​​​​​​​Pressemitteilungen ​​​​​​ – 2016

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Pressestelle Goethe-Universität

Theodor-W.-Adorno Platz 1
60323 Frankfurt 
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Forschung

Jan 19 2016
12:16

Frankfurter Konzept an sechs Kliniken erprobt/Langzeiteffekt bestätigt

Gruppentherapie hilft autistischen Kindern, im Alltag besser zurecht zu kommen

FRANKFURT. Soziale Schwierigkeiten stellen eine der Hauptbeeinträchtigung bei Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) dar. Gerade wenn ihre Intelligenz nicht beeinträchtigt ist, werden sie sich ihrer Andersartigkeit im Entwicklungsverlauf immer bewusster. In einer an der Goethe-Universität entwickelten Gruppentherapie können sie nachhaltig lernen, wie sie sich in der sozialen Welt besser zurecht finden können. Das bestätigt eine klinische Studie, die im Laufe von drei Jahren 209 Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren untersuchte.

„Oftmals begegnen wir in der klinischen Praxis Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störungen, die sich den Kontakt zu Gleichaltrigen wünschen und gleichzeitig jeden Tag erleben, dass sie auf Zurückweisungen stoßen, weil sie viele Verhaltensweisen ihrer Klassenkameraden nicht verstehen können. Und darüber verzweifeln sie“, erklärt Prof. Christine Freitag, Leiterin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters. Gemeinsam mit Dr. Hannah Cholemkery entwickelte sie eine verhaltenstherapeutische Gruppentherapie mit Anleitungen und Übungen zur Verbesserung der sozialen Fertigkeiten.

Bisher wurden Gruppentherapien zum Training sozialer Kompetenzen bei ASS hauptsächlich in den USA im Rahmen kleinerer Studien ohne Stabilitätsmessungen untersucht. Ziel der von Christine Freitag geleiteten und Hannah Cholemkery koordinierten „Sosta-net Studie“, an der sechs deutsche Universitätskliniken beteiligt waren, war es zu untersuchen, ob sich die soziale Reaktivität bei Kindern und Jugendlichen mit ASS durch eine verhaltenstherapeutische Gruppentherapie steigern lässt. Dies geschah mithilfe eines standardisierten Fragebogens (Skala zur Verbesserung sozialer Reaktivität, SRS), in dem 65 Verhaltensweisen von den Eltern vor Beginn der Gruppentherapie, am Ende der Intervention sowie zur Stabilitätsmessung drei Monate nach Abschluss der Intervention beurteilt wurden.

Die Therapie fand einmal wöchentlich in einer Gruppe mit vier bis fünf Gleichaltrigen und zwei Therapeuten über drei Monate hinweg statt und wurde von drei Elternabenden begleitet. Die Ergebnisse wurden mit denjenigen in einer Warte-Kontrollgruppe verglichen. In der Interventionsgruppe zeigte sich eine deutliche Verbesserung der sozialen Verhaltensweisen, die auch bei einer erneuten Erhebung nach drei Monaten stabil blieb.

Insbesondere Kinder mit einer schwereren Symptomatik und einem höheren IQ zu Beginn der Therapie konnten von der Therapie profitieren.

Publikation: Christine Freitag, Hannah Cholemkery et al.: Group-based cognitive behavioural psychotherapy for children and adolescents with ASD: the randomized, multicentre, controlled SOSTA – net trial, in: Journal of child psychology and psychiatry (2015), doi: 10.1111/jcpp.12509

http://onlinelibrary.wiley.com/journal/10.1111/(ISSN)1469-7610/earlyview

Informationen: Prof. Dr. Christine M. Freitag, Dr. Hannah Cholemkery, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Tel.: (069) 6301-84055, Hannah.Cholemkery@kgu.de

Veranstaltungen

Jan 19 2016
12:14

Podiumsdiskussion an der Goethe-Universität am 21. Januar

Google und das Urheberrecht

FRANKFURT. Den jüngsten Entwicklungen im Internet und den damit verbundenen urheberrechtlichen Fragen widmet sich eine Podiumsdiskussion am 21. Januar auf dem Campus Westend der Goethe-Universität. Mit dabei ist der Leiter der Rechtsabteilung von Google Germany, Dr. Arnd Haller.

Immer wieder macht das Internet von sich reden als Raum, in dem bestehende rechtliche Regeln nur schwer durchzusetzen sind: Bei der Google-Indexierung wird das Persönlichkeitsrecht auf Vergessenwerden verletzt; wer einmal im Netz nach Waren gesucht hat, macht sich unter Umständen zum gläsernen Verbraucher; und Autoren und Musiker befürchten, um den Lohn ihrer kreativen Arbeit gebracht zu werden. Durch die Digitalisierung der Gesellschaft ist nicht nur das Recht mit seinen Regulierungsmöglichkeiten herausgefordert, sondern auch die Politik selbst. Denn das Internet kennt keine staatlichen Grenzen: Das macht die Durchsetzung von Regeln sowohl auf nationalstaatlicher als auch auf europäischer Ebene schwierig.

Das Urheberrecht ist dabei ein wichtiger Aspekt. Wie es in der digitalen Gegenwart und Zukunft gestaltet werden kann, darum geht es in dem Podiumsgespräch, zu dem der Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Recht und Theorie der Medien (Prof. Thomas Vesting) der Goethe Universität gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Rechtstheorie der Universität zu Köln (Prof. Dan Wielsch) einladen. Referenten sind Dr. Arnd Haller (Leiter der Rechtsabteilung von Google Germany), Prof. Dr. Leonhard Dobusch (Organisationstheorie, FU Berlin) und Prof. Dr. Michael Grünberger (Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht und Technikrecht,Uni Bayreuth). Der Frankfurter Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Thomas Vesting wird in die Thematik einführen, die Moderation der Diskussion übernimmt Prof. Dr. Dan Wielsch aus Köln. Die Zusammenarbeit mit der Uni Köln ist neu, soll aber in loser Folge mit weiteren Veranstaltungen rund um das Thema Internet fortgesetzt werden.

Die Veranstaltung beginnt am 21. Januar 2016 um 18 Uhr im Hörsaalgebäude, Raum HZ 11, am Campus Westend der Goethe-Universität.

Informationen: vesting@jur.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jan 15 2016
14:13

Podiumsdiskussion zu TTIP. 21. Januar, Campus Westend

Welche Auswirkungen hat das Transatlantische Handelsabkommen auf die Rhein-Main-Region?

FRANKFURT. Die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen den USA und Europa hat in Deutschland eine kontroverse Debatte ausgelöst. Über die potentiellen Auswirkungen des Abkommens auf die Rhein-Main-Region als Lebensraum und Wirtschaftsstandort diskutieren Gäste aus Politik und Wirtschaft: Martin Häusling, MdEP, Grüne; Philipp Jacks, DGB Region Frankfurt am Main; Dr. Wolf Klinz, MdEP a. D., FDP; Andreas Povel, American Chamber of Commerce in Germany e. V.; Dr. Jürgen Ratzinger, IHK Frankfurt. Es moderiert Prof. Dr. Sandra Eckert, Goethe-Universität.

Podiumsdiskussion: „Europa in Frankfurt. Welche Auswirkungen hat TTIP auf unsere Region?“ 21. Januar 2016, 19 Uhr c.t., PEG-Gebäude, Raum 1.G 191.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Sandra Eckert, Juniorprofessorin Politik im Mehrebenensystem. eckert@soz.uni-frankfurt.de; www.fb03.uni-frankfurt.de/eckert

Veranstaltungen

Jan 14 2016
16:05

Öffentliche Veranstaltung des Frankfurter Forums für interdisziplinäre Alternsforschung (FFIA)

Recht im Alter – Altern und Recht

FRANKFURT. „Recht im Alter – Altern und Recht“ ist das Thema einer öffentlichen Veranstaltung, zu der das Frankfurter Forum für interdisziplinäre Alternsforschung der Goethe-Universität (FFIA) am Dienstag (19. Januar) ab 18 Uhr in das Haus am Dom einlädt. Was heißt Autonomie im Alter, wo stärkt das Recht die Autonomie der älter werdenden Menschen, wo sieht es Einschnitte für sie vor? Werden alterndeMenschen hinreichend vor Gewalt und Diskriminierung geschützt? Welche Antworten sieht der strafende Staat für alternde Straftäter vor? Werden die Lebensleistungen der älter werdenden Menschen und Alten anerkannt, wo finden sich Defizite, was sind die Aufgaben des Rechts, was die Herausforderungen für den Gesetzgeber?

Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich an diesem Abend vier Rechtswissenschaftlerinnen und Rechtswissenschaftler der Goethe-Universität, die auch im Frankfurter Forum für interdisziplinäre Alternsforschung mitarbeiten. Impulsreferate aus der Perspektive ihrer Fachrichtungen und ihrer praktischen Erfahrungen halten: Cornelius Prittwitz, Professor für Strafrecht, Strafprozess, Kriminologie und Rechtsphilosophie, Gisela Zenz, emeritierte Professorin an den Fachbereichen Erziehungswissenschaft und Rechtswissenschaft und Mitglied im Landespräventionsrat Hessen, Marina Wellenhofer, Professorin für Zivil- und Zivilverfahrensrecht, und Astrid Wallrabenstein, Professorin für Öffentliches Recht mit einem Schwerpunkt im Sozialrecht. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Frankfurter juristischen Gesellschaft statt.

Informationen: Dipl.-Psych. Tanja Müller, Frankfurter Forum für interdisziplinäre Alternsforschung, Fachbereich Erziehungswissenschaften, Campus Westend, Tel.(09) 798 36393; E-Mail: tanja.mueller@em.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jan 13 2016
11:37

Ausstellung „Mein Weg nach Deutschland – Alltagsgeschichten“ : Frankfurter Schüler erzählen

Wenn Einwanderung ein Gesicht bekommt

FRANKFURT. Sie kommen aus Sri Lanka, Bulgarien und Afghanistan. Sie sind noch jung, und doch haben sie schon viel zu erzählen: Neun Frankfurter Schülerinnen und Schüler porträtiert die Ausstellung „Mein Weg nach Deutschland – Alltagsgeschichten“, die von 14. bis 28. Januar am Campus Westend zu sehen ist. Der Fachbereich Erziehungswissenschaften will damit ein Signal setzen für weitere Vorhaben und Aktivitäten im Bereich Flucht und Migration.

Sein Bruder hieß Mirwais, seine Schwester Malalai. Beide kamen durch eine Rakete ums Leben. 2006 starb die Mutter, 2010 ist der Vater ermordet worden. Der 19-Jährige aus Afghanistan hatte viel hinter sich, als er 2011 in Deutschland einreiste, wie es der Wunsch des Vaters war. Nun bereitet er sich auf den Realschulabschluss vor.

Häufig wird über sie gesprochen, doch sie selbst kommen nur selten öffentlich zu Wort: junge Menschen, die auf teils abenteuerlichen Wegen aus einem anderen Land nach Deutschland kamen. Die Ausstellung „Mein Weg nach Deutschland – Alltagsgeschichten“ an der Goethe-Universität gibt ihnen nun eine Stimme und ein Gesicht. Hauptschüler der Sophienschule Frankfurt-Bockenheim erzählen vom 14. Januar an in Einzelporträts ihre ganz persönliche Migrationsgeschichte.

Die Idee zur Ausstellung ist im Sommer 2014 entstanden: In einem Integrationskurs der Schulsozialarbeiterin Heike Depner und des Teach First Fellow Ali Hocaoglu an der Sophienschule wurde das Buch „Unerwünscht“ vorgestellt, in dem die drei iranischen Brüder Sadinam von ihren Flucht- und Integrationserlebnissen erzählen. Neun Schülerinnen und Schüler ließen sich dadurch motivieren, über ihre eigenen Erfahrungen bei Migration und Flucht zu berichten. In Zusammenarbeit mit Anette Mönich von der „Initiative Zukunft Bockenheim“ entstanden biographische Porträts, die bereits in Bockenheim zu sehen waren. Unter den Porträtierten sind auch einige Lehrkräfte – auch Sozialarbeiterin Depner, die ursprünglich aus Rumänien stammt. Bis 28. Januar werden die Porträts am Campus Westend gezeigt.

„Diese Initiative passt gut zu den verschiedenen bereits laufenden Aktivitäten und Vorhaben zum Thema ‚FluchtMigration‘, wie wir unser Projekt nennen“, sagt Prof. Isabell Diehm vom Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft. Die Goethe-Universität gebe damit einem pädagogischen Bereich ein Forum, der gesellschaftlich wenig Anerkennung erfährt: Die Sophienschule ist die letzte Hauptschule Hessens. Insbesondere neu eingewanderten Schülern wird hier durch Intensiv-Deutsch-Kurse die schulische und mithin Bildungsintegration erleichtert. Der Fachbereich Erziehungswissenschaften will sich in Forschung und Lehre künftig noch mehr dem Themenbereich Flucht und Migration widmen. So werden seit diesem Semester zwei längerfristig konzipierte Lehrveranstaltungen angeboten, die in Kooperation mit Frankfurter Schulen und kommunalen Sozialträgern der spezifischen Qualifikation künftiger Lehrkräfte und Sozialpädagogen dienen sollen. „Mit unseren Möglichkeiten, die in Forschung, Lehre und Ausbildung liegen, wollen wir einen nachhaltigen Beitrag zur Bearbeitung der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen leisten“, erklärt Prof. Diehm.

Ausstellungsflyer zum Download unter: www.uni-frankfurt.de/59597080

Informationen: Prof. Dr. Isabell Diehm, Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft, E-Mail: i.diehm@em.uni-frankfurt.de, Telefon: 069/798-36250

Veranstaltungen

Jan 12 2016
13:53

Philosophin Catherine Colliot-Thélène übernimmt die Alfred Grosser-Gastprofessur – Öffentlicher Vortrag

Blick auf den Sozialstaat aus deutsch-französischer Perspektive

+++ Die Veranstaltung fällt leider aus. Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben+++

FRANKFURT. Die französische Philosophin Prof. Catherine Colliot-Thélène übernimmt in diesem Semester die Alfred-Grosser-Gastprofessur für Bürgergesellschaftsforschung an der Goethe-Universität. „Die normative Begründung des Sozialstaats – Eine deutsch-französische Perspektive“ ist das Thema ihres öffentlichen Vortrags, den sie am Dienstag (19. Januar) um 19 Uhr auf dem Campus Westend, Casino, Renate von Metzler-Raum hält.

Der Sozialstaat wurde in der Vergangenheit immer wieder als die größte Erfindung der westlichen Demokratien im 20. Jahrhundert bezeichnet. Heute hingegen sprechen viele von seinem Abbau – als Reaktion auf die staatlichen Reformen, die von der neoliberalen Wirtschaft gefordert werden. In Frankreich und Deutschland bleiben die staatlichen Unterstützungsleistungen zwar – im Vergleich zu anderen europäischen und erst recht außereuropäischen Ländern – auf hohem Niveau. Bedeutet dies aber auch, dass sich am Verständnis der normativen Begründung solcher Leistungen nichts geändert hat? Catherine Colliot-Thélène, Professorin an der Universität Rennes und von 1999 bis 2004 Direktorin des Centre Marc Bloch in Berlin, wird in ihrem Vortrag verschiedene Formen staatlicher Unterstützungsleistungen sowie Unterschiede in der Geschichte und den philosophischen Begründungen des Sozialstaats in Deutschland und Frankreich beleuchten.

Das Internationale Programm „Alfred-Grosser-Gastprofessur für Bürgergesellschaftsforschung“ am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität wird von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main ermöglicht. Es wurde 2009 auf Anregung der Frankfurter Deutsch-Französischen Gesellschaft initiiert. Jährlich besucht ein prominenter Forscher oder eine prominente Forscherin die Universität und vertieft aus sozialwissenschaftlicher Perspektive in Seminaren und Vorträgen Aspekte der Thematik. Namensgeber ist der in Frankfurt geborene Publizist und Politologe Alfred Grosser – ein zentraler Wegbereiter der deutsch-französischen Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg.

Informationen: Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink, Daniela Wirth-Pagano, Institut für Soziologie, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Campus Westend, Telefon: 069/798-36660; B.Blaettel-Mink@soz.uni-frankfurt.de, wirth@soz.uni-frankfurt.de; Stefanie Römer, Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, roemer@sptg.de, Telefon: 069/789889-43

Veranstaltungen

Jan 12 2016
13:52

Bürger-Universität: Diskussionsreihe „Was bleibt nach Blockupy?“ geht am 18. Januar 2016 in die letzte Runde

Im Rausch öffentlicher Vorurteile?

FRANKFURT. Die dritte und letzte Veranstaltung der Diskussionsreihe „Was bleibt nach Blockupy?“ der Frankfurter Bürger-Universität der Goethe-Universität beschäftigt sich am 18. Januar mit dem Thema „Im Rausch öffentlicher Vorurteile – Welche Diskurskultur braucht die Demokratie?“ Auf dem Podium diskutieren die Publizistin und Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg, Rainer Forst, Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität, der Wirtschaftsethiker Prof. em. Karl Homann, der bis 2008 an der LMU München tätig war, sowie die Präsidentin der Goethe-Universität, Prof. Birgitta Wolff. Der Jenaer Rechtswissenschaftler Prof. Olaf Werner gibt zu Beginn der Veranstaltung einen kurzen Impuls.

Der öffentliche politische Diskurs, die Auseinandersetzung über unterschiedliche gesellschaftliche Positionen wird viel zu oft getrieben von Alarmismus. Ein (öffentliches) Urteil ist schnell gefällt, meistens noch, bevor überhaupt versucht wurde, Hintergründe und Motive zu verstehen und nachzuvollziehen. Holzschnittartig werden oft Gegensätze konstruiert und in aufgeregten öffentlichen Debatten abgearbeitet. Dieses Muster des (aufregungs- und erregungsgetriebenen) öffentlichen Diskurses war und ist bei vielen öffentlichen Debatten der jüngsten Vergangenheit  zu beobachten, zuletzt nach den Ereignissen in der Kölner Silvesternacht.

Der Begriff des Verstehens scheint dagegen in Misskredit geraten zu sein. Aber was verbirgt sich hinter diesen Phänomenen der Verkürzung und Vorverurteilung? Eine Schwäche der Debattenkultur? Die Vorstellung, dass es da sowieso nichts zu verstehen gibt? Sind sie ein Hinweis auf einen problematischen Umgang mit Differenz oder auf ideologie- und normgeleitete Denkverbote? Oder beobachten wir einen Strukturwandel der Öffentlichkeit zu einer „Demokratie per Shitstorm“? Unter welchen Vorzeichen sollen und müssen öffentliche Aushandlungen in einer Demokratie stehen?

Die Reihe „Was bleibt nach Blockupy“ soll mit einem zeitlichen Abstand von mehr als einem halben Jahr noch einmal – mit nüchternem Blick – auf die Ereignisse vom März 2015 zurückblicken. Dabei soll es nicht nur um die Gewalt und das Spannungsverhältnis zwischen Demonstranten und Polizei gehen, sondern auch um die Politik der EZB und die Rollen der unterschiedlichen Akteure.

Der Abend findet in Kooperation mit der Europäischen St.-Norbert-Stiftung statt und der Frankfurter Rundschau. Die Moderation übernimmt nicht, wie angekündigt, ChefredakteurinBascha Mika, sondern Feuilleton-Leiter Christian Thomas.

18. Januar 2016
Frankfurter Bürger-Universität: „Was bleibt nach Blockupy?“
„Im Rausch öffentlicher Vorurteile – Welche Diskurskultur braucht die Demokratie?“
Campus Bockenheim, Hörsaalgebäude, H IV (2. OG)           
Mertonstraße 17-21, 60325 Frankfurt am Main

Beginn: 19:30 Uhr, Eintritt frei

Veranstaltungen

Jan 11 2016
15:45

Ausstellung „Mein Weg nach Deutschland – Alltagsgeschichten“ gibt jungen Migranten ein Forum

Medieneinladung: Geschichten vom Einwandern

FRANKFURT. Häufig wird über sie gesprochen, doch sie selbst kommen nur selten öffentlich zu Wort: Die Ausstellung „Mein Weg nach Deutschland – Alltagsgeschichten“ an der Goethe-Universität gibt jungen Einwanderern eine Stimme und ein Gesicht. Hauptschüler der Sophienschule Frankfurt-Bockenheim erzählen vom 14. Januar an in Einzelporträts ihre ganz persönliche Migrationsgeschichte. Medienvertreter sind herzlich zur Eröffnung der Ausstellung um 17.30 Uhr im Foyer des PEG-Gebäudes am Campus Westend eingeladen.

Die Idee zur Ausstellung ist im Sommer 2014 entstanden: In einem Integrationskurs der Schulsozialarbeiterin Heike Depner und des Teach First Fellow Ali Hocaoglu an der Sophienschule wurde das Buch „Unerwünscht“ vorgestellt, in dem die drei iranischen Brüder Sadinam von ihren Flucht- und Integrationserlebnissen erzählen. Neun Schülerinnen und Schüler ließen sich dadurch motivieren, über ihre eigenen Erfahrungen bei Migration und Flucht zu berichten. In Zusammenarbeit mit Anette Mönich von der „Initiative Zukunft Bockenheim“ entstanden biographische Porträts, die bereits in Bockenheim zu sehen waren. Unter den Porträtierten sind auch einige Lehrkräfte – auch Sozialarbeiterin Depner, die ursprünglich aus Rumänien stammt. Bis 28. Januar werden die Porträts am Campus Westend gezeigt.

„Diese Initiative passt gut zu den verschiedenen bereits laufenden Aktivitäten und Vorhaben zum Thema „FluchtMigration“, wie wir unser Projekt nennen“, sagt Prof. Isabell Diehm vom Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft. Die Goethe-Universität gebe damit einem pädagogischen Bereich ein Forum, der gesellschaftlich wenig Anerkennung erfährt: Die Sophienschule ist die letzte Hauptschule Hessens. Insbesondere neu eingewanderten Schülern wird hier durch Intensiv-Deutsch-Kurse die schulische und mithin Bildungsintegration erleichtert. Der Fachbereich Erziehungswissenschaften will sich in Forschung und Lehre künftig noch mehr dem Themenbereich Flucht und Migration widmen. So werden seit diesem Semester zwei längerfristig konzipierte Lehrveranstaltungen angeboten, die in Kooperation mit Frankfurter Schulen und kommunalen Sozialträgern der spezifischen Qualifikation künftiger Lehrkräfte und Sozialpädagogen dienen sollen. „Mit unseren Möglichkeiten, die in Forschung, Lehre und Ausbildung liegen, wollen wir einen nachhaltigen Beitrag zur Bearbeitung der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen leisten“, erklärt Prof. Diehm.

Bei der Ausstellungseröffnung am 14. Januar um 17.30 Uhr sind auch die Porträtierten anwesend. Für Medienvertreter besteht die Möglichkeit zu einem Hintergrundgespräch.

Veranstaltungen

Jan 8 2016
13:56

Diskussionsrunde zwischen Philosoph und Arzt in der Vorlesungsreihe „Du, Deine Gene, Deine Therapie“

Der Patient im Spannungsfeld der individualisierten Medizin

FRANKFURT. Rasche Fortschritte auf dem Gebiet der molekularen Medizin werfen neue ethische Fragen auf und verändern auch den Umgang zwischen Arzt und Patient: Hat der Patient beispielsweise ein Recht auf Nicht-Wissen? Welche Auswirkungen hat die Kenntnis, mit gewisser Wahrscheinlichkeit eine spezifische Krankheit zu bekommen, auf die Lebensqualität? In der öffentlichen Vorlesungsreihe „Du, Deine Gene, Deine Therapie“ diskutieren am Donnerstag (14. Januar) Prof. Dr. Carl Friedrich Gethmann, Universität Siegen, und Prof. Dr. Fritz von Weizsäcker, Schlosspark-Klinik Berlin, über ethische Probleme der individualisierten Medizin und ihre Konsequenzen für das Selbstverständnis von Patienten und für die Arzt-Patient-Beziehung. Die Moderation dieser Experten-Runde übernimmt die Wissenschaftsredakteurin des Hessischen Rundfunks, Dr. Regina Oehler.

Eingeladen zu dieser Vortragsreihe der Wissenschaftlichen Gesellschaft an der Goethe-Universität, die im Rahmen der von der Deutsche Bank AG initiierten und geförderten Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ im Wintersemester stattfindet, sind interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Rhein-Main-Region. Die Podiumsdiskussion beginnt um 18 Uhr auf dem Campus Niederrad, Universitätsklinikum, Haus 22, Hörsaal 2, Theodor-Stern-Kai 7.

Bevor die Experten miteinander ins Gespräch kommen werden, gibt es Vorträge der beiden Gäste: Der Philosophie-Professor Carl Friedrich Gethmann wird einerseits Fragen erörtern, die sich mit Schutz des genetischen Wissens über Individuen etwa gegenüber Versicherungen, Arbeitgebern und Biobanken beschäftigen. Andererseits wird es bei ihm u.a. um das Recht auf Nicht-Wissen gehen und darum, wie sich dieses auf die Arzt-Patient-Beziehung auswirkt. Außerdem wird Gethmann Probleme betrachten, die aufgrund der durch die individualisierte Medizin gewonnenen Daten erzeugt werden: Kann unter den Bedingungen von Big Data die Anonymität von Daten noch gewährleistet werden?

Die neuen Möglichkeiten der personalisierten Medizin beschäftigen auch die Mediziner im täglichen Umgang mit den Patienten, darüber wird Prof. Dr. Fritz von Weizsäcker sprechen. Nach seiner Auffassung kreiert die Flut molekularer Daten ein zunehmend mechanistisches Menschenbild, das jedoch die teilweise starken Placebo- und Nocebo-Effekte von Therapien nicht erklären kann. „Wo eine gezielte Beeinflussung aktuell nicht möglich ist, kann die Kenntnis einer Krankheitswahrscheinlichkeit einen erheblich negativen Einfluss auf die Lebensqualität des Patienten haben“, so Weizsäcker. Die molekularen Bioanalysen erfassten zwar nicht die Biografie, Gesamtpersönlichkeit und den sozialen Kontext eines Menschen, sie machten jedoch einen wesentlichen Teil einer persönlichen individuellen Arzt-Patienten-Beziehung aus, so der Berliner Arzt.

Die Referenten: Prof. Dr. Dr. h.c. Carl Friedrich Gethmann war von 1996 bis 2012 Direktor der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen in Bad Neuenahr-Ahrweiler und ab 2012 Professor am Forschungskolleg „Zukunft menschlich gestalten“ der Universität Siegen. Gethmann ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Akademie der Naturforscher „Leopoldina“, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und seit 2013 auch Mitglied des Deutschen Ethikrates.

Prof. Dr. Fritz von Weizsäcker arbeitete als Assistenzarzt in Freiburg in der Medizinischen Klinik II und in Zürich sowie als Postdoc am Massachusetts General Hospital in Boston (USA). Nach der Habilitation und der Facharzt-Ausbildung in Innerer Medizin und Gastroenterologie wurde er 2005 Chefarzt für Innere Medizin I der Schlosspark-Klinik in Berlin, Lehrkrankenhaus der Charité. Im Jahre 2000 erhielt er den Heinz-Kalk Award for Excellence in Hepatology Research und 2008 das Honorary Doctorate in Medicine, Medical Academy Voronezh (Russland).

Weiterer Vortrag in der Reihe „Du, Deine Gene, Deine Therapie“:

28. Januar 2016
Prof. Dr. Drs h.c. Leroy Hood, Washington University, Seattle
Systems Medicine and Proactive P4 Medicine. Transforming Healthcare through Wellness – A Personal View (P4 = predictive, personalized, preventive and participatory)
Moderation Prof. Dr. Josef Pfeilschifter, Goethe-Universität

Informationen: Prof. Dr. Joachim Engels, Campus Riedberg, Fachbereich Biochemie, Chemie und Pharmazie, Tel. (069)798-29150, Joachim.Engels@chemie.uni-frankfurt.de;Prof. Dr. Simone Fulda, Campus Niederrad, Fachbereich Medizin, Institut für Experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie, Tel. (069) 678 66557,Simone.Fulda@kgu.de

Programmbroschüre sowie der Link zu Aufzeichnungen der Vorträge und Diskussionen auf www.buerger.uni-frankfurt.de unter „Weitere Veranstaltungen“

Programm online auch unter: www.wissenschaftliche-gesellschaft.uni-frankfurt.de

Veranstaltungen

Jan 7 2016
11:46

Marcel Beyer spricht im Rahmen der Frankfurter Poetikvorlesungen über das „blinde (blindgeweinte) Jahrhundert“. Auftakt: 12. Januar

Literatur im Dialog mit den Wissenschaften

FRANKFURT. Er ist in vielfacher Hinsicht ein Grenzgänger: Romanautor, Lyriker, Essayist und auch Journalist. Der heute in Dresden lebende Marcel Beyer war darüber hinaus an verschiedenen Opernprojekten beteiligt und pflegt einen intensiven Dialog mit den Naturwissenschaften. In seinen Frankfurter Poetikvorlesungen wird er seine poetologischen Reflexionen im Zeichen des Dialogs von Literatur, anderen Künsten und den Wissenschaften entfalten.

Frankfurter Poetikvorlesungen – Marcel Beyer: „Das blinde (blindgeweinte) Jahrhundert“
12.1., 19.1., 26.1., 2.2. und 9.2., jeweils um 18 Uhr im Hörsaalzentrum H 1&2 auf dem Campus Westend.  Abschlusslesung: 10. Februar im Literaturhaus Frankfurt.

Beyers Debütroman „Menschenfleisch“ erschien 1991. Sein zweiter Roman „Flughunde“ (1995) avancierte auch international zu einem großen Erfolg. Ebenso wie „Flughunde“ verhandelt auch „Spione“ (2000) Geschichte(n) des Dritten Reichs. Sein letzter Roman „Kaltenburg“ (2008) taucht tief in die deutsche Geschichte der letzten 70 Jahre ein. Auch seine Lyrik-Veröffentlichungen wie beispielsweise „Erdkunde“ (2002) und „Graphit“ (2014) und Erzählungen („Vergesst mich“, 2006 u. „Putins Briefkasten“, 2012) sind von einer intensiven Auseinandersetzung mit zeithistorischen Themen geprägt. In den 90er Jahren erreichte Beyer mit seinen journalistischen Texten für die einflussreiche Musikzeitschrift SPEX auch ein popaffines Publikum. Für sein Werk wurde Beyer mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Uwe-Johnson-Preis (1997), dem Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln (2001), dem Kleist-Preis sowie dem Oskar-Pastior-Preis (beide 2014). 2012 war Beyer Stadtschreiber von Bergen-Enkheim.

Weitere Informationen:

Die Poetikvorlesungen begleitet erneut eine von Wolfgang Schopf kuratierte Ausstellung im „Fenster zur Stadt“ (Restaurant Margarete, Braubachstr. 18-22), die ab dem 13. Januar zu sehen sein wird.

Die Universitätsbibliothek der Goethe-Universität hat zur aktuellen Poetikvorlesung eine „Literaturvitrine“ eingerichtet: Mit diesem Angebot können sich Interessierte Literatur von und über Marcel Beyer online erschließen. http://www.ub.uni-frankfurt.de/vitrine.html

In der aktuellen Ausgabe des UniReport stellt Prof. Achim Geisenhanslüke, Komparatist an der Goethe-Universität, den neuen Poetikdozenten Marcel Beyer vor. http://www.unireport.info/59165090/Unireport_6-15.pdf (S. 13)

Kontakt: Prof. Dr. Susanne Komfort-Hein, Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik, Goethe-Universität Frankfurt, Tel. (069) 798-32857. komfort-hein@lingua.uni-frankfurt.de

Forschung

Jan 6 2016
16:28

Frankfurter Wissenschaftler stellen in einer Publikation ein neues Modell zur Funktionsweise des Gehirns vor

Gehirn so zuverlässig wie ein Uhrwerk?

FRANKFURT. Unser Gehirn ist jederzeit aktiv, auch wenn wir uns ausruhen oder schlafen. Die Wissenschaft interessiert sich schon lange für diese ständige neuronale Aktivität des Gehirns, welche oft als eine Art “Hintergrundrauschen” beschrieben wird. Sie führt bei Messungen der Hirnaktivität dazu, dass die Antwort des Gehirns auf denselben sensorischen Reiz, z.B. bei mehrmaligem Betrachten desselben Bildes, jedes Mal unterschiedlich aussieht. Aber ähnelt dieses Hintergrundrauschen lediglich dem Leerlauf des Motors eines Autos, das an der Ampel auf „Grün“ wartet und so schneller losfahren kann? Oder ist diese spontane Gehirnaktivität das eigentliche Herzstück unseres Denkens, quasi das Fundament aus dem unsere höheren Hirnfunktionen erwachsen?

Um dieser Frage nachzugehen, haben Wissenschaftler des Frankfurt Institute for Advanced Studies und der Goethe-Universität Frankfurt in Kollaboration mit dem Max-Planck-Institut für Hirnforschung und dem Ernst Strüngmann Institut ein neues Modell entwickelt. In ihrer Publikation in der international renommierten Fachzeitschrift PLoS Computational Biology schlagen die Frankfurter Wissenschaftler um Prof. Dr. Jochen Triesch und Christoph Hartmann vor, dass das Gehirn fast so zuverlässig wie ein Uhrwerk arbeitet. Damit stellen sie den gängigen Annahmen einen radikal verschiedenen Ansatz entgegen. Bisher wurde das Hintergrundrauschen in der Regel als ein rein zufälliges Verhalten des Gehirns erklärt.

Nach dem neuen Modell kommen die spontane Gehirnaktivität und die notorischen Unregelmäßigkeiten bei der Messung neuronaler Aktivität nur dadurch zustande, dass das Gehirn ständig sein inneres Bild der Welt verbessert und darauf basierend verschiedene Situationen durchspielt. Umgesetzt wird diese Vorstellung durch ein einfaches, komplett deterministisches, d.h. festenRegeln folgendes, neuronales Netzwerk. Das Netzwerk erstellt durch die Kombination verschiedener Lernmechanismen ein Modell seiner Umwelt und nutzt dieses, um ständig Vorhersagen über die Zukunft zu generieren. Wesentliche bekannte Befunde über spontane Hirnaktivität und die scheinbare Unvorhersagbarkeit neuronaler Messungen können durch die neuen Erkenntnisse ganz anders als bisher erklärt werden. Dies könnte ein wichtiger Puzzlestein zur Entschlüsselung des neuronalen Kodes sein, also der Art und Weise wie das Gehirn Informationen repräsentiert und verarbeitet.

Das Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) ist eine überdisziplinäre Forschungsinstitution zur theoretischen Erforschung von komplexen Strukturen in der Natur, die von der Goethe-Universität Frankfurt gegründet wurde und von öffentlichen Geldgebern, Stiftungen und Privatpersonen finanziert wird. Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen neben der Hirnforschung Grundlagenforschung in Biowissenschaften, Computerwissenschaften, Chemie und Physik.

URL der Originalarbeit:
http://journals.plos.org/ploscompbiol/article?id=10.1371/journal.pcbi.1004640

Kontakt:
Prof. Dr. Jochen Triesch, Johanna Quandt Research Professor, Frankfurt Institute of Advanced Studies. Goethe Universität Frankfurt, Ruth-Moufang-Straße 1, 60438 Frankfurt am Main. Tel: (069) 798-47531; triesch@fias.uni-frankfurt.de