Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017 – 2012

Veranstaltungen

Dez 5 2012
13:08

Philosophin kommt am 13. Dezember auf Einladung der Kolleg-Forschergruppe „Justitia Amplificata“ an die Goethe-Universität

Martha Nussbaum spricht über menschliche Entwicklung

FRANKFURT. Martha Nussbaum (Foto), Professorin für Recht und Ethik an der University of Chicago, gilt als eine der profiliertesten Philosophinnen der Gegenwart. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Fragen sozialer Gerechtigkeit und Theorien sozialer und ökonomischer Entwicklung. Am Donnerstag, 13. Dezember 2012, spricht sie an der Goethe-Universität über „Development and Human Capabilities: The Contribution of a Philosophical Theory of Justice“. Ihr Vortrag in englischer Sprache, zu dem auch die interessierte Öffentlichkeit herzlich willkommen ist, beginnt um 19 Uhr c.t. im Hörsaal 6 des Hörsaalzentrums auf dem Frankfurter Campus Westend. Martha Nussbaum folgt einer Einladung der Kolleg-Forschergruppe „Justitia Amplificata: Erweiterte Gerechtigkeit – konkret und global“.

Martha Nussbaum ist insbesondere für Ihre Arbeiten mit dem Philosophen und Wirtschaftsnobelpreisträger Amartya Sen bekannt. Gemeinsam entwickelten sie den so genannten „capability approach“. Dieser „Fähigkeitenansatz“ bildet die Basis des jährlich veröffentlichten Index der menschlichen Entwicklung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen. In ihrem Vortrag setzt sich Nussbaum dafür ein, Entwicklung als die Realisierung zehn zentraler menschlicher Fähigkeiten (‚capabilities’) zu verstehen. Sie kritisiert alternative Verständnisweisen, welche Entwicklung mit wirtschaftlichem Wachstum oder der Befriedigung subjektiver Präferenzen gleichsetzen. Anhand dieser und weiterer Argumentationen beabsichtigt Nussbaum in ihrem Vortrag, die Relevanz philosophischer Arbeiten für die Entwicklungsökonomie und Entwicklungspolitik aufzuzeigen. Auf Deutsch ist von Martha Nussbaum zuletzt „Grenzen der Gerechtigkeit – Behinderung, Nationalität und Spezieszugehörigkeit“ (Suhrkamp, 2010) erschienen.

Der Vortrag Martha Nussbaums findet im Rahmen eines anmeldepflichtigen Workshops zum Thema „Justice and Development“ statt. Auch hierbei geht es unter anderem um den Beitrag philosophischer Gerechtigkeitstheorien zu konkreten Belangen der Entwicklungsökonomie und Entwicklungspolitik. Ausrichter der zweitägigen wissenschaftlichen Veranstaltung ist die Kolleg-Forschergruppe „Justitia Amplificata“, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Goethe-Universität gefördert wird.

Die Philosophin Martha Nussbaum wird auch im nächsten Jahr nach Frankfurt kommen. Dann wird sie die zweite Dagmar Westberg-Vorlesung an der Goethe-Universität halten. Aktueller und erster Dagmar Westberg-Gastprofessor ist Peter Strohschneider, Professor für Germanistische Mediävistik an der LMU München und designierter Präsident der DFG.

Informationen: Julian Culp, Kolleg-Forschergruppe „Justitia Amplificata“, (069) 798-25355, culp@em.uni-frankfurt.de, www.justitia-amplificata.de

Weitere Details im Internet: www.justitia-amplificata.de/en/events/workshop-on-justice-and-development.html

Veranstaltungen

Dez 4 2012
16:08

Vortrag von Prof. Peter Geimer im Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, anschließend Ausstellungseröffnung in der Studiengalerie 1.357

Was taugen Bilder als historische Quellen?

FRANKFURT. Die Vergangenheit kann man nicht beobachten. Man hat von ihr gehört oder gelesen, erinnert sich an sie. Oder man sieht Bilder und Modelle, die Historisches zeigen, es aber nicht in seiner gewesenen Integrität wiederherstellen können. „Deshalb beruht jede visuelle Rekonstruktion von Geschichte auf einer Verschränkung von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Vergegenwärtigung und Entzug, Wissen und Imagination“, so Peter Geimer, Professor am Kunsthistorischen Institut der FU Berlin, der morgen (Mittwoch), um 18 Uhr im IG-Farben-Haus, Raum 411, Campus Westend, einen öffentlichen Vortrag hält.

Der Titel lautet „Die Farbe der Vergangenheit. Zur Kritik historischer Rekonstruktion“. Der Berliner Wissenschaftler kommt auf Einladung des Forschungszentrums für Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität im Rahmen der Mittwochskonferenz. Geimer beschäftigt sich mit zwei zentralen Fragen: Wie entsteht unter den skizzierten Bedingungen so etwas wie bildliche Evidenz des Historischen? Sind Bilder Quellen? Antworten sucht er am Beispiel der schwierigen Unterscheidung von Dokumentar-und Spielfilm und unter Einbeziehung einiger geschichtstheoretischer Überlegungen von de Certeau, Veyne und Koselleck. Wie kann man einerseits dem „Vetorecht der Quellen“ Rechnung tragen und andererseits die Produktivität und Unvermeidbarkeit von Fiktion, Illusion und Einbildungskraft in den Blick nehmen? Dabei wird Geimer auch diskutieren, ob Bilder nur Suggestion, Propaganda oder Verschleierung der Wirklichkeit sind.

Im Anschluss an diesen Vortrag wird die Ausstellung „Dani Gal – Nacht und Nebel" in der Studiengalerie 1.357 eröffnet – auch dazu ist die interessierte Öffentlichkeit eingeladen. Sie findet statt in der Studiengalerie 1.357 im ersten Stock des IG-Farben-Hauses (Raum 1.357).

Informationen: Dr. Falk Müller, Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften, Campus Westend, Tel: (069) 798-32411, falk.mueller@em.uni-frankfurt.de, www.fzhg.org

Veranstaltungen

Dez 4 2012
14:26

Der renommierte Kulturwissenschaftler spricht im Rahmen der Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“

Jan Assmann über festliche Dinge im Alten Ägypten

FRANKFURT. Über festliche Dinge im Alten Ägypten spricht der Ägyptologe und Kulturphilosoph, Prof. Dr. Jan Assmann, am Donnerstag (13. Dezember um 18.15 Uhr) in der öffentlichen Vortragsreihe „Vom Eigensinn der Dinge“, die im Wintersemester im Rahmen der Deutsche Bank-Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ vom Graduiertenkolleg „Wert und Äquivalent“ veranstaltet wird. Moderieren wird den Vortrag, der im Hörsaalzentrum, Campus Westend (HZ 5) stattfindet, Prof. Dr. Hans-Markus von Kaenel, Sprecher des  Graduiertenkollegs.

Mit Jan Assmann haben die Organisatoren der Reihe einen der international renommiertesten Kulturwissenschaftler gewinnen können. Er hat mit den Studien über das kulturelle Gedächtnis, die er gemeinsam mit seiner Frau, Prof. Dr. Aleida Assmann, betreibt, wichtige Grundlagen für die Verknüpfung von Dingen und Wissen gelegt. Denkmäler, Bilder, Texte oder auch Riten stehen nach Assmann für die Erzeugung und Bestätigung einer gemeinsamen Erinnerung an die Geschichte.  Ohne materielle Spuren gibt es keine Tradierung von Kultur.

Normalerweise besteht der Sinn der Dinge in ihrer Funktion, die in der Regel an ihrer Form ablesbar ist. Ausnahmsweise aber entwickeln Dinge auch mit dieser Funktion assoziativ verbundene oder auch ganz andere Bedeutungen, die sich in besonderen Arten von Dekoration oder formaler Gestaltung ausdrücken können. Beispiele solchen „Eigensinns“ finden sich bei Dingen aus dem Alten Ägypten, die aus dem Kontext des „Schönen Tages“ stammen, eines häuslichen Fests, zu dem man Gäste einlud und sich schön machte. Jan Assmann geht den spezifischen Assoziationen nach, die in der speziellen Form und Dekoration von Objekten zum Ausdruck kommen und die mit dieser Sphäre zusammenhängen.

Jan Assmann lebt heute in Konstanz und Heidelberg, an der dortigen Universität hatte er bis zu seiner Emeritierung 2003 den Lehrstuhl für Ägyptologie inne. Es folgte eine Honorarprofessur für allgemeine Kulturwissenschaft an der Universität Konstanz, die er bis heute ausübt. Neben seinen vielen Mitgliedschaften in internationalen Akademien, Gesellschaften und Instituten ist er auch Mitglied im Kuratorium des Frobenius-Instituts an der Goethe-Universität. Assmann wurde mit zahlreichen Ehrendoktorwürden und verschiedenen hochdotierten Wissenschaftspreisen ausgezeichnet.

Die Veranstaltungsreihe wurde von Ethnologen und Archäologen des Graduiertenkollegs „Wert und Äquivalent“  gemeinsam  konzipiert und organisiert haben; 26 Doktoranden aus verschiedenen Ländern werden in diesem Kolleg betreut. Die Reihe, die bis zum Februar läuft, geht den überraschenden Zusammenhängen nach, die sich aus dem „Eigensinn der Dinge“ ergeben. Die Vorträge zeigen, wie wenig die bislang vorgestellten Ordnungen der Dinge ausreichend sind, um die Welt des Materiellen zu verstehen. Der Eigensinn der Dinge wird dabei sowohl als Phänomen einzelner herausragender Objekte wie auch als Frage des Verstehens materieller Kultur insgesamt und damit nach der „conditio humana“ behandelt.

Informationen: Prof. Dr. Hans Peter Hahn, Institut für Ethnologie, Prof. Dr. Hans-Markus von Kaenel, Institut für Archäologische Wissenschaften, Campus Westend, 069-798 32293, value@em.uni-frankfurt.de, www.value-and-equivalence.de

Forschung

Dez 4 2012
14:13

Sanofi kooperiert mit Geowissenschaften und Analytischer Chemie

Außergewöhnliche Analysemethoden für die Pharmaindustrie

FRANKFURT. Sanofi und die Goethe-Universität haben heute einen Kooperationsvertrag über die Anwendung außergewöhnlicher Analysemethoden unterzeichnet. In zwei Projekten zur "Strukturellen Charakterisierung neuer pharmazeutischer Materialien" gibt die Goethe-Universität Sanofi Zugang zu analytischen Methoden und Know-how, die in der Pharmaindustrie bislang nicht zur Anwendung gekommen sind.

Zur Charakterisierung innovativer Materialien sind oft Analysemethoden erforderlich, die nicht dem pharmazeutischen Standard entsprechen. Hier kann die Pharmaindustrie von Nachbardisziplinen wie Anorganischer Chemie, Physik und den Geowissenschaften profitieren. Prof. Martin Schmidt vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie und Prof. Alan Woodland vom Institut für Geowissenschaften der Goethe Universität bedienen sich seit Langem etablierter Methoden, die der Abteilung Analytical Sciences bei Sanofi nun zur Verfügung stehen.

Blick in die Kristallstrukturen

Im Rahmen des SUMMIT-Projekts der europäischen Innovative Medicines Initiative (IMI) "Biomarker zur Vorhersage von Herz-Kreislauf-Komplikationen bei Diabetikern" werden winzige magnetische Eisenoxid-Partikel entwickelt, um arteriosklerotische Plaques („Arterienverkalkung“) im Patienten mithilfe Magnetresonanztomographie (MRT) sichtbar zu machen. Die Herstellung dieser Eisenoxid-Nanopartikel ist jedoch aufwändig und muss genau überwacht werden. Um nur die für die MRT-Methode geeigneten Partikel auszuwählen – neben den Größe spielen die chemische Zusammensetzung, die Struktur des Kristallgitters und die magnetischen Eigenschaften wichtige Rollen –, ist ein spezielles Analyseverfahren erforderlich: die Mößbauer-Spektroskopie."Wir wenden diese Methode zur Untersuchung von eisenhaltigem Gesteinen an. Sie zählt zum Standardrepertoire der Geowissenschaftler“, erklärt Prof. Alan Woodland. "In der Pharmaindustrie wendet das niemand an. Daher lag es nahe, mit den Geologen an der Universität zusammenzuarbeiten und ihre Expertise zu nutzen", so Dr. Norbert Nagel, Projektkoordinator der Kooperation bei Sanofi.

Eine andere Methode dient der Untersuchung von neuen nanokristallinen und amorphen Wirkstoffen. Die Strukturen in diesen Feststoffen sind schwieriger zu messen als in regelmäßig angeordneten Kristallen. Mithilfe von Röntgenbeugung und daraus errechneten Informationen über die Anordnung von Nachbarmolekülen lassen sich Aussagen zur physikalischen Stabilität der Wirkstoffe ableiten. "Mit der sogenannten Atom-Paar-Verteilungs-Funktion gewinnt man Informationen über die Strukturen im Nanometer-Maßstab, die man mit keiner anderen Methode erhält", erklärt Prof. Martin Schmidt von der Goethe-Universität. Seine Gruppe ist eine der wenigen Gruppen weltweit, die diese Technik beherrschen. Sanofi erhält nun durch die Kooperation Zugang zu diesen Methoden.

"Diese Kooperation ist ein Beispiel, wie wir die wissenschaftliche Expertise in unmittelbarer Nachbarschaft flexibel nutzen können", sagt Dr. Stefan Balbach, im Bereich Forschung und Entwicklung bei Sanofi verantwortlich für die Analytik.

Informationen: Prof. Dr. Martin Schmidt, Institut für Anorganische und Analytische Chemie, Campus Riedberg, Tel: (069) 798-29171; m.schmidt@chemie.uni-frankfurt.de; Prof. Dr. Alan Woodland, Institut für Geowissenschaften, Campus Riedberg, Tel: (069) 798- 40119; woodland@em.uni-frankfurt.de.

Forschung

Nov 30 2012
14:49

Verhaltenstherapie-Ambulanz der Goethe-Universität beteiligt sich an umfassender Untersuchung – Teilnehmer für Studie gesucht

Erfolgreiche Therapie für jugendliche Opfer von Missbrauch und Gewalt

FRANKFURT. Eines von vier Mädchen und einer von elf Jungen wird in Deutschland Opfer eines sexuellen Missbrauchs, zehn Prozent der Kinder erleben körperliche Misshandlung. Die meisten entwickeln nach einem solch belastenden Erlebnis eine Posttraumatische Belastungsstörung: Schmerzliche Erinnerungen kehren immer wieder, die Jugendlichen leiden unter Albträumen, fühlen sich gefühlstaub und ständig angespannt. An der Verhaltenstherapie-Ambulanz der Goethe-Universität wurden bisher zwölf Betroffene nach einem kognitiv-verhaltenstherapeutischen Konzept behandelt – mit Erfolg, wie Dr. Regina Steil, Leiterin der Studie, erläutert: „Diese Intervention konnte die Symptome der Jugendlichen in durchschnittlich 33 Sitzungen über einen Zeitraum von vier bis fünf Monaten deutlich reduzieren. Jetzt wollen wir verschiedene Wirkfaktoren genauer betrachten und suchen weitere Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren, die an der nächsten Studie teilnehmen.“

Bisher gibt es nur sehr wenige Behandlungsstudien, die Jugendliche mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung berücksichtigen und auch kein speziell zugeschnittenes, wissenschaftlich evaluiertes Therapiekonzept. „Gerade um einer Chronifizierung der Symptome entgegenzuwirken, haben wir in den vergangenen Jahren an der Goethe Universität ein Behandlungsmanual entwickelt, was speziell auf diese Jugendliche zugeschnitten ist“, erläutert die Psychologin, die auch wissenschaftliche Geschäftsführerin der Verhaltenstherapie-Ambulanz ist. Die Bostoner Psychologin Patricia Resick hat einen sehr wirksamen Behandlungsansatz für erwachsene Patienten entwickelt, der nun in Frankfurt auf die Lebenswelt Jugendlicher zugeschnitten wurde. „Wir gehen in der Therapie besonders auf Schwankungen in der Gefühlslage und in der Motivation ein und berücksichtigen auch die schulischen und sozialen Anforderungen.“

Eine umfassende vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Studie, an der neben Frankfurt noch zwei weitere Behandlungszentren beteiligt sind, ermöglicht es dem Psychologen-Team der Goethe-Universität nun, die Wirksamkeit ihres Therapieansatzes, aber auch verschiedene Wirkfaktoren, die den Erfolg der Behandlung fördern oder behindern, näher zu untersuchen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie bieten den Jugendlichen, die Opfer sexuellen Missbrauchs oder körperlicher Misshandlung geworden sind und unter einer Posttraumischen Belastungsstörung leiden, eine Einzeltherapie an; diese umfasst 30 bis 36 Therapiesitzungen in einem Zeitraum von vier bis fünf Monaten. „Die Therapien können zügig beginnen“, so Steil.

Von sexuellem Missbrauch sprechen die Psychologen, wenn eine Person, die gegenüber dem Jugendlichen oder Kind beispielsweise aufgrund ihres Alters und ihres Einflusses in einer überlegenen Position ist, das Kind zu sexuellen Handlungen drängt oder zwingt. Dies muss nicht immer gewaltsam sein. Täter sind häufig Verwandte, Freunde der Familie oder andere Jugendliche. Körperlicher Misshandlung liegt immer dann vor, wenn Bezugspersonen körperliche Gewalt anwenden und dies beim Jugendlichen zu körperlichen oder seelischen Schäden führt. Die Dunkelziffer der Kinder und Jugendlichen, die missbraucht oder misshandelt werden, dürfte deutlicher höher liegen als die oben genannten Zahlen.

Informationen: Dr. Franziska Schreiber, Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Campus Bockenheim, Tel: (069) 798-23973, schreiber@psych.uni-frankfurt.de oder Dipl.-Psych. Jana Gutermann, Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Campus Bockenheim, Tel: (069) 798-23989, gutermann@psych.uni-frankfurt.de