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Pressestelle Goethe-Universität

Theodor-W.-Adorno Platz 1
60323 Frankfurt 
presse@uni-frankfurt.de

 

Apr 12 2024
14:35

Das Graduiertenkolleg „Fixing Futures“ untersucht, wie Zukunft gedacht und modelliert wird. Zwei Postdocs berichten im neuen UniReport von der Arbeit in der interdisziplinären Forschungsgruppe.  

Was machen Zukunftsvisionen mit dem Jetzt?

FRANKFURT. Wie könnte die Welt in 50 oder 100 Jahren aussehen? Angesichts einer Vielzahl an aktuellen Krisen, Konflikten und Unwägbarkeiten wird die Frage zunehmend virulent. Das 2023 gestartete Graduiertenkolleg „Fixing Futures: Technologies of Anticipation in Contemporaray Societies“, angesiedelt am Institut für Soziologie der Goethe-Universität und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert, befasst sich damit, wie Zukunft auch in der Wissenschaft „antizipiert“ wird. 

Kann Wissenschaft also Hellsehen? Dr. Steven Gonzalez, Postdoc in der Forschungsgruppe, erläutert in der aktuellen Ausgabe des UniReport das Konzept: „Wir erheben nicht den Anspruch, selbst die Zukunft antizipieren zu können, sondern treten vielmehr einen Schritt zurück und betrachten Vorstellungen über die Zukunft als Diskurse, Praktiken oder Performances, die ihre eigene Wirksamkeit entfalten: Jede Zukunftskonzeption gibt in gewisser Weise den Zielpunkt vor, auf den die Welt zusteuert. Das sehen wir kritisch, da es nach unserer Ansicht nicht nur eine Zukunft gibt.“ 

Inter- oder Multidisziplinarität wird bei „Fixing Futures“ großgeschrieben: So kommen die jungen Forschenden aus der Humangeographie, Anthropologie und Soziologie. Dr. Julia Schubert, ebenfalls Postdoc im Graduiertenkolleg, gefällt, wie Interdisziplinarität gelebt wird: „Die Doktoranden haben die Möglichkeit, in den Workshops, Labs und Vorlesungsreihen andere disziplinäre Forschungszugänge kennenzulernen, ohne dass die eigene disziplinäre Identität in den Hintergrund rückt oder Differenzen unsichtbar würden.“ Ein wichtiger Aspekt von „Fixing Futures“ ist auch der Austausch mit der Öffentlichkeit; so sind bereits Ausstellungen angedacht. 

Weitere Themen im neuen Uni-Report

ExStra 
  • Doppelbarriere gegen Antibiotika: Zwei Forscher der Goethe-Universität suchen im Rahmen der Clusterinitiative SCALE nach Schwächen im ausgefeilten Abwehrsystem von Bakterien. 
  • Von der klinischen Kardiologie ins Labor und wieder zurück: Der junge Mediziner Julian Leberzammer erforscht am CPI, wie Makrophagen auf systemische Entzündungen reagieren. 

Aktuelles 

  • Wie steht es um das Studium an der Goethe-Universität? In einer großen Umfrage wurden im Wintersemester 2022/23 die Expert*innen für das Studieren befragt: die Studierenden. 

Forschung

  • Goethe, Deine Forscher: Martin Saar, Philosoph, im Porträt. 
  • Neue Grundlage für die Hitler-Forschung: Ein Team um Prof. Christoph Cornelißen übernimmt im Rahmen eines DFG-Projektes die Neuedition der Hitlerreden ab 1933. 
  • Hauptberuflich studieren, nebenberuflich pflegen? Das erziehungswissenschaftliche Projekt „InterCare“ will erforschen, wie junge Menschen die Doppelbelastung von Ausbildung/Studium und Pflege bewältigen. 

Studium, Lehre und Qualifikation 

  • Wie erleben Promovierende die Krisenjahre? Neue Ergebnisse der bundesweiten Promovierendenbefragung Nacaps. 
  • Wie man die Wälder für die Zukunft wappnet: Mit ihrer Masterarbeit hat die Umweltwissenschaftlerin Jasmin Thal einen wichtigen Beitrag für die Gewässerökologie geleistet. 

Campus

  • Der unversöhnte Theoriegeist: In „Der Philosoph: Habermas und wir“ von Philipp Felsch verschränken sich Zeit- und Geistesgeschichte in der Figur eines großen Frankfurter Denkers. 
  • Frankfurt in den 70ern: Ein chilenischer Student und politischer Flüchtling berichtet vom Leben am alten Uni-Campus Bockenheim. 

International 

  • Wenn aus der Suche nach Antworten Freundschaft wird: Rückblick auf den Neujahrsempfang für die internationale Forschungsgemeinschaft der Goethe-Universität 
  • Die Grenzen von Sprache und Vernunft: Die slowenische Philosophin Alenka Ambrož arbeitet am Forschungskolleg Humanwissenschaften. 

Kultur 

  • Kein richtiges Leben im falschen? Die Erziehungswissenschaftlerin Yandé Thoen-McGeehan hat gerade ihren ersten Roman „Weiße Wolken“ veröffentlicht. 
  • Über einen Schriftsteller und seinen Körper: Aris Fioretos wird neuer Frankfurter Poetikdozent. 

Bibliothek 

  • Ein heller Raum zum Lernen, Recherchieren und auch Kommunizieren: Die kleine Sportbibliothek am Campus Ginnheim wurde neu konzipiert und renoviert. 
  • Goethe University Data Repository (GUDe): Das Datenrepositorium steht ab sofort zur Verfügung 

Nachrufe 

  • Prof. Dr. Notker Hammerstein † 13. März 2024 
  • Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser † 24. Februar 2024 

Der UniReport 2/2024 steht zum kostenlosen Download bereit unter https://www.unireport.info/aktuelle-ausgabe

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Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069/798-13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Apr 12 2024
11:46

Sprachwissenschaftlerin Saloumeh Gholami der Goethe-Universität erhält renommierte Global-Professur der British Academy

Ausgezeichnet für innovative Sprachforschung der Zoroastrier

Global-Professuren der British Academy dienen dazu, die Forschung des Vereinigten Königreichs durch die Kooperation mit international ausgewiesenen Wissenschaftler*innen zu bereichern. Die Sprachwissenschaftlerin Professor Dr. Saloumeh Gholami wurde nun mit einer Global-Professur an der renommierten Universität Cambridge ausgezeichnet. 

FRANKFURT. International anerkannte Wissenschaftler mit wegweisenden, innovativen Forschungsprojekten erhalten in Großbritannien über Global-Professuren die Möglichkeit, fünf Jahre lang an einer dortigen Universität zu forschen. Die Auswahl trifft die hoch angesehene British Academy, Vorschlagsrecht für jeweils eine Forscherpersönlichkeit pro Jahr haben britische Universitäten: Prof.in Dr. habil. Saloumeh Gholami wurde mit ihrem Forschungsprojekt Persisting Through Change: A Study of Oral Literature and Cultural Interaction in the Zoroastrian Community von der Universität Cambridge für dieses Programm nominiert und schließlich von der britischen Gelehrtengesellschaft für eine von insgesamt acht Global-Professuren im Jahr 2023 ausgewählt. Die Sprachwissenschaftlerin ist Professorin für Minderheitensprachen im Nahen Osten am Institut für Empirische Sprachwissenschaft der Goethe-Universität. Ihre Global-Professur in Cambridge beginnt am 1. September 2024, sie wird mit ca. 1 Million Euro gefördert (900.000 Pound Sterling). 

Erforschen wird Saloumeh Gholami die mündlichen Traditionen der Zoroastrier, die in der inzwischen gefährdeten zoroastrischen Dari (Behdini)-Sprache überlebt haben. Der Zoroastrismus gilt als eine der ältesten monotheistischen Religionen, deren Mitgliederzahl auf rund 150.000 geschätzt wird; größere Gemeinden leben neben dem Iran in Indien, Pakistan, Australien, Kanada, den USA und Großbritannien. Gholami untersucht, wie sich die mündliche Literatur in der zoroastrischen Gemeinschaft entwickelt hat und wie sie – auch beeinflusst von der islamischen Mehrheitskultur – tradiert wurde. Ihr multidisziplinärer Ansatz hat das Ziel, die kulturelle Dynamik zwischen Sprache, Literatur und Gesellschaft einer Minderheit im Kontext der Mehrheitskultur aufzuzeigen. Gholami ist Mitglied des Direktoriums des LOEWE-Schwerpunkts »Minderheitenstudien: Sprache und Identität«, der seit 2020 federführend an der Goethe-Universität verortet ist. 

2022 wurde die Sprachwissenschaftlerin vom Präsidenten der Goethe-Universität als Goethe Fellow am Forschungskolleg Humanwissenschaften nominiert. Im selben Jahr erhielt sie das renommierte Fellowship der Oxford-Universität und seiner Oxford School of Rare Jewish Languages (OSRJL), in dessen Rahmen sie Gorani-Handschriften in hebräischer Schrift erforscht. Für ihr Projekt, das mit etwa einer halben Million Euro gefördert wird, und ihr Engagement in der Erforschung judeo-iranischer Sprachen erhielt Saloumeh Gholami 2023 eine weitere Anerkennung von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). 

Bild zum Download: https://www.uni-frankfurt.de/151803858 

Bildtext:
Die Sprachwissenschaftlerin Saloumeh Gholami ist Mitglied des Direktoriums des LOEWE-Schwerpunkts »Minderheitenstudien: Sprache und Identität« an der Goethe-Universität (Foto: @2014 gholami) 

Weitere Informationen
Prof'in. Dr. habil. Saloumeh Gholami
Professor of Minority Languages in the Middle East
LOEWE-Research Cluster: Minority Studies, Language and Identity Institute for Empirical Linguistics Faculty of Linguistics, Cultures and Arts
Goethe University Frankfurt
Phone: +49 - 69- 798 24690
gholami@em.uni-frankfurt.de


Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-12481, E-Mail p.barth@em.uni-frankfurt.de

 

Apr 4 2024
09:46

Constanze Stelzenmüller spricht im Forschungskolleg Humanwissenschaften in Bad Homburg über die Situation in den USA

„Flirt mit der Diktatur“

FRANKFURT/BAD HOMBURG. „Die Zeiten haben sich geändert, und unsere Beziehungen auch“, sagt Constanze Stelzenmüller in einem Kurzinterview im Webmagazin der Goethe-Universität auf die Frage nach den transatlantischen Beziehungen im Hier und Jetzt. Die Weltlage mit zwei schweren militärischen Auseinandersetzungen sei um vieles ernster als im Jahr 2016, als Trump zum Präsidenten der USA gewählt wurde. Eine Prognose für den Wahlausgang in den USA könne sie nicht treffen – auch nicht in ihrem Vortrag, den sie im Rahmen der John McCloy Lecture 

am Dienstag, 16. April, um 18 Uhr
im Forschungskolleg Humanwissenschaften
Am Wingertsberg 4
61348 Bad Homburg vor der Höhe 

halten wird. Darin wird sie Einblicke in die Stimmung und Situation im Land geben und die historische Bedeutung der Wahl analysieren, in der es um die Zukunft der amerikanischen Demokratie und Amerikas Rolle in der Welt geht. (Das Kurzinterview mit Constanze Stelzenmüller finden Sie unter https://aktuelles.uni-frankfurt.de/veranstaltungen/es-wird-bis-zum-tag-der-amtseinfuehrung-aufregend-bleiben/).   

Constanze Stelzenmüllers Vortrag trägt den Titel „Flirt mit der Diktatur? US-Präsidentschaftswahlen im Krisenjahr 2024“. Die bekannte Wissenschaftlerin und Publizistin beobachtet den Wahlkampf aus nächster Nähe: Sie ist seit 2014 in Washington D.C. an der US-amerikanischen Denkfabrik Brookings Institution tätig, wo sie seit 2020 Direktorin des Center on the United States and Europe und Inhaberin des Fritz Stern Chair für Deutschland und transatlantische Beziehungen in Washington D.C. ist. Die promovierte Juristin, die viele Jahre als Redakteurin bei der Wochenzeitung Die Zeit gearbeitet hat, war auch in verschiedenen Positionen beim German Marshall Fund tätig. In deutschen und internationalen Zeitschriften kommentiert sie regelmäßig aktuelle Entwicklungen der deutschen, europäischen und transatlantischen Außen- und Sicherheitspolitik. Einem größeren Publikum ist sie bekannt, da sie als Expertin auch oft zu Gast in Nachrichtensendungen und politischen Talkshows ist. 

Grußworte sprechen werden Prof. Matthias Lutz-Bachmann, Vorsitzender des Kuratoriums des John McCloy Transatlantic Forum und Direktor des Forschungskolleg Humanwissenschaften, Prof. Sabine Andresen, Vizepräsidentin der Goethe-Universität, sowie Alexander Hetjes, Oberbürgermeister der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe. Der Politikwissenschaftler Prof. Gunther Hellmann wird in den Vortrag einführen; er ist auch Co-Sprecher des mit dem Forum verbundenen Forschungsschwerpunktes Democratic Vistas. Reflections on the Atlantic World

Teilnahme
Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich an anmeldung@forschungskolleg-humanwissenschaften.de
Da die Veranstaltung bereits ausgebucht ist, wird eine Warteliste geführt. 

Das John McCloy Transatlantic Forum
Das Forum, das nach dem amerikanischen Hohen Kommissar John McCloy benannt ist, wurde 2022 am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt gegründet. Es fördert den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit und richtet sich an alle, die sich für die transatlantischen Beziehungen unter dem Vorzeichen eines geteilten Verständnisses von Demokratie interessieren. 

Weitere Informationen über das Forum und den Vortrag von Constanze Stelzenmüller finden Sie auf der Internetseite des Forschungskollegs Humanwissenschaften. Wir freuen uns über Ihr Kommen! 

Information:
Beate Sutterlüty
Referentin Wissenschaftskommunikation
Forschungskolleg Humanwissenschaften
b.sutterluety@forschungskolleg-humanwissenschaften.de
Tel: 06172 13977-15
www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de


Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Telefon 069 798-13066, E-Mail sauter@pvw.uni-frankfurt.de

 

Feb 20 2024
11:37

Tagung des VW-Projekts „Linking Ages“ am Forschungskolleg Humanwissenschaften

Ganz jung und ganz alt im Fokus der Forschung

FRANKFURT. Von Politik über Stadtplanung, Filme und Medien bis zu Produkten und Dienstleistungen – all das orientiert sich häufig am mittleren Erwachsenenalter. Altersgerechte Smartphones oder kindgerechte Filme müssen extra gekennzeichnet werden. Die Ränder des Lebenslaufs – Kindheit in der Frühphase, Alter am Ende – fungieren somit als das „Andere“ gegenüber dem Normalzustand, dem Erwachsenenstatus. Dabei können wir viel über das Soziale an sich lernen, wenn wir erforschen, wie wir in unserer Gesellschaft mit Kindern und älteren Menschen umgehen, welche Eigenschaften wir ihnen zuschreiben und welche Rechte und Pflichten ihnen zugewiesen werden. Darum geht es bei der Abschlusstagung des Projekts „Linking Ages“ am Mittwoch, 28. Februar, von 13:30 bis 19:30 Uhr im Forschungskolleg Humanwissenschaften in Bad Homburg (Am Wingertsberg 4).

Das Projekt mit dem vollständigen Titel „Linking Ages – Ein Dialog zwischen Kindheits- und Alter(n)sforschung“ ist drei Jahre lang in der Förderlinie „Originalitätsverdacht?“ der VolkswagenStiftung gefördert worden. Angesiedelt ist es am Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universität, wo es sowohl Forschung zur Kindheit wie die von Prof. Sabine Andresen als auch solche zum Alter(n) (z.B. um Prof. Frank Oswald) gibt. Im Verlauf des Projekts wurden Gemeinsamkeiten in Theorie und Methodik, Themenwahl und daraus abzuleitenden Praxisimplikationen ausgelotet. 

Ergebnis des Projekts ist ein internationaler Sammelband, der Beiträge aus Kindheits- und Altersforschung zu den diskutierten Themenbereichen, den dabei relevanten Begrifflichkeiten und damit einhergehenden Fragestellungen verbindet. Der Band soll in Bad Homburg vorgestellt und diskutiert werden. In den einzelnen Vorträgen wird thematisiert, wie die Gesellschaft mit Kindern und älteren Menschen umgeht und wie diese sich zu diesen Alterszuschreibungen positionieren – zum Beispiel hinsichtlich des Schutzes vor Gewalt, in der Pflege, in der Stadtplanung oder beim Thema Nachhaltigkeit. 

Neben Persönlichkeiten aus der einschlägigen Wissenschaft ist auch die Stadtgesellschaft vertreten und geht mit den Forschenden der Goethe-Universität in Dialog. 

Die Veranstaltung ist öffentlich. Um Anmeldung wird gebeten unter: mordeja@em.uni-frankfurt.de

Information: Dr. Anna Wanka Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung Goethe-Universität Telefon 069 798-36411 E-Mail Wanka@em.uni-frankfurt.de


Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Telefon 069 798-13066, Fax 069 798-763-12531, sauter@pvw.uni-frankfurt.de

 

Feb 1 2024
15:48

Vorstellung des neuen Buches von Prof. Dr. Zhiyi Yang am Forschungskolleg Humanwissenschaften

Wang Jingwei und das kulturelle Gedächtnis Chinas

FRANKFURT/BAD HOMBURG. Der chinesische Dichter Wang Jingwei (1883―1944) war nicht nur ein bedeutender Schriftsteller, sondern auch ein einflussreicher Politiker zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Bekannt wurde er durch ein missglücktes Attentat auf den Regenten Prinz Chun II. und als Vorsitzender der Kuomintang, der Nationalen Volkspartei Chinas. 1940 gründete er die „Neuorganisierte Regierung der Republik China“, die als japanische Marionettenregierung für die Kollaboration mit Japan im Zweiten Weltkrieg in Verruf geriet. Seither gilt der lange Zeit als Patriot gefeierte Wang als Verräter. Im heutigen China unterliegt die Erforschung seines Lebens, Schaffens und Wirkens ebenso großen Restriktionen wie die Forschung über die Rolle Chinas im Zweiten Weltkrieg.

 Vor diesem Hintergrund legt Prof. Zhiyi Yang, Professorin für Sinologie an der Goethe-Universität, im ersten Teil ihres Buches „Poetry, History, Memory. Wang Jingwei and China in Dark Times“ eine historisch differenzierte, intellektuelle und politische Biographie von Wang Jingwei vor. Am Beispiel seines Lebens untersucht sie im zweiten Teil des Buches die Verschränkung von Dichtung und Geschichte in der chinesischen Erinnerungskultur. Im Zentrum steht dabei die Erinnerung Chinas an die Kollaboration mit Japan im Zweiten Weltkrieg.

In der Reihe „Das Forschungskolleg stellt vor“ lädt das Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität zum Gespräch über das im November 2023 in der University of Michigan Press erschienene Buch ein. Es findet statt

am Dienstag, 6. Februar 2024, 19 Uhr
in den Räumen des Forschungskollegs
Am Wingertsberg 4
in Bad Homburg

und wird moderiert von Prof. Iwo Amelung. Der Sinologe führt in die Thematik ein und spricht mit seiner Kollegin über ihr Buch. Das Gespräch findet auf Englisch statt.

Zhiyi Yang ist Professorin für Sinologie an der Goethe-Universität Frankfurt. Nach dem Studium der chinesischen Literatur, Geschichte und Philosophie an der Peking University wurde sie 2012 am Institut für Ostasienstudien der Princeton University promoviert. Gegenwärtig forscht sie über klassische Motive und Formen in der chinesisch-sprachigen Lyrik der Gegenwart. Als Goethe-Fellow am Forschungskolleg Humanwissenschaften veranstaltet sie die Vortragsreihe „Sinophone classicism. Chinese Cultural Memories in a Global Space“.

Iwo Amelung ist Professor für Sinologie an der Goethe-Universität Frankfurt. Er forscht über die Wissenschafts- und Ideengeschichte des modernen China. Als Goethe-Fellow am Forschungskolleg Humanwissenschaften hat er gemeinsam mit dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Bertram Schefold über die Geschichte des wirtschaftlichen Denkens in China und Europa gearbeitet.

Die Reihe: Wissenschaftliche Monographien im Gespräch
Wissenschaftliche Bücher und insbesondere Monographien, also Texte über ein bestimmtes Einzelthema, sind meist das Ergebnis jahrelangen Forschens, Reflektierens und Schreibens. Die Reihe „Das Forschungskolleg Humanwissenschaften stellt vor“ soll diese Bücher in der Öffentlichkeit bekannt machen und ihre Inhalte zur Diskussion stellen. Daher lädt das Kolleg regelmäßig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Rhein-Main-Universitäten ein, damit sie über ihr Buch, dessen Hintergründe sowie ihre persönliche Motivation sprechen können. Die Reihe wird von Prof. Matthias Lutz-Bachmann, dem Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften, geleitet.

Zur besseren Planung bitten wir um Anmeldung bis 4. Februar per E-Mail an anmeldung@forschungskolleg-humanwissenschaften.de. Ihre Anmeldung wird registriert, Sie erhalten aber keine Anmeldebestätigung.

Information:
Beate Sutterlüty
Wissenschaftskommunikation
Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität
Telefon: 06172-13977-15
E-Mail: b.sutterluety@forschungskolleg-humanwissenschaften.de
Homepage: www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de
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Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Telefon 069 798-13066, E-Mail sauter@pvw.uni-frankfurt.de

 

Nov 28 2023
10:22

Prof. Johannes Völz eröffnet die Vortragsreihe „Was heißt demokratische Lebensform?“

Evangelikalismus in den USA: Zwischen Demokratie und Autoritarismus

FRANKFURT/BAD HOMBURG. Nach den jüngsten Wahlen in den USA stürmten Trump-Anhänger das US-Kapitol in Washington; sie wollten das Wahlergebnis nicht anerkennen. Sie waren bereit, Gewalt einzusetzen, um mit der liberalen Demokratie zu brechen. Dabei beriefen sie sich nicht nur darauf, die Rechte des „wahren Volkes“ zu verteidigen; viele gaben vor, Gottes Werk zu tun. In ihrem Furor nutzten sie Symbole christlichen, heidnischen und demokratischen Ursprungs.

Die Analysen der Ereignisse vom 6. Januar 2021 ergaben: Rechter Evangelikalismus und rechtspopulistische Politik sind heute kaum noch voneinander zu trennen. Mit Blick auf die Geschichte, auf die Anfänge der Demokratie in Amerika stellt sich allerdings die Frage: Wie konnte der evangelikale Protestantismus zum Motor einer antidemokratischen Bewegung werden, trieb er doch im 18. und 19. Jahrhundert die Demokratisierung in der Neuen Welt kulturell voran?

Diesem „Paradox des Evangelikalismus“ geht der Frankfurter Amerikanist Prof. Johannes Völz in seinem Vortrag „Evangelikalismus in den USA: Lebensformen zwischen Demokratie und Autoritarismus“ nach. Zum Vortrag mit anschließender Diskussion lädt das Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität

am Montag, 4. Dezember, um 19 Uhr
in die Räume des Forschungskollegs
Am Wingertsberg 4
in Bad Homburg

ein.  Der Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften Prof. Matthias Lutz-Bachmann wird die anschließende Diskussion moderieren.

Johannes Völz ist Professor für Amerikanistik mit Schwerpunkt „Demokratie und Ästhetik“ an der Goethe-Universität. Gemeinsam mit Gunther Hellmann, Professor für Politikwissenschaft an der Goethe-Universität, leitet Völz den interdisziplinären Forschungsschwerpunkt „Democratic Vistas: Reflections on the Atlantic World“, der am Forschungskolleg Humanwissenschaften angesiedelt ist.

Der Vortrag eröffnet die Democratic Vistas Lecture Series: Was heißt „Demokratische Lebensform“? Die neunteilige Vortragsreihe untersucht Demokratie als eine Form des Zusammenlebens, die das Alltagsleben prägt und ihren Ort in den Dimensionen des Politischen, Sozialen und Kulturellen hat. Forschende des Verbunds „Democratic Vistas. Reflections on the Atlantic World“ stellen Fallstudien aus ihrer jeweiligen wissenschaftlichen Disziplin vor, anhand derer sich ein konkretes Verständnis davon gewinnen lässt, was „Demokratische Lebensform“ heißen kann. Aufmerksamkeit erhalten insbesondere auch die sinnlichen und emotionalen Dimensionen, die für gelebte Demokratie wesentlich sind. Die Reihe richtet sich an Forschende ebenso wie an die Öffentlichkeit. Die Vorträge finden auf dem Campus Westend der Goethe-Universität oder im Forschungskolleg Humanwissenschaften statt.

Links:
Plakat der Vortragsreihe mit allen Terminen (2023–2025):
https://www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de/downloads/Plakat_DV_Lecture_Series.pdf

Vortragsreihe „Democratic Vistas Lecture Series“:
https://www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de/index.php/projects/dv-lecture-series

Forschungsschwerpunkt „Democratic Vistas. Reflections on the Atlantic World":
https://www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de/index.php/projects/democratic-vistas

Zur besseren Planung bitten wir bis 29. November um Anmeldung
per E-Mail an anmeldung@forschungskolleg-humanwissenschaften.de. Ihre Anmeldung wird registriert, Sie erhalten aber keine Anmeldebestätigung.

Information:
Beate Sutterlüty
Wissenschaftskommunikation
Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität
Telefon: 06172 13977-15
E-Mail: b.sutterluety@forschungskolleg-humanwissenschaften.de
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Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Telefon 069 798-13066, E-Mail sauter@pvw.uni-frankfurt.de

 

Nov 14 2023
11:14

Prof. Bernhard Jussen stellt sein Buch „Das Geschenk des Orest“ zur Diskussion

Das Mittelalter neu betrachtet

FRANKFURT/BAD HOMBURG. Das Mittelalter als „finstere“ Zeit, eingeklemmt zwischen antiker Hochkultur und europäischer Renaissance – diese geschichtliche Vorstellung hält sich seit der Aufklärung hartnäckig, ist aber nach Auffassung moderner Historiker schlicht falsch. Einen radikal neuen Blick auf diese Vergangenheit stellt der Geschichtswissenschaftler Prof. Bernhard Jussen in seinem Buch „Das Geschenk des Orest. Eine Geschichte des nachrömischen Europa 526-1535“ vor. Darin zeichnet er diese Zeit als eine dynamische und spanungsreiche Phase – und stellt damit auch unsere Gegenwart und die Entstehung der Zivilgesellschaften in ein neues Licht.

In der Reihe „Das Forschungskolleg stellt vor“ lädt das Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität mit Sitz in Bad Homburg zu einem Diskussionsabend über das 2023 im C.H. Beck Verlag erschienene Buch von Prof. Jussen ein. Er findet statt

am 23. November um 19 Uhr
in den Räumen des Forschungskollegs
Am Wingertsberg 4
in Bad Homburg.

Mit dem Autor diskutiert der Direktor des Forschungskollegs, Prof. Matthias Lutz-Bachmann, der sich als Philosoph selbst mit dem Mittelalter beschäftigt.  

Bernhard Jussen ist Professor für Mittelalterliche Geschichte mit ihren Perspektiven in der Gegenwart an der Goethe-Universität. Für seine Forschung wurde er vielfältig ausgezeichnet, u a mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Matthias Lutz-Bachmann ist Professor für Philosophie an der Goethe-Universität und Direktor des Forschungskollegs Humanwissenschaften. Als Mitherausgeber der bald 60 Bände umfassenden „Bibliothek der Philosophie des Mittelalters“ trägt er zur neuen Erschließung des Mittelalters bei.

Die Reihe: Wissenschaftliche Monographien im Gespräch
Wissenschaftliche Bücher und insbesondere Monographien, also Texte über ein bestimmtes Einzelthema, sind meist das Ergebnis jahrelangen Forschens, Reflektierens und Schreibens. Die Reihe „Das Forschungskolleg Humanwissenschaften stellt vor“ soll diese Bücher in der Öffentlichkeit bekannt machen und ihre Inhalte zur Diskussion stellen. Daher lädt das Kolleg regelmäßig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Rhein-Main-Universitäten ein, damit sie über ihr Buch, dessen Hintergründe sowie ihre Motivation sprechen können

Zur besseren Planung bitten wir bis 19. November um Anmeldung
per E-Mail an anmeldung@forschungskolleg-humanwissenschaften.de. Ihre Anmeldung wird registriert, Sie erhalten aber keine Anmeldebestätigung.

Das Veranstaltungsplakat zum Download unter:
https://www.uni-frankfurt.de/145177234


Information:
Beate Sutterlüty
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Telefon: 06172-13977-15
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Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Telefon 069 798-13066, E-Mail sauter@pvw.uni-frankfurt.de

 

Sep 15 2023
12:20

Dreitägige Graduiertenkonferenz (21.–23.9.2023) an der Goethe-Universität. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Ästhetik demokratischer Lebensformen

FRANKFURT. Vom Rechtsruck über mangelnde Wahlbeteiligung bis hin zum sinkenden Vertrauen in die Berufspolitik: Über die Gefahren und Krisen, die den Fortbestand unserer Demokratie bedrohen, wird allerhand berichtet. Seltener hingegen wird diskutiert, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit Demokratien überhaupt florieren (können).

Dieser Fragestellung widmet sich vom 21. bis 23. September 2023 eine englischsprachige Fachkonferenz an der Goethe-Universität unter dem Thema „Die Ästhetik demokratischer Lebensformen“. Organisiert wird sie von der heimischen GRADE-Initiative „Ästhetik demokratischer Lebensformen“ in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialforschung, der Cluster-Initiative ConTrust am Forschungszentrum Normative Ordnungen, dem Netzwerk Paulskirche, sowie dem geplanten Graduiertenkolleg „Ästhetik der Demokratie“ und dem Projekt „Democratic Vistas: Reflections on the Atlantic World“ am Forschungskolleg Humanwissenschaften.

Die Konferenz nimmt dabei zwei Grundüberlegungen zum Ausgangspunkt:

1. Wenn man erklären möchte, wie sich Demokratien trotz aller Krisenanfälligkeit am Leben halten können, ist man wohlberaten, die Demokratie nicht nur als eine Regierungsform, sondern auch als eine Lebensform zu begreifen – als eine sinnlich spürbare Angelegenheit, die uns im Alltag begegnet.

2. Es gibt in den gegenwärtigen Geisteswissenschaften eine Vielzahl vielversprechender Ansätze, die es ermöglichen, die ästhetischen Anteile zu beschreiben, die unsere demokratische Kultur und unser Zusammenleben ausmachen und kräftigen.

Eingeladen, diesen Problemhorizont zu bearbeiten, sind nicht nur bekannte internationale Forscher:innen aus den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich und Deutschland, sondern insbesondere junge Wissenschaftler:innen, um dezidiert den akademischen Generationendialog zu befördern. 

Das gesamte Programm ist einsehbar unter: https://netzwerk-paulskirche.de/graduiertenkonferenz-aesthetik-der-demokratischen-lebensform/

Die Veranstaltung ist öffentlich. Alle Interessierten sind willkommen, um Anmeldung unter aedl.grade@gmail.com wird gebeten.

Kontakt:
Claudia Park, Dominik Herold, Martin Renz, Julius Schwarzwälder: Tel. 0151/ 1551525816; aedl.grade@gmail.com


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Aug 30 2023
09:12

Bad Homburg Conference 2023 mit Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Gesellschaft / Philosophin Donatella Di Cesare hält Abendvortrag

Flucht und Migration: Herausforderungen für Religionen und (post)säkulare Gesellschaften

FRANKFURT/BAD HOMBURG. Menschen sind in Bewegung: Flucht und Migration sind keine neuen Phänomene. Sie führen zu grundlegenden gesellschaftlichen Transformationen, und wie Gesellschaften damit umgehen, ist immer auch Gradmesser für ihr Selbstverständnis. Weil Religionen für die durch Flucht und Migration ausgelösten Prozesse eine besondere Rolle spielen, stehen sie im Fokus der diesjährigen Bad Homburg Conference.

Das Forschungskolleg Humanwissenschaften und die Stadt Bad Homburg v. d. Höhe laden herzlich zur Bad Homburg Conference 2023 ein:

Flucht und Migration: Herausforderungen für Religionen und (post)säkulare Gesellschaften
Dienstag, 12. September, und Mittwoch, 13. September,
im Forschungskolleg Humanwissenschaften,
Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg v. d. Höhe.

Flucht und Migration machen nicht an Grenzen halt, sondern stellen diese gerade in Frage ‒ und fordern zu einer neuen Interpretation traditioneller Begriffe wie Territorium, Grenze, Staat und Zugehörigkeit auf. Was das bedeutet, entfaltet die italienische Philosophin Prof. Dr. Donatella Di Cesare in ihrem Vortrag über theologisch-politische Perspektiven der Migration. Ihre Thesen sind Gegenstand der anschließenden Podiumsdiskussion mit den Philosophen Prof. Dr. Rainer Forst und Prof. Dr. Andreas Niederberger.

In vier Themenblöcken beleuchtet die Konferenz darüber hinaus historische, philosophisch-ethische, gesellschaftliche und theologische Aspekte ihres Themas. Die Referentinnen und Referenten kommen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen oder haben in der Praxis mit Flucht, Migration und der Frage nach der Bedeutung von Religionen und Glaubensgemeinschaften zu tun. Im Zentrum stehen die Fragen: Welche historischen Perspektiven helfen, die Auswirkungen von Flucht und Migration in den heutigen Gesellschaften besser zu verstehen? Wie verändern sich Religionen und (post)säkulare Gesellschaften durch die Zuwanderung neuer religiöser Gruppen? Welche Rolle spielen Religionen und Religionsgemeinschaften bei der Verarbeitung von Fluchterfahrungen und bei der Integration in die Einwanderungsgesellschaft? Welche Erfahrungen wurden in interreligiösen Integrationsprojekten bereits gesammelt, um ein gelingendes Zusammenleben in demokratischen, multireligiösen Gesellschaften zu ermöglichen?

Referentinnen und Referenten: Dr. Ryszard Bobrowicz (Katholieke Universiteit Leuven), Prof. Dr. Donatella Di Cesare (Universität La Sapienza Rom), Dr. Yasemin El-Menouar (Bertelsmann Stiftung), Prof. Dr. Rainer Forst (Goethe-Universität Frankfurt), Katrin Hechler (Hochtaunuskreis), Prof. Dr. Doron Kiesel (Frankfurt, Jüdische Akademie), Prof. Dr. Markus Koller (Ruhr-Universität Bochum), Prof. Dr. Britta Konz (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Dr. Karen Körber (Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg), Prof. Dr. Ines Michalowski (Westfälische Wilhelms-Universität Münster), Prof. Dr. Andreas Niederberger (Universität Duisburg-Essen), Dr. Ulrich Schmiedel (University of Edinburgh), Dr. Ewa Tartakowsky (Centre National de la Recherche Scientifique, Paris), Dr. Frank van der Velden (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Planungsgruppe: Dr. Bettina Gentzcke (Stadt Bad Homburg v. d. Höhe), Iris Helene Koban (Forschungskolleg Humanwissenschaften), Prof. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann (Goethe-Universität/Forschungskolleg Humanwissenschaften), Prof. Dr. Armina Omerika (Goethe-Universität), Dr. Silvia Richter (Goethe-Universität), Prof. Dr. Xenia von Tippelskirch (Goethe-Universität), Prof. Dr. Christian Wiese (Goethe-Universität/Forschungskolleg Humanwissenschaften)

Veranstalter: Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt und Stadt Bad Homburg v. d. Höhe – in Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt „Dynamiken des Religiösen“ sowie dem Buber-Rosenzweig-Institut, dem Institut franco-allemand des études en sciences historiques et sociales und der Forschungsinitiative „ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“.

Teilnahme und Anmeldung: Die Teilnahme an der Bad Homburg Conference 2023 ist kostenlos und nach vorheriger Anmeldung per E-Mail möglich (Anmeldeadresse: anmeldung@forschungskolleg-humanwissenschaften.de; Anmeldeschluss: 8. September 2023). Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, an welchen Veranstaltungstagen Sie jeweils teilnehmen möchten (Dienstag oder Mittwoch oder an beiden Tagen). Sie erhalten eine Anmeldebestätigung.

Programm:
https://www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de/downloads/2023-Flyer-BHC.pdf

Weitere Informationen und Kontakt:
Iris Helene Koban
Forschungskolleg Humanwissenschaften
Geschäftsführung
Telefon 06172 13977-10
Email i.koban@forschungskolleg-humanwissenschaften.de
www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de


Redaktion: Pia Barth, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Telefon 069 798-12481, Fax 069 798-763-12531, p.barth@em.uni-frankfurt.de

 

Jul 13 2023
13:15

Historiker Till van Rahden und Philosoph Rainer Forst im Gespräch

Über Vielheit und Toleranz in der Gesellschaft

FRANKFURT/BAD HOMBURG. Toleranz spielt eine zentrale Rolle in Demokratien: Es geht um die Frage, wie Menschen mit verschiedenen Lebensformen und Werten in einer Gesellschaft zusammenleben können, welche die allgemeine Gleichheit ihrer Mitglieder postuliert. Was aber heißt Toleranz? Wie wird der Begriff philosophisch definiert, und wie wurde er zu unterschiedlichen Zeiten in der Geschichte verstanden? Unter dem Titel „Vielheit und Toleranz. Zum Verhältnis von Universalismus und Verschiedenheit“ diskutieren der Frankfurter Philosoph Prof. Rainer Forst und der in Montreal lehrende Historiker Prof. Till van Rahden am Mittwoch, 19. Juli, 19 Uhr im Forschungskolleg Humanwissenschaften Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg diese Fragen im Rahmen eines Podiumsgesprächs.

Die Veranstaltung, zu der das Forschungskolleg Humanwissenschaften und sein Forschungsschwerpunkt „Democratic Vistas. Reflections on the Atlantic World“ gemeinsam einladen, wird von der Historikerin und Politikwissenschaftlerin Dr. Carlotta Voß moderiert, die gegenwärtig auf Einladung des Justitia Center for Advanced Studies Postdoctoral Fellow am Kolleg ist. 

„Angesichts des wachsenden Einflusses der AfD und ihrer ausgrenzenden Ideologie und Fremdenfeindlichkeit ist die Reflexion auf Toleranz und die grundlegenden Werte unserer Gesellschaft besonders wichtig“, erklärt der Direktor des Kollegs, Prof. Matthias Lutz-Bachmann, im Vorfeld der Veranstaltung. „Dass drei Wissenschaftler:innen, die mit dem Kolleg eng verbunden sind, aus ihren jeweiligen Perspektiven darüber ins Gespräch kommen werden, freut mich sehr. 

Rainer Forst war bis 2018 Mitglied im Wissenschaftlichen Direktorium und ist Distinguished Fellow am Kolleg, Till van Rahden ist seit 2021 Senior Fellow, und die Moderatorin Carlotta Voß ist 2022/23 Postdoctoral Fellow am Kolleg“, so Lutz-Bachmann weiter. Rainer Forst lehrt Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität. Schon lange beschäftigt er sich mit dem Begriff der Toleranz, zuerst in seinem Buch Toleranz im Konflikt (2003). Dabei geht es ihm um das Verhältnis von gesellschaftlicher Macht und Toleranz. Im Besonderen untersucht er, wie die Grenzen von Toleranz definiert und vor allem gerechtfertigt werden; aktuelle Beispiele hierfür sind die Diskussionen über das Kopftuchverbot, das Kruzifix in öffentlichen Gebäuden oder die Ehe gleichgeschlechtlicher Personen. Im Gespräch mit Till van Rahden greift er vor allem zwei jüngere Publikationen auf: Die noumenale Republik. Kritischer Konstruktivismus nach Kant, Suhrkamp 2021, und das erste Kapitel von Toleration, Power and the Right to Justification. Rainer Forst in Dialogue, Manchester University Press 2020. 

Till van Rahden ist Professor für Deutschland- und Europastudien an der Université de Montréal. Sein Buch Vielheit. Jüdische Geschichte und die Ambivalenzen des Universalismus, Hamburger Edition 2022, beginnt mit einer sprachhistorischen Beobachtung: „Verschiedenheit“ wird bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Begriff „Vielheit“ umschrieben; später ist meist von „Vielfalt“ die Rede. Während „Vielheit“ ein ungeordnetes Nebeneinander von Vielem meint, bezeichnet „Vielfalt“ eine Fülle von verschiedenen Arten, innerhalb derer es eine „Mehrheit“ und eine „Minderheit“ gibt. In seinem Buch untersucht van Rahden anhand von Beispielen aus der Geschichte des jüdischen Kampfes um Emanzipation in Europa Schlüsselbegriffe der Sprache der Verschiedenheit. Daraus leitet er ein sich veränderndes und jeweils folgenreiches Verständnis von Toleranz in der Gesellschaft ab.

Anmeldung

Zur besseren Planung wird um vorherige Anmeldung per Email gebeten: anmeldung@forschungskolleg-humanwissenschaften.de.


Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Telefon 069 798-13066, E-Mail sauter@pvw.uni-frankfurt.de

 

Jun 2 2023
15:43

Das Forschungskolleg Humanwissenschaften stellt vor: Thomas Biebricher und sein neues Buch "Mitte/Rechts. Die internationale Krise des Konservatismus".   

Identitätskrise der rechten Mitte?

FRANKFURT. Heute ist nicht mehr sicher, ob die rechte Mitte hält. Setzen ihre Vertreter weiterhin auf Ausgleich und behutsame Modernisierung? Oder auf polarisierenden Kulturkampf? Die Identitätskrise der rechten Mitte ist kein exklusiv deutsches Phänomen, wie nicht zuletzt der Aufstieg Donald Trumps gezeigt hat. Der Politikwissenschaftler Prof. Thomas Biebricher widmet sich in seinem neuen Buch dieser internationalen Dimension des Phänomens und zeichnet die turbulenten Entwicklungen seit 1990 nach. Seine Befunde sind auch deshalb brisant, weil sich am gemäßigten Konservatismus die Zukunft der liberalen Demokratie entscheidet. Das Buch ist 2023 im Suhrkamp Verlag in Berlin erschienen. Der Autor wird am Forschungskolleg Humanwissenschaften mit seiner Kollegin Greta Wagner über sein Buch diskutieren.

Das Forschungskolleg Humanwissenschaften lädt die interessierte Öffentlichkeit sehr herzlich zur Diskussion über die Thesen des Buches ein.

Thomas Biebricher und sein neues Buch "Mitte/Rechts -
Die internationale Krise des Konservatismus"
Mittwoch, 7. Juni 2023, 19.30 Uhr
Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität
Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg vor der Höhe

Die Buchvorstellung wird veranstaltet vom Forschungsschwerpunkt "Democratic Vistas. Reflections on the Atlantic World", der am Forschungskolleg Humanwissenschaften angesiedelt ist. Der 2020 gegründete Schwerpunkt untersucht die Entwicklung, die Potentiale und die Herausforderungen von Demokratien als Regierungs- und als Lebensformen in Gegenwart und Geschichte. Beteiligt sind vornehmlich Frankfurter Wissenschaftler*innen aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Der Schwerpunkt wird von dem Amerikanisten Professor Johannes Völz und dem Politikwissenschaftler Professor Gunther Hellmann geleitet.

Thomas Biebricher ist seit 2022 Heisenberg Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politische Theorie, Ideengeschichte und Theorien der Ökonomie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er hat mehrere Professuren für Politische Theorie vertreten, u. a. von 2014 bis 2017 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 2017 habilitierte er sich mit einer Studie zum Neoliberalismus, die 2021 im Suhrkamp Verlag unter dem Titel "Die politische Theorie des Neoliberalismus" auf Deutsch erschien. Von 2020 bis 2022 war er Associate Professor an der Copenhagen Business School.

Greta Wagner ist seit 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie an der Technischen Universität Darmstadt. Sie war von 2011 bis 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main und von 2017 bis 2019 am Exzellenzcluster "Normative Ordnungen" der Goethe-Universität. Im Wintersemester 2022/2023 vertrat sie die Professur für Allgemeine Soziologie/Soziologische Theorie an der TU Darmstadt. 2017 erschien ihr Buch "Selbstoptimierung. Praxis und Kritik von Neuroenhancement".

Anmeldung zur Buchvorstellung: Zur besseren Disposition wird um Anmeldung per E-Mail gebeten: anmeldung@forschungskolleg-humanwissenschaften.de. Die Anmeldung wird registriert, es wird aber keine Anmeldebestätigung versendet.

Weitere Informationen: www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de

Kontakt: Iris Helene Koban, Geschäftsführung Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität. Mail: i.koban@forschungskolleg-humanwissenschaften.de; Tel.: 06172-13977-10 | Fax: 06172-13977-19; www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Apr 28 2023
13:27

Vortrag und Podiumsdiskussion mit den Co-Autoren des Berichts Johan Rocktröm und Jonathan Donges vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

„Earth for all“: Club of Rome fordert Kehrtwende

FRANKFURT. Seit mehr als 50 Jahren setzt sich der Club of Rome, dem Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen aus mehr als 30 Ländern angehören, für die nachhaltige Entwicklung der Menschheit und des Planeten Erde ein. Der erste von ihm beauftragte Bericht erschien 1972 unter dem Titel „Die Grenzen des Wachstums“. Diese Studie über die Zukunft der Weltwirtschaft fand weltweit große Beachtung; nicht zuletzt war sie ausschlaggebend für die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den Club of Rome im Jahr 1973.

2022 ist ein neuer Bericht erschienen: „Earth for All. Ein Survivalguide für unseren Planeten“. Um diesen Bericht, der die wichtigsten sozial-ökologischen Maßnahmen skizziert, die das Überleben der Menschheit ermöglichen würden, geht es

am Montag, 8. Mai, um 16 Uhr
im Gebäude „Normative Ordnungen“
auf dem Campus Westend der Goethe-Universität
(Max-Horkheimer-Straße 2, 60323 Frankfurt am Main).

Der Co-Autor des Berichts und Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung Prof. Johan Rockström und sein Kollege Dr. Jonathan Donges werden den Bericht vorstellen.

Anschließend diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Goethe-Universität und des Potsdam-Instituts über den Inhalt des Berichts und die darin entwickelten konkreten Handlungsleitlinien für eine sozial-ökologische Transformation der Gesellschaft. Auf dem Podium: die Soziologin Prof. Barbara Brandl (Goethe-Universität), der Klimaforscher Dr. Jonathan Donges (Potsdam-Institut),

der Politikwissenschaftler Prof. Darrel Moellendorf (Goethe-Universität), der Jurist Prof. Tobias Tröger (Goethe-Universität), die Physikerin Prof. Dr. Ricarda Winkelmann (Physik, Potsdam-Institut) und die Nachhaltigkeitsforscherin Prof. Flurina Schneider (Goethe-Universität und Institut für sozialökologische Forschung Frankfurt), die die Diskussion auch moderieren wird.

Initiiert wurde die Veranstaltung von Forscherinnen und Forschern, die sich für die transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung in Frankfurt engagieren: Prof. Henner Hollert (Biowissenschaften), Dr. Helge Kminek (Erziehungswissenschaft), Prof. Matthias Lutz-Bachmann (Philosophie), Prof. Darrel Moellendorf (Politikwissenschaft), Dr. Philipp Schink (Philosophie).

Der einführende Vortrag von Johan Rockström (online zugschaltet) und Jonathan Donges findet auf Englisch statt, die anschließende Diskussion auf dem Podium und mit den Zuhörerinnen und Zuhörern auf Deutsch. Aufgrund von begrenzten Sitzplätzen ist die Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung möglich (siehe unten).

Plakat und Buchcover zum Download unter: https://www.uni-frankfurt.de/136439450

Anmeldung zum Vortrag bei Ellen Nieß unter ellen.niess@normativeorders.net.

Information:
Beate Sutterlüty
Wissenschaftskommunikation
Forschungskolleg Humanwissenschaften
Telefon 06172 13977-15
Email: b.sutterluety@forschungskolleg-humanwissenschaften.de)
www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de


Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Telefon 069 798-13066, E-Mail sauter@pvw.uni-frankfurt.de

 

Mär 17 2023
14:20

Vortrag von Prof. Christian Metz über das weltberühmte Gedicht aus Hölderlins Spätwerk

Hölderlins „Patmos“ in Homburg 

BAD HOMBURG. Friedrich Hölderlin lebte in den Jahren 1798 bis 1800 und 1804 bis 1806 in Homburg. Zwischen diesen beiden Aufenthalten hat er sein weltberühmtes Gedicht „Patmos“ vollendet, das er dem im Homburger Schloss residierenden Landgrafen Friedrich V. widmete und schenkte. Es ist nach der griechischen Insel Patmos benannt, auf der Johannes der Evangelist seine göttliche Offenbarung erhielt. Wie lässt sich das Gedicht und seine besondere Komposition aus der lokalen Homburger Konstellation und Perspektive verstehen?

Dieser Frage geht der Literaturwissenschaftler und -kritiker Prof. Christian Metz in einem öffentlichen Vortrag mit dem Titel „‚Patmos’ in Homburg. Die lokale Konstellation eines weltberühmten Gedichtes“

am Freitag, 24. März, um 18 Uhr
im Forschungskolleg Humanwissenschaften
(Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg vor der Höhe)

nach. Der Frankfurter Literaturwissenschaftler Prof. Achim Geisenhanslüke führt in das Thema des Abends ein. Anschließend entfaltet Christian Metz eine Homburger Perspektive auf „Patmos“, indem er einen Bogen spannt von der Ankunft des Gedichts in Homburg im Jahr 1803 bis zu Horst Hoheisels Kunstwerk „Patmos, eine Spur von Hölderlin“ von 1989, das die Gruft der Landgrafen von Homburg in der Bad Homburger Schlosskirche abdeckt.

Christian Metz ist Literaturkritiker und Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Aachen. Der gebürtige Bad Homburger war viele Jahre als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Universität tätig und zugleich Geschäftsführer des Fortbildungsprogramms „Buch- und Medienpraxis“ (2003 bis 2010). Vertretungsprofessuren und Lehraufträge führten ihn nach Berlin, Münster, Zürich, Wien und München. Als Literaturkritiker schreibt er für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und für den Deutschlandfunk. 2020 wurde er mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet.

Der Vortrag beschließt einen Workshop am Forschungskolleg Humanwissenschaften, den Prof. Achim Geisenhanslüke und Dr. Thomas Schröder vom Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Goethe-Universität leiten. Seit dem Hölderlin-Jahr 2020/21 finden jährlich Workshops über „Hölderlins Homburger Arbeiten oder Die Revolution der poetischen Sprache“ statt, die Hölderlin-Forscher zum regelmäßigen Austausch über das Spätwerk des Dichters in Bad Homburg zusammenbringen. In diesem Jahr nehmen u.a. Prof. Klaus-Michael Bogdal (Bielefeld), Prof. Anja Lemke (Köln), Prof. Alexander Honold (Basel) und der Referent des Abendvortrags Prof. Christian Metz (Aachen) teil.

Anmeldung zum Vortrag: Um vorherige Anmeldung per Email an anmeldung@forschungskolleg-humanwissenschaften.de wird gebeten.

Weitere Informationen: www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de

Kontakt: Beate Sutterlüty, Wissenschaftskommunikation, Forschungskolleg Humanwissenschaften (Tel.: 06172-13977-15; Email: b.sutterluety@forschungskolleg-humanwissenschaften.de)

Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro PR & und Kommunikation, Telefon 069 798-13066, E-Mail sauter@pvw.uni-frankfurt.de

 

Feb 9 2023
16:22

Die Universitätsbibliothek Frankfurt im Strategie- und Transformationsprozess: Direktorin Daniela Poth spricht im neuen UniReport darüber, wo es hingehen soll. 

Ein „Hub“ für Menschen, Wissen und Services

FRANKFURT. Die Herausforderungen sind gewaltig, vor allem die Digitalisierung hat für einen gewaltigen Veränderungsdruck gesorgt: Wie sieht die Zukunft der wissenschaftlichen Bibliotheken aus? Im Spätherbst 2021 machte sich die Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg auf den Weg: Es sollte eine eigene Strategie entwickelt werden, um die Institution gut für die Zukunft aufzustellen. Noch stärker als in der Vergangenheit soll die Bibliothek zu einem Knotenpunkt des interdisziplinären Austauschs und der Wissenschaftsunterstützung werden. Mitarbeitende und Expert*innen waren im Prozess involviert, am Ende stand das „strategische Zielbild 2032“. Nun geht es um die Umsetzung, erste Schritte sind getan.  

Daniela Poth, Direktorin der Universitätsbibliothek, spricht im Interview mit dem UniReport über den Strategie- und Transformationsprozess, über die technologische Entwicklung, über das veränderte Nutzerverhalten und die neuen Anforderungen an die Kompetenz ihrer Mitarbeitenden. Auch wenn die Bibliothek der Zukunft als ein sich ständig verändernder Organismus gedacht werden sollte: In der Rolle einer Universitätsbibliothek in der Informationsversorgung sieht Poth zugleich ein Kontinuum: Die Rolle „beinhaltet weiter das Auswählen, Bereitstellen und Kontextualisieren von Informationen, um unseren Nutzenden Orientierung zu geben“, so Daniela Poth im neuen UniReport.

Weitere Themen im aktuellen UniReport:

Aktuelles
  • „Biodiversität stärker ins öffentliche Bewusstsein zu tragen – darin sehe ich meine Aufgabe“: Prof. Karin Böhning-Gaese über ihre Berufung in den Rat für Nachhaltige Entwicklung.
  • Die Zukunft hat schon begonnen: Prof. Uwe Walz, Professor für VWL, hat ChatGPT bereits im laufenden Wintersemester mit Studierenden analysiert.
  • „Ich möchte Deutschlands beste Uni-App für Studierende entwickeln“: Chief Information Officer Ulrich Schielein erläutert im Interview, wie die App noch besser werden kann.
Forschung
  • Weniger hilft mehr: Das mildere Gift von Wildbienen verspricht ein größeres pharmazeutisches Anwendungspotenzial als das der Honigbiene, zeigt eine Studie von Forschenden aus Frankfurt und Gießen
  • „Manchmal ist Verdecken von Widerstand notwendig“: Wo und warum es verdeckten Widerstand in demokratischen Gesellschaften gibt, erkundet ein neuer Sammelband des Instituts für Sozialforschung.
  • Auf den Spuren einer gefährlichen Infektionskrankheit: Der Mikrobiologe Volkhard Kempf hat mit einem Team Peru bereist, um mit einem kürzlich entwickelten Test die Bekämpfung des tödlichen Oroya-Fiebers voranzutreiben.
  • Substanzkonsum weiterhin auf niedrigem Niveau: Studie „MoSyD“ zu Drogentrends Jugendlicher in Frankfurt zeigt auf einigen Feldern zwar eine leichte Zunahme, aber nur auf den Stand der Vor-Corona-Zeit.
  • Und ruckzuck entstehen Bilder im Kopf: Kathryn Barnes forscht zu ikonischen Wörtern im Deutschen und deren Wirkung auf Leser und Zuhörer.  

Studium, Lehre und Qualifikation

  • Wissenschaftliches Schreiben will gelernt sein: Eine Interviewserie mit Lehrenden der Goethe-Universität zeigt auf, dass auch ‚Profis' mitunter Schreibprobleme haben.
  • Tenure-Track-Professur: Ein „Kulturwandel“ vonnöten? Einblicke aus dem „Tenure-Track-Netzwerk.  
  • Einsatz für ihre Landsleute: Die ukrainische Promovierende Mariana Shumliakivska ist mit dem „Stipendium für herausragendes Engagement internationaler Studierender an der Goethe-Universität“ ausgezeichnet worden.
Campus
  • Auch Tiere trauern und zeigen Mitgefühl: Lisa Czellnik, Masterstudentin an der Goethe-Universität, konnte mit der renommierten Philosophin Prof. Martha Nussbaum ein Interview über ihr neues Buch führen.
  • Geburtstag des Studierendenhauses: Am 21. Februar 2023 jährt sich die Eröffnung zum 70. Mal, eine Ausstellung würdigt die Geschichte des weit über Frankfurt hinaus bekannten Gebäudes.
Kultur
  • Über die „Geister“ eines Gebäudes: Die Künstlerin und Filmdozentin Laura J. Padgett möchte das IG-Farben-Haus und den Campus Westend in ihrer historischen Vielschichtigkeit erkunden.
  • Polyphone Angst und Verwirrung: Die Frankfurter Literaturwissenschaftlerin Anna Yeliz Schentke hat mit ihrem Debütroman „Kangal“ eine erstaunliche Resonanz im Literaturbetrieb geerntet.

International

  • Über Erzählungen eine gemeinsame Welt teilen: Der Politikwissenschaftler Dr. Nojang Khatami erforscht am Forschungskolleg Humanwissenschaften, wie die liberalen demokratischen Ordnungen mit einem stärkeren Ethos der Solidarität belebt werden können.

Bibliothek

  • Open-Access-Publikationsfonds der Goethe-Goethe-Universität: Mit frischen Fördermitteln ins Förderjahr 2023.
  • Wer bin ich, und wenn ja, mit wem bin ich affiliert? Mit eindeutigen Angaben und einem ORCID-Profil für Klarheit sorgen.

Der UniReport 1/2023 steht zum kostenlosen Download bereit unter https://www.unireport.info/aktuelle-ausgabe


UniReport online - Wie finden Sie unsere Artikel im Netz? Ganz einfach: Schauen Sie doch einmal ins Webmagazin der Goethe-Universität. Auf www.aktuelles.uni-frankfurt.de/unireport können Sie einen Großteil der Artikel aus der Printausgabe auch online lesen.


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Feb 2 2023
17:25

Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales wird künftig von deutsch-französischer Doppelspitze geleitet 

Deutsch-französische Forschung als Ausdruck deutsch-französischer Freundschaft

Das Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales (Deutsch-französisches Institut für Geschichts- und Sozialwissenschaften) hat eine neue Leitung: Nach elf Jahren hat Prof. Pierre Monnet den Stab in die Hände der Historikerin Prof. Xenia von Tippelskirch und des Historikers Dr. habil. Falk Bretschneider übergeben.  

FRANKFURT. „Frankreich ist Ihnen zu großem Dank verpflichtet“: Um das zu sagen, war der französische Botschafter S.E. François Delattre eigens aus Berlin angereist. Seine Worte galten Prof. Pierre Monnet, dem scheidenden Leiter des Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales (IFRA-SHS / Institut français Frankfurt). Bei einer Feier im Trude Simonsohn und Irmgard Heydorn-Saal auf dem Campus Westend wurde Monnet verabschiedet, die neue Doppelspitze vorgestellt. Künftig werden Prof. Xenia von Tippelskirch und Dr. habil Falk Bretschneider, beide Geschichtswissenschaftler, die Geschicke des Instituts lenken.

Der Mittelalter-Historiker Pierre Monnet war von 2011 bis 2022 Direktor des Instituts, das zunächst Institut français d'histoire en Allemagne hieß, 2015 dann zum Institut franco-allemand de science historiques et sociales wurde. 2013 erhielt Monnet eine Kooperationsprofessur an der Goethe-Universität. Seit 2005 bereits hatte er eine Professur an der École des hautes études en sciences sociales (EHESS) inne. Unter Monnets Leitung wurden sowohl die wissenschaftlichen Projekte und Netzwerke des Instituts weiterentwickelt als auch die Wirkung in die Frankfurter Stadtgesellschaft verstärkt mit Formaten wie dem „Café Europa“ in der Romanfabrik und den EuropaDialogen im Rahmen des Forschungskollegs Humanwissenschaften. Die Vertiefung und Verdichtung der deutsch-französischen Zusammenarbeit habe sich wie ein roter Faden durch Monnets Amtszeit gezogen, fasste Prof. Christophe Duhamelle, Direktor des Centre interdisciplinaire d'études et de recherches sur l'Allemagne Paris, das Wirken Monnets in seiner Laudatio zusammen.

„Die Goethe-Universität dankt Herrn Monnet für sein langjähriges Engagement beim Aufbau des IFRA und wünscht der neuen deutsch-französischen Doppelspitze, die das Institut in die Zukunft führen wird, viel Ehrgeiz, Energie und Erfolg bei der Umsetzung ihrer Vorhaben. Das IFRA ist unser klares Bekenntnis zur deutsch-französischen Wissenschaftskooperation und zur strategischen Partnerschaft mit der EHESS. Durch die Forschungsschwerpunkte des IFRA ergeben sich Synergien mit universitätsweit verfolgten Themen der Goethe-Universität und im Rahmen der Rhein-Main-Universitätsallianz und in Frankreich“, sagte Universitätspräsident Prof. Dr. Enrico Schleiff und ergänzte: „Unser Tun hat starke Signalwirkung und wird positive Entwicklungen im Europäischen Forschungsraum fördern.“

Das IFRA-SHS / Institut français Frankfurt ist eine deutsch-französische Einrichtung, die vom französischen Außen- und Europaministerium (MEAE), der Goethe-Universität und der École des hautes études en sciences sociales (EHESS) Paris getragen wird. Es erfüllt einerseits Forschungsaufgaben und fördert den wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Frankreich im Bereich der Geistes-und Sozialwissenschaften, ist andererseits aber auch als Institut français Frankfurt ein französisches Kulturinstitut, das sich mit einem reichhaltigen Kulturprogramm ganzjährig an ein breites Publikum wendet. Mit seiner deutsch-französischen Direktion, seinem internationalen Team und seinem dichten Netz an Kooperationspartnern ist es ein wichtiger Bestandteil des deutsch-französischen sowie europäischen Wissenschaftsaustauschs und der interkulturellen Zusammenarbeit.

Nachdem der bisherige Direktor Pierre Monnet von der französischen EHESS aus abgeordnet worden war, teilen sich künftig Falk Bretschneider von der EHESS und Xenia von Tippelskirch von der Goethe-Universität die Verantwortung für das Institut.

Xenia von Tippelskirch, Jahrgang 1971, arbeitet seit Ende 2022 als Professorin für Geschichtswissenschaften an der Goethe-Universität. Ihr Schwerpunkt ist die Kultur- und Religionsgeschichte der Frühen Neuzeit, insbesondere hat sie zu Frömmigkeitspraktiken und Wissenstransfer zwischen Frankreich und dem Alten Reich gearbeitet. Falk Bretschneider, Jahrgang 1974, lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Frankreich und befasst sich in seiner Forschung vor allem mit der Geschichte des Alten Reichs sowie mit der Geschichte der frühneuzeitlichen Strafjustiz. Sowohl Tippelskirch als auch Bretschneider sind seit langem in der deutsch-französischen Wissenschaftskooperation engagiert, u.a. bei der Leitung des Deutsch-Französischen Doktorandenkollegs „Unterschiede denken“, dessen Partner zukünftig auch die Goethe-Universität werden soll. Unter ihrer Leitung werden zwei zentrale Forschungsachsen die Arbeit des IFRA-SHS in den kommenden Jahren bestimmen: Das Verbundprojekt „Dynamiken des Religiösen“ und das Projekt „Imperiale Räume“. Daneben gibt es zahlreiche weitere Projekte am Institut, viele davon werden mit Partnereinrichtungen in Deutschland oder Frankreich durchgeführt.

Bei der Feier im Casinogebäude waren rund 90 Gäste anwesend, darunter zahlreiche Forscherinnen und Forscher aus der Universität, aber auch etliche Frankfurter Kulturschaffende.

Bilder zum Download: www.uni-frankfurt.de/131906314

Bildtexte:
Bild 1: Matthieu Osmont, Direktor des Institut français Bonn und Attaché der frz. Botschaft, Dr. Leopoldo Iribarren. Vizepräsident Internationales der École des hauts études en sciences sociales Paris, S.E. François Delattre, französischer Botschafter in Deutschland, Prof. Xenia von Tippelskirch, Prof. Pierre Monnet, Unipräsident Prof. Enrico Schleiff, Ilde Gorguet, frz. Generalkonsulin Frankfurt, Dr. habil. Falk Bretschneider, Prof. Rainer Maria Kiesow, Vizepräsident Forschung der École des hautes études en sciences sociales. (Foto: Jürgen Lecher)
Bild 2: Die neue Doppelspitze des Institut franco-allemand: Falk Bretschneider und Xenia von Tippelskirch. (Foto: Jürgen Lecher)
Bild 3: Die neue Doppelspitze mit ihrem Amtsvorgänger: Falk Bretschneider und Xenia von Tippelskirch mit Pierre Monnet (Mitte). (Foto: Jürgen Lecher)

Weitere Informationen
Dominique Petre
Kulturbeauftragte IFRA-SHS / Institut français Frankfurt
dominique.petre@institutfrancais.de
Telefon +49 69 798-31900
https://ifra-francfort.fr/de/forschung-1


Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Telefon 069 798-13066, Fax 069 798-763-12531, sauter@pvw.uni-frankfurt.de

 

Dez 8 2022
15:19

Informatikprofessorin Haya Shulman spricht im neuen UniReport über die Gefahren von Cyberangriffen und den Schutz von Institutionen. 

Cybersicherheit: Schwachstellen im System

FRANKFURT. Auch der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat die Diskussion um mögliche Gefahren von Cyberattacken auf die kritische Infrastruktur westlicher Länder befeuert: Sind die Netze ausreichend geschützt? Welche Technologien müssen entwickelt werden? Wie kann man nicht-vertrauenswürdige Produkte künftig vermeiden? Und wie sieht es mit der Sicherheit von Hochschulen aus? Die Informatikerin Prof. Haya Shulman, seit letztem Jahr mit einer LOEWE-Spitzenprofessur an der Goethe-Universität tätig, erforscht mit ihrem Team die Schwachstellen in einem System: „Diejenigen, die eine Struktur aufbauen, müssen darüber nachdenken, dass und wie es funktioniert. Wer sich mit IT-Sicherheit beschäftigt, ob als Hacker oder als Verteidiger, muss im Gegensatz dazu darüber nachdenken, was schiefgehen kann“, erklärt sie im Gespräch mit dem UniReport. Für die Cyberabwehr sei nicht nur die Entwicklung neuer Technologien notwendig; man müsse ebenfalls die damit verbundenen rechtlichen und politischen Fragen im Auge behalten. Hochschulen, so Shulman, seien als Organisationen besonders gefährdet, gerade wegen sehr heterogener Nutzergruppen. Mitarbeitende und Studierende müssten noch stärker für die Gefahren sensibilisiert und entsprechend geschult werden.

Die Erforschung von Cybersicherheit, sagt Haya Shulman, benötige Interdisziplinarität; diese sei auf hervorragende Weise mit der Zusammenarbeit von Goethe-Universität und dem Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT gewährleistet. Shulman ist zugleich auch Leiterin der Abteilung Cybersecurity Analytics and Defences (CAD) am Fraunhofer SIT. Ebenfalls koordiniert sie einen Forschungsbereich am Nationalen Forschungszentrum für Angewandte Cybersicherheit ATHENE. Die Goethe-Universität ist kürzlich dem Forschungszentrum beigetreten, Haya Shulman wird die Goethe-Universität im ATHENE-Board vertreten.

Weitere Themen im aktuellen UniReport:

Aktuelles

  • Zukunft der U4: Anhörung der Ortsbeiräte 2 und 9 zu den Planungen der neuen U-Bahn-Linie.
  • Naturwissenschaftliche Informationsversorgung ist digital, aber auch das gedruckte Buch ist noch wichtig: Porträt der Bibliothek Naturwissenschaften (BNat) auf dem Campus Riedberg.
  • Was ist „Gute Arbeit“? Die französische Soziologin Bénédicte Zimmermann hat die Alfred-Grosser-Gastprofessur für Bürgergesellschaftsforschung übernommen.

Forschung

  • Bleibt die in den Erdmantel absinkende kontinentale Kruste ab einer bestimmten Tiefe für immer stecken? Der Geologe Prof. Frank Brenker hat darauf Antworten.
  • Begegnungen mit polizeilicher Gewalt: Ergebnisse des Forschungsprojekts KviAPol – „Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamte und –beamtinnen“
  • Mit Modellen Klimasimulationen erstellen: Der Meteorologe Prof. Bodo Ahrens erforscht das Klima der Zukunft und greift dabei auch auf Daten der Vergangenheit zurück.
  • Ist nur der Vollzeitjob ein Garant für soziale Teilhabe? Interview mit der Soziologin Carlotta Giustozzi über die Folgen von Marginalisierung auf dem Arbeitsmarkt.
  • Von Fließbandforschung und Einzelkämpfern: Prof. Harald Schwalbe über das von ihm geleitete internationale Konsortium zur Forschung an SARS-CoV-2.

Studium, Lehre und Qualifikation

  • Wie kann die Arbeit von Fachschaften und studentischen Initiativen professionalisiert werden? Eine Workshopreihe im Wintersemester 2022/23 zeigt Perspektiven für studentische Nachhaltigkeitsprojekte auf
  • „Einfach machen!“: Podcasts an der Goethe-Universität mit studentischer Beteiligung.
  • Ausgezeichnet für exzellente Lehre: Der 1822-Universitätspreis ging in diesem Jahr an eine Romanistin, einen Biologen und einen Erziehungswissenschaftler.  

Campus

  • Der Ukraine-Krieg und seine psychologischen Folgen: Hilfe für Geflüchtete in Frankfurt und vor Ort.
  • Status „GO“: Erfahrungen und Erfolge im Goethe-Orientierungsstudium.
  • Vertiefender Diskurs über transatlantische Beziehungen: Das „John McCloy Transatlantic Forum“ am Forschungskolleg Humanwissenschaften wurde eröffnet.

Kultur

  • Schwarze und queere Perspektiven auf deutsche Geschichte, Politik und Kultur: Prof. Antje Krause-Wahl hat den Künstler James Gregory Atkinson zu seinem Seminar und seine Ausstellung in der Studiengalerie 1.357 befragt.

International

  • Der britische Politikwissenschaftler Cain Shelley ist Fellow am Forschungskolleg Humanwissenschaften und beschäftigt sich dort mit der Zukunft der Klassenfrage.

Rückblicke auf Veranstaltungen

  • Was hilft im Kampf gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Ein Rückblick auf die Friedrich-Merz-Stiftungsgastprofessur. 
  • „Jeden Einzelnen zum Nachhaltigkeitsbeauftragten machen“: 80 Hochschulangehörige diskutierten auf einer Veranstaltung des Nachhaltigkeitsbüros der Goethe-Universität.

Bibliothek

  • Neue Leitung der Bibliothek Sprach- und Kulturwissenschaften: Fragen an die Afrikanistin Dr. Aïsha Othman.
  • Senckenbergs Bücher: Wie rekonstruiert man eine Privatbibliothek des 18. Jahrhunderts?

Der UniReport 6/2022 steht zum kostenlosen Download bereit unter https://www.unireport.info/aktuelle-ausgabe


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Dez 8 2022
11:31

Der chinesische Künstler Lei XUE zu Gast am Forschungskolleg Humanwissenschaften

„Zwischen postdigital und Tradition. Klassische chinesische Kunst im Metaversum“

FRANKFURT/BAD HOMBURG. Der Künstler Lei XUE setzt sich in seinen Werken mit der Bedeutung chinesischer Traditionen in der chinesischen Gegenwartskunst auseinander. Dabei arbeitet er vor allem mit Porzellan. In jüngster Zeit beschäftigt er sich zunehmend mit den Ausdrucksmöglichkeiten des „postdigitalen Zeitalters“. Dabei geht es ihm um eine Welt, in der die virtuelle und die soziale Realität ineinander überzugehen und miteinander zu verschmelzen scheinen - um das sogenannte „Metaversum“.

Zum Vortrag von Lei XUE mit dem Titel „Zwischen postdigital und Tradition. Klassische chinesische Kunst im Metaversum“

am Dienstag, 13. Dezember 2022, 18 Uhr
im Forschungskolleg Humanwissenschaften
Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg
und im Zoom Meeting

lädt das Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität sehr herzlich ein. Am Beispiel eigener Digitalkunstwerke wird der Künstler über seine Methoden und die Möglichkeiten und Utopien von Kunst im Metaversum sprechen.

Lei XUE lebt und arbeitet in Darmstadt und Peking. Nach dem Studium der Malerei und der Freien Kunst an den Kunsthochschulen in Shandong und Kassel war er Meisterschüler von Urs Lüthi in Kassel. Seine mit vielen Preisen ausgezeichneten Porzellanarbeiten werden weltweit gesammelt, u.a. von Museen in Shenzhen, London, Wien und Berlin (Pergamon). In jüngster Zeit arbeitet er zunehmend mit den Neuen Medien. XUE lehrt an der Escola Superior de Cinema i Audiovisuals de Catalunya in Barcelona und an der Universität Renmin in Peking.

Der Vortrag ist der letzte im dritten Zyklus der Reihe „Sinophone Classicism - Chinese Cultural Memories in a Global Space“. Die Reihe soll im Sommersemester 2023 fortgesetzt werden. Das Konzept der Reihe hat Zhiyi Yang entwickelt, Professorin für Sinologie an der Goethe-Universität und derzeit Goethe-Fellow am Forschungskolleg. Einige frühere Vorträge können in der Playlist „Sinophone Classicism“ des YouTube-Kanals des Forschungskollegs Humanwissenschaften nachgehört werden.

Anmeldung
Teilnahme vor Ort: Zur besseren Planung wird um vorherige Anmeldung per Email gebeten: anmeldung@forschungskolleg-humanwissenschaften.de

Teilnahme per Zoom: Anmeldung über diesen Registrierungslink: 
https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZMvcemgqD4pHtwbv3Xm1wsOHWP42K7I_RkN

Bilder zum Download unter: https://www.uni-frankfurt.de/129438260Bildtext:
Der chinesische Küstler Lei XUE (Foto: privat) spricht in Bad Homburg über klassische chinesische Kunst im Metaversum. Dieses digitale Kunstwerk von Lei XUE (Foto: Lei XUE) trägt den Namen „Chinesischer Garten“ (algorithmische digitale Kunst, 2022).

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Zhiyi Yang
Institut für ostasiatische Philologien / Sinologie
Goethe-Universität
Email: z.yang@em.uni-frankfurt.de

Beate Sutterlüty
Wissenschaftskommunikation
Forschungskolleg Humanwissenschaften
Telefon 06172 13977-15
Email: b.sutterluety@forschungskolleg-humanwissenschaften.de
www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de


Redaktion: Dr. Anke Sauter, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Büro für PR & Kommunikation, Telefon 069 798-13066, E-Mail sauter@pvw.uni-frankfurt.de

 

Nov 4 2022
14:43

Vertiefung des transatlantischen Gesprächs in Zeiten der Bedrohung von demokratischen Regierungs- und Lebensformen

Das John McCloy Transatlantic Forum wird am Forschungskolleg Humanwissenschaften feierlich eröffnet

BAD HOMBURG/FRANKFURT. Am Freitag, 4. November 2022, wurde das John McCloy Transatlantic Forum vor vollem Auditorium im Vortragssaal des Forschungskolleg Humanwissenschaften feierlich eröffnet. Der Name des Forums erinnert an John J. McCloy, der als amerikanischer Hoher Kommissar von 1949 bis 1952 in Frankfurt am Main amtierte.

Anwesend waren der Präsident der Goethe-Universität Professor Enrico Schleiff, der Oberbürgermeister der Stadt Bad Homburg Alexander W. Hetjes und die Initiatoren des Forums: der Direktor des Kollegs Professor Matthias Lutz-Bachmann, die Sprecher des Forschungsschwerpunktes „Democratic Vistas“ Professor Gunther Hellmann und Professor Johannes Völz sowie die Bad Homburger Förderer des Forums Bernd von Maltzan und Felix Hufeld. Als besonderer Gast war John J. McCloy II zugegen, der Sohn des amerikanischen Hohen Kommissars John J. McCloy. Professor Charles A. Kupchan von der Georgetown University hielt den Festvortrag. Der Experte für die amerikanisch-europäischen Beziehungen war Sonderberater von Präsident Barack Obama und Mitglied im amerikanischen Sicherheitsrat. Er sprach über die fortdauernden Stärken und die Verletzlichkeit des Westens in der künftigen Welt.

Ziele des neuen Forums
Das neue Forum am Forschungskolleg Humanwissenschaften bringt Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik, Kultur und Wirtschaft zum Gespräch über die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen in der von Krisen geprägten Gegenwart zusammen. Dadurch möchte es dazu beitragen, die im transatlantischen Kontext herausgebildete Ausprägung der Demokratie zu stärken und unter den Bedingungen einer sich verändernden Weltordnung weiterzuentwickeln.

Mit seinem Namen erinnert das Forum an das Engagement der Amerikaner für den Aufbau der bundesrepublikanischen Demokratie in der Nachkriegszeit. Johannes Völz, Co-Sprecher des begleitenden Forschungsschwerpunktes „Democratic Vistas“, betonte allerdings: „Es geht uns nicht darum, die alte transatlantische Wertegemeinschaft unreflektiert wiederzubeleben.“  Das wäre, so Völz, zu kurzsichtig. Das Forum bleibe der transatlantischen Idee verbunden, aber heute gelte es, die westlichen Demokratien in ihrer Verflechtung mit einer Nord-Süd- und einer Ost-West-Achse zu betrachten.

Bürgerschaftliches Engagement für das Forum
Initiiert wurde das neue Forum vom Kollegdirektor Matthias Lutz-Bachmann und den beiden Sprechern des Forschungsprojektes. Bernd von Maltzan begleitete und förderte das Forum von Anfang an. Denn, so von Maltzan: „Wie Außenministerin Baerbock es jüngst formulierte: es kommt jetzt darauf an, das ‚transatlantische Moment' zu nutzen, um den aktuellen, bedrohlichen Anfechtungen der Demokratie etwas entgegenzusetzen. Dazu möchte ich als jemand, der in der Nachkriegszeit aufwuchs und den Amerikanern für ihren Beitrag zum Aufbau der deutschen Zivilgesellschaft zutiefst dankbar ist, beitragen, indem ich den Gedankenaustausch von Wissenschaft und Entscheidungsträgern aus Politik und Gesellschaft am John McCloy Transatlantic Forum unterstütze.“

Für die künftigen Aktivitäten des Forums und des Forschungsschwerpunktes sind bereits Förderzusagen gemacht worden, sodass bereits ab Herbst 2023 Demokratieforscher*innen zu Gastaufenthalten an das Kolleg kommen können, um sich in das Forum und den Forschungsschwerpunkt einzubringen.

Wohnte in Bad Homburg: Der Namensgeber des Forums John J. McCloy
John J. McCloy amtierte als amerikanischen Hoher Kommissar von 1949 bis 1952 in Frankfurt am Main und wohnte mit seiner Familie im „Haus Hohenbuchen“ am Rande des Bad Homburger Kurparks. Sein Sohn, der heute fast 85jährige John J. McCloy II hat lebhafte und gute Erinnerungen an die Jahre, die er als Jugendlicher dort verbrachte. In seinem Grußwort bei der Eröffnung des Forums betonte er, dass die Benennung des Forums nach seinem Vater für ihn eine große Ehre und Freude sei. Denn das Forum knüpfe an die grundlegende Überzeugung seiner Eltern an, dass Kultur, Wissenschaft, Bildung und soziales Engagement entscheidende Bausteine für die Entwicklung demokratischer Gesellschaften seien. So war seine Mutter für ihr soziales Engagement ebenso wie für die großen Gesellschaften, zu denen sie einlud, in ganz Bad Homburg und darüber hinaus bekannt. Bad Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes überreichte dem Ehrengast einen großen Fotoband über die Geschichte Bad Homburgs mit den Worten: „Der Name von John J. McCloy und seiner Frau Ellen hat in Bad Homburg noch immer einen sehr guten Ruf.“

Bilder zum Download: www.uni-frankfurt.de/127827194

Bildtext:

1.     Eröffnung des John McCloy Transatlatnic Forum: Rush McCloy, Alexander Hetjes, Laura McCloy, Enrico Schleiff, John McCloy III, Bernd von Maltzan, John McCloy II, Gunther Hellmann, Chrales Kupchan, Johannes Völz, Felix Hufeld, Iris Koban, Matthias Lutz-Bachmann

2.   Eröffnung des John McCloy Transatlantic Forum: Professor Matthias Lutz-Bachmann, Professor Johannes Völz, Professor Charles Kupchan, Professor Gunther Hellmann

Fotos: Stefanie Wetzel

Weitere Informationen
Webpage des Kollegs: www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de
Aufnahme der Veranstaltung: Die Veranstaltung mi dem Festvortrag von Charles Kupchan wurde aufgezeichnet; das Video ist in den nächsten Tagen auf dem YouTube Kanal des Kollegs zugänglich.

Kontakt: Iris Helene Koban
Geschäftsführerin des Forschungskollegs Humanwissenschaften
i.koban@forschungskolleg-humanwissenschaften.de; Tel.: 06172 13977-10

Beate Sutterlüty
Wissenschaftskommunikation
b.sutterluety@forschungskolleg-humanwissenschaften.de; Tel.: 06172 13977-15


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Okt 14 2022
10:19

Der Direktor des Instituts für Sozialforschung, Prof. Stephan Lessenich, spricht in der neuen Ausgabe des UniReport über das hundertjährige Jubiläum des IfS und die künftige enge Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität. 

Problemdeutung nicht nur am Schreibtisch

FRANKFURT. Im August 1922 wurde ein Memorandum zur Gründung verfasst, im Juni 1924 dann das erste Gebäude bezogen: Wenn das Institut für Sozialforschung sein Jubiläum feiert, feiert es eindreiviertel Jahre – „ein langes Jubiläumsjahr“, wie Prof. Stephan Lessenich im Interview mit dem UniReport betont. Lessenich ist als Nachfolger von Prof. Axel Honneth seit 2021 Direktor des Instituts und zugleich auch Professur für Gesellschaftstheorie und Sozialforschung an der Goethe-Universität. Mit ganz unterschiedlichen Veranstaltungstypen, so Lessenich, soll das Jubiläum begangen werden. Dazu zählt ein mehrtägiger Kongress im Studierendenhaus der Goethe-Universität, der sich auch an ein nichtakademisches Milieu wenden soll. Das Jubiläumsjahr soll auch genutzt werden zu hinterfragen, was die marxistische Tradition des Hauses und der Kritischen Theorie aus heutiger Sicht noch bedeute: „Welche Rolle spielen mithin heute noch Begriffe, Ideen und die programmatischen Setzungen des Marxismus, wie übersetzt man das in völlig veränderte gesellschaftliche Zeiten?“, so Lessenich im Gespräch mit dem UniReport.

Die Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität soll künftig enger gestaltet werden, so Lessenich, und zwar sowohl in der Forschung als auch in der Lehre: „Die Konstruktion meiner Professur als Kooperationsprofessur ist ja quasi die institutionalisierte Hoffnung darauf, dass IfS und in dem Fall der Fachbereich 03, aber auch die Goethe-Universität insgesamt, enger zusammenrücken, und zwar im operativen Geschäft, aber auch in der Art und Weise, Wissenschaft nach außen zu präsentieren.“ Lessenich kündigt die Entwicklung eines neuen Masterstudienganges „Critical Social Theory“ an, der die kritische Sozialforschung sichtbar in der grundständigen akademischen Lehre am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und darüber hinaus verankern soll.

Weitere Themen im aktuellen UniReport:

Aktuelles
-       Eine neue Bibliothek für 385.000 Bände: Im neu bezogenen Gebäude der Sprach- und Kulturwissenschaften (SKW) auf dem Campus Westend betreut die sechste Bereichsbibliothek ab jetzt die Fachgebiete der sogenannten „Kleinen Fächer“.
-       „Erziehung nach Auschwitz“ – enge Zusammenarbeit mit der Jüdischen Akademie: Der Erziehungswissenschaftler Prof. Wolfgang Meseth über seine Forschung und Lehre zum Thema.

Forschung
-       Resistenzen den Kampf ansagen: Immer mehr Erreger erwerben Eigenschaften, die sie unempfindlich gegen antibiotische Wirkstoffe machen – Forscher*innen suchen nach Lösungen.
-       Goethe, Deine Forscher*innen: Prof. Eveline Wuttke, Wirtschaftspädagogin, im Porträt.
-       Das Corona-Update Frankfurt: Wichtige Erkenntnisse zu Teststrategien, Impfschutz und Therapie. Die Virologin Prof. Sandra Ciesek über die Pandemie im Winter.
-       Bakterien für den Klimaschutz: alltagstaugliche Wasserstoffspeicherung und die Aussicht auf den Abbau von Kohlendioxid.
-       Spannungsgeladen und interkulturell anschlussfähig: Leibniz-Preisträger Prof. Hartmut Leppin setzt sich in seinem neuen Buch „Paradoxe der Parrhesie“ mit der antiken Wertschätzung der freien Rede in der Politik und im sozialen Bereich auseinander.

Studium, Lehre und Qualifikation
-       Fachschaften freuen sich über neue Mitstreiter*innen: Die Corona-Pandemie hat mitunter die studentische Partizipation erschwert, doch in der Präsenz zeigen wieder mehr Studierende Interesse an der Mitarbeit in Fachschaften und Gremien.
-       Zentraler Aktionsplan Chancengleichheit: Interne Zwischenevaluation zeigt, dass die Goethe-Universität bei der Beseitigung der Unterrepräsentanzen vorangekommen ist.
-       Goethe on Tour: Deutschlandstipendiaten entwickeln interaktive Tour für den Campus Westend.
-       Gesundheitsförderung – ganz niedrigschwellig: Das Zentrum für Hochschulsport hat viele Ideen für einen aktiven Studierendenalltag entwickelt.

Campus
-       Man sieht es einer Person nicht von außen an“: Der Informatiker Prof. Andreas Dengel hat kürzlich das Netzwerk „Blue;Science“ ins Leben gerufen, um Menschen, die vom Thema Depressionen betroffen sind, zusammenzubringen. 
-       Wenn man weiß: Alles ist geregelt. Die Goethe-Universität ist als Stiftungsuniversität eine gute Adresse, wen man mit seinem Nachlass Forschung und Lehre unterstützen möchte.

International
-       Angehörige von Paul Bloomquist besuchten Campus Westend: Als am 11. Mai 1972 eine Bombe der RAF im damaligen Hauptquartier des V. US-Korps explodiert, tötet ein Splitter den amerikanischen Oberstleutnant – 50 Jahre später besucht seine Familie den Ort des Attentats am IG-Farben-Haus.

Rückblicke auf Veranstaltungen
-       10. UCT Science Day: Krebsforschende aus Frankfurt und Marburg standen im Austausch.
-       Eine Kultur des Hinsehens erreichen: Die Bad Homburg Conference des Forschungskollegs Humanwissenschaften zum Thema „Kindheit und Gewalt“.
-       Angst vor allem, was anders denkt“: eine Tagung zum Thema Homosexualität und Transgender des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam.
-       Spracherwerb als Schlüssel zum Verständnis der menschlichen Kognition: 15. Ausgabe der Internationalen Linguistik-Konferenz GALA an der Goethe-Universität.

Der UniReport 5/2022 steht zum kostenlosen Download bereit unter:
https://www.unireport.info/aktuelle-ausgabe


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Sep 13 2022
11:21

Bad Homburg Conference 2022 lädt zur Diskussion mit Betroffenen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ein

„Kindheit und Gewalt. Wie können wir eine Kultur des Wegsehens überwinden?“

FRANKFURT/BAD HOMBURG. Kindern widerfährt Gewalt. Das ist kein Phänomen der Vergangenheit, sondern auch in der heutigen modernen Gesellschaft bittere Realität. Doch noch immer herrscht eine „Kultur des Wegsehens“, viele Menschen scheuen die Auseinandersetzung mit der Thematik. Um Kinder und Jugendliche besser zu schützen, muss sich die Gesellschaft mit dieser Wirklichkeit auseinandersetzen und Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, insbesondere sexuelle Gewalt, zur Sprache bringen. 

Dieses komplexe Thema ist Gegenstand der Bad Homburg Conference 2022. Das Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität und die Stadt Bad Homburg v. d. Höhe laden dazu ein, gemeinsam mit Betroffenen, Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf der Grundlage von Betroffenenberichten über Ursachen und gesellschaftliche und politische Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen nachzudenken. 

Die Konferenz „Kindheit und Gewalt. Wie können wir eine Kultur des Wegsehens überwinden?“ findet am Freitag, 16. September, 16 Uhr bis 20 Uhr und Samstag, 17. September, 10 bis 16:30 Uhr im Forschungskolleg Humanwissenschaften, Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg v. d. Höhe (Präsenzveranstaltung und Livestream) statt. 

Sie nähert sich ihrem Thema aus verschiedenen Blickrichtungen. Zunächst haben Menschen das Wort, die selbst in ihrer Kindheit bzw. Jugend Gewalt erfahren haben (Ingo Fock, Katharina Kracht). Ein Keynote-Vortrag von Kerstin Claus, der von der Bundesregierung berufenen „Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“ leitet anschließend in die Konferenz über. Im dritten Teil sollen Strukturen analysiert und sichtbar gemacht werden, die Gewalt gegen Kinder ermöglichen und begünstigen; der Blick richtet sich hier auf die katholische Kirche, pädagogische Konzepte und das Gewaltpotenzial der Familie (Klaus Große Kracht, Sabine Seichter, Ferdinand Sutterlüty). Auf einem Podium diskutieren Expertinnen und Experten aus Pädagogik, Recht und Medizin, aus der Lobbyarbeit und der Landesschüler:innenvertretung über die Frage, wie die Rechte von Kindern gestärkt werden können und wie die Kultur des Wegsehens überwunden werden kann (Philipp B. Donath, Christine M. Freitag, Klaus Mertes SJ, Mia Totzek, Joachim Türk). Abschließend wird die Schriftstellerin Ines Geipel aus ihrem Buch „Umkämpfte Zone“ lesen und in einem moderierten Gespräch über Kindheit und Gewalt im politisch-historischen Kontext sprechen. 

Konzipiert wurde die diesjährige Bad Homburg Conference von Professorinnen und Professoren der Goethe-Universität: Sabine Andresen (Erziehungswissenschaftlerin, ehem. Vorsitzende der „Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs“), Beatrice Brunhöber (Juristin), Christine M. Freitag (Kinder- und Jugendpsychiaterin), Matthias Lutz-Bachmann (Philosoph), Christof Mandry (Theologe) und Ferdinand Sutterlüty (Soziologe).

Anmeldung und Teilnahme
Teilnahme vor Ort: Die Teilnehme ist nach vorheriger Anmeldung und Erhalt einer Teilnahmebestätigung möglich. Email-Adresse: anmeldung@forschungskolleg-humanwissenschaften.de 

Livestream und Online-Teilnahme
Die einzelnen Veranstaltungsteile werden auf dem YouTube-Kanal des Forschungskollegs Humanwissenschaften live übertragen. Über die Chatfunktion von YouTube ist die Teilnahme an den Diskussionen möglich. Der Übertragung auf YouTube können Sie ohne Anmeldung folgen. Für die aktive Teilnahme am Chat ist eine Anmeldung bei YouTube erforderlich. https://www.youtube.com/c/ForschungskollegHumanwissenschaften/

Interviewkontakt
Gerne stellen wir Kontakt zu den Referentinnen oder Referenten her. Bitte wenden Sie sich an Beate Sutterlüty (b.sutterluety@forschungskolleg-humanwissenschaften.de, 06172 13977-15). 

Programm und weitere Informationen
Konferenzbroschüre mit dem ausführlichen Programm

Interview mit Professor Sabine Andresen  

Webpage des Forschungskollegs Humanwissenschaften


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro für PR & Kommunikation, Tel: 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de