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Pressestelle Goethe-Universität

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Nov 19 2024
14:42

Goethe-Universität lädt zu internationaler Konferenz über populäre Judenfeindschaft vom Mittelalter bis heute

Alltäglicher Antisemitismus im Fokus

FRANKFURT. „Alltäglicher Antisemitismus: Formen und Folgen populärer Judenfeindschaft vom Mittelalter bis zur Gegenwart“ – unter diesem Titel findet

von Sonntag, 1. Dezember,
bis Dienstag, 3. Dezember 2024
im PA-Gebäude (Sonntag) und Casino-Gebäude (Montag und Dienstag)
auf dem Campus Westend der Goethe-Universität


eine internationale Konferenz statt, organisiert vom Buber-Rosenzweig-Institut für jüdische Geistes- und Kulturgeschichte der Moderne und Gegenwart an der Goethe-Universität und mehreren Partnern.

Nach dem 7. Oktober 2023 ist Antisemitismus wieder zu einer alltäglichen Erfahrung für Jüdinnen und Juden geworden, in Deutschland ebenso wie in vielen anderen Ländern der Welt. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Konferenz mit Formen des Antisemitismus und der Judenfeindschaft, die sich nicht in staatlicher Politik oder den Schriften der bekannten antisemitischen Ideologen ausdrücken, sondern in der alltäglichen Interaktion zwischen Jüdinnen und Juden einerseits, Nichtjüdinnen und Nichtjuden andererseits. Untersucht werden sollen diese Formen der Judenfeindschaft und ihre Folgen in der religiösen und säkularen Alltagskultur, im Zusammenleben in städtischer und dörflicher Nachbarschaft und in Sprache und visuellen Repräsentationen.

Die Konferenz spannt dabei einen Bogen vom Mittelalter und der Frühen Neuzeit bis zur jüngsten Vergangenheit und zur Gegenwart, und sie diskutiert, inwieweit „Alltag“ eine sinnvolle Kategorie ist, um die Manifestationen von Judenfeindschaft und Antisemitismus bis hin zur Shoah zu untersuchen. Die Veranstalter setzen bewusst diesen Schwerpunkt, denn sie wollen den Blick für die Kontinuität und die mörderischen Konsequenzen gerade auch alltäglicher Formen des Antisemitismus schärfen.

Die Konferenz bringt dafür international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen und präsentiert die neuesten Erkenntnisse der Forschung zu alltäglichen Formen des Antisemitismus. Den Auftakt bildet am Sonntag, 1. Dezember, um 18 Uhr ein Keynote-Vortrag von Shulamit Volkov, emeritierte Professorin an der Universität Tel Aviv, zum Thema „Alltäglicher Antisemitismus im Gedächtnisarsenal der Europäischen Kultur“. Am Montag, dem 2. Dezember 2024, hält Mark Roseman, Professor an der Indiana University, einen zweiten Keynote-Vortrag in englischer Sprache zum Thema „Jewish Perceptions of Antisemitism in Nazi Germany“.

Die Konferenz findet im Kontext des Projekts „Synagogen-Gedenkbuch Hessen“ statt, bei dem das Buber-Rosenzweig-Institut für jüdische Geistes- und Kulturgeschichte der Moderne und Gegenwart an der Goethe-Universität, die Bildungsabteilung im Zentralrat der Juden in Deutschland und das Institut für Christlich-Jüdische Studien an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau kooperieren. Ziel dieses Projekts ist die umfassende Erforschung und Dokumentation der Geschichte der hessischen jüdischen Gemeinden und ihrer Synagogen. Die Konferenz wird außerdem mitveranstaltet vom Forschungsverbund „Dynamiken des Religiösen“ an der Goethe-Universität.

Zum Programm der Tagung siehe https://www.uni-frankfurt.de/44864387/AKTUELLES

Information:
Apl. Prof. Dr. Stefan Vogt
Buber-Rosenzweig-Institut für jüdische Geistes- und Kulturgeschichte der Moderne und Gegenwart
Fachbereich Evangelische Theologie
Campus Westend
Telefon 0179 5281106
E-Mail s.vogt@em.uni-frankfurt.de
https://www.uni-frankfurt.de/40998908/Profil


Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-13066, E-Mail sauter@pvw.uni-frankfurt.de