Veranstaltungen
Goethe-Universität und Wissenschaftsgarten laden alle: Buntes Programm rund um die Naturwissenschaften.
FRANKFURT. Am Sonntag, 22. Mai, findet von 11.00 bis 17.00 Uhr am Campus Riedberg das Frühlingsfest 2016 statt. Die Goethe-Universität und ihr Wissenschaftsgarten laden alle Interessierten herzlich ein. Es wird wieder ein buntes Programm rund um die (Natur-)Wissenschaften für Jung und Alt geboten: Neben Führungen sowie Infoständen von auf dem Campus Riedberg ansässigen Institute wird der neue Gartenbereich „Schule im Wissenschaftsgarten“ eingeweiht. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, die musikalische Untermalung bestreitet das Collegium Musicum der Goethe-Universität.
Programm:
11.00 Uhr: Beginn mit Musik. Streichquartett, Collegium Musicum
11.15 Uhr: Begrüßung, Prof. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität
11.20 Uhr: Einführung, Prof. Dr. Georg Zizka, Wiss. Leiter d. Wissenschaftsgartens
11.30 Uhr: Musikalisches Intermezzo, Streichquartett, Collegium Musicum
12.00 Uhr: Der neue Gartenbereich „Schule im Wissenschaftsgarten“. Führung
13.00 Uhr: Der Arzneipflanzengarten im Wissenschaftsgarten. Führung
13.00 Uhr: „Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“, Lesung für Jung und Alt am Bücherturm
13.45 Uhr: Afrikanische Pflanzen und Gewächshaus. Führung
14.30 Uhr: Wald der Zukunft – Eichenwäldchen und Lysimeter. Führung
15.00 Uhr: „Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“
15.15 Uhr: Der Arzneipflanzengarten im Wissenschaftsgarten. Führung
(Treffpunkt der Führungen ist jeweils am Eingangsbereich des Wissenschaftsgartens.)
Infostände:
11:00-16:30 Uhr: Zentraler Infostand, Infos zum Fest & zu weiteren Veranstaltungen der Goethe-Universität; gemeinsam mit Riedberg TV und Campusshop
11.00-16.00 Uhr: Der Arzneipflanzengarten im Wissenschaftsgarten; Pilzvielfalt im Wissenschaftsgarten und drum herum; Aktuelle Forschung mit Mesokosmen.
12.00-15.00 Uhr: Umweltarchiv Boden – Wissenschaftsgarten von „unten“ betrachtet; Die geplante begehbare geol. Karte; Der Eichenwald im Klimawandel.
13.00-15.00 Uhr: Spezialisten beantworten gärtnerische Fragen
Musik (im Gartenbereich):
12.20, 13.30 Uhr: Auftritt Chor
13.00, 14.00 Uhr: Auftritt Orchester
15.00, 16.00 Uhr: Auftritt Horn-Terzett
Auch für die ehemaligen Studierenden der Goethe-Universität gibt es ein besonderes Highlight: Sie können die exklusive Alumni-Lounge auf dem Frühlingsfest besuchen (mehr Infos unter: www.alumni.uni-frankfurt.de).
Forschung
Gemeinsames Lehrangebot in der Afrikanistik – Das Frankfurter Zentrum für interdisziplinäre Afrikaforschung bündelt die Aktivitäten
Mainz/Frankfurt a.M./Darmstadt, 18. Mai 2016. Die im Dezember vereinbarte strategische Allianz der Rhein-Main-Universitäten zeigt ihre ersten konkreten Ergebnisse. Am 20. Mai unterzeichnen die Universitäten Frankfurt und Mainz eine Vereinbarung zur Afrikanistik: Mit einem gemeinsamen attraktiven Lehrangebot kann ein Studiengang, bei dem afrikanische Sprachen im Mittelpunkt stehen, an beiden Orten ausgebaut werden. Gleichzeitig treffen sich am Freitag über 80 Wissenschaftler der drei Universitäten in Frankfurt, Mainz und Darmstadt auf dem Campus Westend, zusammen mit außeruniversitären Institutionen der Region, um unter dem Dach des Frankfurter Zentrums für interdisziplinäre Afrikaforschung (ZIAF) ihre zukünftigen Forschungsaktivitäten zu bündeln und über zukünftige gemeinsame Afrikaforschungen und ein interdisziplinäres Studienangebot „Afrikastudien“ zu beraten. Virtuell sind die ersten Aktivitäten bereits zusammengefasst – Ende April wurde eine gemeinsame Homepage freigeschaltet: http://afrikaforschung-rheinmain.de.
„Die Vereinbarung zur Afrikanistik in Lehre, Studium und Forschung steht beispielhaft für das Potenzial, das die Rhein-Main-Universitäten in der Kooperation entfalten können“, erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch. „So werden die Studierenden dieses gemeinsamen Studiengangs künftig von dem umfassenden und vielfältigen Lehrangebot an der Goethe-Universität und der Johannes Gutenberg-Universität profitieren, das sie angesichts der räumlichen Nähe der Universitätscampi und der neuen digitalen Lehrangebote auch über die Ländergrenzen hinweg leicht wahrnehmen können.“
Afrikanistik als alleiniges Studienfach wird selten gewählt, aber viele der angehenden Ethnologen studieren afrikanische Sprachen im Nebenfach. Dazu die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Dr. Birgitta Wolff: „Im Verbund können wir das Angebot in diesem kleinen, aber wichtigen Fach aufrechterhalten und vielleicht sogar erweitern – nicht nur sprachwissenschaftlich, sondern auch kulturwissenschaftlich.“ Zwei Professuren, die beide neu zu besetzen sind, steuern Mainz und Frankfurt bei. Während an der Goethe-Universität die Integration in das breite Feld der empirischen Sprachwissenschaften eine wichtige Rolle spielen soll, wird die Johannes Gutenberg-Universität den Schwerpunkt in der Soziolinguistik legen, in der es um die soziale Funktion der Sprache in der Gesellschaft geht. Auf dem afrikanischen Kontinent gibt es mehr als 1.500 verschiedene Sprachen. In Frankfurt wie in Mainz werden überwiegend Sprachen aus dem westlichen und östlichen Afrika gelehrt, wie Bambara, Hausa, Fulfulde und Swahili; darüber hinaus wird aber auch zu vielen anderen afrikanischen Sprachen geforscht.
Auswirkungen des Artenrückgangs, Einfluss von Landnutzung und Klimawandel auf die Savannenvegetation, Strukturwandel und nachhaltige Versorgung afrikanischer Städte, Selbsthilfe gegen Armut, die NOK-Kultur in Nigeria, Märkte und Tauschsysteme, die Welt der Kxoè-Buschleute – das sind nur einige der Forschungsthemen, zu denen gegenwärtig am ZIAF geforscht wird. „Diese wenigen Beispiele lassen schon erkennen, wie interdisziplinär das Zentrum aufgestellt ist. Zu unserem Frankfurter Team von rund 80 Wissenschaftlern gehören Ethnologen, Archäologen, Botaniker, Geowissenschaftler, Anglisten, Politologen, Wirtschaftswissenschaftler, Humangeographen, aber auch einzelne Paläoanthropologen und Romanisten“, erläutert Dr. Stefan Schmid, seit 2003 Geschäftsführer des ZIAF. „Und diese breite Basis können wir nun noch ausbauen, wenn auch die Darmstädter und Mainzer Afrika-Spezialisten mitwirken.“
Auf dem Workshop am Freitag (20. Mai) diskutieren die Afrika-Spezialisten der drei Universitäten, welche Forschungsthemen sich eignen, um gemeinsame Anträge bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, beim Bundesforschungsministerium oder anderen Drittmittelgebern zu stellen – das Zauberwort heißt „Verbundforschung“. „Als Dach für den regionalen Forschungsverbund haben unsere Mainzer Kollegen das ZIAF vorgeschlagen, weil hier bereits die Organisationsstrukturen vorhanden sind. Dass sie uns angesprochen haben, hat uns besonders gefreut“, so Schmid.
Die Frankfurter und Mainzer forschen im westlichen, östlichen und südlichen Afrika. In einigen Ländern sind beide Universitäten aktiv, wie in Äthiopien, Benin, Kamerun, Nigeria, Tansania oder Südafrika. Frankfurt hat darüber hinaus noch langjährige Aktivitäten und Partnerstrukturen in Burkina Faso, Mali, Malawi und der Zentralafrikanischen Republik, Mainz hingegen in Gabun, Ghana, Niger, Rwanda und Tschad. In Mainz ist die Afrikaforschung wesentlich stärker konzentriert – und zwar am Institut für Ethnologie und Afrikastudien mit fünf Professuren. „Mit über 30 Mitarbeitern ist das Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Gutenberg-Universität eines der größten universitären Afrikazentren im sozial- und kulturwissenschaftlichen Bereich in Deutschland“, erläutert Prof. Dr. Thomas Bierschenk, Dekan des Mainzer Fachbereichs für Geschichts- und Kulturwissenschaften, und selber ein renommierter Afrikawissenschaftler. „Darüber hinaus gibt es an der Mainzer Universität Afrika-Aktivitäten in verschiedenen Fächern: vor allem in der Anglistik, der physischen Anthropologie, der Archäologie, der Botanik, der Geographie und der Romanistik.“
„Wir forschen an der TU Darmstadt an vielen Themen, die interessante Bezüge zu Afrika aufweisen und hohe Relevanz für aktuelle Entwicklungsprobleme dieses vielfältigen Kontinents haben – in den Ingenieurwissenschaften und darüber hinaus“, sagt Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel, Präsident der TU Darmstadt. „Wir bringen diese Forschungsexpertise gerne in fächerübergreifende Kooperationen mit den Universitäten Frankfurt und Mainz mit dem Fokus Afrika ein.“ Prömel verwies auf das an der TU Darmstadt verankerte Promotionskolleg „Strukturwandel und nachhaltige Versorgung afrikanischer Städte“, in dem Wissenschaftler der TU Darmstadt und der Goethe-Universität bereits gemeinsam die Ursachen und Auswirkungen des rasanten Wandels von Megastädten erforschen.
Auf der neuen gemeinsamen Homepage finden sich neben Informationen zu Studiengängen und Forschungsprojekten auch Zugänge zu den besonderen Schmuckstücken der Afrikaforschung in den Sammlungen: An der Johannes Gutenberg-Universität sind dies das Archiv für Musik Afrikas, die Jahn-Bibliothek für Afrikanische Literaturen und die Ethnografische Studiensammlung, an der Goethe-Universität die Archive des Frobenius-Instituts, der Bildbestand der Deutschen Kolonialgesellschaft in der Universitätsbibliothek sowie bei Senckenberg das Humanethologisches Filmarchiv und das Westafrika-Herbar.
Fotos zum Download unter: www.uni-frankfurt.de/61433814
Informationen: Dr. Stefan Schmid, Zentrum für interdisziplinäre Afrikaforschung (ZIAF), Goethe-Universität, Tel. (069) 798 32097 oder 798 25402, E-Mail: s.schmid@em.uni-frankfurt.de, www.ziaf.de
Birthe Pater, Institut für Ethnologie und Afrikastudien, Johannes Gutenberg-Universität, 55099 Mainz, Tel. 06131-3920904, E-Mail pater@uni-mainz.de, www.ifeas.uni-mainz.de/1616.php
ACHTUNG FOTOTERMIN: Am Freitag (20. Mai) um 10.15 Uhr unterzeichnen die Präsidien der zwei Universitäten Mainz und Frankfurt die Vereinbarung über eine Zusammenarbeit im Fach Afrikanistik und bei interdisziplinären Afrikastudien, Ort: Campus Westend der Goethe-Universität, Casino, 1. Stock, Renate-von-Metzler-Saal.
Forschung
Goethe-Universität und Fraport ermöglichen Umweltbildungsprojekte für Schulklassen und angehende Lehrer
FRANKFURT.Die Goethe-Universität hat einen neuen Biotopgarten, in dem Schulklassen aus dem Großraum Frankfurt ökologisches Wissen lebensnah erfahren können. Dadurch soll auch ihre Motivation zum nachhaltigen Handeln gefördert werden. Gleichzeitig dient der Biotopgarten der praxisorientierten Lehrerausbildung. Studierende können hier Umweltbildungskonzepte mit Schulklassen in der Praxis erproben sowie Lehrerfahrungen an außerschulischen Lernorten sammeln. Entworfen und realisiert wurde der Biotopgarten im Wissenschaftsgarten auf dem Campus Riedberg von der Abteilung für Didaktik der Biowissenschaften mithilfe einer Förderung durch die Fraport AG.
Ökologisches Wissen in lebensnahen Kontexten erleben und die Motivation zum nachhaltigen Handeln fördern sind wichtige Zielsetzungen im schulischen Kontext. Durch die Nähe zum biologischen Objekt lassen sich diese Ziele an außerschulischen Lernorten oftmals leichter als im Klassenraum erreichen. Lernsituationen außerhalb der Schule haben jedoch besondere Herausforderungen, die in die Ausbildung von Lehramtsstudierenden integriert werden sollten. Die Abteilung für Didaktik der Biowissenschaften bietet daher verstärkt praxisorientierte Lehrveranstaltungen an, in denen Studierende Umweltbildungskonzepte mit Schulklassen in der Praxis erproben und Lehrerfahrungen an außerschulischen Lernorten sammeln und reflektieren können.
„Dieser Brückenschlag zwischen fachdidaktischen Theorien und Praxiserfahrungen im Unterrichtshandeln ist ein wesentlicher Faktor beim Aufbau ökologischen Handlungswissens, das in den späteren Schulalltag Eingang finden sollte“, erklärt Prof. Paul Dierkes, Leiter des Schülerlabors Goethe BioLab und Professor für Didaktik der Biowissenschaften an der Goethe-Universität. „Die Konzeption und Durchführung dieser innovativen Lehr- und Lernformate sind jedoch mit einem größeren Personalaufwand, geeigneten außerschulischen Lernumgebungen und zeitlichem Engagement verbunden. Viele unserer Umweltbildungsprojekte können somit erst durch die Förderung außeruniversitärer Partner realisiert werden“, so Dierkes weiter.
Mit der Gründung des Umweltfonds im Jahr 1997 hat die Fraport AG den freiwilligen Natur- und Umweltschutz außerhalb des Flughafen-Geländes in ihrem vielschichtigen Förderprogramm verankert. Neben umweltpädagogischen Projekten werden über dieses Förderinstrument insbesondere der Erhalt und die Weiterentwicklung der Biodiversität in der Rhein-Main-Region sowie Projekte zu Klimaschutz und Klimawandel unterstützt. Seit 1997 wurden über 900 Einzelmaßnahmen mit einer Gesamtsumme von knapp 36 Millionen Euro gefördert. Im Rahmen einer langjährigen Kooperation hat die Fraport AG Umweltbildungsvorhaben der Abteilung für Didaktik der Biowissenschaften mit insgesamt 165.000 Euro unterstützt.
Im Rahmen des Anfang 2016 abgeschlossenen Projekts „Ökologisches Handeln lernen“ entstand über drei Jahre ein innovatives, praxisorientiertes Lehrformat, bei dem Studierende Umweltbildungskonzepte erarbeiteten und mit Schulklassen erprobten. Die Konzepte wurden in Form einer Bildungsmappe zusammengestellt und sind kostenfrei für Lehrkräfte erhältlich. Projektverantwortliche Tina Braun: „Ich habe in keinem anderen Seminar so viele prägende und bereichernde Lehr- und Lernerfahrungen gemacht.“ Seit 1. Mai ist die ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin im Schuldienst. Dank ihrer Erfahrung fühlt sie sich sicher vor der Klasse. Für ihre Arbeit erhielt sie am 18. Mai von Dr. Thomas Hartmanshenn, Abteilungsleiter Umweltvorsorge und Leiter der Projektgruppe GrünGürtel der Stadt Frankfurt, die Anerkennung „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“.
Das neue Projekt „Close to Science – Schule im Wissenschaftsgarten“ bietet besondere Lernmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehramtsstudierende. Die Nähe zur Forschung im Wissenschaftsgarten, die vielseitige Gestaltung als Biotopgarten sowie eigene Flächen für naturnahes Arbeiten kommen in den nächsten Jahren Schulklassen im Großraum Frankfurt zugute.
„Die Fraport AG ist sich ihrer besonderen Verantwortung für die Natur in der Region Rhein-Main bewusst. Ein Hauptaugenmerk unseres Engagements für den Umweltschutz liegt seit jeher auf der Förderung umweltpädagogischer Maßnahmen“, betont Michael Müller, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der Fraport AG. „Kommende Generationen gilt es für die Zusammenhänge, Abläufe und Bedürfnisse der Natur zu sensibilisieren. Dieser Biotopgarten und die Umweltbildungsprojekte der Abteilung für Didaktik der Biowissenschaften tragen nachhaltig dazu bei, dieses Ziel zu verfolgen.“
Informationen: Prof. Paul Dierkes, Abteilung für Didaktik der Biowissenschaften, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-42273, dierkes@bio.uni-frankfurt.de / www.goethe-biolab.de
Fotos zum Download unter: www.uni-frankfurt.de/61453470
Veranstaltungen
Goethe-Universität und Fraport ermöglichen Umweltbildungsprojekte für Schulklassen und angehende Lehrer
FRANKFURT.Die Goethe-Universität hat einen neuen Biotopgarten, in dem Schulklassen aus dem Großraum Frankfurt ökologisches Wissen lebensnah erfahren können. Dadurch soll auch ihre Motivation zum nachhaltigen Handeln gefördert werden. Gleichzeitig dient der Biotopgarten der praxisorientierten Lehrerausbildung. Studierende können hier Umweltbildungskonzepte mit Schulklassen in der Praxis erproben sowie Lehrerfahrungen an außerschulischen Lernorten sammeln. Ermöglicht wurde der Schulgarten dank der Förderung durch die Fraport AG.
Entworfen und realisiert wurde der Biotopgarten im Wissenschaftsgarten auf dem Campus Riedberg von der Abteilung für Didaktik der Biowissenschaften, die seit mehreren Jahren Konzepte für Umweltbildungsvorhaben mit Lehramtsstudierenden erarbeitet. Die Fraport AG hat diese Vorhaben in den vergangenen Jahren mit insgesamt 165.000 Euro unterstützt. So sind im Rahmen des Projekts „Ökologisches Handeln lernen“ in praxisorientierten Lehrveranstaltungen zusammen mit Studierenden Konzepte entwickelt und mit Schulklassen erprobt worden. Diese sind in einer Bildungsmappe zusammengestellt und für Lehrkräfte kostenfrei erhältlich.
Anlässlich des Pressetermins am 18. Mai können Medienvertreter den Biotopgarten vor der feierlichen Eröffnung beim Frühlingsfest kennenlernen. Bei diesem Anlass erhält auch Tina Braun, die Verantwortliche für das Projekt „Ökologisches Handeln lernen“, die Anerkennung als „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“.
Wann? 18. Mai 2016, um 10 Uhr
Wo? Campus Riedberg, Eingangsbereich Wissenschaftsgarten, Max-von-Laue-Str. 13
Ihre Gesprächspartner:
Prof. Paul Dierkes, Abteilung für Didaktik der Biowissenschaften
Prof. Georg Zizka, Wissenschaftlicher Leiter des Wissenschaftsgartens
Prof. Tanja Brühl, Vizepräsidentin der Goethe-Universität
Michael Müller, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der Fraport AG
Im Rahmen des Pressetermins werden die einzelnen Gartenabschnitte, in denen Schülerinnen und Schüler im Projekt „Close to Science - Schule im Wissenschaftsgarten“ naturnah arbeiten, von Dr. Verena Reinhardt und Christian Dietz (Abteilung für Didaktik der Biowissenschaften) vorgestellt. Die Preisträgerin Tina Braun wird ihr ausgezeichnetes Projekt vorstellen und steht für Nachfragen zur Verfügung.
Wir bitten interessierte Pressevertreter um Anmeldung unter: ch.dietz@bio.uni-frankfurt.de
Informationen: Prof. Paul Dierkes, Abteilung für Didaktik der Biowissenschaften, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798-42273, dierkes@bio.uni-frankfurt.de.
Veranstaltungen
Gemeinsame Veranstaltung des Forschungszentrums Historische Geisteswissenschaften und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ am 18. Mai 2016
FRANKFURT. Vor dreißig Jahren hat sie den Begriff „Gender“ als Kategorie der Analyse und der Kritik in die Geschichtswissenschaft eingeführt. In jüngerer Zeit widmete sie sich dem Einfluss von Geschlechterdifferenzen und Ungleichheiten auf demokratische Praktiken. Auch aktuelle Normierungen wie das Kopftuchverbot in Frankreich gehören deshalb zu ihren Themen. Die über Fachgrenzen hinaus höchst einflussreiche Historikerin Joan W. Scott hält in diesem Sommersemester an der Goethe-Universität die Kantorowicz Lecture in Political Language, veranstaltet vom Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Die emeritierte Professorin der Universität Princeton spricht über
„French Laïcité, the Old and the New“
am: Mittwoch, dem 18. Mai 2016, um 18.00 Uhr
Ort: Campus Westend der Goethe-Universität, Casino, Raum 1.801
Wie immer ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen. Der Vortrag findet in englischer Sprache statt. Joan Scott behandelt die Geschichte und die aktuellen Verwendungen des Prinzips der „Laïcité“, des französischen Konzepts von Säkularismus sowie strikter Trennung von Kirche und Staat. Im Zentrum steht die Art und Weise, wie alte und neue Säkularisten ihre Aufmerksamkeit auf Frauen richten. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert blickten sie auf die Gefahren, die angeblich von einer den französischen Frauen unterstellten Neigung zur (katholischen) Religion ausging. Im 21. Jahrhundert konzentrieren sie sich auf die vorgebliche Bedrohung der Republik durch verschleierte muslimische Frauen. Der Vortrag wird sowohl die Historizität normativer Ordnungen beleuchten als auch die Herausforderungen, die Geschlechterdifferenzen für sie darstellen.
Joan W. Scott ist emeritierte Professorin der School of Social Science am Institute for Advanced Study der Universität Princeton, USA. Sie ist Autorin des Klassikers „Gender and the Politics of History” sowie zahlreicher Artikel und Bücher, einschließlich „Gender: A Useful Category of Historical Analysis”, „Only Paradoxes to Offer: French Feminists and the Rights of Man” und „The Politics of the Veil”. Vor kurzem veröffentlichte sie „The Fantasy of Feminist History“. Aktuell untersucht sie die Geschichte von Säkularismus und Gleichstellung in modernen westlichen Nationalstaaten.
Die einmal pro Jahr stattfindenden Kantorowicz Lectures in Political Language erinnern an Ernst Kantorowicz, der zu den herausragenden Forscherpersönlichkeiten der Frankfurter Universitätsgeschichte gehört. Kantorowicz musste die Universität 1934 zwangsweise verlassen und wurde später am Institute for Advanced Study in Princeton zu einem der international einflussreichsten Geisteswissenschaftler, dessen Arbeiten bis heute zu den meistzitierten gehören. Die 2011 ins Leben gerufene Vortragsreihe konzentriert sich auf das Thema der „politischen Sprache“. Stets sprechen sehr renommierte Gäste aus dem In- und Ausland, wie beispielsweise der Philosoph und Historiker Quentin Skinner (2011) oder der Komponist, Regisseur und Kunsttheoretiker Heiner Goebbels (2015).
Information: Dr. Steffen Bruendel, Forschungsdirektor und Geschäftsführer des Forschungszentrums Historische Geisteswissenschaften, 069/798-32344 (Sekretariat), fzhg@em.uni-frankfurt.de ; www.fzhg.org; www.normativeorders.net/de/