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Jan 21 2022
14:40

Wissenschaftsmagazin „Forschung Frankfurt“ der Goethe-Universität zum Thema Bewegung erschienen – Mimik und Gestik stehen im Fokus eines neuen Schwerpunktprogramms

Bewegung mit Bedeutung

Kommunikation besteht nicht nur aus gesprochenen Worten und Sätzen. Auch die Bewegung von Armen, Händen und Gesicht übermitteln wichtige Informationen. Der von der theoretischen Linguistik noch kaum erforschte Bereich der visuellen Kommunikation steht im Fokus eines neuen DFG-Schwerpunktprogramms, das von der Goethe-Universität aus koordiniert wird. Näheres lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von „Forschung Frankfurt“ zum Thema „bewegt“.

FRANKFURT. Wie Gestik und Mimik die Bedeutung von Wörtern und Sätzen unterstreichen, ergänzen und modifizieren können, damit befassen sich allein an der Goethe-Universität gleich mehrere Disziplinen. Linguistikprofessorin Cornelia Ebert interessiert sich dafür, wie sich die Semantik der Gesten in ein allgemeingültiges System bringen lässt. Bis vor Kurzem wurden visuelle Bedeutungsbeiträge nicht in der formalen Linguistik behandelt, sondern vornehmlich in den Kommunikationswissenschaften, aber auch in Rhetorik, Semiotik und Psychologie.  

Zusammen mit dem Göttinger Gebärdensprachforscher Prof. Markus Steinbach hat Ebert erfolgreich ein DFG-Schwerpunktprogramm beantragt, für dessen Koordination sie zuständig sein wird. Ziel ist es, die bestehenden Erkenntnisse aus verschiedenen Fächern zusammenführen und mit der Linguistik vernetzen. Um welche Forschungsfragen es dabei gehen wird, lesen Sie in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Forschung Frankfurt, die dem Thema Bewegung gewidmet ist.

In weiteren Beiträgen berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über ihre Forschungsprojekte zu verschiedenen Aspekten von Bewegung, zum Beispiel, wie sie Computern das Erkennen unterschiedlicher Bewegungen wie „schneiden“ oder „winken“ beibringen, wie die „Zappel-Philipp“-Krankheit ADHS auch noch Erwachsenen zu schaffen macht oder wie sich in der Quantenphysik zwei Bewegungen überlagern, die jeweils nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auftreten. Andere Beiträge wiederum gehen zum Beispiel der Frage nach, wie die fast immer und überall verfügbaren Smartphones das Medium Film verändern oder wie die Integration von Migranten durch Sportvereine gefördert werden kann.

Die aktuelle Ausgabe von „Forschung Frankfurt“ (2/2021) kann von Journalistinnen und Journalisten kostenlos bestellt werden über: ott@pvw.uni-frankfurt.de.

Alle Beiträge sind online erhältlich unter www.forschung-frankfurt.de


Redaktion: Dr. Markus Bernards, Referent für Wissenschaftskommunikation, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798-12498, Fax 069 798-763-12531, bernards@em.uni-frankfurt.de