Frage: Wie können wir eigentlich gemeinsam wohnen, wie leben wir miteinander?“
Prof. Dr. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main: „Als Universität ist es uns ein besonderes Anliegen, gesellschaftlich relevante Themen wie das Wohnen wissenschaftlich zu beleuchten und aktiv im öffentlichen Diskurs zu verankern. Die Kooperationen mit dem Kunstgeschichtlichen Institut und der Frankfurter Juristischen Gesellschaft verdeutlichen, wie sich ganz unterschiedliche Perspektiven ergänzen können, um komplexe gesellschaftliche Themen wie Wohnraum, soziale Gerechtigkeit und urbane Entwicklung in einen neuen Fokus zu rücken.“
Die Ausstellung ist Teil des Kooperationsprojekts INTERIOR zwischen der Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim, dem Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg, dem Kunstforum der TU Darmstadt, dem MGGU in Frankfurt, dem Kunsthaus Wiesbaden und dem Nassauischen Kunstverein Wiesbaden. Gemein ist allen sechs INTERIOR-Partnerinstitutionen, dass sie ihren Platz in Gebäuden gefunden haben, die ursprünglich für andere Zwecke und nicht für eine kulturelle Nutzung errichtet wurden. Die Storyguides zur Geschichte der Häuser aller INTERIOR-Kooperationspartner können abgerufen werden unter:
https://interior-rheinmain.de/de/.
Die Kooperation INTERIOR wird gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain. Karin Wolff, Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain: „Die Förderung dieser Ausstellung im Rahmen des Kooperationsprojektes war uns wichtig, da sie auf eindrucksvolle und vielseitige Weise ein zentrales Thema unserer Gesellschaft beleuchtet: Wie wollen wir leben und wohnen? Wir freuen uns, Teil dieses wegweisenden Projekts zu sein.“
Pressekonferenz am Donnerstag, 24. Oktober 2024, 11.00 Uhr im Museum Giersch der Goethe-Universität:
Bitte um vorherige Anmeldung an presse@mggu.de
Einführung und Rundgang durch die Ausstellung mit:
Anwesende Künstler*innen bei der PK: Jana Sophia Nolle, Matthias Weischer, Susanne Kutter, Elizabeth Ravn, Karolina Horner, Marcus Morgenstern, Jakob Sturm.
Weitere Informationen:
Morgenstern & Wildegans ist ein Büro für Raumkonzepte, das mit einem Team an Spezialist*innen Räume inszeniert.
Kuratorin der Ausstellung: Dr. Katrin Kolk
Kuratorische Assistenz: Tizian Holzbach
Publikation: Zur Ausstellung erscheint ein Postkartenset, das die eindrucksvollsten Werke auf kreative Weise einfängt und zum Nachdenken über das Thema Wohnen anregt.
Ausstellungsfilm: Zur Ausstellung gibt es einen Film, der als Trailer auf YouTube einen ersten spannenden Einblick in die künstlerischen Positionen und Themen von „OUR HOUSE“ bietet. Regie: Tim Seger.
Vermittlungsprogramm: Die Ausstellung wird begleitet von einem vielfältigen Bildungs- und Vermittlungsangebot in analoger und digitaler Form. Aktuelle Informationen über alle Veranstaltungen finden Sie immer aktualisiert auf unserer Website: www.mggu.de
Veranstaltungsprogramm: mehr dazu unter https://www.mggu.de/veranstaltungen/
MGGU – Museum Giersch der Goethe-Universität, Schaumainkai 83, 60596 Frankfurt am Main
Eintritt: Erwachsene 7 € / Ermäßigt 5 €. Freier Eintritt für Personen unter 18 Jahren und Schulklassen.
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, Sa, So 10–18 Uhr, Do 10–20 Uhr
25.12. / 26.12. / 01.01. 10.00 – 18.00 Uhr
24.12. / 31.12. geschlossen
Sonderöffnungszeiten nach Vereinbarung
Ansprechpartnerin für die Presse: Christine Karmann
Fon: 069/138210121 // E-Mail: presse@mggu.de
Texte und Bilder zum Download für die Presse: www.mggu.de/presse
Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de