Unsere Pressemitteilungen informieren Sie über aktuelle Ereignisse aus der Universität. Dazu zählen neue Forschungsergebnisse, universitäre Themen und Veranstaltungsankündigungen. Sie wollen regelmäßig über Neuigkeiten aus der Goethe-Universität informiert werden? Abonnieren Sie unsere Pressemitteilungen.
Falls Sie auf der Suche nach einer älteren Pressemitteilung sind, wenden Sie sich bitte an das Universitätsarchiv uniarchiv@uni-frankfurt.de oder schauen Sie im Online-Archiv (2012-2017) nach.
Theodor-W.-Adorno Platz 1
60323 Frankfurt
presse@uni-frankfurt.de
Der Soziologe Christian Stegbauer erläutert im aktuellen UniReport die Grundprinzipien der Netzwerkforschung. In seinem neuen Buch zum Thema stellt er auch dar, wie sich Beziehungen unter Studierenden bilden – sehr häufig bereits zu Beginn des Studiums.
FRANKFURT. Wann und wo lernen sich die Studierenden eigentlich in ihrem Studium kennen? Eine Frage, die der Soziologe Apl. Prof. Christian Stegbauer gerne in seinen Seminaren zum Thema Netzwerkforschung stellt. Die Antwort seiner Seminarteilnehmenden lautet dann mehrheitlich: in der Orientierungswoche. Natürlich müsse man bei der Bildung von Beziehungen unter Studierenden genau schauen, ob es sich um ein Massenfach oder ein kleines Fache handelt, schränkt Stegbauer ein. Auch sei entscheidend, wie offen die Studierenden für neue Freund- und Bekanntschaften seien: Besonders groß sei die Bereitschaft, wenn man für das Studium aus einer anderen Stadt umziehen muss und noch niemanden kennt. Aber wenn man schon in der Stadt lebt und zur Schule gegangen ist, habe man in der Regel ein Netzwerk aus Freunden und Familie jenseits der Universität.
In seinem gerade erschienenen Buch „Die 12 Grundannahmen der Netzwerkforschung“ erläutert Stegbauer die Forschungsrichtung anhand zahlreicher anschaulicher Beispiele aus der sozialen Welt. Ebenso stellt er die Unterschiede zu anderen Richtungen der Soziologie dar. Nach den klassischen Methoden werde bei quantitativen Befragungen der einzelne Mensch isoliert nach einer Meinung gefragt, der soziale Einfluss im Interview soll möglichst vermieden werden. Dabei könnte die Antwort je nach Kontext aber anders ausfallen, kritisiert Stegbauer. Hingegen berücksichtige die Netzwerkforschung in ihren Analysen die sozialen Kontexte in Form von Verflechtungen in Beziehungsmustern.
Weitere Themen im neuen Uni-Report:
Aktuelles
Forschung
Studium, Lehre und Qualifikation
Campus
International
Kultur
Bibliothek
Nachrufe
Der UniReport 5/2024 steht zum kostenlosen Download bereit unter https://www.unireport.info/aktuelle-ausgabe
UniReport online - Wie finden Sie unsere Artikel im Netz? Ganz einfach: Schauen Sie doch einmal ins Webmagazin der Goethe-Universität. Auf www.aktuelles.uni-frankfurt.de/unireport können Sie einen Großteil der Artikel aus der Printausgabe auch online lesen.
Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de