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Theodor-W.-Adorno Platz 1
60323 Frankfurt
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Der Sozialphilosoph Prof. Axel Honneth nimmt im aktuellen UniReport die komplizierte Gegenwart mit dem Instrumentarium der Kritischen Theorie in den Blick.
FRANKFURT. Ende des letzten Jahres hat Prof. Axel Honneth die Leitung des Instituts für Sozialforschung (IFS) abgegeben; seit 2001 stand er an der Spitze des Instituts, das Max Horkheimer und Theodor W. Adorno berühmt gemacht haben. Der UniReport hatte nochmal die Gelegenheit, mit dem Sozialphilosophen, der noch eine Professur an der Columbia University in New York innehat, in der altehrwürdigen Adorno-Bibliothek im Institut zu sprechen. Honneth spricht im Interview über das bewegte Jahr 1968, über den so genannten „Sommer der Theorie“ und seine Begeisterung für den kulturellen und sozialen Aufbruch der Zeit. Er äußert Verständnis dafür, dass heute bei vielen Menschen das Vertrauen in die normativen Grundlagen der Wirtschaftsordnung spätestens seit der Finanzkrise erheblich geschwunden ist. „Eine Erfahrung des steten Fortschritts und der ständigen Verbesserungen ist heute schlicht nicht mehr zu machen, alle Errungenschaften der zweiten Hälfte der 20. Jahrhunderts scheinen mittlerweile doch gefährdet. Allerdings betont Honneth auch: „Ich war und bin nach wie vor der Überzeugung, dass es die praktisch-moralische Pflicht des linken Intellektuellen ist, immer wieder, und seien die Zeiten noch so düster, Möglichkeiten des sozialen Fortschritts und der politischen Verbesserung zu erschließen und nicht in Kategorien purer Negativität zu denken. In einer solchen Situation sehe ich mich heute.“
Die weiteren Themen im aktuellen UniReport:
Der UniReport 1/2019 steht zum kostenlosen Download bereit unter http://www.unireport.info/aktuelle-ausgabe.