Archiv Pressemitteilungen | 2012 bis 2017 – 2016

Sonstige

Jul 14 2016
12:27

Gefährdet die Digitalisierung nicht nur die Privatsphäre, sondern auch die politische Teilhabe und Kritik? Die aktuelle Ausgabe des UniReport stellt ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zum Thema vor

Wie viel Freiheit steckt noch im Privaten?

FRANKFURT.Verschwindet durch die Allgegenwart digitaler Medien die Privatsphäre, ist der Nutzer von Smartphones und Tablet Computer eine gefährdete Spezies? Prof. Sandra Seubert, Politikwissenschaftlerin an der Goethe-Universität, forscht gemeinsam mit Medien- und Rechtswissenschaftlern sowie Informatikern im Rahmen einer interdisziplinären Forschungsgruppe zum „Strukturwandel des Privaten“. Sie hinterfragt dabei den in der öffentlichen Debatte nur selten problematisierten Begriff des Privaten: „Man beklagt, dass mit dem Privaten gegenwärtig ein Wert gefährdet oder gar im Verschwinden begriffen ist: Aber was ist es eigentlich, was wir hier normativ wertschätzen?“Die von der VolkswagenStiftung geförderte Forschungsgruppe legt deshalb einen besonderen Fokus auf den politischen Werts des Privaten: seine Bedeutung für die Demokratie, für Partizipation, Widerspruch und Kritik.

Die weiteren Themen in der Juli-Ausgabe des UniReport:

  • Verantwortungsvoller Umgang mit Versuchstieren: Der Neurophysiologe Jochen Roeper erforscht Morbus Parkinson und Schizophrenie.
  • Essay: Köln – Junge Männer und sexuelle Übergriffe: Was hat das mit dem Islam zu tun? Die Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş kommentiert zum Abschluss der Debatte im UniReport die Vorfälle der Silvesternacht.
  • Rechtsberatung für Migranten: Im Projekt „Law Clinic Migration und Teilhabe“ engagieren sich Studierende der Rechtswissenschaften.
  • Speisekammer, Apotheke und Kulturlandschaft: Eine Ausstellung im Palmengarten stellt die unbekannten Seiten der Savanne vor.
  • Wie Wissenschaft und Politik voneinander lernen können: Ein Nachbericht zum Hochschulforum Third Mission an der Goethe-Uni.
  • Gute Erzählungen ähneln Brühwürfeln: Katja-Lange-Müller über ihre Vorgänger der Frankfurter Poetikdozentur und ihre Zeit in Bergen-Enkheim.
  • Wo kluge Köpfe am liebsten schreiben: Die Gewinner des Foto-Wettbewerbs „Schreiborte“.

Der UniReport 4/2016 steht zum kostenlosen Download bereit unter http://www.unireport.info/62394146. Im neuen Online-Magazin „Goethe-Uni online“ werden darüber hinaus Beiträge des UniReport mit weiteren Texten, Fotos und Videos ergänzt: http://tinygu.de/UniReport

Sonstige

Jul 13 2016
14:55

Santander Universitäten fördert auch künftig Internationalität der Goethe-Universität

„Einzigartige Gastfreundschaft“ kann weitergehen

FRANKFURT.„Diesmal habe ich bei der Ausländerbehörde so positive Erfahrungen gemacht, und ich kann meine Dankbarkeit gar nicht in Worte fassen.“ „Ich freue mich schon wiederzukommen und Goethes einzigartige Gastfreundschaft noch einmal zu erleben.“ „Ihnen allen vielen Dank für Ihre Unterstützung. Ihre Hilfe sowohl bei bürokratischen Dingen als auch in Hinblick auf die Unterkunft hat wirklich einen großen Unterschied ausgemacht.“ Diese Stimmen (in Übersetzung) stammen allesamt von Gastwissenschaftlern, die beim Aufenthalt in Frankfurt vom Goethe Welcome Center (GWC) beraten und unterstützt worden sind. Dessen Existenz ist auch künftig gesichert, die weitere Förderung durch Santander Universitäten wurde heute vertraglich festgehalten.

Das Welcome Center soll optimale Startbedingungen für internationale Wissenschaftler schaffen, indem es ihnen vor, während und nach ihrem Aufenthalt zur Seite steht. Die Hilfe reicht vom Behördengang über die Wohnungssuche bis hin zur Bewerbung um einen Kita-Platz für den Nachwuchs. Auch in Versicherungsfragen berät das GWC, zudem bietet es Sprachkurse und Exkursionen an. Die Einrichtung des GWC und einiger weiterer Angebote, die die Goethe-Uni internationaler machen sollen, wurde erst möglich durch Spenden von Santander Universitäten. Die erste Kooperationsvereinbarung aus dem Jahr 2012 ist am heutigen Mittwoch erneuert worden. Eine entsprechende Vereinbarung haben die Präsidentin der Universität, Prof. Birgitta Wolff, und Fernando Silva, Generalbevollmächtigter der Santander Consumer Bank AG, in Frankfurt am Main unterzeichnet.

„Wir sind sehr froh, auch in Zukunft einen solch renommierten und verlässlichen Partner wie die Goethe-Universität Frankfurt an unserer Seite zu haben“, erklärte Fernando Silva anlässlich der Vertragsunterzeichnung. „Universitäten leisten einen enormen Beitrag für die Gesellschaft“, so der Generalbevollmächtigte weiter. Daher werde Santander in den nächsten vier Jahren wieder mehrere 100 Millionen Euro in die Finanzierung von Universitätsprojekten weltweit investieren.

Ein Santander-Förderschwerpunkt bleibt in den nächsten Jahren das Welcome Center der Goethe-Universität. Seit 2012 konnten zwei separate Service-Büros am Campus Westend und am Campus Riedberg eröffnet werden, insgesamt wurden bis April 2016 709 Wissenschaftler aus dem Ausland betreut. Schon vor ihrer Ankunft werden die Gäste mit umfangreichen Informationen versorgt. Universitätspräsidentin Birgitta Wolff: „Das Welcome Center hilft Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Ausland, sich schneller an der Uni und in Frankfurt zurechtzufinden. Ein echter Standortvorteil. Insofern ist es von unschätzbarem Wert, dass die Goethe-Universität auch weiterhin auf Santander als Partner zählen kann.“

Zudem wird die bisherige Förderung einer halben Stelle für Didaktik des Spanischen am Institut für Romanische Sprachen und Literaturen im Fachbereich Neuere Philologien fortgeführt. Die Stelle wurde im Oktober 2012 erstmals besetzt und beinhaltet ein Lehrdeputat von neun Semesterwochenstunden. Der Stelleninhaber führt neben den Kursen veranstaltungsbegleitend auch Prüfungen durch.

Darüber hinaus wird die Bank 20 Deutschlandstipendien für Studierende der Goethe-Universität zur Verfügung stellen. Weltweit werden derzeit 36.000 Stipendiaten von Santander gefördert. Laut einem aktuellen Bericht der UNESCO ist Santander heute der größte private Förderer von Höherer Bildung.

Bilder zum Download finden Sie unter www.uni-frankfurt.de/62388193

Bildunterschrift: Unipräsidentin Prof. Birgitta Wolff und Fernando Silva, Generalbevollmächtigter der Santander Consumer Bank AG, bei der Vertragsunterzeichnung.

Forschung

Jul 12 2016
12:44

Neue Forschergruppe erforscht Mikromilieu auf der Suche nach gezielteren Therapien

Darmkrebs: Zellen in Tumor-Umgebung sind wichtig

FRANKFURT.Grundlegende Mechanismen bei der Entstehung des Darmkrebses zu untersuchen, ist das Ziel einer neuen Forschergruppe unter Federführung von Prof. Florian R. Greten, Direktor des Georg-Speyer-Hauses, Institut für Tumorbiologie und Experimentelle Therapie sowie Professor an der Goethe Universität. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert das Vorhaben mit 3,5 Millionen Euro für zunächst drei Jahre.

Darmkrebs gehört nach wie vor zu den häufigsten Tumoren im Erwachsenenalter. Trotz großer Fortschritte in der Diagnose und Therapie lässt sich Dickdarmkrebs bis heute nur unzureichend gezielt bekämpfen. Mittlerweile ist auch bekannt, warum: nicht nur die eigentlichen Tumorzellen, sondern auch Immunzellen und Bindegewebszellen in direkter Umgebung der Tumorzellen, das sogenannte Tumormikromilieu, haben einen entscheidenden Einfluss auf das Tumorwachstum.

Die zelluläre Zusammensetzung dieses Mikromilieus und die Beschaffenheit der beteiligten Zellen sind sehr variabel und beeinflussen sich gegenseitig: bestimmte Mutationen in Tumorzellen können die Zusammensetzung des Tumorstromas, des bindegewebigen Stützgerüstes, verändern. Auf der anderen Seite haben Zellen aus dem Tumorstroma einen großen Einfluss auf das Wachstum der eigentlichen Tumorzellen und damit auf den Erfolg von Therapien. Derzeitige Standardtherapien richten sich in der Regel nur gegen die Tumorzellen und berücksichtigen mögliche Veränderungen im Tumormikromilieu nicht.

Die Forschergruppe „Cell Plasticity in Colorectal Carcinogenesis“, an der die Goethe-Universität sowie der Universitäten Erlangen-Nürnberg und Regensburg beteiligt sind, beabsichtigt nun, die komplexen molekularen und zellulären Zusammenhänge im Mikromilieu des Darmkrebses zu entschlüsseln und neue Therapiekonzepte zu testen. „Wir hoffen, Wege zu finden, das Tumormikromilieu zu verändern, um ein besseres Ansprechen von Standardtherapien zu erreichen oder idealerweise sogar völlig neue Therapiekonzepte für die Behandlung des Dickdarmkrebses zu definieren“, erklärt Prof. Greten. Der stellvertretende Sprecher der Forschergruppe, Prof. Markus Neurath vom Universitätsklinikum Erlangen, betont: „Mittelfristiges Ziel wird es sein, solche Konzepte in die Klinik zu überführen, um sie den Patienten zugutekommen zu lassen“.

Informationen: Prof. Dr. Florian R. Greten, Georg-Speyer-Haus, Institut für Tumorbiologie und experimentelle Therapie, Tel.: (069)-63395-232, greten@gsh.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jul 11 2016
14:21

Vertragsunterzeichnung mit Unipräsidentin Wolff am Mittwoch, 13. Juli

Santander sagt weitere Unterstützung für Goethe-Uni zu

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Goethe-Universität Frankfurt und die Santander Consumer Bank AG werden ihre 2012 vereinbarte und anfänglich auf vier Jahre befristete Kooperation fortsetzen. Die Vertragsunterzeichnung mit Universitätspräsidentin Prof. Dr. Birgitta Wolff und Fernando Silva, Generalbevollmächtigter von Santander, findet am Mittwoch, 13. Juli, um 9.30 Uhr im IKB-Gebäude statt. Medienvertreter sind dazu herzlich eingeladen.

Förderschwerpunkt bleibt das Welcome Center der Goethe-Universität (GWC), das Wissenschaftlern aus dem Ausland Unterstützung und Beratung bietet. Seit 2012 konnten zwei separate Service-Büros am Campus Westend und am Campus Riedberg eröffnet werden. Aufgabe des GWC als zentrale nichtakademische Beratungsstelle und Serviceeinrichtung ist es, optimale Startbedingungen für internationale Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen zu schaffen und ihnen vor, während und nach dem Aufenthalt hilfreich zur Seite zu stehen.

Zudem wird die bisherige Förderung einer halben Stelle für Didaktik des Spanischen am Institut für Romanische Sprachen und Literaturen im Fachbereich Neuere Philologien fortgeführt. Und die Bank wird 20 Deutschlandstipendien für Studierende der Goethe-Universität zur Verfügung stellen.

Wir laden Sie herzlich zur Vertragsunterzeichnung ein. Um 9.45 Uhr werden die einzelnen Förderprojekte vorgestellt, um 11 Uhr findet die eigentliche Unterzeichnung des Vertrages statt. Universitätspräsidentin Prof. Dr. Birgitta Wolff, Santander-Generalbevollmächtigter Fernando Silva und Alberto Dörr, Leiter Santander Universitäten, stehen im Anschluss für ein Gespräch zur Verfügung.

Termin:
Mittwoch, 13. Juli, um 9.45 bzw. 11 Uhr
IKB-Gebäude, Eschersheimer Landstraße 121 (U-Bahn-Station Holzhausenstraße), 6. Stock, Konferenzraum

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Anke Sauter, Wissenschaftsredakteurin

Forschung

Jul 11 2016
11:30

Direktorin des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main will Studierenden internationale Gegenwartskunst vermitteln

Gaensheimer ist Honorarprofessorin der Goethe-Universität

FRANKFURT.Die Direktorin des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, Dr. Susanne Gaensheimer, ist neue Honorarprofessorin der Goethe-Universität. Die renommierte Kunsthistorikerin und Kuratorin ist der Goethe-Universität bereits seit 2013 mit einem Lehrauftrag in Kunstgeschichte verbunden. Ihre Professur möchte sie nutzen, um ausgehend von der Sammlung des MMK die Geschichte der Gegenwartskunst mit den Schwerpunkten Pop Art, Minimalismus, Konzeptkunst und neue Medien in den Fokus zu rücken. Dabei bietet sie den Studierenden die Möglichkeit, in den Museumsräumen und anhand der originalen Werke ein tiefes Verständnis für die Gegenwartskunst und ihre Kontexte zu entwickeln. Studierende können im Rahmen einer intensiven Kooperation mit dem Masterstudiengang „Curatorial Studies“ kuratorische Praxiserfahrungen im MMK sammeln und damit eine konkrete Vorstellung für künftige Berufsfelder entwickeln.

„Susanne Gaensheimer lehrt unsere Studierenden über das zu sprechen, was wir sehen, nicht nur über das, was wir lesen“, sagte die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Birgitta Wolff. „Ihr Engagement bietet wichtige Ergänzungen unserer Arbeit in Lehre und Forschung und ist gelebte Bürger-Uni im besten Sinne. Toll, dass sie nun Professorin bei uns ist.“

Susanne Gaensheimer betonte: „Ich freue mich sehr über die enge und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Goethe-Universität und dem MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main und die ehrenvolle Aufgabe, die internationale Gegenwartskunst den Studierenden näherzubringen.“

Gaensheimer studierte Kunstgeschichte in München und Hamburg. Von 1995 bis 1996 absolvierte sie das Independent Study Programme des Whitney Museum of American Art in New York. 1998 wurde sie mit einer Dissertation über Bruce Naumann promoviert. 1998 bis 1999 absolvierte sie ein wissenschaftliches Volontariat an der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München. 1999 bis 2001 war sie Direktorin des Westfälischen Kunstvereins in Münster. Von 2001 bis 2008 leitete sie die Sammlung für Gegenwartskunst in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus. Seit Januar 2009 ist sie Direktorin des Museums für Moderne Kunst Frankfurt am Main.

Susanne Gaensheimer kuratierte den deutschen Pavillon der Biennale di Venezia 2011, der ursprünglich von Christoph Schlingensief gestaltet werden sollte. Der von Gaensheimer postum eingerichtete Pavillon erhielt den „Goldenen Löwen“, die höchste Auszeichnung der Biennale. Auch 2013 kuratierte sie den deutschen Beitrag zur 55. Biennale. Anfang 2012 wurde sie u.a. in die Ankaufskommission der Bundesrepublik Deutschland, in den Sparkassen-Kulturfonds, in die Turner Prize-Jury 2013 und in die Findungskommissionen für den Kurator der 7. und 8. Berlin Biennale 2014 sowie der 14. documenta in Kassel 2017 berufen. Seit 2013 hat sie einen Lehrauftrag am Kunstgeschichtlichen Institut an der Goethe-Universität. Im Dezember 2014 wurde ihr der Hessische Verdienstorden verliehen.