Veranstaltungen
FRANKFURT. Der Fachbereich Informatik und Mathematik sowie der Career Service der Goethe-Universität Frankfurt veranstalten am Donnerstag, den 21. Mai 2015, die zweite IT Fach- und Jobmesse. Am Campus Bockenheim, im Sozialzentrum/Neue Mensa Foyer, begrüßt die Universität mit „Enter_Zukunft_IT“ interessierte Studierende, Absolventen sowie Fach- und Führungskräfte, die sich über Jobmöglichkeiten und Neuigkeiten in der IT-Branche informieren möchten. Unternehmen und Organisationen aus der Wirtschaft und der Goethe-Universität präsentieren sich den Besuchern zwischen 10 Uhr und 16 Uhr an Messeständen, in Unternehmenspräsentationen und in Fachvorträgen.
Der Eintritt ist kostenfrei.
Nähere Informationen zur Veranstaltung, zum Vortragsrahmenprogramm sowie den Messeausstellern finden Sie unter www.enter-zukunft-it.de.
Veranstaltungen
Damit der Bildungsweg junger Zuwanderer und unbegleiteter Flüchtlinge in Schule und Arbeitswelt gelingt
Liebe Medienvertreter,
Schul- und Ausbildungskarrieren scheitern häufig beim Wechsel von einer Schulform in die nächste. Auch beim Übergang in die Arbeitswelt tauchen neue Strukturen auf, Anforderungen steigen und bestehende Probleme – etwa Sprachschwierigkeiten – treten besonders hervor. Damit Zuwandererkinder, jugendliche Flüchtlinge aus Krisengebieten und sozial benachteiligte Schüler mit besonderem Förderbedarf bildungs- und berufsentscheidende Schnittstellen besser meistern können, bieten Lehramtsstudierende und Studierende der Erziehungswissenschaften seit über zehn Jahren pädagogische Begleitung und Förderung mit dem „FFM-Praxisprojekt“ an.
Gerne möchten wie im Rahmen einer Pressekonferenz einen Blick auf die vergangenen zehn Jahre FFM-Praxisprojekt werfen und Ihnen die neuen Entwicklungen präsentieren. Insbesondere bieten wir einen Einblick in die 2014 gestartete Förderung minderjähriger unbegleiteter Flüchtlinge in Frankfurt, die aktuell im Projektfokus steht. Unterstützt wird das FFM-Praxisprojekt der Didaktischen Werkstatt an der Goethe-Universität durch die Stadt Frankfurt am Main, die Crespo Foundation, die Peter Fuld Stiftung, die randstad stiftung und die Stiftung citoyen.
Herzlich laden wir Sie ein:
am Montag, 1. Juni, um 10:00 Uhr,
im PEG-Gebäude der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Didaktische Werkstatt, Raum PEG 1.G.116, Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 6, 60629 Frankfurt am Main (Zum Lageplan: http://www.uni-frankfurt.de/38090278/lageplane).
Auf dem Podium begrüßen Sie:
Dr. Robert Bernhardt (Pädagogischer Leiter des FFM-Praxisprojekts);
Gabriele Buchholz (Geschäftsführerin der Peter Fuld Stiftung);
Rainer Götzelmann (Staatliches Schulamt Frankfurt, Teamleiter des Aufnahme- und BeratungsZentrums für Seiteneinsteiger);
Ines Peters (Teilnehmende Studentin im FFM-Praxisprojekt);
und Shirin (Teilnehmende Schülerin der Carlo-Mierendorff-Schule Frankfurt).
Die Referenten des Podiums geben aus verschiedenen Perspektiven Einblick in das FFM-Praxisprojekt und in die Arbeit mit jungen Flüchtlingen in Frankfurt am Main. Außerdem werden weitere Projektteilnehmer anwesend sein, die für Ihre Fragen zur Verfügung stehen. Über eine kurze Rückmeldung bezüglich Ihres Kommens freuen wir uns. Bei Fragen können Sie sich gerne an die Koordinatorin der Pressekonferenz, Dr. Laila Nissen, wenden: E-Mail: laila.nissen@gmx.de; Telefon: 0179-9531662
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Dirk Frank
Sonstige
Mitarbeitende erhalten rückwirkend zum 1. März mehr Geld
FRANKFURT. In den Tarifverhandlungen der Goethe-Universität mit den Gewerkschaften gibt es eine Einigung. Für die Beschäftigten der Goethe-Universität bedeutet der gestrige Abschluss rückwirkend zum 1. März 2015 2,0 Prozent und zum 1. April 2016 2,4 Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 80 Euro mehr in den Entgeltgruppen 1 bis 9.
Trotz grundsätzlicher Einigkeit der Tarifparteien über eine Einkommenserhöhung für die Beschäftigten war eine Tarifeinigung bisher nicht zustande gekommen, da es Meinungsverschiedenheiten über die Behandlung von Hilfskräften gab. Hier gelang gestern der Durchbruch: „Wir sind von Seiten des Präsidiums mit einem Vorschlag zu den Hilfskräften in die Verhandlungen gegangen, der nun Grundlage für die tarifliche Einigung geworden ist“, sagte Universitätskanzler Holger Gottschalk. „Darüber freue ich mich sehr. Trotz schwieriger, auch finanzieller Rahmenbedingungen ist es uns gelungen, eine tragfähige Lösung zu finden, die den Interessen aller Beteiligten und den Beschlüssen des Senats angemessen Rechnung trägt.“
Der Senat hatte sich in seiner April-Sitzung für die Aufnahme der Hilfskräfte in den Tarifvertrag sowie der Einrichtung einer Task Force ausgesprochen, die die Erfahrungen zu tariflichen Regelungen für Hilfskräfte in anderen Bundesländern ermitteln soll.
Die Tarifvertragsparteien haben sich gestern darauf geeinigt, im Rahmen der Fortentwicklung des Tarifrechts zeitnah Verhandlungen zur Personengruppe der Hilfskräfte zu führen. Dabei soll auf Basis der vom Senat der Goethe-Universität beschlossenen Task Force gemeinsam eruiert werden, welche tariflichen und/oder außertariflichen Vereinbarungen in diesem Zusammenhang getroffen werden können. Diese Verhandlungen sollen bis zum Ende des Wintersemesters 2015/16 abgeschlossen sein.
Forschung
Rekonstruktion der arktischen Klimaverhältnisse in der Kreidezeit
FRANKFURT. Wissenschaftler der Goethe-Universität Frankfurt und des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums haben gemeinsam mit kanadischen Kollegen die klimatische Entwicklung des arktischen Ozeans während der Kreidezeit, vor 145 bis 66 Millionen Jahren, rekonstruiert. Das Forscherteam kommt zu dem Schluss, dass es während des für ein extremes Treibhausklima bekannten geologischen Zeitalters einen massiven Kälteeinbruch gab. Die heute im Fachjournal „Geology“ veröffentlichte Studie soll auch dabei helfen, die Prognosen über die zukünftige Klima- und Umweltentwicklung zu verbessern und den Einfluss des Menschen auf den Klimawandel abzuschätzen.
Die Kreidezeit, vor rund 145 Millionen Jahren bis etwa 66 Millionen Jahren vor heute, war einer der wärmsten Abschnitte der Erdgeschichte: Die Pole waren eisfrei und in den Ozeanen herrschten Durchschnittstemperaturen von bis zu 35 Grad Celsius. „Ein typisches Treibhausklima; manche sprechen sogar von einem ‚Supertreibhaus‘“, erklärt Professor Dr. Jens Herrle von der Goethe-Universität und Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und fügt hinzu: „In der Arktis haben wir jetzt Hinweise gefunden, dass diese warme Epoche vor 112-118 Millionen Jahren für einen Zeitraum von etwa 6 Millionen Jahren unterbrochen wurde.“
Der Frankfurter Paläontologe hat gemeinsam mit einer kanadischen Kollegin Professor Claudia Schröder-Adams von der Carleton Universität in Ottawa den arktischen Glacier Fiord und die Lost Hammer Diapir Lokalität auf Axel Heiberg Island in 5 bis 10 Meter-Schritten beprobt. „Dabei haben wir auch sogenannte Glendonite gefunden“, erzählt Herrle. Als Glendonit werden sternförmige Calzit-Minerale bezeichnet, die die Gestalt des Minerals Ikait angenommen haben. „Diese so genannten Pseudomorphosen von Calzit nach Ikait entstehen, weil Ikait nur unterhalb von etwa 8 Grad Celsius stabil ist und sich bei wärmeren Temperaturen in Calzit umwandelt“, erläutert Herrle und ergänzt: „Unsere sedimentologischen Untersuchungen und Altersdatierung geben demnach einen konkreten Hinweis auf die Umweltbedingungen in der kreidezeitlichen Arktis und bestätigen die Vermutung, dass es zu dieser Zeit eine längere Unterbrechung der Warmzeit im arktischen Ozean gab.“
1700 Gesteinsproben hat Herrle bei zwei Forschungsreisen in den Jahren 2011 und 2014 aus der Arktis mit nach Frankfurt gebracht und dort mit seiner Arbeitsgruppe mit geochemischen und paläontologischen Methoden untersucht. Aber können die kreidezeitlichen Gesteine aus der Polarregion auch dabei helfen den derzeitigen Klimawandel besser zu verstehen? „Ja“, meint Herrle und erklärt: „Gerade die Polargebiete reagieren besonders sensibel auf globale Klimaschwankungen. Durch den Blick in die geologische Vergangenheit gewinnen wir grundlegende Kenntnisse zur Dynamik von Klimawandel und der ozeanischen Zirkulation unter extremen Treibhausbedingungen. Um den aktuellen menschgemachten Klimawandel besser abschätzen zu können, müssen wir beispielsweise verstehen, welche Prozesse in einem extremen Treibhausklima maßgeblich zum Klimawandel beitragen.“ Im Falle der kretazischen Kaltperiode nimmt Herrle an, dass durch die Öffnung des Atlantiks in Verbindung mit Veränderungen der ozeanischen Zirkulation und der marinen Produktivität mehr Kohlenstoff in die Sedimente eingetragen wurde. Dies hatte eine Abnahme des Kohlendioxid-Gehaltes in der Atmosphäre zur Folge, was wiederum zu einer globalen Abkühlung führte.
Die neugewonnenen Daten des Frankfurter Wissenschaftlers aus der Kreidezeit sollen nun mit Ergebnissen dieser Epoche aus dem Atlantik korreliert werden, „um eine genauere stratigraphische Einteilung der Kreidezeit zu erreichen und die Wechselbeziehungen zwischen den Polarregionen und den Subtropen besser zu verstehen“, gibt Herrle einen Ausblick.
Publikation
Jens O. Herrle, Claudia J., Schröder-Adams, William Davis, Adam T. Pugh, Jennifer M.
Galloway, and Jared Fath: Mid-Cretaceous High Arctic stratigraphy, climate, and Oceanic Anoxic Events, in: Geology, 19 Mai 2015, 10.1130/G36439.1
Open Access
http://geology.gsapubs.org/cgi/content/abstract/G36439.1v1
Bildmaterial finden Sie unter: www.senckenberg.de/presse
Informationen: Prof. Dr. Jens O. Herrle, Senckenberg Biodiversität und Klimaforschung Zentrum, Paläontologie des Fachbereichs Geowissenschaften an der Goethe Universität Frankfurt Tel.: ( 069) 798 40180, jens.herrle@em.uni-frankfurt.de
Veranstaltungen
Prof. Raewyn Connell aus Australien zu Gast bei den Cornelia Goethe Colloquien
FRANKFURT. Die international bekannte australische Männlichkeitsforscherin Prof. Raewyn Connell (University of Sydney, Australien) ist am 26. Mai (Dienstag) Gastrednerin bei den öffentlichen Cornelia Goethe Colloquien zum Thema „Masculinities“ Mit ihrem Vortrag „Masculinities in the World: Perspectives from the Global South” („Männlichkeiten der Welt: Perspektiven aus dem globalen Süden“) wird die Australierin den Blickwinkel verschieben: Connell nimmt eine kritische Metaebene auf US- und eurozentristische Perspektiven der Männlichkeitsforschung ein.
Üblicherweise beruhen die Forschungsansätze zu diesem Thema auf Konzepten des globalen Nordens, meist werden diese Ideen – getreu der langen Geschichte des Kolonialismus über die letzten 500 Jahre – auf eine globale Ebene übertragen und universalisiert. Dabei wird nicht berücksichtigt, dass die Weltgesellschaft geprägt von massiven Ungleichheiten ist, die häufig historische Wurzeln haben. Raewyn Connell ist der Auffassung, dass nicht nur Perspektiven des globalen Südens, sondern auch die intellektuellen Ressourcen postkolonialer Gesellschaften heute zum Verstehen von Männlichkeiten betrachtet werden müssen. Sie wird in ihrem Vortrag einige der Denker des globalen Südens vorstellen sowie historische Erfahrungen und aktuelle Themen, die notwendig sind, ein neues Verständnis aufzubauen. Der Vortrag, der um 18 Uhr c.t. im HZ 5, Hörsaalzentrum, Campus Westend beginnt, ist in englischer Sprache.
Die Wissenschaftlerin ist emeritierte Professorin der University of Sydney und eine der führenden Sozialwissenschaftlerinnen Australiens. Ihre Arbeiten wurden in 18 Sprachen übersetzt. Connell lehrte im Bereich der Soziologie, Politikwissenschaften, Erziehungswissenschaften und ist darüber hinaus seit langem in der Arbeiter- und Friedensbewegung aktiv.
Informationen: Barbara Kowollik, Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse, Campus Westend, Tel.(069) 798 35100, E-Mail: cgcentrum@soz.uni-frankfurt.de, http://www.cgc.uni-frankfurt.de/cgc-lehre-kolloq.shtml