​​​​​​​Pressemitteilungen ​​​​​​ – September 2012

Unsere Pressemitteilungen informieren Sie über aktuelle Ereignisse aus der Universität. Dazu zählen neue Forschungsergebnisse, universitäre Themen und Veranstaltungsankündigungen. Sie wollen regelmäßig über Neuigkeiten aus der Goethe-Universität informiert werden? Abonnieren Sie unsere Pressemitteilungen.

Pressestelle Goethe-Universität

Theodor-W.-Adorno Platz 1
60323 Frankfurt 
presse@uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Sep 10 2012
16:55

Gemeinsame Veranstaltung des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) und des House of Finance: „Systemic Risk: Economists Meet Neuroscientists", 17./ 18. September, Goethe-Universität

Interdisziplinäre Konferenz zu systemischen Risiken

FRANKFURT. Das Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) und das House of Finance, beide an der Goethe-Universität Frankfurt, bündeln zur Erforschung systemischer Risiken ihre Kräfte. Die Wissenschaftler beider Institutionen stehen vor der Herausforderung, systemische Risiken, die moderne Gesellschaften in verschiedenen wichtigen Lebensbereichen substantiell bedrohen, besser zu verstehen und aktiver zu steuern. Ziel der naturwissenschaftlich-ökonomischen Zusammenarbeit ist es, die jeweiligen Kompetenzen beider Institutionen zu nutzen, um die bislang nur ungenügend verstandenen Risiko-Phänomene im Rahmen eines interdisziplinären Projekts zu untersuchen, das Wirtschaftswissenschaftler, Neurowissenschaftler und Physiker zusammenführt. Wissenschaftliche Koordinatorin des Projekts ist Prof. Ester Faia, Ph.D.

Zum Auftakt ihrer Zusammenarbeit veranstalten beide Institutionen eine Konferenz unter internationaler Beteiligung zum Thema "Systemic Risk: Economists Meet Neuroscientists" am 17. und 18. September 2012 in Frankfurt. Schwerpunkte der Konferenz sind verhaltenswissenschaftliche Zugänge zum Thema Risiko sowie Risiken in Netzwerkmodellen inklusive Risikomessung. Ein ausführliches Programm der Konferenz können Sie hier herunterladen:

www.hof.uni-frankfurt.de/images/Conference_Agenda_Systemic_Risk.pdf  

Termine und Veranstaltungsorte:

  • Montag, 17. September 2012: Frankfurt Institute for Advanced Studies, Goethe-Universität, Ruth-Moufang-Str. 1, 60438 Frankfurt am Main
  • Dienstag, 18. September 2012: House of Finance, Goethe-Universität, Campus Westend, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main

Organisationskommittee:

  • Ester Faia (HoF), Michael Haliassos (HoF), Jan-Pieter Krahnen (HoF), Volker Lindenstruth (FIAS), Wolf Singer (FIAS), Jochen Triesch (FIAS), Uwe Walz (HoF).

Pressevertreter sind herzlich eingeladen an der Konferenz teilzunehmen. Bitte melden Sie sich bis zum 14. September 2012 per E-Mail bei Muriel Büsser, buesser@hof.uni-frankfurt.de, an. Bitte geben Sie an, an welchem/n Tag/en Sie teilnehmen möchten.

Veranstaltungen

Sep 10 2012
16:53

Vortrag von Vishva Dixit an der Goethe-Universität

Amerikanischer Krebsforscher aus Industrielabor zu Gast

FRANKFURT. Der renommierte Onkologe Vishva Dixit von der US-amerikanischen Firma Genentech besucht die Goethe-Universität im Rahmen der Vortragsreihe „Perspectives in Oncology“. In seinem Vortrag geht er auf die Rolle des körpereigenen Markierungsproteins Ubiquitin bei der Entstehung von Krebs ein. Das Molekül besitzt vielfältige Funktionen in der Zelle, insbesondere markiert es nicht mehr benötigte Proteine für den Abbau und ist an der Übermittlung von Signalen innerhalb der Zelle beteiligt. Durch Fehlfunktionen des Ubiquitinsystems können Krankheiten wie Krebs entstehen.

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, 13. September, 18.15 Uhr, im Klinikum der Goethe-Universität, Hörsaal-Gebäude 22

Als Arzt und Wissenschaftler geht der in Indien geborene Vishva Dixit seit über 30 Jahren den Ursachen und Auswirkungen verschiedener Krankheiten auf den Grund. Seine beiden Eltern praktizierten als Ärzte in Kenia, Dixit studierte an der Universität Nairobi. In seiner Zeit als Postdoktorand an der Washington School of Medicine widmete er sich verstärkt der Erforschung von zellulären Signalwegen und ihrer Regulierung im gesunden und kranken Körper. Ende der 1990er Jahre, als er die akademische Karriereleiter bereits bis zur Professur an der University of Michigan erklommen hatte, wechselte er in die Industrie — als Leiter der molekularen Onkologie bei Genentech in San Francisco. Seitdem setzt er dort seine langjährige Laborerfahrung erfolgreich in die Entwicklung von Therapeutika um. Seit kurzem betreibt er in der neugegründeten Abteilung für physiologische Chemie des Unternehmens wieder mehr Grundlagenforschung, um den molekularen Ursachen von Krebs auf den Grund zu gehen.

Informationen: Prof. Ivan Dikic, Institut für Biochemie II, Campus Niederrad, Tel: (069) 6301-5652, ivan.dikic@biochem2.de.

Forschung

Sep 6 2012
16:11

Erste Atmosphärenmessungen mit neuem Forschungsflugzeug

HALO erkundet Region über den Wolken

FRANKFURT. Über den Wolken, dort, wo Flugreisende eine fantastische Fernsicht genießen, ist eine für das Klimageschehen besonders wichtige Region der Atmosphäre: die Tropopause. Darunter liegt die Troposphäre, die das Wetter bestimmt, und darüber die Stratosphäre mit ihrer schützenden Ozonschicht. Der Luftaustausch zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Regionen hat einen großen Einfluss auf die Wärmebilanz und die Bodentemperaturen der Erde. Erste Atmosphärenmessungen des Forschungsflugzeugs HALO, die von der Goethe-Universität koordiniert werden, widmen sich der Untersuchung dieser Region.

Bisher waren Messungen in der Tropopause schwierig, weil sich die Lage dieser Grenzschicht vom Äquator bis zu den Polen in der Höhe ändert. Mit HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft) konnten Atmosphärenforscher nun erstmals mit einem einzigen Flug Messungen von den mittleren Breiten bis in die Subtropen ausführen. Das Flugzeug erreicht eine Gipfelhöhe von über 15 Kilometern und kann eine vergleichsweise große Nutzlast wissenschaftlicher Instrumente von circa zwei Tonnen tragen. Kurz nach der Übergabe von HALO am 20. August durch die Bundesministerin für Bildung und Forschung begann die von der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Messkampagne TACTS (Transport and Composition in the Upper Troposphere/Lowermost Stratosphere). Bislang konnten vier erfolgreiche Messflüge im Tropopausenbereich durchgeführt werden.

Was die Wissenschaftler interessiert, ist der Austausch von Luft zwischen der feuchten Troposphäre und der trockenen und ozonreichen Stratosphäre, denn er beeinflusst die chemische Zusammensetzung in der Tropopause. „Die starken chemischen Unterschiede, gepaart mit einer Änderung des Temperaturverlaufs, führen dazu, dass Änderungen in der Tropopause einen großen Einfluss auf die Strahlung in der Atmosphäre haben“, so Prof. Andreas Engel, der mit Dr. Harald Bönisch vom Institut für Atmosphäre und Umwelt der Goethe Universität die TACTS-Mission koordiniert.

Die Wissenschaftler haben eine Messausrüstung zusammengestellt, die es erlaubt, die wichtigsten atmosphärischen Gase in der Tropopause zu messen. Darunter ist auch ein neues Messgerät, das in der Arbeitsgruppe von Engel entwickelt wurde. Es liefert hochpräzise Daten von Spurengasen (Tracern), die sich zur Rekonstruktion von Transportprozessen und –zeiten eignen. „So erhalten wir einen wichtigen Puzzlestein, der es uns erlaubt, die komplexen atmosphärischen Prozesse zu verstehen“, erläutert Bönisch.

Die ersten Ergebnisse lassen vermuten, dass der Luftaustausch zwischen der oberen tropischen Troposphäre und dem untersten Teil der Stratosphäre während der Sommermonate besonders effektiv ist. In dieser Zeit sind  die starken subtropischen Strahlströme relativ schwach ausgeprägt und stören deshalb, so die Vermutung der Wissenschaftler, den Luftaustausch wesentlich weniger als in anderen Jahreszeiten. Genauere Erkenntnisse über die Prozesse soll ein Vergleich der Messungen mit Modellrechnungen und meteorologischen Daten ergeben. Dadurch soll letztendlich eine präzisere Darstellung der wichtigen Tropopausenregion in Klimamodellen erreicht werden, um zukünftige Klimaänderungen besser vorhersagen zu können.

HALO ist eine Gemeinschaftsinitiative deutscher Umwelt- und Klimaforschungseinrichtungen. Gefördert durch Zuwendungen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Max-Planck-Gesellschaft, des Freistaates Bayern, des Forschungszentrums Jülich (FZJ), des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und betrieben durch das DLR.An der TACTS Mission unter Federführung der Goethe Universitätsind mehrere deutsche Universitäten beteiligt (die Universitäten in Wuppertal, Heidelberg und Mainz), sowie das FZJ, das KIT, die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und das DLR.

Informationen: Prof. Andreas Engel, Institut für Atmosphäre und Umwelt, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-40259; an.engel@iau.uni-frankfurt.de.

Hochschulpolitische Themen

Sep 5 2012
14:37

Nachwuchswissenschaftler können im Rahmen des Programms GO-IN ihr Profil als Forscher stärken

Internationales Post-Doc-Programm der Goethe-Universität geht an den Start

FRANKFURT. Das GO-IN-Programm ist ein neues internationales Postdoc-Fellowship-Programm an der Goethe Universität, das talentierten Nachwuchswissenschaftlern aus aller Welt ermöglichen soll, an der Goethe-Universität ihre eigenständigen Forschungsprojekte umzusetzen.

Das Programm wird bis 2017 voraussichtlich jährlich ausgeschrieben. Die ersten Fellows starten April 2013 und werden an einem von sieben herausragenden Forschungsschwerpunkten der Goethe Universität wie beispielsweise den Exzellenzclustern Normative Ordnungen oder Makromolekulare Komplexe angesiedelt. Die Fellows erhalten neben der Möglichkeit, ein eigenständiges Forschungsprojekt über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren umzusetzen, Unterstützung durch ein umfassendes Mentoring-Programm.

Mit seinem Fokus auf Internationalität und Karriereentwicklung ist das Programm ein wichtiger Bestandteil der Strategie zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Goethe-Universität

GO-IN ist ein aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Kommission mitfinanziertes COFUND-Projekt (Co-Funding of Regional, National and International Programmes), für das 1,4 Millionen Euro eingeworben werden konnten. Die Goethe Universität ist damit eine von nur vier Universitäten in Deutschland, die ein Vorhaben in diesem Förderprogramm einwerben könnten.

Weitere Informationen:

Tanja Hagedorn, Koordinatorin Goethe International Postdoc Programme (GO-IN), Tel. (069)-798-22130, goin@uni-frankfurt.de, www.uni-frankfurt.de/research/go-in

Veranstaltungen

Sep 4 2012
13:41

Innovationsforum an der Goethe-Universität: Top-Manager diskutieren mit Wirtschaft und Studierenden über kreativen Unternehmergeist

Rohstoff in den Köpfen

FRANKFURT. Ein Abend mit vielen Geistesblitzen und Inspirationen: Das 1. Innovationsforum von Goethe-Universität und Handelsblatt auf dem Campus Westend übertraf mit 700 Vertretern aus Wirtschaft und Hochschule alle Erwartungen. Ein hochkarätig besetztes Podium von Vorstandsvorsitzenden diskutierte über die Bedeutung von neuen Ideen für beruflichen und ökonomischen Erfolg. „Für die Goethe-Universität gehören Patentieren und Publizieren ganz eng zusammen“, betonte Uni-Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz in seiner Begrüßung. Die Makroökonomin Prof. Nicola Fuchs-Schündeln stellte in ihrem Eingangsstatement die Bedeutung von gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern für wirtschaftlich prosperierende Unternehmen und Regionen heraus: „Der Kampf um die besten Köpfe wird immer wichtiger.“

In einem Live-Talk sprach danach Gabor Steingart, Chefredakteur des Handelsblatt, auf ebenso erhellende wie unterhaltsame Weise mit vier Vorstandsvorsitzenden bedeutender deutscher Unternehmen. René Obermann, Deutsche Telekom AG, Prof. Dr. Martin Winterkorn, Volkswagen AG, Dr. Marijn Dekkers, Bayer AG, und Roland Boekhourt, ING-DiBa AG, gewährten erstaunliche Einblicke in ihre Bildungsbiographien und formulierten gemeinsam mit dem Publikum Voraussetzungen für ein innovationsfreundliches Klima in Studium und Beruf. „Der Erfolg eines Unternehmens wie VW beruht vor allem auf den Ideen und dem Erfindungsreichtum seiner Mitarbeiter“, betonte Martin Winterkorn. „Wir prämieren im Rahmen eines Ideenmanagements kreative Vorschläge. Wenn man ein Mindestmaß an Disziplin und Selbstreflexion beherzigt, darf man auch mal ‚spinnen‘“, so René Obermann. Neugierde müsse bereits in den Schulen gefördert werden, so die Diskutanten. In Deutschland sei das Scheitern einer Geschäftsidee zu negativ besetzt. Risikobereitschaft sei aber eine Voraussetzung dafür, dass in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland Innovationen stärker umgesetzt werden könnten.

Verbunden war die von Dr. Friederike Lohse von der Freundesvereinigung initiierte Veranstaltung zugleich mit einem Spendenaufruf: Unibator, das Gründerzentrum an der Goethe-Universität, bietet Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Alumni Unterstützung auf dem Weg zum eigenen Unternehmen. Im Rahmen eines Mentoren-Programms begleiten Professoren der Goethe-Universität die Projektteams bei der Entwicklung ihrer Vorhaben. Der Goethe-UniBator ist damit eine Brücke zwischen Forschung und Wirtschaft und ermöglicht innovativen Ideen den erfolgreichen Markteintritt.

Bildergalerie

Weitere Informationen: Goethe-Unibator, www.goetheunibator.de