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Pressestelle Goethe-Universität

Theodor-W.-Adorno Platz 1
60323 Frankfurt 
presse@uni-frankfurt.de

 

Okt 20 2022
11:28

Öffentliche Vortragsreihe an der Universität des 3. Lebensalters (U3L) 

Digitalisierung im Alltag

FRANKFURT. Der rasante Fortschritt auf dem Weg der Digitalisierung verändert alles: die Art und Weise, wie wir kommunizieren, leben, lernen und arbeiten. Das haben uns die Entwicklungen in der Corona-Pandemie besonders deutlich gezeigt.  Online-Kurse sind inzwischen fast schon selbstverständlich geworden und auch im Gesundheitswesen treffen wir vermehrt auf digitale Systeme. Zusätzlich spielt die Frage der Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle; hier kann die Digitalisierung zu intelligenteren Lösungen beitragen. Die digitalen Entwicklungen werden aber nicht von allen als Erleichterung empfunden, damit verbinden sich auch Ängste, abgehängt zu werden und nicht mehr voll in der Gesellschaft integriert zu sein.

In der Vortragsreihe der Universität des 3. Lebensalters werden technische Entwicklungen und gesellschaftliche Auswirkungen aufgezeigt. Die Teilnahme ist für alle Interessierten gebührenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Vorträge der Reihe:

28.10.2022
Prof. Dr. Bernd Ulmann: Zurück in die Zukunft – Analogrechnen im 21. Jahrhundert

11.11.2022
José David da Torre Suárez: Vom Leuchtturm für die Region: das Modell der Digitalstadt Darmstadt

25.11.2022
Prof. Dr. Christoph Becker: Banken, Kapitalmarkt oder Digitalplattformen? Welcher Weg führt zu einer nachhaltigen Finanzierung von Bürgern und Gesellschaft?

20.01.2023
Heinz Fuchs: Digitalisierungsschub durch Corona

03.02.2023
Prof. Dr. Ulrich Schwanecke: Künstliche Neuronale Netze – seit 80 Jahren ein Rätsel

17.02.2023
Margit Weil & Uwe Pistorius: Digitalisierung im deutschen und europäischen Gesundheitswesen

Jeweils freitags von 12:00–14:00 Uhr; Hörsaaltrakt Bockenheim, Hörsaal H I, Campus Bockenheim

Kontakt und weitere Informationen
Geschäftsstelle der U3L, E-Mail: u3l@em.uni-frankfurt.de, Tel: 069 / 798-28861
Telefonische Sprechzeiten: Montag bis Donnerstag, 9.30-12.30 Uhr und 13.30-16.00 Uhr
Homepage: www.u3l.uni-frankfurt.de


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Büro PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Okt 14 2022
11:10

Universität des 3. Lebensalters begeht ihr Jubiläumssemester mit vielfältigem Veranstaltungsangebot. Anmeldung noch bis zum 31. Oktober möglich. 

40 Jahre U3L

FRANKFURT. Ohne Prüfungen und ohne Noten, aber mit freier Wahl der Themen und einem Stundenplan nach eigenem Rhythmus – so lässt sich ein sehr persönlicher Bildungsweg an der Universität des 3. Lebensalters gestalten. Und das schon seit 40 Jahren.  Im Wintersemester 1982/83 erschien das erste Veranstaltungsverzeichnis der Universität des 3. Lebensalters (U3L). Die Pioniereinrichtung der Bildung im Alter von einst hat sich in den letzten 40 Jahren zu einer der größten Senior*innen-Universitäten in Deutschland entwickelt. Ihr reichhaltiges wissenschaftlich orientiertes Bildungsprogramm bietet der großen Anhängerschaft beständig intellektuelle Herausforderung und geistige Heimat. Vor der Pandemie waren fast 4.000 Studierende eingeschrieben. Unter den völlig veränderten Bedingungen in den letzten beiden Jahren halbierte sich die Zahl, nun steigt sie wieder. Die Veranstaltungen im Jubiläumssemester beginnen ab dem 17. Oktober. Für den Einstieg gibt es weder Altersgrenzen noch Bildungsvoraussetzungen. Eine Anmeldung ist noch bis zum 31.10. möglich, die Studiengebühr für das Semester beträgt 150 Euro.

Das aktuelle Veranstaltungsverzeichnis umfasst mehr als 100 Vorlesungen, Seminare und Arbeitsgruppen. Etwa die Hälfe davon finden in den Hörsälen auf dem Campus Bockenheim der Goethe-Universität statt und die andere Hälfte wird im digitalen Format durchgeführt. Schwerpunkte bilden Veranstaltungen der Fächer Geschichte, Kunstgeschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft, aber auch beispielsweise Kulturanthropologie, Gesellschaftswissenschaften, Psychologie, Musikgeschichte und naturwissenschaftliche Themen sind vertreten.

Mit dieser Mischung zwischen Online- und Präsenzveranstaltungen geht die U3L auf den Wunsch der Mehrzahl der Teilnehmenden ein. Etwa 52% würden in Zukunft gern beide Formate im Programm der U3L sehen, 30% plädieren für ein Onlineangebot und 18% für Präsenzveranstaltungen. Gerade für diese Gruppe war es ein sehr freudiges Erlebnis, als im letzten Semester bereits wieder ein kleines Präsenzangebot stattfand, um nach zwei Jahren Online-Lehre wieder vor Ort U3L-Veranstaltungen besuchen zu können. Die direkten persönlichen Gespräche sind ihnen wichtig; inzwischen punktet bei vielen aber auch die unkomplizierte Online-Teilnahme. Mit einer Befragung am Ende des vergangenen Semesters hat die U3L diese und viele weitere Informationen gesammelt, um ihre Programmplanung möglichst nah an den Bedürfnissen der Zielgruppe auszurichten.

Das 40-jährige Jubiläum wird am Ende des Semesters am 28. und 29. März 2023 mit einer großen Festtagung unter dem Motto „Lust an der Bildung“ gefeiert. Die Planungen dazu sind in vollem Gange. Ein wenig versteckt durchzieht das Jubiläumsthema aber auch manche Semesterveranstaltung. Die beliebte Vortragsreihe Kunst nimmt den Zeitraum planerisch auf, indem die 40jährige Epoche der Jahre 1874 bis 1914 betrachtet wird verbunden mit dem Thema „Weltanschauungen im Spiegel der Kunst“. In 11 Vorträgen werden die vielen unterschiedlichen Stile und Gedankenwelten präsentiert, die diese Zeit geprägt haben, von der ersten Impressionismus-Ausstellung bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs. 

Kontakt und weitere Informationen:

Geschäftsstelle der U3L, u3l@em.uni-frankfurt.de; Tel: (069) 798-28861. Telefonische Sprechzeiten: Montag bis Donnerstag, 9.30-12.30 Uhr und 13.30-16.00 Uhr. www.u3l.uni-frankfurt.de  


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Apr 13 2022
12:34

Semesterstart an der Universität des 3. Lebensalters 

Erste Schritte zurück auf den Campus 

FRANKFURT. Nach zwei Jahren digitaler Studienprogramme können im Sommersemester 2022 nun auch die Studierenden der Universität des 3. Lebensalters (U3L) wieder in die Hörsäle und Seminarräume zurückkehren. Diejenigen, die das Präsenzangebot wahrnehmen, zeigen sich sehr glücklich über die Möglichkeit, Ihre Dozent*innen und Mitstudierenden wieder von Angesicht zu Ansicht erleben. Auf dem Campus Bockenheim der Goethe-Universität, dem Sitz der U3L, herrscht eine Art Aufbruchsstimmung, die auch durch das strahlende Frühlingswetter begünstigt wird.

„Die U3L wünscht allen Studierenden, Lehrenden und Beschäftigten auf den verschiedenen Campusstandorten einen schönen Semesterbeginn“ sagt Silvia Dabo-Cruz, die Leiterin der Geschäftsstelle der U3L. „Für das U3L-Angebot hatten wir entschieden, sowohl Präsenz- als auch digitale Veranstaltungen anzubieten, um eine möglichst breite Gruppe anzusprechen. Nun können diejenigen endlich zurückkehren, die Online-Lehre nicht in Anspruch genommen haben. Und alle, die in den Corona-Semestern die Teilnahme aus der Ferne schätzen gelernt haben, finden bei der U3L weiterhin ein breites Online-Angebot. Auch eine Mischung ist für viele eine gute Option, wenn die Veranstaltungszeiten zusammenpassen. Die ersten Präsenzveranstaltungen sind bei Weitem nicht überfüllt. Das ist im Moment auch gut so. Es zeigt sich, dass der gefasste Plan einer vorsichtigen und umsichtigen Rückkehr auf den Campus aufgeht. In den Räumen ist ausreichend Platz, um sich schrittweise an die neue Nähe zu gewöhnen.“

Die Anmeldezeit für das Sommersemester endet erst am 30. April. Bis dahin ist ein Einstieg in die Vorlesungen, Seminare und Arbeitsgruppen ohne weiteres möglich – diese finden im Sommersemester in der Zeit zwischen dem 11. April und dem 15. Juli 2022 statt. Eine Veranstaltungsliste ist auf der Homepage der U3L abrufbar.


Kontakt:
Die Mitarbeiter*innen der U3L-Geschäftsstelle freuen sich über eine Kontaktaufnahme und geben gerne Auskunft. Im Moment sind sie allerdings nur telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Auch hier gilt es, die Öffnung der Geschäftsstelle vorsichtig zu planen.

Weitere Informationen:
Claudia Koch-Leonhardi, Universität des 3. Lebensalters an der Goethe-Universität. Tel. (069)-798 28861; u3l@em.uni-frankfurt.de; http://www.u3l.uni-frankfurt.de
Homepage der U3L: www.u3l.uni-frankfurt.de. Telefonische Sprechzeiten: Mo-Do 9.30-12.30 Uhr, Mi 13.30-16 Uhr und n.V., Tel. (069) 798-28861


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de

 

Mär 17 2022
10:48

Universität des 3. Lebensalters veröffentlicht neues Semesterprogramm 

Vom „Weltbild der Physik“ bis „Was ist Glück“ 

FRANKFURT. Mit nahezu 100 Lehrveranstaltungen verschiedener Fachrichtungen bietet die Universität des 3. Lebensalters (U3L) für das Sommersemester ein breitgefächertes und abwechslungsreiches Programm an. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Über das Programm informiert das Veranstaltungsverzeichnis, das in zahlreichen Buchhandlungen ausliegt und bei der U3L bestellt werden kann. Eine Online-Version ist unter www.u3l.uni-frankfurt.de einsehbar. Am 5. April, von 16.00 bis 18.00 Uhr, findet darüber hinaus eine digitale Informationsveranstaltung zu Anmeldung und Teilnahme statt. Eine Anmeldung zur Informationsveranstaltung ist nicht erforderlich, Zugangsinformationen finden sich auf der Homepage der U3L. Die U3L wendet sich an alle Interessierten, unabhängig von Alter und Vorbildung.

Das neue Programm ist breit gefächert: So geht Dr. Carola Vogel der Entdeckungsgeschichte des Grabes von Tutanchamun nach, Dr. Evangelia Kelperi beleuchtet Darstellungen der Göttin Aphrodite im historischen Wandel, Dr. Peter Gröhndahl nimmt den Kunstmarkt unter die Lupe, und PD Dr. Michael Maaser, Historiker und leitender Archivar der Goethe-Universität, hält eine Vorlesung über Europa im Zeitalter der Aufklärung. Naturwissenschaftlichen Interessen begegnen Dr. Gabriele Schwab mit Erläuterungen zur Chemie der Farben und Prof. Dr. Joachim Maruhn mit Einblicken in das Weltbild der Physik. Philosophische Perspektiven auf die Frage „Was ist Glück?“ stellt PD Dr. Heike Panknin-Schappert vor und lädt dazu ein, auf dieser Grundlage auch eigene Antworten zu suchen.

Die Vorlesungen und Seminare finden wöchentlich in der Zeit vom 11. April bis 15. Juli 2022 statt, etwa die Hälfte davon im Online-Format. Geplant ist, die Präsenzveranstaltungen wieder vor Ort in den Hörsälen der Goethe-Universität abzuhalten. Informationen dazu werden voraussichtlich ab 1. April vorliegen und über eine Online-Veranstaltungsliste auf der Homepage der U3L veröffentlicht.

Weitere Informationen
Claudia Koch-Leonhardi
Universität des 3. Lebensalters an der Goethe-Universität
Tel. (069)-798 28861
u3l@em.uni-frankfurt.de;
http://www.u3l.uni-frankfurt.de

Homepage der U3L: "www.u3l.uni-frankfurt.de".
Telefonische Sprechzeiten: Mo-Do 9.30-12.30 Uhr, Mi 13.30-16 Uhr und n.V., Tel. (069) 798-28861


Redaktion: Pia Barth, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798-12481, Fax 069 798-763-12531p.barth@em.uni-frankfurt.de

 

Jan 27 2022
10:43

Eine Veranstaltungsreihe der Universität des 3. Lebensalters (U3L) in Kooperation mit Scientists for Future. 

Online-Vortragsreihe Klima- und Umweltschutz: Was können wir im Privaten tun? 

FRANKFURT. Klimawandel und Umweltzerstörung sind oft mit dem Eindruck eigener Machtlosigkeit verbunden, da es sich dabei um komplexe Krisen handelt, die in erster Linie international gelöst werden müssen. Dennoch kommt es auch auf die Konsum- und Lebensgewohnheiten aller an. In einer Vortragsreihe an der Universität 3. Lebensalters in Zusammenarbeit mit den Scientists for Future Frankfurt am Main werden die eigenen Handlungsspielräume aufgegriffen. Drei Referent*innen aus den Bereichen Energie, Mobilität und Biowissenschaften geben Impulse, welche Möglichkeiten wir als Bürger*innen haben, z.B. zu einer „Energiewende von unten“, zu einem Wandel von Verkehr bzw. Mobilität und zum Artenschutz beizutragen.

Jürgen Eiselt wird in seinem Vortrag über die Energiewende auf Konzepte der dezentralen im Gegensatz zur aktuell zentralen Energieversorgung anhand von konkreten Beispielen zu sprechen kommen. Dr. Jutta Deffner befasst sich mit der Rolle des Verkehrs als einer der Hauptquellen von Treibhausgasen und zeigt Beispiele für nachhaltige Alternativen im Bereich der Mobilität auf. Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese erläutert in ihrem Vortrag die Ursachen des Artensterbens, die Auswirkungen des Klima- und Landnutzungswandels auf Tier- und Pflanzenarten, was das für den Menschen bedeutet und wie wir alle dazu beitragen können, den Verlust der Artenvielfalt aufzuhalten.

Die Idee zu dieser Veranstaltungsreihe entstand im Kontext des aktuellen Studiengangs an der Universität des 3. Lebensalters zum Thema „Mensch und Natur“ und greift den verstärkt geäußerten Wunsch vieler Studierenden auf, über das theoretische Wissen zu den Ursachen der Klima- und Umweltkrise hinaus, anwendungsbezogenes Wissen zu erwerben.

Die Reihe findet montags ab dem 31.1. bis 14.2.2022 jeweils von 16-18 Uhr in ZOOM statt.

Termine:
31.01.22: Erneuerbare Energiewende bis 2030 – Dezentrale Konzepte für Strom, Wärme und Mobilität. Jürgen Eiselt, Projektmanagement für erneuerbare Energien.

07.02.22: Die Verkehrswende gestalten – was gehört dazu? Dr. Jutta Deffner, ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung.

14.02.22: Das große Artensterben – Was wissen wir und was müssen wir tun? Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese, Professorin Goethe-Universität Frankfurt & Direktorin Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum.

Weitere Informationen und ZOOM-Zugangsdaten auf der Website der U3L: www.u3l.uni-frankfurt.de  

Kontakt:
Claudia Koch-Leonhardi, Studieninformation/Öffentlichkeitsarbeit
Universität des 3. Lebensalters an der Goethe-Universität Frankfurt am Main e.V.
Tel. +49 (0)69-798 28861 
Fax +49 (0)69-798 28975
koch-leonhardi@em.uni-frankfurt.de
www.u3l.uni-frankfurt.de


Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de 

 

Okt 29 2021
11:48

Präsidium der Goethe-Universität macht Weg frei/Hörsaalzentrum in Bockenheim steht temporär zur Verfügung

Präsenz für Teilnehmende der Universität des Dritten Lebensalters wieder möglich

FRANKFURT. Das Präsidium der Goethe-Universität hat sich in der vergangenen Woche mit großer Intensität bemüht, den Teilnehmenden der U3L (Universität des 3. Lebensalters) ebenfalls ein Präsenzangebot zu machen: Das Präsidium hat beschlossen, dass ab sofort auch das Hörsaalzentrum in Bockenheim täglich zu Zeiten ohne regulären Lehrbetrieb sowie an den Wochenenden (samstags) genutzt werden kann. Außerdem steht für Veranstaltungen der U3L temporär die Kapelle der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) auf dem Campus Bockenheim zur Verfügung.

Aufgrund des sehr hohen Lehr-Präsenzanteils an der Goethe-Universität in diesem Wintersemester hatte das Präsidium beschlossen, dass Gebäude der Goethe-Universität von Externen temporär nicht mehr genutzt werden können, sofern in diesen regulärer Lehrbetrieb stattfindet, auch um das Infektionsrisiko zu senken. Da die U3L als selbständiger Verein organisiert ist und das Semesterprogramm daher kein Teil des regulären Curriculums darstellt, waren auch die Teilnehmenden an Veranstaltungen der U3L von dieser Regelung betroffen.

Universitätspräsident Prof. Dr. Enrico Schleiff sagte: „Ich freue mich, dass die U3L jetzt viele ihrer Veranstaltungen an der Goethe-Uni wieder in Präsenz abhalten kann. Ich bitte jene, bei denen die Entscheidung Unmut erzeugt hat, um Verständnis für unsere gegenwärtige Situation. Unser Bestreben als eine der größten deutschen Universitäten war es, einen sicheren Semesterstart mit einem Maximum an Präsenz zu garantieren und dabei – gerade für die älteren Bevölkerungsgruppen – das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu senken.“

Silvia Dabo-Cruz, Geschäftsstellenleiterin der U3L, zeigte sich erfreut über diese Entwicklung: „Das Präsidium der Goethe-Universität ist uns entgegengekommen und hat einige Optionen für Präsenzveranstaltungen eröffnet, auch wenn dieses Angebot zunächst überschaubar bleiben wird. Von den ursprünglich 23 geplanten Präsenzveranstaltungen werden wir voraussichtlich ein knappes Drittel realisieren können. Das sehe ich durchaus positiv als den Beginn einer Rückkehr zu mehr Präsenz in der Zukunft. Uns ist bewusst, dass nach drei Digitalsemestern und unter dem Druck einer weiterhin bestehenden pandemischen Situation der Semesterstart in Präsenz für die Goethe-Universität einen enormen Kraftakt darstellt. Umso mehr wissen wir das Bemühen um eine Lösung zu schätzen, wie wir auch dankbar sind für die Unterstützung seitens der Goethe-Universität bei der Durchführung unseres digitalen Programms.“


Redaktion: Dr. Olaf Kaltenborn, Leiter PR & Kommunikation, Tel: 069 798-13035, Fax: 069 798-763 12531, kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de

 

Aug 2 2021
13:18

Befragte der „Universität des 3. Lebensalters“ an der Goethe-Universität sehen viele Vorteile des virtuellen Lehrbetriebs, betonen aber auch die Bedeutung des ‚realen‘ Campuslebens.

Umfrage: Hohe Akzeptanz digitaler Veranstaltungen unter Studierenden der U3L

FRANKFURT. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie wurden auch die Veranstaltungen der „Universität des 3. Lebensalters“ an der Goethe-Universität nur noch im virtuellen Modus durchgeführt. Hat diese Digitalisierung nun die Akzeptanz der Studienangebote, die sich vor allem an ältere Erwachsene richten und bis zum Beginn der Pandemie nur in Präsenz durchgeführt wurden, verändert? Eine Befragung der U3L-Studierenden, an der sich 57 Prozent der im Sommersemester 2021 eingeschriebenen Studierenden beteiligt haben, zeigt: Die Akzeptanz digitaler Veranstaltungen ist überraschend hoch, man weiß vor allem die örtliche und zeitliche Flexibilität zu schätzen. Eine Mehrheit der Befragten (61 Prozent) wünscht sich für die Zukunft aber beides: Präsenzveranstaltungen und digitale Veranstaltungen.

„Die Befragten schätzen die Flexibilität und den Komfort, die ihnen das digitale Studienangebot bietet. Sie berichten mehrheitlich, dass es ihnen gut gelingt, in den Online-Modus einzusteigen und ihre Lernprozesse an die neuen Medien anzupassen“, erklärt Silvia Dabo-Cruz, Geschäftsführerin der Universität des 3. Lebensalters. So hätten Befragte angegeben, dass sie durch die entfallende Fahrtzeit an mehreren Tagen an Veranstaltungen teilnehmen können. Die Entfernung spiele keine Rolle mehr. Gerade in den Zeiten des harten Lockdowns sei der virtuelle Besuch in der U3L zugleich auch ein wichtiges Tor zur Welt gewesen, hätten Teilnehmende der Befragung berichtet. Gleichzeitig werde aber auch angemerkt, dass direkte Begegnungen mit Lehrenden und Studierenden und das Campusleben fehlten. „Für die Zukunft denken wir daher an ein Studienangebot, das Online- und Präsenzlehre kombiniert“, sagt Silvia Dabo-Cruz. „Denn auch wenn digitale Veranstaltungen eine hohe Akzeptanz erfahren und es sogar eine neue Studierendengruppe außerhalb der Rhein-Main-Region gibt, die die U3L nur aus der Ferne kennt, so bleibt die Attraktivität von Präsenzveranstaltungen bestehen.“ Letzteres gelte umso mehr, als man auch jene Stammhörer*innen der U3L, die sich von der Online-Lehre aufgrund unterschiedlichster Umstände nicht angesprochen fühlten, gerne wieder dabeihätte. 

Die Universität des 3. Lebensalters ist eine Bildungsinstitution an der Goethe-Universität. Angesprochen sind insbesondere ältere Erwachsene, die sich in Seminaren, Vorlesungen, Arbeitsgruppen innerhalb eines akademischen Rahmens mit Fragen der Wissenschaft und Bildung auseinandersetzen und an der eigenen Weiterbildung arbeiten wollen. Darüber hinaus wird Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit Fragen des Alterns, des höheren Alters und zur Teilnahme an gerontologischen Forschungsprojekten gegeben.

Mehr zu den Ergebnissen der Umfrage: https://www.uni-frankfurt.de/102709372/Blitzumfrage

Kontakt: Claudia Koch-Leonhardi, Studieninformation/Öffentlichkeitsarbeit, Universität des 3. Lebensalters an der Goethe-Universität Frankfurt am Main e.V. Tel. (069)-798 28861; koch-leonhardi@em.uni-frankfurt.de; www.u3l.uni-frankfurt.de

Redaktion: Dr. Dirk Frank, Pressereferent / stv. Leiter, Abteilung PR & Kommunikation, Telefon 069 798–13753, frank@pvw.uni-frankfurt.de  

 

Okt 27 2020
14:50

Programmstart am 2. November – Anmeldungen sind noch möglich 

Universität des 3. Lebensalters: auch im digitalen Modus mit vielseitigem Semesterprogramm

FRANKFURT. Es geht wieder los! Die Universität des 3. Lebensalters (U3L) hat die Erfahrungen aus dem digitalen Sommersemester 2020 und die Zeit der Semesterferien genutzt, um die Online-Lehre zu verbessern und das Programmangebot weiter auszubauen. Die Dozent*innen freuen sich darauf, ihre Pläne umzusetzen. Die Vorlesungszeit im zweiten digitalen Semester der U3L beginnt am 2. November. Anmeldungen sind noch bis zum 13. November möglich. Die Universität des 3. Lebensalters ist eine Bildungsinstitution an der Goethe-Universität. Angesprochen sind insbesondere ältere Erwachsene, die sich in Seminaren, Vorlesungen und Arbeitsgruppen innerhalb eines akademischen Rahmens mit Fragen der Wissenschaft und Bildung auseinandersetzen und an der eigenen Weiterbildung arbeiten wollen. Alle Interessierten, unabhängig von Alter und Vorbildung, sind willkommen.

Trotz aller Einschränkungen durch die Corona-Pandemie behält die U3L ihr breites Bildungsangebot bei. Bei Kursen in Echtzeit sitzen die Teilnehmenden zeitgleich vor den Computern an den Orten ihrer Wahl und treffen sich virtuell in Videokonferenzen. Bei asynchronen Kursen können die Kursmaterialien zu einer beliebigen Zeit abgerufen werden. Beide Formen finden Sie im Programm der U3L.

Raum und Zeit – so lautet das Semesterthema, das in vielen Veranstaltungen aufgegriffen wird. Dabei geht es beispielsweise um das „goldene Zeitalter“ im Altertum, aber auch um ganz aktuelle Fragen, wie z.B. Wege zu einer nachhaltigen Gesellschaft oder zur Zukunft moderner Gesellschaften. Die Antworten der Wissenschaft sind spannend und bieten reichlich Stoff für Diskussionen. Wie im vergangenen Semester erprobt werden konnte, bietet auch das Online-Medium ausreichend Möglichkeiten, sich zu beteiligen oder Fragen zu stellen, so dass der Dialog zwischen Lehrenden und Studierenden nicht zu kurz kommt. Auch die sehr beliebte Vortragsreihe mit Berliner Kunsthistoriker*innen wird ab 13. November mit fünf Vorträgen zum Thema „Kunst und Natur“ fortgesetzt. In einem Querschnitt durch die Jahrhunderte wird diesem Verhältnis nachgespürt. Im zweiten Teil der Reihe ab Januar wird es um den Rückbezug der Moderne auf die alten Meister der Bild- und Baukunst gehen. Hat die moderne Architektur noch etwas mit der Antike zu tun? Und wie hat beispielsweise Botticelli einen Nährboden für die Moderne bereitet?

Die meisten, die im vergangenen Semester dabei waren, sind bereits wieder angemeldet, aber es gibt auch viele Erstsemester. Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass die technischen Hürden gar nicht so hoch sind und dass die U3L Hilfestellung dabei bietet, die Kenntnisse im Umgang mit den neuen Medien auszubauen. Ein großer Vorteil ist zudem: Bei den im Internet angebotenen Vorlesungen und Seminaren spielen weder Mobilität, Entfernungen noch Platzprobleme eine Rolle.

Auch wenn das Format der Veranstaltungen neu ist und die Art der Kommunikation ein wenig anders als gewohnt, die U3L bleibt ihrer Linie treu, ein vielseitiges, spannendes und anregendes Semester zu gestalten. Das Studienprogramm kann ganz nach Interesse individuell zusammengestellt werden. Die Teilnahmegebühr für das Wintersemester beträgt 110 Euro. Ein Vorlesungsverzeichnis kann in elektronischer Form auf der Homepage heruntergeladen werden.

Weitere Informationen
Alles Wissenswerte findet sich auf der Website: www.u3l.uni-frankfurt.de und kann über u3l@em.uni-frankfurt.de erfragt werden.
Telefonische Sprechzeiten: Mo-Do 9.30-12.30 Uhr, Mi 13.30-16 Uhr und n.V., Tel. (069) 798-28861. 

 

Sep 24 2020
11:33

​Die Universität des 3. Lebensalters lädt zum digitalen Wintersemester ein/Übungskurse für Internetanfänger*innen

Studieren von zuhause aus

FRANKFURT. Bildung für Ältere bietet die Universität des 3. Lebensalters (U3L) an der Goethe-Universität schon viele Jahre sehr erfolgreich an. Wissen auffrischen, Lieblingsthemen vertiefen, Neues entdecken, Menschen begegnen und miteinander diskutieren – all das ermöglichen die Veranstaltungen der U3L. Damit das auch in Zeiten der Corona-Pandemie so bleibt, wurde ein vielfältiges digitales Studienangebot für das Wintersemester zusammengestellt, das ab dem 2. November - ganz ortsunabhängig -  im Internet besucht werden kann.
 
Interessierte können an digitalen Vorlesungen und Seminaren beispielsweise aus der Medizin, Kunstgeschichte, Philosophie, Psychologie, Geschichte und vielen anderen Themenfeldern teilnehmen. Es sind fast 100 Veranstaltungen in Semesterlänge, die nach einer Anmeldung zur Wahl stehen. Der Beitrag für das komplette Semester beträgt 110,- Euro. Viele Veranstaltungen werden als Videokonferenzen abgehalten, so dass auch Gespräch und Austausch nicht zu kurz kommen. Das Angebot richtet sich keineswegs nur an kundige Internetnutzer*innen. Ganz im Gegenteil: es gibt ab Oktober Informationsveranstaltungen und Übungskurse, die Erstanwender*innen bei dem Einstieg in das digitale Semester begleiten. Bildung für alle – das ist und bleibt das Ziel der U3L.

Informationsveranstaltungen finden am 5.10. (von 17–18:30 Uhr) und am 20.10. (von 14–15:30 Uhr) statt. Der Zugang dazu erfolgt ganz einfach per Internetlink. Das Veranstaltungsverzeichnis für das Wintersemester und alle wichtigen Hinweise für die Teilnahme finden sich auf der Homepage der U3L unter www.u3l.uni-frankfurt.de. Für Fragen und individuelle Beratung stehen telefonische Sprechzeiten zur Verfügung: 069/798-28861 / Mo–Do 9:30–12:30 Uhr und Mi 13:30–16:00 Uhr.

 
Kontakt:
Claudia Koch-Leonhardi, Studieninformation/Öffentlichkeitsarbeit, Universität des 3. Lebensalters an der Goethe-Universität Frankfurt am Main e.V.  
Campus Bockenheim  | Juridicum  6. OG |  Raum 612 | Senckenberganlage 31  |  60325 Frankfurt am Main.  Tel. +49 (0)69-798 28861  |   Fax +49 (0)69-798 28975
koch-leonhardi@em.uni-frankfurt.de; www.u3l.uni-frankfurt.de

 

Feb 24 2020
15:16

Die Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere (BAG WiWA) findet vom 4. bis 6. März 2020 in Kooperation mit der Universität des 3. Lebensalters an der Goethe-Universität statt.

Wert der Wissenschaft für die Weiterbildung Älterer

FRANKFURT. Für die Weiterbildung Älterer an Hochschulen stellt Wissenschaftlichkeit eines der zentralen Wesensmerkmale dar, die weitere Konkretisierung des Begriffs ist jedoch nicht eindeutig und die Umsetzung des Wissenschaftsbezugs vielfältig. Auf der Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere soll daher zum einen Gelegenheit gegeben werden, sich darüber zu verständigen, was genau Wissenschaftlichkeit im Rahmen des Senior*innenstudiums bedeutet, und welche Rolle Wissenschaft für die Organisation von Lern- und Bildungsprozessen Älterer spielt. Im Hinblick auf diese Zielgruppe sind dabei spezifische Aspekte zu berücksichtigen, wie beispielweise die Heterogenität von Bildungsvoraussetzungen und -interessen sowie der Wunsch, an Lebenserfahrung anzuschließen. Zum anderen wird es darum gehen, an der Schnittstellte von Wissenschaft und Öffentlichkeit Wirkungen auszuloten, die von älteren Studierenden ausgehen.

Welche Herausforderungen und Chancen die Öffnungsstrategien der Hochschulen in diesem Kontext bieten, wird im Eröffnungsvortrag von Dr. Beate Hörr, der Leiterin des Zentrums für wissenschaftliche Weiterbildung der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, erörtert. Zwei weitere Vorträge greifen theoretische Positionen auf: Prof. Dr. Alex Demirović (Goethe-Universität Frankfurt a.M.) wird sich mit dem Verhältnis von Wissenschaft und Bildung im Verständnis der Frankfurter Schule beschäftigen und Prof. Dr. Ines Himmelsbach (Katholische Hochschule Freiburg) wird den Fokus auf die Frage richten, welche Rolle das Lebensalter für Bildungsprozesse spielt. Im Tagungsprogramm sind darüber hinaus verschiedene Workshops vorgesehen, die reichlich Gelegenheit für Diskussion und Austausch bieten. Einige Projektvorstellungen aus der Praxis der U3L runden das Programm ab.

Die Tagung wendet sich an Wissenschaftler*innen, Organisator*innen, Institutionen und regulär Studierende, die sich mit der Weiterbildung älterer Menschen befassen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere (BAG WiWA) in der DGWF ist der Zusammenschluss der für die wissenschaftliche Weiterbildung älterer Erwachsener verantwortlichen Institutionen wie Hochschulen und mit ihnen kooperierender Einrichtungen. https://dgwf.net/bag-wiwa.html.

Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen.

Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere (BAG WiWA)
4. - 6. März 2020, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Casino, Nina Rubinstein-Weg 1, Raum 1.811, 60323 Frankfurt am Main.

Kontakt: Universität des 3. Lebensalters an der Goethe-Universität Frankfurt am Main e.V., Silvia Dabo-Cruz, Leiterin der Geschäftsstelle, Senckenberganlage 31, 60325 Frankfurt am Main, Tel: (069) 798 28865, dabo-cruz@em.uni-frankfurt.de

Weitere Informationen zur Anmeldung: https://dgwf.net/jahrestagung-2020.html

Hochschulpolitische Themen

Nov 4 2016
09:55

Stolze Bilanz: Seit 2011 spendeten Bürger, Unternehmen, Vereine und Stiftungen vier Millionen Euro

581 Studierende der Goethe-Universität erhalten Deutschlandstipendium

FRANKFURT.„Chancen schenken“ haben in diesem Jahr 280 Förderer wörtlich genommen und insgesamt über eine Million Euro für Deutschlandstipendien an der Goethe-Universität gespendet. So können 581 Studierende aller Fachrichtungen ein Jahresstipendium von 3600 Euro erhalten. Das ist die höchste Stipendiatenzahl unter den deutschen Hochschulen. „Das Deutschlandstipendium findet in Frankfurt besonders viele Unterstützer“, freut sich die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Birgitta Wolff. „Dass es hier so viele Deutschlandstipendien gibt, sehen wir nicht nur als eine wunderbare Unterstützung für die Arbeit der Goethe-Universität, sondern auch als eine besondere Anerkennung für unsere Studierenden. Wir danken allen Stiftern und Stifterinnen für ihr großes Engagement!“

Seit Einführung des Deutschlandstipendium 2011 wurden insgesamt rund 2200 Studierende der Goethe-Universität mit insgesamt rund acht Millionen Euro gefördert. Vier Millionen kamen von Privatpersonen, Stiftungen und Unternehmen aus Stadt und der Region, die andere Hälfte zahlte das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Mit dem Deutschlandstipendium baut die Bundesregierung die Studienfinanzierung durch ein Programm aus, das zugleich eine neue Stipendienkultur in Deutschland anstößt: Bürger, auch ehemalige Hochschulabsolventinnen und -absolventen, Unternehmen oder Stiftungen sind aufgefordert, talentierte Studierende mit ihrem Beitrag zu unterstützen – und die Bundesregierung legt den gleichen Betrag noch einmal oben drauf.

Waren es im Jahr 2011 noch 161 Stipendiaten, können jetzt 581 Stipendien vergeben werden. „Das Stipendienprogramm funktioniert wie ein Scharnier zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Bürgern“, so Lucia Lentes, die dieses Programm seit Beginn betreut und im engeren Kontakt mit den Förderern steht. Und das sind die Erfahrungen der vergangenen sechs Jahre: Unter den Privatpersonen sind viele ehemalige Studierende der Goethe-Universität, diese Alumni drücken mit Beträgen zwischen 50 Euro und mehreren tausend Euro ihre Verbundenheit mit ihrer Alma Mater und der jungen Generation aus. Auch viele Hörer der Universität des 3. Lebensalters, der sogenannten U3L, beteiligen sich an der Förderung ihrer jungen Kommilitoninnen und Kommilitonen. Unternehmen, insbesondere Mittelständler haben erkannt, dass das Deutschlandstipendium ein hervorragendes Mittel ist, um mit qualifiziertem Nachwuchs in Kontakt zu kommen. Große Unternehmen spenden häufig ohne konkrete Fächerbindung, im besten Sinne als „corporate citizens“. Und auch Service-Clubs wie Rotary und Zonta und ebenso etliche Stiftungen sind verlässliche Unterstützer der Studierenden.

300 Euro monatlich – das erleichtert den Studienalltag in der Metropole: „Das Leben in Frankfurt ist sehr teuer. Durch die Förderung müssen die Stipendiaten nicht so viele zeitaufwändige Nebenjobs übernehmen; es bleibt mehr Zeit für das Studium und vor allem für die Vorbereitung auf Prüfungen. Mancher kann sich dank des Stipendiums sogar ein Auslandssemester leisten“, sagte Birgitta Wolff.

Bei der Auswahl der Stipendiaten spielen nicht nur sehr gute Leistungen und gesellschaftliches Engagement eine Rolle. „Wir berücksichtigen auch Studierende, die biografische Hürden auf dem Weg zur Uni überwinden mussten, weil sie aus einer nicht-akademischen Familie kommen, Migrationshintergrund haben oder die Eltern sie nicht finanziell unterstützen können“, so Dr. Beate Firla, die für das Bewerbungs- und Auswahlverfahren sowie die anschließende Betreuung der Stipendiaten zuständig ist. In diesem Jahr haben 44 Prozent der Stipendiaten keinen akademischen Familienhintergrund, 29 Prozent stammen aus einer Migrantenfamilie, 19 Prozent sind BAföG-Empfänger. Die Mehrzahl der Geförderten – 58 Prozent – sind Frauen.

Über die finanzielle Förderung hinaus bietet die Goethe-Universität den Stipendiaten ein ideelles Förderprogramm an, für dessen Konzept sie 2013 in einem bundesweiten Wettbewerb ausgezeichnet wurde. So beteiligen sich Stipendiaten ehrenamtlich an sozialen Projekten, von denen die Bürgerschaft Frankfurts profitiert; dazu zählen zum Beispiel neue Vorschläge zur Unterbringung von Obdachlosen, die Arbeit mit akademischen Flüchtlingen oder ökologische Themen. So wurde am 24. Oktober die Stipendiatengruppe „PapierPilz Frankfurt“ mit dem Bruno H. Schubert-Preis 2016 ausgezeichnet. Die Gruppe wurde geehrt für ihr Projekt, das sich mit dem ressourcenschonenden Verbrauch und der Wiederverwertung von Papier unter den Studierenden befasst.

Informationen: Lucia Lentes, Abteilung Private Hochschulförderung, Präsidialbereich, Campus Westend, Tel. (069) 798 - 12756, E-Mail: lentes@pvw.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Dez 3 2015
11:58

Seit 2011 8 Mio. Euro zusätzliche Förderung für Studierende der Goethe-Universität

Deutschlandstipendium ist ein Erfolgsmodell

FRANKFURT. Die Goethe-Universität kann im laufenden Wintersemester 520 neue Deutschlandstipendien vergeben und knüpft damit an das hohe Förder-Niveau der Vorjahre an. 340 Förderer spendeten in diesem Jahr insgesamt 937.000 Euro. Dank der besonderen Konstruktion des Deutschlandstipendiums verdoppelt sich dieser Betrag aus Bundesmitteln, so dass für Studierende der Goethe-Universität insgesamt 1,874 Mio. Euro zusätzlich im akademischen Jahr 2015/16 zur Verfügung stehen. Seit Einführung des Deutschlandstipendiums Ende 2011 wurden die Studierenden der Goethe-Universität auf diese Weise mit Stipendien im Gesamtvolumen von rund 8 Mio. Euro unterstützt, 4 Mio. davon aus privaten Quellen.

Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff: „Schön, dass wieder so viele Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen aus Stadt und Region unseren Aufruf Chancen schenken unterstützen. Frankfurt zeigt: Das Deutschlandstipendium ist ein Erfolgsmodell – wenn es genug Unterstützung findet. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Bei der Vergabefeier am Mittwochabend auf dem Campus Westend erhielten die 520 frischgebackenen, beziehungsweise verlängerten Deutschlandstipendiaten ihre Förderurkunden von Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff , weiteren Mitgliedern des Präsidiums, Staatssekretär Ingmar Jung sowie hochrangigen Förderpersönlichkeiten. Noch auf den „letzten Metern“ der Förderkampagne, die zunächst 511 Stipendien umfasste, hat der langjährige Mäzen der Goethe-Universität, Claus Wisser, die Zahl auf 520 Stipendien aufgerundet.

Hier einige Hintergründe und Fakten zum neuen Förderjahrgang:

  • Förderung: 300 Euro monatlich (maximaler Förderzeitraum 2 Jahre)
  • Studentinnen: 62%
  • Studierende mit Migrationshintergrund: 29%
  • Aus Familien mit nicht-akademischen Hintergrund: 45%
  • BAföG‐Empfänger: 19%
  • Verteilung: 70 Studiengänge aller Fachbereiche; Studieneingangsphase 40%, davon 155 Erstsemester; Hauptstudium 28%, Master 31%; 141 Studierende im 2. Förderjahr

Das Deutschlandstipendium funktioniert wie ein Scharnier zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Bürgern. Unter den fördernden Privatpersonen sind viele Ehemalige, die sogenannten Alumni, die mit Beträgen zwischen 50 Euro und mehreren tausend Euro ihre Verbundenheit mit ihrer Alma Mater und der jungen Generation sichtbar machen. Auch viele Hörer der Universität des 3. Lebensalters, der sogenannten U3L, beteiligen sich an der Förderung ihrer jungen Kommilitoninnen und Kommilitonen. Rotary-Clubs, Zonta-Clubs, Stiftungen und Alumni-Vereine ebenso wie etliche Stiftungen sind verlässliche und begeisterte Förderer der Studierenden. Für viele Unternehmen ist das Stipendienprogramm ein hervorragendes Instrument, um mit qualifizierten Nachwuchskräften in Kontakt zu kommen. Gerade Mittelständler wissen längst, dass sie bei der Nachwuchsrekrutierung selbst aktiv werden müssen. Über das Deutschlandstipendium können sie besonders begabte und engagierte Studierende schon früh an sich binden. Große Unternehmen spenden häufig ohne konkrete Fächerbindung, im besten Sinne als corporate citizens.

Über die finanzielle Förderung hinaus können Stipendiatinnen und Stipendiaten an einem ideellen Förderprogramm teilnehmen, für dessen Konzept die Goethe-Universität 2013 in einem bundesweiten Wettbewerb ausgezeichnet wurde. Zuletzt engagierten sich 192 Studierende in 11 Stipendiatengruppen, die sich u.a. mit Projekten zur Unterstützung von Flüchtlingen, der Durchführung einer Jobmesse für Geistes‐ und Sozialwissenschaften sowie eines Diktatwettbewerbs an der Goethe‐Universität beschäftigten.

Mit dieser einzigartigen Mischung von Zuwendungen aus allen gesellschaftlichen Bereichen ist es der Goethe-Universität möglich, Studierende aller Fachbereiche zu fördern. Die vom Bund vorgegebene maximale Quote der Fächerbindung von zwei Drittel der Stipendien ist in Frankfurt kein Problem: Mehr als 50 % der Stipendien sind nicht fachgebunden.

Download Foto: hier.

Informationen im Internet: www.deutschland-stipendium.uni-frankfurt.de

Sonstige

Sep 1 2015
10:35

Studierende der Goethe-Universität können sich ab jetzt für ein Deutschlandstipendium bewerben. Gute Leistungen und gesellschaftliches Engagement sind gefragt

Deutschlandstipendium: Mehr Freiräume im Studium

FRANKFURT. Das Deutschlandstipendium der Goethe Universität ermöglicht Studierenden mehr Freiräume im Studium, und das ohne große Hürden. Denn die Chancen, in den Genuss dieser mit 3.600 Euro pro Jahr dotierten Förderung zu kommen, sind vergleichsweise hoch – auch deshalb, weil die Goethe-Universität so viele Stipendien einwirbt wie kaum eine andere Hochschule in Deutschland. Innerhalb der Universität profitieren Studierende aller Fachbereiche davon. Und wer hier als Student erst einmal den Einstieg in ein Deutschlandstipendium geschafft hat, für den stehen später die Türen auch bei anderen Förderorganisationen weiter offen.

Doch das Stipendium bietet weit mehr als reine monetäre Förderung. Viele Studierende engagieren sich in einem ideellen Begleit-Programm mit einer Vielzahl von gemeinnützigen Projekten mit Frankfurt-Bezug: „Das Deutschland-Stipendium ist klasse, weil es besonderes Engagement besonders würdigt“, sagt Universitätspräsidentin Prof. Birgitta Wolff. So bietet zum Beispiel eine von Deutschlandstipendiaten gegründete Initiative Campusführungen an, andere engagieren sich für die Unterstützung von Flüchtlingen. Eine weitere Gruppe entwickelt Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersstufen. Das Mentoring der verschiedenen Gruppen übernehmen Frankfurter Bürgerinnen und Bürger. Das Konzept wurde 2013 in einem bundesweiten Wettbewerb ausgezeichnet.

Die besondere Mischung aus Individualförderung und Gemeinnützigkeit begeistert auch die Förderer: Bisher hat die Goethe Universität rund 3 Millionen Euro bei Privatpersonen, Stiftungen und Unternehmen einwerben können; insgesamt kamen so bereits 1.660 Studierende in den Genuss des Deutschlandstipendiums, das im Rahmen des nationalen Stipendienprogramms zur Hälfte vom Bund finanziert wird. Zusammen mit dem Bundesanteil konnten bisher insgesamt rund 6 Mio. Euro an Studierende vergeben werden.

Studierende der Goethe-Universität Frankfurt können sich noch bis zum 21. September 2015 für ein Deutschlandstipendium bewerben. Gefördert werden Studierende aller Fachrichtungen und aller Nationalitäten, die an der Goethe-Universität eingeschrieben sind und hervorragende Leistungen erwarten lassen bzw. bereits erbracht haben. Bewerben können sich sowohl Studienanfänger, die im Oktober ihr Studium beginnen, als auch bereits immatrikulierte Studierende. Die Bewerbung erfolgt online auf der Homepage der Goethe-Universität. Zu den Auswahlkriterien zählen neben den bisherigen Leistungen in Schule und Studium auch gesellschaftliches Engagement und sozialer Einsatz. Auch die Überwindung besonderer biografischer Hürden wird berücksichtigt, etwa bei Bildungsaufsteigern oder Studierenden mit Migrationshintergrund. Die Förderung beträgt monatlich 300 Euro und wird für zunächst zwei Semester gewährt. Die Höchstdauer der Förderung beträgt zwei Jahre innerhalb der Regelstudienzeit.

Inzwischen beteiligen sich mehr als 300 Spender jährlich am Deutschlandstipendium der Goethe-Universität. Das Stipendienprogramm funktioniert als Scharnier zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Bürgern. Unter den Privatpersonen sind auch zahlreiche Ehemalige, die sogenannten Alumni, die mit Beträgen zwischen 50 Euro und mehreren tausend Euro ihre Verbundenheit mit ihrer Alma Mater und der jungen Generation sichtbar machen. Auch viele Hörer der Universität des 3. Lebensalters, der sogenannten U3L, beteiligen sich an der Förderung ihrer jungen Kommilitoninnen und Kommilitonen. Rotary-Clubs, Zonta-Clubs, Alumni-Vereine ebenso wie etliche Stiftungen sind verlässliche und begeisterte Förderer der Studierenden.

Unternehmen beteiligen sich, um frühzeitig mit qualifizierten Nachwuchskräften in Kontakt zu kommen. Gerade Mittelständler wissen, dass sie bei der Nachwuchsrekrutierung selbst aktiv werden müssen. Über das Deutschlandstipendium können sie besonders begabte und engagierte Studierende schon früh an sich binden.

Weitere Informationen unter www.deutschland-stipendium.uni-frankfurt.de

Sonstige

Dez 11 2013
15:15

Universität des 3. Lebensalters: nachberufliche Bildung wird immer stärker nachgefragt.

Zahl der älteren Studierenden an der Goethe-Universität gestiegen

FRANKFURT. Auch in diesem Semester ist die Studierendenzahl der Universität des 3. Lebensalters (U3L) angestiegen. Inzwischen besuchen mehr als 3.500 Wissensdurstige die über 110 Vorlesungen und Seminare. Die E-Learning-Plattform OLAT der Goethe-Universität erfreut sich auch bei U3L-Studierenden steigender Beliebtheit. Mehr als ein Drittel der späten Studierenden arbeiten  auf dieser Plattform mit eingestellten Skripten bzw. tauschen sich in selbst eingerichteten Arbeitsgruppen aus.

Sorgen, dass die älteren Studierenden den jungen die ohnehin knappen Studienplätze streitig machen könnten, sind unbegründet. Denn bei den Veranstaltungen der U3L handelt es sich zum allergrößten Teil um eigene Veranstaltungen, die unabhängig von den Studiengängen der Goethe-Universität angeboten werden. Das gesamte Programm der U3L kann sogar von den regulären Studierenden kostenlos besucht werden. Das wird durchaus in Anspruch genommen und führt zu interessanten Begegnungen zwischen Jung und Alt.

Ein besonderes Angebot an der U3L ist der gerade gestartete Strukturierte Studiengang „Das Öffentliche und das Private“, der u.a. Bezug nimmt auf die aktuellen Debatten über Datenschutz und Privatsphäre im Kontext der Neuen Medien. Dabei haben die Studierenden Gelegenheit, sich beispielsweise über den geschichtlichen und kulturellen Vergleich mit Konzepten des Privaten und Öffentlichen auseinanderzusetzen und nach fünf Semestern ein auf die U3L zugeschnittenes Zertifikat zu erwerben.

Als „Erst-Semester“ haben sich aktuell 280 an nachberuflicher Bildung Interessierte neu eingeschrieben. Die über 3.500 U3L-Studierenden sind zu etwa 60 Prozent weiblich. Ihr Durchschnittsalter liegt bei 64 Jahren. Starre Altersgrenzen gibt es für ein U3L-Studium nicht: das Altersspektrum reicht von 50 bis über 90 Jahren. 15 Studierende sind jünger als 50, 165 Studierende sind älter als 80  und 6 sogar älter als 90 Jahre.

An der Nachfrage der U3L in Frankfurt aber auch andernorts zeigt sich ganz deutlich, dass der Anteil aktiver und bildungsinteressierter älterer Menschen wächst. Daher ist es ein Gebot der Zeit,  Studienangebote für nachberuflich Studierende weiter auszubauen. So lautet auch der Tenor der „Oldenburger Erklärung zur Förderung der wissenschaftlichen Weiterbildung Älterer der BAG WiWA“, die von der U3L mitgetragen wird. Die Bundesarbeitsgemeinschaft wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere (BAG WiWA) setzt sich aus über 50 Einrichtungen zusammen, die an den Hochschulen in der Bundesrepublik wissenschaftliche Weiterbildung für Ältere organisieren. „Wir wollen mit der Oldenburger Erklärung die erfolgreiche Arbeit an den Hochschulen im Bereich der akademischen Bildung im Alter herausstellen und zugleich betonen, dass wir einen steigenden Bedarf an Forschung und Praxisentwicklung sehen.“, erklärt Silvia Dabo-Cruz, die Leiterin der Geschäftsstelle der U3L, die zur Zeit den Vorsitz der BAG WiWA innehat. Der vollständige Text der „Oldenburger Erklärung“ der BAG WiWA, die der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V. (DGWF) angehört, findet sich online unter: www.bagwiwa.de/files/20131029Oldenburger%20Erkl%C3%A4rung.pdf

Die Universität des 3. Lebensalters ist eine Bildungsinstitution an der Goethe-Universität, die besonders ältere Erwachsene anspricht, die sich innerhalb eines akademischen Rahmens mit Fragen der Wissenschaft und Bildung auseinandersetzen und an der eigenen Weiterbildung arbeiten wollen

Kontakt:
Claudia Koch-Leonhardi, Tel.(069)798 28861; koch-leonhardi@em.uni-frankfurt.de;

www.u3l.uni-frankfurt.de

Personalia/Preise

Jul 18 2013
09:12

Berndt Dugall wurde im festlichen Rahmen die Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Biowissenschaften der Goethe-Universität verliehen

Feierlicher Abschied für langjährigen Leiter der Universitätsbibliothek

FRANKFURT.  Seit 1988 amtiert er als Direktor der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Ende September geht er in den Ruhestand. Um das Wirken von Berndt Dugall angemessen zu würdigen, fand auf dem Campus Riedberg im Otto-Stern-Zentrum eine Abschiedsfeier statt.  Im Rahmen dieser Feierlichkeit erhielt Dugall die Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Biowissenschaften.

Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch den Präsidenten der Goethe-Universität, Prof. Werner Müller-Esterl, sprachen Ministerialdirigentin Irene Bauerfeind-Roßmann vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Dr. Anne Lipp von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Dr. Peter Reuter von der Hessischen Bibliotheksdirektorenkonferenz sowie Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger, Vorsitzender des Bibliotheksbeirats, jeweils ein kurzes Grußwort. Den Festvortrag „Die beidseitige befruchtende Verbindung von Wissenschaft und Praxis“ hielt Prof. Dr. Wolfgang König, Geschäftsführender Direktor des House of Finance.

Fortentwicklung: UB wird zu einer der größten Forschungs- und Bestandsbibliotheken in Deutschland

In die Amtszeit von Berndt Dugall fiel die Überführung der Stadt- und Universitätsbibliothek (StUB) aus der Trägerschaft der Stadt Frankfurt am Main in die des Landes Hessen auf der Grundlage des Kulturvertrags. Damit war der Weg frei für die Integration der StUB mit der Senckenbergischen Bibliothek zur Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, die unter seiner Leitung fristgerecht Ende 2004 abgeschlossen wurde. 

Bereits in den 1990er Jahren hatte Dugall auf der Basis einer Evaluation durch den Wissenschaftsrat mit grundlegenden und wegweisenden  Reformen  im Bereich des gesamten Frankfurter universitären Bibliothekssystems begonnen.  In der Folge wurden bis 2012 ca. 150 dezentrale Bibliotheken zu 6 Bereichsbibliotheken zusammengelegt, von denen inzwischen drei Neubauten erhielten. Daraus und aus dem Umstand des Stellflächenmangels resultierten unzählige Bibliotheksumzüge, die für Außenstehende meist nahezu geräuschlos verliefen.

Die Fortentwicklung der Bibliothek zu einer der größten Forschungs- und Bestandsbibliotheken in Deutschland lässt sich vor allem an der Entwicklung der Medieneinheiten ablesen: 3,9 Mio. Medieneinheiten (1988)  stehen heute 9,0 Mio. gegenüber. Für Berndt Dugall war die Einführung von EDV-gestützten Geschäftsgängen in allen Bereichen der Bibliothek ein wichtiges Anliegen. Für den Nutzer wurde dies z.B. in der Digitalisierung der Zettelkataloge sichtbar, wodurch 2002 der Umbau der Eingangshalle (Einrichtung elektronischer Arbeitsplätze und ein kleines Cafe) erfolgen konnte, was von der Hessischen Architektenkammer mit einem Preis bedacht wurde.

Die Zahl der Ausleihen/Bestellungen erhöhte sich in seiner Ära von jährlich 1,2 Mio. (1988) auf 1,57 Mio. Hinzu kommen außerdem die Nutzungen der zahlreichen Online-Medien. Hier setzte sich Dugall von Anbeginn der digitalen Transformation wissenschaftlicher Literatur konsequent für eine optimale elektronische Literaturversorgung der Goethe-Universität und darüber hinaus ein. So beschloss 1999 das Land Hessen auf seine Initiative die Einrichtung einer Konsortialgeschäftsstelle. Die Leitung liegt seit Anbeginn bei Berndt Dugall, der in dieser Funktion unzählige Verhandlungen mit großen internationalen Verlagen führte (z.B. Elsevier, Springer, Wiley usw.). Die daraus resultierende Verbesserung im Bereich von Online-Zeitschriften blieb auch an den Fachbereichen nicht unbemerkt. 

O-Töne zur Verabschiedung von Berndt Dugall:

Prof. Dr. Michael Göbel, Professor für Organische Chemie und Vorsitzender der Bibliothekskommission des Fachbereichs Biochemie, Chemie und Pharmazie: „Besonders hervorzuheben sind Berndt Dugalls Verdienste bei der Einrichtung der Nationallizenzen durch die DFG. Jedes Mal wenn wir Nutzer einen digitalisierten Artikel aus der Zeit vor 1996 aufrufen und ihn ohne Formalitäten, Wartezeiten oder zusätzliche Kosten einfach öffnen können, sollten wir uns dankbar an Berndt Dugall und sein Team der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg erinnern. Die Nationallizenzen sind gewissermaßen sein ‚digitales Denkmal‘.“

Prof. Dr. Enrico Schleiff – Vizepräsident der Goethe-Universität: „Nationale und internationale Standards zu setzen und nicht nur umzusetzen, das war und ist eine Stärke von Herrn Dugall, der eine moderne Bildungs- und Forschungsbibliothek formte – und das immer in einem offen geführten Diskurs mit den Nutzern. Mit ihm als Partner zu arbeiten ist ein Genuss, denn Kompetenz, Fairness und Führungskompetenz verbindet sich mit einem visionären Weitblick.“    Prof. Dr. Dieter Steinhilber – Präsident der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft und Stellvertretender Vorsitzender der Bibliothekskommission des Fachbereichs Biochemie, Chemie und Pharmazie: „Herr Dugall hat ganz wesentlich zur Etablierung eines modernen Bibliothekssystems beigetragen. Der elektronische Zugriff auf eine derartige Vielzahl an Zeitschriften ist letztendlich auch auf sein Engagement zurückzuführen“.

Prof. Dr. Dr. h.c. Horst Stöcker, Wissenschaftlicher Geschäftsführer der GSI -Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH, Darmstadt und ehemaliger Vizepräsident der Goethe-Universität:  „Als Vizepräsident habe ich es immer sehr genossen, mit wie viel Geschick Herr Dugall es geschafft hat, sein Team und unsere Bibliothek in die Top-Rankings der deutschen Landschaft zu führen. Er war bei aller gebotenen Ernsthaftigkeit ein immer charmanter und zuverlässiger Partner. Ich habe ihn wirklich sehr geschätzt. Sein Wort gilt! Wir sind stolz, ihn an Bord zu haben.“

Prof. Dr. Dr. h.c. Christian Winter, Vorsitzender des Vorstandes der Universität des 3. Lebensalters (U3L) und ehemaliger Vizepräsident der Goethe-Universität: „Mit seiner Tat- und Überzeugungskraft gelang ihm mit der kontinuierlichen Zusammenlegung der Instituts- und Fachbereichsbibliotheken zu (dienst-)leistungsstarken Bereichsbibliotheken eine der schwierigsten Reformen des Bibliothekssystems der Goethe-Universität.  Nach außen wie nach innen ist er eine absolut verlässliche, geradlinige Führungspersönlichkeit. Wer ihn kennt, schätzt ihn als einen fairen, aber harten Verhandlungspartner.“

Veranstaltungen

Okt 12 2012
16:00

Festvortrag zum 30 jährigen Bestehen der Universität des 3. Lebensalters, 17. Oktober

Erfolgsgeschichte: akademisches Bildungsprogramm für ältere Menschen

FRANKFURT. Bereits 1982 wurde die Universität des 3. Lebensalters als eingetragener Verein an der Goethe-Universität eröffnet. Damit startete auch das  akademische Bildungsprogramm für ältere Menschen, das in jedem Semester vielfältige Zugänge zur wissenschaftlichen Bildung bietet. Aus Anlass des Jubiläums hält Prof. Dr. Dr. h. c. Günther Böhme einen öffentlichen Festvortrag, der durch ein Grußwort des Vizepräsidenten der Goethe-Universität Prof. Dr. Matthias Lutz-Bachmann eingeleitet wird:

„Die Wissenschaft und die Landschaften des Geistes“
am Mittwoch, dem 17.10.2012, von 14 – 16 Uhr,
im Hörsaal H VI / Hörsaalgebäude der Universität, Mertonstraße 17 – 21.

Professor Günther Böhme hat den Charakter und die Entwicklung der Universität des 3. Le-bensalters (U3L) wesentlich geprägt. Schon an der Gründung beteiligt hatte er von 1984 bis Juni 2012 den Vorsitz inne. Seine Theorie der Bildung im Alter bildet das  philosophisch-wissenschaftliche Fundament der Einrichtung. Seine Fähigkeit für die „Landschaften des Geistes“ zu begeistern ist von den Studierenden hoch geschätzt. Sicherlich wird der Vortrag bei-des exzellent verbinden.  Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Innerhalb der letzten 30 Jahre etablierte sich die U3L zu einer Bildungseinrichtung von be-achtlicher Größe. Auf vielfache Weise mit der Goethe-Universität verbunden engagiert sie sich auch im Rahmen der Bürgeruniversität. Die Zahl von 3000 Studierenden ist längst über-schritten. Interesse und Motivation sind für die Teilnahme ausschlaggebend, formale Zu-gangsvoraussetzungen sind nicht zu erfüllen.

Die älteren Studierenden schätzen die Uni als Ort der Bildung und kritischen Auseinander-setzung auf hohem Niveau. Das Vorlesungsverzeichnis wird jedes Semester ungeduldig er-wartet.  Das Spektrum der Angebote reicht von Vortragsreihen über Vorlesungen und Seminare verschiedener Fachgebiete bis hin zu Projekten und einem Studiengang. Ein großer Kreis von hervorragenden Lehrbeauftragten ist regelmäßig an der U3L engagiert. Auf die Bilanz nach 30 Jahren kann die U3L stolz sein. Ergänzend zu ihrem allgemeinen Bildungsprogramm hat sie sich der Förderung der Alternsforschung gewidmet, und zwar lange bevor der Begriff „Demografische Entwicklung“ populär wurde. In Studien und Projektdokumentationen lassen sich einige  Ergebnisse nachlesen.

So selbstverständlich Bildung im Alter heute geworden ist: In einer Gesellschaft des Wandels und des langen Lebens stellt sich die Frage nach einer optimalen Gestaltung von Bildung und Lernen im Lebenslauf immer wieder neu. Mit großem Engagement werden an der U3L auch in Zukunft Antworten eigener Prägung entwickelt; auch weiterhin wird alles daran gesetzt, mit einem interessanten und qualitativ hochwertigen Programm wissenschaftliche Bildung zu ermöglichen.

Kontakt: Claudia Koch-Leonhardi, Tel: 069/798-28490, koch-leonhardi@em.uni-frankfurt.de, www.u3l.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Mär 28 2012
16:59

Ehrungen für drei Persönlichkeiten, die sich auf sehr verschiedene Weise um die Goethe-Universität verdient gemacht haben

Goethe-Universität vergibt hohe Auszeichnungen

FRANKFURT. Sie haben die Stiftungsuniversität entscheidend vorangebracht (Kassel-Stiftung), Deutschlands größte Seniorenuniversität an der Goethe-Universität etabliert (Universität des 3. Lebensalters) oder sich für die Entwicklung der Frankfurter Zahnmedizin (Stiftung Carolinum) stark gemacht: Am heutigen Mittwoch erhalten in Frankfurt mit Ekkehardt Sättele, Prof. Günther Böhme und Alexander Heck drei Mitglieder bzw. Freunde der Goethe-Universität aus der Hand von Universitätspräsident Müller-Esterl die Ehrensenatorenwürde bzw. die Ehrenmedaille der Goethe-Universität: „Mit Ihrem langjährigen ehrenamtlichen Engagement haben Sie sich um die Goethe-Universität sehr verdient gemacht“, sagte Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl anlässlich einer Feierstunde.

Über die Leistungen und Verdienste Ekkehardt Sätteles, dessen Name untrennbar mit der Anbahnung und Gründung der mit 33 Mio. Euro dotierten „Kassel-Stiftung“ verbunden ist, schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung 2010: „Der aus Konstanz stammende Wirtschaftsprüfer und Steuerberater ist Gertrud Kassels Berater und Freund geworden. Er war es, der ihr den Vorschlag machte, ihr ererbtes Aktienvermögen in eine Stiftung zugunsten der Universität einzubringen. Etwa 33 Millionen Euro hinterließ die "alte Dame" nach ihrem Tod 2007 als Kapital für die von Sättele konzipierte Alfons und Gertrud Kassel-Stiftung. So viel Geld ist nach dem Krieg der Universität noch nie von einer Privatperson gestiftet worden.“

Sättele hat als ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Kassel-Stiftung nicht nur zur Förderung vieler einzigartiger Projekte in der Universität beigetragen, sondern auch maßgeblich herausragende Forscherinnen und Forscher – auch im Bereich des wissenschaftlichen Nachwuchses – unterstützt. Bis 2004 war er Partner und Mitglied der Niederlassungsleitung Ernst & Young AG, Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft, Frankfurt am Main.

Prof. Günther Böhme ist seit 1982 Gründungsmitglied und stellvertretender Vorsitzender der „Universität des 3. Lebensalters (U3L)“ an der Goethe-Universität, die sich mit über 3.500 Teilnehmern pro Semester eines weiterhin steigenden Zuspruchs erfreut. Seit 1984 bis heute ist er Vorsitzender „U3L“. Das in Vereinsform universitätsnah organisierte Bildungsangebot stellt mit seinen etwa 70 Veranstaltungen pro Semester einen unverzichtbaren Nukleus der Frankfurter Bürgeruniversität dar. Der Name Böhmes ist an der Universität Frankfurt aufs Engste verknüpft mit dem Thema Bildungsforschung, Bildungsphilosophie und Bildungsgeschichte. Seit 1965 lehrte Böhme am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaften, 1968 - 1972 war er dessen Geschäftsführender Direktor. 1972 wurde er auf eine Professur für Pädagogik mit den Schwerpunkten Bildungsphilosophie und Bildungsgeschichte berufen.

Die Stiftung Carolinum wird seit fast 40 Jahren, seit 1979  als Vorstandsvorsitzender, ehrenamtlich von  Alexander Heck betreut. Bereits in seiner Funktion als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung hatte sich Heck in besonderem Maße um das zahnmedizinische Universitätsinstitut verdient gemacht. Nicht nur führte er seinerzeit die Verhandlungen mit dem Land Hessen über den Neubau für die Zahnmedizin, sondern es ist auch ihm zu verdanken, dass im Jahre 1981 die Zusammenarbeit zwischen der Stiftung, der Stadt Frankfurt am Main und dem Land Hessen vertraglich auf ein neues Fundament gestellt werden konnte.  Nicht zuletzt durch dieses Fundament ist es dem zahnmedizinischen Universitätsinstitut gelungen, ein beachtliches Wachstum bei Forschung und Lehre zu realisieren. So lag zu Beginn der Vorstandstätigkeit von Alexander Heck das Umsatzvolumen des zahnmedizinischen Instituts im Jahre 1974 bei 1,4 Millionen DM. Die Mitarbeiterzahl betrug im selben Jahr 136 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Wachstum des  Umsatzes auf 11 Millionen € und der Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf 220 ist dem unermüdlichen Engagement Hecks und seiner umsichtigen und zugleich tatkräftigen Vorstandsführung zu verdanken.

Informationen: Caroline Mattingley-Scott, Stabsstelle Fundraising, Tel: (069) 798-22471, mattingley-scott@pvw.uni-frankfurt.de