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Aug 8 2022
10:09

Wissenschaftsmagazin „Forschung Frankfurt“ berichtet über faszinierende Felsbilder in der Namib-Wüste

Neuigkeiten aus der Steinzeit

Fast überall auf dem afrikanischen Kontinent gibt es Felsbilder, die in den Stein geritzt oder mit Farbe darauf gemalt sind. Nirgends jedoch kommen sie so gehäuft vor wie in Namibia. Ein Archäologenteam der Goethe-Universität hat seit 2012 mehr als 11.000 solcher Gravierungen und 1200 Malereien alleine im Nordwesten Namibias dokumentiert und analysiert. Sie berichten darüber in „Forschung Frankfurt“, dem Wissenschaftsmagazin der Goethe-Universität. Die jüngste Ausgabe widmet sich dem Thema „Perspektive Afrika“.

FRANKFURT. Es ist trocken, und es ist heiß – so heiß wie kaum an einem anderen Ort auf der Erde. Schon in der Steinzeit war die Namib-Wüste in Namibia eine lebensfeindliche Gegend. Und dennoch haben sich Menschen dort aufgehalten, wovon die unzähligen im Fels verewigten Bilder zeugen. Doch warum haben sich Menschen dort aufgehalten? Und welchem Zweck dienten die Abbildungen? Ein Team von Archäologinnen und Archäologen der Goethe-Universität sucht nach Antworten.

War die Region vielleicht noch nicht immer so heiß und lebensfeindlich? Oder dienten die Bilder kultischen Zwecken? Bei den vielen Forschungsaufenthalten konnten die Wissenschaftler feststellen, dass die Felsbilder häufig in großer Menge in der Nähe der wenigen Wasserstellen vorkommen. Sie vermuten, dass sie als Markierungen dieser in unwirtlicher Gegend überlebenswichtigen Ressource dienten – zu eigenen Versorgung und zur Jagd auf dort Wasser suchende Tiere. Und sie fanden heraus, dass Gravuren und Malereien vermutlich nicht von denselben Menschen stammten – ja, dass sich zwischen den unterschiedlichen Gruppen sehr wahrscheinlich Konflikte abgespielt haben. Mehr dazu lesen Sie in der neuesten Ausgabe von „Forschung Frankfurt“, dem Wissenschaftsmagazin der Goethe-Universität.

In weiteren Artikeln der aktuellen Ausgabe geht es etwa um Pilze als Nahrungsquelle der Zukunft, um Erfolg und Misserfolg der Entwicklungszusammenarbeit oder auch um die Frage, warum der Filmmarkt Nigerias zu einem der größten der Welt wurde. Andere Beiträge zeigen, wie Literaturwissenschaftler in Simbabwe das offizielle Geschichtsbild geraderücken, dass Tunesien trotz Krisen über eine ungeheure wirtschaftliche Innovationsstärke verfügt und wie deutsche Sammlungen zu beiderseitigem Nutzen mit afrikanischen Partnern kooperieren können.

Die aktuelle Ausgabe von „Forschung Frankfurt“ (1/2022) kann von Journalistinnen und Journalisten kostenlos bestellt werden über ott@pvw.uni-frankfurt.de

Alle Beiträge sind online erhältlich unter www.forschung-frankfurt.de


Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro PR & Kommunikation, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-13066, sauter@pvw.uni-frankfurt.de